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Über Danger Dan (nicht) im ZDF und einen Trip nach Mannheim

Liebe Übonnent:innen,

Medien haben viele Begriffe dafür, was am Mittwoch beim ZDF passiert ist: „gestrichen“, „verhindert“, „gestoppt“. „Bild“ nutzte sogar das böse C-Wort: „ZDF cancelt Künstler-Auftritt bei ,Die Anstalt‘“. Und kurz nachdem all die Meldungen am Donnerstag die Runde machten, tobte auch schon der Sturm gegen den Sender.

Der Musiker Danger Dan sollte nächsten Dienstag in der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ sein neuestes Lied „Keine Angst“ uraufführen, gemeinsam mit dem Pianisten Igor Levit. Doch am Donnerstagnachmittag teilten die beiden auf Instagram mit (Opens in a new window), die ZDF-Intendanz habe kurz vor der Aufzeichnung der Folge „ihr Veto“ gegen den „antifaschistischen Song“ eingelegt; Danger Dan und Levit sprechen von einem „Auftrittsverbot“ mit „politischem Hintergrund“, von einem skandalösen „Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit“ und einem „autoritären Akt“.

Kawumm, da steckt gleich alles drin.

Das schlug natürlich ein. Worum es exakt ging, war allerdings zu diesem Zeitpunkt unklar. Die Musiker erklärten es nicht. Auch das ZDF ging in einem knappen Statement (Opens in a new window) nicht darauf ein. Es hieß lediglich, dass der Liedtext als „Aufruf zur Gewalt“ verstanden werden könne und man den Song deshalb nicht sende. Tausende Menschen solidarisierten sich trotzdem eilig – ohne nur eine Zeile des Textes zu kennen. So läuft das bekanntlich im Internet, der Tenor der Kommentare war erwartbar empört: Das ZDF kippt ein antifaschistisches Lied, „zensiert“ eine Sendung! Und warum? Aus Angst vor Rechten, der AfD etc. Die Lappen vom Lerchenberg.

Ganz so einfach ist die Sache aber vielleicht doch nicht. Und zu wissen, worum es geht, ist in der Regel ja auch ganz sinnvoll.

https://youtu.be/Gg-SCpXba64 (Opens in a new window)

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