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Ein uraltes Prinzip

Sheng, Shō und Akkordeon

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Wu Wei mit chinesischer Sheng Foto: ProTon Musikagentur

Das Akkordeon gibt es seit etwa zwei Jahrhunderten. Das ungewöhnliche Prinzip der Klangerzeugung aber kennen Musiker durch die chinesische Sheng und die japanische Shō seit Jahrtausenden.

Text: Christina M. Bauer

Flirrend und reich an mitschwingenden Obertönen mäandern helle Einzeltöne, Harmonien und Melodieschnipsel durch den Raum. Die japanische Musikerin Michiko Ogawa spielt die traditionelle Shō bei der Münchner Konzertreihe Klang im Dach. Per Notebook, Software und Effekten ergänzt sie Field Recordings und von ihr aufgezeichnete Parts an Klavier, Orgel und Synthesizer, erweitert aber auch immer wieder das an der Shō live Gespielte durch Liveaufzeichnung und Live Processing. Die so entstehenden atmosphärischen, dichten Texturen geben einen Eindruck davon, wie mit einem sehr alten Musikinstrument eine ganz moderne Musik gespielt werden kann. Musikerin ist Ogawa, die in Tokio aufwuchs, lange in Freiburg und Berlin lebte und ihren Lebensmittelpunkt heute in den USA hat, schon seit Jahrzehnten. Sie hat Klarinette studiert. Mit der traditionellen Mundorgel ihrer Heimat aber beschäftigt sie sich erst seit fünf Jahren intensiver. Anfangs setzte sie sich noch vor allem mit der traditionell damit gespielten japanischen Gagaku Musik auseinander. Jetzt ist die Shō Teil ihres stilistisch modernen Repertoires „Pancake Moon“.

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