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    <title>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle mit Almut &amp;Sascha</title>
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    <description>Hol dir Tipps, Fundstücke und Analysen zu EqualCare und Gesellschaft, zu #RosaHellblauFalle, UnconsciousBias &amp; Wahlfreiheit</description>
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      <title><![CDATA["Das ist ja ein Süßer!", "Ja, es ist aber ein Mädchen!" Vom Misgendern]]></title>
      <description><![CDATA[Wirst du  manchmal fälschlicherweise für einen Mann bzw. eine Frau gehalten? Stört dich das? Wie gehst du damit um? Fragen von Herrn Almut und Frau Sascha]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>“Was bist du eigentlich?” - Über das Misgendern von Erwachsenen und Kindern</h1><h4>Der Newsletter aus der Rosa-Hellblau-Falle</h4><p><strong>Hallo! Wir sind Almut und Sascha aka &#39;Die Rosa-Hellblau-Falle&#39;, Autor*innen, Trainer*innen und ein EqualCare-Tandem, beruflich wie privat. Diesen Newsletter verschicken wir 2x im Monat, mit Informationen, Gedanken und Neuigkeiten zu Rollenbildern, EqualCare-Arbeit und Demokratiebildung. </strong><a href="http://equalcare-akademie.de/"><em>equalcare-akademie.de</em></a></p><p><em>Oktober 2026</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/u3mfkerscz/Herr.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich heiße Almut, und runzelige Brauen mit fragendem Blick, sobald ich mich vorstelle, kenne ich seit meiner Kindheit. Mit dem Vornamen können nicht alle etwas anfangen, und vor allem klingt er für viele Ohren nicht eindeutig weiblich genug:</p><p>• Hä? Ist das ein Mädchenname?</p><p>• A… was? Wie heißt du?</p><p>• Ach, ich dachte, Sie wären ein Mann!</p><p>• Guten Tag, den Herrn Almut Schnerring möchte ich gerne sprechen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/2aeo5oyerf/herr_%282%29.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4>Misgendern - Bagatelle oder Grund sich zu ärgern?</h4><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/txpk5pzw65/Bildschirmfoto_2026-10-13_um_00.05.30.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Misgendern, Missgendern oder Misgendering beschreibt das Adressieren einer Person auf eine Weise, die nicht zu ihrer Geschlechtsidentität passt. Es kann beabsichtigt oder unbeabsichtigt passieren und betrifft in besonderem Maße transgender und nichtbinäre Menschen."/><p>Als Kind fand ich’s gräßlich, mit “Junger Mann” angesprochen zu werden. Manche haben versucht, mir männliche Spitznamen anzuhängen, aber als ich nicht darauf reagiert habe, wurde es wohl irgendwann langweilig. Inzwischen bin ich rausgewachsen aus dem Missmut. Die Scham liegt jetzt bei denen, die sich mehrfach entschuldigen, sobald sie merken, dass sie sich getäuscht haben. Misgendert zu werden ist ein bisschen lustig, finde ich, vorausgesetzt man ist nicht transgender oder nonbinär. Ich schreibe als cisnormative Frau, und mir ist zwar bewusst, dass Misgendering für transgender oder nonbinäre Menschen mehr als verletzend sein kann, dass es Dysphorie auslösen kann, vor allem, weil es ja auch absichtlich passiert und bewusst abwerten und ablehnen soll. Aber am Ende des Tages habe ich keine Vorstellung davon, wie sich das aufs Selbst auswirkt. Wenn ich also belustigt reagieren kann, dann aus einer privilegierten Position heraus, und es ist deshalb keinesfalls als Appell zu verstehen, es mir unbedingt nachzutun. Aber ich lade cis Personen ein zu reflektieren, ob die eigene Reaktion verhältnismäßig ist. Vor allem als cis Mann, der als Frau angesprochen wird, weil hier die Geschlechterhierarchie deutlich wird. Wird eine Frau als Mann wahrgenommen, wird das auf Dauer vermutlich auch verletztend sein, aber damit geht nicht die Abwertung daher, die einem Mann entgegenweht, der angeblich “kein echter Mann” sei. </p><p>Als Frau kann ich sagen: Ja, es nervt, aber bloß kurz, denn es tut mir nichts. Dafür passiert es zu selten, und - wichtigster Punkt: es liegt bloß an meinem Namen, nicht an meinem Aussehen. Ich frage mich deshalb: wann kippt es? Wann wird aus dem Bisschen ein Zuviel? Die Frage werden Menschen sehr unterschiedlich beantworten, aber sie hilft vielleicht, wenn wir gleich auf das Misgendern von Kindern schauen: Wie oft darf es passieren, ohne dass Misgendern deine Weiblichkeit bzw. deine Männlichkeit in Frage stellt? </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/r3zztklo7f/foto_%282%29.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Stell dir vor, du wüdest Tag für Tag in die “falsche” Schublade gesteckt! Wie absurd ist es, es trans Menschen zum Vorwurf zu machen, wenn sie sich eine korrekte Ansprache wünschen:</p><blockquote><p>“Die sollen sich mal locker machen und nicht auf Richtig und Falsch beharren, sind ja sonst auch gegen die (also meine) ricHtiGeN Regeln von Mann und Frau.”</p></blockquote><p>Sind es doch wir cisgeschlechtlichen Menschen, die an binären Merkmalen festhalten! Wir sind es doch, die Muskeln vs. Makeup als Geschlechts-Marker feiern, die weibliche Säuglinge mit Schleifen markieren, um sie von der männlichen Norm abzugrenzen, während wir von trans Menschen erwarten, schön unauffällig in Beige-Grau in der Sofaritze zu verschwinden. Wie wär’s wenn wir uns erstmal selbst an die Nase fassen und uns die Welt genauer anschauen, die wir von vorne bis hinten nach Geschlecht sortieren! Eine Welt, in der eins doch gar nicht SEIN darf, wenn man nicht mitspielt im rosa-blauen Regelnwerk! Erst strenge Normen aufstellen, Herzchen für Mädchen, Pistolen für Jungs,…</p><blockquote><p>“Niemals lege ich meinen Sohn in einen pinken Kinderwagen!”</p></blockquote><hr/><p>mehr Texte ?</p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Newsletter unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>… und sich dann beschweren, wenn Menschen, die es müssen, da mitspielen wollen, weil es nicht auszuhalten ist, jeden Tag absgestraft zu werden dafür, dass man angeblich nicht passt?! Es ist doch wohl Aufgabe der Mehrheit, die strengen Labels, Symbole und Zuschreibungen erstmal zu lockern oder ganz abzuschaffen und nicht an einer Minderheit! Wie denn auch?! Der Appell muss also in die andere Richtung gehen, an jene, die mit den Merkmalen der Gruppe geboren wurden, mit der sie sich identifizieren:&quot;</p><blockquote><p>“Mach dich locker, wenn du ab und zu misgendert wirst!”</p></blockquote><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/foqxcnatft/Bildschirmfoto_2026-10-13_um_00.30.25.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Anders bei Kindern.</h3><p>Warum ist es wichtig, einem wenige Wochen alten Kind eine ungemütliche Schleife mit Gummiband um den Kopf zu zurren? Nur damit Fremden, die in den Kinderwagen schauen kein ‘Er’ rausrutscht? Entschuldigung, aber ich finde das höchst bizarr und ich falle quasi hinten über, wenn ich höre, dass es tatsächlich Eltern geben soll, die ihren Söhnen die Wimpern schneiden, damit sie nicht für ein Mädchen gehalten werden (sic!).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/rozcrfzv5m/Bildschirmfoto_2026-10-13_um_00.31.20.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wir kennen die Momente zu genüge mit unserer Tochter. Es fing an, als wir ein Tragetuch kauften. Es war blau-grün gestreift, und ließ keinen Rückschluss auf das Geschlecht des Kinder zu. (Erst Jahre später entwickelte sich der Trend, die Farben passend zum Geschlecht des Kindes zu wählen. Was Eltern vor absurde Herausforderungen stellt, wenn man gleichzeitig die Regel befolgen möchte, dass Männer durch Rosa zum Weichei werden).</p><blockquote><p>“Du bist aber ein Hübscher…”</p></blockquote><p>Wenn unsere Tochter im Tragetuch saß, mit den Beinen wackelte und Entgegenkommende anstrahlte, wurde sie oft angesprochen, aber selten als Mädchen, sondern als “er”. Die Art der Kleidung spielte keine Rolle, Haarlänge, Schnullerkette, Sockenfarbe -egal: <em>“Ach, das ist ja ein Netter!”</em></p><p>Und Haarbänder bei weiblichen Säuglingen waren damals noch nicht Mode bzw. wir hielten uns nicht dran. Denn wir finden: es tut dem Säugling nichts, wenn Fremde keine Details über seine äußeren Geschlechtsorgane haben. (vgl. auch unseren September-Newsletter <a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/posts/066a9add-8b89-4a24-b405-ec88fa50d37e">‘Hurra, ein Kind!’ - Was Gender Reveal Partys enthüllen und wie es besser geht</a>).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5b5e9432-61de-4753-a699-968f785c7cc5/uploads/images/mtzd4uu5g5/Bildschirmfoto_2026-10-13_um_00.34.24.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4>Wann sollten Fremde korrigiert werden?</h4><p>Wenn ein Kind falsch angesprochen wird, sollte das nur korrigiert und thematisiert werden, wenn das Kind das möchte. Und dazu muss man dieses Gespräch irgendwann mal (und immer wieder) führen: “Hat dich das eben gestört? Dass sie dachte, du wärst ein Mädchen?”</p><p>Und auch das bitte nur, wenn du weißt, dass dein Kind den Kommentar oder die Anrede gehört hat. Mach kein Fass auf und erschaffe ein Problem, wo es vorher kein Störgefühl gab! Denn sonst - Blick in die Gedanken eines Kindes: <em>“Wer? Hat jemand gesagt, ich sei ein Mädchen? Wo? Ich bin doch… achso, ist das falsch? Hat die was Falsches gesagt? Mama sagt, dass mich das vielleicht stört. Was? Dass ich ein Mädchen… Junge… was bin? Okay, dann soll auch niemand mehr sagen, dass ich ein Mädchen bin. Ich bin ja ein Junge! Sagt Mama!”</em></p><p><strong>Erstmal ist es nicht nötig, Fremde zu korrigieren. Wichtiger ist, mit dem eigenen Kind im Anschluss darüber sprechen: </strong></p><blockquote><p>“Wie war das für dich eben? War das komisch, dass die Frau dachte, du seist ein Junge?”</p></blockquote><p>Oder mit zeitlichem Abstand zu dem Moment:</p><blockquote><p>“Wenn jemand zu dir “er” und “Junge” sagt, möchtest du dann erklären, dass du Lisa bist? Ist es okay, wenn jemand &#39;er&#39; zu dir sagt, oder möchtest du, dass alle &#39;sie&#39; sagen?”</p></blockquote><p>Oder</p><blockquote><p>&quot;Wenn ein anderes Kind nicht weiß, dass du Benno bist, soll ich dann etwas sagen, oder sollen wir gemeinsam überlegen, was du sagen könntest?”</p></blockquote><p>Passt das in Euren Alltag und in Eure Art miteinander zu sprechen? Hilft das, oder würdest du es ganz anders lösen? Wir freuen uns über Eure Erfahrungen.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Sascha &amp; Almut</p><p>PS. Wir laden an der Stelle ein, mit Eurem Kind, &#39;Flausch’ zu lesen. Und vielleicht im Vorfeld das Nachwort zu lesen und selbst die Fragen zu beantworten, die dort versammelt sind. </p><hr aria-hidden="true"/><h4>Dieser Kolumnen-Newsletter lebt von Abos.</h4><p>Sei dabei, unterstütze unsere Arbeit und ermögliche zusammen mit anderen die nächsten Ausgaben:</p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a></p><p><a href="https://steady.page/almut-und-sascha">steady.page/almut-und-sascha</a></p><hr/><p>Termine</p><h4><strong>Sehen wir uns?</strong></h4><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p><strong>Freitag, 27. November, 20 Uhr:</strong> Rosa-Hellblau-Falle-Salon in Bonn - Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/2081657">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Freitag + Samstag, 16. / 17. April: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/2416486">mehr dazu</a></p></li></ul><p>&gt; Zur Termin-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a></p><p>&gt; Zu unserem <a href="https://equalcare-akademie.de/">Vortrags-Angebot</a> für Veranstalter*innen</p><p>&gt; Zu unserem <a href="https://equalcare-coaching.de/">Coaching- &amp; Beratungs-Angebot</a></p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Du findest hier Lesenswertes?</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit;">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit;">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit;">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 04:00:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eine Handvoll Bunt: gehört - gesehen - gelesen - gerochen - gefühlt]]></title>
      <description><![CDATA[5 Ideen, Tipps, Fragen und Momentaufnahmen, die ich so eindrücklich fand, dass ich sie hier weiterreichen möchte.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Eine Handvoll Bunt</h1><p><strong><em>gehört - geschmeckt - gefühlt - gerochen - gesehen</em></strong></p><p><em>September 2026</em></p><p><strong>Hallo! Wir sind Almut und Sascha aka &#39;Die Rosa-Hellblau-Falle&#39;, Autor*innen, Trainer*innen und EqualCare-Tandem, beruflich wie privat. Diesen Kolumnen-Newsletter verschicken wir 2x im Monat mit Informationen und Gedanken zu Rollenbildern, Care-Arbeit und Demokratiebildung. </strong><a href="http://equalcare-akademie.de/"><em>equalcare-akademie.de</em></a></p><p><strong>Und heute gibt’s “Eine Handvoll Bunt” - 5 Tipps &amp; News von Almut: gesehen, gehört, gespürt, geschmeckt und Schnauze voll.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/gd2acibczh/1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gehört"/><h3>Gehört</h3><p>Welche Stimme hat dein Navi? Und warum hast du dich für diese entschieden? Spielt das Geschlecht eine Rolle? Nein? Hör nochmal in dich rein, denn hier geht es um unbewusste Zuschreibungen, die wir ja alle nicht komplett von uns weisen können. Also klar, es trifft natürlich nicht auf jede*n zu, wir reagieren nicht ständig und nur aufgrund von Geschlechterstereotypen. Und #Notallmen fahren riskanter und bauen mehr Unfälle, wenn ihnen das Navi mit einer hohen Frauenstimme Anweisungen gibt (zeigt eine Studie der Universität Fudan in China). Was nicht heißt, dass ich mich davon freimachen könnte. Auch mein Navi ist eine Frau. Denn wie käm‘ ich dazu, mich von einem Mann navigieren zu lassen? Mir reichen schon die Pseudo-Witze über Frauen, die angeblich nicht so gut einparken können, da brauche ich nicht obendrein einen Alex im Lautsprecher, der mich gängelt. „Biegen Sie rechts ab!“ – so weit kommt’s noch!</p><p>Männer bauen mehr Unfälle und schwerere als Frauen. Laut Statistik. #Notallmen, ist ja klar. Tatsächlich nicht, weil sie öfter Auto fahren, sondern es bleiben immer noch 1,5-mal so viele Unfälle wie bei Frauen, wenn man die Kilometer rausrechnet. Dafür haben Frauen ein um rund 60% höheres Risiko für schwere Verletzungen, weil Sicherheitssysteme und Crashtests seltener optimal auf kleinere Körper mit mehr Hüfte und mehr Busen angepasst waren – ist es denn zu fassen!?</p><p>Fakt ist, dass zu viele Michaels ihre Sabine auf den Beifahrerinnen-Sitz parken: „Sie will es ja nicht anders, sie liebt es, sich die Schulter auszukugeln, um den Kindern Apfelschnitze zu reichen und Streit zu schlichten. Sie will nicht am Steuer sitzen und miterleben, wie ich mich nicht umdrehe, nicht nach hinten reiche, keine Spiele eingepackt habe, sondern bei Streit drohe: Wenn jetzt nicht gleich still ist da hinten, dann fahren wir aber rechts ran und ihr könnt aussteigen!“ (Sorry, jetzt ging’s mit mir durch, voll übertrieben! #notallmen!!) Jedenfalls kommt Sabines Unsicherheit in erster Linie daher, dass sie weniger üben darf. Denn WENN sie geübt hat, dann fährt sie im Durchschnitt sicherer, und auch seltener unter Drogeneinfluss. Und ihr ist egal, ob das Navi männlich oder weiblich klingt, sie hat kein Problem mit Tipps von Stimmen, die wissen, wo’s nachhause geht. #Notallwomen ¯\_(ツ)_/¯</p><hr aria-hidden="true"/><ul><li><p>Navi-Studie: <a href="https://www.nau.ch/news/bier-news/manner-bauen-mehr-unfalle-wenn-navi-frauenstimme-hat-66807835">https://www.nau.ch/news/bier-news/manner-bauen-mehr-unfalle-wenn-navi-frauenstimme-hat-66807835</a></p></li><li><p>Unfall-Zahlen: <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/unfaelle-frauen-maenner-5462407207004.html">https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/unfaelle-frauen-maenner-5462407207004.html</a></p></li><li><p>Frauen bei Autounfällen stärker gefährdet. <a href="https://www.ardmediathek.de/video/der-tag-in-berlin-und-brandenburg/schlaues-frauen-bei-autounfaellen-staerker-gefaehrdet/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8wMTMzM2U5ZS1kMWE4LTRhOWEtOWM5Ny00NmQ1YjNlMWVkZDdfcHVibGljYXRpb24">ARD-Mediathek</a></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/q6463s6vin/3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="geschmeckt"/><h3>Geschmeckt</h3><p>Die Vier ist gelb. Die Oboe klingt grün. Kannst du Farben schmecken? Ich selbst bin keine Synästhetikerin, aber wie Viele verwende ich gerne Adjektive, die sich eigentlich auf Visuelles beziehen, um einen Geschmack zu beschreiben („synästhetische Metapher“). Mit Farbtönen scheint mir das am treffendsten: wenn eine Soße nicht gut gewürzt ist, schmeckt sie mir manchmal “grau” oder “zu dunkel”. Wenn ein Getränk viel Zitrone enthält, schmeckt es besonders „hell“, manchmal sogar „gelb“. Bei mir sind es Assoziationen, vielleicht auch ein bisschen mehr. Aber bei manchen Menschen sind es tatsächliche Sinnesreize: sie schmecken Spitzen in einer glatten Soße, sie sehen gelb, wenn sie eine Trompete hören. Ich bin dem Thema schon vor vielen Jahren nachgegangen und habe darüber auch in meiner Magisterarbeit geschrieben, in der es um Hörfunk, Malerei und das Farbenhören ging (kurios: <a href="https://lit-verlag.de/isbn/978-3-8258-4716-0/">die Arbeit gibts noch im Lit-Verlag</a>, ist also ein Longseller :D)</p><p>Das vielleicht bekannteste Synästhesie-Beispiel (Aus Cytowic Richard E.: Farben hören, Töne schmecken. Die bizarre Welt der Sinne.):</p><blockquote><p><strong>&quot;Zuwenig Spitzen auf den Hähnchen&quot; </strong><br/>&quot;Ich sah zu, wie er die Sauce aufschlug, die er zu den Brathähnchen reichen wollte. &quot;Oh je&quot;, sagte er und nippte an einem Löffel, &quot;Da sind zuwenig Spitzen auf den Hähnchen.&quot; &quot;Zuwenig was?&quot; fragte ich. Er erstarrte und lief rot an. (..) &quot;Jetzt denken Sie bestimmt, daß ich verrückt bin&quot;, stammelte er und warf den Löffel hin. (..) &quot;Aber das ist bei mir so, wissen Sie, daß ich Formen schmecke.&quot;</p></blockquote><p><strong>Die neurologische Synästhesie – das „Zusammen-Empfinden“ unterschiedlicher Sinneseindrücke betrifft ungefähr 4% der Menschen.</strong></p><p>Besonders beschäftigt mich daran, dass Kinder, die Synästhetiker*innen sind, das lange nicht wissen. Weil sie davon ausgehen, dass alle um sie herum ähnlich empfinden. Es braucht bei manchen Jahre, bis sich der Verdacht, der in vielen Gesprächen und Missverständnissen wächst, erhärtet: die meisten Menschen haben keine neuronale Verbindung zwischen Sehsinn und Hörsinn, oder zwischen Geschmacksinn und Tastsinn. Weil Synästhesie aber nicht als Störung gilt, ist sie nicht sehr bekannt, dabei bringt sie für manche eine sensorische Überforderung mit sich. Und es ist ja auch bei anders neurodivergenten Kindern bekannt, welche Erleichterung es mit sich bringen kann, wenn die Gründe klar sind, warum ein Kind in bestimmten Situationen eine andere Wahrnehmung oder Reaktion zeigt.</p><p>Die Frage ist also für alle Bereiche spannend und oft gesundheitsrelevant: was braucht es, um zu erkennen, dass mensch „anders“ ist? Wieviel Irritation, Anecken oder gar Streit braucht es, um sicher zu sein: ich bin anders und trotzdem richtig?</p><hr aria-hidden="true"/><ul><li><p>Farben hören, Wörter sehen. Wie Synästhetiker die Welt erleben. <a href="https://www.zdf.de/play/magazine/nano-722/250407-synaesthesie-der-welt-mit-farben-und-formen-wahrnehmen-nano-100">3sat-Beitrag</a></p></li><li><p>Podcast von Maike Preißing: <a href="https://creators.spotify.com/pod/profile/maike-preissing/">Let’s talk Synesthesia</a></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/vvhy625ywg/4.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gefühlt"/><h3>Gespürt und gefühlt</h3><p><strong>Trauer und Ärger und Achtung! Spoiler für Spiderman 4</strong></p><blockquote><p>„You crying, Frank?“</p></blockquote><p>… fragt Spiderman, als er verbeult und halbtot im Krankenhausbett aufwacht, und Frank, „the Punisher“, der eventuell ein winziges, stahlhartes Tränchen verdrückt, fällt ihm mit einem „No, I ain‘t“ direkt ins Wort, bloß nicht, absurde Idee, Iih wo denn! <br/>Spiderman hat wieder überlebt. Natürlich. Also was gibt’s da zu heulen, sich etwa Sorgen zu machen? Völlig unnötig das! Und es dann auch noch zeigen! Nähe? Fürsorge? Bindung? Als Mann? Wo kommen wir denn da hin! Und Spiderman lacht. Lacht Frank aus. Was eine ekelhafte Art, Freude auszudrücken. Sorry, aber ich find’s armselig. Frank, mit dem er vorher noch spinnefeind war, hat mit ihm gemeinsam das Böse bekämpft, hat ihm geholfen, seine Liebsten beschützt und versteckt, und deshalb sind sie jetzt also, am Ende von Spiderman Teil 4, Freunde. Aber Spiderman, der von dem Schauspieler gespielt wird, den so viele für seine feministischen Moves und die Augenhöhe zu seiner Partnerin Zendaya feiern, der sagt doch tatsächlich lachend in seiner Rolle:</p><blockquote><p>„I can’t believe I just saw you cry“ – und Frank muss sich nochmal wehren: „I didn’t. What are you talking about. Bullshit!“ WHYYyyyy?!?!</p></blockquote><p>Wer schreibt sowas 2026 in ein Drehbuch? Was soll der Mist? Und warum stellt das niemand am Set und davor in Frage?</p><p>Im Kino in der Reihe hinter uns sitzt eine Familie mit drei Kindern, Grundschulalter – öhm, FSK, WTF? – und ja, die sehen das. Die hören zu! Die nehmen mit, dass Spiderman, der Held der Kinderzimmer, es lächerlich findet, wenn sein Freund sich Sorgen um ihn macht, das zeigt und leise weint.</p><p><strong><em>„Kinder können das unterscheiden. Ist ja bloß ein Film!“</em> – in drei – zwei – eins?!</strong></p><p>Entschuldigung, aber Kinder lernen nicht nur von deinen Eltern, wenn die sagen „Heul nicht, bist doch kein Mädchen!“, sie lernen nicht nur von deinem Bruder oder dir als Vorbild, der du statistisch mit ca. 13 Jahren aufgehört hast zu weinen, weil du als Junge unbewusst verstanden hast, dass das untypisch und eher nicht gewollt ist. Sie lernen den ganzen Tag und sammeln Eindrücke, Kommentare, Vorbilder, Werbetexte, Schulbuchseiten, und ja, auch von Spiderman! Denn das Gehirn merkt sich Fakten, während es nicht unbedingt die Quelle dazu abspeichert. Das nennt sich „Quellenamnesie“, ist ein Ding, über das man weiter nachlesen kann, aber es genügt an dieser Stelle auch zu akzeptieren, dass Spiderman zwar ein prima Actionfilm sein mag, dass aber solche „Jetzt heul doch nicht“-Szenen, und im Grunde alle klischeehaften Geschlechterrollen in solchen Geschichten, besprochen werden müssen mit Kindern. Und dass das vermutlich trotzdem nicht ausreicht, um all die Stereotype vom starken Mann und der achtsamen Frau in der Nebenrolle zu dekonstruieren.</p><hr aria-hidden="true"/><ul><li><p>Spiderman-Szene: <a href="https://www.tiktok.com/@rellic39/video/7669763493163224328">https://www.tiktok.com/@rellic39/video/7669763493163224328</a></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/6ghxqyg3co/5.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gerochen"/><h3>Gerochen</h3><p>Heute früh war ich mal wieder ungewollt um 5:43 Uhr wach. Das kenne ich leider schon. Es liegt an einem stinkigen Deo-Shampoo-Gebräu, das mich regelmäßig um diese Zeit weckt. Dann wieder ein paar Tage nicht, dann wieder verlässlich. Irgendwie hatte ich mir was Falsches gemerkt, von wegen, dass der Geruchssinn im Schlaf nicht aktiv sei. Aber das ist völliger Unsinn, und ich bin der Beweis. Definitiv wache ich von Gerüchen auf. Und das ist kein Widerspruch dazu, dass Rauchmelder Leben retten - die braucht es trotzdem, weil wir zwar Rauch riechen, das Feuer dann aber unter Umständen schon im Haus ist. Es nutzt mir also herzlich wenig, Shampoo-Spray-Sonstwas-Zeug im Schlaf riechen zu können, im Gegenteil. Denn wenn der Wecker eigentlich erst um sieben klingelt, dann macht mich das zornig. Der Tag hat noch nicht begonnen, ich habe die Augen noch zu, aber liege zornig im Bett. Wie so ‘ne lächerliche Cartoon-Figur, die von anderen gepiesackt wird: Tom von Jerry oder March von Homer. Seht Ihr die zitternden Linien über der Bettdecke, die anzeigen, wie sehr zornig ich bin? An Einschlafen ist dann natürlich nicht mehr zu denken. Die Nachbarin sagt, an ihr liegt‘s nicht. Aber woher soll es sonst kommen, immer und immer wieder zum Dachfenster herein über ein Dach, das wir mit nur diesem einen Haus teilen! Die Häuser gegenüber sind zu weit weg, und jetzt erzähl‘ mir gleich einer, dass eine Shampoo-Wolke von der anderen Straßenseite, über den First rüberkriecht?!</p><p>Kann ich die Nachbarin wohl bitten, mich ihre Shampoo-Deo-Sammlung riechend durchzuchecken zu lassen? Ob ich den 5:43 Uhr-Geruch wiedererkenne? Damit ich sicher gehen, und ihr was Besseres schenken kann?</p><p><strong>Ich dachte an so eine Art Gegenüberstellung, also numerierte Flaschen statt Täter in einer Reihe aufgestellt, nur ohne verspiegelte Glasscheibe zwischen uns.</strong></p><p>Wenn ich das nächste Mal um 5:43 Uhr aufwache, schreibe ich ihr eine SMS und präsentiere ihr diese Idee. Habe ja sonst nichts zu tun um die Zeit, Haha. Werde schon bei der Vorstellung wieder zornig, denn mein Schlaf ist sowieso immer zu kurz. Jetzt auch wieder: gleich Mitternacht, aber dieser Newsletter ist noch nicht fertig. Und jetzt sagt nicht, ich sollte die einfach in Zukunft um fünf in der Früh schreiben. Da denkt es sich nicht gut, ich schwöre. Schon gar nicht mit diesem Beauty-Spray-Parfum-Zeugs, das in der Nase brennt.</p><p><strong>Achso, noch ein Gender-Bezug gefällig?</strong><br/>Frauen besitzen oft ein besseres sprachliches Gedächtnis für Düfte und können diese schneller benennen. Ich sag’s ja: Shampoo-Bad-Spray-Dingsens. Und: Frauen können Gerüche besser identifizieren und schon bei einer geringeren Konzentration wahrnehmen. Na, super! :/</p><p></p><ul><li><p>Studie dazu: <a href="https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/frauen-und-maenner-nehmen-gerueche-anders-wahr">https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/frauen-und-maenner-nehmen-gerueche-anders-wahr</a></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/j2jyvcwdrr/2.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gesehen"/><h3>Gesehen</h3><p>Coaching-Sitzungen auf Youtube haben es mir angetan. Und seit meiner Ausbildung zur Systemischen Coach, hat sich mein Algorithmus auf Insta dementsprechend verändert: ich bekomme jede Menge Coaching-Tipps eingespielt, denen oft der feministische Blick fehlt: beim Coaching liegt der Fokus auf dem eigenen Handlungsspielraum, denn wir können unser Gegenüber (Chefin, Partner, die Nachbarin…) nicht direkt verändern. Aber wir können verändern, wie wir auf diese Person reagieren, wie wir kommunizieren und welche Grenzen wir setzen. Wenn wir die Lösung im Außen (beim Gegenüber) suchen, geben wir unsere eigene Macht ab, während, wenn wir uns selbst verändern, das oft auch Einfluss auf das Verhalten unseres Gegenübers hat. Oft. Aber eben nicht immer. Und schon gar nicht, wenn dieses Gegenüber nicht nur in einer Person liegt, sondern wenn auch strukturelle Ungleichheiten hineinspielen in die Situation.</p><p><strong>Mein EqualCare-Coaching betrachtet deshalb Herausforderungen nicht nur individuell, sondern der Blick auf gesellschaftliche Machtverhältnisse und patriarchale Strukturen gehört dazu.</strong></p><p>In den vergangenen Tagen habe ich mir live-Coaching-Sitzungen mit Gunther Schmidt angeschaut. Er ist Gründer und Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg und hat in den 1980ern einen besonderen Therapie- und Coaching-Ansatz erfunden (sog. Hypnosystemische Therapie, aufbauend auf Milton Erickson und dessen systemischen Ansätzen) – nein, kein feministischer Blick hier, aber eine grundlegende Methode. Dabei geht es darum, die eigene Wahrnehmung zu verändern, indem der „Tunnelblick“ auf ein Problem geweitet wird. Stärken, Ausnahmen und neue Sichtweisen werden so wieder sichtbar, und Handeln wird wieder möglich.</p><p>So, und hier wollte ich das an einem Beispiel anschaulich machen und habe die KI gefragt. Aber schaut selbst:</p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(243, 232, 224); color: inherit;">Ein Beispiel:</mark></em></strong><em><mark style="background-color: rgb(243, 232, 224); color: inherit;"> Dein Partner kommt zum dritten Mal diese Woche zu spät zum Abendessen. Du denkst nur noch: „Ich bin ihm egal.&quot; Das ist der Tunnelblick. Der Blick weitet sich, wenn du dich fragst: Wann war er zuletzt pünktlich, und was war da anders? Und was steckt hinter meinem Ärger? Vielleicht: Mir fehlen unsere gemeinsamen Abende. Dann wird aus „Du kommst immer zu spät!&quot; ein „Ich vermisse dich abends.&quot;</mark></em></p><p>Das ist weniger ein Coaching-Beispiel, als ein rhetorischer Tipp, Ich-Botschaften zu nutzen. Ja, die gehören dazu, sind auch wichtig. Aber vor allem jubelt uns die KI hier mal eben die alte Rollenverteilung unter (Studien belegen, dass KI-Systeme traditionelle Rollenklischees reproduzieren und verstärken – hier zeigt sich, wie das dann aussieht.). Habt ihr bei dem Beispiel auch direkt das Bild der Hausfrau vor Augen? Gibt mir 50er Jahre-Vibes, Dr.Oetker-Werbung mit Frau Renate: sie hat gekocht, wartet auf ihn, hat alles gefeudelt und poliert, sich selbst aufgehübscht für ihn, und jetzt kommt er nicht, der Peter, na sowas! Im nächsten Beispiel steht sie dann mit dem Nudelholz hinter der Haustür? Anstatt dass sich Peter jeden zweiten Tag ums Abendessen kümmern würde, gerne auch mit Tunnelblick.</p><hr aria-hidden="true"/><ul><li><p>Gunther Schmidt live-Coaching: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7LogzSDRwj4&amp;feature=youtu.be">https://www.youtube.com/watch?v=7LogzSDRwj4&amp;feature=youtu.be</a></p></li><li><p>KI-Systeme verstärken traditionelle Rollenklischees: <a href="https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000388971">https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000388971</a></p></li><li><p>Almuts Coaching: <a href="http://equalcare-coaching.de/">equalcare-coaching.de</a></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Das war die dritte Ausgabe von “Eine Handvoll Bunt” - 5 Tipps &amp; News: gesehen, gehört, gespürt, geschmeckt und Schnauze voll. Wenn Ihr Fragen habt, ein Feedback da lassen mögt, dann schreibt mir, ich freu mich drauf!</strong></p><p><strong>Bunte Grüße und einen Sack voll Wahlfreiheit</strong></p><p><strong>schickt</strong></p><p><strong>Almut</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h4>Dieser Kolumnen-Newsletter lebt von Abos.</h4><p>Sei dabei, unterstütze unsere Arbeit und ermögliche zusammen mit anderen die nächsten Ausgaben:</p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a></p><p>steady.page/almut-und-sascha</p><hr/><p>Termine</p><h4><strong>Sehen wir uns?</strong></h4><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr<strong> </strong>(online)<strong> </strong><a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396"><strong>Klischeefrei Vorlesen?! - Online-Seminar zu Bilderbüche</strong></a><strong>rn und Flausch,</strong> Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p>Dienstag, 19. Oktober 2026, 17-19:30 : für pädagogische Fachkräfte,<strong> Mini-Online-</strong><a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376"><strong>Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</strong></a><strong> - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“</p></li><li><p>Freitag, 27. November, 20-22 uhr: <strong>Rosa-Hellblau-Falle-Salon in Bonn. </strong>Austausch mit Gleichgesinnten über Geschlechterrollen, Normen + Demokratie: <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/2081657">Details &amp; Tickets</a></p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p><p></p></li></ul><p>&gt; Zur Termin-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a></p><p>&gt; Zu unserem <a href="https://equalcare-akademie.de/">Vortrags-Angebot</a> für Veranstalter*innen</p><p>&gt; Zu unserem <a href="https://equalcare-coaching.de/">Coaching- &amp; Beratungs-Angebot</a></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/46n3xdhwgz/web_35-AS-SoMe-creditsXeniaGromak.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Almut Schnerring mit herzlichem Gruß"/><figcaption>Fotocredit: Xenia Gromak</figcaption></figure><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Handvoll Bunt]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/afd63aeb-ff53-499b-82ce-8f952c36ff43/teaser_image/1775234401?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 19:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hurra, ein Kind! - Was GenderRevealPartys enthüllen. Mit Alternative.]]></title>
      <description><![CDATA[Unsre ganz konkreten Tipps für ein buntes „Enthüllen“, mit Grüßen aus der Rosa-Hellblau-Falle von Almut Schnerring und Sascha Verlan ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Hurra, es ist ein Kind! - Was Gender Reveal Partys enthüllen und wie es besser geht</h1><h4>Der Newsletter aus der Rosa-Hellblau-Falle</h4><p><strong>Hallo! Wir sind Almut und Sascha aka &#39;Die Rosa-Hellblau-Falle&#39;, Autor*innen, Trainer*innen und ein EqualCare-Tandem, beruflich wie privat. Diesen Newsletter verschicken wir 2x im Monat, mit Informationen, Gedanken und Neuigkeiten zu Rollenbildern, Care-Arbeit und Demokratiebildung. </strong><a href="http://equalcare-akademie.de/"><em>equalcare-akademie.de</em></a></p><p><em>September 2026</em></p><p>Als sich das Ungeborene viel bewegte, vermutete die Hebamme beim CTG: „Wird bestimmt mal ein Fußballer“. Aber als sie dann glaubte, ein Mädchen zu erkennen, sagte sie plötzlich keine Fußballerin voraus, sondern offenbar wechselte die Fötus den Berufswunsch und wurde: „Ballerina“. In Bezug auf Berufe und Charaktere ist der Ultraschall nun mal nicht verlässlicher als Kaffeesatz-Lesen oder Pendeln. Trägt die Frau „spitz&quot;, sei es ein Junge; trägt sie „rund&quot;, ein Mädchen, der Herzschlag, die Haut, eine plötzliche Schokolade oder Gurken-Vorliebe. Was für eine Kreativität aber auch Anstrengung investiert wird, um unbedingt zu erfahren … ja, was eigentlich? Vermutlich erlebst du mit deinem Erstgeborenen, dass Kinder sich gar nicht so binär an die Schubladen-Einteilung der Geschlechterrollen halten, wie also umgehen mit der Einladung zu einer Gender-Reveal-Party oder Baby-Shower? Oder du hast selbst überlegt, wie ein Fest anlässlich der Geburt eines Kindes aussehen könnte? Denn was die Gurken- und Pendel-Rituale leisteten: Sie versammelten Menschen um die Schwangere. Sie schufen Vorfreude, Gespräche und Gemeinschaft. Und genau das ist ein bisschen verloren gegangen in einer Zeit, in der Kaiserschnitte geplant, Wochenbetten verkürzt und Elternzeiten aufgeteilt werden, weil die Erwerbsarbeit ihre Regeln auch der Familienplanung diktiert. Für die Gemeinschaft rund um Schwangerschaft und Geburt ist dabei nicht mehr viel Platz eingeplant. Und vielleicht erklärt das, warum Babyshowers boomen und Gender-Reveal-Partys zu Großereignissen werden: der Wunsch, das Warten gemeinsam zu feiern, sucht sich neue Formen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/066a9add-8b89-4a24-b405-ec88fa50d37e/uploads/images/p2airgwyqc/GenderReveal-RosaHellblauFalle.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Boy? or Girl? - Luftballon-Verpackung"/><h3>Was wird da eigentlich enthüllt?</h3><p> Gender Reveal Partys mögen einem vorkommen wie eine uralte Tradition, aber die erste fand 2008 statt. Die Bloggerin Jenna Karvunidis hatte ihrem Mann einen besonderen Kuchen gebacken: beim Aufschneiden enthüllt er durch seine blaue beziehungsweise rosa Füllung das Geschlecht des Ungeborenen. Social Media und die Partyindustrie erkannten schnell das Potenzial, und so entwickelte sich die Idee innerhalb von wenigen Jahren zu einem weltweiten Trend. Plötzlich gab es nicht mehr nur einen Kuchen, sondern aufwändige Inszenierungen mit Rauchbomben, Piñatas, Luftballons, sogar Feuerwerk. Die Idee passt perfekt in die Logik der sozialen Medien: je spektakulärer die Enthüllung, desto mehr Likes und Shares. Und so nahm die Kommerzialisierung ihren Lauf: die Partyindustrie verdient an Dekorationen, Catering und Fotografen. Die Spielzeug- und Modebranche profitiert, weil geschlechtsspezifische Produkte sich besser verkaufen, wenn Eltern schon vor der Geburt wissen, was sie &quot;brauchen&quot;. Und Social Media Plattformen freuen sich über neuen Content, der Nutzerinnen länger auf ihren Seiten hält.</p><h3>Mit dem Kind hat es nichts zu tun</h3><p>Während die Partys also inzwischen verbreitet und normalisiert sind, ist das „Wozu?“ hinten runtergefallen. Denn, Achtung, Klartext: &#39;Gender Reveal Partys&#39; enthüllen in erster Linie das Schubladendenken der Eltern, oder eigentlich - so creepy - die äußeren Geschlechtsorgane des Ungeborenen. Denn wenn man die Idee wörtlich nimmt, dann hat nichts, was dort passiert, mit dem Kind selbst zu tun. Gender-Reveal-Partys sind &quot;Enthüllungs“-Partys, die nur vorgeben, ein ungeborenes Kind zu feiern, stattdessen aber den gesellschaftlich akzeptierten Rahmen bieten, um zu verkünden, dass man am binären Weltbild mit rosa-blauen Rollenzuweisungen festhalten möchte. Feiern, aber klar, warum nicht! Aber doch bitte das Kind! Das Leben, die Familie, die Liebe, die Zukunft… sind das nicht genug Anlässe? Toppt das Genital die denn alle?</p><p>Gender-Reveal-Partys verstärken Geschlechterklischees, weil es nicht bei Rosa und Blau bleibt, sondern ganze Themenwelten mit dem Geschlecht verknüpft werden: Superheld vs. Prinzessin, Einhorn vs. Hai, Monstertruck vs. Tütü, Fußballschuh vs. Pumps, (und in den USA gerne auch das Gegensatzpaar „Guns and Bows“ – Gewehre und Schleifen) auf Einladungskarten, Wimpeln, Servietten, Girlanden und der Kuchenglasur. Am Ende profitieren vor allem die Unternehmen von diesem Trend. Eltern stehen unter Druck, immer größere und spektakulärere Partys zu schmeißen, eine große Show, die niemand braucht außer jenen, die damit Geld verdienen.</p><p>Die einzig nette Variante, wäre doch eine Party, für die man eventuell noch den Begriff nutzt, um dann aber eine bunte Baby-Party zu feiern, auf der enthüllt wird, was alle schon wissen: dass die Eltern sich auf Ihr Kind freuen und deshalb Menschen eingeladen haben, die diese Freude mit ihnen teilen.</p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><h3>Unsere Tipps für ein buntes „Enthüllen“:</h3><ol><li><p><strong>Zur „Baby-Surprise-Party“ einladen statt Gender-Reveal </strong>- das lenkt die Erwartungshaltung von Anfang an. Eventuell ein, zwei Sätze dazu: „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, das Geschlecht nicht zu verraten, es geht heute um die Vorfreude auf unser Kind, nicht um Rosa oder Blau.“</p></li><li><p><strong> Die Einladung als Statement nutzen </strong>- Formulierung wie: „Wir feiern die baldige Geburt unseres Kindes – und laden Euch ein, mit uns zu feiern!“ (Kein Wort zu Geschlecht oder Farben.) Wer nachfragt, bekommt die Antwort: „Alles zu seiner Zeit.“</p></li><li><p><strong>Bunt feiern anstatt in blau oder rosa -</strong> Die bunte Variante feiert das Leben, nicht die Geschlechtsorgane, und es fehlt trotzdem an nichts, denn alle Rituale können übertragen werden: „Reveal“ – es wird ein Kind! Kein Känguru, kein Küken, einfach ein Kind. Die Deko: bunt. Der Kuchen: gefüllt mit bunten Schokolinsen oder Regenbogen-Lebensmittelfarbe.</p></li><li><p><strong>Auf Fragen mit Rückfragen antworten:</strong> „Warum ist es euch so wichtig, das zu wissen?“ oder „Was genau würde die Antwort für dich verändern?“</p></li><li><p><strong>Ein Programm planen, das nichts mit dem Geschlecht zu tun hat</strong></p></li></ol><ul><li><p>Eine „Namen-Raten“-Aktion (Gäste raten, welcher Name es wird - Auflösung nach der Geburt)</p></li><li><p>Anstatt dass die Gäste Tipps abgeben, „was es wird“, machen sie Vorschläge, was sie gemeinsam mit euch unternehmen wollen.</p></li><li><p>Ein „Babyfoto-Quiz“ - Wer erkennt die Eltern auf ihren Babyfotos? Oder alle Gäste bringen ein Babyfoto von sich und alle raten.</p></li><li><p>Ein Wunschbaum - Gäste schreiben Wünsche oder Ratschläge für das Baby auf Karten und hängen sie auf.</p></li><li><p>Quiz - Fragen wie „Wie schwer wird das Baby sein?“ oder „Wann wird es geboren?“ – die Gewinner bekommen nach der Geburt eine kleine Überraschung.</p></li><li><p>Anstecker mit „Team [Nachname] – bald zu dritt“.</p></li></ul><p> </p><ol start="6"><li><p><strong>Die Aufmerksamkeit auf andere Themen lenken.</strong> Immer wenn jemand anfängt, über das Geschlecht zu spekulieren, einfach stoisch das Thema wechseln: auf die Vorbereitungen fürs Kinderzimmer, die Hebamme, was Ihr Euch fürs Wochenbett wünscht, was Ihr noch erledigen wollt bis zur Geburt, oder wie aufregend die ersten Wochen wohl werden.</p><p></p></li><li><p><strong>Gemeinsame Werte betonen</strong> - in einer kurzen Ansprache: „Für uns zählt nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird – sondern dass in einer liebevollen Umgebung aufwächst. Und darauf freuen wir uns heute mit euch.“</p></li></ol><p></p><ol start="8"><li><p><strong>Freundlichkeit als Schutzschild nutzen</strong> - aufdringliches Fragen mit einem Lächeln abwehren: „Wenn wir’s wüssten, würden wir’s euch sagen – aber das Kind will es nicht verraten, und wir wollen es nicht wissen.“</p></li></ol><p></p><ol start="9"><li><p><strong>Die Party als Testlauf nutzen </strong>- wer jetzt schon Grenzen setzt („Wir reden nicht über das Geschlecht“), trainiert gleichzeitig für die Zeit nach der Geburt – wenn wieder alle wissen wollen, ob es „schon durchschläft“ oder „wirklich noch nicht laufen kann“.</p></li></ol><p> Lasst mal hören, ob Du schonmal auf einer Gender Reveal Party warst, und wie die ablief? Oder hast Du schöne Alternativen erlebt?</p><p>Alles Gute mit bunten Grüßen</p><p>von</p><p>Sascha &amp; Almut</p><hr/><p>Termine</p><h4><strong>Sehen wir uns?</strong></h4><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p><strong>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr </strong>(online) <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Klischeefrei Vorlesen?! - Über Bilderbücher</a>, Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p><strong>Dienstag, 19. Oktober 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 17-19:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>20 und 21. November: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1984035">mehr Infos bzw. Kennenlern-Telefonat buchen</a> &lt;</p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li></ul><p>mehr Termine: &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a></p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Du findest hier Hilfreiches?</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus Wissenswertes mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann unterstütze diesen Newsletter, indem du ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst uns damit die Recherche für die nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Vielen Dank!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den Newsletter der EqualCare-Akademie (ca. 4x/Jahr): </mark><a href="http://equalcare-akademie.de/newsletter"><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">equalcare-akademie.de/newsletter</mark></strong></a></p><p><a href="https://equalcare-akademie.de/newsletter">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 11 Sep 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gründe eine Bunte Bande in deiner Stadt oder Region. Hier steht, wie:]]></title>
      <description><![CDATA[Du suchst Gleichgesinnte in Sachen Rosa-Hellblau-Falle? Bunte News und Netzwerk-Infos für deine Stadt aus der Rosa-Hellblau-Falle von Almut Schnerring und Sascha Verlan ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Gründe eine Bunte Bande in deiner Stadt oder Region</h1><h3>Der Newsletter aus der Rosa-Hellblau-Falle</h3><h5><strong>Hallo! Wir sind Almut und Sascha aka &#39;Die Rosa-Hellblau-Falle&#39;, Autor*innen und Trainer*innen und ein EqualCare-Tandem, beruflich und privat. Diesen Newsletter verschicken wir 2x im Monat, mit Informationen, Gedanken und Neuigkeiten zu Rollenbildern, Care-Arbeit und Demokratiebildung.</strong></h5><p><em>August 2026</em></p><p><strong>Du hast manchmal das Gefühl, alleine zu sein in Deinem Anliegen, Kindern (beruflich oder privat) mehr Wahlfreiheit zu ermöglichen? Du suchst Gleichgesinnte in Sachen Rosa-Hellblau-Falle? </strong>Wenn es um Chancengleichheit geht, denken viele: „Heute sind wir doch längst weiter.“, aber die Realität sieht anders aus: Rollen(vor)bilder und rosa-blaue Normen werden wieder enger, Gendermarketing, Medien und unbewusste Botschaften prägen unseren Alltag – privat wie beruflich. Du möchtest dich mit anderen über Geschlechterrollen, geschlechtersensible Pädagogik, Chancengleichheit und Demokratie(bildung) austauschen?</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit">Dann gründe eine Bunte Bande in deiner Region!</mark></strong><br/><br/>Ihr seid nicht allein – ihr braucht nur einen Treffpunkt und Termin, um euch zu finden. Hier erfährst du, wie du das angehst.</p><h3>„Die Rosa-Hellblau-Falle- [NameDeinerStadt] – Bunte Bande für Begegnung und Austausch“</h3><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Wie du deine eigene Bunte Bande gründest</strong></h4><h2>1. Raum finden</h2><ul><li><p>Lokale Gaststätten, Gemeindezentren, Bibliotheken, Vereinsheime, Cafés mit Nebenraum, Familienzentrum, Begegnungsstätte.</p></li><li><p>Tipp: Frag nach einem kostenlosen Raum für nicht-kommerzielle Treffen. Viele unterstützen lokale Initiativen.</p></li><li><p>Barrierefreiheit prüfen</p></li><li><p>Kapazität (ca. 10–20 Personen)</p></li><li><p>ÖPNV-Anbindung</p></li><li><p>entweder mit Möglichkeit, Getränke/Snacks zu bestellen oder selbst organisiertes Snack-Buffet.</p></li></ul><h2>2. Datum und Zeit für die ersten zwei, drei Termine festlegen</h2><p>• Wochentag: Entweder ein fester Wochentag im Monat (z. B. „jeden 1. Mittwoch“) oder flexibel nach Absprache mit wechselnden Daten (bei jedem Treffen den Folgetermin schon dabei haben)<br/>• Dauer: 2–3 Stunden (z. B. 19:30–22 Uhr)</p><hr/><p>mehr Texte ?</p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Newsletter unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>3. Einladungstext verfassen</h2><blockquote><p>Rosa-Hellblau-Falle [Stadtname] – Bunte Bande für Begegnung und Austausch</p><p><strong>Fühlst du dich manchmal allein mit deiner Kritik an starren Geschlechterrollen?</strong><br/>Ob im Job, in der Erziehung oder im Alltag: Gendermarketing, unbewusste Botschaften und rosa-blaue Normen bestimmen mit, was „normal“ sein soll, wer dazugehört und wer sich angeblich „untypisch“ verhält. Dabei willst du doch nur, dass Kinder – und Erwachsene – frei entscheiden können, wie sie sich kleiden, wen sie lieben, welches Hobby oder welchen Beruf sie wählen, wer sie sein wollen.<br/><br/>Du bist nicht allein!<br/>Komm zu unserem ersten Treffen der „<strong>Rosa-Hellblau-Falle [Stadtname] – Bunte Bande für Begegnung und Austausch“ </strong>und tausche dich mit Gleichgesinnten aus über Geschlechtersensible Pädagogik, Medienklischees &amp; Gendermarketing, Demokratie &amp; Wahlfreiheit, Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle.<strong><br/></strong><br/>Wann: [Datum], [Uhrzeit] Wo: [Ort]<br/>Kontakt: [Dein Name, Telefon/Email]<br/><br/>Komm vorbei, bring deine Ideen mit – und lerne Menschen kennen, die ähnlich ticken!<br/><em>(Hintergrundinfos: </em><a href="http://rosa-hellblau-falle.de/banden-bilden"><em>rosa-hellblau-falle.de/banden-bilden</em></a><em>)</em></p></blockquote><p><a href="https://rosa-hellblau-falle.de/wp-content/uploads/2026/07/Aushang-Flyer-BunteBande.docx">Flyer-Vorlage downloaden</a></p><h2>4. Flyer / Aushang schreiben</h2><h2>5. Einladung verbreiten</h2><p><strong>Persönlich:</strong><br/>o Bekanntenkreis (Freunde, Familie, Kollegen)<br/>o Lokale Vereine, Initiativen, Nachbarschaftsgruppen<br/><strong>Digital:</strong><br/>o WhatsApp-Status mit Flyer-Bild<br/>o Instagram/Facebook: Post + Story (Hashtags: #RosaHellblauFalle #Stadtname)<br/>o Lokale Facebook-Gruppen (z. B. „[Stadtname] Events“)<br/>o Nextdoor oder Stadt-Apps<br/><strong>Analog:</strong><br/>o Aushang in Supermärkten, Bibliotheken, Gemeindezentren<br/>o Schwarze Bretter (Kita, Schule, Uni, Volkshochschule, etc.)</p><h5>Wichtig!<br/>an <a href="mailto:post@rosa-hellblau-falle.de">post@rosa-hellblau-falle.de</a> schicken, dann nehmen wir deine Bunte Bande mit dem nächsten Termin in unseren Termine-Newsletter: wu2k.de/newsletter</h5><h2>6. Vorbereitung Erstes Treffen</h2><p><strong>Persönlich:</strong><br/>o Namensschilder (optional)<br/>o Stifte &amp; Zettel für Ideen/Feedback</p><p><strong>Ablauf-Idee:</strong></p><ul><li><p>19:30 Uhr: Ankunft &amp; Kennenlernen</p></li><li><p>20:00 Uhr: Kurze Vorstellungsrunde (Name + warum ich hier bin + eine bestimmte Frage zum Thema, für die ich hier Antworten suche)</p></li><li><p>20:30 Uhr: Offener Austausch (Thema vorgeben oder frei)</p></li></ul><h2>7. zusätzliche Tipps &amp; Ideen</h2><p><strong>Themenwechsel:</strong></p><ul><li><p>„Offener Abend“ (kein festes Thema)</p></li><li><p>Gastreferent*innen (z. B. zu lokalen Projekten)</p></li><li><p>Gemeinsame Aktivitäten (Stadtspaziergang, Buchclub, Kinobesuch)</p></li></ul><p><strong>Motivation:</strong></p><ul><li><p>Immer wieder neue Leute einladen</p></li><li><p>Verantwortung teilen (abwechselnd die Organisation übernehmen)</p></li><li><p>Feedback einholen: Kurze Umfrage oder mündlich am Ende</p></li></ul><p><strong>Orga:</strong></p><ul><li><p>Teilnehmer*innen-Liste für Newsletter/Einladungen</p></li><li><p>Signal- / WhatsApp-Gruppe /<strong> </strong>Telegram-Kanal für die Organisation</p></li><li><p>jeweils nächsten Termin vor Ort bekannt geben / auslegen</p></li></ul><h2><em>Viel Erfolg!</em></h2><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Termine</p><h3>Sehen wir uns?</h3><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p><strong>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr </strong>(online) <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Klischeefrei Vorlesen?! - Über Bilderbücher</a>, Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p><strong>Dienstag, 19. Oktober 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 17-19:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>20 und 21. November: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1984035">mehr Infos bzw. Kennenlern-Telefonat buchen</a> &lt;</p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p>mehr Termine: &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a> &lt;</p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Du kannst hier etwas mittnehmen?</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus Wissenswertes mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann unterstütze diesen Newsletter, indem du ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst uns damit die Recherche für die nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Vielen Dank!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 04:31:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[“Also BEI UNS haben Kinder freie Wahl” - unsichtbare RosaHellblauFalle]]></title>
      <description><![CDATA[Die News aus dem Unterbewusstsein von Kita-Fachkräften, und aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>“Also BEI UNS haben die Kinder freie Wahl” - die unsichtbare Rosa-Hellblau-Falle in Kitas</h1><h5><strong>Hallo! Wir sind Almut und Sascha aka &#39;Die Rosa-Hellblau-Falle&#39;, Autor*innen und Trainer*innen und ein EqualCare-Tandem, beruflich und privat. Diesen Newsletter verschicken wir 2x im Monat, mit Informationen, Gedanken und Neuigkeiten zu Rollenbildern, Care-Arbeit und Demokratiebildung.</strong></h5><p><em>August 2026</em></p><p>Einer meiner ersten Vorträge, den ich, Almut, gehalten hatte, nachdem unser Buch „Die Rosa-Hellblau-Falle“ 2014 erschienen war, ging fürchterlich in die Hosen. Ich hielt ihn innerhalb einer Konferenz der Leiter*innen städtischer Kindertageseinrichtungen. Eine ganze Runde Erzieher*innen also, für die das Thema hoch interessant sein müsste, denn Geschlechterrollen mit Kindern zu diskutieren und die eigenen Rollenklischees zu reflektieren ist in den Bildungsplänen aller Länder gesetzlich verankert, es gehört also zum Bildungsauftrag von Erzieher*innen. Und ich wüsste da noch so ein paar mehr Gründe, warum mein Thema perfekt zu dieser Zielgruppe passt:</p><blockquote><p>#Ichgebeab an mein fünfjähriges Ich, das in der Kita von der Erzieherin zu Ballettübungen gezwungen wurde, weil es ein Mädchen war. Ob Interesse oder nicht, spielte keine Rolle. Die Jungs durften währenddessen spielen.</p><p>— (@KoeniginWinter) 8. Dezember 2017 auf Twitter.</p></blockquote><p> Ich hatte mich deshalb auf den Termin gefreut, war gut vorbereitet und auch für die Diskussion danach gewappnet, bei der ich Einwände erwartete zum Thema Steinzeit, Testosteron, verdrahtetes Gehirn, Gene… etc. Doch nichts von alldem kam. Stattdessen waren fünf von den rund 40 ErzieherInnen zu dem Schluss gekommen, dass das bei mir was Persönliches sein müsse. Meine wissenschaftlichen Belege, darunter auch Studien aus Kindertagesstätten, wischten sie weg und erklärten mir vor versammelter Runde, abwechselnd aus fünf Richtungen, dass in IHRER Kita keinerlei Klischees an Kinder weitergereicht würden, BEI UNS haben die Kinder freie Wahl, „aber Jungs spielen nun mal lieber in der Bauecke“. Sie erzählten mir, wie toll alles bei ihnen liefe, und dass ich mir da was einrede. Ihre Reaktionen waren so abweisend und so wenig an Dialog interessiert, dass sonst niemand mehr etwas zu sagen wagte. Mein Versuch, jene ins Gespräch zu holen, die ich kannte und von denen ich wusste, dass sie mir zustimmten, scheiterte. Eine meinte sogar, ich hätte da wohl persönlich einfach Pech gehabt, und blöde Situationen erlebt, die mich die Welt so sehen ließen. Aber tatsächlich sei doch alles bestens, „Heute sind wir längst weiter“ und was ich eigentlich von ihnen hier wolle.</p><h3>Die RosaHellblauFalle stellt das eigene Weltbild infrage</h3><p>Im Nachhinein und nach vielen weiteren Vorträgen und Gesprächen mit Menschen anderer Berufsgruppen aber auch mit Erzieher*innen, ist mir erst bewusst geworden, wie sehr sich Menschen durch dieses Thema angegriffen fühlen. Meine/unsere Vorträge sind seither komplett anders aufgebaut, denn uns ist klar, dass viele das Wissen über unbewusste Vorurteile aus Selbstschutz weit von sich weisen. Deshalb können die Methoden, die Heranleitung ans Thema, der Beziehungsaufbau und der Einstieg ins Gespräch gar nicht genug überschätzt werden. Das Wissen um die Rosa-Hellblau-Falle stellt schließlich das eigene Weltbild komplett infrage, und oft fehlt im beruflichen Alltag einfach die Kraft und die Zeit (z.B. bei Erzieherinnen), oder der Leidensdruck (z.B. bei Männern), um es an sich heranzulassen.</p><hr/><p>mehr Texte ?</p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Newsletter unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Bloß weil es dich (vermeintlich) nicht betrifft, heißt das nicht, dass das Problem nicht existiert.</strong></h4><p>Ich kann damit leben, wenn Erwachsene sagen: „Mir geht’s aber gut, ich fühle mich nicht diskriminiert, im Job läufts prima und meine Partnerschaft ist gleichberechtigt.“ Aber bei jeder Form von Diskriminierung gilt: Die Tatsache, dass es Dich nicht betrifft, heißt nicht, dass das Problem nicht existiert. Außerdem geht es bei der Rosa-Hellblau-Falle gar nicht mal so sehr um die Erwachsenen, sondern es geht es um die nächste Generation, es geht um Kinder, und die betrifft es definitiv. Und zwar vor allem jene, in deren Umfeld Erwachsene glauben, sie könnten Kinder gleich behandeln und dieses „Genderzeug“ (in dem Kontext gern mit hartem ‘G’ gesprochen;) sei sowieso Quatsch, schließlich hätte die Welt größere Probleme.</p><p>Deshalb finde ich das Sich-um-sich-selbst-Drehen mancher Erwachsener in diesem Kontext schwierig. Womit wir beim Ausgangspunkt wären. Wenn Erwachsene gegen die Aufklärungsarbeit über Rollenstereotype argumentieren: „Mir geht’s gut, ich habe kein Problem mit Geschlechterklischees, es ist doch schön, dass Männer und Frauen sich unterscheiden!“, dann argumentiere ich längst nicht mehr mit Studien und Zahlen. Sondern ich erzähle von Kindern. Denn wenn Kinder statt mir berichten (denn wer weiß, vielleicht habe ich ja nur einfach Pech ¯\_(ツ)_/¯ ), wenn ich widergebe, was Kinder zu erzählen haben, dann ist damit in der Regel alles gesagt. Und wenn ich heute mit denselben ErzieherInnen der Leitungskonferenz von damals sprechen würde, dann würde ich ihnen vorneweg erstmal eine Reihe von Zitaten von Kita-Kindern zeigen und mit ihnen darüber diskutieren.</p><p>Einen ganz herzlichen Dank also an alle, die unter #RosaHellblauFalle öffentlich (oder uns auf Insta unter <a href="https://www.instagram.com/rosahellblaufalle/">@rosahellblaufalle</a>) Einblicke geben aus der Sicht von Kindern.</p><p>Bunte Grüße</p><p>von</p><p>Almut &amp; Sascha</p><p></p><hr/><p>Termine</p><h3>Sehen wir uns?</h3><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p><strong>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr </strong>(online) <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Klischeefrei Vorlesen?! - Über Bilderbücher</a>, Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p><strong>Dienstag, 19. Oktober 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 17-19:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>20 und 21. November: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1984035">mehr Infos bzw. Kennenlern-Telefonat buchen</a> &lt;</p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p><p></p></li></ul><p><strong>mehr Termine: &gt; </strong><a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle"><strong>Übersicht</strong></a><strong> &lt;</strong></p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Thu, 13 Aug 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Fragen an eine*n Erzieher*in für die Teamarbeit oder zum Weiterreichen]]></title>
      <description><![CDATA[Gendersensible Pädagogik-News für Fachkräfte, mit Grüßen aus der Rosa-Hellblau-Falle von Almut Schnerring und Sascha Verlan ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Fragen an eine*n Erzieher*in</h1><h3><strong>Einladung zur Selbstreflexion im Team - Baustein zur gendersensiblen Pädagogik</strong></h3><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Juli 2026</em></p><p><strong>Vorurteile sind menschlich; niemand ist frei von ihnen. <br/>Es ist deshalb weit weniger schlimm, Vorurteile zu haben, als zu glauben, man hätte keine.</strong></p><ul><li><p>Stell dir vor, eine neue Praktikantin begleitet dich einen Tag lang. Welche drei Dinge würde sie über deine Interaktion mit den Kindern notieren – und welche davon hängen mit Geschlecht zusammen?</p></li><li><p>Wenn ein Elternteil dich fragen würde: Wie fördern Sie hier die Stärken meines Kindes? – was würdest du bei einem Jungen anders antworten als bei einem Mädchen?</p></li><li><p>Stell dir vor, ein*e Kolleg*in würde beobachten, wie du mit den Kindern sprichst. Welche drei Adjektive würde sie*er deiner Meinung nach am häufigsten von dir hören – und bei welchen Kindern?</p></li><li><p>An welche Kinder denkst du, wenn du eine rosa Matschhose findest und nicht weißt, wem sie gehört?</p></li><li><p>Hast du eine*n Kolleg*in, die*der es schwierig findet, eine Vorlage für eine Laterne zu basteln, die für Jungen und Mädchen gleichermaßen passend ist? Die gerne rosa Becher an die Mädchen verteilt und die blauen an die Jungen?</p></li><li><p>Habt Ihr Wörter für freche Mädchen, wie es bei Jungen „Räuber“ oder „Rabauke“ oder „Frechdachs“ gibt?</p></li><li><p>Was sagst du, wenn beim Fototermin, Mädchen mit Teddy und Jungen mit Skateboard fotografiert werden sollen?</p></li><li><p>Lasst ihr die Eltern bei der Befüllung des Adventskalenders oder bei Wichtelgeschenken Jungen- und Mädchenkarten ziehen?</p></li><li><p>Wenn ihr die Eltern wegen Hilfsgesuchen oder zu einem Fest anschreibt, werden darin die Mütter eher mit Basteln und Wellness angesprochen, die Väter eher zu Reparaturen oder Abenteuer-Projekten eingeladen?</p></li><li><p>Was geht dir durch den Kopf, wenn auf der Anmeldung eines neuen Kindes „Emil Winter“ steht? Was assoziierst du mit „Sophia Meier“ und was mit „Mehmet Yilmaz“?</p></li><li><p>Habt ihr im Team den Eindruck, dass eine Gruppe „besonders ausgeglichen“ ist, wenn du darin ungefähr gleich viele Mädchen und Jungen hast?</p></li><li><p>Wie würde ein Elternteil reagieren, wenn es sehen würde, wie du einen Streit zwischen einem Jungen und einem Mädchen löst?</p></li><li><p>Ein Elternteil kommt zu dir und sagt: mein Kind fühlt sich hier nicht gesehen. Welche konkreten Situationen aus der letzten Woche könnten das erklären – und wie hättest du als Elternteil darauf reagiert?</p></li><li><p>Wenn du als Junge in deiner Gruppe wärst: Wofür würdest du gelobt werden? Wofür würdest du Kritik bekommen? Und wie wäre das als Mädchen?</p></li><li><p>Wenn die Mutter eines Mädchens dir sagen würde: meine Tochter sagt, sie darf nicht mit den Autos spielen, weil das nur für Jungs ist. Was würdest du antworten? Und: Hast du so eine Situation schon einmal übersehen?</p></li><li><p>Wenn ein Vater und eine Mutter separat von einem Elterngespräch mit dir berichten würden: Welche Unterschiede gäbe es in ihrer Wahrnehmung deiner Rückmeldungen?</p></li><li><p>Hast du erlebt, dass Eltern ihr Kind korrigieren, wenn es „geschlechtsuntypisch“ spielt? Wie gehst du damit um?</p></li><li><p>Gibt es Aktivitäten, die in eurer Kita nur von einem Geschlecht gewählt werden? Falls ja, warum?</p></li><li><p>Gibt es in eurem Team die Annahme, dass Jungen mehr Bewegung brauchen als Mädchen?</p></li><li><p>Welche Kinder in deiner Gruppe werden am häufigsten als ‚hilfsbereit‘ oder ‚rücksichtsvoll‘ beschrieben? Und welche als ‚wild‘ oder ‚durchsetzungsfähig‘?</p></li><li><p>Wenn ein Kind weint: was sind die ersten drei Sätze, die dir in den Sinn kommen? Gibt es Kinder, bei denen du andere Sätze wählst?</p></li><li><p>Erinnerst du dich an ein Kind, das heute ‚Nein‘ gesagt hat, als du es zu einer Aktivität eingeladen hast? Wie hast du reagiert – und wie oft kommt das bei Jungen/Mädchen vor?</p></li><li><p>Wie divers ist euer Team?</p></li><li><p>Gibt es in eurem Team eine Person, die sich besonders für Genderthemen bzw. diskriminierungssensible Pädagogik und Demokratiebildung einsetzt – oder ist es eine gemeinsame Aufgabe?</p><p><br/></p></li></ul><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><p>PS. Diese Checkliste gibts auch als pdf - du findest sie zum Download auf der Materialseite unserer <a href="https://www.rosa-hellblau-falle.de/">Rosa-Hellblau-Falle.de</a>-Site:</p><p><a href="https://rosa-hellblau-falle.de/material">rosa-hellblau-falle.de</a></p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr </strong>(online) <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Klischeefrei Vorlesen?! - Über Bilderbücher</a>, Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p><strong>Dienstag, 19. Oktober 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 17-19:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>20 und 21. November: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1984035">mehr Infos bzw. Kennenlern-Telefonat buchen</a> &lt;</p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p>mehr Termine: &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a> &lt;</p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Du findest hier Hilfreiches?</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus Wissenswertes mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann unterstütze diesen Newsletter, indem du ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst uns damit die Recherche für die nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Vielen Dank!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Teil2 - Wirtschaftliche Interessen beeinflussen deinen Erziehungsstil]]></title>
      <description><![CDATA[Unangenehme News fürs Kinderzimmer aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wie wirtschaftliche Interessen deine Erziehung beeinflussen - Teil 2</h1><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Juli 2026</em></p><p><strong>Wenn es um Rollenbilder geht, um Fragen von Mann und Frau sein, wird besonders deutlich, wie stark Erziehung von politischen und wirtschaftlichen Interessen mitgeschrieben wird. Unsere Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit entstehen nicht zufällig und auch nicht nur im Privaten. Sie entstehen dort, wo Gesellschaften entscheiden, welche Eigenschaften künftig nützlich sind – und welche eher stören. Pädagogik übersetzt diese Erwartungen in den Alltag, oft ohne es zu merken.</strong></p><p>Wenn politische Diskurse nach rechts rücken und ökonomische Unsicherheit wächst, werden Geschlechterrollen wieder enger. Das ist gut belegt; Vergleichsstudien zu Einstellungen gegenüber Geschlecht und Familie zeigen seit Jahren dasselbe Muster: In konservativer werdenden Gesellschaften nehmen traditionelle Rollenvorstellungen zu. Jungen sollen robuster sein, weniger empfindlich, belastbarer. Mädchen eher zuständig, fürsorglich, sozial, ausgleichend. Nicht weil die Pädagogik herausgefunden hat, dass dieses geschlechtergetrennte Weltbild mit stereotypen Zuordnungen die Bedürfnisse von Kindern erfüllt, sondern weil diese Bilder Ordnung versprechen. Und der Wunsch nach Ordnung, Sicherheit und Stabilität wächst immer dann, wenn mediale und politische Botschaften Ungewissheit vermitteln und Ängste auslösen. Ein Blick in die aktuellen Schlagzeilen und du spürst vermutlich, was auch uns umtreibt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0b2e4bd5-fa7b-4c60-8f28-3299477cb95d/uploads/images/tesbvzhlmm/Madchentraume-echteJungs.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die binäre Ordnung traditioneller Rollenbilder wird Kindern selten explizit erklärt – stattdessen wird sie ihnen tagtäglich vorgelebt. Es sind die kleinen, scheinbar beiläufigen erzieherischen Botschaften und Entscheidungen, die auf den ersten Blick harmlos wirken, aber langfristig prägend sind:</p><ul><li><p>Wem wird Durchsetzungsfähigkeit als erstrebenswerte Stärke zugeschrieben, und wem wird sie abtrainiert?</p></li><li><p>Wer wird ermutigt, Raum einzunehmen und die Stimme zu erheben, und wer lernt stattdessen, sich zurückzunehmen und sich mit wenig zu begnügen?</p></li><li><p>Wer muss “besser aufpassen” und “brav” sein, wer soll “kein Feigling” sein und an die eigenen Grenzen gehen?</p></li><li><p>Wem wird Anpassung zugemutet, und warum heißt es nicht “girls will be girls”?</p></li></ul><p>Studien zur pädagogischen Interaktion – wie etwa die Arbeit von Gunderson et al. aus dem Jahr 2012 – belegen, dass pädagogische Fachkräfte identisches Verhalten von Kindern unterschiedlich bewerten, je nachdem, ob es von einem Jungen oder einem Mädchen ausgeht (vgl. auch Baby X-Studien: <a href="http://babyx.rosa-hellblau-falle.de/">babyx.rosa-hellblau-falle.de</a>) Noch deutlicher wird dieser Effekt in konservativeren sozialen Kontexten: Selbst wenn Erzieher*innen und Lehrkräfte Gleichstellung grundsätzlich befürworten, reagieren sie dort häufiger geschlechtsstereotyp. Diese Diskrepanz zwischen Einstellung und Handlung lässt sich auch in den Analysen von Inglehart und Norris zur kulturellen Rückwärtsbewegung nachweisen. Zudem zeigen Untersuchungen zu impliziten Vorurteilen im Bildungssystem, wie tief diese Muster verwurzelt sind.</p><p><strong>Pädagogik ist kein neutraler Raum, der neben der Gesellschaft existiert – sie ist vielmehr eines ihrer zentralsten Werkzeuge, um Normen und Erwartungen zu vermitteln und zu festigen.</strong></p><p>Vor diesem Hintergrund ist offensichtlich, dass der Tradwife-Trend keine private Stilfrage ist, sondern ein politisches Symptom. In einer Zeit, in der Gleichberechtigung für viele Menschen nicht nur gesellschaftlich, sondern auch ökonomisch und emotional anstrengend ist, erleben alte Rollenbilder ein Comeback. Plötzlich werden sie wieder als vermeintliche Lösung präsentiert: Er kämpft sich in der gefährlichen Außenwelt durch, verdient das Geld und trägt die Verantwortung – sie schafft im geschützten Innersten Behaglichkeit, Harmonie und Stabilität. Das verspricht eine einfache, überschaubare Ordnung, in deren Vergleich die komplexen, oft widersprüchlichen Realitäten moderner Partnerschaften anstrengend wirken. Wer will schon über Verantwortung, Macht und Gleichberechtigung diskutieren, wenn die einfache Antwort in der eigenen Küche so nahe liegt. Die Tradwife-Videos bieten also nicht nur einen Lebensstil an, sondern eine vermeintliche Lösung für die Unsicherheiten der Gegenwart – vermeintlich, weil sie die Komplexität moderner Beziehungen ignorieren: Sie suggerieren, dass klare Hierarchien und Zuständigkeiten Sicherheit schaffen – und dass diese Sicherheit erstrebenswerter ist als die Mühen der Gleichberechtigung. In ihrer Masse und Wiederholung wirken sie wie eine Werbekampagne für ein altes System. Und je öfter diese Botschaft wiederholt wird, desto mehr verankert sie sich als selbstverständliche Norm – selbst bei denen, die die Videos nie sehen, weil sie über Diskurse und kulturelle Narrative weitergegeben wird.</p><p>Kinder wachsen in diese Bilder hinein, lange bevor sie die Worte dafür haben. Sie internalisieren die unausgesprochenen Regeln, ohne sie jemals hinterfragt zu haben. Und die Pädagogik? Sie unterstützt diesen Prozess – nicht aus bösem Willen oder bewusster Absicht, sondern weil sie, wie kaum eine andere Institution, gesellschaftliche Erwartungen zuverlässig weiterträgt. Wer also das Kindeswohl wirklich ins Zentrum stellen will, muss sich zunächst die Frage stellen:</p><h4>Wessen Ordnung wird hier eigentlich stabilisiert? Und wem nützt sie?</h4><p></p><p>Binäre Rollenbilder nützen einem System, das Macht und Privilegien ungleich verteilt und diese Ungleichheit als „natürlich“ oder „traditionell“ verkleidet. Eine Pädagogik, die diese Rollenbilder vorlebt, dient dabei nicht dem Kindeswohl, sondern der Aufrechterhaltung einer Struktur, in der bestimmte Gruppen – Männer und konservative Eliten – ihre Vorteile behalten. Die scheinbare Harmonie der Tradwife-Ideale, die rückwärtsgewandten Regeln und binären Zuordnungen in Küche und Kinderzimmer sind also kein Zufall, sondern <strong>Zeichen dafür, wie tief Pädagogik in unser System eingebettet ist, das unbewusst die Verhältnisse reproduziert, die Wirtschaft und Politik brauchen, um ihre Stabilität zu wahren.</strong></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Termine</p><h4>Sehen wir uns?</h4><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p><strong>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr </strong>(online) <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Klischeefrei Vorlesen?! - Über Bilderbücher</a>, Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p><strong>Dienstag, 19. Oktober 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 17-19:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>20 und 21. November: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1984035">mehr Infos bzw. Kennenlern-Telefonat buchen</a> &lt;</p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p><p></p></li></ul><p>mehr Termine: &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a> &lt;</p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Du kannst hier etwas mitnehmen?</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus Wissenswertes mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann unterstütze diesen Newsletter, indem du ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst uns damit die Recherche für die nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Vielen Dank!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/0b2e4bd5-fa7b-4c60-8f28-3299477cb95d/teaser_image/1782754460?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 04:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wirtschaftliche Interessen beeinflussen deinen Erziehungsstil. Autsch.]]></title>
      <description><![CDATA[Unangenehme News fürs Kinderzimmer aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wie wirtschaftliche Interessen deine Erziehung beeinflussen - Teil 1</h1><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Juni 2026</em></p><p><strong>Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass das, was du für gute Erziehung und Begleitung hältst, gar nicht nur aus dir selbst kommt? Und dass viele deiner Überzeugungen nicht alleine mit den Bedürfnissen deines Kindes zu tun haben, sondern auch mit politischen und wirtschaftlichen Interessen?</strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/24bf1ef2-f0db-42dd-9aae-2fb8e4b2ed83/uploads/images/apxpsrvw3z/jochen-van-wylick-AnCxA0whats-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Vier Kinder mit Roller, rennend, Rollerskates, in Rückenansicht, auf einer Alleestraße."/><figcaption>Foto-Credits: Jochen van Wylick via Unsplash</figcaption></figure><p>Denk mal an die frühe Förderung, die angestrebte Selbstständigkeit von Kindern, Ihr Durchhaltevermögen - diese Erziehungsziele finden sich überall in Ratgebern, in Kitas, in Elternblogs. Selten spricht jemand aus, dass das zufällig auch Ziele sind, die der Wirtschaft gut in den Kram passen. Diese Eigenschaften passen perfekt zu einem Arbeitsmarkt, der auf Flexibilität, Anpassung und Selbstoptimierung setzt. Dein Gefühl, „das ist richtig für mein Kind“, entsteht also nicht nur aus Liebe oder Erfahrung, sondern es ist auch Teil eines Systems, das genau solche Kinder braucht.</p><p>Wer sich als Elter mit Pädagogik befasst, geht erstmal davon aus, dass diese wissenschaftliche Disziplin dem Kindeswohl verpflichtet sei, und dass sie neutral forscht und herausfinden möchte: </p><h3><strong>Was braucht das Kind?</strong></h3><p>In Wahrheit ist es komplizierter, denn Erziehung war noch nie nur Fürsorge, sie ist immer auch Vorbereitung auf ein Leben in einer Gesellschaft mit ihren Vorstellungen davon, wie Menschen funktionieren sollen – politisch, ökonomisch, gesellschaftlich. Viele Ideale wirken so selbstverständlich, weil sie perfekt zur Gegenwart passen. Und genau das sollte uns misstrauisch machen. Denn wenn Erziehung diesen Interessen folgt, dann tut sie es selten unbewusst – sondern strukturell.</p><p>Renz Polster (Erziehungswissenschaftler und Kinderarzt) benennt diesen wunden Punkt immer wieder: Pädagogik ist kein Naturgesetz, sie ist ein kulturelles Produkt. Und Kultur entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern dort, wo Macht, Ökonomie und gesellschaftliche Erwartungen zusammenkommen.</p><p><strong>Pädagogik ist nie neutral – sie trägt immer einen Stempel</strong></p><p>Pädagogik ist <strong>immer</strong> normativ. Sie sagt nicht nur, <em>wie</em> Kinder sind, sondern vor allem, <em>wie sie sein sollen</em>. Und diese Soll-Vorstellungen sind erstaunlich deckungsgleich mit dem, was eine Gesellschaft gerade braucht. Nicht zufällig ändern sich pädagogische Ideale parallel zu wirtschaftlichen und politischen Umbrüchen.</p><ul><li><p>In der <strong>Industrialisierung</strong> wurde Pünktlichkeit, Disziplin und Frustrationstoleranz pädagogisch aufgewertet. Das Kind als zukünftiger Arbeiter musste vor allem belastbar sein, nicht glücklich.</p></li><li><p>In <strong>Kriegs- und Nachkriegszeiten</strong> galt die strenge, emotionsarme Erziehung als Tugend. Kinder sollten „funktionieren“, sich unterordnen, früh gehorsam sein. Johanna Haarers Erziehungsratgeber im Nationalsozialismus waren in der Logik der Zeit keine pädagogische Entgleisung, sondern systemkonform.</p></li></ul><p>Studien zur autoritären Erziehung (u. a. Adorno et al., <em>The Authoritarian Personality</em>) zeigen bis heute, wie eng Erziehungsstile mit politischen Systemen verwoben sind.</p><ul><li><p>Heute, im <strong>neoliberalen Wissenskapitalismus</strong>, brauchen wir flexible, selbstoptimierende, sozial kompetente, aber bitte nicht allzu widerspenstige Menschen (eben keine “Systemsprenger”). Überraschung: Genau das gilt heute als „gute Erziehung“.</p></li></ul><h3><strong>Kindeswohl oder Standortvorteil?</strong></h3><p>Ein besonders entlarvendes Beispiel ist die Debatte um <strong>frühe Fremdbetreuung</strong> (allein was “fremd” bedeutet, ist ja nochmal ein eigener Diskurs) und <strong>Bindung</strong>. Jahrzehntelang war in der Entwicklungspsychologie relativ unstrittig, dass stabile frühe Bindungen zentral für die psychische Gesundheit sind (Bowlby, Ainsworth). Und plötzlich – parallel zum politischen Wunsch nach früher Erwerbsintegration von Eltern, nein, von Müttern – werden Studien hervorgeholt, die zeigen sollen, dass frühe institutionelle Betreuung „nicht schadet“. Nicht fördert. Nicht gut ist. Sondern: <em>nicht schadet</em>. Allein die Formulierung verrät viel.</p><p>Oder die <strong>empfohlene Stilldauer</strong>. Es ist ja medizinisch belegt, dass längeres Stillen immunologische und emotionale Vorteile bringt (WHO, UNICEF, zahlreiche Langzeitstudien), aber die gesellschaftliche Empfehlungen schwanken erstaunlich stark, abhängig davon, wie sehr weibliche Erwerbsarbeit gerade ökonomisch gebraucht wird. Stillen wird dann entweder idealisiert oder pragmatisch relativiert. Und die pädagogische Begründung ist dann erstaunlich wirtschaftlich kompatibel.</p><h3><strong>Das Kind als Investition</strong></h3><p>Ökonomen wie <strong>James Heckman</strong> sprechen offen vom „Return on Investment“ früher Bildung. Frühkindliche Förderung lohne sich, nicht primär, weil Kinder glücklicher werden, sondern weil sie später produktiver, gesünder und günstiger für das Sozialsystem sind: das Kind wird zur <strong>Kosten-Nutzen-Rechnung</strong>.</p><p>Pädagogik übernimmt diese Logik oft unbemerkt. Dann geht es nicht mehr um Neugier, Spiel oder Beziehung, sondern um „Förderfenster“, „Resilienztraining“ und „Kompetenzraster“. Alles wohlklingend und anschlussfähig an Arbeitsmärkte. Renz Polster nennt das eine <strong>Ökonomisierung der Kindheit</strong>.</p><h3><strong>Warum uns das kaum auffällt</strong></h3><p>Das eigentlich Beunruhigende ist nicht, <em>dass</em> Pädagogik beeinflusst ist, sondern wie wenig bewusst uns das ist. Unsere Überzeugungen fühlen sich privat an. Und Intuitiv. Dabei sind sie oft kulturell vorgeprägt. Wir halten bestimmte Erziehungsziele für „vernünftig“, weil sie überall wiederholt werden: in Leitlinien, Studien, Fortbildungen, Talkshows. Dass diese Leitlinien selten gegen wirtschaftliche Interessen verstoßen, fällt kaum auf. Pädagogik, die wirklich radikal kindzentriert wäre – langsam, beziehungsorientiert, nicht verwertungslogisch – wäre gesellschaftlich extrem unbequem. Vermutlich ist das der Grund, warum die bedürfnisorientierte Erziehung so emotional diskutiert und von vielen (erst falsch interpretiert und dann) abgelehnt wird.</p><h3><strong>Wer profitiert von deiner Haltung?</strong></h3><p>So manche pädagogische Überzeugungen hat also weniger mit dem Kindeswohl zu tun, als wir glauben. Es geht immer auch darum, Kinder so zu begleiten, dass sie später möglichst reibungslos in bestehende Systeme passen.</p><blockquote><p>“Man muss sie früh genug vorbereiten auf das, was sie erwartet… kein Ponyhof…”</p></blockquote><p>Das macht Pädagoginnen nicht zu Zynikerinnen, aber es verpflichtet sie zur Ehrlichkeit. Denn erst, wenn wir anerkennen, dass Pädagogik nie neutral ist, können wir anfangen, sie bewusst zu gestalten: <em>für</em>Kinder, nicht nur <em>mit</em> ihnen als zukünftige Ressource. Die entscheidende, ehrliche pädagogische Frage lautet also nicht allein <strong>„Was braucht das Kind?“ </strong>sondern auch: <strong>„Wer profitiert eigentlich davon, dass wir genau das für richtig halten?“</strong></p><p>Und diese Frage berührt uns aktuell aus Sicht der Rosa-Hellblau-Falle vor allem deshalb, weil wir beobachten, dass enge Rollenbilder zunehmend von Eltern und Erzieher*innen verteidigt werden. Auf TikTok und Instagram ist sehr offensichtlich: Selbsternannte ‘BoyMums’ und ‘GirlMums’ erklären in Videos mit Hashtags wie #TeamBlau, #TeamRosa, wie “echte” Jungs behandelt werden müssen oder was typische Mädchen brauchen, weil die Natur das so vorgesehen habe. Videos, in denen wilde Jungs mit braven Mädchen verglichen werden, biologistisch begründet, gewinnen an Reichweite. Wer profitiert davon?</p><p><em>(Teil 2 folgt im Juli)</em></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Termine</p><h4>Sehen wir uns?</h4><p><strong>Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</strong></p><ul><li><p><strong>Montag, 6. Juli, 19 Uhr:</strong> Vierter Bonner Rosa-Hellblau-Falle-Salon (dieses Mal als Picknick am Rhein) - Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/2087829">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><em>Sommerpause</em></p></li></ul><ul><li><p><strong>Montag, 12. Oktober, 20-22 Uhr </strong>(online) <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Klischeefrei Vorlesen?! - Über Bilderbücher</a>, Rosa-Hellblau-Fallen und Entstehung von ‘Flausch’</p></li><li><p><strong>Dienstag, 19. Oktober 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 17-19:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980376">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>20 und 21. November: Equal Care-Wochenende. Workshop für Paare in Bonn - </strong>Für Paare, die nicht in alte Muster zurückfallen, sondern ihre Beziehungen aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten. - &gt; <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1984035">mehr Infos bzw. Kennenlern-Telefonat buchen</a> &lt;</p></li><li><p><strong>Freitag, 11. Dezember 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, 9-11:30 - </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1981868">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p><p></p></li></ul><p>&gt; Zur Termin-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">Übersicht</a></p><p>&gt; Zu unserem <a href="https://equalcare-akademie.de/">Vortrags-Angebot</a> für Veranstalter*innen</p><p>&gt; Zu unserem <a href="https://equalcare-coaching.de/">Coaching- &amp; Beratungs-Angebot</a></p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit;">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit;">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit;">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 04:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Warum eine rosa-blaue Erziehung angepasste Kinder produziert ]]></title>
      <description><![CDATA[Wir nehmen SocialMedia-Posts von Eltern unter die Lupe, die sich für ihre binären Normen feiern, ohne zu merken, dass sie die Mobber von morgen erziehen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wenn Eltern sich mehr für einen Rock schämen als für Mobbing!?</h1><p><em>Wir nehmen SocialMedia-Posts von Eltern unter die Lupe, die sich für ihre binären Normen feiern, ohne zu merken, dass sie die Mobber von morgen erziehen.</em></p><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 10/2026</em></p><p>Enge Rollenbilder nehmen wieder zu. Das sollte niemanden überraschen, denn was in der Politik passiert, findet sich natürlich auch irgendwann in den Familien wieder. Wenn Menschen in Entscheidungspositionen an Mikrofone treten, von traditioneller Männlichkeit schwärmen und Frauenrechte beschneiden, dann ist klar, dass sich diese Aussagen im Kinderzimmer wiederholen, nur ein bisschen anders verpackt. Mütter, die diese Beeinflussung vielleicht noch nicht reflektiert haben, klingen dann auf Instagram so:</p><a href="https://www.instagram.com/reels/DTGZaK1DbYO/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2598042e-1b9a-40c5-9661-78b7dfb120bd/uploads/images/pzpfelqpwc/Bildschirmfoto_2026-03-28_um_16.02.52.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ich bin die Mama, die sagt…
Kleider sind für Mädchen! Nagellack und Schminke auch! Jungen spielen mit Autos und Baggern! Klare Rollen, klare Worte. Entspannte Kinder! Kinder brauchen Orientierung! Keine Verwirrung! @mishariska"/></a><blockquote></blockquote><h3>“Klare Rollen”? Nein, enge Normen!</h3><p>Wenn Erwachsene sagen <em>„klare Rollen, klare Worte, entspannte Kinder“</em>, dann klingt das erstmal ganz vernünftig – aber die Logik dahinter schützt nicht das Kind, sondern verteidigt die Welt der Erwachsenen: eine Welt, in der nur die eigene Moral, das eigene Bauchgefühl und die eigene Vorstellung von „richtig“ zählen. Alles, was davon abweicht, gilt als problematisch. Wer sich mit genderreflektierter bzw. vorurteilsbewusster Bildung befasst, weiß: so entstehen keine „entspannten Kinder“, sondern <strong>Kinder, die Normen überwachen:</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2598042e-1b9a-40c5-9661-78b7dfb120bd/uploads/images/nhk4usds56/IMG_0044.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Eltern, die sich mehr für ein Kleid schämen als für Mobbing?</h3><p>Das ist eine neue Stufe in der Rosa-Hellblau-Falle, wenn Eltern übersehen, dass ihre eigenen, engen Rollenbilder nicht nur nach innen, sondern auch nach außen wirken.</p><p>Kinder, die lernen <em>„Jungs spielen mit Autos, Rosa ist nichts für sie“</em> oder <em>„Mädchen kümmern sich, Puppen sind normal“</em>, übernehmen diese Regeln nicht nur für sich –<strong> sie tragen sie weiter und engen auch andere Kinder ein.</strong></p><p>Und dann entsteht genau das, was wir alle vermeiden wollen:</p><ul><li><p>Max, der Rosa mag, wird ausgelacht oder ausgeschlossen.</p></li><li><p>Lina, die lieber mit Autos spielt als mit Puppen, wird korrigiert, belächelt oder „zurückgeführt“.</p></li><li><p>Kinder lernen früh, andere zu beobachten, zu bewerten und einzuordnen: <em>richtig</em> oder <em>falsch</em>, <em>normal</em> oder <em>komisch</em>.</p></li></ul><p>So entstehen keine „entspannten Kinder“, sondern <strong>Kinder, die Normen überwachen</strong> – bei sich selbst und bei anderen.<br/>Nicht aus Bosheit, sondern weil sie gelernt haben: <em>Abweichung hat Konsequenzen.</em></p><h3>„Nagellack und Schminke sind nur für Mädchen.“</h3><p>Diese Behauptungen, wie sie im <a href="https://www.instagram.com/reel/DTGZaK1DbYO/?igsh=MTh4cHBuN2hxOHdtZw==">Reel oben</a>  vorkommen, und ähnliche aus Kommentaren unter vergleichbaren Posts, haben wir mal unter die Lupe genommen. Wir wollen Argumente liefern und Eltern, die ihre Kinder ohne Rosa-Hellblau-Falle begleiten, den Rücken stärken. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2598042e-1b9a-40c5-9661-78b7dfb120bd/uploads/images/klwz3i4vjq/rosa-blaue-Welt.webp?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>„Jungs spielen mit Autos und Bagger.“</h3><p>Die Verallgemeinerung ignoriert hunderttausend individuelle Ausnahmen. Entwicklungspsychologie zeigt, dass Kinder rollenübergreifende Interessen haben, und dass Zuweisung nach Geschlecht nicht nur unnötig, sondern schädlich sein kann (Cherney &amp; London, 2006). Wer sagt, „Jungs spielen mit Autos und Bagger“, lehrt Kinder: Alles andere ist untypisch, abweichend oder falsch.</p><p><strong>Beispiel:</strong> <br/>Jannick liebt Puppen und Rollenspiele, Mira liebt Baustellenfahrzeuge. Die Eltern sagen: „Das passt nicht.“ Ergebnis: die Kinder lernen, ihre eigenen Vorlieben zu unterdrücken, Anpassung wird belohnt, Individualität sanktioniert. Spaß? Fehlanzeige.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>„Das verwirrt die Kinder! - Klare Regeln, entspannte Kinder.“</h3><p>Pauschal „klare Regeln“ über alle Vorlieben und Impulse hinweg zu setzen, ignoriert die Entwicklungsbedürfnisse von Kindern. <strong>Regeln sollten flexibel, begründet und kindgerecht sein, nicht ein Instrument der Normierung nach Erwachsenenvorstellungen. </strong>Studien zeigen: Kinder brauchen strukturierte Freiheit, nicht rigide Vorschriften (Grolnick, 2003).</p><p>Kinder kommen mit einem inneren Bedürfnis nach Bindung, Orientierung und Zugehörigkeit auf die Welt. Sie erkunden ihre Umwelt über Spiel, Nachahmung und Ausprobieren – und lesen dabei ständig mit, <strong>was erlaubt, erwünscht oder riskant ist</strong>. Verwirrung entsteht also nicht durch Vielfalt, sondern dann, wenn Kinder widersprüchliche Botschaften bekommen: <em>„So fühlst du – aber so darfst du nicht sein.“ </em>Wenn Neugier auf Ablehnung trifft, lernen Kinder nicht Klarheit, sondern Unsicherheit darüber, welchem Teil von sich sie trauen dürfen.</p><p><strong>Beispiel:</strong> <br/>Leia darf nur bestimmte Farben tragen, ihr Kleiderschrank ist enthält überwiegend Rosa-Weiß-Lila- und Rottöne, und nur bestimmte Spielsachen nutzen. Sie lernt: Meine Entscheidungen sind nur dann akzeptabel, wenn sie den Regeln der Großen entsprechen. Ergebnis: Kinder werden nicht entspannt, sie werden vorsichtig, angepasst, innerlich kontrolliert – und genau das Gegenteil von dem, was die Aussage im AusgangsReel suggeriert.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>“Kinder <strong>können Gefahren nicht einschätzen, deshalb brauchen sie Grenzen.“</strong></h3><p>Ja, das stimmt – <strong>bei objektiven Risiken</strong>. Herdplatten verbrennen, Putzmittel vergiften, Straßenverkehr ist tödlich. Hier ist Eingreifen sinnvoll und notwendig. Sobald aber diese Logik auf Interessen, Spiel oder Kleidung übertragen wird, geht es nicht mehr um Schutz, sondern um Kontrolle: darum, wie die Erwachsenen wollen, dass Kinder sein sollen. Denn nicht das Kleid ist gefährlich für deinen Sohn, sondern Menschen, die ihn und andere angreifen, die nicht in ihr Schema passen.</p><p><strong>Beispiel:</strong><br/>Timm möchte eine Puppe, Ayla das Dinosaurierspielzeug. Entwicklungspsychologisch vollkommen unbedenklich – ein Ausdruck von Neugier, Rollenspiel und sozialer Identitätsentwicklung. Für viele Erwachsene aber „falsch“. Die (unbewusste oder explizite) Botschaft ans Kind: „Dein Impuls zählt nicht, nur meiner.“ <strong>Orientierung wird ersetzt durch Anpassung, Freiheit durch Kontrolle. </strong>Schon an diesem Punkt wird deutlich: Schutzgedanke hin oder her, die Logik dient wieder der Durchsetzung von Normen, nicht dem Wohl des Kindes.</p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>„Kinder haben kein Verständnis für richtig und falsch.“</strong></h3><p>Diese Aussage wird benutzt, um Verbote zu rechtfertigen, sie ist aber faktisch falsch: Kinder besitzen sogar sehr früh ein grundlegendes moralisches Empfinden. Sie erkennen Ungerechtigkeit, reagieren auf absichtliches vs. unbeabsichtigtes Verhalten, zeigen Empathie. Was ihnen fehlt, ist nicht Moral, sondern Selbststeuerung und Erfahrung.</p><p>Die entscheidende Frage: <strong>Wer legt fest, was richtig oder falsch ist? </strong>Die Erwachsenen. Sie setzen zu oft ihre eigene Moral, ihr Bauchgefühl, ihr Schubladendenken als absolute Wahrheit. Alles, was davon abweicht, wird sanktioniert. Rollenspiele, Kleidungswahl, soziale Experimente – gelten nicht als normale Erkundung, sondern als problematisch. <strong>Der Schutzgedanke verschwindet hinter Normierung und Kontrolle.</strong></p><p><strong>Beispiel: </strong><br/>Der dreijährige Marvin will eine Puppe, Tessa mag lieber Hosen als Kleider. Laut Entwicklungspsychologie völlig unproblematisch. Laut Erwachsenenlogik moralisch bedenklich. Das Kind lernt: <em>„Meine Wünsche sind nur dann akzeptabel, wenn sie der Norm entsprechen.“ </em>Kein Schutz, nur Macht über Entwicklung.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>„Geschlechter sind sinnvoll“</h3><p>Sicher, Orientierung kann hilfreich sein – aber <strong>„sinnvoll“ wird hier als Rechtfertigung für starr definierte Rollen missbraucht</strong>. Es wird nicht erklärt, wie sinnvoll oder wofür, sondern der Satz wird als Naturgesetz verkauft, dass Jungen bestimmte Dinge tun müssen und Mädchen andere. Studien zeigen: Kinder profitieren, wenn sie alle Rollen und Interessen erkunden dürfen, ohne ständige Bewertung durch Erwachsene (Eagly, Wood, 2012). Die angebliche Sinnhaftigkeit dient in Wahrheit dazu, Erwachsenenkomfort über kindliche Freiheit zu stellen.</p><p><strong>Beispiel:</strong> <br/>Suse möchte Fußball spielen, Boris möchte tanzen. Erwachsene korrigieren (oft nur nonverbal, z.B. durch Mimik oder belächeln): <em>„Das ist nicht angemessen für dich als Mädchen/Junge.“</em> Suse und Boris internalisieren: Unsere Vorlieben sind falsch, denn sie passen nicht zu dem, was unsere Eltern von uns erwarten. Das ist nicht Orientierung, sondern ideologische Formung.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Zusammenfassung:</h3><p>Was passiert bei starren Geschlechterrollen? - Die Forschung ist hier eindeutig:</p><ul><li><p>Kinder lernen sehr früh, <strong>was Anerkennung bekommt und was nicht</strong>.</p></li><li><p>Wenn bestimmte Interessen, Gefühle oder Ausdrucksformen abgewertet oder verboten werden („Das ist nichts für Jungen/Mädchen“), lernen Kinder nicht „Klarheit“, sondern <strong>Anpassung</strong>.</p></li><li><p>Anpassung sieht oft aus wie „Entspanntheit“. In Wahrheit ist es häufig <strong>Rückzug, Schweigen oder Verbergen</strong>.</p></li></ul><p>Ein Kind, das merkt: <em>„So wie ich bin, passe ich nicht ganz“</em>, stellt nicht sofort Fragen. Es stellt sich selbst infrage.</p><h3>Das übersehene Risiko</h3><p>Wenn Erwachsene sagen: <em>„Mein Kind ist entspannt“</em>, stellt sich eine entscheidende Frage:</p><blockquote><p><strong>Woher wissen wir, was ein Kind uns nicht zeigt?</strong></p></blockquote><p>Kinder sind abhängig. Sie wollen geliebt werden. Sie passen sich den Erwartungen der wichtigsten Bezugspersonen an – selbst dann, wenn das bedeutet, Teile von sich zu verstecken.</p><p>Gerade Jungen lernen früh: Gefühle, Unsicherheit, Zartheit, Abweichung = unerwünscht.<br/>Gerade Mädchen lernen früh: Anpassung, Gefallen, Begrenzung.</p><p>Viele Eltern erleben erst <strong>viel später</strong>, was das kostet:</p><ul><li><p>Jugendliche, die nichts Persönliches mehr teilen</p></li><li><p>Erwachsene Kinder, die sagen: <em>„Darüber konnte ich mit euch nie sprechen.“</em></p></li><li><p>Innere Distanz trotz äußerlich „funktionierender“ Kindheit</p></li></ul><h3>Was vorurteilsbewusste Bildung wirklich meint</h3><p>Vorurteilsbewusste Bildung heißt <strong>nicht</strong>, Kinder zu etwas zu drängen.<br/>Sie heißt:</p><ul><li><p>Kindern zu signalisieren: <em>Du darfst sein, ohne Liebe zu verlieren.</em></p></li><li><p>Interessen nicht zu sortieren nach Geschlecht, sondern nach <strong>Freude, Neugier und Entwicklung</strong>.</p></li><li><p>Orientierung zu geben durch Werte wie Respekt, Mitgefühl und Selbstannahme – nicht durch Schubladen.</p></li></ul><p>Kinder brauchen Halt.<br/>Aber Halt entsteht nicht durch Enge.<br/>Halt entsteht durch <strong>Beziehungssicherheit</strong>.</p><p>Und Beziehungssicherheit heißt:</p><blockquote><p><em>Egal, wer du bist oder wirst – du darfst es mir zeigen.</em></p></blockquote><p>Das ist keine Ideologie.<br/>Das ist Entwicklungspsychologie.</p><p>Bunte Grüße schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><p></p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Montag, 18. Mai, 20-22h: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Mittwoch, 17. Juni, 20 Uhr </strong>- Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle - Austausch <strong>über klischeefreie Bilderbücher</strong>. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Details und Anmeldung</a>.</p></li><li><p><strong>weitere Termine &amp; Online-Fortbildungen in 2026 - </strong><a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle"><strong>hier </strong></a><strong>-</strong></p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 22 May 2026 04:16:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Das passt doch nicht!" - Über wilde Kombinationen und unnütze Regeln]]></title>
      <description><![CDATA[Die News mit buntem Nervenkitzel aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>“Das passt doch nicht zusammen!”</h1><p>Über wilde Kombinationen und unnütze Regeln</p><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 9/2026</em></p><p>Hast du deinem Kind beim Essen schonmal eine Lebensmittel-Kombination verboten, die du abwegig fandest? Oder abwertend kommentiert? Käse mit Marmelade, Spaghetti mit Honig,…</p><blockquote><p>“Das schmeckt doch nicht!”</p></blockquote><p>… Reis mit Joghurt? Vor vielen Jahrzehnten habe ich als Studentin in einem us-amerikanischen Sommercamp Kindergruppen betreut, und auf den gemeinsamen Ausflügen die kuriose Kombi Erdnussbutter-Jelly-Sonjaspossen-Toast kennengelernt. Das Sprossen-Topping fand ich wenig überzeugend, aber Gelee und Erdnussbutter esse ich bis heute total gerne. Aber wäre ich meinem “IIiiihhh-no-way”-Instinkt gefolgt, hätte ich das verpasst.</p><p>Eine ähnliche Situation viele Jahre später mit verkehrten Rollen: ich esse gerne Cornflakes, bloß nicht mit Milch, sondern lieber mit Joghurt und irgendeiner roten Marmelade. Ein Typ, der mir dabei zusah, fand das nicht nur abwegig für sich selbst - zwingt ihn ja niemand - sondern er meinte tatsächlich, mich für diese abstruse Mischung (Ist sie das? Ich finde die wirklich harmlos!) verurteilen zu müssen: der herablassende Blick, die Geräusche, die er von sich gab, der Abstand, den er plötzlich zwischen uns bringen musste… nichts davon stand im Verhältnis zu meinem Mix.</p><p>Als ich dann Kinder bekam, war ich bereit für alles, und bei allen Kreationen galt die Regel: <em>“Du kannst das machen, aber du musst es dann auch essen, denn ich mag es nicht, und wegwerfen kommt nicht in Frage.”</em> Naiv dachte ich, das sei üblich so, auch in anderen Familien. Wie denn auch sonst - Hallo, mein Partner isst Erdbeermarmelade zu Kartoffeln, wer soll hier wem was vorschreiben? :D Aber inzwischen weiß ich, dass viele Eltern ihren Kindern indirekt vorschreiben, was geht und was nicht, was sie zu mögen haben, und was sich nicht gehört. Wie handhabt Ihr das? Wessen Normen habt Ihr (unbewusst) übernommen und vergessen, dass die nicht für alle gelten müssen? Und was hat das mit Rollenbildern und der Rosa-Hellblau-Falle zu tun?</p><h4>Rock über Hose, Orange mit Rot?</h4><p>Übertragen wir diese Haltung einfach mal auf Kleidung: hast du deinem Kind schonmal eine Kleider-Kombi verboten, weil du überzeugt bist, dass Röcke nicht über Hosen gehören, dass Orange nicht zu roten Haaren passt, oder dass sich Violett und Rot nicht vertragen? Gummistiefel zum Minirock, Kleid über Rock, getreift mit kariert? Wer bestimmt hier die Regeln? Und wen juckt es, wenn kind sich nicht dran hält? “Was denken da die Nachbarn?” - wirklich??!</p><h4>Swicy Food - ungewöhnliche Kombinationen</h4><p>Zum Schluss noch eine aktuelle, kuriose Erkenntnis aus der Geschmacksforschung: Laut aktuellen Food-Trend-Analysen für 2026 liegt der Fokus auf ungewöhnlichen Geschmackskombinationen, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen. Besonders im Kommen ist „Swicy Food“ – eine Mischung aus süß (sweet) und scharf (spicy). Diese Kombination soll nicht nur den Gaumen überraschen, sondern auch das Gehirn stimulieren, indem sie gleichzeitig Belohnung (durch Süße) und Aufregung (durch Schärfe) auslöst. Studien zeigen, dass solche multisensorischen Erlebnisse besonders bei jüngeren Konsumenten beliebt sind, die nach neuen kulinarischen Nervenkitzeln suchen.</p><p>Vielleicht ist das bei deinem Kind, das Rock-über-Hose-in-Bunt-Kombinationen liebt, ja auch so. Und wenn du selbst mal wieder einen Nervenkitzel brauchst, dann mach es ihm nach und kleide dich mal wieder entgegen der üblichen Regeln und ein bisschen bunter als sonst. Viel Spaß und guten Appetit! :)</p><p>mit bunten Grüßen von</p><p>Sascha &amp; Almut</p><p></p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Montag, 18. Mai, 20-22h: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><strong>Mittwoch, 17. Juni, 20 Uhr </strong>- Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle - Austausch <strong>über klischeefreie Bilderbücher</strong>. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Details und Anmeldung</a>.</p><p></p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Thu, 07 May 2026 04:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[DIESES KLO MACHT MICH FERTIG - Über die Klischees von Scheixx-Türen]]></title>
      <description><![CDATA[Von wegen stilles Örtchen! Uns stinkt's. Genervte News aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>DIESES KLO MACHT MICH FERTIG</h1><h3>Über <strong>die Klischees binärer Scheixx-Türen</strong></h3><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 8/2026</em></p><p><strong><em>Achtung: RANT!</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Ich will.<br/>Einfach.<br/>Nur.<br/>Pissen.</strong></p><p>Und was kommt mir dabei in die Quere? ZWEI TÜREN:</p><p>Rechts: Rosa. Lippenstift. Fee. Handtasche. 38 Sprechblasen mit „BLA BLA BLA“. Links: Blau. Fußball. Drache. Hantel. Eine einzige, schüchterne „Bla“-Blase. Wer denkt sich sowas aus, hängt es an Türen und nennt es „Orientierungshilfe“?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fa34f5bd-59ea-417f-913a-04329ee0bffc/uploads/images/iioxvfniui/Kloturen-RosaHellblauFalle.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wer zur Hölle glaubt eigentlich, dass das hilfreich ist? Wer denkt: „Moment, bevor wir hier ein Klo beschriften, müssen wir erst mal klären, WIE MÄNNER SIND und WAS FRAUEN SO MÖGEN“?</p><p>Ich meine, wir reden hier von Klos! Öffentlichen Toiletten! Keine Marketingkampagne, kein Fantasy-Rollenspiel, einfach nur Orte. Stille. Stattdessen ein Gruselkabinett, in dem einen die Klischees ANSCHREIEN.</p><p>Männer: laut. simpel. Sport. Schlüssel. Feuer. Kampf.<br/>Frauen: hübsch. still. Beauty. Handtasche. Glitzer. Gefühl.<br/>Die Türen waren vermutlich früher mal Schubladen: „Du gehörst hierhin, du dorthin, sonst passt du nicht ins Raster.“ Und wir nicken still, weil ja… weil wir MÜSSEN! Und wer will schon auf der falschen Toilette landen, wenn’s brennt?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fa34f5bd-59ea-417f-913a-04329ee0bffc/uploads/images/bebfqeirba/foto.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Und es ist ja nicht nur EIN Klischee. Es ist im Lauf der Jahre, nach einigen Raststättenbesuchen, Hotelübernachtungen, Kneipen-Klogängen und Firmen-Toiletten eine ÜBLE, DREISTE, UNERSCHÖPFLICHE SAMMLUNG davon. Wie ein schlecht kuratiertes Museum der 50er-Jahre, nur dass man erst gucken und sich labeln lassen muss, bevor man pinkeln darf.</p><p>Mit was für einer Selbstverständlichkeit! Als wäre es naturgegeben.<br/>Als wäre irgendwo schon vor Geburt entschieden worden:<br/>„Ah, Penis – hier, nimm Fußball, Coolness UND DRACHEN. Ach, und einmal pro Tag jemanden verprügeln! Bloß kein Weichei werden, DASS DAS KLAR IST?!!” - “Und hier, okay, Vulva – bitte Lippenstift, Fee, Glitzer, da, nimm den Putzeimer und hab unbedingt einen Gefühlsausbruch pro Tag, sonst verwirrst du all die zornigen Männer.“</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fa34f5bd-59ea-417f-913a-04329ee0bffc/uploads/images/6kwspk6zfn/Kloturen-RosaHellblauFalle1.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>ICH KANN DAS NICHT MEHR!</p><p>Diese Türen tun so, als wäre Geschlecht eine Personality-Playlist mit zwei Optionen. Und wenn du dich da nicht wiederfindest – TJA. DANN BIST DU HALT KOMISCH.</p><p>Wisst ihr, was diese Türen NICHT zeigen?<br/>Menschen.<br/>Komplexität.<br/>Widersprüche.<br/>Oder die simple Wahrheit, dass ALLE einfach nur aufs Klo müssen.</p><p>Es ist 2026.<br/>Wir haben selbstfahrende Autos, KI-Kühlschränke, wir sammeln freiwillig und von Hand Hundekacke ein in kleinen Plastiktütchen, aber wir halten es für unausweichlich-unveränderbar, dass uns KLOTÜREN heute erklären, Frauen würden reden wie Wasserfälle und ein Mann ein Wort. Also, liebe Designer, Stadtplaner und binär Verbohrte: Lasst die Türen einfach neutral. Schwarz, weiß, grau, bunt, whatever. Aber lasst die sexistischen Klischees weg!</p><p>Lasst es einfach.<br/>Lasst die rosa-blaue Einteilung.<br/>Lasst die Symbole.<br/>Lasst den Quatsch.</p><p>Schreibt einfach:<br/>„TOILETTE.“<br/>“Toilette zum Sitzen” - “Toilette zum Stehen”. Waschbecken dazu, Tür mit Schloss dran, Fertig!<br/><strong>“Für die, die mal müssen.”</strong></p><p>Und dann lasst mich in Ruhe.<br/>SONST REISS ICH EUCH DIE TÜR AB!</p><p></p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Montag, 18. Mai, 20-22h: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><strong>Mittwoch, 17. Juni, 20 Uhr </strong>- Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle - Austausch <strong>über klischeefreie Bilderbücher</strong>. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980396">Details und Anmeldung</a>.</p></li><li><p><strong>weitere Termine &amp; Online-Fortbildungen in 2026 - </strong><a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle"><strong>hier </strong></a><strong>-</strong></p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Thu, 23 Apr 2026 05:30:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Eine Handvoll Bunt - zweite Ausgabe. Mit bunten Grüßen von Almut]]></title>
      <description><![CDATA[5 Ideen, Tipps, Momentaufnahmen oder Gedanken, die ich so eindrücklich fand, dass ich sie hier weiterreichen möchte.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Eine Handvoll Bunt - zweite Ausgabe</h1><p><strong><em>gehört - geschmeckt - gefühlt - gerochen - gesehen</em></strong></p><h4><strong>Bunter Newsletter aus der </strong><a href="https://wu2k.de/"><strong>Wort &amp; Klang Küche</strong></a><strong> von Almut Schnerring</strong></h4><p><em>Willkommen hier, in einer Unterkategorie unseres Wort &amp; Klang-Küchen-Newsletters. Ihr habt’s vielleicht längst entdeckt, bei mir hat es bisschen gedauert, dass die Plattform Steady ermöglich, die eigenen Posts nach Kategorien zu ordnen. Die meisten unserer bisherigen Ausgaben drehen sich um die Rosa-Hellblau-Falle oder es geht um EqualCare und Gesellschaftskritik. Aber zu Weihnachten 25 habe ich zum ersten Mal “Eine Handvoll Bunt” verschickt, ein Newsletter außer der Reihe mit 5 Tipps: gesehen, gehört, gespürt, geschmeckt und Schnauze voll. Hier kommt Ausgabe zwei.</em></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/pxkehwwvij/MentalOverLoad-AlmutSchnerring-2024.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: MentalOverLoad, ©Almut Schnerring, 2022</figcaption></figure><p>Und wenn Euch diese Ausgabe gefällt, gebt mir doch ein Zeichen, bzw. lass mich wissen, was Dir fehlt, denn ich möchte Dich Teil haben lassen an meiner bunten Sammlung an Klebezetteln, Erinnerungen und “nicht-vergessen”-Nachrichten.</p><h2>Los gehts mit einer Handvoll Bunt:</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/gd2acibczh/1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gehört"/><h3>Podcast übers Gehen</h3><p>Zuhören, wie Christine Thürmer übers Wandern spricht - dazu hatte ich hier eine Empfehlung geschrieben - Christine Thürmer ist die “meistgewanderte Frau der Welt”, hat 70.000 Kilometer auf Wanderwegen in 40 Ländern zurückgelegt. Heute mag ich dem Podcast, in dem ich sie gehört hatte, keine Reichweite mehr schenken: zu viel Alltagssexismus auf Seiten des Hosts, zu wenig Bewusstsein über seine Privilegien, manchmal allzu selbstgefällig in seiner Fragestellung, und er lädt sehr viel mehr Männer als Frauen ein - also hören wir doch anderswo hin: Christine Thürmer war auch zu Gast beim <a href="https://www.outsideisfree.de/folgen/christine-thuermer">Podcast von ‘Outside is free’</a>:</p><p>Ich habe ihr sehr fasziniert zugehört, vielleicht auch, weil sie so ganz anders ist als ich. Dieser Ehrgeiz, diese akribische Planung und Hartnäckigkeit - ich kann vor allem den einen Teil überhaupt nicht nachempfinden, der sich aufs Körperliche bezieht: Nass und mit Blutegeln am Körper im Wald schlafen und trotzdem am nächsten Tag kilometerweit wandern? Alleine, ohne Worte, ohne Begleitung, mehrmals im Jahr gehen, gehen, gehen, gehen…. Interessant, wie unterschiedlich Menschen ticken! Viel Spaß beim Hören. Vielleicht auch live, denn es gibt jetzt im April drei <a href="https://www.eventim.de/artist/christine-thuermer/?srsltid=AfmBOorz9CURTiXb_QfVQYAo5ONuu2zqgML_1VXVpXGkCINO79RX7wkL">Veranstaltungen mit ihr </a>und Ende des Jahres weitere.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/q6463s6vin/3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="geschmeckt"/><h3>Suppengeschichten</h3><p><em>“Die Mutter hat zuerst nur ein kleines Stück von der Suppengeschichte erzählt, und das Kind hat zugehört. Es hat den Mund weit aufgemacht für den Löffel, und jetzt hat ihm die Suppe auf einmal gut geschmeckt. Genauso gut haben den Mäuschen die Nüsse geschmeckt.[…] Genauso gut hat dem kleinen Pferd das grüne Gras geschmeckt. Die Mutter hat noch ein Stück von der Suppengeschichte erzählt, und die Suppe hat dem Kind immer besser geschmeckt…”</em></p><p>Hier kommt ein Buchtipp aus der Vergangenheit. Die <a href="https://www.jugendliteratur.org/buch/siebenundzwanzig-suppengeschichten-2546">“Siebenundzwanzig Suppengeschichten” </a>von Ursula Wölfel sind von 1968, aber bis in die 2000er wurden sie noch neu aufgelegt. Bei solchen Antiquitäten stößt man ja häufig auf übelste Stereotype, die man damals vielleicht noch nicht erkennen konnte, aber ein “Also ich habe das damals gerne gelesen” hilft hier nicht. Es braucht den neuen Blick von heute, ein Check mit der Gender-Brille. Und so viele Bücher sind auf diese Weise bei uns im Altpapier gelandet. Auch wenn sich die Geschichte in der Erinnerung so schön anfühlt - wohl weil die Nostalgie die Rosa-Hellblau-Falle verblassen lassen möchte -: es lohnt nicht! Werft weg, was alte Rollenbilder zementiert und findet was Besseres. Aber klar, es gibt Ausnahmen. Das Buch mit den Suppengeschichten ist eine davon. Ich habe sie als Kind gelesen, habe sie meinen eigenen Kindern vorgelesen, habe sie mitgenommen in meine Vorlese-Workshops für Erzieher*innen, und ich empfehle sie heute hier. Es gibt sie nur noch <a href="https://www.medimops.de/,ursula-wolfel/">gebraucht zu kaufen</a>, aber sie sind wirklich nett: Auf jeder Doppelseite ein Bild und eine Mini-Geschichte: zum Beispiel die von der Pudding-Katze, Von der großen Matsche, und die von der Dreh-Hops-Wipp-Tute-Maschine. &lt;3<br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/vvhy625ywg/4.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gefühlt"/><h3>Inspiration</h3><p>… bekam ich durch ein Coaching bei <a href="https://findingfutures.de/#Team">Christiane Metzner, Gründerin von findingfutures </a>, - sie ist Beraterin im Bereich Ehrenamt- &amp; Engagementförderung für NGOs und bietet dazu auch einen Ausbildungsgang an. Und weil wir uns schon länger kennen, und sie sich mit Fragen, Zuhören und Strukturieren gut auskennt, habe ich mich über einen längeren Zeitraum hinweg mehrmals mit ihr online verabredet, auf dass sie mir jede Menge achtsame Fragen stellt und solche zur Selbstreflexion. Bei mir gings um meine vielen Jobs, Ehrenämter und aktivistischen Projekte, die ich nicht so gut unter einen Hut bekomme, wie ich es mir wünschte. Und durch das Coaching ist mir erst so wirklich bewusst geworden, wie sehr Achtsamkeit und Erfolge-Feiern zu kurz kommen bei mir: immer nur vorwärts rennen, ohne irgendwann mal auf den zurückliegenden Weg zu schauen, ohne einmal stehen zu bleiben und die Aussicht zu genießen? So geht’s jedenfalls hier nicht weiter. Diese Treffen haben viel in meinem Alltag verändert.</p><p>Und ich erzähle davon an dieser Stelle bewusst, weil Coaching nicht nur für solche Themen da ist. Es kann um jedes berufliche oder private Anliegen gehen, bei dem man Begleitung braucht – um den Weg nicht allein suchen zu müssen. Eigentlich sollte jede*r mindestens einmal im Leben die Chance auf ein Coaching haben. Hattest du schonmal eins und was hast du daraus mitgenommen?</p><p><em>Edit: diesen Textblock habe ich schon vor einiger Zeit geschrieben, nicht wissend, dass ich selbst in 2026 eine Coaching-Ausbildung anfangen würde: demnächst bin ich dann selbst zertifizierte systemische Coachin - erst letzte Woche habe ich mir die URL </em><a href="http://equalcare-coaching.de/"><em>equalcare-coaching.de</em></a><em> gebucht. Tja, so fügt sich manchmal eins zum anderen.🍀</em></p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/6ghxqyg3co/5.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gerochen"/><h3>Nase voll</h3><p>… von antidemokratischen Köpfen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Ja, ich habe wirklich sowas von die “Schnauze voll” von Menschen, die sich als “Journalist*in” einen Namen gemacht haben, um sich dann mit großer Reichweite gegen alles zu stellen, was der Pressekodex hergibt: “Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde” steht da ganz oben. Ja, auch wenn meine nach rechts abgerutschte <a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/posts/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52">Schul-Ex-Freundin Birgit</a> das nicht glauben würde: es gibt “<a href="https://www.presserat.de/pressekodex.html">Ethische Standards für den Journalismus</a>”. Aber weil sich immer weniger daran halten, frage ich mich inzwischen immer öfter, in welcher Situation es womöglich von Nachteil ist, mich auch selbst Journalistin zu nennen. Wozu überhaupt noch? Auslöser war diese fürchterliche Ausgabe der Talkshow „Caren Miosga&quot;, die rechte Narrative normalisiert und blaue Köpfe ans Mikro holt. Aber das ist ja nicht die erste Sendung dieser Art:</p><blockquote><p>Die Fragestellung und die Wahl des Gesprächspartners sind Ausdruck einer weiteren Normalisierung extrem rechter, autoritärer, demokratie- und menschenfeindlicher Positionen, die derzeit nicht nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stattfindet.</p></blockquote><p>Ich habe deshalb <a href="https://appell2026.de/">den Appell2026 unterzeichnet</a>, und Du kannst das auch tun:</p><blockquote><p><strong>Wir fordern deshalb die Medien, insbesondere den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dazu auf</strong></p></blockquote><ul><li><p><em>menschenfeindliche und antidemokratische Ideologie als solche zu benennen und nicht zu verharmlosen</em></p></li><li><p><em>Demokratie- und Menschenfeindlichkeit nicht als mögliche Alternative zu einer demokratischen und auf humanistischen Werten basierenden Gesellschaftsordnung darzustellen, sondern im Sinne des Programmauftrags im Medienstaatsvertrags deutlich zurückzuweisen</em></p></li><li><p><em>Sendezeit nicht für die Selbstdarstellung von Antidemokraten, sondern für demokratische und humanistische Diskurse zu verwenden</em></p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/j2jyvcwdrr/2.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gesehen"/><h3>Verbringt frau seine Zeit?</h3><p>Ich führe Tagebuch. Also ein bisschen. Nicht sehr konsequent, und auch nicht in der herkömmliche Variante, mit der ich als Teenagerin einige grün-samtige Bücher gefüllt hatte : “Zum Frühstück das neue Müsli getestet, danach Anne getroffen, war okay. Abends zu lange ferngesehen…”, sondern ich übe mich im Festhalten von schönen Momenten, indem ich das <a href="https://6minutenverlag.de/products/das-6-minuten-tagebuch/">“6-Minuten-Tagebuch - Schreib dich glücklich”</a> (Dominik Spenst) auf den Nachttisch liegen habe. Dazu passt: <a href="https://einguterplan.de/kaufen">“Das gute Buch“</a> von ‘Ein guter Plan. Auch darin Ideen, Fragen, Listen, die einladen, nicht von Termin zu Termin zu hetzen, sondern sich Zeit zu nehmen und mal zu schauen, was einem eigentlich wichtig ist, und womit man eigentlich gerne, gar nicht, oder viel lieber die eigene Zeit verbringt.<br/><br/><strong>PS. über den letzten Halbsatz gestolpert?</strong></p><p>Erst stand da “… und womit man viel lieber seine Zeit verbringt.” Daran stört mich das “man”, aber ich habe mich dagegen entschieden, jedes Mal alle “man”-Stellen umzuformulieren, sondern nur dann, wenn ich schnell eine Lösung finde. An der Stelle dachte ich, lass ich’s jetzt mal wieder sitzen. Aber dann ging’s ja weiter, denn auf ein “man” folgt hier grammatikalisch logisch: “seine Zeit”. Und das kam mir dann doch zu absurd vor, denn ich verbringe definitiv niemals “seine” Zeit, sondern in erster Linie MEINE! Das nur am Rande ;-)</p><p></p><p>Alles Gute in die Runde,</p><p><strong>bunte Grüße und einen Sack voll Wahlfreiheit</strong></p><p><strong>schickt</strong></p><p><strong>Almut</strong></p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Dienstag, 14. April -</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Montag, 18. Mai: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/46n3xdhwgz/web_35-AS-SoMe-creditsXeniaGromak.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Almut Schnerring"/><figcaption>Fotocredit: Xenia Gromak</figcaption></figure><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Handvoll Bunt]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/pxkehwwvij/MentalOverLoad-AlmutSchnerring-2024.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 03:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Nicht zum Täter werden, nicht zu Tätern erziehen! ]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zu #butalwaysaman aus der Wort & Klang Küche von Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche - heute mal nur von Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 6/2026</em></p><p>Bei Lindemann, Epstein, Trump und Pelicot, bei den Jugendgedichten von Wolfram Weimer mag es noch leicht gefallen sein, sich emotional zu distanzieren, #notallmen, so bin <em>ich</em> doch nicht, die andern sind’s! Aber <a href="https://www.tagesschau.de/inland/collien-fernandes-interview-ulmen-100.html">der Christian jetzt</a>, der war doch gerade noch einer von uns, von den Netten, &quot;der Typ Mann&quot;, wie er selbst tatsächlich einmal sagte, &quot;den sich der Feminismus immer gewünscht hat.&quot; Ach ja?! WTF?! Und wieviel Christian steckt in mir, in uns, in dir?<br/><br/>Ja, es ist wichtig, dass wir Männer auf Social Media gegen #notallmen und für #alwaysaman posten. Ich finde, dass ich mich dazu positionieren MUSS, denn nichts zu sagen, bedeutet stille Zustimmung. Es ist wichtig, dass wir uns öffentlich positionieren, wenn es um Sexismus, männliche Gewalt und strukturelle Benachteiligungen geht. Aber noch viel wichtiger ist, was wir tun, jeden einzelnen Tag – oder eben unterlassen.<br/><br/>Es reicht nicht, den Müll rauszubringen, den TÜV und Finanzkram zu übernehmen, und das dann &quot;mithelfen&quot; zu nennen. Es reicht nicht, sich als &quot;guter Kerl&quot; zu feiern (und Anspruch zu erheben, gefeiert zu werden), nur weil mann nicht selbst verge**tigt oder beleidigt. Verantwortung übernehmen heißt: den Mund aufzumachen, wenn die Jungsrunde wieder mal &quot;nur einen Witz&quot; über Frauen macht – und zwar nicht erst dann, wenn eine Frau (oder ein Kind) danebensteht, sondern wann immer es möglich ist! Und es heißt, Care-Arbeit nicht als Gefallen, sondern als selbstverständlichen Teil des Lebens, als ureigene Aufgabe zu begreifen. Es heißt aber vor allem, den eigenen Söhnen, Neffen, Freunden zu zeigen, dass Männlichkeit nicht aus Dominanz, Abgrenzung und emotionaler Kälte besteht, sondern aus Fürsorge, Empathie und echter Verbundenheit.<br/><br/>Dieses enge, toxische Rollenbild, das Väter ihren Söhnen mehrheitlich weiterreichen, das Jungen gesamtgesellschaftlich von klein auf eingeimpft wird durch Filme, Bücher und Musik, durch Computerspiele, Werbebotschaften, und im alltäglichen Boys-will-be-Boys, das ihnen sagt, sie dürften keine Tränen zeigen, keine Freundinnenschaften mit Mädchen pflegen, keine Verantwortung für Haushalt oder Kinder übernehmen: das ist kein Naturgesetz! Es ist gemacht! Und das heißt, es kann verändert werden. Von Männern. Jeden Tag!</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/843de9b1-b81b-4cbe-ae2d-b54e7d1cc99a/uploads/images/n7ci3mcj2l/1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Wenn wir aufhören, unsere Söhne zu Tätern zu erziehen, müssen wir unsere Töchter nicht mehr vor ihnen warnen.&quot; Sascha Verlan"/><figcaption>&quot;Wenn wir aufhören, unsere Söhne zu Tätern zu erziehen, müssen wir unsere Töchter nicht mehr vor ihnen warnen.&quot; Sascha Verlan</figcaption></figure><p>Erst wenn wir aufhören, unsere Söhne zu entschuldigen für übergriffiges Verhalten, erst wenn wir unsere Söhne zu empatischen, fürsorglichen, zugewandten und einfühlungsvermögenden Männern erziehen, müssen wir unsere Töchter nicht mehr vor ihnen warnen, sie beschützen und uns Sorgen machen um ihre Freiheit, Selbstbestimmung und Unversehrtheit.</p><p><br/>Also: Ja, postet. Vor allem aber: Handelt, immer! Tikkun ha olam - wegen des allgemeinen Wohles: Lasst uns die Welt zu einem besseren Ort machen, gemeinsam!</p><p>Grüße &amp; Glück<br/>Sascha</p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Dienstag, 14. April, 9-11 Uhr -</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Montag, 18. Mai - 20-22 Uhr: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai - 19:30 Uhr </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/843de9b1-b81b-4cbe-ae2d-b54e7d1cc99a/teaser_image/1774117758?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[„Sah ein Knab ein Röslein stehn“ - Romantik, Dornen und Gesetzeslücken]]></title>
      <description><![CDATA[Dornige News für Knabenchöre, und warum Goethes Heidenröslein kein Liebeslied ist - aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>„Sah ein Knab ein Röslein stehn“ - Warum Goethes Heidenröslein kein Liebeslied ist</h1><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 5/2026</em></p><h4><em>Eine feministische Lektüre des Heidenrösleins zwischen Romantik, Dornen und Gesetzeslücken</em></h4><p>Schon der erste Vers ist keine Idylle, sondern eine Vorwarnung, die wir jahrhundertelang ignoriert haben: „Sah ein Knab ein Röslein stehn.“ Ein Knab. Er sieht. Fragt nicht, staunt nicht, bewundert nicht – er sieht. Und will haben. Na, Danke. Willkommen in der Erzähltradition, in der männliches Begehren als innerer Zwang gilt und alles andere bloß als hübscher Schnörkel im Wege steht, der selbstverständlich umgangen oder erledigt werden darf.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ba911f5b-baa2-40e6-be32-09e51ee8a77a/uploads/images/zezegxv3nt/84iwreco-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das Röslein steht da. Einfach so. Es tut nichts, sendet keine Signale, ruft nicht, tanzt nicht, trägt keinen zu kurzen Rock, lächelt niemanden an, bestellt kein Drama. Es existiert. Aber das genügt offenbar nicht. Oder genügt, als dass Schönheit zur Provokation erklärt wird, bloße Präsenz zählt zur stillschweigenden Einladung. Ein Narrativ so alt, dass es sich als biologischer Zwang tarnt.</p><p>Der Knabe sagt, was er plant: „Ich will dich brechen.“ Kein Missverständnis, kein lyrischer Übersetzungsfehler. Nicht pflücken, nicht berühren, nicht kennenlernen. Brechen. Ein Wort, das die sanfte Melodie zerreißt – roher Befehl mitten in der Idylle. Aber weil wir deutsche Romantik so lieben, haben wir uns das über Generationen weichgesungen: mit Blockflöte, Kinderchor und diesem adventlichen Dauerlächeln kultureller Unschuld, das alles entschärft, solange es nur sauber gereimt ist.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ba911f5b-baa2-40e6-be32-09e51ee8a77a/uploads/images/632al6twtm/Bildschirmfoto_2025-12-31_um_20.45.44.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das Röslein – und jetzt wird es kurz revolutionär – spricht. Es sagt Nein, und es erklärt dieses Nein sogar. Es kündigt Widerstand an: Dornen. Schmerz. Gegenwehr. Man könnte meinen, der Text sei überraschend modern. Spoiler: Ist er nicht. Denn was macht der Knabe mit diesem Nein? Er ignoriert es. Natürlich. Und was macht die Erzählung daraus? Eine Art tragisch-schöne Unvermeidlichkeit. Tja, so ist das Leben. Jungs sind halt Jungs, Boys will be Boys, &quot;Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose&quot;. Achso, und Dornen stechen, aber das hilft nichts. Das Nein ist vermerkt, aber folgenlos. Und genau hier liegt das eigentliche Problem des Liedes: nicht im Übergriff selbst, sondern in dessen Normalisierung.</p><p>Das Gedicht erzählt nicht bloß eine einzelne Tat, es skizziert zusätzlich eine Weltordnung, in der männliches Begehren automatisch zur treibenden Kraft wird – zum Motor der Handlung, zum Recht auf Zugriff. Weibliche Gegenwehr hingegen erscheint als etwas Unvermeidliches, fast schon Erwartbares: Keine Rose ohne Dornen, keine Sonne ohne Schatten, kein Knoblauch ohne Mundgeruch. Unangenehm, ja. Aber einkalkuliert. Kein Grund, den Kurs zu ändern. Das Nein ist Teil der Dramaturgie, nicht ihr Wendepunkt.</p><p>Man könnte ihm zu Gute halten: Seht her, das Röslein, es wehrt sich! O-Ho, A-Ha, Powerfrau! Aber genau da fängt es an, zynisch zu werden, denn der Widerstand schützt ja nicht, verhindert nichts. Es gibt keine Konsequenzen für den Knaben. Die Dornen ändern weder den Ausgang noch die Machtverhältnisse.</p><p>Das ist keine Anerkennung von Gegenwehr, sondern eine Entlastung für das Publikum, den Knabenchor. Eine Erzählstrategie, die es erlaubt, Grenzüberschreitung als tragisch-romantisch zu verbuchen und sich dabei moralisch unbeschädigt zu fühlen. So funktioniert das Lied bis heute: als kulturelles Schlaflied, das Gewalt beruhigt, solange sie hübsch vertont ist.</p><p>Man könnte das Lied heute neu lesen, und zwar nicht als tragische Romanze, sondern als frühes Protokoll struktureller Grenzüberschreitung. Aktuell ist es damit allemal, denn wir diskutieren ja immer noch darüber, dass ein Nein offenbar nicht genügt. Ob es konsequenter formuliert werden müsse, weil es vielleicht doch missverständlich klang – zu leise, zu selten, nicht klar genug. Wie sie&#39;s auch macht… . Währenddessen bleibt die eigentlich simple Frage erstaunlich umstritten:</p><p><strong>Warum gilt Zustimmung nicht endlich als Voraussetzung?</strong></p><p>Ein „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip im Sexualstrafrecht würde vielleicht auch die Interpretation dieser alten Erzählung endlich ändern. Norwegen, Spanien, Schweden, Dänemark und Griechenland haben längst klargestellt: Sex ohne klares Ja ist keiner, sondern strafbar. Auch Frankreich hat 2025 nachgezogen und festgehalten: Schweigen, Erstarren oder fehlende Reaktion gelten nicht als Zustimmung. Und in Deutschland, Land der Dichter und Denker? Für den Goethe-Knaben käms zu spät, zumal sich die Goethesche Grundhaltung durch dessen gesamtes Werk zieht (&quot;und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt&quot; - Erlkönig oder Faust und Gretchen oder oder oder) und durch die gesamte Literaturgeschichte (ja, auch Shakespeare!) bis zu Till &#39;Row Zero&#39; Lindemann und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.</p><p>Umso wichtiger wäre ein „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip im Sexualstrafrecht, vielleicht würde es die Weltsicht der Knabenchöre von 2026 und der Zukunft ändern. Sie würden früh lernen: Begehren ist kein Freibrief – Einverständnis ist die Voraussetzung. Schweigen ist keine Einladung und Gegenwehr kein poetisches Beiwerk.</p><p>Vielleicht sollten wir das Heidenröslein also nicht länger mitsingen, als sei es ein harmloses Naturbild, sondern es lesen als das, was es auch ist: ein erstaunlich frühes Protokoll darüber, wie konsequent ein Nein ignoriert werden kann – wenn eine ganze Kultur beschlossen hat, es nicht hören zu wollen.</p><p>Und vielleicht ist es an der Zeit, den Knaben einfach stehen zu lassen – und dem Röslein zuzuhören.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><p></p><p>PS. Wir fanden noch interessant zu erwähnen:</p><ol><li><p>dass sich Goethe mit dieser Lyrik und Drohung direkt an eine Frau richtet, Friederike Brion, mit der er in seinen besseren Momenten eine Art Liebesbeziehung hatte</p></li><li><p>Goethes offensichtlichen Seelenverwandten Franz Schubert. Denn er war es, der mit seiner, zugegeben, feinen Vertonung des Heiderösleins seinen gewichtigen Anteil an der Popularität des Gedichtes beigetragen hat.</p><p></p></li></ol><hr/><p>kommende Termine</p><h5>Save the Dates:</h5><ol><li><p><strong>Dienstag, 14. April 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p><p></p></li><li><p><strong>Montag, 18. Mai: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li></ol><p></p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ul><li><p>Künzel, Christine: „Knabe trifft Röslein auf der Heide. Goethes ‚Heidenröslein‘ im Kontext einer Poetik sexueller Gewalt“, in: dies. u. a. (Hg.): <em>…</em> (Sammelband zu Geschlechterbildern und Gewalt; Jg. ca. 2001), S. 266–277. – Zentraler Aufsatz, der das Gedicht als Inszenierung sexueller Nötigung und als Teil einer Tradition literarischer Darstellungen sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen liest.</p></li><li><p>Goethe-Gesellschaft Mannheim (Hg.): „Das Heidenröslein – Verharmlosung einer Vergewaltigung?“ In: <em>Goethe brisant!</em> (Online-Dossier), 2020 ff. – Überblicksartikel, der den Vorwurf diskutiert, Goethe beschönige in „Heidenröslein“ einen Vergewaltigungsakt, und den Stand der Forschung zu dieser Lesart zusammenfasst.</p></li><li><p>Autorin / Autor ungenannt: „Ja heißt Ja und Nein heißt Nein“, in: <em>Streifzüge</em> (Online-Magazin), 2021. – Essay, der das Gedicht mit aktuellen Debatten um Konsens („Nein heißt nein“ / „Only yes means yes“) verschränkt und das „Röslein“ als Metapher für ein Mädchen liest, dessen Wille im Gewaltakt des „Knaben“ übergangen wird.</p></li><li><p>Diverse Autor:innen (Künstler:innengruppe, Weimar/Frankfurt): Beitrag und Videoperformance, in: <em>Der Spiegel</em> online: „Weimar: Künstlergruppe wirft Johann Wolfgang von Goethe humoristische Vergewaltigungslyrik vor“, 22.08.2019. – Aktivistische Intervention, die die letzte Strophe („mußt es eben leiden“) als verharmlosende Darstellung einer Vergewaltigung kritisiert und damit eine populäre Gewalt-Lesart zugespitzt in die Öffentlichkeit trägt.</p></li><li><p>Online-Lernportal (Autor*in ungenannt): „Goethe – Heidenröslein“, auf: <a href="http://lernzuflucht.de/">lernzuflucht.de</a>, 2025. – Didaktische Einführung, die neben Natur- und Liebesthematik explizit Machtverhältnisse der Geschlechter anspricht und darauf hinweist, dass das Gedicht als Allegorie einer sexualisierten Gewaltbeziehung gelesen werden kann.</p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 05:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hauptsache gesund? Oder: Treffen sich Sexismus und Abelismus …]]></title>
      <description><![CDATA[Die rosa-blauen News, diesmal zur abelistischen Unbedarftheit, aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Hauptsache gesund?</h1><h4>oder: Treffen sich Sexismus und Abelismus …</h4><p>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</p><p><em>Ausgabe 4/2026</em></p><p><br/>Ein Satz, der bei vielen Babygesprächen in die Luft ploppt wie rosa oder blaues Konfetti bei Gender-Reveal-Partys . Harmlos, freundlich, modern:</p><p><strong><em>„Hauptsache gesund!“</em></strong></p><p>Die universelle Absolution für alle, die auf „Wird’s ein Junge oder Mädchen?“ nicht antworten wollen. Man lehnt das Hellblau-Rosa-Dilemma souverän ab und wirkt dabei progressiv. Nur blöd: Das, was als Fortschritt gilt, ist oft bloß ein anderes Kostüm für alte Normen. Denn während man die Geschlechterrolle dekonstruiert, bleibt die Gesundheitsnorm unberührt. Der Subtext des Satzes ist so laut, dass er eigentlich Untertitel bräuchte:</p><blockquote><p>„Ob Junge oder Mädchen ist uns egal – Hauptsache kein Kind, das anders ist.“</p></blockquote><p>Wir würden gern die Seifenblasen dieser Floskel platzen lassen und fragen:</p><p><strong>Was ist eigentlich, wenn das Leben da nicht mitspielt?</strong></p><figure><a href="https://klischeesc.de/produkt/leonardo-postkarte/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a75005-bd35-4efd-93d4-12120fd6f629/uploads/images/eglr2ycllo/leonardo-header.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Detail der Postkarte &#39;Leonardo&#39; von klische*esc e.V., Illustration in Anlehnung an Leonardo Da Vincis Zeichung des &#39;vitruvianischen Menschen&#39;."/></a><figcaption>Detail der Postkarte &#39;Leonardo&#39; von klische*esc e.V.,  Illustration in Anlehnung an Leonardo Da Vincis Zeichung des &#39;vitruvianischen Menschen&#39;, das DEN Mann darstellt nach den vom antiken Architekten und Ingenieur Vitruv formulierten und idealisierten Proportionen.</figcaption></figure><h3><strong>Statistik gegen Selbsttäuschung</strong></h3><p>Die Vorstellung, Behinderung sei ein seltenes Schicksal, ein trauriger Ausnahmefall bei der Geburt, hält sich hartnäckig. Die Realität ist weniger dramatisch, aber ernüchternd: Laut Statistischem Bundesamt sind über <strong>7,8 Millionen Menschen in Deutschland schwerbehindert</strong> – und rund <strong>95 Prozent</strong> von ihnen <strong>nicht von Geburt an</strong>, sondern erst im Laufe des Lebens. Das bedeutet: Behinderung ist keine Ausnahme, sondern ein mögliches Kapitel in fast jedem Leben. „Hauptsache gesund“ klingt also ein bisschen wie „Hauptsache unsterblich“ – nett gemeint, aber realitätsfern.</p><h3><strong>Wie ein Satz verletzen kann</strong></h3><p>Für Eltern eines chronisch kranken Kindes oder von einem mit Behinderung ist „Hauptsache gesund“ nicht harmlos und alles andere als neutral. Man hört, was nicht gesagt wird: <em>„Wie schade, dass eures das nicht ist.“</em> Der Satz sortiert still zwischen „glücklicher“ und „tragischer“ Elternschaft. Zwischen Erfolg und Defekt. Und er sagt: Es ist in Ordnung, Angst vor dem Anderen zu haben – solange man sie nur höflich formuliert.</p><p>Dabei will niemand mit dem Satz verletzen, er ist ja gut gemeint, aber eben vor allem Selbstschutz. Eine Art Beschwörungsformel gegen Kontrollverlust. Nur: aus dieser Angst entsteht Ableismus, denn wenn wir Gesundheit zum Ideal erklären, machen wir alles andere zum Fehler.</p><p><strong>Wer gegen Ableismus kämpft, aber andere Vorurteile übersieht…</strong></p><p>Sexismus und Ableismus haben mehr gemeinsam, als uns lieb ist. Beide bewerten Körper: nach Form, Funktion, Brauchbarkeit. Wir feiern Feminismus, während wir körperliche Leistungsfähigkeit idealisieren. Wir sagen, Geschlecht spiele keine Rolle – aber wehe, das Kind passt nicht in die Normschablone. Frei von Rollen, ja, aber bitte nicht von Normen. Diversität ja, aber bitte ohne Windel jenseits des Babyalters.</p><h4><strong>Die Krönung: „Glück gehabt“</strong></h4><p>Sogar die Aktion Mensch, deren Ziel eigentlich Inklusion ist, tappt in die Rosa-Hellblau-Falle. In einer Mail an die Gewinner*innen eines Gewinnspiels vor einigen Wochen stand der Satz: <em>„Glück gehabt.“</em> Dazu ein Foto von zwei glücklichen Jungs. Der eine trägt ein Shirt mit einem Traktor, der andere eines mit dem Aufdruck</p><blockquote><p><strong>„Let the boys be boys“</strong></p></blockquote><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a75005-bd35-4efd-93d4-12120fd6f629/uploads/images/dfurn6fqo3/Bildschirmfoto_2025-10-13_um_16.04.21.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Unterm Aktion-Mensch-Logo die Siegespose zweier Jungs mit Traktor und let-the-boys-be-boys-shirt."/><p>Da hat also jemand nicht nur gewonnen, sondern offenbar auch gleich das „richtige“ Geschlecht erwischt. Das Problem bei der Aktion ist nicht, dass zwei Jungs abgebildet sind, problematisch sind die Symbole, die das Bild enthält: der Traktor steht für Technik, Draußensein, Tatkraft – klassisch „männlich“. Der Spruch „Let the boys be boys“ ist noch eindeutiger und gilt ja inzwischen international gern als Entschuldigung für männliches Fehlverhalten.</p><h4>So sind sie eben, die Jungs</h4><p>Der Spruch zementiert das alte Klischee, dass Jungen eben Jungen seien, wild, unbelehrbar, auch mal rücksichtslos – und dass das schon seine Ordnung hat: „So sind sie nun mal“. Und gerade weil die Aktion Mensch eigentlich gegen Diskriminierung arbeitet, wirkt dieses Motiv wie ein „Vom-Regen-in-die-Traufe“-Manöver: Man kämpft gegen Ableismus, reproduziert dafür aber nebenbei die altbekannten Geschlechterklischees. Man weitet den Blick – aber nur bis zum Tellerrand. So wird die Botschaft doppelt schief: „Glück gehabt“ – das klingt hier nicht nur nach Gewinnspiel, sondern auch nach einem weiteren Satz auf der Babyparty. Nach einem unbewussten <em>„Na, zum Glück kein Mädchen.“</em> Und die #TeamBlau “Jungs-Muttis” feiern auf TikTok ihre ach so wilden Jungs und kommentieren mit <em>“So sind sie eben, ans uns liegt’s nicht” </em>- Unbewusster Bias? Check!</p><figure><a href="https://klischeesc.de/produkt/leonardo-postkarte/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a75005-bd35-4efd-93d4-12120fd6f629/uploads/images/xcjeoen7xr/Postkartenvorschau_Leonardo_Kopie.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Postkarte &#39;Leonardo&#39; mit o.g. Motiv"/></a><figcaption>Postkarte &#39;Leonardo&#39;, erhältlich bei klischeesc.de/shop</figcaption></figure><h3>Das eine Vorurteil bekämpfen, das andere bedienen ?</h3><p>Diese gut gemeinte Selektivität macht sichtbar, wie begrenzt unsere Vorstellung von Vielfalt oft ist: Wir wollen das eine Vorurteil bekämpfen, aber das andere bleibt unerkannt. Wer aber Inklusion ernst meint, muss sie ganzheitlich denken – in all ihren Facetten und Überlappungen.</p><p><strong>Fazit: Hauptsache, wir denken</strong></p><p>„Hauptsache gesund“ ist ja kein falscher Wunsch. Aber er ist ein ängstlicher. Ein Satz, der aus der Hoffnung geboren wird, das Leben möge sich bitte an unsere Pläne halten. Ein sprachlicher Glücksbringer – man sagt ihn, um die Unkontrollierbarkeit zu beschwichtigen. Nur: Aus diesem Selbstschutz wird leicht ein Maßstab. Ein Satz, der eigentlich trösten soll, trennt plötzlich. Zwischen jenen, bei denen „alles gut gegangen ist“, und jenen, bei denen es das angeblich nicht tat. So verwandelt sich Angst in Ausschluss – fast unmerklich, fast höflich.</p><p>Das macht „Hauptsache gesund“ nicht verwerflich, aber symptomatisch. Er zeigt, wie schlecht wir es aushalten, dass Leben zerbrechlich ist. Und wie tief wir Gesundheit mit Wert verwechseln.</p><p>Wenn wir wirklich modern, empathisch und gleichberechtigt sein wollen, dann sollten wir den Satz aufgeben und einen passenderen finden. Einen, der nicht beschwört, sondern öffnet und uns selbst in die Pflicht nimmt. Wie wäre es zum Beispiel mit:</p><h4><strong>„Hauptsache geliebt.“</strong></h4><p>Damit signalisieren wir nicht: Nur wenn du „gesund genug“ bist, bist du okay. Sondern: In deinem Sein, mit deiner Verletzlichkeit, deinem Anderssein – bist du schon in diesem Moment genug.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Dienstag, 3. März: </strong>Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980384">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Dienstag, 14. April -</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Montag, 18. Mai: </strong>Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle. Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1955365">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Hilf uns, diesen Newsletter fortzuführen:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Diktate für Mädchen, Textaufgaben für Jungs ?! - Appell an den Verlag]]></title>
      <description><![CDATA[Offener Brief an Pons wg. alten Büchern, die dringend aus den Regalen verschwinden müssen. Mit bunten Grüßen aus der Wort&Klang-Küche von Almut Schnerring + Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Dikate für Mädchen, Textaufgaben für Jungs - Pons und die Geschlechtertrennung</h1><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 2/2026</em></p><h4><strong>Guten Tag an das Team des Pons-Verlag,</strong></h4><p>wir schicken viele Grüße aus der Rosa-Hellblau-Falle, mit der Bitte, nochmal einen Blick zurück auf Eure grüne Klischee-Reihe zu werfen: Diktate für Mädchen, Aufsatzübungen für Jungs … . Wir bekommen sie alle paar Monate erneut eingereicht für unser rosa-blaues Gruselkabinett, unsere Sammlung voll absurdem Gendermarketing - die Low-Lights landen in der Auswahlliste für den <a href="https://goldener-zaunpfahl.de/">Goldener Zaunpfahl-Award</a>, den wir seit 2017 jährlich verleihen.</p><p>In Eurer grünen Reihe ist alles binär, stereotyp geschlechtergetrennt, und so bekamen wir die Bücher 2014 das erste Mal in die Finger - da waren sie schon 5 Jahre im Umlauf. Deshalb riefen wir direkt bei Euch an, wir wollten erfahren, wie Ihr Euch dazu positioniert. Erfreulicherweise erhielten wir die gute Nachricht, dass die Reihe schon seit 2011 nicht mehr neu aufgelegt werde. Aber Ihr könntet ja leider nicht verhindern, dass noch einige im Umlauf seien. Im Rückblick würden wir sagen, haben wir uns hinhalten lassen, und hätten längst mal nachhaken sollen. Das holen wir hiermit nach.</p><a href="https://goldener-zaunpfahl.de/103797575481-2/">https://goldener-zaunpfahl.de/103797575481-2/</a><h3>In den Regalen seit 18 Jahren</h3><p>Wir hoffen einfach immernoch, dass auch in (Schulbuch- / Lernbuch-) Redaktionen endlich das Bewusstsein wächst, dass Bücher, die auf Geschlechtertrennung setzen und stereotype Rollenbilder vermitteln, kontraproduktiv sind. Deshalb schrieben wir für das Gruselkabinett des Goldenen Zaunpfahl diesen <a href="https://goldener-zaunpfahl.de/103797575481-2/">harmlosen Text</a> über Eure Reihe und ihr frühes Ende, und wir verwiesen alle darauf, die uns Fotos von den Covern schickten. Aber all das ist inzwischen 12 Jahre her, neu dagegen ist diese Nachricht: </p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/57f63d97-4bbd-46c2-a1fd-1d2ba17fd90d/uploads/images/ewvq3uxqnt/image0.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Bin grade in der Bücherei… Hab ja schon viel selbst gesehen und auch hier auf dem Account, aber… What? The? F***???&quot; - mit einem Foto der beiden Pons-Titel &quot;Aufsatzübungen für Mädchen &quot; und &quot;Aufsatzübungen für Jungs&quot;"/><figcaption>Bibliotheken lieben die Reihe :(</figcaption></figure><h3>Wie lange soll das noch so weitergehen?</h3><p>Zu lange hielten wir euch zugute: es liegt an den Bibliotheken, der Verlag kann nichts dafür, hat er ja die Reihe längst abgesetzt. Aber bitte, wie lange soll das noch so weitergehen? Denn am Ende der Verantwortungskette steht nun mal Euer Buch.</p><p>Wir hätten deshalb einen Vorschlag, damit das aufhört:</p><p>Greift das Thema doch mal auf in einem Newsletter, einem SocialMedia-Post. Wie wäre es mit einem Rundbrief in Euren Verteiler? Einer Nachricht für Bibliotheken? </p><h3>Wie wäre es mit einem Rückruf? </h3><p>Vergiftete Nahrungsmittel werden auch aus dem Umlauf genommen. Warum nicht eine vergiftete Buchreihe, die auf Geschlechtertrennung setzt und Stereotype reproduziert?</p><p>Heute bitten wir erneut um Eure Stellungnahme:</p><p><strong><em>wie positioniert Ihr Euch gegenüber der Strategie des Gendermarketing? Was unternehmt Ihr firmenintern, um Eure Mitarbeitenden über unbewusste Prägung, den &#39;Unconscious Bias&#39; und unbewusst sexistische Botschaften aufzuklären? Habt Ihr den Schritt des Sensitivity Reading in Eure Abläufe integriert, und liegt hier der Fokus nur auf Herkunft und Rassismen, oder arbeitet Ihr dabei auch mit Menschen zusammen, die gendersensibel arbeiten?</em></strong></p><p><strong><em>Schreibt uns, mailt uns, postet es auf SocialMedia, wir und unsere rund 50.000 Follower wollen es wissen!</em></strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/57f63d97-4bbd-46c2-a1fd-1d2ba17fd90d/uploads/images/ovsh27fvc6/tumblr_nfqxi2iKBy1teuelqo1_1280.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Bitte an Leser*innen:</h3><p>wenn du auf eins der grünen Klischee-Bücher von Pons stößt, in einer Buchhandlung, der Bibliothek oder Schulbücherei: frag vor Ort nach, warum der Titel nicht längst aussortiert wurde! Und lass dich nicht abspeisen mit &quot;Die Kundschaft möchte das so.&quot; Bibliotheken und Verlage tragen Verantwortung dafür, welche Rollenbilder Kindern vermittelt werden. Beliebtheit rechtfertigt keine stereotype oder sexistische Darstellung. Kinderbücher prägen früh Selbstbild und Weltverständnis – es geht nicht nur um Nachfrage, sondern um die Werte, die wir weitergeben. Umsatz ist nicht das letzte Argument, mit dem jede Verantwortung vom Tisch gefegt werden kann!</p><p>Zum Glück gibt es deshalb zunehmend Bücher und Verlage, die sich zum Ziel gesetzt haben, Kindern ein vielfältiges und klischeefreies Menschen- und Weltbild zu vermitteln! Liebes Pons-Team, wollt Ihr Euch nicht zusammen mit uns und vielen anderen darum kümmern, dass es ein Ende nimmt mit den braven Feen hier, den wilden Jungs dort, Backen versus Fußball, Blümchen pflücken versus Außerirdische bekämpfen, den engen Rollenbildern und Geschlechterklischees in Kinderzimmern und Schulen? Wir hoffen wirklich sehr auf Euer Interesse.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Sascha Verlan &amp; Almut Schnerring</p><p></p><p><em>PS.</em></p><p><em>Hier gehts zu unseren Fortbildungen: </em><a href="https://equalcare-akademie.de/angebot/"><em>equalcare-akademie.de</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/57f63d97-4bbd-46c2-a1fd-1d2ba17fd90d/uploads/images/fmr4pcn2nc/EED46AE4-E1DB-44D1-8FE1-2812C73225AB.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Einreichung, Text und Foto vom Buch in einem Büchereiregal. &quot;Heute in unserer Bücherei entdeckt und an Euch gedacht. Weil Jungs anders lernen… &quot;"/><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Dienstag, 3. März: </strong>Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980384">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Dienstag, 14. April 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><strong>weitere Termine </strong>in 2026 - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle">hier </a>-</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für einen unserer nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/57f63d97-4bbd-46c2-a1fd-1d2ba17fd90d/teaser_image/1768867967?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 06 Feb 2026 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zauberwesen & Schatzsucher - die Karnevals-Fasend-Fasnachts-Falle naht]]></title>
      <description><![CDATA[Karneval naht, macht Euch bereit für die nächste Sexismus-Welle im Kinderzimmer - schwarze-rosa-News aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Zauberwesen und Schatzsucher - die Rosa-Schwarz-Falle</h1><h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 2/2026</em></p><h5><strong>Karneval naht – macht euch bereit für die nächste Sexismus-Welle, die direkt ins Kinderzimmer schwappt.</strong></h5><p>„Zauberwesen in Pink“ und „Schatzsucher in Schwarz“: Diese aktuellen Werbeaufsteller funktionieren wie ein komprimierter Flyer fürs Gendermarketing. Alles Wesentliche auf kleinstem Raum, klar codiert über Farben, Begriffe und Accessoires. Nur das Kleingedruckte fehlt, die Botschaft zwischen den Zeilen, und auch die Nebenwirkungen werden nicht benannt. Das holen wir hier nach.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/523c1964-1089-4560-bdad-c0a3f169c857/uploads/images/sc5uul6uio/Bildschirmfoto_2026-01-19_um_14.25.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="„Zauberwesen in Pink“ und „Schatzsucher in Schwarz“ - 3 Aufsteller-Fotos"/><h4>Schauen wir uns zuerst das „Zauberwesen“ an:</h4><p>Es ist vor allem eines: da. Es existiert, glitzert, hat rosa Flügel, rosa Haarkranz, Haarspangen, und erfüllt seine Aufgabe allein durch seine Erscheinung. Handeln? Verantwortung übernehmen? Probleme lösen? Unnötig. Es reicht, hübsch zu sein und bestaunt zu werden. Rosa hilft dabei, das Ganze optisch zu rahmen: kein lauter Farbton, sondern ein sanftes, entschärftes Signal, das Harmlosigkeit und Gefälligkeit transportiert: „Mädchen, dein Job ist gefallen, nicht leisten. Und wenn du’s doch tust, sehen wir’s nicht.“</p><h4>Anders der Schatzsucher in Schwarz:</h4><p>Er ist nicht einfach da, er ist unterwegs. Er sucht, kämpft, überwindet Hindernisse, trägt Dolch oder Fernrohr und hat ein Ziel vor Augen. Stillstehen ist keine Option. Sein Wert bemisst sich daran, was er tut, wie mutig er ist, wie viel er erreicht. Schwarz steht für Ernsthaftigkeit, Stärke und Durchsetzungsvermögen, für all das, was man mit Aktivität und Erfolg verbindet. Glitzern? Eher nicht.</p><h2>Schön vs. aktiv</h2><p>So landet man unbemerkt (wirklich? immernoch?) bei der sehr alten, Klischeegeschichte: Mädchen sollen schön sein und bezaubern, Jungen sollen aktiv sein und etwas erreichen. Rosa steht für sanft, dekorativ, passiv, Schwarz für stark, zielorientiert und leistungsfähig. Marketingtechnisch ist das effizient und leicht verständlich, <strong>pädagogisch aber hochproblematisch, weil es menschliche Möglichkeiten auf zwei Farben und zwei sehr enge Rollen reduziert.</strong></p><p>Besonders bitter wird diese Logik, wenn man sie weiterdenkt, etwa in Richtung späterer Berufs- und Lebensbilder.</p><h3>Welche Rollen bieten wir Kindern für ihre Zukunft an?</h3><p>Wer früh als Zauberwesen sozialisiert wird, lernt, dass der eigene Wert davon abhängt, wie man auf andere wirkt: ob man freundlich, hübsch, angenehm ist. Durchsetzungsfähigkeit, Ambition oder Problemlösung erscheinen dann schnell als zweitrangig oder sogar unpassend. Wer hingegen als Schatzsucher aufwächst, verinnerlicht, dass vor allem zählt, was sichtbar geleistet wird: Ziele erreichen, Risiken eingehen, Erfolg zeigen. Gefühle, Kooperation oder Fürsorge geraten dabei leicht ins Hintertreffen.</p><p><strong>Am Ende verlieren beide. </strong>Mädchen werden auf Aussehen und Passivität reduziert, Jungen auf Aktion und Leistung. So lernen Kinder früh, was angeblich „typisch“ ist, noch bevor sie überhaupt die Chance hatten herauszufinden, was ihnen eigentlich liegt. Viele passen sich an, nicht weil sie es wollen, sondern weil sie glauben, es zu müssen. Dabei ließe sich das alles so leicht aufbrechen.</p><h2>Wie geht das in bunt?</h2><h5>Für Eltern heißt das nicht, alles Pinke oder Schwarze zu verbannen, sondern bewusst Spielräume zu öffnen und alle Farben einzuladen.</h5><p>Kinder dürfen ausprobieren, wechseln, widersprüchlich sein. Mädchen dürfen forschen, bauen, kämpfen und Abenteuer erleben, Jungen dürfen zaubern, basteln, kreativ sein und Gefühle zeigen. Es lohnt sich, gemeinsam über Figuren und Geschichten zu sprechen: Wer darf handeln? Wer darf einfach sein? Und warum eigentlich immer dieselben?</p><p>Genauso wichtig ist ein genauer Blick auf Spielzeug, Bücher und Medien. Es braucht nicht noch mehr Zauberwesen in Rosa oder Schatzsucher in Schwarz, sondern Figuren, die mehrere Seiten zeigen dürfen: aktiv und sensibel, mutig und fürsorglich, schön und kompetent. Kinder, die solche Vielfalt erleben, lernen früh, dass ihr Wert nicht an Geschlecht, Farbe oder Rolle gebunden ist, sondern daran, dass sie sein und tun dürfen, was ihnen gefällt. Diese Sicherheit begleitet sie später – in der Schule, im Beruf und im Alltag – und macht es leichter, sich nicht ständig in vorgefertigte Rollen pressen zu lassen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/523c1964-1089-4560-bdad-c0a3f169c857/uploads/images/deb3cuyyf2/A8466F11-28EC-46DD-9337-BF8709C5407D.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="„Zauberwesen in Pink“ und „Schatzsucher in Schwarz“-Aufsteller in Geschäft"/><h2>PS.</h2><p>Das Muster findet sich natürlich das ganze Jahr über in allen Bereichen wieder. Die Variation liegt hier bloß in der Wortwahl, die limitierende Botschaft ist dieselbe:</p><h2>Pirat und Fee</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/523c1964-1089-4560-bdad-c0a3f169c857/uploads/images/y5v3f7fqdk/Bildschirmfoto_2026-01-19_um_14.46.19.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Spielzeug-Werbeplakate"/><p>Oder hier bei Schulranzen-Werbung:</p><h2>Rebell und Prinzessin</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/523c1964-1089-4560-bdad-c0a3f169c857/uploads/images/4cecppe7hg/Rebell-Prinzssin_Kopie.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Schulranzenwerbung Rebell und Prinzessin"/><p>Hier kommt nur noch ein kruder Aspekt dazu: Rebell ist einer, der die Regeln bricht, aufbegehrt, ausschert... fühlt sich da vllt jemand an die Diskussion über die Jungs als Bildungsverlierer erinnert? Die armen, die unter der Schule leiden, die anecken, angeblich, weil sie zu lange still sitzen müssen, weil das Lernen &quot;zu Weiblich&quot; sei? Vllt liegts ja auch daran, dass wir ihnen beigebracht haben, dass es cool und männlich sei, sich nicht an Regeln zu halten. Wer weiß das schon.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><p>Studien aus der Sprach- und Sozialforschung zeigen, dass Mädchen und Frauen signifikant häufiger Komplimente für ihr Aussehen erhalten, während Jungen und Männer eher für Handlungen, Fähigkeiten oder Leistung gelobt werden (u. a. Holmes 1988; Rees-Miller 2011).</p><ul><li><p>Holmes, Janet (1988): <em>Paying Compliments: A Sex-Preferential Politeness Strategy.</em> Journal of Pragmatics.</p><p></p></li><li><p>Rees-Miller, Janie (2011): <em>Compliments Revisited: Contemporary Complimenting Behavior.</em> Journal of Pragmatics.</p></li></ul><hr/><p>Termine</p><p>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</p><ul><li><p><strong>Freitag, 30. Januar </strong>- Almut kommt nach <strong>Bremen</strong>, 1. Bremer Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1977196">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><strong>Sonntag, 1. März:</strong> Equal Care Day-Festival, virtuelles Barcamp zu EqualCare und MentalLoad - <a href="https://equalcareday.org/ecd2026/festival/">zu Programm &amp; Anmeldung</a></p></li><li><p><strong>Dienstag, 3. März: </strong>Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980384">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Dienstag, 14. April 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, 1. Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li></ul><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/523c1964-1089-4560-bdad-c0a3f169c857/teaser_image/1768219858?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 23 Jan 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[“Mädchen haben es leichter in der Schule als Jungs!” - ist das so?]]></title>
      <description><![CDATA[Schwere News aus der Kommentarspalte samt Analyse und genderpädagogischer Antwort aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h4>Der Newsletter aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe 1/2026</em></p><p>Anlass für diesen Text ist ein Kommentar unter einem unserer Insta-Posts, der mit der Sprechblase startet:</p><blockquote><p><a href="https://www.instagram.com/p/DTCrxQyjRgh/?igsh=bzJwbXVvdnpqazU3"><strong>„Ich bräuchte mal drei starke Jungs zum Tische tragen.“</strong></a></p></blockquote><p>Und ja, wir staunen – und ärgern uns gleichzeitig: Jetzt, wo der Post über 130.000 Views hat und vor allem Nicht-Follower erreicht, tauchen plötzlich Männer in den Kommentaren auf, die sonst kaum bei uns mitlesen (nur 6 % unserer Follower sind männlich). Lustig? Ein bisschen. Frustrierend? Absolut. Denn wieder einmal geht es darum, zu betonen, wie sehr Jungen, die angeblichen „Bildungsverlierer“ der Schule, benachteiligt werden. Ein beliebter Erklärungsversuch ist die sogenannte Feminisierung der Schulen - klingt einfach, ist aber wissenschaftlich nicht belegt. Studien zeigen, dass das Geschlecht der Lehrkraft praktisch keinen Einfluss hat auf Noten oder Kompetenzen der Jungen (Coenen u.a., 2018; Kleen u.a., 2022). Wer also Unterschiede im Schulerfolg erklären will, muss bei Sozialisation, Verhalten und Bewertungskultur anfangen, muss also hinschauen, wie genau Mädchen und Jungen unterschiedlich sozialisiert werden, welche geschlechtsbezogenen Verhaltensnormen sie internalisieren und wie Schule diese bewertet. - Und genau das macht der oben verlinkte Instapost, indem er ein winziges Puzzleteil aus dem Schulalltag herausgreift, einen häufig verwendeten Satz - es hätte auch ein anderer sein können.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/uploads/images/4moskys3g3/6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4>Das Festhalten an starren Rollenbildern macht Jungen das (Schul)Leben schwer</h4><p>Jungen geraten im Schulalltag immer wieder in Konflikt mit engen Männlichkeitsbildern – stark sein, nicht klagen, allein klarkommen –, und trotzdem wird schnell die Schule selbst als Schuldige hingestellt. Dabei übersehen die Verteidiger der „armen Jungs“, dass genau ihr Festhalten an starren Rollenbildern diesen Konflikt erst erzeugt. Schule verlangt Fähigkeiten wie zuhören, still arbeiten, sich Hilfe holen, Unsicherheit aushalten und Beziehungen gestalten – Eigenschaften, die gesellschaftlich noch immer eher als „weiblich“ gelten.</p><p>Dieses Männlichkeitsbild hat eine bittere Kehrseite: Es setzt Jungen unter permanenten Druck, stark, unabhängig und durchsetzungsfähig zu sein, während Empathie, Rücksichtnahme und Selbstreflexion als „schwach“ abgewertet werden. In der Folge geraten Jungen nicht nur in riskante Situationen, sondern übernehmen Rollen, die Aggression und Konkurrenz fördern – teilweise als Täter, teilweise als Opfer eines Systems, das ihnen keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten erlaubt. Diese Dynamik entsteht nicht zufällig, sondern ist ein Produkt starrer gesellschaftlicher Erwartungen, die Schule, Peers und Erwachsene täglich reproduzieren.</p><p>Kommentare wie der, den wir unten beantworten, schreiben vor allem Männer, die sich eingeladen fühlen, Posts zur gendersensiblen und vorurteilsbewussten Pädagogik zu widersprechen – ohne Fachwissen, ohne Perspektive, vielleicht einfach weil es um „die armen Jungs“ geht, mit denen sie sich identifizieren? Das macht uns ratlos und es zeigt, wie hartnäckig und selbstgerecht diese Denkmuster wirken.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/uploads/images/wiho2nnhph/Bildschirmfoto_2026-01-06_um_00.48.42.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4>Genderpädagogisches Wissen statt Bauchgefühl</h4><p>Um für ähnliche Diskussionen eine argumentative Grundlage zu bieten, analysieren wir den folgenden Kommentar Schritt für Schritt und zeigen anhand konkreter Textstellen, welche argumentativen und rhetorischen Muster darin verwendet werden.</p><h3><strong>Der Kommentar:</strong></h3><p><em>(By the way, fast zu perfekt ironisch, um es nicht zu erwähnen: Absender ist ein Account mit Namen “Der, der Aber sagt” :D)</em></p><a href="https://www.instagram.com/p/DTCrxQyjRgh/?igsh=bzJwbXVvdnpqazU3"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/uploads/images/cvxu6rw6ni/Bildschirmfoto_2026-01-05_um_22.47.40.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot vom unten verschriftlichten Kommentar"/></a><p><em>“Frauen werden niemals Männer sein und Männer keine Frauen. Es wird immer Klischees geben und Vorurteile sind nicht verhinderbar. Alleine die Tatsache, dass unser Gehirn auf Prognosen basiert, die aufgrund von Vorurteilen Vorurteile bilden, sollte alles sagen. Es geht darum, dass man alles zulassen kann und jeder Mensch das Recht haben sollte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet zu werden. Und vor allem: seine Bedürfnisse mitteilen und darin gesehen werden kann. In meiner gesamten Schulzeit war ich in mehreren Schulen, auf dem Land, in der Stadt, Realschüler und später Gymnasium. Was ich permanent erlebt habe? Mädchen haben es einfacher gehabt, als Jungs. Gerade die Schule und das Lernen sind auf stereotyp weibliche Bedürfnisse ausgelegt. Wieso wird das nicht thematisiert, sondern dieses Beispiel? Man könnte es auch so auslegen, dass Jungs dumm sind, aber sie können wenigstens den Tisch tragen.</em></p><p><em>Ich fühle jetzt schon, dass Frauen das hier triggert, weil ich es anders auslege. Dann höre ich oft, dass ich Probleme hätte, mir Hilfe suchen solle etc... weil ich was tu? Genau, das was die Frauen permanent machen, nämlich etwas ansprechen, das man si erlebt. Und da soll ich mich mal nicht so anstellen, heißt es da. Ich würde Aufmerksamkeit wollen, ablenken. Wieso? Weil die gesamte Thematik zusammenhängt und ich das aufzeige? Wir sollten Klischees akzeptieren und darüber hinaus aufmerksam sein und wieder mehr darüber lachen, als uns permanent daran aufzuhängen. Bewusstsein für solche Bilder schaffen ist gut. Aber uns geht das abstrakte Denken über die Mehrdimensionalität verloren. Und das wird richtig bitter werden.&quot;</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Liste der argumentativen und rhetorischen Muster im Kommentar:</h3><ul><li><p><strong>Niemand will Jungs umerziehen oder Klischees verbieten.</strong><br/><em>Missverständnis / Fehlinterpretation von pädagogischer Absicht</em></p></li><li><p><strong>„Dass unser Gehirn mit Abkürzungen arbeitet … ist keine neue Erkenntnis … Dann lassen wir es halt.“</strong><br/><em>Scheinwissenschaftlicher Schluss / Naturalistischer Fehlschluss</em></p></li><li><p><strong>„Mädchen haben es einfacher gehabt, als Jungs.“</strong><br/><em>Anekdotische Evidenz / Verallgemeinerung</em></p></li><li><p><strong>„Schule und Lernen sind auf stereotyp weibliche Bedürfnisse ausgelegt.“</strong><br/><em>Unbelegte Generalbehauptung / Essentialismus</em></p></li><li><p><strong>„Man könnte auch sagen, Jungs sind dumm, aber stark.“</strong><br/><em>Ironische Umdeutung / Widersprüchliche Argumentation</em></p></li><li><p><strong>„Frauen werden getriggert … man sagt mir, ich soll mir Hilfe suchen.“</strong><br/><em>Unterstellung emotionaler Reaktionen / Immunisierung gegen Kritik</em></p></li><li><p><strong>„Wir sollten über Klischees lachen …“</strong><br/><em>Verharmlosung / Luxusposition / Bagatellisierung systematischer Mechanismen</em></p></li><li><p><strong>Abstraktes Denken und Mehrdimensionalität …</strong><br/><em>Verallgemeinerung / Missbrauch von Konzepten / Pseudokomplexität</em></p></li></ul><h2><strong>Erstens:</strong></h2><p><strong>Niemand will Jungs umerziehen oder Klischees verbieten.</strong></p><p>Das ist ein Missverständnis, das du dir, lieber Kommentator, selbst gebaut hast. Gendersensible Pädagogik sagt nicht: „Vorurteile sind böse und müssen weg.“ Sie sagt: <em>Vorurteile wirken – also schauen wir hin, wann und wie sie wirken.</em><br/>Dass unser Gehirn mit Abkürzungen arbeitet, ist keine neue Erkenntnis, sondern Biologie-Basiswissen. Der pädagogische Schluss daraus ist aber nicht „Dann lassen wir es halt“, sondern: <em>Dann müssen Erwachsene besonders aufmerksam sein</em>, weil Kinder diese Abkürzungen ungefiltert übernehmen.</p><h2><strong>Zweitens:</strong></h2><p><strong>Das Tischtragen ist kein Angriff auf Jungs.</strong></p><p>Das Beispiel meint nicht: „Jungs dürfen keine Tische tragen“ oder „Jungs sind auf Kraft reduziert“. Es meint: Wenn in Schulen <strong>immer wieder automatisch</strong> Jungen gefragt werden und Mädchen nicht, lernen alle Beteiligten etwas – ganz ohne Worte:</p><p>·       Jungen lernen: „Von mir wird Körperarbeit erwartet.“</p><p>·       Mädchen lernen: „Ich bin dafür nicht vorgesehen.“<br/></p><p>Das passiert leise, alltäglich, jahrelang. Pädagogik beschäftigt sich genau mit solchen <em>stillen Lernprozessen</em>. Nicht mit Moral, nicht mit Schuld. Niemand sagt: „Jungs dürfen keine Tische tragen.“ Das Beispiel kritisiert <strong>strukturelle Routinen</strong>, nicht individuelle Fähigkeiten. Wenn körperliche Aufgaben <em>regelmäßig</em> an Jungen delegiert werden, sendet das implizite Botschaften:</p><ul><li><p>Jungen = Körper/Kraft</p></li><li><p>Mädchen = Schonung/Hilfsbedürftigkeit</p></li></ul><p>Das ist keine moralische Empörung, sondern empirisch gut belegte <strong>Sozialisationsforschung</strong>. Es geht um die Wiederholung, nicht um den einzelnen Tisch.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/uploads/images/sfybm3te6h/7.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2><strong>Drittens: </strong></h2><p><strong>Persönliche Schul-Erfahrungen ersetzen keine Analyse.</strong></p><p>Dass du erlebt hast, dass Mädchen es „einfacher“ hatten, nehmen wir dir ab. Aber persönliche Erfahrung ist kein Beweis, sondern ein Ausgangspunkt für Fragen. <br/>Die Forschung zeigt: Jungen scheitern <em>nicht</em>, weil Schule „weiblich“ ist, sondern weil sie <strong>bestimmte Formen von Männlichkeit</strong> belohnt oder sanktioniert. Weil bestimmte <strong>Männlichkeitsbilder </strong>mit Schule kollidieren. Schule verlangt Fähigkeiten wie zuhören, still arbeiten, sich Hilfe holen, Unsicherheit aushalten, Beziehungen gestalten und Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen – Eigenschaften, die gesellschaftlich noch immer eher als „weiblich“ gelten.</p><p>Gleichzeitig wird Jungen beigebracht, genau diese Fähigkeiten abzuwerten: stark sein, nicht klagen, allein klarkommen, sich durchsetzen, Schwäche vermeiden. Wenn Jungen dann mit diesem Männlichkeitsideal in der Schule anecken, wird ausgerechnet der Ort verantwortlich gemacht, an dem diese Widersprüche sichtbar werden.</p><p>Die Ironie dabei ist kaum zu übersehen: Man hält hartnäckig an einem überholten Männlichkeitsbild fest – und wundert sich anschließend, dass Jungen in einem System scheitern, das andere Kompetenzen verlangt. </p><p><strong>Nicht die Schule benachteiligt Jungen, sondern ein gesellschaftlich glorifiziertes Männerbild, das Jungen selbst im Weg steht und ihnen Fähigkeiten aberzieht, die sie dort dringend bräuchten.</strong></p><p>Schule kann dieses Problem entweder reproduzieren – oder bewusst gegensteuern. Und all das thematisiert Genderpädagogik seit Jahren. Dein Vorwurf, das werde „nicht thematisiert“, zeigt eher, dass du diese Debatten nicht kennst, nicht dass es sie nicht gibt.</p><h2><strong>Viertens:</strong></h2><p><strong>„Man könnte auch sagen, Jungs sind dumm, aber stark“ – nein, genau das ist der Punkt.</strong></p><p>Das ist keine neue, clevere Umdeutung, sondern exakt das Problem: wenn Jungen ständig für körperliche Aufgaben eingeplant werden und seltener für soziale oder organisatorische, dann <em>entsteht</em> dieses Bild. Niemand behauptet das offen – es bildet sich im Alltag. Pädagogik versucht, diese Mechanismen sichtbar zu machen, <strong>bevor</strong> sie sich im Selbstbild der Kinder festsetzen.</p><p>Und wie schön, dass es auch Kommentare gibt, die das klar auf den Punkt bringen - eins radialer noch, als es für uns stilistisch möglich wäre, hier, im Rahmen einer sachlich-fachlichen Analyse ;) </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/uploads/images/6zqlebkyna/image0.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="gleichzeitig sollte man dringend aufhören, Männer und Jungen aufs &quot;stark sein&quot; zu reduzieren. Am Ende hat man nen Haufen stumpfer, egozentrierter Gymbos. Jungs sollte man lieber mal mehr vermitteln, wie man anständig wird und sozial und nicht zu sexistischen, egoistischen Arschlöchern, dann würden sie jetzt auch Frauen abbekommen, die zum Glück keinen Bock mehr auf die scheiße haben."/><h2><strong>Fünftens:</strong></h2><p><strong>Das mit dem „Triggern“ ist eine bequeme Abkürzung.</strong></p><p>Interessant ist dein wiederholtes Vorwegnehmen angeblicher Reaktionen („Frauen werden getriggert“, „man sagt mir, ich soll mir Hilfe suchen“). Das ist ein klassisches Abwehrmuster: Kritik wird nicht inhaltlich beantwortet, sondern psychologisiert. Ironischerweise genau das, was du anderen vorwirfst.</p><p>Und nein: Kritik an deiner Argumentation ist kein „Frauen-Trigger“, sondern schlicht fachlicher Widerspruch.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/uploads/images/slkqhndtcl/tische-abwischen.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2><strong>Sechstens:</strong></h2><p><strong>Über Klischees lachen - deine Luxusposition</strong></p><p>Über Klischees kann man lachen, <em>wenn man nicht systematisch von ihnen begrenzt wird</em>. Für Kinder, die sich ständig erklären oder beweisen müssen, ist das kein lustiges Gedankenspiel, sondern Alltag. Pädagogik arbeitet nicht mit Zynismus, sondern mit Verantwortung. Kinder haben kein Interesse an ironischer Distanz, sie lernen durch Wiederholung. Wer Klischees „laufen lässt“, stabilisiert sie – ob beabsichtigt oder nicht.</p><h2><strong>Siebtens:</strong></h2><p><strong>Mehrdimensionalität? Gern – aber dann richtig</strong></p><p><br/>Du beschwörst „abstraktes Denken“ und „Mehrdimensionalität“, lieferst aber vor allem persönliche Anekdoten, Biologismen und Generalisierungen. Mehrdimensional denken hieße:</p><ul><li><p>Individuum ≠ Gruppe</p></li><li><p>Erfahrung ≠ Struktur</p></li><li><p>Gefühl ≠ Analyse</p></li></ul><p> </p><h2><strong>Fazit:</strong></h2><p>Genderreflektierte Pädagogik spricht Jungen nicht ab, stark zu sein, und Mädchen nicht, Hilfe zu brauchen. Sondern sie fragt, <strong>warum </strong>bestimmte Erwartungen so hartnäckig reproduziert werden – und wem das langfristig schadet. Spoiler: allen.</p><p>Vorurteilsbewusste Pädagogik will:</p><p>·       automatische Zuschreibungen unterbrechen</p><p>·       Wahlmöglichkeiten öffnen</p><p>·       Kindern erlauben, mehr zu sein als das, was man spontan von ihnen erwartet</p><p> </p><p>Willkommen in der @rosahellblaufalle !</p><p> mit bunten Grüßen</p><p>von Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Unterstütze die nächste Ausgabe:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. 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      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/68fea790-9843-41e0-8f1c-7479c9d15670/teaser_image/1767657785?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 08 Jan 2026 06:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Eine Handvoll Bunt: unsere Tipps & Links mit Weihnachtsgrüßen]]></title>
      <description><![CDATA[Glitzernde News: gehört - gesehen - geschmeckt - gefühlt - gerochen, weitergereicht zum Jahresende aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Eine Handvoll Bunt mit Weihnachtsgrüßen</h1><h4>Der Newsletter in 5 Kapiteln aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</h4><p><em>Ausgabe last/2025</em></p><h5><strong><em>gehört - gesehen - geschmeckt - gefühlt - gerochen</em></strong></h5><p>“Stille Nacht” wird’s angeblich nächste Woche. “Besinnlich” und so. Wir wissen ja nicht, wer bei Euch zuhaus dafür zuständig ist und wie weit Ihr damit seid, vielleicht auch schon drübber, im Boykott oder komplett entspannt, weil Ihr gelernt habt, abzugeben? So oder so habt Ihr vielleicht Lust auf ein paar Links und Tipps in letzter Minute, wir haben zusammengetragen, was uns in letzter Zeit positiv aufgefallen ist, was wir g<strong>ehört, gesehen, geschmeckt, gefühlt und gerochen</strong> haben. Und vielleicht sind darunter auch Ideen, die Ihr anderen oder Euch selbst schenken wollt. Also los geht’s!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Gehört</h3><p><strong>“Warum wir einen neuen Feminismus brauchen” von Mareike Fallwickl</strong></p><p>Ich, Almut, habe Hörbucher für mich entdeckt. Nachdem ich seit Jahren nur noch im Urlaub Krimis lese und weil sich bei mir übers Jahr die Sachbücher stapeln, musste eine Lösung her.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/gd2acibczh/1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es gibt einfach zu viele Bücher, deren Inhalt ich gerne schon längst aufgenommen und verinnerlicht hätte, aber wie soll das gehen, bei der Fülle an Neuerscheinungen? Och bräuchte so ne Reinsaug-Technik, die durchs Cover durch funktioniert. Meine Notlösung vorerst: doppelte Effizienz. Also Küche aufräumen und Buch hören, auf den Bus warten und Buch hören, Geschenke einpacken und Buch hören, Sport machen und Buch hören - und ja, nur geeignet für Menschen, die nicht sowieso schon einen erhöhten Stresslevel haben! Wenn du also 90 Minuten Zeit hast, egal ob doppelt effizient oder als Solo-Tätigkeit: nutze sie, um alles zu erfahren, was Mareike Fallwickl in ihrem Buch sagt: “Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen”.</p><p>Die große Frage nach der Gleichberechtigung wird ja oft mit einem Schulterzucken beantwortet, “Reicht langsam damit”, sagen vor allem Männer. Während viele junge Frauen inzwischen feministisch denken, geraten gleichzeitig immer mehr junge Männer in die Umlaufbahn misogynen Online-Contents, der ihnen rund um die Uhr erklärt, wer angeblich schuld ist an ihren Problemen. Genauso offline, da halten sich alte Rollenbilder und werden fast schon aggressiv verteidigt, weil Steinzeit-Gene-Wasnichalles. Mareike Fallwickl fasst die aktuelle gesellschaftliche Schieflage in nur 90 Minuten (auf 71 Seiten) zusammen, sie leitet her, zeigt Folgen und erklärt, warum es so wichtig ist, dass Frauen und Männer, alle, das Thema gemeinsam angehen. Der Text macht anschaulich, an wievielen Momenten des Alltags, traditionelle, binäre Regeln an Kinder weitergereicht werden, auch durch Eltern. Entlastet aber zugleich jene, die sich hilflos fühlen, wenn ihre antipatriarchale Erziehung trotzdem dazu führt, dass Söhne wider besseres Wissen und Wollen unempathisch agieren, sich zwischen Peers seltener für Mädchen einsetzen, als sogar sie selbst es für richtig halten. Ich habe selten ein Buch gelesen, das die gesellschaftliche Situation, die Herleitung und die Folgen binärer, enger Geschlechterrollenbilder und Hierarchien so komprimiert zusammenfasst und so vermittelt, dass alles direkt klar wird, und offen vor dir liegt. Eines dieser Bücher, bei denen ich mir wünschte, ich hätte sie früher gelesen.</p><ul><li><p><em>Preis: Gehört mit der Skoobe-Hörbuch-Flat, kostet pro Monat 17,99 (Werbung, Buch/Abo selbstbezahlt)</em></p></li><li><p><em>Erscheinungsjahr: 2025</em></p></li><li><p><em>Verlag: Argon</em></p></li><li><p><em>Dauer: 1 Stunden 29 Minuten</em></p></li><li><p><em>Sprecherin: Mareike Fallwickl</em></p></li><li><p><em>ISBN978-3-7324-7678-7</em><br/></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h3>Gesehen</h3><p><strong>Familientherapie mit Franca Cerutti, ARD-Mediathek</strong></p><p>Formate, die Einblicke geben in den Ablauf von Therapiestunden mit Paaren oder Familienmitgliedern, finden wir unfassbar wichtig. Sich Hilfe zu holen von einer dritten Person fürs Miteinander in der Familie, wird damit normalisiert, und das braucht es dringend. <em>(Auch wenn gesagt werden muss, dass es an vielen Orten zu wenig Therapieplätze gibt, also was bringt’s wenn es normalisiert aber nicht finanziert und das Netz nicht erweitert wird - achso, es ist Weihnachten - politische Entscheidungen der letzten Wochen wollten wir doch mal kurz unter Plätzchen und Zucker vergraben - hrmpf.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/j2jyvcwdrr/2.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Aus vier Familien setzen sich Naomi &amp; Corina, Helene &amp; Peter, Matthias &amp; Gundhild und Mirjana &amp; Hartmut im Wechsel mit der Psychotherapeutin Franca Cerutti zusammen, um über ihre Beziehung und Kommunikation zu lernen: ein Vater erfährt, dass er seine Tochter beim Lernen unter Druck setzt: “Die Kritik kommt direkt, aber die Liebe indirekt”, sagt sie ihm. Ein Sohn löst sich aus der Kümmerverantwortung gegenüber seiner Mutter, Mutter und Tochter lernen klarer zu kommunizieren anstatt zu vermuten, was das Gegenüber wünscht, Vater und Tochter lernen besser mit der Wunde umzugehen, dass der Vater nicht ihr leiblicher Vater ist und der später Aufgetauchte keine Konkurrenz mehr sein muss. <br/><br/>Wir lieben solche Formate, schauen uns dieses mit einem unserer Kinder an, sind jetzt bei Folge 4 - und wir sind erleichtert, dass stereotypes Denken entweder außen vor blieb oder in Frage gestellt wurde. Denn was soll mensch mit einem Therapeut*in anfangen, die*der binäres Schubladendenken weiterreicht, oder noch nie vom Konzept der MentalLoad gehört hat und im worst case einer überlasteten Frau bisschen Auszeit und Mal-locker-Machen empfiehlt, anstatt Umfeld und Strukturen mit einzubeziehen. Deshalb ist diese Serie für uns prima Gesprächsstoff in der Familie und man hat gleich eine Überleitung, um über das eigene Kommunkationsverhalten zu sprechen und vielleicht Muster zu erkennen, die man ändern möchte. <br/><em>Die erste Staffel hat 5 Folgen á 29 Minuten und ist in der ARD-Mediathek verfügbar bis 14.12.2027</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Gerochen - <strong>Uns stinkt’s !</strong></h3><p>Die Weihnachtszeit ist die Phase, in der die meisten Einreichungen von Euch bei uns eingehen, und das ist gut so, denn Ihr haltet uns auf dem Laufenden in Sachen #RosaHellblauFalle und Gendermarketing! Danke dafür !! &lt;3</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/6ghxqyg3co/5.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Aber verzeiht, wenn wir die Nase rümpfen! Wir haben erfahren, dass es jetzt gegenderte Handstaubsauger gibt - das hat noch gefehlt! Und wie immer, die pinke Variante ein Stück teurer - macht ja nichts, dass es für den Hausputz und all die Kümmerarbeit keinen finanziellen Ausgleich gibt. Achja, und selbst Schuld, wenn sie Pink kauft! “Wir Unternehmen labeln Produkte, die wir an Frauen richten, seit Jahrzehnten in Pink, versuchen alle werbepsychologischen Tricks an euch aus, um euch dazu zu bekommen, dass Ihr Euch immer falsch und nicht schön, glatt, aktiv genug fühlt, und wenn Ihr dann nicht reflektiert genug seid, das zu hinterfragen, dann weisen wir alle Verantwortung von uns. Und damit der Plan aufgeht, fangen wir bei Kindern schon an.”</p><p>Nicht mit Staubsaugern aber zum Beispiel mit Föhn und Barbie: Viele von euch haben uns ihre Fotos von Werbeplakaten von Tedis Weihnachtsaktion geschickt - das stinkt also nicht nur uns gewaltig, dass der Text auf dem einen Plakat lautet “<a href="https://steady.page/de/backend/publications/44848847-d3a6-4ea5-8c6e-7fa59c6bf955/posts/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/edit"><strong>„Etwas für Jungs mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne? Haben wir</strong></a><strong>&quot;.” </strong>und auf dem Pendant für Mädchen gibts - surprise - ein “Fönset”, Schminktisch, Puppenkutsche und ne Barbie. Das hat uns so geärgert, dass wir dem den letzten Newsletter-Text gewidmet haben, der gerne an Tedi weitergereicht werden darf: &gt; <a href="https://steady.page/de/backend/publications/44848847-d3a6-4ea5-8c6e-7fa59c6bf955/posts/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/edit">klick</a> &lt;</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Geschmeckt</h3><p>Wir waren dieses Jahr vier Mal auf Weihnachtsmärkten, unsere Kinder noch öfter. Deshalb hatten wir schon mindestens sechs Mal im Advent gebrannte Mandeln - ja, Zahnfüllungen alle noch drin! Aber Sapperlott, das ist doch nicht mehr zu finanzieren!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/q6463s6vin/3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Letztes Jahr haben 100 Gramm noch 3,50 Euro gekostet, jetzt sind wir - in Bonn zumindest - bei 4,50 Euro, geht’s noch? Deshalb haben wir vergangene Woche mit Freude ein Rezept für gebrannte Mandeln im Air Fryer entdeckt. Und da wir den Air Fryer - Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr, noch nicht wirklich genutzt haben, testen wir jetzt das <a href="https://www.einfachmalene.de/gebrannte-mandeln-selber-machen/">Mandel-Rezept von Malene</a>.</p><p><strong>Mandeln mit Schale - Zucker - Vanillezucker - Zimt - Wasser</strong></p><p>Nicht alle haben einen Air Fryer, aber auf dem Ofenblech geht’s auch, und auf Steffis Foodblock gibt’s eine simple <a href="https://www.gaumenfreundin.de/gebrannte-mandeln-selber-machen/">Anleitung für Mandeln in der Pfanne</a>. Vielfache Menge, einen Teil davon in Tütchen gepackt ist das ein prima unkompliziertes Geschenk. Genderneutral obendrein, falls Ihrs nicht in Rosa oder Blau verpackt. 🤷</p><p>Guten Appetit!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Gefühlt</h3><p>Flauschige Dankbarkeit und warme Dusche, als uns unsere Nachbarin erzählte, dass Almuts Bilderbuch FLAUSCH ihrer Tochter geholfen hat, zu ihrer Kleiderwahl zu stehen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9894753b-3a9e-4e86-a919-4bd14ce1d907/uploads/images/vvhy625ywg/4.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>FLAUSCH wird in Kinderzimmern und in Kitas gelesen, wenn ich nicht dabei bin. Es hat sich von mir gelöst, meine Hand losgelassen, ist alleine unterwegs in der Welt - ja, auch auf Dänisch und Ungarisch! :) - und da inzwischen die achte Auflage verkauft wird, sind das eine ganze Menge Kinder, die meine Geschichte von der Waldlichtung kennen. Und das fühlt sich einfach SO flauschig an! Und dann obendrein aus erster Hand zu erfahren, dass das Buch wirklich hilft, zu Gesprächen anstiftet, dass Kinder, die sich schwer tun im normierten Alltag, sich ein bisschen richtiger, normaler, selbstverständlicher fühlen, das ist einfach das Größte. Also falls Ihr noch ein Last-Minute-Geschenk für ein Kind sucht - ob klein oder groß: Flausch ist für alle da!</p><ul><li><p><em>von Almut Schnerring (Text und Nachwort für Erwachsene)</em></p></li><li><p><em>Illustrationen: Jennifer Coulmann</em></p></li><li><p><em>Seitenanzahl: 32</em></p></li><li><p><em>Größe (L/B/H): 27,7/22,6/0,9 cm</em></p></li><li><p><em>Verlag: Carlsen</em></p></li><li><p><em>ISBN: 978-3-551-52166-8</em></p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h4>Sehen wir uns? - Save the Date oder/und verschenke ein Ticket:</h4><ol><li><p><strong>Freitag, 30. Januar </strong>- Almut kommt nach <strong>Bremen</strong>, erster Bremer Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1977196">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li><li><p><strong>Sonntag, 1. März:</strong> Equal Care Day-Festival, virtuelles Barcamp zu EqualCare und MentalLoad - <a href="https://equalcareday.org/ecd2026/festival/">zu Programm &amp; Anmeldung</a></p></li><li><p><strong>Dienstag, 3. März: </strong>Offener Abend mit Gleichgesinnten rund ums Schubladendenken im (Familien-)Alltag und wie wir dem entkommen. <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1980384">Online-Veranstaltung</a> zur genderreflektierten Bildung</p></li><li><p><strong>Dienstag, 14. April 2026:</strong> <strong>für pädagogische Fachkräfte, </strong>„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ - Mini-Online-<a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1941304">Fortbildung zur geschlechtersensiblen Pädagogik</a></p></li><li><p><strong>Freitag, 22. Mai </strong>- Almut und Sascha kommen nach <strong>Hamburg</strong>, erster Hamburger Rosa-Hellblau-Falle-Salon: Raum für Austausch und kritisches Nachdenken zu Geschlechterrollen, Normen &amp; Demokratie - <a href="https://www.tickettailor.com/events/rosahellblaufalle/1991108">mehr erfahren / anmelden …</a></p></li></ol><h3><strong>Bis im neuen Jahr, mit vielen bunten Grüßen und einem Sack voll Wahlfreiheit</strong></h3><h4>Almut &amp; Sascha</h4><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Mach’ den nächsten Newsletter möglich:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn nicht nur abonnierst, sondern zahlendes Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über einen anderen, den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Handvoll Bunt]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/ce8d3a9c-c082-40e8-aa31-1831c62b59fd/teaser_image/1766261217?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Sun, 21 Dec 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wir fordern Empathie-Tests & Care-Praktika für Politiker!]]></title>
      <description><![CDATA[Gebratene News zu Empathie, Spiegeleiern und Frauenrechten aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Flaubert, das Spiegelei und die Familienpolitik</h1><p><strong>Wieviel Carearbeit muss mann eigentlich selbst geleistet haben, um nachvollziehen zu können, was alles dahintersteckt? Ersetzt Empathie Wissen? Und haben Politiker genug Empathie, um ihr fehlendes Care-Wissen auszugleichen?</strong></p><p>Gustave Flaubert, Schriftsteller des 19. Jahrundert, meinte sinngemäß, man müsse kein Spiegelei in der Pfanne sein, um über ein Spiegelei in der Pfanne zu schreiben. Ein Satz, wie gemacht für Männer, die über alles schreiben – und nie gefragt werden, wer eigentlich die Pfanne abspült.</p><p>Aber auf meinem Weg zur Journalistin und Autorin habe ich ihm das geglaubt. Klar kann man über alles gut und anschaulich schreiben, bin ja schließlich empathisch, kann mich einfühlen in andere Lebenslagen und so, durch Recherche die Situation erfassen, von innen heraus, ja ja…</p><h4>Und dann wurde ich Mutter.</h4><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f1998002-98b0-4359-be5d-c25f107d9b1f/uploads/images/das4tcsa4m/egg.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Spiegelei auf schwarzem Hintergrund."/><figcaption>photo credit: Fried Egg via photopin</figcaption></figure><p>Und dann wurde ich Mutter. Und hatte fortan Job und Privates in Einklang zu bringen. Aber <em>“… unauffällig bitte, ohne viel drüber zu sprechen, nicht so verkrampft, streng dich ein bisschen an, dann klappt das, wer will, kann auch…”.</em></p><p>Und so kamen Themen wie Carearbeit, Familienarbeit, Rabenmütter, Kinderrechte, Frauenrechte, Gleichstellung, die Vereinbarkeits-Utopie … in mein Leben und in mein Schreiben.</p><h3>Und Flaubert?</h3><p>Hat so was von keine Ahnung! Tatsächlich glaube ich ihm heute kein Wort mehr. Okay, wenn es um unterhaltsame Literatur geht … – geschenkt. Aber Gleichstellungsthemen und die Situation von Frauen zum Beispiel? <em>Man muss kein Spiegelei in der Pfanne sein, um …?</em> Echt jetzt? Von Flaubert ist zum Beispiel auch der folgende Absatz:</p><blockquote></blockquote><blockquote><p>Die Frauen haben keine Vorstellung vom Recht. Die Besten haben keine Skrupel, an Türen zu lauschen, Briefe zu öffnen, zu tausend kleinen Betrügereien zu raten und sie zu verüben, etc.</p></blockquote><p>Reicht eigentlich, oder? Nagut, bisschen noch:</p><blockquote><p>„Die Frauen haben keine Vorstellung vom Recht. […] All das kommt von ihrem Organ. Wo der Mann etwas Erhabenes hat, haben sie ein Loch! Dieses Erhabene ist die Vernunft, die Ordnung, die Wissenschaft, der Phallus Sonnenplanet, und das Loch, das ist die Nacht, das Feuchte, das Unklare.“</p></blockquote><p>So viel also zur Einfühlsamkeit Flauberts. Bei Spiegeleiern mag es ihm ja noch gelungen sein, aber bei Frauen und ihren Rechten… man ahnt, seine „Erkenntnisse“ hat er bei After-Work-Drinks einer literarischen Herrenrunde gesammelt. </p><p>Für welche Fälle also genügt es, sich eine Situation vorzustellen? Funktioniert das in der Gleichstellungsthematik? Bei Flaubert nicht. Bei My-body-my-choice auch eher selten. Das Wissen vermittelt sich übers Fühlen - absurd und eigentlich nicht tragbar. Männer werden meist erst zu Feministen, wenn sie eine Tochter bekommen oder eine ihnen sonst nahestehende Frau großes Unrecht erfahren hat. Erst dann nähern sie sich dem Spiegelei in der Pfanne. Und privilegierten Frauen geht es nicht anders: Sheryl Sandberg, bis 2022 COO von Facebook/Meta und damit eine der mächtigsten Frauen im Tech-Business, hatte ja eine ähnlich Eingebung – aber auch erst, nachdem sie selbst in der Pfanne lag. Die Autorin des Buchs ‘<em>Lean In</em>’ (frei übersetzt: Musst dich eben anstrengen, dann klappt’s auch”), schrieb 2016 zum Muttertag auf Facebook:</p><blockquote><p><strong>„I did not really get how hard it is to succeed at work when you are overwhelmed at home.“</strong> — @SherylSandberg <a href="https://t.co/ThGn0CbTfW">https://t.co/ThGn0CbTfW</a></p><p>„Mir war nicht wirklich klar, wie schwer es ist, im Beruf erfolgreich zu sein, wenn man zu Hause völlig überfordert ist.“</p></blockquote><p>Klingt banal, ist es aber nicht – oder besser gesagt: banal ist nur, dass es so banal klingt. Erst wenn wir selbst am Limit sind, erkennen wir, wie kaputt das System ist, das uns ständig Höchstleistungen abverlangt und gleichzeitig erwartet, dass wir unbezahlte Care-Arbeit wie Nebenjob und Hobby gleichzeitig stemmen. Millionen Frauen stolpern deshalb über Strukturen, die mit winzigen Mitteln zur „Chancengleichheit“ abgeschafft werden sollen, dabei sind sie eine unüberwindbare Hürde für alle, die von der Gesellschaft verbraten werden zwischen Job und Care.</p><p>Wie bitter, dass Einsicht so oft erst im eigenen Schmerz entsteht, wenn eins in die Pfanne gehauen wurde, weil unser System Empathie systematisch verlernt und Privilegien als Schutzschild missbraucht. Und das wird auch so bleiben, solange wir Menschen Mikrofone geben und Gehör schenken, die Empathie als Schwäche definieren, wie Elon Musk es tat. Was also bedeutet diese Erkenntnis für politische Entscheidungen, für Fragen zur Familienpolitik? Wieviel Spiegelei in der Pfanne muss ein Politiker erlebt haben, um die richtigen Forderungen zu stellen, um sich für die für Spiegeleier relevanten Änderungen einsetzen zu können? In der aktuellen Debatte um Gewalt gegen Frauen zeigt sich: mann kann sich ohne Scham auf eine Bühne stellen und das Problem beklagen, und quasi gleichzeitig die Gelder für jene kürzen, die es betrifft.</p><h4>Die Flauberts von heute</h4><p><br/>Es genügt eben einfach nicht, auch “eine” zu haben, wenn man über Frauen und ihre Rechte zu entscheiden hat. Friedrich Merz glaubt, für seine Kompetenz als Koch würde schon ausreichen, mal ein Spiegelei gegessen zu haben. Er maßt sich an, nachfühlen zu können, wie es Frauen angesichts des “Stadtbildes” geht und bildet sich tatsächlich ein, unsere Sorge vor Übergriffen hätte mit der Herkunft und nicht mit dem Geschlecht unseres Gegenübers zu tun? Als ob zwei Eier für die Fähigkeit der Perspektivübernahme schon reichten. Er glaubt tatsächlich, dass ihm seine Töchter alleine durch ihre Existenz, Einfühlungsvermögen und Mitgefühl irgendwie rübergebeamt, ohne Worte transferiert hätten?</p><p>Es ist unerträglich, wenn Politiker sich nur für Themen interessieren, die sie selbst unmittelbar betreffen. Wer einen Privatflieger nutzt, findet das Deutschlandticket für 63 Euro vermutlich günstig, findet „zehn Euro Praxisgebühr pro Quartal zumutbar” (Andreas Gassen, Vertreter der Vertragsärzte), wer eine Frau hat, die ihm den Rücken freihält, glaubt, dass Alleinerziehende mehr finanziellen Anreiz bräuchten, damit sie mehr Erwerbsarbeit übernehmen. Und wer Politiker und Mann ist und kein Kind geboren hat, lässt sich eben in einer öffentlichen Fernsehsendung überraschen, dass es da ein Problem gibt mit der Lage der Hebammen! Prekäre Situation? Nie gehört? Berufsaufgabe, weil ihnen die Existenzgrundlage wegbricht durch den neuen Hebammenhilfevertrag? Ländliche Regionen schon jetzt ohne Hebammen?</p><h4>“Das Problem kenne ich bisher nicht.”</h4><p>sagt der Friedrich doch vergangene Woche öffentlich, ungeniert ins Mikrofon, als Kerstin Winkel, freiberufliche Hebamme, ihn aus dem Publikum der ARD Arena fragt, was er für die Hebammen zu tun gedenke: “Das Problem kenne ich bisher nicht.” Aber hey, wäre er ein Spiegelei, und wären es die Männer, die Kinder gebähren… </p><p>Ich wünschte, viel mehr unserer überwiegend männlichen Politiker würden mal mit dem Spiegelei in die Pfanne steigen, um nachzuempfinden, wie das ist: wie die Gleichstellungsdebatte und die Familienpolitik sich im Alltag auswirkt, wo zwischen Kita-Schluss, Deadline, Mental Load und Krankenkassen-Hotline die Frauenrechte irgendwo verdampfen. Und nein, ich meine damit weder die zwei Vätermonate, auch nicht ein bisschen Vaterschaftsfreistellung nach der Geburt oder den einen Tag pro Woche, an dem er die Tochter von der Kita abholt. Das genügt einfach nicht! Um all das wirklich nachspüren und nachvollziehen zu können, muss die Pfanne schon ein bisschen heißer sein!</p><p><strong>Wir fordern deshalb Empathie-Tests &amp; Care-Praktika für Politiker!</strong></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Sascha &amp; Almut</p><p><em>PS. am 1. März 2026 ist Equal Care Day. Melde dich an zu unserem virtuellen Barcamp &gt; </em><a href="http://ecdfestival2026.eventbrite.de/"><em>mehr lesen … </em></a></p><hr/><p>wie weiter ?</p><h3>Hilf uns, diesen Newsletter fortzuführen:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du unsere Texte gerne liest und daraus etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du diesen Newsletter unterstützt, ihn abonnierst und Mitglied wirst. Du ermöglichst damit die Recherche für unsere nächsten Texte und damit die Fortsetzung der Reihe. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr/><p>was noch passiert</p><h4>Termine - Vorträge - RosaHellblauFalle-Salon:</h4><p><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Über unsere Vorträge, Fortbildungen und Projekte informieren wir über den wu2K-Newsletter (ca. 4x/Jahr): </mark><strong><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">wu2k.de/newsletter</mark></strong></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne (!) dass sich der Preis für dich erhöht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unkonzentrierte Jungs, hübsche Mädchen? Zur Tedi-Werbeplakat-Aktion]]></title>
      <description><![CDATA[Vorweihnachtliche News, mit der Bitte an Tedi, sich zu positionieren, samt Grüßen aus der Rosa-Hellblau-Falle von Almut Schnerring + Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Unkonzentrierte Jungs, hübsche Mädchen?</h1><h4><strong>Wie Tedi mit Hai-Fahrzeugen und rosa Föhnsets enge Rollenvorbilder verkauft – und sich dazu äußern sollte.</strong></h4><hr aria-hidden="true"/><p>Wer glaubt, kindliche Unruhe lasse sich mit noch mehr Reizüberflutung beruhigen, hat vermutlich auch schon versucht, einen Föhn mit einem Staubsauger leiser zu machen. <strong>Das Marketingteam von Tedi macht genau das: Statt zu überlegen, was Kinder wirklich brauchen, wird auf die lauteste Lösung gesetzt. Ein bisschen bunter Plastik-Krach, ein paar stereotype Ideen – und fertig ist das „Konzept“. Die beiden aktuellen Plakate von Tedi sind uns vielfach eingereicht worden, und schnell wird klar: in solchen Team-Sitzungen </strong>wird nicht über Kinder gesprochen, sondern über Klischees im Sonderangebot. Dankbar wurde das Stereotyp der „Team-Blau“ „Jungs-Mamas“ auf Insta aufgegriffen und bedient:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/uploads/images/jwo5ysqwnv/Bildschirmfoto_2025-11-21_um_00.02.00.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="„Etwas für Jungs mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne? Haben wir.“"/><p><strong>„Etwas für Jungs mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne? Haben wir.“  </strong></p><p>Darunter das erwartbare Arsenal: Fahrzeug in Hai-Design, eine Werkbank, eine „Stunt-Garage“ und ein Heimwerker-Set. Alles ein bisschen laut, ein bisschen wild, ein bisschen nach dem Motto: Der Junge als ungebremster Flummi, immer unter Strom, immer am Schrauben und immer kurz vorm Durchdrehen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/uploads/images/ygzrbdm6gz/image0-1.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Tedi Werbeplakat mit &quot;Stunt-Garage&quot; und Überschrift: Etwas für Jungs mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne? Haben wir&quot;"/><figcaption>Jungs: immer am Schrauben und immer kurz vorm Durchdrehen.</figcaption></figure><p>Es ist diese Nonchalance, mit der hier eine angeblich „typische“ Jungseigenschaft formuliert wird, die sich besonders falsch anfühlt. Denn klar: Es gibt Kinder, die hibbelig sind. Es gibt Kinder, die sich schwer konzentrieren. Und es gibt Kinder—und zwar deutlich häufiger Jungs—die irgendwann eine ADHS-Diagnose bekommen. Aber an diesem Punkt wird die Sache eben politisch. Werbung, die so tut, als sei Zappeligkeit ein geschlechtsbiologisches Naturgesetz und vor allem ein <em>Jungsproblem</em>, trägt dazu bei, dass Mädchen mit ADHS immer noch übersehen werden. Weil ihre Symptome leiser sind, weniger störend, weniger „plakativ“.</p><h3>Augenzwinkern, das eigentlich ein Wegschauen ist</h3><p>Wenn man also schon unbedingt auf Gendermarketing setzen möchte—was allein kritikwürdig genug ist—dann bitte ohne dieses Augenzwinkern, das eigentlich ein Wegschauen ist. Denn was bräuchte ein Junge, der wirklich eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat? Vielleicht erstmal gar keinen Hai auf Rädern. Vielleicht bräuchte er einen Kuschelbären. Oder Ruhe. Oder Erwachsene, die nicht reflexhaft seine Konzentrationsschwierigkeit vermarkten wollen, sondern sie ernst nehmen.</p><h4>Mädchen sind hübsch und … Grillenzirpen</h4><p>Und dann gibt da noch das „Mädchen-Plakat“, die andere Seite des binären Tedi-Regals. <strong>„Etwas für Mädchen, bei denen der 18. Geburtstag vor der Tür steht? Haben wir.“ </strong>Darunter: rosa Spielzeugauto mit Barbie, Puppenkutsche, Spielzeug-Föhn, Schminktisch. Warten 18-jährige Mädchen sehnsüchtig auf eine rosafarbene Puppenkutsche? Geht’s hier ums Heiraten? Um den Führerschein? Ein Plastikauto für ein Geldgeschenk? Sorry, wir kapieren die Überschrift nicht, mag’s uns jemand erklären?</p><p>Absurder als die Altersangabe ist aber die Botschaft selbst: Zur Frau wirst du erst, wenn dir dein Aussehen was wert ist, keine Volljährigkeit für Mädchen ohne Lipgloss. Denn Schönheit ist kein Schicksal, sie wird gemacht, und das kostet eben.</p><p>Die Kombination aus beiden Plakaten ergibt zusammen ein Gesellschaftsbild, das niemand bestellt hat: Jungs sind wild und unkonzentriert, Mädchen sind hübsch und … <em>Grillenzirpen</em>.</p><h4>Sexismus + Versuch, witzig zu sein = Sexismus</h4><p>Unsere Erfahrung als Initiator*innen des Goldenen Zaunpfahls – Award für absurdes Gendermarketing, zeigt: Wenn Unternehmen auf solche Fehler hingewiesen werden, reagieren sie gerne mit dem Evergreen „Wir reagieren nur auf Kundenwünsche“ oder „Ist doch nur lustig gemeint“.</p><p>Und auch das TEDI-Team antwortet einer Kundin auf Ihre Kritik hin:</p><blockquote><p>“Unser Ziel ist es, mit unseren Werbebotschaften eine gewisse Leichtigkeit und einen augenzwinkernden Humor zu transportieren,…”</p></blockquote><p>Aber Sexismus, der angeblich witzig verpackt ist, bleibt immer noch Sexismus. Und stereotype Botschaften, die mit einem Augenzwinkern daherkommen, vermitteln sich Kindern (die übrigens erst ab Schulalter lernen, Ironie zu entziffern), unmittelbar als klare Regel darüber, wie Jungs bzw. Mädchen sich zu verhalten haben, um als “richtig” zu gelten.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/uploads/images/ab5lmbykg4/Bildschirmfoto_2025-11-21_um_00.07.46.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4><strong>Deshalb, Tedi: Äußert euch!</strong></h4><p>Nicht mit einer Nonpology, sondern ernsthaft. Warum wurden diese Motive so gestaltet? Wieso wird ADHS in einem geschlechtsspezifischen Kontext angesprochen, obwohl wir genau wissen, dass das Mädchen schadet? Weshalb wird das Erwachsenwerden von Mädchen über Schönheit und Pink inszeniert? Und wie gedenkt ihr sicherzustellen, dass eure Werbung nicht aktiv dazu beiträgt, längst überholte Stereotype weiter einzuüben?</p><p>Wir sind nicht die Einzigen, die das gerne wüssten, aber Anfragen beantwortet Ihr bisher mit einem Copy-Paste-Text, der nicht auf die Inhalte eingeht.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/uploads/images/fzh2yb26dc/tedi2025.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Jungs sind nicht nur zappelig, Mädchen nicht nur hübsch – und Werbung sollte das endlich ernstnehmen. Aber am Ende geht es nicht um Hai-Transporter oder rosa Schminktische. Es geht darum, welche Welt wir Kindern zeigen, bevor sie sie selbst entdecken können – und wie wir ihre Vorstellungen davon mitprägen.</p><h4>Wie wär’s mit Inspiration statt Normen ?</h4><p>Werbung könnte so viel mehr sein als Reflexion veralteter Klischees; sie könnte Impulse geben, Neugier wecken, Fantasie fördern, Kinder könnten sehen, dass Interessen bunt und vielfältig sind, dass Konzentration, Ungeduld, Mut oder Empathie keine Geschlechtercodes haben. Werbung könnte Geschichten erzählen, die inspirieren, statt Verhaltensnormen zu verordnen, und Kinder ernst nehmen, statt sie auf Stereotype zu reduzieren. Wenn Werbung das erkennt, könnte sie zu etwas werden, das nicht nur verkauft, sondern auch inspiriert. </p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>was noch passiert</p><h5><strong>Über unsere Vorträge, Fortbildungen, Termine und Projekte informieren wir weiterhin zusätzlich (ca. 4x/Jahr) über den Wu2K-Newsletter: </strong><a href="https://wu2k.de/newsletter/"><strong>wu2k.de/newsletter</strong></a></h5><p></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. 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      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/79e98edf-44dd-4e2a-bda3-1b1ff362705f/teaser_image/1763680838?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Sat, 29 Nov 2025 10:56:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jungs sind nicht das empfindlichere Geschlecht. "Aber das teSTosTErOn!]]></title>
      <description><![CDATA[Graderücken einer Deja-vu-Aussage, die Gräben zieht, biologistisch argumentiert, Unterschiede zementiert. Aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring + Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Nein, Jungen sind nicht das empfindlichere Geschlecht.</h1><h5><strong>Können wir endlich aufhören, das Testosteron heran zu zerren, wann immer wir Jungen und Männer bevorzugen bzw entschuldigen wollen?</strong></h5><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d88819a3-aab1-4331-b636-13c3a97fd8df/uploads/images/gpqiw4cm77/IMG_7263.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto: </em><a href="https://unsplash.com/de/@krutota"><em>Anastasiia Krutota via unsplash</em></a></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong><em>“Sie können nicht anders, nehmt Ihnen die Verantwortung ab, den armen Jungs! Schaut doch, das teStoStERoooN!!”</em></strong></p><p>Mal wieder so ein Instapost, der Gräben zieht, biologistisch argumentiert und so Unterschiede zementiert, der also am Ende das Gegenteil dessen erreicht, was er intendiert. Denn eigentlich ist er gut gemeint: erlaubt Jungs, mehr zu fühlen als Wut! Lasst sie weich, sanft, verletzlich sein und fangt sie dann auf, anstatt sie zu beschämen. Das unterschreiben wir zu 100%, aber die Herleitung in dem Post ist gruselig:</p><blockquote><p>Bereits ab der 8. Schwangerschaftswoche wirkt Testosteron auf die Gehirnentwicklung des männlichen Fötus ein. Diese hormonelle Prägung verlangsamt in einigen Arealen die Reifung, insbesondere in den Regionen, die für Impulskontrolle, Emotionsregulation und Stressverarbeitung zuständig sind. … Jungs brauchen länger, um sich emotional zu regulieren, und sind auf noch mehr Co-Regulation und körperliche Nähe angewiesen. Jungen reagieren empfindlicher auf Trennung, Reizüberflutung und Stress. Ihr System gerät schneller in Dysregulation - und sie brauchen länger, um sich wieder zu beruhigen.” <a href="https://www.instagram.com/p/DP35BheAtBm/?img_index=1&amp;igsh=bHU2cHY5M2hwMTlm">@gretagrundmann_psychotherapie</a></p></blockquote><h2>1. Was an der Aussage richtig ist</h2><p>Schon früh in der Schwangerschaft beeinflussen Hormone die Entwicklung des kindlichen Körpers – auch die des Gehirns. Beim männlichen Fötus bilden sich ab etwa der achten bis zwölften Schwangerschaftswoche Hoden, die Androgene wie Testosteron freisetzen. Diese gelangen über das Blut auch ins sich entwickelnde Gehirn und steuern dort, wie Nervenzellen wachsen, sich vernetzen und spezialisieren. Das geschieht nicht als „Hormonflut“, sondern in schwankenden, individuell unterschiedlichen Konzentrationen. Entscheidend ist nicht nur die Menge des Hormons, sondern auch, wie empfindlich bestimmte Zellen auf es reagieren – über sogenannte Androgenrezeptoren. Diese Kombination beeinflusst die Entwicklung von Strukturen wie Hypothalamus oder Amygdala, die später mit Motivation und emotionalem Verhalten zu tun haben.</p><p>Das sind reale biologische Einflüsse – aber sie schaffen Spielräume, keine starren Unterschiede.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>2. Wo die Aussage zu kurz greift</h2><p>Die verbreitete Vorstellung, Testosteron „verlangsame“ beim männlichen Fötus die Reifung des Gehirns, ist eine Verkürzung.<br/>Forschung zeigt: Es gibt zeitlich unterschiedliche Entwicklungsverläufe, keine generelle Verlangsamung. Manche Areale reifen bei männlichen Föten früher, andere später – es handelt sich um Verschiebungen, nicht um Defizite.</p><p>Auch der Zusammenhang zwischen pränatalem Testosteron und späteren Eigenschaften wie Impulsivität oder Empathie ist nicht belegt. Studien finden nur kleine, inkonsistente Effekte, die stark vom Umfeld abhängen. Das kindliche Gehirn bleibt außerdem hochgradig plastisch: Erfahrungen, Bindung, Sprache, Spiel und soziale Interaktion formen die Netzwerke ständig neu. <strong>Biologie setzt Startbedingungen – Erziehung und Umwelt gestalten, was daraus wird.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>3. Warum solche Vereinfachungen problematisch sind</h2><p>Wenn Erwachsene hören, „Jungen reifen im Gehirn langsamer“, klingt das zunächst plausibel. Doch solche Sätze können Erwartungen erzeugen, die sich selbst erfüllen. Wer glaubt, Jungen seien „von Natur aus“ unruhiger, toleriert impulsives Verhalten eher – und wer Mädchen für besonders empathisch hält, achtet stärker auf deren Gefühlsäußerungen. So entstehen Rollenbilder, die nicht angeboren, sondern anerzogen und bestätigt werden. Willkommen in der @rosahellblaufalle!</p><p>Neurowissenschaftlich betrachtet überlappen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern stark: Die Vielfalt innerhalb der Gruppen ist größer als die Differenz zwischen ihnen. <strong>Jedes Gehirn ist ein individuelles Mosaik, kein Musterexemplar für „männlich“ oder „weiblich“.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>4. Was moderne Wissenschaft wirklich sagt</h2><p>Heute gilt: Biologische Faktoren wie Hormone, Gene oder Immunsystem wirken mit sozialen Erfahrungen und Umweltbedingungen zusammen. Auch Mikrogliazellen – die Immunzellen des Gehirns – reagieren geschlechtsspezifisch auf Reize, etwa Stress oder Ernährung der Mutter. Gleichzeitig verändern Erfahrungen über epigenetische Mechanismen, wie Gene abgelesen werden. So entsteht ein fein abgestimmtes Netzwerk, in dem Biologie, Beziehung und Kultur untrennbar miteinander verwoben sind.</p><p>Die moderne Entwicklungsforschung spricht deshalb vom biopsychosozialen Modell:</p><h3><strong>Biologie formt Möglichkeiten – Erziehung, Zuwendung und Erfahrung entscheiden, wie sie sich entfalten.</strong></h3><hr aria-hidden="true"/><blockquote></blockquote><blockquote></blockquote><blockquote></blockquote><h3><strong>Falsche kausale Zusammenhänge, Verkürzungen auf Social Media:</strong></h3><blockquote><p>“Jungen sind nicht das stärkere Geschlecht. Sie sind das empfindlichere - und brauchen deshalb potenziell noch mehr Bindung, mehr Berührung, mehr emotionale Präsenz. Weil sie neurologisch fragiler, emotional abhängiger und physiologisch bedürftiger sind. Nur wer sich geborgen fühlen durfte, kann wirklich stark werden.” <a href="https://www.instagram.com/p/DP35BheAtBm/?img_index=1&amp;igsh=bHU2cHY5M2hwMTlm">@gretagrundmann_psychotherapie</a></p></blockquote><h2>Schluss mit der Geschlechterhierarchie!</h2><p>Vereinfachte biologische Erklärungen verfestigen Stereotype: Sie lassen aus Beobachtungen über Gruppen Vorurteile über Individuen werden. Dabei ist das Entscheidende nicht, <em>welche</em> Hormone in der Schwangerschaft wirken – sondern, <em>welche Chancen</em> Kinder danach bekommen, ihre individuellen Fähigkeiten zu entfalten. Ja, Hormone prägen frühe Entwicklungsprozesse. Nein, sie legen nicht fest, wie Kinder später fühlen, lernen oder handeln.</p><p>Die Aussage, dass Jungen „das empfindlichere Geschlecht“ sind oder grundsätzlich mehr Bindung und Berührung brauchen, ist eine starke Vereinfachung und pauschal nicht haltbar.</p><p>Richtig ist:</p><p><strong>Sich geborgen und sicher zu fühlen, ist eine der wichtigsten Ressourcen für die emotionale Entwicklung und damit für Stärke und Persönlichkeitsentwicklung </strong>– <strong>das gilt für alle Kinder, unabhängig vom Geschlecht.</strong></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>was noch passiert</p><h5><strong>Über unsere Vorträge, Fortbildungen, Termine und Projekte informieren wir weiterhin zusätzlich (ca. 4x/Jahr) über den Wu2K-Newsletter: </strong><a href="https://wu2k.de/newsletter/"><strong>wu2k.de/newsletter</strong></a></h5><p></p><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">ja, möchte ich wissen</a></p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. 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      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/d88819a3-aab1-4331-b636-13c3a97fd8df/teaser_image/1761947572?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 13 Nov 2025 08:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Ich behandle meine Kinder gleich" Warum die NoAxD keine Empathie mag ]]></title>
      <description><![CDATA[Empathische News, Tipps für Gespräche und viele Fragen aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>„Also ich erziehe meine Kinder gleich“</h1><p><strong>Offengebliebene Fragen, die ich nicht stellen konnte, als ich im Juni im Berliner Bildungsausschuss saß und von der NoAfD u.a. mit ihrem traurigen, einseitigen Männlichkeitsbild konfrontiert wurde.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Hintergrund und Vorgeschichte: </em><br/><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/posts/3c009312-3632-4045-aaf3-563fdbc652ff"><em>Senatssitzung in Berlin - mein Rückblick mit Link zur Aufzeichnung</em></a></p><hr aria-hidden="true"/><blockquote><p><em>„Also ich erziehe alle meine 4 Kinder gleich … - Meine Jungs raufen lieber, meine Tochter kuschelt lieber“. (Tommy Tabor, Berliner AxD)</em></p></blockquote><p>Diese Aussage ist unfassbar traurig! Und bedenklich! Und macht mich zornig, weil sie so viel Unwissen offenbart, so viel Rosa-Hellblau-Falle, dass ich in der konkreten Situation in Berlin nur einen Bruchteil davon durch Fakten widerlegen konnte. In dem Wissen, dass Fakten hier ohnehin nichts ändern würden. Und dass ich wütend sein SOLL! Und dass Leute, die schon verunsichert sind in dem Thema, AUF MICH wütend sein sollen. Denn …</p><h3><strong>der NoAfD geht es nicht um Rollenbilder, ihr geht es um Deutungshoheit, Spaltung und Macht.</strong></h3><p>Die Aussage der Überschrift oben stammt aus einer öffentlichen Senatssitzung, für die ich einen fachlichen Input beisteuern durfte. Und die mich ziemlich hilflos zurückgelassen hat. Schockiert auch über die politischen Abläufe, hilflos gegenüber der Tatsache, dass Fakten auch hier keine Rolle spielen.</p><p><a href="https://www.instagram.com/reel/DQlb9WMjcY5/?igsh=cjF0MjcxbHRlZm1k"><em>Hier gehts zu einem kurzen Zusammenschnitt der o.g. Stelle </em></a><em>(auf Insta</em><a href="https://www.instagram.com/reel/DQlb9WMjcY5/?igsh=cjF0MjcxbHRlZm1k"><em>)</em></a></p><p>Und es ist wichtig zu wissen, dass eine solche Sitzung nicht das Format hat, das einen Dialog ermöglichen würde. Ich konnte keine direkte Rückfrage stellen:</p><blockquote><p><strong>„Wie gehen Sie denn dann mit Ihren Söhnen um, wenn die traurig sind? Ist Berührung unmännlich für Sie?“</strong></p></blockquote><p>Es ist in solch einer Sitzung kein Raum, das Gegenüber an die eigene Kindheit zu erinnern:</p><blockquote><p><strong>„Wie ging es Ihnen als Kind, als Ihr Vater sagte: reiß dich zusammen, du bist doch kein Mädchen!“</strong></p></blockquote><p>Es wird in fester Reihenfolge entlang einer Namensliste gesprochen; wer sich auf andere bezieht, wie es hier geschieht, kann nicht direkt eine Antwort bekommen:</p><blockquote><p><strong>„Wie gehen Sie mit Ihrem eigenen Bedürfnis nach Geborgenheit um?“</strong></p></blockquote><p>Dieser Berliner Politiker behauptet also stellvertretend für andere seiner Partei, meine Ausführungen „stellen den natürlichen Verlauf der Natur in Frage“. Meine Ausführungen: damit bezieht er sich ohne logischen Zusammenhang auf meine bildungspolitische Forderung, Kindern Wahlfreiheit unabhängig vom Geschlecht zu ermöglichen und sie in ihrem Verhalten, ihren Interessen, ihrem Spielzeug, ihrem beruflichen Weg zu unterstützen, anstatt sie einzuengen mit veralteten, schädlichen Rollenbildern.</p><blockquote><p><strong>„Wenn dein Sohn morgen sagt: ‚Papa, ich will nicht kämpfen, ich will kuscheln‘ – wie würdest du reagieren?“</strong></p></blockquote><p>Die #noAfd instrumentalisiert Geschlechterbilder für ihren Machtkampf. Sie betreibt einen reaktionären Männlichkeitskult, der harte Männer und klare Hierarchien feiert, während er Fürsorge und Empathie als Schwäche herabsetzt und zugleich beides den Frauen zuweist:  <em>„Meine Jungs raufen lieber, meine Tochter kuschelt lieber“.</em> Das sei der Lauf der Natur, und dass diese Aussage wissenschaftlich nicht haltbar ist, interessiert nicht, denn die ganze Gender-Debatte von rechts ist nur ein Vorwand, um zu spalten, zu verwirren, Angst und Unsicherheit zu wecken. </p><p>Die #noAfD benutzt also (natürlich) auch Kinder und die Debatte um Bildung und Pädagogik, um ihre Spaltungs-Strategie umzusetzen. </p><blockquote><p><strong>„Was würde es mit dir machen, wenn dein Sohn in der Schule dafür ausgelacht wird, dass er zärtlich ist? Würdest du es ihm abtrainieren? Bist du also dieser „Lauf der Natur“?“</strong></p></blockquote><p>Schon Babys zeigen durch sogenannte Spiegelneuronen Ansätze von Empathie, zum Beispiel wenn sie beim Weinen anderer Babys auch zu weinenbeginnen. Diese „Gefühlsansteckung“ ist die Grundvoraussetzung für empathisches Verhalten. Im ersten und zweiten Lebensjahr zeigen Kinder, dass sie das Unglück anderer bemerken und sie versuchen, durch eigene Mittel zu helfen. Wenn Kinder in ihrer Umgebung wenig Wärme oder Verständnis erleben, fällt es ihnen schwerer, sich in andere einzufühlen(1). Werden ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse von Erwachsenen nicht gesehen oder ernst genommen, verlieren sie mit der Zeit das natürliche Mitgefühl, das eigentlich in jedem Kind steckt (2). Deshalb ist es so wichtig, dass Erwachsene mit gutem Beispiel vorangehen und Empathie im Alltag vorleben – und zwar bei Töchtern wie Söhnen! Kinder brauchen Menschen, die ihnen zeigen, wie das geht, mitfühlen und auf andere achten, damit sie diese Fähigkeit richtig entfalten können (3).</p><p><strong>Aber Fans der #noAfd, die auf binäre Rollenbilder setzen, ist es egal, dass der Mensch per se empathisch ist.</strong></p><p>Sie behaupten steif und fest, es sei der “natürliche Lauf der Natur”, dass Jungen lieber raufen und dabei weniger empathisch seien, dabei wird ihnen die Emapthie nur als “unmännlich” abgewöhnt. Durch Menschen wie den hier genannten und seine Partei, die behaupten, der starke Mann werde es schon richten, und die Frau soll ihm folgen. Der wütende Mann wird gefeiert, denn Wut passt zum Männlichkeitsideal der blauen Partei. Und Wut passt zu den Grabenkämpfen, die die einen gegen die anderen aufbringen. Ohne jede fachliche, faktische, wissenschaftliche Grundlage. Was hilft, ist - das ist die Ironie in dieser Sache: empathische Gespräche:</p><blockquote><p> <strong>„Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Sohn oder deine Tochter später sagt: ‚Papa, ich durfte nie ich selbst sein‘?“</strong></p></blockquote><p>Wir wünschen Euch viele Gelegenheiten dafür, viel Gelassenheit und Geduld, sie immer und immer wieder zu führen. <br/></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ul><li><p>1 - Müller &amp; Thomas, 2013, „Entwicklungspsychologische Grundlagen der Empathiefähigkeit“</p></li><li><p>2 - Zorzi, 2017, „Mitgefühl bei Kleinkindern: Eine Studie“</p></li><li><p>3 - Liekam, 2005, „Empathie als Fundament pädagogischer Professionalität“; Zorzi, 2017, „Mitgefühl bei Kleinkindern: Eine Studie“</p></li><li><p>Link zum <a href="https://www.youtube.com/watch?v=N822PhUY0Ow&amp;t=2471s">Input von Almut Schnerring</a> im Rahmen der o.g. Senatssitzung</p></li></ul><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne dass der Preis für dich höher wäre.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 07:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gärtnerspaten, Damenspaten, Geschlechtergrrrraben.]]></title>
      <description><![CDATA[Erdige News zur binären Gartenarbeit und über Körpergrößen - aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum Bezeichnungen, die Produkte nach Geschlecht sortieren, keine Lappalie sind, sondern ein Puzzlestein in der zunehmenden Geschlechtertrennung und enger werdenden Rollenbildern und Normen.</strong></p><p>Langer Stiel für den Gärtner, kurzer für die Dame – ganz einfach, oder? Schließlich sind <strong>alle Männer groß und langarmig</strong>, <strong>alle Frauen zierlich und kurzgliedrig</strong>. So steht’s im Biologie-Buch von 1953. Oder im Baumarktkatalog, der offenbar aus dem gleichen Jahr stammt.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1bf67821-2135-408e-84a5-fce4cc8d2eab/uploads/images/uyt2gy3kq7/Folie1.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Gärtnerspaten. Damenspaten. Foto aus einem Katalog."/><figcaption>Gärtnerspaten. Damenspaten. Und irgendwo dazwischen liegt der gesunde Menschenverstand vergraben.</figcaption></figure><h3>Schreibt dran, WAS es ist und nicht für WEN !</h3><p>Natürlich könnte man berücksichtigen, dass sich die Körpergrößen von Männern und Frauen im Bereich zwischen 1,60 m und 1,90 m stark überschneiden – aber das wäre ja Aufwand. Lieber die alte Hackordnung beibehalten: <strong>Der Mann soll zum Gärtnerspaten greifen, die Frau zum Damenspaten</strong>. Bei Kritik an ihrem Gendermarketing antworten Firmen erfahrungs- und sinngemäß: “Wir schreiben da niemandem etwas vor, sie können natürlich auch den jeweils anderen xx kaufen”. Oder in anderen Worten:</p><blockquote><p>“Wir schreiben drauf, was Ihnen egal sein soll.”</p><p>- okay, aber wozu dann das Geschlechterlabel?</p></blockquote><p>Ergonomische Passform bei Rucksäcken, Körpergröße bei Fahrrädern, Handgröße bei Gartenhandschuhen… das wäre wohl zu einfach. Aber das Marketing macht lieber den Gärtner zum Bock und den Spaten zum Tool, das den Geschlechtergraben weiter aushebt – Schaufel für Schaufel, Generation für Generation.</p><p>Hauptsache, wir säen weiter fleißig Unterschiede, wo es gar keine geben müsste. Dann können wir später wieder mit großen Augen über die Wunder der Sozialisation staunen. Und uns dabei unschuldig die Hände in Gartenerde waschen. … Danke, wir finden selbst zur Tür.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1bf67821-2135-408e-84a5-fce4cc8d2eab/uploads/images/qcv7eh73zf/Folie2.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Garten-Gummihandschuhe: links in pink mit Etikett &quot;Lady Garden&quot;, rechts in Grün, Etikett &quot;Garden&quot;"/><figcaption>&quot;Lady Garden&quot; = im Englischen umgangssprachlich für Vulva. Absicht oder Unwissen?</figcaption></figure><h3>Achso, by the way:</h3><p>der Durchschnittsmann in Hamburg ist 1,83 Meter und in Thüringen 1,72 Meter groß. Vielleicht sollte es in Zukunft besser Hamburger-Spaten und Thüringer -Spaten geben, wo “Damen” oder pinke “Ladys” im Garten sowieso nicht viel umgraben? Nein? Aber wo Sexismus ist, kommt der Rassismus oft gleich um die Ecke, also warum nicht gleich West-Spaten und Ost-Spaten? Ach, da hört’s dann auf? Oder kommt das erst noch?</p><h3>Und noch was:</h3><p>In der Jägerinnen- und Sammler-Zeit, also bis ca. 10.000 v. Chr., waren Männer und Frauen ähnlich groß. </p><figure><a href="http://equalcare-akademie.de/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1bf67821-2135-408e-84a5-fce4cc8d2eab/uploads/images/2uxxofrztx/Image-1.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Blick auf eine Bühne, Sascha steht auf nem Höckerchen, Almut sitzt. Im Hintergrund die Folie mit Glockenkurven vom Ende des Textes hier."/></a><figcaption>Vortrag in Münster. Sascha mit Schemelchen für mehr Zentimeter.</figcaption></figure><p>Der sexuelle Dimorphismus, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, war damals geringer. Das liegt daran, dass alle Geschlechter zur Nahrungssuche beitrugen, die körperlichen Anforderungen an die Geschlechter waren vergleichbar, die Ernährung auch. In Jägerinnen- und Sammlergruppen war die soziale Hierarchie meist flacher, und alle Geschlechter hatten einen vergleichbaren Zugang zu Nahrung und Ressourcen. Es gab weniger kulturelle oder soziale Bevorzugung eines Geschlechts, was sich auch in ähnlichen Wachstumsbedingungen und damit in der Körpergröße niederschlug.</p><p>Bunte Grüße</p><p>von Almut &amp; Sascha</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1bf67821-2135-408e-84a5-fce4cc8d2eab/uploads/images/ovuymxsg6u/foto_(2).png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Schaubild: 6 Glockenkurven, die die große Überlappung der Gemeinsamkeiten zeigen bei Ländern, Religionen, Einkommen, Gender, Altersgruppen, Bildung."/><figcaption>Far more unites us than divides us. Es verbindet uns mehr als uns trennt.</figcaption></figure><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne dass der Preis für dich höher wäre.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/1bf67821-2135-408e-84a5-fce4cc8d2eab/teaser_image/1750855135?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sprich über den Wert von Arbeit, aber bitte ohne Honorar!]]></title>
      <description><![CDATA[Absurde News zur vermeintlichen Gratis-Expertise von Speaker*innen aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>“Honorar können wir leider keines bezahlen…”</h1><h4><strong>… aber wir möchten Sie als Speakerin anfragen zum Thema Care und dem Wert von Arbeit”.</strong></h4><p>Der folgende Text ist eine Antwort-Email, die ich damals zwar verschickt, mich aber nicht zu veröffentlichen getraut habe. Ich bin Freiberuflerin und angewiesen auf Vortragsanfragen, also will ich nicht “schwierig” rüberkommen, nicht ungemütlich und kritisch, sondern natürlich immer locker, flockig, unkompliziert. Ächz. 🤪</p><p>Aber jetzt fiel mir dieser Mailverkehr wieder ein; draufgebracht hat mich Mareice Kaiser mit ihrem Text <a href="https://steadyhq.com/de/fast-sommer/posts/593f1b74-f18e-4d0f-9c56-edab4be29b45">“Ich arbeite für Geld”</a> . Ich möchte den zum Anlass nehmen, meine Erfahrungen zur mangelnden Wertschätzung der Expertise von Speaker*innen ebenfalls zu teilen. Danke dafür, @<a href="https://www.instagram.com/p/DKwVzvms1g9/?igsh=Z21nMnhpOGw5bmhs">mareicares</a> !</p><h3>Ich war für eine Konferenz angefragt worden,…</h3><p>… um über Equal Care zu sprechen, also die Verteilung der CareArbeit, zur Definition von Arbeit und ihren Wert. Im Telefongespräch mit dem Veranstaltungsteam erfuhr ich: Honorare waren keine vorgesehen. Und so habe ich abgesagt, denn meine Zeit für Ehrenamt steckt in meinen Projekten <a href="https://equalcareday.org/">Equal Care Day</a> und <a href="https://klischeesc.de/">klische*esc e.V.</a>, mehr ist nicht drin in einem 24Std Tag mit Familie und ohne geerbtem Privatjet ¯\_(ツ)_/¯ . Und ich kenne ja diese Art Anfragen schon. Ich hätte sie also wohl bald wieder vergessen, doch dann bekam ich nochmal Antwort:</p><blockquote><p>“Schade, dass du nicht dabei sein kannst. Hast Du einen Vorschlag, wen wir stattdessen einladen könnten?”</p></blockquote><p>Zum Rahmen sei erwähnt, dass rund 1.500 Teilnehmerinnen erwartet wurden, Tickets kosteten 350,- das Stück, Einnahmen also 525.000 Euro brutto - dazu das Sponsoring eines DAX-Konzerns, aber keine Honorare für die, die den Content liefern. Als Antwort auf die Nachfrage, ob ich nicht eine andere empfehlen möchte, die sich ausbeuten lässt, habe ich dann in einer langen Mail runtergeschrieben, was mich eine Nacht lang beschäftigt hatte:</p><p>---</p><h3><strong>Hallo an das Team von xy,</strong></h3><p>[ … ] Eure Arbeit finde ich wichtig und richtig und halte es für notwendig, Frauen im Businessbereich zu vernetzen und dort auch über Themen wie Rollenbilder, Unconscious Bias, Equal Care und die verschiedenen Gender Gaps zu informieren! Und ich freue mich, dass Ihr auf mich gestoßen seid und mich dafür angefragt habt. Ich wäre gerne dabei, sage selten Nein bei diesem mir auch persönlich und privat wichtigen Thema, und ich würde es bedauern, wenn wir nicht doch noch zusammenfinden.</p><p>Nun geht es in meinen Keynotes um den Wert von Arbeit, um unsichtbare Arbeit und deren mangelnde Wertschätzung. Es ist also kein Zufall, dass auch das Darüber-Sprechen oft von jenen angefragt wird, denen selbst wenig Budget zugewiesen wird, weil auch ihr Aufgabenbereich entsprechend geringgeschätzt wird innerhalb ihrer Organisation (Gleichstellungsstellen, Pflegeverbände, Care-Organisationen…). Ich kann deshalb verstehen, wenn den Referent*innen für Events, die durch ein ehrenamtliches Team und/oder nur mit öffentlichen Fördergeldern veranstaltet werden, nichts oder nur rund €500,- bezahlt wird<em> (das ist der Satz, der z.B. von Ministerien akzeptiert wird, wenn sie eine Veranstaltung fördern)</em>. Solche Veranstaltungen sind allerdings in der Regel umsonst oder die Ticketpreise liegen bei max. €30,-.</p><p><strong>Doch Ihr verlangt Eintrittspreise im dreistelligen Bereich, seid &quot;powered by xy&quot;, habt Geld für Räume, Werbung, Technik, Catering, aber die, die für Euch die Inhalte beisteuern, die das Programm tragen, und mit denen Ihr dann Werbung macht, Aufmerksamkeit gewinnt, ohne die Ihr die Tickets ja schlecht verkaufen könntet, die kommen gar nicht vor in der Budgetplanung?!</strong></p><p>Mir ist klar, dass ich mit einer Mail Euer Veranstaltungskonzept nicht über den Haufen werfen kann, wäre aber dankbar, wenn Ihr gemeinsam mit mir diesen Systemfehler mal genauer unter die Lupe nehmt. Und es ist mir wichtig, an der Stelle, auf die Ironie der Situation hinzuweisen:</p><h4><strong>Sprich über den Wert von Arbeit, aber bitte ohne Honorar!</strong></h4><p>Wie kann es sein, dass Ihr mir Reichweite und Netzwerk anstelle einer fairen Bezahlung angeboten habt? Für den Caterer, der allen Teilnehmenden seine Visitenkarte geben kann, oder für die Kamerafrau vor Ort wäre das doch auch keine Währung, warum also für Eure Speaker*innen? Dazu kommt, dass das ausgerechnet bei einem Event passiert, das laut Website das Ziel hat &quot;sich für die Gleichstellung von Frauen stark zu machen&quot;? Ihr stabilisiert damit exakt das Systemproblem, das Ihr eigentlich mit meinem Input sichtbar machen wollt!</p><p><strong>Equal Care gelingt nicht, wenn große Unternehmen sich im Bereich Gleichstellung und Frauennetzwerk positionieren, um dann von einem Setting zu profitieren, indem frau nicht (fair) bezahlt wird!</strong></p><p>Wollt Ihr denn wirklich Teil dieses Missstandes sein und ihn weiter reproduzieren, oder wollt Ihr ihn angehen und zur Lösung beitragen mit bezahlten Keynotes wie der meinen?</p><p>Dankbar für einen weiteren Austausch dazu,</p><p>mit schönen Grüßen,</p><p>Almut</p><p>PS. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass mir daraufhin 500€ angeboten wurden.</p><hr/><p>was noch passiert</p><h5><strong>Über unsere Vorträge, Fortbildungen, Termine und Projekte informieren wir weiterhin zusätzlich (ca. 4x/Jahr) über den </strong><a href="https://wu2k.de/newsletter/"><strong>wu2k.de/newsletter </strong></a></h5><p><a href="https://wu2k.de/newsletter/">Ja, möchte ich wissen</a></p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf - der Kaufpreis für dich ändert sich deshalb nicht.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bonn macht happy? Stadtmarketing mit Burger & Verzückung - KlischeeOlé]]></title>
      <description><![CDATA[Wenig appetitliche News zur binären Städtetour aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Bonn macht happy? – Stadtmarketing mit Rollenklischees, geschlechtergetrennt</h1><p>Die Botschaft der Stadtmarketing-Kampagne „BONN macht happy“ setzt auf Klischees, und das finden wir schade! Warum genau, darum soll es in diesem Newsletter gehen. Wir wollen niemandem auf die Füße treten, schließlich wohnen wir hier, Hallo?! Aber wir wollen sachlich, mit Studien belegt, aufzeigen, warum diese Werbung in die Rosa-Hellblau-Falle tappt, bzw. Menschen die sie sehen, diese stereotype Falle reproduziert und bereithält für die nächste Generation.</p><h3> Der Mann isst, die Frau shoppt. </h3><p>Er: genießerisch, bodenständig, sättigend. Sie: verspielt, leicht, konsumfreudig. Das ist leider nicht bloß Werbung, sondern auch der Beweis für die Allgegenwart stereotyper Botschaften im öffentlichen Raum.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d789df32-625e-4637-9e22-4bb6e8724f8d/uploads/images/ckm7od2pkk/3F2818CF-2C78-4B50-9E54-F1761A3BE4B7.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Er wird satt. Sie wird schick.</h3><p>Was hier visuell verkauft wird, ist nicht nur „City Life“, sondern leider ein Rückfall in stereotype Geschlechterlogik. Nicht, weil eine Frau nicht einkaufen und ein Mann nicht essen darf. Sondern weil diese Auswahl nicht zufällig ist. Sie funktioniert, weil sie anschlussfähig ist. Weil sie seit Jahrzehnten eingeübt ist – in Werbespots, Katalogen, Schulbüchern, Magazinen, Instagram-Ads…. Studien zeigen, dass in deutschen Werbespots Frauen nach wie vor häufiger in Haushalts- und Konsumkontexten dargestellt werden, während Männer mit Genuss, Technik oder beruflichem Erfolg assoziiert werden (vgl. Studie der Universität Leipzig, 2022). Auch in Kinderbüchern und Schulmaterialien finden sich diese Stereotype immer wieder (Untersuchung der Universität Bielefeld 2020).</p><p>Er bekommt den Burger. Sie die Tüten. Er darf genießen. Sie darf glitzern. Er wird satt. Sie wird schick. Dass ausgerechnet eine städtische Kommune diesen Dualismus fröhlich bebildert, ist traurig. Und symptomatisch.</p><h3>Warum das ein Problem ist, und kein smarter Werbegag</h3><p>Stereotype sind nicht einfach „überholt“, sie sind wirkmächtig. Sie formen Wahrnehmung, Verhalten, Stadtbilder. Wenn Stadtwerbung traditionelle Geschlechterbilder reproduziert, beeinflusst sie, wer sich in der Stadt willkommen fühlt, wer als „typisch* Konsument*in“ gedacht wird – und wer nicht.</p><p>Laut einer repräsentativen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2023) fühlen sich 41 Prozent der Befragten durch stereotype Darstellungen in Medien und Werbung negativ beeinflusst. Kinder und Jugendliche, die tagtäglich mit solchen Bildwelten aufwachsen, internalisieren diese Rollen schnell als „normal“ – mit Folgen für ihr Selbstbild und ihre Lebensentscheidungen. Die Annahme, Werbung habe keinen Einfluss, ist zwar weit verbreitet, aber nachweislich falsch. Neurowissenschaftliche Untersuchungen (z.B. mittels MRT) belegen, dass emotionale Werbung besonders gut im Gedächtnis bleibt und Einstellungen beeinflussen kann, auch wenn sich die Probanden dessen nicht bewusst sind (Vgl. Studien von Hilke Plassmann oder Antonio Damasio). Werbung für Alkohol zum Beispiel, steigert das Konsumverhalten messbar, selbst wenn die Befragten das nicht reflektieren oder zugeben wollen (Sargent &amp; Babor, 2020). </p><h3>Macht Shopping und Konsum schön und glücklich?</h3><p> Wenn also Jungen im Grundschulalter häufiger Fleisch konsumieren als Mädchen – nicht, weil sie es mehr mögen, sondern weil es ihnen gesellschaftlich „zugeteilt“ wird (Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde Diplomatique (2021): Fleischatlas) – dann haben auch solche Plakate ihren Anteil daran. Wenn Mädchen mehr Kleidung besitzen und sich häufiger unsicher über ihr Aussehen zeigen, dann auch, weil „happy sein“ im rosa Beutel geliefert wird (Berliner Forum Gewaltprävention, BFG 22, 2014). Plakate, die verzückte Frauen mit ihren Einkaufsbeuteln beim Shopping zeigen, erzählen jungen Mädchen Tag für Tag: Wer shoppen geht, wird glücklich, schön und bewundert. Sie malen ein Bild, in dem Selbstwert und Lebensfreude scheinbar direkt an die nächste Einkaufstüte gebunden sind. Natürlich wollen Unternehmen ihre Produkte verkaufen – das liegt in der Natur der Sache. Aber wenn Werbung immer wieder suggeriert, dass echte Zufriedenheit und Anerkennung nur im Kauf neuer Kleider zu finden sind, dann ist das mehr als nur ein harmloses Verkaufsargument. Es ist eine Einladung zum ständigen Vergleich, zum Zweifeln am eigenen Aussehen und zur Jagd nach dem nächsten Glücksmoment im Schaufenster. Das mag aus wirtschaftlicher Sicht legitim sein, aber die Folgen für das Selbstbild junger Mädchen sind alles andere als harmlos.</p><h3>Stadtmarketing mit Verantwortung</h3><p>Natürlich dürfen Unternehmen für ihre Produkte werben und wollen Geld verdienen – das gehört zur Marktwirtschaft dazu. Aber dieses Recht hebt ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht auf. Firmen müssen sich schon fragen lassen, welche Folgen ihre Botschaften haben und wie weit ihre Verantwortung reicht. Immer mehr Unternehmen begreifen zum Glück, dass sie Teil der Gesellschaft sind und mitgestalten, wie wir leben und denken. Corporate Social Responsibility (CSR) heißt: Wer wirtschaftet, trägt auch Verantwortung – für Menschen, für die Umwelt und für das Miteinander. Wer nur auf Umsatz schielt und die Auswirkungen auf die Gesellschaft ausblendet, macht es sich zu einfach.</p><p>„BONN macht happy“ – so lautet der Claim. Die Frage ist: Wen genau macht es happy? Wer sieht sich hier repräsentiert, und wer reduziert? Vielfalt heißt nicht, auf zwei Zielgruppen zu schielen und sie maximal genderkonform zu bebildern. Vielfalt heißt, auch mal was zu riskieren. Eine Frau, die isst, ohne dabei schlank aussehen zu müssen. Ein Mann, der mit Kind im Arm shoppt, ohne dass man ihn dafür gleich auf ein Super-Dad-Podest stellt. Oder – revolutionär gedacht – eine Person, die einfach Mensch ist, ganz ohne Rollenpose.</p><p>Wer heute noch mit rosa-blauen Symbolwelten wirbt, darf sich nicht wundern, wenn sie*er für Rückschritt gefeiert wird. Werbung ist nie neutral. Auch nicht, wenn sie mit einem Augenzwinkern daherkommen möchte. Vielleicht wäre ein Blick in die reale Stadt hilfreicher: Die ist nämlich bunter als dieser Marketingentwurf.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d789df32-625e-4637-9e22-4bb6e8724f8d/uploads/images/lq3xcdtwja/3051FFDF-A9E4-4E9B-BE0B-10FCA791A3B3.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/d789df32-625e-4637-9e22-4bb6e8724f8d/teaser_image/1749737693?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 12 Aug 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Er hilft im Haushalt, damit sie seine Mutter glücklich backen kann?]]></title>
      <description><![CDATA[Die News aus der Backschüssel und warum Dr.Oetker mal aus dem KlischeeQuark kommen muss, samt Grüßen aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h4>Historischer Rückblick auf Backmischungen und das Frauenbild im Team von Dr. Oetker</h4><p>Wir sind sehr einig mit der Kritik am <a href="https://www.facebook.com/reel/1868089717304461">aktuellen Werbe-Reel von Dr.Oetker</a>. Das, in dem Frau den Haushalt schmeißt, das Haus auf Reset bringt, weil die (böse? kritische?) Schwiegermutter gleich kommt, während er keinen Finger rührt, aber &quot;hilft&quot;, indem er Fertigkuchen vor ihr Gesicht schaukelt. Aber die Kritik ist uns a) zu leise, und b) teilen wir nicht die Freude über die Reaktion des Unternehmens (s.u).</p><h3>Worte zählen hier nicht mehr, nur noch Handeln.</h3><p>Warum, das erklärt dieser Rückblick:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/5ed7mq5juy/IMG_5451.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot aus dem &quot;Eine Frau hat zwei Lebensfragen&quot;-Spot von 1954: Frau Renate kocht für Peter, weil Männer nach der Hochzeit so viel Hunger haben, und…bla…"/><h3>&quot;Was soll ich kochen? Was soll ich anziehen?&quot;</h3><p>Dr.Oetker ist bekannt für den <strong>&quot;Eine Frau hat zwei Lebensfragen&quot;-</strong>Spot - wieso gelingt es den Zuständigen nicht, sich endlich vom Hausfrauenbild der 1950er zu verabschieden?</p><h2>Exkurs:</h2><p><em>Während des Zweiten Weltkriegs hielten Frauen buchstäblich den Laden am Laufen: In den Fabriken montierten sie Flugzeugteile, auf den Feldern sorgten sie dafür, dass überhaupt noch etwas zu essen auf den Tisch kam, in Büros und Handwerksbetrieben stemmten sie die Arbeit, die sonst Männer gemacht hatten. Millionen übernahmen Verantwortung in Bereichen, die vorher als Männersache galten – aus purer Notwendigkeit, aber mit beeindruckender Kompetenz.</em></p><p><em>Doch nach Kriegsende und der Rückkehr der Männer war all das plötzlich nichts mehr wert. Die Politik in der westdeutschen Bundesrepublik schuf die rechtlichen Grundlagen für eine schnelle Rückkehr zum alten Rollenbild – Ehemänner konnten noch bis in die späten 1950er entscheiden, ob ihre Frau arbeiten gehen durfte oder nicht. In Schulbüchern und Werbeanzeigen tauchten Frauen fast nur noch als perfekte Hausfrauen und Mütter auf – als hätte es die Jahre Eigenständigkeit und Belastbarkeit nie gegeben. Zeitschriften wie „Brigitte“ feierten die Frau am Herd, Werbespots von Dr. Oetker zeigten Frau Renate, wie sie in die Küche stürzt, um rechtzeitig vor Peters Heimkehr das Essen auf den Tisch zu bringen. Von nun an galt wieder Familie und Fürsorge statt Selbstbestimmtheit.</em></p><p><em>Diese Rückkehr zum sogenannten „Normalzustand“ hatte System: Die Rückkehrer sollten nicht nur Arbeit und gesellschaftliche Stellung zurückerhalten, sondern auch ihr Selbstbewusstsein – oft wurde das gezielt auf Kosten der Frauen durchgesetzt. Die Folge war: Eine Generation von Frauen, die nach 1945 mit unermüdlicher Selbstverständlichkeit für das Überleben des Landes gesorgt hatte, wurde geradezu unsichtbar gemacht. Und mit ihnen verschwand auch die Erinnerung daran, wie unverzichtbar ihre Leistung wirklich gewesen war.</em></p><h2>Zurück an die Rührschüssel:</h2><p><strong>Muss also Werbung für Backmischungen auch in diesem Jahrhundert und alle Jahre wieder mit Geschlechterstereotypen arbeiten und den CareGap reproduzieren?</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/2mxi5qf5zh/IMG_5456.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot aus dem Dr. Oetker Werbespot zum Pizzaburger: zwei Männer an einem Esstisch, der eine stellt einen Bund Ruccola in eine Blumenvase"/><h3>2013 der Pizzaburger-Spot</h3><p>&quot;Für alle, für die Salat nur Tischdeko ist&quot;, zwei Typen, die kein Besteck mögen, zwei Frauen, nicht Teil der Szene, bloß als Zuschauer*innen im Bild, natürlich mit entsetztem Blick.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/gxdsvzfql5/IMG_5453.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Plakta von Dr.Oetker, Frau mit Kuchen in Fußball-Form, darüber der Text &quot;Back deinen Mann glücklich - auch wenn er eine zweite Liebe hat.&quot;"/><h3>2018 die Aktion &quot;Back deinen Mann glücklich!&quot;</h3><p>Das Familienunternehmen antwortet auf Kritik sinngemäß: das ist ja nur eins von mehreren Motiven, Ihr müsst das im Kontext sehen. - welcher Kontext? Die Anspielung auf das Fremdgehen von Männern, die “eine zweite Liebe” haben? Der historische Kontext, weil das Bild dem o.g. 1950er-Spot ähnelt und die Botschaft der Nachkriegstradition fortführt?</p><h3>2020 dann die Mini-Pizza,</h3><h3>niedliche Häppchen für niedlich schlanke Frauen...</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/qaodo2gjq6/IMG_5454.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot aus dem Gruselkabinett des Gendermarketing &#39;Der Goldene Zaunpfahl&#39;: &quot;Die Minipizza für die Frau&quot;, Oktober 2020"/><h3>2024 geschlechtergetrennte Backmischungen</h3><p>für Dino-Jungs und Einhorn-Mädchen…</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/jt77nchoov/IMG_5449.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>… auf unsere Kritik hin folgt das Déja-Vu aus dem ‘<a href="https://goldener-zaunpfahl.de/faqs/#bingo">Bullshitbingo des Gendermarketing</a>’: “Du kannst für deinen Sohn ja trotzdem die lila Packung…”, dabei wird im dazugehörigen Werbespot ganz klar Mädchen das Einhorn und Jungs den Dino zugewiesen. Die Intention und Werbestrategie der Zielgruppentrennung ist offensichtlich, wird aber geleugnet.</p><a href="https://goldener-zaunpfahl.de/faqs/#bingo"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/2bvqoz2jxf/Bullshitbingo.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Auszug aus dem Bullshitbingo auf den Seiten des Goldenen Zaunpfahls, Award für absurdes Gendermarketing. Der Link führt zur ausführlichen Version: goldener-zaunpfahl.de/faqs/#bingo"/></a><h3>Geschlechtertrennung und enge Rollenbilder</h3><p>Dr. Oetker landet mit seinem Marketing immer wieder im Gruselkabinett des Award für absurdes Gendermarketing vom Goldenen Zaunpfahl - weil das Unternehmen an Geschlechtertrennung und limitierenden Rollenbildern festhält.</p><p>Und deshalb ist uns die Antwort auf die Kritik am Fertigkuchen-Spot von 2025 (unter einem <a href="https://www.linkedin.com/posts/lisa-zimmermann-entrepreneurship-education_gutesmarketing-femaleempowerment-feminismus-activity-7351117145734320128-t1of/?utm_source=share&amp;utm_medium=member_ios&amp;rcm=ACoAADD1FSkBKcCHhNIqu9pGZjVp3IKbBAVWHdo">Post von Lisa Zimmermann auf linkedin</a>) zu dünn.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/jrwfrdqy4e/IMG_5448.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot des Linkedin-Kommentars von DrOetker: […] auch wenn die Intention hinter dem Film eine satirische Überzeichnung war, erkennen wir, dass die dargestellten Bilder und Botschaften nicht dem heutigen gesellschaftlichen Bewusstsein entsprechen […] Es lag und liegt uns fern, stereotype oder überholte Rollenbilder zu reproduzieren. […]&quot;"/><h4>Es genügt einfach nicht mehr, nur situativ auf Kritik zu reagieren</h4><p>Liebes Dr. Oetker -Team, gönnt Euch doch mal ein Anti-Bias-Training, bucht uns in Sachen Rosa-Hellblau-Falle oder holt euch Expertise aus dem Pool der vielen Unconcias-Bias-Trainer*innen, die euch helfen, eure eigene Prägung zu reflektieren und in Bezug zu setzen zum eigenen Selbstverständnis und der Außenkommunikation.</p><p>Das Grundgesetz, Art. 3 sagt: &quot;Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.&quot; - fyi: wir alle sind der Staat!<br/>Und ganz persönlich an die Familie Oetker, Grundgesetz Art. 14: <strong>&quot;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.&quot;</strong></p><p>Es genügt also einfach nicht mehr, nur situativ auf Kritik zu reagieren, die eigene Historie zu ignorieren und Gendermarketing sowie sexistische Rollenbilder als Nischenthema des Marketing zu diskutieren! In Zeiten, in denen Frauen weiterhin die Kompetenz für wichtige Ämter abgesprochen wird, in denen wir festhängen am &quot;Das Kind gehört zur Mutter&quot;-Narrativ, während Männern ohne entsprechende Biografie Wirtschaftskompetenz unterstellt wird, können Wirtschaft und Politik nicht behaupten, Wahlfreiheit, Vielfalt und die Auflösung limitierender Rollenbilder seien Privatsache.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/uploads/images/aikg7yjqlv/IMG_5310.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot unserer Instagram-Story mit Ausschnitt des aktuellen Werbespots, darunter ein chin-chin-Emoji und der Kommentar mit &quot;Darauf erst einmal ein Gläschen Frauengold&quot;"/><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne dass der Preis für dich höher wäre.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/69dad3fc-5536-4754-8946-5d7cb4404731/teaser_image/1753091019?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 07:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mädchen hören gerne zu, Jungs müssen sich bewegen. Schule in der Falle]]></title>
      <description><![CDATA[Stereotype News aus den Tiefen der RosaHellblauFalle in einer Gratis-Elternzeitschrift - Faktencheck aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mädchen hören gerne zu, Jungs müssen sich bewegen. Faktencheck zur Rosa-Hellblau-Falle in der Schule</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ecfbc6e-5bd5-457a-bb64-8cca1aadbec2/uploads/images/bpeabq3kig/was-ist-da-passiert-frankenkids.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Mädchen hören gerne zu, sie lieben es, sich mit Bügelperlen zu beschäftigen. Jungs finden Handarbeiten einfach nur ätzend. Sie müssen sich bewegen.&quot; - Wie bitte? Was ist euch denn da durchgegangen, @ Familienmagazin-Frankenkids ?"/><h3><strong>Liebe Lehrkräfte, liebe Eltern, liebe Redaktion der Frankenkids!</strong></h3><p>Es sind Texte wie dieser, die uns beunruhigen. Texte voller Falschaussagen, unpräziser Halbwahrheiten und mit längst widerlegten Ergebnissen aus zweifelhaften Studien, die nie reproduziert werden konnten. Noch beunruhigender: oberflächliche Routinen von Redakteur*innen in Verlagen, die ungeprüft Texte veröffentlichen - <strong>ein kleiner Faktencheck nur, bitte! </strong>Aber ja: “Mädchen lernen anders als Jungen”, das klingt doch so nachvollziehbar. Und wenn da eine sagt, hier ginge es um Grundbedürfnisse unserer Kinder - wer wird denn da so garstig sein und weghören? Wir wollen doch nur das Beste für die Kinder! Doch der Text von Carolin Deutschmann im Familienmagazin ‘Frankenkids’ ist das Gegenteil von gut gemeint. Und wir sind es leid!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ecfbc6e-5bd5-457a-bb64-8cca1aadbec2/uploads/images/lg6kzozjhp/Bildschirmfoto_2025-07-06_um_23.59.37.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="TitelScreenshot: Ist lernen männlich oder weiblich. Text darunter: &quot;Allein der Titel weckt automatisch die Erwartung, dass Lernen irgendwie mit dem Geschlecht zu tun hat. Solche Überschriften bestärken Eltern in ihrem Gefühl, dass es völlig normal sei, Kinder nach Geschlecht zu sortieren, wenn es ums Lernen geht.&quot;"/><h3>Wenn Bauchgefühl und Hörensagen wissenschaftliche Fakten ersetzen</h3><p><strong>Hier der Text, und im Anschluss unser Faktencheck</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ecfbc6e-5bd5-457a-bb64-8cca1aadbec2/uploads/images/zpoorna45t/0ACA05D0-56C2-40B8-B524-8F016D0A7367.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><h2>Grob- und Feinmotorik</h2><p><strong>Behauptungen:</strong></p><p><em>Jungen erreichen den Gipfel der Grobmotorik vor der Pubertät, Mädchen erst danach. Jungen haben genetisch mehr Muskelmasse, müssen mehr Nervenbahnen anlegen und „zappeln“, um ihr Gehirn zu trainieren. Mädchen kommen mit reiferem Gehirn zur Welt, beschäftigen sich lieber mit feinmotorischen Aufgaben.</em></p><p><strong>Wissenschaftliche Bewertung: stark vereinfacht und teils falsch</strong></p><p>Vor der Pubertät sind Geschlechtsunterschiede in der motorischen Entwicklung gering. Jungen zeigen im Schnitt früher grobmotorische Aktivität, Mädchen sind oft früher bei feinmotorischen Aufgaben. Die Unterschiede entstehen durch ein Zusammenspiel von biologischen und sozialen Faktoren, wie zahlreiche Studien und Übersichtsarbeiten zeigen. Hier sind drei davon:</p><p>• Alfermann, 2009 (Handbuch motorische Entwicklung: Biologische, genetische und Umwelteinflüsse)</p><p>• Reinders, 2017 (Sportlich-motorische Entwicklung bei Mädchen und Jungen: Körperliche Unterschiede ab der Pubertät, aber auch Einfluss von Sozialisation)</p><p>• Krug et al., 2019 (Motorische Leistungsfähigkeit 4- bis 10-jähriger Kinder: Geschlechterunterschiede und Einfluss von Umwelt)</p><p>Die Aussage, Jungen müssten „mehr Nervenbahnen anlegen“, ist neurobiologisch nicht haltbar. Die Gehirnentwicklung verläuft geschlechtsübergreifend sehr ähnlich, Unterschiede sind minimal (Joel et al., 2015).</p><p>- Die Zuweisung „Mädchen = reiferes Gehirn“ ist zu pauschal und wird durch aktuelle Studien (z. B. Eliot, 2021) relativiert.</p><p>- Die soziale Zuschreibung „Zappelphilipp“ ist auch ein Produkt von Erwartungshaltungen (social labeling).</p><p><strong>Sozialisation &amp; Bias:</strong></p><p><strong>Die Wahrnehmung von Jungen als „zappelig“ und Mädchen als „ruhig“ wird durch stereotype Erwartungen verstärkt (unconscious gender bias). Lehrkräfte und Eltern interpretieren Verhalten oft im Lichte dieser Stereotype (vgl. Haines et al., 2016).</strong></p><p><strong>✏️ Konsequenz für die Schule:</strong></p><p>Flexible Lernumgebungen (z. B. bewegtes Lernen) sind für alle Kinder hilfreich, nicht nur für Jungen.</p><p></p><h2>Konzentration und Aufmerksamkeit</h2><p><strong>Behauptungen:</strong></p><p><em>Mädchen können sich besser konzentrieren, sind organisierter, Jungen sind impulsiver und haben mehr Konzentrationsprobleme (biologisch bedingt).</em></p><p><strong>Wissenschaftliche Bewertung: Nicht haltbar als biologische Gesetzmäßigkeit</strong></p><p>Studien zeigen, dass Konzentrationsfähigkeit und Impulsivität stark von Sozialisation, Erwartungen und Unterrichtsstruktur beeinflusst werden (Duckworth &amp; Seligman, 2006; Hyde, 2014).</p><p>- Unterschiede innerhalb der Geschlechter sind größer als zwischen den Geschlechtern (Hyde, 2005: Gender Similarities Hypothesis).</p><p>- Biologische Faktoren spielen eine Rolle, sind aber nicht ausschlaggebend. Vielmehr beeinflussen Erziehung und Unterrichtsstil das Verhalten.</p><p><strong>Sozialisation &amp; Bias:</strong></p><p><strong>Mädchen werden oft für ruhiges Verhalten gelobt, Jungen für Aktivität – das verstärkt Unterschiede (gendered feedback). Diagnosen wie ADHS werden bei Jungen häufiger gestellt, teils wegen Erwartungshaltungen.</strong></p><p><strong>✏️ Konsequenz für die Schule:</strong></p><p>Individualisierte Förderung und flexible Unterrichtsgestaltung sind für alle Kinder sinnvoll.</p><h2>Lernstile: Zuhören vs. Ausprobieren</h2><p><strong>Behauptungen:</strong></p><p><em>Mädchen lernen lieber durch Zuhören und Erklärungen, Jungen durch Ausprobieren und Entdecken.</em></p><p><strong>Wissenschaftliche Bewertung: stark vereinfacht und nicht haltbar.</strong></p><p>Es gibt keine belastbaren Belege für geschlechtsspezifische „Lernstile“ (Pashler et al., 2008; Coffield et al., 2004). Die Annahme, Mädchen seien auditiv und Jungen visuell/kinästhetisch orientiert, ist ein Mythos! Vielmehr profitieren alle Kinder von abwechslungsreichen Methoden.</p><p><strong>Sozialisation &amp; Bias:</strong></p><p><strong>Lehrkräfte bieten Mädchen häufiger sprachliche Aufgaben an, Jungen mehr praktische – ein klassischer Bias (Tiedemann, 2000).</strong></p><p><strong>✏️ Konsequenz für die Schule:</strong></p><p>Methodenvielfalt ist für alle Kinder wichtig.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ecfbc6e-5bd5-457a-bb64-8cca1aadbec2/uploads/images/3xvu3ynole/Bildschirmfoto_2025-07-07_um_00.01.48.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Höchste Zeit, dass Familienzeitschriften ihre Reichweite nutzen, um Vielfalt und Offenheit zu fördern – und nicht, um überholte Geschlechtergrenzen weiterzugeben. 
Zeigt, wie bunt und vielfältig Lernen wirklich ist – und dass es nicht auf das Geschlecht ankommt!"/><h2>Motivation und Feedback</h2><p><strong>Behauptung:</strong></p><p><em>Mädchen achten mehr auf Noten und Lehrerfeedback, Jungen auf die Peergroup.</em></p><p><strong>Wissenschaftliche Bewertung: Teilweise richtig, aber sozial konstruiert</strong></p><p>Studien zeigen, dass Mädchen im Schnitt stärker auf soziale Anerkennung von Erwachsenen reagieren, Jungen auf die Gruppe (Wigfield et al., 2006). Diese Unterschiede sind aber größtenteils sozial erlernt und nicht biologisch festgelegt.</p><p><strong>Sozialisation &amp; Bias:</strong></p><p><strong>Mädchen werden für Leistung, Jungen für Gruppenzugehörigkeit sozialisiert (Eccles &amp; Roeser, 2011).</strong></p><p><strong>✏️ Konsequenz für die Schule:</strong></p><p>Gruppenarbeit kann Jungen motivieren, individuelles Feedback ist für alle wichtig.</p><hr/><p>Fazit</p><h2>Sozialisation und Gender Bias</h2><p>Die meisten Unterschiede im Lernverhalten sind nicht biologisch, sondern sozial konstruiert. Der Unconscious Gender Bias wirkt sowohl bei Eltern als auch bei Lehrkräften und beeinflusst, wie Kinder wahrgenommen und gefördert werden. Die Gender Similarities Hypothesis (Hyde, 2005) betont: Die Unterschiede innerhalb eines Geschlechts sind meist größer als zwischen den Geschlechtern! Pädagogisch sinnvoll ist es deshalb Kinder individuell zu fördern und stereotype Erwartungen, wie sie der Artikel ‘Frankenkids’ produziert, zu reflektieren.</p><h2>Zusammenfassung</h2><p>Die Aussagen im Text von Carolin Deutschmann sind größtenteils populärwissenschaftlich und greifen zu kurz. Sie spiegeln verbreitete Stereotype wider, die wissenschaftlich nicht haltbar sind oder nur sehr eingeschränkt gelten. Die Förderung von Kindern sollte sich an individuellen Stärken und Bedürfnissen orientieren, nicht an Geschlechterklischees. Lehrkräfte und Eltern müssen sich ihrer eigenen Vorurteile bewusst werden und Kinder unabhängig vom Geschlecht vielfältig fördern. Methodenvielfalt, flexible Lernumgebungen und individuelles Feedback sind für alle Kinder – unabhängig vom Geschlecht – sinnvoll.</p><h3><strong>Gesamteinschätzung des Artikels:</strong></h3><p><strong>Stärken:</strong></p><p><em>Die Autorin betont, dass kein Kind zu 100% männlich oder weiblich ist. Und einige Anregungen sind hilfreich (z.B. Bewegung im Unterricht).</em></p><p><strong>Schwächen:</strong></p><p>• Biologistische Weltsicht: Die Autorin erklärt Geschlechterunterschiede vor allem mit Biologie und vernachlässigt Sozialisation und Kultur.</p><p>• Falschaussagen: Einige Behauptungen sind wissenschaftlich nicht haltbar (z.B. Lernstile, Wahrnehmungskanäle).</p><p>• Gefahr der Stereotypisierung: Der Artikel trägt dazu bei, Geschlechterstereotype zu verfestigen und das schadet Schüler*innen.</p><p></p><h2>Too long did not read?</h2><p><strong>Schulen und Lehrkräfte sollten aufhören, alte, limitierende Klischees zu reproduzieren und stattdessen auf individuelle Bedürfnisse eingehen! Und deshalb ist es auch höchste Zeit, dass Familienzeitschriften ihre Reichweite nutzen, um Vielfalt und Offenheit zu fördern, anstatt überholte Geschlechtertrennung weiterzureichen. Zeigt, wie bunt und vielfältig Lernen wirklich ist – und dass es nicht auf das Geschlecht ankommt!</strong></p><p><strong>Raus aus der Rosa-Hellblau-Falle!</strong></p><p>Bunte Grüße von</p><p>Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ul><li><p>Hyde, J. S. (2005). The Gender Similarities Hypothesis. American Psychologist.</p></li><li><p>Joel, D. et al. (2015). Sex beyond the genitalia: The human brain mosaic. PNAS.</p></li><li><p>Eliot, L. (2021). Pink Brain, Blue Brain. Updated Edition.</p></li><li><p>Pashler, H. et al. (2008). Learning Styles: Concepts and Evidence. Psychological Science in the Public Interest.</p></li><li><p>Coffield, F. et al. (2004). Learning styles and pedagogy in post-16 learning.</p></li><li><p>Duckworth, A. L., &amp; Seligman, M. E. P. (2006). Self-Discipline Gives Girls the Edge: Gender in Self-Discipline, Grades, and Achievement Test Scores. Journal of Educational Psychology.</p></li><li><p>Haines, E. L. et al. (2016). The Times They Are a-Changing ... Or Are They Not? A Comparison of Gender Stereotypes, 1983-2014. Psychology of Women Quarterly.</p></li><li><p>Eliot, L. (2010): „Pink Brain, Blue Brain“ – zeigt, wie sehr Geschlechterunterschiede durch Sozialisation verstärkt werden.</p></li><li><p>Hyde, J.S. (2005): „The Gender Similarities Hypothesis“ – Geschlechterunterschiede sind in vielen Bereichen kleiner als angenommen.</p></li><li><p>Pashler, H. et al. (2008): „Learning Styles: Concepts and Evidence“ – Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für geschlechtsspezifische Lernstile.</p></li><li><p>Halpern, D.F. (2012): „Sex Differences in Cognitive Abilities“ – Geschlechterunterschiede in kognitiven Fähigkeiten sind minimal und werden durch Sozialisation verstärkt.</p></li><li><p>Wigfield, A., Eccles, J.S. (2002): „Development of Achievement Motivation“ – Motivation ist stark von sozialen und kulturellen Faktoren abhängig.</p><p></p></li></ul><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. 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      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Mon, 21 Jul 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Männer sind besser…" - Nicht meine Kanzlerin!]]></title>
      <description><![CDATA[Gewohnt ignorante News vom Kanzler, mit Mansplaining retourniert aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>“Männer sind besser…” - nicht meine Kanzlerin!</h1><p>Manchmal genügt ein einziger Satz, um das ganze Ausmaß politischer Ahnungslosigkeit zu entlarven. Friedrich Merz, jetzt selbsternannter Karriere-Coach für Frauen, überrascht nicht, als er auf einer Netzwerkveranstaltung für Frauen erklärt, warum sie beim Netzwerken Nachholbedarf hätten. Willkommen im Jahr 2025, wo Gleichstellung immer noch an männlicher Selbstüberschätzung scheitert.</p><blockquote><p><a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/mediathek/video-rede-merz-chefinnensache-2361930">„Ich kenne das natürlich aus meiner Welt. Wir Männer haben eine bessere Begabung und Befähigung, Netzwerke zu bilden und uns gegenseitig auch zu unterstützen. Aber das kann man ja lernen.“</a>, Merz als Schirmherr (!) der Jahreskonferenz der Initiative Chef:innensache</p></blockquote><h2>Herr Merz,</h2><p>Ihre Tipps sind keine Hilfe, sondern ein Spiegel Ihrer eigenen blinden Flecken. Lassen Sie uns Ihnen – da Sie offenbar ein Faible haben für Ratschläge – erklären, was Sie dabei übersehen und wie Sie Ihre anmaßenden Tipps sinnvoll korrigieren könnten.</p><p><strong>Was Frauen ganz sicher nicht brauchen</strong>: Schuldzuweisungen und paternalistische Karrieretipps, die auf überholten Geschlechterstereotypen basieren, sowie Falschaussagen über männliche Überlegenheit im Netzwerken, die wissenschaftlich nicht haltbar sind, sondern soziale Prägungen und Machtstrukturen verschleiern.</p><h2>Was Frauen stattdessen brauchen:</h2><p><strong>Anerkennung struktureller Barrieren</strong></p><p>Frauen werden in Netzwerken oft systematisch ausgeschlossen oder nicht mitgedacht. Das ist kein individuelles Defizit, sondern ein gesellschaftliches Problem.</p><p><strong>Politische Maßnahmen gegen Diskriminierung</strong></p><p>Klare Quoten, transparente Beförderungsprozesse und konsequente Sanktionierung von Benachteiligung.</p><p><strong>Förderung weiblicher Netzwerke</strong></p><p>Nicht als „Nachhilfe“, sondern als gleichwertige Räume, die gezielt unterstützt statt belächelt werden.</p><p><strong>Vorbildfunktion</strong></p><p>Übernehmen Sie Verantwortung und fördern Sie Gleichstellung aktiv, anstatt sie mit Mythen zu blockieren! Immerhin sind <strong>Frauen unterrepräsentiert in Ihrem Umfeld und Ihrer Regierung.</strong></p><p><strong>Reflexion der eigenen Vorurteile</strong></p><p>Wer als Politiker solche Sätze sagt, zeigt, wie wenig er von Unconscious Gender Bias und der Realität weiblicher Karrieren verstanden hat.</p><p><strong>„Wir Männer haben eine bessere Begabung...“</strong></p><p>Solche Sätze sind keine Beobachtung, sondern ein Ausdruck von Machtbewusstsein, das sich auf Kosten anderer stabilisiert. Frauen brauchen keine weiteren Barrieren, sondern echte Chancengleichheit und Respekt.</p><p>Vielleich hätten Sie direkt zu Beginn, nach Ihrem ersten wahren Versprecher, enden sollen:</p><figure><a href="https://www.instagram.com/reel/DLnJQXSNpSq/?igsh=aWk3YTU0cnluNzZn"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/af560137-4515-450b-b357-44f53a463116/uploads/images/wvdecrfftd/Bildschirmfoto_2025-07-06_um_22.38.28.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Merz am pinken Redepult über unfähige Männer - Screenshot eines Insta-Reels"/></a><figcaption>&quot;Es gibt schon viele unfähige Männer in Führungspositionen&quot;, F.Merz</figcaption></figure><p>Bitteschön, gern gescheh’n,</p><p><strong>und Willkommen in der Rosa-Hellblau-Falle!</strong></p><p>Solange politische Führungskräfte derart unreflektiert und herablassend auftreten, bleibt die Geschlechtergerechtigkeit eine leere Worthülse. Höchste Zeit, dass Sie was ändern!</p><p>Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht mit Link zum Shop der Autorenwelt.de"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf, ohne dass der Preis für dich höher wäre.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/af560137-4515-450b-b357-44f53a463116/teaser_image/1751762310?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 07 Jul 2025 06:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Kennen Sie rosa ÜEier?!" Mein Input als Expertin im Bildungsausschuss]]></title>
      <description><![CDATA[Unterschätzte News mit Nabelschnurscheren. Zu den geplanten Sparmaßnahmen in der Demokratiebildung aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Input als Expertin im Bildungsausschuss des Berliner Senats im Juni 2025. Mit Nabelschnurscheren.</h1><p>Redemanuskript von Almut Schnerring</p><p><strong>Vorgeschichte:</strong><br/>Nachdem ich ab dem 4. Juni auf Instagram <a href="https://www.instagram.com/rosahellblaufalle/reel/DKeWY8dMyLB/?hl=de">eine Reihe von Reels veröffentlicht</a> hatte, in denen ich über die geplanten Streichungen diversitätssensibler Pädagogik im Berliner Kita-Bildungsplan informierte, bekam ich Mitte Juni eine Einladung zur Teilnahme an einer Anhörung in der 55. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie des Abgeordnetenhauses von Berlin. Die Sitzung wurde aufgezeichnet und <a href="https://youtu.be/N822PhUY0Ow?feature=shared&amp;t=2471">kann hier nachgeschaut werden</a>.</p><p>Ich war eingeladen, über die Relevanz vorurteilsbewusster Pädagogik zu sprechen, die Gefahr läuft, aus dem Kita-Bildungsprogramm gestrichen zu werden. Dafür hatte ich fünf Minuten Redezeit. Es folgen zwei Fragerunden, in denen ich <a href="https://youtu.be/N822PhUY0Ow?feature=shared&amp;t=5914">nochmal kurz antworten</a> durfte. Also im Verhältnis dazu ganz schön viel Aufregung, Vorbereitung und Aufwand (ich bin dafür extra nach Berlin gefahren und war insgsesamt 36 Stunden unterwegs). Deshalb kommt hier die Langversion meiner Rede, die ich gerne so gehalten hätte - immernoch zu kurz, meiner Meinung nach, für ein derart wichtiges, aber unterschätztes Thema, aber immerhin.</p><a href="https://youtu.be/N822PhUY0Ow?feature=shared&amp;t=2471"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c009312-3632-4045-aaf3-563fdbc652ff/uploads/images/k5wfsovwar/Bildschirmfoto_2025-06-25_um_14.57.19.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Almut Schnerring während der Ausschussitzung, Nabelschnurscheren in pink und blau in der Hand"/></a><h2>Kennen Sie rosa Überraschungseier?</h2><h3><strong>Wissen Sie, dass nicht alle Farben für alle da sind?</strong></h3><h4><strong><em>Ich habe hier zwei Nabelschnurscheren dabei – Symbol für das große Ganze: Wissen Sie, welche Farbe benutzt wird, wenn ein Mann Vater einer Tochter wird? Ich auch nicht! Und das ist der springende Punkt!</em></strong></h4><p><strong>„Was wird es denn?“ </strong>– mit dieser einen großen Frage beginnt heute alles Leben, und für viele geht GAR nichts mehr, wenn sie darauf keine Antwort bekommen. <em>„Ja, was soll man euch denn dann schenken?“</em> Rätselhaft, wie Menschen das vor Erfindung der Ultraschalluntersuchung hinbekommen haben. Die Frage ist nicht so harmlos, wie sie daherkommt. Genauso wenig wie das, was die Antwort in den Köpfen auslöst: „es wird ein Junge, es wird ein Mädchen“, die Assoziationen, die dann aufpoppen: die Geschenke, die Wandfarbe, die Erstausstattung, das Schnullermotiv, Spielzeug, Hobbys, Berufswahl … Gender Reveal !</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c009312-3632-4045-aaf3-563fdbc652ff/uploads/images/ra6bhcdymg/Nabelschnurscheren1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2></h2><p><strong>Studien zeigen:</strong></p><ul><li><p>dass Eltern schon vor Geburt mehr mit dem Ungeborenen sprechen, wenn ihnen gesagt wurde, es werde ein Mädchen. Und sie sprechen mit tieferer Stimme, wenn im Ultraschall ein Zipfelchen zu sehen war.</p></li><li><p>Kleine Jungs dürfen weiter weg krabbeln - Mädchen werden schneller auf den Schoß zurückgeholt</p></li><li><p>Mädchen bekommen mehr Komplimente für ihr Aussehen -  Jungen für ihr Handeln.</p></li></ul><p><strong>Und darüber müssen Kita-Fachkräfte Bescheid wissen, damit sie die Chance haben, ihr Verhalten zu reflektieren! DAS ist Thema der vorurteilsbewussten Pädagogik, die ins Kita-Bildungsprogramm gehört!</strong></p><p>Ich zitiere aus dem, was gestrichen wurde:</p><p><em>„DIE Jungen und DIE Mädchen als jeweilige homogene Gruppe gibt es nicht“</em></p><p><em>„Frauen und Männer, Mädchen und Jungen befinden sich in unterschiedlichen Lebenslagen, und nur wer für diese einen geschärften Blick entwickelt, wird vermeiden, dass scheinbar neutrale Maßnahmen faktisch zu Benachteiligung führen“</em></p><p>Im aktuellen Entwurf des Bildungsplanes <strong>fehlt</strong> all das. Es fehlt die gesamte diversitäts- und geschlechtersensible und vorurteilsbewusste Pädagogik.</p><ul><li><p>Das stellt einen direkten Verstoß dar gegen Grundgesetz Artikel 2 &amp; 3,</p></li><li><p>gegen die Berliner Verfassung Artikel 1 &amp; 10</p></li><li><p>es untergräbt langfristig das Allgemeine GleichbehandlungsGesetz</p></li><li><p>und das SGB Paragraph 9 Artikel VIII .</p></li><li><p>Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz fordert explizit die „unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern“.</p></li></ul><p><strong>Wollen Sie sich da drüber stellen?</strong></p><p>Ich bin ja NUR Externe hier in Berlin und in Ihren Routinen…,  aber geht das jetzt auf Landesebene weiter? Dass Gesetze bewusst missachtet werden? Diese Forderungen aus dem Grundgesetz, der Berliner Verfassung und dem SGB sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern wissenschaftlicher Konsens!</p><p>Diese Streichungen kosten Leben. - falls das interessiert.</p><p>Oder versuchen wir’s anders: diese Streichungen kosten Geld, Sie sparen damit keins!</p><p>Wenn wir jetzt aber diese Sitzung nur wieder damit verbringen, Desinformation zurechtzurücken, dann gelingt das, was passieren soll: dass wir uns ablenken lassen von großen, gesamtgesellschaftlichen Ungerechtigkeiten, die in der Kindheit ihren Anfang nehmen. Wenn Sie meinen, hier geht es um sog. „Frühsexualisierung“, dann sitzen Sie einem Ablenkungsmanöver von Rechts auf. Dann entgeht Ihnen, dass wir drauf und dran sind, die komplette Anti-Diskriminierungs- und Demokratie-Bildung über Bord zu werfen. Im öffentlichen Diskurs wird das Thema nur auf einen kurzen Abschnitt aus dem Bildungsprogramm reduziert - Überschrift: <em>„Körper- und Sexualitätsentwicklung sensibel begleiten“.</em> Das ist EIN Absatz im Bildungsbereich ‚Gesundheit‘, der so in den Fokus gerückt ist, dass die vielen weitere Aspekte gendersensibler Pädagogik gar nicht mehr gesehen werden – und jetzt prompt in der Überarbeitung auch fehlen! </p><p>In dem Absatz geht es darum, dass Erzieher*innen sich mit der Frühkindlichen Entwicklung auskennen müssen. Sie müssen lernen, woran sie Kindesmissbrauch evtl. erkennen können. Und wenn sie ihre eigenen Vorurteile nicht reflektieren müssen, nichts darüber lernen, wenn das totgeschwiegen wird, dann wird das Leben kosten! Fachkräfte müssen wissen, wann Doktorspiele normal sind und wann sie Zeichen sein können von sexualisierten Übergriffen. Und Kinder müssen lernen, wie ihre Geschlechtsorgane heißen, damit sie nicht von „da unten“ sprechen und keine Worte haben, wenn ihnen Gewalt angetan wurde.</p><p>Die öffentliche Diskussion über diesen Punkt ist inzwischen derart emotional aufgeladen, dass in vielen Kreisen reflexhaft alles abgelehnt wird, wo das Wort „Gender“ auftaucht. Es wird von manchen gleichgesetzt mit „Krude, schädliche gotteslästerliche Sexualpraktiken sollen Pflicht werden im Morgenkreis“. Und das ist grober Unfug!</p><p>Da steht <strong>nicht</strong> drin, dass Erzieherinnen Doktorspiele anleiten oder fördern sollen. Da steht nichts drin von Sexualkunde oder Workshops, in denen Homosexualität gelehrt wird und Heterobeziehungen verboten werden – falls Sie das damit verknüpfen, dann haben einige Organisationen gute Arbeit geleistet, die a) von prominenten AfD-Mitgliedern unterstützt werden, und b) eine Nähe haben zur Gruppierungen mit evangelikal-fundamentalistischer Agenda.</p><p><strong>Es braucht mehr, nicht weniger Kompetenz für das Thema!</strong></p><p>Es braucht mehr, nicht weniger Fortbildungen dazu. Das geht nur, wenn es dafür Projekte und Gelder gibt! Kita-Fachkräfte sind sowieso massiv überlastet – wenn sie jetzt obendrein kein klar ausformuliertes Programm mehr bekommen, leidet der ganze Bildungssektor!</p><p>-       Wer Gewalt verhindern möchte, muss über Gewalt sprechen.</p><p>-       Wer Diskriminierung verhindern möchte, muss sie benennen.</p><p>Und Kinder wollen wissen:</p><ul><li><p><em>Darf denn der Jannis mit dem rosa Stift malen, ist das nicht eine Mädchenfarbe?</em></p></li><li><p><em>Warum hat Mirko so eine dunkle Haut?</em></p></li><li><p><em>Warum hat Amira zwei Mütter?</em></p></li><li><p><em>Wieso arbeitet der Vater von Thilo nicht?</em></p></li></ul><h3> Soziale Selektion beginnt nicht in der Grundschule</h3><p>Deutschland wird seit Jahren für sein undurchlässiges Bildungssystem kritisiert – aber soziale Selektion fängt ja nicht erst in der Schule an! Vorurteile wirken gegenüber Hautfarbe, Religion, Herkunft, Sprache oder Familienformen. Und die Vorurteilsbewusste Pädagogik zielt darauf ab, Vielfalt nicht nur zu <em>tolerieren</em>, sondern aktiv wertzuschätzen und Machtverhältnisse kritisch zu reflektieren.</p><p>1994 wurde die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Damit hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, die bestehenden Unterschiede und Ungerechtigkeiten zu überwinden und zu beseitigen. -  Wie wollen Sie diesem Verfassungsauftrag gerecht werden, wenn Sie &#39;geschlechter- und diversitätssensible pädagogische Ansätze&#39; aus den Bildungsplänen streichen?</p><h4><strong>Es geht darum, dass anders Sein, nicht falsch ist.</strong></h4><p>Darüber muss man mit Kindern sprechen, darüber wollen Kinder etwas lernen. Wer darauf keine professionellen Antworten hat, und nie was über vorurteilsbewusste Pädagogik gelernt hat, wird aus dem Bauch heraus das reproduzieren, was sie*er im eigenen Aufwachsen verinnerlicht hat, denn</p><p><strong>Wo es an Wissen fehlt, füllen Stereotype die Lücke!</strong></p><ul><li><p><em>Mädchen sind empathisch und mögen Puppen, wollen sich schön machen, basteln gern und brauchen weniger Bewegung.</em></p></li><li><p>richtige <em>Jungs sind wild, interessieren sich für Technik, suchen den Wettkampf, müssen cool sein und finden Pink und weiblich Konnotiertes peinlich / unmännlich / verweichlicht.</em></p></li></ul><p>Erinnern Sie sich an Momente oder Sätze von Erwachsenen, die Ihnen vermittelt haben, dass das, was Sie grade wollen, „falsch“ ist, weil Sie Mädchen oder Junge sind? </p><p>-       <em>„Ach, an dir ist aber auch ein Junge verloren gegangen!“</em></p><p>-       <em>„Jetzt heul doch nicht, du bist doch kein Mädchen!“</em></p><p>-       Sie sind die Tochter und mussten auf Ihre kleinen Geschwister aufpassen, kümmern sich heute noch um sie oder um die alten Eltern, während ihr Bruder dafür nicht so viel Zeit hat?</p><p>-       Vllt WOLLTEN Sie sich kümmern, wollten in einen sozialen Beruf, aber Erwachsene habe gesagt: <em>„Das ist nichts für einen Mann, du musst ja später mal eine Familie ernähren!“</em></p><p>Falls Sie selbst das Glück hatten, wirklich frei entscheiden zu dürfen ohne rosa-blaues Schubladendenken, dann freuen Sie sich, denn dann hatten Sie eine Ausnahme-Kindheit.</p><p>Ich gebe seit 15 Jahren Seminare und Vorträge für Fachkräfte. Und ich weiß: das, was jetzt an gendersensibler Pädagogik aus den Bildungsplänen gestrichen werden soll, ist in den meisten Einrichtungen noch gar nicht angekommen! Da gibt’s Kitas, in denen das Puppenhaus in einem Raum ist, zu dem Jungs keinen Zutritt haben. Und die neue Werkbank spendet der Förderverein, „damit auch die Jungs mal zum Zug kommen“.</p><p>Oder Kitas, die es besser machen wollen, aber damit alleine gelassen werden z.B. mit der Elternarbeit: wenn Väter ihren Söhnen verbieten, sich als Elsa zu verkleiden und Müttern ihren Töchtern Kleider anziehen und sich beschweren, dass es nach einem Tag nicht mehr weiß ist – sorry, auch Mädchen brauchen Bewegung.</p><h4><strong>Wieviel weniger Gleichberechtigung wollen Sie denn noch?</strong> </h4><p>Denn wenn Sie das alles mal zu Ende denken:</p><p>-       … dann, wissen Sie, warum Mädchen sich selbst oft weniger zutrauen, ihre Leistungen geringer einschätzen und Jungs ihre überschätzen.</p><p>-       Wenn Sie das zu Ende denken, wissen Sie, warum „Rabenmutter“ ein deutsches Wort ist.</p><p>-       Wenn Sie das zu Ende denken, wissen Sie, warum jede zweite Frau in Teilzeit geht.</p><p>-       … und dann wissen Sie auch, wie wir einen Teil des Fachkräftemangels auffangen könnten.</p><p>-       Dann wissen Sie, warum Jungen ein Männlichkeitsbild entwickeln, das dazu führt, dass sie im Durchnschnitt 5 Jahre kürzer leben als Frauen</p><p>-       das dazu führt, dass in Deutschland jeden Tag ein Mann seine ehemalige oder aktuelle Partnerin tötet.</p><p>Es ist ein großes Unglück für Kinder und es hat gravierende Folgen für die Gesamtgesellschaft, wenn sie von Erwachsenen umgeben sind, die tatsächlich glauben, sie würden Kinder „neutral“ behandeln. Die meinen, selbst keine Vorurteile zu haben, die nie aufgefordert wurden, ihren eigenen Bias zu reflektieren, und deshalb stereotypes Schubladendenken an Kinder weiterreichen.</p><p><strong>Danke an jene, die sich dafür einsetzen, dass all das als Aufgabe im Kita-Bildungsprogramm festgehalten bleibt!</strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c009312-3632-4045-aaf3-563fdbc652ff/uploads/images/vmyprxq66m/AusschussSitzung.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Ein herzlicher Dank geht an alle, die meinem Aufruf gefolgt und als Besucher*innen mit in die Sitzung gekommen sind! 💪 Und an Queerformat und den Migrationsrat für das Miteinander!</figcaption></figure><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ul><li><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=N822PhUY0Ow&amp;t=2498s">Aufzeichnung der dreistündigen Berliner Bildungsausschuss-Sitzung</a> vom 19. Juni 2025</p></li><li><p><a href="https://rosa-hellblau-falle.de/wp-content/uploads/2024/05/RHF-Bildungsplaene-Berlin.pdf">Download</a>: Auszug der wichtigsten Punkte aus dem Berliner Bildungsprogramm von 2014 in Bezug auf Gender, die im Entwurf der Überarbeitung nicht mehr vorkommen</p></li><li><p>Blogartikel und Links über ‘<a href="https://rosa-hellblau-falle.de/2020/04/rollenbilder-wahlfreiheit-geschlechtergerechtigkeit-in-der-kita/">Rechtliches zu Rollenstereotypen in der Kita</a>’</p></li><li><p><a href="https://rosa-hellblau-falle.de/2018/08/argumente/">Argumente für gendersensible Pädagogik</a> mit Infoblatt zum Download.</p></li></ul><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c009312-3632-4045-aaf3-563fdbc652ff/teaser_image/1750856550?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 06:31:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gibt es Argumente GEGEN eine vorurteilsbewusste Pädagogik?]]></title>
      <description><![CDATA[Die News gegen Desinformation samt Analyse eines diskriminierenden Kommentars aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Berliner Senat plant aktuell (Stand Juni 2025), das Kapitel „Gleichheit und geschlechtlich-kulturelle Vielfalt” und damit die gesamte vorurteilsbewusste, gendersensible, diskriminierungssensible Pädagogik aus den Bildungsplänen 2025 für Berliner Kitas zu streichen.</strong></p><p>Anfang Juni haben wir das von zwei Mitarbeiterinnen einer queeren Berliner Kita erfahren – die CDU sei hier maßgeblich beteiligt. <a href="https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungswege/fruehkindliche-bildung/">Hier der alte Bildungsplan von 2014</a> – er ist öffentlich zum Download verfügbar. Wir haben den Entwurf der Überarbeitung inzwischen zugemailt bekommen, darin fehlt tatsächlich die gesamte Seite 20 (das o.g. Kapitel) und mehr.</p><p>Der Entwurf ist vertraulich und liegt aktuell zur Prüfung in einem Berliner Gremium, das bis Ende Juni dazu Stellung nehmen soll. Wir wissen nicht, wie sich diese Gremium zusammensetzt, aber die o.g. queere Kita wurde davon ausgeschlossen und hat nur über Bande davon erfahren. Zufall oder Zensur? Aber eben weil die Kürzungen skandalös sind, macht der Entwurf jetzt die Runde, viele Kitas, Kita-Dachverband, Träger, Landeselterrat … gehen steil, zurecht: <a href="https://www.queer.de/detail.php?article_id=53851">https://www.queer.de/detail.php?article_id=53851</a></p><p>All die Infos haben wir in einem <a href="https://www.instagram.com/reel/DKeWY8dMyLB/?igsh=MTZyZndxYjBoeXpoMw==">Insta-Reel am 4.6.</a> und in darauffolgenden zusammengefasst und dazu aufgerufen, es weiterzuerzählen bzw. beim eigenen Träger oder Dachverband um Einsicht zu bitten, sich selbst ein Urteil zu bilden und sich gegen die Streichungen zu positionieren.</p><h3>“Kinder brauchen das nicht” - was genau?</h3><p>Was zu erwarten war: unter unseren Reels versammeln sich auch Gegenstimmen von Personen, die sich freuen, dass der “Gender-Quatsch” ein Ende hat. Aber es beschäftigt uns sehr, dass sich in der Regel schon in wenigen Zeilen zeigt, dass die Ablehung aufgrund von Desinformation und Stimmungsmache geschieht, nicht auf Grundlage von Wissen. Hier einer der Kommentare im Screenshot:</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b482e8af-6ee4-4136-bdb0-5b393c7c5f23/uploads/images/f34n4wbgsd/einwand2.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Kinder brauche keine ideologisch gefärbte Dauerbeschallung über LGBTQ+. Stattdessen sollten wir Kindern Werte wie Respekt, Offenheit und Menschlichkeit mitgeben&quot;"/><figcaption>Offensichtlich jmd, die nicht weiß, dass genau die von ihr bevorzugten Themen Inhalt der vorurteilsbewussten Pädagogik ist.</figcaption></figure><h3>Desinformation von Rechts</h3><p>Wer uns folgt, weiß, dass es aus unserer Sicht kein einziges Argument gegen Gendersensible Pädagogik gibt, außer sie wird schlecht oder falsch vermittelt. Und tatsächlich kursiert fürchterlich viel Desinformation rund um dieses Thema - was nicht zuletzt an den Desinformationen von Rechts liegt. So sind z.B. die „besorgten Eltern“ eine seit 2014 aktive Bewegung, die sich gegen Sexualkundeunterricht und für ein traditionelles Familienbild einsetzt und in ihren populistischen Texten auch gegen Gendersensible Pädagogik und verallgemeinernd allen “Gender-Gaga” hetzt. Hinter der Bewegung stehen vor allem Akteure aus dem neurechten und fundamentalistischen Spektrum, die ihre Anliegen mit Demonstrationen und öffentlichen Auftritten in ganz Deutschland verbreitet haben, und das wirkt bis heute.</p><h3>Falschaussagen gradegerückt</h3><p>Um dem Ganzen ein bisschen, im Rahmen unserer Möglichkeiten, entgegenzuwirken, und um Euch mit Argumenten zu versorgen, wollen wir den folgenden Kommentar Schritt für Schritt analysieren, die Falschaussagen darin richtigstellen, und zeigen, wie dünn die Argumentationsbasis ist und wie groß das Unwissen über das Thema.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b482e8af-6ee4-4136-bdb0-5b393c7c5f23/uploads/images/dvkcy2tx6s/kommentar0.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Der Kommentar:</strong></p><p><em>„Sollte es nicht den Eltern überlassen sein, welches Rollenbild dem Kind vorgelebt wird? Ganz ehrlich, mich verwirrt es ja schon als Erwachsene, mit den ganzen Geschlechtern. Und was ist daran denn so verwerflich, wenn das klassische Familienbild aufrecht erhalten wird? Ich als Elternteil kann einem Kind noch halbweg gut erklären, Mann/Frau= Frau/Frau=Mann/Mann. Und auch, dass es Kinder mit Einschränkungen gibt. Bei Non-Binär/Fuchs=Hase hört es dann aber auf. Und die Frage ist doch auch: Ist es wirklich sinnbringend, bereits 2/3-Jährige mit solchen Themen zu konfrontieren? Rein von der kognitiven Entwicklung ist das Grundschulalter da besser. So langsam bekommt man das Gefühl, dass das klassische Familienbild gar nicht mehr so erwünscht ist. Ich arbeite selbst gern, trotzdem ist mein Mann in der Rolle des Hauptverdieners und des Versorgers. Und das vermitteln wir natürlich auch unserem Kind.“</em></p><p>---</p><h4><strong>1. „Sollten nicht die Eltern entscheiden, welches Rollenbild dem Kind vermittelt wird?“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Ja, Eltern haben das Recht, Werte zu vermitteln. Aber: Dieses Recht ist nicht grenzenlos. Es endet dort, wo es das Recht des Kindes auf freie Entfaltung einschränkt. Denn Kinder sind keine Privatbesitz. Sie haben eigene Rechte. Und dazu gehört auch, dass sie die Chance bekommen, verschiedene Lebensrealitäten kennenzulernen. Wenn Kinder nur <em>ein</em> Rollenbild zu sehen bekommen – zum Beispiel: Papa geht arbeiten, Mama macht die Wäsche –, dann denken sie oft automatisch: So <em>muss</em> das sein.</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Gendersensible Pädagogik schränkt Eltern nicht ein – sie schützt Kinder. Kinder haben das Recht, selbst herauszufinden, wer sie sind. Wenn Erwachsene ihnen nur eine enge Vorstellung von „richtigen“ Geschlechterrollen zeigen, werden sie langfristig in ihrer Entwicklung behindert. Das schadet der psychischen Gesundheit, dem Selbstwert und der sozialen Teilhabe – wie zahlreiche Studien belegen (z. B. Heiliger &amp; Bitzan, 2020). Eine Haltung, die nur die elterliche Deutung zulässt, mag gut gemeint sein – sie ist aber in einer diversen, demokratischen Gesellschaft nicht haltbar.</p><p>---</p><h4><strong>2. „Mich verwirren die ganzen Geschlechter schon als Erwachsene.“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Verwirrung ist verständlich – aber keine Entschuldigung dafür, Vielfalt abzulehnen oder lächerlich zu machen. Viele Menschen, die mit einem einfachen „Mann/Frau“-Bild groß geworden sind, fühlen sich erstmal überfordert, wenn plötzlich mehr Begriffe im Raum stehen. Aber das eigene Unverständnis darf nicht Maßstab für den Umgang mit gesellschaftlicher Realität sein.</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Die Aufgabe von Bildung – gerade in der Kita und Schule – ist nicht, Dinge einfacher zu machen, sondern <em>echter</em>. Geschlecht war nie so „eindeutig“, wie es früher schien – es wurde nur nie hinterfragt. Wer sich heute von Vielfalt überfordert fühlt, ist eingeladen, dazuzulernen – aber nicht berechtigt, anderen die Existenz abzusprechen. Kinder kommen damit meistens viel besser klar als Erwachsene – sie fragen, sie beobachten, sie ordnen sich ein. Kinder erleben und beobachten Vielfalt ganz selbstverständlich – sie sind aber irritiert, wenn Erwachsene das Thema ausweichen oder abwerten.</p><p>Kurz: Deine Unsicherheit ist okay. Aber daraus eine Ablehnung zu machen, hilft niemandem – vor allem nicht den Kindern. Wer als Erwachsene*r nicht bereit ist, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, überlässt Kinder einem Umfeld, das sie im Zweifel <strong>verstummen oder sich selbst verleugnen lässt</strong>.</p><h4>---</h4><h4><strong>3. „Was ist denn so schlimm daran, das klassische Familienbild aufrecht zu erhalten?“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Gar nichts. Niemand verbietet das. Niemand verbietet dir, Mama-Papa-Kind zu leben. Aber andere Lebensformen existieren eben auch – und die verdienen Respekt. Was problematisch ist, ist also nicht das klassische Familienmodell, sondern die Vorstellung, es sei das <em>einzige richtige</em>, und wenn in der Folge andere Familienformen systematisch ausgeblendet oder als „nicht normal“ dargestellt werden.</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Vielfalt bedroht das klassische Familienbild nicht. Was es bedroht, ist die Vorstellung, dass dieses Modell die einzige „richtige“ Form des Zusammenlebens sei. Diese Engführung ist nicht nur realitätsfern – sie ist verletzend für all die Kinder, die in anderen Konstellationen aufwachsen. Studien zeigen eindeutig: Kinder in Regenbogenfamilien entwickeln sich genauso gesund und sozial stabil wie Kinder in traditionellen Familien (vgl. Goldberg, 2010; BMFSFJ, 2020). Wer Vielfalt ausblendet, vermittelt Kindern unweigerlich: „Nur so, wie wir leben, ist es richtig.“ Das ist ein Nährboden für Ausgrenzung – und für langfristige gesellschaftliche Spaltung.</p><p>---</p><h4><strong>4. „Non-binär/Fuchs=Hase – da hört’s bei mir auf.“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Das ist keine Verwirrung mehr, das ist Spott. Es ist ein Unterschied, ob man etwas noch nicht ganz versteht – oder ob man sich über Menschen lustig macht, die sich außerhalb der üblichen Geschlechterordnung bewegen.</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Menschen, die sich als non-binär identifizieren, existieren – sie leben, arbeiten, zahlen Steuern, haben Familien. Und ja: Auch Kinder können sich außerhalb der klassischen Geschlechterrollen wiederfinden. Wer das mit Tiervergleichen ins Absurde zieht, verkennt nicht nur die Realität, sondern sendet ein gefährliches Signal: „Deine Existenz ist nicht ernst zu nehmen.“</p><p>Das ist keine Meinungsäußerung mehr – das ist eine Form von struktureller Diskriminierung. Kinder, die solche Sätze hören, ziehen daraus nur eine Lehre: „Wenn ich anders bin, gehöre ich nicht dazu.“ Das kann gravierende Folgen für die seelische Entwicklung haben – bis hin zu Depression, Angststörungen oder Suizidalität (vgl. Trans Youth CAN! Study, 2019).</p><p>---</p><h4><strong>5. „Sollte man mit 2- bis 3-Jährigen überhaupt schon über sowas reden?“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Die Formulierung impliziert, Kinder würden durch das Thema belastet oder verwirrt. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Kinder brauchen Sprache und Bilder, um das, was sie ohnehin beobachten, einordnen zu können. Und das Ding ist: Die Kinder reden ja längst <em>selbst</em> darüber. Sie merken, dass es Unterschiede gibt. Wer darf Kleid tragen, wer nicht? Warum weint der Junge und wird dann getröstet mit „Du bist doch kein Mädchen“? Kinder beobachten und ordnen früh in „Junge“ und „Mädchen“ ein – und fragen oft sehr direkt nach. Wenn Erwachsene dann nichts sagen, übernehmen Kinder die Klischees, die sie so aufschnappen. Dann heißt es plötzlich: Alle Jungs sind stark, alle Mädchen sind lieb. Das passiert automatisch. Und wenn wir nicht bewusst gegensteuern, bleiben diese Stereotype hängen.</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Kinder stellen ab dem zweiten Lebensjahr geschlechtliche Fragen. Sie sortieren, beobachten, ahmen nach. Wenn Erwachsene darauf nicht reagieren – oder mit Verwirrung, Abwehr oder Schweigen – entsteht kein Schutzraum, sondern ein Raum der Unsicherheit. <strong>Studien zeigen</strong>: Kinder, die früh auch andere Rollenbilder kennenlernen, wachsen freier auf – mit mehr Toleranz, weniger Vorurteilen, und vor allem: mit weniger innerem Stress, wenn sie selbst mal nicht in die Norm passen.</p><p>Kindgerechte Bücher und Gespräche über Vielfalt <em>überfordern</em> Kinder nicht – sie stärken sie. Frühkindliche Pädagogik, die Diversität ernst nimmt, trägt nachweislich dazu bei, Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern (vgl. Projekt „Queere Bildung“, Universität Kassel, 2019). Wer diese Auseinandersetzung auf das Grundschulalter „verschiebt“, akzeptiert, dass Kinder vorher bereits stereotype und einschränkende Vorstellungen verinnerlichen – die sich später nur schwer wieder aufbrechen lassen.</p><p>---</p><h4><strong>6. „So langsam bekommt man das Gefühl, das klassische Familienbild ist nicht mehr erwünscht.“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Nein. Was nicht mehr erwünscht ist, ist die Vorstellung, dass <em>nur</em> dieses Familienbild zählt. Vielfalt heißt nicht „Abschaffung“, sondern „Erweiterung“. Niemand sagt, dass euer Familienmodell schlecht ist. Aber wenn ein Kind mit zwei Vätern, einer alleinerziehenden Mutter oder in einer Pflegefamilie aufwächst, dann soll es sich auch wiederfinden dürfen – in Bildern, Büchern, Gesprächen. Alles andere wäre ungerecht.</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Aber: Es ist schlicht nicht mehr die einzige Lebensform. Die Vorstellung, dass Sichtbarkeit von anderen Familienformen das eigene Modell entwertet, ist ein Trugschluss. Was tatsächlich nicht mehr erwünscht ist, ist das Beharren auf einer gesellschaftlichen Norm, die andere ausschließt. Vielfalt bedeutet nicht: Du darfst nicht mehr so leben wie du willst. Vielfalt bedeutet: Andere dürfen es auch.</p><p>---</p><h4><strong>7. „Mein Mann ist Hauptverdiener, ich arbeite trotzdem gern – und das leben wir unserem Kind auch so vor.“</strong></h4><p><strong>Analyse:</strong></p><p>Das ist total okay! Ihr lebt eure Realität – und das ist euer gutes Recht. Gendersensible Pädagogik heißt auch <strong>nicht</strong>, dass man alle gleich machen will. Es geht nicht darum, Rollen aufzuzwingen, sondern darum, Rollen <em>nicht</em> aufzuzwingen. Wenn euer Kind später mal einen anderen Weg gehen will – wäre das für euch auch okay?</p><p><strong>Widerlegung:</strong></p><p>Wenn Kinder ausschließlich erleben, dass Mütter zu Hause bleiben und Väter verdienen, prägt sich dieses Bild tief ein. <strong>Das ist keine neutrale Erziehung – das ist Festschreibung von Rollen.</strong> Gendersensible Pädagogik fragt: Was braucht ein Kind, um auch andere Wege denken zu können?</p><p>Wer seinem Kind vermittelt, dass <em>unser Weg der richtige</em> ist, erschwert es ihm später, eigene Entscheidungen zu treffen. Und genau das zeigt sich später in der Berufswahl, in der Familienplanung, in der Rollenteilung – mit allen sozialen Folgen, bis hin zum Gender Pay Gap.</p><p>---</p><h3><strong>Fazit:</strong></h3><p>Kinder, die ausschließlich klassische Rollenbilder erleben, entwickeln enge Vorstellungen von Geschlecht, von Familie, von Zugehörigkeit. Kinder, die abweichende Lebensweisen kennenlernen, wachsen offener, resilienter und empathischer auf.</p><p>Niemand will Familien etwas „wegnehmen“. Es geht im Gegenteil darum, Räume zu schaffen, in denen sich <strong>alle Kinder wiederfinden und entfalten</strong> können – egal, was für ein Geschlecht sie haben, wie ihre Familie aussieht, oder ob sie sich nicht in Schubladen pressen lassen wollen.</p><p>Und ja, manchmal verwirrt das erstmal. Aber das ist ein kleiner Preis für eine Gesellschaft, in der mehr Menschen frei, sicher und respektiert leben können.</p><p>Erwachsene, die aus Unsicherheit oder Bequemlichkeit Vielfalt abwerten oder ausklammern, <strong>schaden nicht nur den Kindern, die davon direkt betroffen sind</strong> – sondern letztlich <strong>allen</strong>:</p><p>Sie reproduzieren Ausgrenzung, sie verstärken alte Ungleichheiten, und sie verhindern gesellschaftlichen Zusammenhalt.</p><p>Vielfalt ist kein Trend. Sie ist Realität. Und unsere pädagogische Pflicht ist es, Kinder darauf vorzubereiten – nicht irgendwann, sondern von Anfang an.</p><p></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Sascha &amp; Almut</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Tue, 17 Jun 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sind wir selbst Schuld am Gendermarketing?  Analyse eines Kommentars]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zum rosa-blauen Bullshitbingo aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Sind wir selbst Schuld am Gendermarketing?</h1><h3><strong>Aus der Reihe ‘Kommentare ernst nehmen, analysieren und beantworten’ - Teil drölf. In sieben Schritten.</strong></h3><p>Heute gehen wir mal akribisch vor. Wir zerlegen einen Kommentar, der anonym bleiben soll, weil er arg typisch ist und so viele Deja-Vus in sich versammelt, dass er gute Chancen hätte, das Bullshitbingo des Gendermarketing zu gewinnen. Wenn denn das <a href="https://klischeesc.de/produkt/das-bullshit-bingo-des-gendermarketing-poster/">Bullshitbingo des Gendermarketing</a> ein echtes Spiel wäre und nicht bloß unser verzweifelter Versuch, ein bisschen Humor in die manchmal ausufernde Debatte zu bringen. Hier im Speziellen ging es um einen SocialMediaPost, der das gegenderte Angebot im Spielwarenbereich kritisiert; darin die Frage, wem Gendermarketing wohl nütze? Eine der möglichen Antworten lautete dann: dem Patriarchat, denn früh festgelegte Rollen sichern alte Machtverhältnisse. Und aus unserer Sicht gibt’s da auch nichts groß zu erwidern, ist ja korrekt. Aber wenn das alle so sehen würden, hätten wir einen anderen Beruf; Schäfer oder Taucherin vielleicht. So aber kommt hier jetzt der Kommentar, der das ganze Fass, also alle Themenfässer rund um die Rosa-Hellblau-Falle aufmacht. “Wenn schon, denn schon”, dachte sich der Schreiber wohl. Und wir: “Na, dann soll er Antwort bekommen.” :D</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8fd76781-87be-414d-88d9-1ed14ada2b34/uploads/images/lfvn4com33/image2-Kommentar.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4><br/><strong>1. &quot;Was hat dieses Thema denn mit dem vermeintlichen Patriarchat zu tun?&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Der Kommentar beginnt mit einem rhetorischen Ablenkungsmanöver. Die Frage suggeriert, dass das Thema Gendermarketing nichts mit strukturellen Machtverhältnissen zu tun habe – ein klassischer Versuch, patriarchale Dynamiken zu entpolitisieren.</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Das sogenannte &quot;vermeintliche Patriarchat&quot; ist alles andere als ein Hirngespinst. Es bezeichnet ein historisch gewachsenes Machtverhältnis, in dem Männer (nicht alle:-) systematisch bevorzugt werden. Und Gendermarketing ist ein Paradebeispiel dafür, wie patriarchale Normen kulturell reproduziert werden: Jungs sollen aktiv, dominant, technisch interessiert sein (Bagger, Polizei, Blau), Mädchen passiv, schön und häuslich (Rosa, Glitzer, Puppen). Das ist kein Zufall und keine reine Marketingidee, sondern Ausdruck tief verwurzelter Geschlechternormen, die aus eben jenen patriarchalen Strukturen erwachsen.</p><p></p><h4><strong>2. &quot;Warum sind Männer dafür verantwortlich, wenn Marketing und Gesellschaft nach rosa und blau unterscheiden?&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Eine klassische Täter-Opfer-Umkehr, die Verantwortung von den gesellschaftlich Mächtigen (hier: das historisch männlich dominierte System) ablenken will.</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Es geht nicht um individuelle Schuld – niemand sagt, <em>alle Männer</em> hätten sich abgesprochen, um Blau und Rosa durchzusetzen. Es geht um <em>strukturelle Verantwortung</em>. Männer dominieren seit Jahrhunderten Bereiche wie Werbung, Wirtschaft, Wissenschaft – also genau jene Felder, in denen Geschlechterbilder reproduziert werden. Wer auch heute noch diese grundsätzlichen Machtstrukturen ignoriert, tut so, als seien gesellschaftliche Verhältnisse neutral entstanden. Sind sie nicht. Geschlechtertrennung im Kinderzimmer ist Ergebnis und Motor eines Systems, das Kindern früh beibringt, was &quot;typisch Junge&quot; und &quot;typisch Mädchen&quot; sei – mit massiven Folgen für Entwicklung und Chancengleichheit.</p><p></p><h4><strong>3. &quot;Ich mag Farben. Aber es ist unfassbar schwierig bunte Kleidung für Jungs zu bekommen.&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Interessante Beobachtung – und ein Beweis für das Problem, das der Kommentar gleichzeitig leugnet.</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Genau das ist der Punkt: Warum ist es <em>so schwer</em>, bunte, stereotypfreie Kleidung für Jungen zu finden? Warum muss sich ein Junge &quot;rechtfertigen&quot;, wenn er Pink trägt? Weil es in unserer Gesellschaft und in unseren Köpfen immer noch ein Geschlechterhierarchie gibt: Mädchen dürfen sich &quot;nach oben&quot;, an männlichen Vorbildern orientieren (das wird zunehmend akzeptiert), aber Jungs, die sich vermeintlich femininen Bereichen zuwenden, werden oft abgewertet – das nennt man &quot;Feminisierungstabu&quot;, ein patriarchaler Reflex, der Weiblichkeit als unterlegen ansieht.</p><p></p><h4><strong>4. &quot;Ich sehe hier das Thema bei den Eltern und in der Kita, die solche Themen durch ihr Kauf- und Spielverhalten fördern.&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Der Reflex, individuelle Akteur*innen verantwortlich zu machen, ist bequem – blendet aber aus, <em>warum</em> diese Menschen so handeln.</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Ja, Eltern und Kitas spielen eine Rolle – aber auch sie sind Teil eines Systems. Wer im Laden zwischen zehn Baggerpullis und einem Einhornshirt wählen muss, kann sich nicht völlig frei entscheiden. Eltern müssen mit dem klar kommen, was der Markt anbietet, wenn sie nicht extra Zeit und Geld investieren wollen – und dieser Markt ist von Anfang an geschlechterspezifisch designt. Das ist ein Kreislauf: Angebot schafft Nachfrage, aber auch Nachfrage entsteht aus gesellschaftlicher Prägung. Die Ursache liegt nicht in individuellen Entscheidungen, sondern in normierenden Machtstrukturen – sprich: patriarchaler Prägung.</p><p></p><h4><strong>5. &quot;Frauen meiner Erfahrung nach stärker als Männer, da sie überwiegend für Kinder einkaufen (noch) und oft viel Wert auf &#39;hübsche Kleidung&#39; legen.&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Hier wird die Verantwortung an Mütter ausgelagert – mit dem Unterton: Sie sind doch selbst schuld!</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Erstens: Dass Frauen &quot;überwiegend einkaufen&quot;, ist selbst ein Ausdruck ungleicher Rollenverteilung – ein patriarchales Erbe. Zweitens: Dass sie oft auf &quot;hübsche Kleidung&quot; achten, ist das Resultat eines jahrzehntelangen Framings, das Weiblichkeit mit Äußerlichkeit gleichsetzt. Das ist kein &quot;Fehler der Frauen&quot;, sondern ein Symptom der gesellschaftlichen Prägung durch ein System, das Frauen über Generationen auf bestimmte Rollen festlegt. Frauen übernehmen in patriarchalen Gesellschaften Care-Arbeit und tragen damit oft auch den psychologischen Druck, ihre Kinder &quot;richtig&quot; auszurüsten – inklusive Kleidung, die &quot;angemessen&quot; (sprich: geschlechterspezifisch) wirkt.</p><p></p><h4><strong>6. &quot;Ich finde es dennoch unnötig, überall das Patriarchat als Ursache zu suchen.&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Eine Abwehrhaltung gegen Systemkritik – getarnt als Pragmatismus.</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Systemkritik bedeutet nicht, blind und überall den gleichen Schuldigen zu suchen. Es bedeutet, wiederkehrende Muster zu erkennen – und diese sind bei der Geschlechtersozialisation von Kindern eindeutig. Wer das Patriarchat nicht <em>sehen will</em>, kann leicht denken, es sei &quot;unnötig&quot; – das ist aber wie zu sagen: &quot;Ich sehe keine Rassismusprobleme, weil mich keiner rassistisch beleidigt.&quot; Ignoranz ist kein Argument.</p><p></p><h4><strong>7. &quot;Übrigens: Man kann für Mädchen auch Jungen-Kleidung kaufen. Umgekehrt genauso.&quot;</strong></h4><p><strong>Einordnung</strong>: Klingt vernünftig, ist aber naiv. Eine Verwechslung von Möglichkeit und Realität.</p><p><strong>Widerlegung</strong>: Natürlich <em>kann</em> man das. Aber: Wie werden Kinder in der Gesellschaft angesehen, wenn sie die &quot;falsche&quot; Kleidung tragen? Ein Junge im pinken Tutu wird im besten Fall belächelt, im schlimmsten offen diskriminiert – auch im Kindergarten. Die Wahlfreiheit ist theoretisch da, praktisch aber stark eingeschränkt durch soziale Kontrolle und Sanktionierung. Freiheit ohne Akzeptanz ist keine echte Freiheit.</p><p></p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Der Kommentar versucht, strukturelle Probleme auf individuelle Entscheidungen herunterzubrechen – eine gefährliche Verkürzung. Wer Gendermarketing, stereotype Kleidung und Spielwaren <em>nicht</em> als Teil patriarchaler Strukturen erkennt, verkennt die Macht des Systems und macht es unmöglich, nachhaltig etwas zu verändern. Wer Kindern echte Wahlfreiheit ermöglichen will, muss das System in Frage stellen. Und ja: Dazu gehört auch, das Patriarchat zu benennen.</p><p></p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/8fd76781-87be-414d-88d9-1ed14ada2b34/teaser_image/1748473502?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 29 May 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrzehntelanger Gleichstellungs-Limbo statt Hochsprung-Rekorde]]></title>
      <description><![CDATA[Ausgebremste News und konkrete Tipps für den Büroalltag im Newsletter der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Gleichstellungs-Limbo statt Hochsprung-Rekorde</h1><h3><strong>Wieviel tiefer kann die Latte eigentlich noch liegen?</strong></h3><p>Kurz vor dem Ende ihrer verkürzten Amtszeit konnte die Ampelkoalition – eben jene, die 2021 großmundig „das Jahrzehnt der Gleichstellung“ ausgerufen hatte! - doch noch das Gewalthilfegesetz verabschieden. „Heute erreichen wir einen historischen Moment“, ließ sich Bundesfamilienministerin Lisa Paus am 14. Februar 2025 auf der Internetseite der Bundesregierung zitieren. Und ein schneller Blick in die Kriminalstatistik zeigt deutlich, wie notwendig dieses Gesetz ist: 2023 wurden allein in Deutschland 360 Frauen und Mädchen von ihrem (Ex-)Partner ermordet, fast jeden Tag also ein Femizid aus dem ganz persönlichen Umfeld!</p><p>Aber mal ganz ehrlich: worüber reden wir hier eigentlich? Sind der - übrigens erst ab 2032 (!) gesetzlich garantierte - Rechtsanspruch auf Schutz und Unterstützung von Betroffenen häuslicher Gewalt wirklich ein gleichstellungspolitischer Grund zum Feiern? Ein Erfolg, ein historischer Moment gar? Über 30 Jahre nachdem mit der Erweiterung von Grundgesetz Artikel 3 die Gleichberechtigung der Geschlechter zum Staatsziel erklärt worden ist?! Über 75 Jahre nach dem grundgesetzlichen Versprechen auf körperliche Unversehrtheit, die freie Entfaltung der Persönlichkeit, auf Freizügigkeit und die Gleichheit vor dem Gesetz?! Von der Unantastbarkeit der Würde des Menschen - von Frauen*! - gar nicht zu sprechen. Und seit dem Inkrafttreten der sogenannten Instanbul-Konvention 2014 „zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ sind auch schon wieder über zehn Jahre vergangen.</p><p>Die CDU betont zwar die Stärkung von Frauenhäusern und die Gesundheit von Frauen, lehnt aber zentrale Reformen wie die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ab, will am restriktiven §218 festhalten und jongliert mit Placebo-Formulierungen: „Wir wollen geschlechtsspezifische Medizin stärker als bisher als eigenständiges Aufgabenfeld vorantreiben“ oder „Wir werden die bestehenden Programme evaluieren und ggf. anpassen“. Maßnahmen oder klare Zeitpläne folgen keine. Prüfaufträge, „Stärkung“ von Institutionen oder „Förderung“ werden genannt, aber es folgen keine konkreten gesetzlichen Veränderungen oder verbindliche Zielvorgaben.</p><h3>Immer wieder ein Minimum zugefügt, um im Gespräch zu bleiben?</h3><p>Die deutsche Gleichstellungspolitik macht es wie der schwedische Stabhochspringer Armand Duplantis: der hat seit 2020 zum inzwischen elften Mal den, also seinen eigenen, Weltrekord verbessert. Und zwar immer jeweils um genau einen Zentimeter. Mehr nicht. Sollten diese Zentimeter-Schrittchen tatsächlich bloß Zufall sein oder eben doch Kalkül? Immer wieder ein Minimum zugefügt, um im Gespräch zu bleiben. Immer wieder eine winzige gleichstellungspolitische Maßnahme in die Medien gebracht, um einen Erfolg vermelden zu können? Mit dem Unterschied, dass es in der Gleichstellungspolitik noch lange nicht um Rekorde geht. Auch Hochsprünge werden hier keine gemacht, wenn schon, dann eher Limbo: wieviel tiefer kann die Latte eigentlich noch liegen? Denn bisher haben wir offensichtlich nicht einmal die Basics erreicht, nämlich: die körperliche Unversehrtheit und unantastbare Würde von Frauen*!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/15ac7003-2429-4256-a35d-b022cefbbb3d/uploads/images/vy7rx3wqod/35AEBEA9-DF4B-4F49-9B2A-9E96326A9BE7.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Illu von nem orangen Fisch, der aus einem kleinem Glas hoch in ein etwas größeres springt."/><h6><em>Bild von </em><a href="https://pixabay.com/de/users/mohamed_hassan-5229782/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2488210"><em>Mohamed Hassan</em></a><em> auf </em><a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2488210"><em>Pixabay</em></a></h6><p></p><h3>Noch 300 Jahre bis zur Gleichstellung, Tendenz steigend</h3><p>Ja gut, wir haben in den letzten Jahrzehnten das erste und zweite Führungspositionen-Gesetz gefeiert, das Entgelttransparenzgesetz, das Gute-Kita-Gesetz, die Einführung und Erweiterung des Elterngeldes, und auch der Gender Pay Gap ist 2024 gesunken auf 16%, von 18% in den Jahren davor, puh! Aber was wir nicht feiern konnten, ist beispielsweise die Abschaffung von Paragraph 218 StGb, der Abtreibungen immer noch grundsätzlich als Straftat definiert. Und den Verlautbarungen von Friedrich Merz im Bundestagswahlkampf nach wird das auch in den kommenden Jahren so bleiben, obwohl über 74% der Bevölkerung sich das anders wünschen.<br/><br/>Die Geschlechterungerechtigkeiten sind in so vielen Bereichen nach wie vor so eklatant und tiefgreifend, dass es sich eigentlich verbietet, von Erfolgen und Meilensteinen zu sprechen: Einkommen, Renten und Vermögen, Repräsentation, Karrierechancen und Gestaltungsmacht, Verteilung der privaten und professionellen Sorgearbeit, Betroffenheit von häuslicher Gewalt …. Vielmehr stellt sich die Frage, warum wir als reiche, so privilegierte Gesellschaft in all den vergangenen Jahrzehnten nicht wirklich vorangekommen sind bei den ganz grundsätzlichen, basalen Fragen, die doch eigentlich nicht mehr der Rede wert sein sollten?! Sind sie aber ganz offensichtlich:<br/><br/>Wie kann es sein, dass es auch nach den optimistischeren Prognosen des Weltwirtschaftsforums noch über 70 Jahre dauern wird, bis wir in Deutschland eine wirkliche Gleichstellung der Geschlechter erreicht haben werden?! – Oder den Berechnungen der UNO zufolge über 300 Jahre, Tendenz steigend, wie es ihr Generalsekretär António Guterres in einer Rede 2023 ausführte. – Aber selbst 70 Jahre, da wären unsere Enkelkinder schon um die 30, hätten also ihre komplette Kindheit, Jugend und Berufsausbildung, ihre Sozialisation in einem immer noch ungleichen System erlebt. Und über 300 Jahre … was wird hier nochmal gefeiert?</p><h2>Was wird hier eigentlich gefeiert?</h2><p>Dieser autosuggestive Fokus auf die Erfolge der Gleichstellungspolitik verdeckt, dass es ein „Weiter so!“ unter gar keinen Umständen geben darf, zumal angesichts der aktuellen Wahlergebnisse davon auszugehen ist, dass es eher rückwärts gehen wird. Und trotzdem stehen wir heute hier (und können nicht anders) in der Überzeugung, dass da mehr möglich ist, dass wir eine wirkliche Gleichstellung - aller! - Geschlechter erreichen können, wenn wir einen ehrlichen Blick auf die vergangenen Jahrzehnte wagen. Wenn wir die bisherige Gleichstellungsbewegung in ihren Strukturen und Ansatzpunkten analysieren: was war erfolgreich und wodurch, was ist in seiner Wirkung verpufft? Wenn wir dann noch die angemessenen Schlüsse daraus ziehen, ist ein wirklicher Aufbruch möglich, echte, nachhaltige Erfolge und vor allem, eine breite gesellschaftliche Mitwirkung und Beteiligung.</p><p>Die „Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und […] die Beseitigung bestehender Nachteile“, wie sie im Grundgesetz festgehalten sind, ist nicht allein die Aufgabe des Staates und kann durch Gesetze nur bedingt erreicht werden. Gleichstellung ist eine gesamtgesellschaftliche, also auch unsere Aufgabe. Und die Frage ist, wer hier endlich Verantwortung übernimmt und Impulse setzt, auf dass andere mitziehen. Wollen wir uns wetier damit begnügen, Forderungen an die Politik zu stellen, oder werden wir selber aktiv in unserem privaten Umfeld, oder - besser noch! - im beruflichen Kontext?!</p><h2>Wie kann eins selbst aktiv werden?</h2><p><strong>Für (uns) Männer</strong> ist dieser erste Schritt ganz offenkundig: Lassen wir uns nicht länger den Rücken freihalten, sondern übernehmen wir endlich unseren Anteil an der täglichen Care-Arbeit und Sorgeverantwortung, im Privaten, aber auch im beruflichen Umfeld (<a href="https://equalcareday.org/mental-load/#at_work">MentalLoad-Test@Work</a>). Schluss mit der Angst vor Überforderung (haben wir im Job ja auch eher selten).</p><p>Sich zurückzulehnen und auf den großen Skandal zu warten, reicht nicht. Wir Männer müssen im Alltag aktiv werden: Wenn sexistische Sprüche fallen, reicht betretenes Schweigen nicht – ein klares „Das geht so nicht“ setzt Grenzen. Es ist unsere Aufgabe, zum Beispiel in Meetings aktiv dafür zu sorgen, dass Kolleginnen nicht unterbrochen oder übergangen werden, und ihnen gezielt Raum zu verschaffen, ihre Ideen auszusprechen. Auch beim Netzwerken gilt: Frauen nicht nur mit einladen, sondern gezielt fördern und für Projekte oder Beförderungen vorschlagen. Wer Privilegien hat, sollte sie nutzen, um Strukturen zu verändern – und nicht, um bequem im Hintergrund zu bleiben.</p><p>Wir Männer sollten selbst Druck machen, solange politische Vorgaben fehlen: wer im Büro laut flexible Arbeitszeiten und Home-Office für alle einfordert – und das nicht nur für sich selbst, sondern auch für Kolleginnen –, zeigt, dass Gleichberechtigung nicht im Familienministerium gemacht wird. Wer hier mit gutem Beispiel vorangeht, macht klar, dass Vereinbarkeit von Job und Familie kein „Frauenthema“ ist, sondern Chefsache.</p><p><strong>Für (auch uns) Frauen</strong> ist die Frage nach dem ersten Schritt nicht ganz so einfach zu beantworten, eher ein Choose your Battles: wo kann ich mit meinen begrenzten Ressourcen möglichst viel erreichen? Und oft blenden wir in diesen Überlegungen einen entscheidenden Lebensbereich aus, unsere Erwerbstätigkeit, wenn wir Entscheidungen mittragen, die eigentlich unseren inneren Überzeugungen widersprechen. Entscheidungen, die wir im Privaten niemals gutheißen könnten und würden. Sind diese Sachzwänge wirklich so groß? Oder wäre es nicht doch vertretbar, hier Stellung zu beziehen?</p><p>Denn wie umwälzend wäre das denn bitte, wenn zum Beispiel all die stereotypen, sexistischen Botschaften und Geschlechterbilder in der Außenkommunikation von Unternehmen, in Medien und Werbung, Büchern und Filmen, aus dem öffentlichen Raum und den Geschäften verschwinden würden? Keine rosa-hellblauen Gegensätze mehr? Klar baucht das viele, nicht nur ein Gespräch, aber an wievielen Arbeitsplätzen wurde das allererste dazu noch gar nicht geführt?</p><p>Alles Gute dafür,</p><p>Bunte Grüße schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Tue, 06 May 2025 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mit dem Fahrrad in die RosaHellblauFalle -eine sommerliche Bilderschau]]></title>
      <description><![CDATA[Die News für Tiefeinsteiger aus der Wort & Klang Küche von Almut und Sascha ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mit dem Fahrrad in die Rosa-Hellblau-Falle - eine Bilderschau</h1><h5><strong>Willkommen zu einer sommerlichen Rad-Show in Rosa und Blau.</strong></h5><p>Obwohl Frauen inzwischen netterweise auch Hosen anziehen dürfen, ist es nach wie vor verbreitet, von “Herrenrad” und &quot;Damenrad&quot; zu sprechen, letzteres setzen viele gleich mit weniger schnell, weniger sportlich, weniger stabil, weniger „richtiges Fahrrad“. Die Bezeichnung “Damenrad” ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, als Frauen auch in langen Röcken ein graziles Aufsteigen ermöglicht werden sollte. Aber wer&#39;s mag, findet natürlich auch heute noch Gründe, um Gräben zu ziehen, wo&#39;s nichts zur Sache tut.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/kciow5ohvm/Fahrradklischees-768x266.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>cooler Vater - trendige Mutter</figcaption></figure><h3>Sagt, WAS es ist, schreibt uns nicht vor, FÜR WEN!</h3><p>Bezeichnungen gäbe es genug, um die unterschiedliche Bauweise von Fahrrädern zu benennen:</p><p><strong>A) Rad mit horizontalem Oberrohr: Diamantrahmen oder Dreiecksrahmen</strong></p><p><strong>B) Rad mit abfallendem Oberrohr: Schwanenhalsrahmen, Curve, Wave, im Rennradbereich: Trapez, Cross Trapez…</strong></p><p>Aber hey, warum einfach beschreibend, wenns auch geschlechterstereotyp geht? 🤷</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/6zjmcpzds5/binare-Raderschau.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Gendermarketing gibt ein binäres Angebot vor, Privatverkäufer ziehen nach</figcaption></figure><h3>Haben die Unterschiede mit Geschlecht zu tun?</h3><p>Die Diamantform ist stabiler, im Rahmendreieck ist mehr Platz für Taschen, Flaschen, Schlösser. Leichter auf den Sattel kommt Mensch mit tiefem Einstieg. Der für viele auch ohne Rock sicherer wäre: Bei Stürzen mit Curve-Rahmen treten eher Verletzungen am Becken oder den Schultern auf, wer mit Querstange fährt, hat ein höheres Risiko für Kopfverletzungen. Besonders gilt das (<em>laut einer Studie des niederländischen Fietsberaad,</em><strong><em> </em></strong><em>Fachzentrum für Radverkehrspolitik</em>) für ältere Radler, die beim Auf- und Absteigen Schwierigkeiten haben, und Väter, die ihre Kinder auf einem montierten Kindersitz transportieren. Dazu kommt, dass bei klassischen Tourenrädern, anders als beim Rennrad oder Mountainbike, der Helm selten zur Standardausrüstung zählt. Egal, denn auch Radfahren ist &quot;Doing Gender&quot;, soll heißen: mensch drückt im Wie aus, welcher Gruppe sie*er sich zugehörig fühlt. Und weil den meisten wichtig ist, &quot;richtig&quot; gelabelt zu werden, helfen sie andern gerne durch die &quot;richtige&quot; Kleidung, Körpersprache, Farbe und… Fahrrad auf die Sprünge.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/y3xfrsqial/Bildschirmfoto_2021-05-31_um_15.37.07.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Lieber verletzt als unmännlich?</h3><p>Zu schrecklich wäre es, als Mann auf einem Rad erwischt zu werden, das ihn nicht deutlich als Mann kennzeichnet. Als Frau mit Diamantrahmen zu fahren ist dagegen okay: man sieht, Geschlechterhierarchie auch hier, das Damenrad ist für den Mann ein Abstieg in weibliche Sphären, das Herrenrad für die Frau ein Zeichen von Sportlichkeit. Zitat eines Fahrradverkäufers:</p><blockquote><p>&quot;Ich kenne einige ältere Männer, die die Knie nicht mehr hochkriegen, aber trotzdem lieber tot, als auf ‘nem Damenrad wären&quot;</p></blockquote><p>Also anstatt das Rad mit tiefem Einstieg bzw. mit Diamantrahmen zu wählen, einfach weil die Mehrzahl es “Damenrad” nennt, ist offenbar so würdelos für manchen Mann, dass er lieber riskiert, beim Auf- und Absteigen auf die Nase zu fallen. Lieber verletzt, als zu weiblich. Schade, dass Erwachsene dieses Denken oft an Kinder weiterreichen: Die Tochter darf das Rad des großen Bruders übernehmen: cool! Der kleine Bruder bekommt lieber ein neues statt das pinke der älteren Schwester fahren zu müssen - wär ja peinlich!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/kproilym2u/6619A8BE-2C5A-464A-AD08-89E5E60E6DC9.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>PinkTax auch beim Radeln</h3><p>Dass der Drogeriemarkt Preisunterschiede macht bei baugleichen blauen und pinken Rasierern, das hat sich inzwischen herumgesprochen. Und ob Shampoo, Shirt oder Schulranzen: Genderpricing, die sog. Pink Tax, is illegal, Verbraucherschutz und Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind sich da einig. Das gilt also auch für Fahrräder und Zubehör, doch Firmen in Deutschland darf das egal sein, weil niemand sie verklagen kann. Das liegt daran, dass der Schaden für die Einzelperson zu gering ist - 2 Euro mehr für das pinke Fahrradschloss - “Musst es ja nicht kaufen!” - und es hierzulande keine Möglichkeit zur Sammelklage gibt.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/ej33tfr5vp/Fahrradschloss.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die pinke Version ist teurer. Jetzt auch bei Schlössern.</figcaption></figure><h3>Raus aus der Rosa-Hellblau-Falle!</h3><p>Man sieht: die Botschaft ist überall, auch Kinder, die noch nicht lesen können, haben verstanden, dass das, was für Mädchen taugt, für Jungs noch lange nicht gut genug ist. Und dass Unterschiede irgendwie lebenswichtig zu sein scheinen, warum wird nicht klar, aber egal, Hauptsache wir feiern die Geschlechtertrennung und wundern uns dann über “Jungs gegen Mädchen”-Spiele im Schulhof und misogyne Kommentare unter News von Radsportler*innen. Das hat niemand ahnen können, wissen allerdings schon, denn von verstecktem Subtext kann hier nicht die Rede sein:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/5dmm2djp62/rosa.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Also sprecht darüber!</h3><p>Sprecht mit Euren Kindern, mit anderen Erwachsenen, die unnötige Kommentare fallen lassen. Farben sind für alle da, und beim Radfahren zählt in erster Linie das Vorankommen. (Deshalb ruhig nochmal checken, wer bei Euch zuhause die Kupplung für den Kinderfahrradanhänger am Rad hat, und was dagegen spricht, dass auch er sich eine dranschraubt ;-) In diesem Sinne, alles Gute Euch fürs bunte Radeln!</p><p><strong>Beste Grüße, mit bycicle - face* gesendet</strong></p><p>Sascha &amp; Almut</p><hr/><p>* Sternchen</p><ul><li><p>*Bicycle Face: erschöpfter Gesichtsausdruck, oft mit geröteter oder blasser Haut. Dunkle Schatten unter den Augen - Der Begriff <em>&quot;Bicycle Face&quot;</em> bezeichnet eine angebliche Krankheit, die Ende des 19. Jahrhunderts erfunden wurde, um Frauen vom Fahrradfahren abzuhalten. Diese „Krankheit“ wurde von Ärzten und anderen Kommentatoren als Folge der körperlichen Anstrengung und des Gleichgewichthaltens beim Radfahren beschrieben. Sie sollte Frauen davon überzeugen, dass das Fahrradfahren schädliche Auswirkungen auf ihr Aussehen und ihre Gesundheit haben könnte. Bis ins 20. Jahrhundert war Radsport für Frauen in Deutschland verboten!</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>Positivbeispiel ?!</strong></h3><p><strong>Der Junge mit rosa Rad schon. Aber das ist wohl nur möglich, wenn er dabei ein blaues Shirt trägt, das ihn als “handsome Man” auszeichnet. Sicher ist sicher!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/4u35g66jgs/Positivbeispiel-Fahrrad-rosa.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/bzrh6ygyf4/Fahrradprufung-2019-mutterpassenauf.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Im Türrahmen - mit Küchenhocker - freie Sicht zum Herd:</strong></p><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher, gestapelt, Cover vorn."/></a><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Hidden Track ;)</h3><p>Impro-Rap übers Radfahren von Tobias Borke, mit Beatbox von Pheel. Ein kurzes Hörstück aus einer 12er-Reihe von Impro-Rap-Collagen, die wir vor langer Zeit mal für den Deutschlandfunk produziert haben. Und die jetzt, bei der Fahrradrecherche auf unserer Festplatte für diesen Text, wieder aufgeploppt ist 😊</p><p><a href="https://steady.page/44848847-d3a6-4ea5-8c6e-7fa59c6bf955/posts/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1">Auf Steady anhören</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/inb26e3dc2/7.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c7d4cb8-1127-4c2b-b059-f6a99bfb48d1/uploads/images/kciow5ohvm/Fahrradklischees-768x266.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Empathie- und Respekt-Kurse statt Selbstverteidigung für Dreijährige?]]></title>
      <description><![CDATA[Utopische News zum Guten im Menschen, aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Empathie- und Respekt-Kurse statt Selbstverteidigung für Dreijährige - eine Utopie?</h1><p>Gaaanz heikles Pflaster, jetzt wollen wir also schon in die Erziehung der Kleinsten eingreifen! Kurse! Ist das nicht Elternsache? Ja, schon, so sollte man meinen, aber:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/sdihyzcj7i/D6FDFA70-CAD3-418E-A110-BBC825262CB3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3><strong>Vorbereitung auf den Sandkastenkrieg?</strong></h3><p>Irgendwas muss doch schief gelaufen sein, wenn Selbstverteidigungskurse für Kleinkinder als erfolgreiches unternehmerisches Konzept funktionieren. Was ein armseliges Fazit unseres Miteinanders, wenn sowas als Businessmodell Erfolg hat. Das ganze Konzept steht doch für eine negative Erwartung, für einen negativen Blick auf die Welt. Nee, nix Sportlichkeit, Fitness oder was man da angeblich so alles Wertvolles lernt, denn ginge es darum, dann hätte der Kurs einen anderen Namen! Aber hier steht im Fokus:</p><blockquote><p>“Mein Kind könnte angegriffen werden, es muss also rechtzeitig lernen, sich zu wehren”.</p></blockquote><p>Und hier gehts nicht um Selbstverteidigungskurse bei der Polizei für Vierzehnjährige - was die zum Victim-Blaming beitragen, wäre nochmal ein anderes Kapitel. Sondern hier geht es um ein Angebot für Kita-Kinder! Geht es Eltern dabei um den Streit um die Sandschaufel? “Meine Tochter muss lernen, festzuhalten!”. Oder soll das Dreijährige sich wehren können, wenn Erwachsene übergriffig werden? “Heute üben wir den Wadenbiss”. - wo sind hier die Erwachsenen, die eingreifen, ein besseres Miteinander vermitteln? Das Problem ist, dass es von denen offenbar zu wenige gibt, sonst gäbe es diesen Bedarf nicht:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/qaokad7mgx/Bildschirmfoto_2025-03-22_um_13.26.10.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Ein Geschäft mit der Angst</h3><p>Es geht uns nicht drum, die Inhalte der Kurse komplett abzulehnen, es ist das Konzept, das uns stört. Uns gehts ums Framing, die Grundhaltung, nicht um den persönlichen Umgang damit. Es ist nun mal eine feindseligen Botschaft im Subtext eines solchen Business, die sagt: “Seid gewappnet, auch wenn Ihr erst 3 seid - Gefahr im Verzug!” Den meisten Eltern wird es bei der Anmeldung vermutlich ums Nein-Sagen gehen, Grenzen setzen, lernen, dass jedes Kind über den eigenen Körper bestimmen darf. Und da spricht ja auch nichts dagegen, das ist sogar sehr wichtig. Aber auf dem Schild stand nun mal nichts von Mut und Grenzen oder “Du bist ein klasse Kind, egal, was andere sagen, und du darfst weggehen, wenn andere über dich bestimmen wollen!”, sondern die Anbieter haben entschieden, dass das Wort “Selbstverteidigung” den Kurs bestens erklärt, gut verkauft - ein Geschäft mit der Angst, das zu denken gibt. </p><p><strong>“Hallo, man wird sich ja wohl noch verteidigen dürfen?”</strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/qcqgisttn4/Bildschirmfoto_2025-03-22_um_23.50.45.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>z.B. bei Lukas 6/29 oder Matthäus 5/39</figcaption></figure><p>Ja, auch wir hatten auch solche Gespräche mit unseren Kindern, und haben klar gesagt: “Wenn kein Erwachsener hilft, dann darfst du dich wehren!” Und wenn du dich verbal nicht mehr wehren kannst, musst du das wiederholte Schubsen und worse nicht hinnehmen! Von wegen “dann halte ihm auch die andere Wange hin” - Nein! Aber es gibt einen Unterschied: wir haben unsere Kinder nicht schon vorsorglich im Kita-Alter auf die “Im Zweifel wehrst du dich!”-Denk-Schiene gesetzt. Und wir haben kein Business unterstützt, das die körperliche Auseinandersetzung zum Ziel hat und sie für den eigenen Vorteil nutzt. Und dass unsere drei jetzt alle raus sind aus der Schule und es solche Angebote damals für Kleinkinder gar nicht gab, gehört genau zum Problem.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/4p7xlatnru/Bildschirmfoto_2025-03-22_um_23.40.36.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4>Ist das Bedürfnis, Selbstverteidigung zu normalisieren größer als das Engagement, Empathie-Kurse einzuführen?</h4><p>Sicher, wenn dein Kind schon mal eine aufs Maul bekommen hat und die <br/>anderen lachend, unverletzt heimgingen, dann willst du, dass es sich das <br/>nächste Mal wehren kann - ging uns nicht anders. Und klar geht’s da nicht in erster Linie um krasse Tricks und Griffe, sondern vor allem um Prävention, klare Signale, Gefahren frühzeitig erkennen etc. Aber das ist der pragmatische Blick auf ein gesellschaftliches Thema, das uns im Teufelskreis immer weiter runterzieht: wenn du das Ideal verwirfst und als Ideologie für untauglich erklärst, reproduzierst du die böse Welt, vor der du dein Kind schützen möchtest!</p><p><strong>Nochmal der Blick auf die Pubertät zum Vergleich: </strong><br/>wenn deine Tochter mit 15 abends alleine weggeht, kannst du sie nicht <br/>jedes mal unter der Tür erinnern: &quot;Und, hey, denk dran: Prävention und <br/>so!&quot; Also, klar, kann man machen, wenn man ihr vor jeder Party erstmal Angst machen will. Was nachvollziehbar ist, denn du willst nicht, dass sie naiv alleine aus der Bahn steigt, ohne sich umzugucken. Also gibt’s hier kein Richtig im Falschen. Denn natürlich ist es gut, wenn die Siebzehnjährige einen Selbstverteidigungskurs gemacht hat. Aber es ist schlecht, dass es Firmen gibt, die Dreijähre schon darauf einschwingen, was für eine Dreckswelt das ist, in die sie reinwachsen werden, weil sich so nie was ändern wird! Und all das ist kein Widerspruch.! </p><p>Also zurück zu dem Missstand, den wir kritisieren: dass Selbstverteidigungskurse als Businessmodell funktionieren und verteidigt werden, während Empathietrainings - ja, wo, wenn nicht zuhause? vielleicht in der Schule? …auch dort nicht wirklich stattfinden! <br/></p><h3>Man wird ja wohl noch träumen dürfen</h3><p>Denn stellen wir uns doch mal vor, nur als kurzer Traum, wie es wäre, wenn Babys in eine Welt kämen, in der alle davon ausgehen, dass diese Welt und die Menschen in ihr gut zu ihnen ist? Es würde ALLES ändern! Und - ganz kurioser Fakt: das wäre machbar, denn der Mensch IST <strong><em>“Im Grunde gut”</em></strong> (<em>Buchtipp! Lest Rutger Bregman</em>). Bloß haben wir in den letzten Jahrhunderten dafür gesorgt, dass diese Seite nicht unser Aushängeschild ist.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/eox5xht4h4/82059B3B-61F7-41F2-AEE4-39068BBCDC08.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Nur Egoismus, Gier und Konkurrenz ?</h3><p>Und auch Andreas von Westphalen zeigt in seinem Buch <strong><em>&#39;Die Wiederentdeckung des Menschen. Warum Egoismus, Gier und Konkurrenz nicht unserer Natur entsprechen&#39; </em></strong>anhand vieler Studien, wie fragwürdig unser Weltbild ist, demzufolge wir in unserem Kern egoistisch und konkurrenzgetrieben seien. In einem Interview (mit #SaschaVerlan für eine <a href="https://wu2k.de/kollektiv/">unserer Radiosendungen</a>) sagt er:</p><blockquote><p>“<em>Wenn ich davon ausgehe, dass Menschen einander nicht vertrauen, dann komme ich in einen Raum rein und sage: “ich vertraue den Menschen hier nicht”, dann werde ich natürlich ein Verhalten,… es wird eine Reaktion darauf geben! Und wenn ich überzeugt bin, es gibt Trittbrettfahrer, und zwar eigentlich alle, und “der Ehrliche ist immer der Dumme”, was werde ich also naheliegenderweise machen? Ich werde selber Trittbrettfahren und bin damit selber ein Beispiel dafür, dass die Menschen da draußen so sind, nämlich Egoisten.”</em></p></blockquote><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/22v3fz2il6/BEFD02F0-B5F1-4005-BCA5-9B2612FBDA2C.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Der Mensch ist auf ein Miteinander eingerichtet</h3><p>Unser System, das auf wirtschaftlichen Fortschritt und Konkurrenz ausgerichtet ist, fördert dieses Entwicklung. Dabei ist der Mensch auf ein Miteinander eingerichtet. “Dank der Tatsache, dass das Gehirn des Kindes sich die ersten Jahre immer weiter entwickelt, entstehen pro-soziale Fähigkeiten und diese außergewöhnliche Kooperationsbereitschaft des Menschen, das soziale Gehirn des Menschen. Der Mensch ist vom Gehirn wirklich auf ein Gegenüber ausgerichtet, biologisch auf ein Zusammenleben vorbereitet”</p><h3>Ist das nicht ganz wunderbar?</h3><p>Die Menschheit, unsere direkten Vorfahren standen vor mehreren hundertausend Jahren über einen sehr langen Zeitraum knapp vor dem Aussterben, keine 1.500 Exemplare soll es mehr gegebene habe, rote Liste, extrem gefährdet. <strong>Warum wir überlebt haben? Durch Empathie und Kooperation! Unsere Vorfahren haben zusammengehalten, sich gegenseitig unterstützt, Rücksicht genommen und so das gemeinsame Überleben gesichert. </strong>Konkurrenz und Spaltung konnten sie sich gar nicht leisten, und Ausgrenzung war meist gleichbedeutend mit dem Tod.</p><p>Die entscheidende Frage ist also: können wir uns eigentlich heute Spaltung, Ausgrenzung, Ausbeutung und diese bedingungslose Konkurrenz, das Recht der Stärkeren noch leisten? Ist nicht vielmehr diese moralisch fragwürdige Grundhaltung die Ursache, dass die Menschheit so ungebremst und gleichermaßen bewusst auf die Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen zielt, die Auslöschung der eigenen Existenz?! Und sind nicht auch heute wie damals Empathie, die Fähigkeit und der Wille zur Kooperation, Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme die Voraussetzung für ein gutes und faires Miteinander, für das schlichte Überleben der Menschheit?</p><p>Was heißt das für morgen und nächste Woche? Was tun, damit Kinder keine Selbstverteidigungskurse mehr brauchen und Erwachsene nicht auf die Idee kommen, sie an Dreijährige zu vermarkten? Es läuft alles darauf hinaus, Kindern die Empathie gar nicht erst abzutrainieren und jenen, die sie aus dem Blick verloren haben, wieder zu vermitteln. Denn Kinder kommen mit einer natürlichen Veranlagung zur Empathie auf die Welt. Die Fähigkeit entwickelt sich im Laufe der ersten Jahre und kann durch positive Vorbilder gestärkt werden. Lasst uns also die Empathie in unseren Familien, Nachbarschaften und Gemeinschaften kultivieren – <strong>das ist das Gegengewicht, das wir jetzt brauchen</strong>. Ein kleines Geschenk, ein aufmunternder Brief, ein gemeinsames Essen, eine kleine Unterstützung, ein bisschen Zeit zum Zuhören.🤝</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/i4or5wsbux/F983B11E-3814-4459-BBAB-7553DEFEE867.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc6d378f-66ba-4c7d-8b9c-8a96b09ebc65/uploads/images/sdihyzcj7i/D6FDFA70-CAD3-418E-A110-BBC825262CB3.png?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 25 Mar 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Handout für den Opa: sind Röcke für kleine Jungs schädlich?]]></title>
      <description><![CDATA[Luftige News zur Homofeindlichkeit aus dem Kleiderschrank der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Handout für Großväter - Sind Röcke für kleine Jungs schädlich?</h1><p><strong>Wenn der Opa sich um den Enkel sorgt, weil der ein Kleid trägt… Oder der Vater selbst? Oder Schwester, Oma, Bruder, Nachbarin… sich gar beide Eltern noch unsicher sind? Hier eine Handreichung :)</strong></p><p>Weil’s in vielen Familien doch immer mal wieder Thema ist, schicken wir hier Material für die nächste Familiensitzung. Oder für einen Brief, zum Schicken, Vorlesen, Zuschieben, unauffällig oder demonstrativ. Und im Grunde freuen wir uns, DASS es Thema ist. Denn das zeigt ja, dass es hier und dort kleine Jungs gibt, die Kleider und Röcke tragen dürfen. Okay, cooler wäre, die würden gar nicht erst Anlass für ein Gespräch liefern. Cool wäre, wenn Kleider und Farben und Spielzeug und überhaupt… alles für alle da wäre unabhängig vom Geschlecht, Kinder selbst entscheiden dürften, und sich niemand drum scheren würde, dass Frauen und Mädchen heutzutage Hosen tragen. Unerhört, oder? Warum also nicht dieselbe Freiheit für deinen Enkel?</p><h2><strong>Um wessen Männlichkeit geht es hier?</strong></h2><h4><strong>Diese Frage muss erlaubt sein, und ich hoffe, der Opa kann sich darauf einlassen.</strong></h4><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2a6e20df-c874-4663-9494-802222239889/uploads/images/p4evkydzzu/Anfrage-RockfurJungs.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Mein Vater kam heute mal wieder mit folgendem um die Ecke: Du weißt ja, da gibt es Fälle in der  Geschichte, wo Männer dann gestört waren, weil die Mutter ein Mädl wollte und den Bub so angezogen hat und so&quot; - Hast du vllt einen Fachartikel o.ä. zur Hand, den ich ihm weiterleiten könnte?"/><figcaption>rosa-blau überfülltes Kinderzimmer, erstellt mit Artbreeder, Nachrichtentext drüber.</figcaption></figure><h4><strong>Die gute Nachricht ist: Es schadet nicht – im Gegenteil. Es kann sogar eine wertvolle Chance sein, das Selbstbewusstsein und die emotionale Entwicklung des Kindes zu fördern.</strong></h4><h2>Kinder entdecken die Welt – und sich selbst</h2><p>Kinder sind neugierig und experimentieren mit allem, was sie umgibt – auch mit Kleidung. Für kleine Jungen ist ein Kleid oft nicht mehr als ein spannendes Stück Stoff, das sich anders anfühlt und aussieht als ihre übliche Kleidung. Es hat für sie zunächst keine tiefere Bedeutung. Sie ahmen vielleicht eine Schwester nach, möchten wie eine Märchenfigur aussehen oder finden einfach Gefallen an den Farben und der Form.</p><p>In dieser Phase der kindlichen Entwicklung geht es vor allem um das Erkunden von Identität und Ausdrucksmöglichkeiten. Das Tragen eines Kleides bedeutet nicht, dass ein Junge seine Geschlechtsidentität infrage stellt oder später psychische Probleme entwickeln wird. <strong>Vielmehr zeigt es, dass er sich wohl genug fühlt, um seine Interessen auszuprobieren – ein Zeichen dafür, dass er in einem unterstützenden Umfeld aufwächst.</strong></p><h2>Geschlechterrollen sind kulturell geprägt</h2><p>Es ist wichtig zu verstehen, dass unsere Vorstellungen von „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ kulturell bedingt sind. In anderen Epochen und Kulturen war es völlig normal, dass Männer Röcke oder Kleider trugen – denken wir an die Schotten mit ihren Kilts oder die Tuniken im antiken Rom. Selbst in der westlichen Welt trugen kleine Jungen bis ins 19. Jahrhundert oft Kleider, bevor sie in Hosen wechselten.</p><p>Wenn ein Junge heute ein Kleid tragen möchte, bricht er also nicht mit einer universellen Regel, sondern hinterfragt lediglich gesellschaftliche Konventionen. Indem Eltern ihm diese Freiheit geben, signalisieren sie: „Du darfst so sein, wie du bist.“ Das stärkt das Vertrauen zwischen Eltern und Kind und fördert die emotionale Bindung.</p><h2>Psychologische Stabilität durch Akzeptanz</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2a6e20df-c874-4663-9494-802222239889/uploads/images/i3jyoao5xu/Bildschirmfoto_2025-02-27_um_16.28.09.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Foto eines Kindes in buntem Kleid"/><figcaption>Kind in buntem Kleid.</figcaption></figure><p>Das Tragen eines Kleides hat keinen Einfluss auf die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität eines Kindes. Diese Aspekte entwickeln sich unabhängig davon und sind tief in der Persönlichkeit verankert. Viel entscheidender ist es, dem Kind beizubringen, stolz auf sich selbst zu sein – egal ob im Kleid oder in Jeans.</p><h2>Ein starkes Selbstbewusstsein als Grundlage fürs Leben</h2><p>Indem Eltern ihrem Sohn erlauben, ein Kleid zu tragen, wenn er das möchte, vermitteln sie ihm wichtige Werte: Offenheit, Toleranz und Selbstakzeptanz. Sie zeigen ihm, dass es in Ordnung ist, anders zu sein und eigene Entscheidungen zu treffen. Dies stärkt sein Selbstbewusstsein und bereitet ihn darauf vor, später mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.</p><p>Kinder lernen durch solche Erfahrungen auch Empathie: Sie erkennen frühzeitig, dass Menschen unterschiedlich sind und dass Vielfalt etwas Positives ist. Das sind Fähigkeiten, die ihnen nicht nur im sozialen Miteinander helfen werden, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung.</p><h2>Fazit: Vertrauen statt Angst</h2><p>(Groß-)Eltern müssen keine Angst haben, ihrem (Enkel-)Sohn zu erlauben, ein Kleid zu tragen. Es schadet weder seiner psychischen Gesundheit noch seiner Identitätsentwicklung – im Gegenteil: Es fördert seine Kreativität und sein Selbstbewusstsein. Wichtig ist nur eines: Dass das Kind spürt, dass es geliebt wird – so wie es ist.</p><p>Indem Eltern ihrem Sohn diese Freiheit geben, setzen sie ein Zeichen für Offenheit und Toleranz – Werte, die unsere Gesellschaft dringend braucht. Und wer weiß? Vielleicht wird aus dem kleinen Jungen im Kleid eines Tages ein Erwachsener mit einem starken Charakter und einem offenen Herzen – genau das wünschen wir uns doch alle für unsere Kinder.</p><p>Bunte Grüße</p><p>Schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><p><em>PS. Falls du den Text weitergereicht hast, was war die Antwort? Wie ging es weiter? Hältst du uns auf dem Laufenden?</em></p><p></p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/2a6e20df-c874-4663-9494-802222239889/teaser_image/1740669365?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 13 Mar 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Worauf bist du stolz?  Über Kirschkuchen und unsern Sozialstaat.]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zur faschistischen Unverforenheit aus den Schulbüchern der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Worauf bist du stolz? Gedanken über Kirschkuchen, Geschichtsbücher und unsern Sozialstaat</h1><p>Mein Kirschkuchen neulich, der ist mir wirklich gelungen, und er sah obendrein auch noch besonders schön aus - ja, ich kann stolz sein, dass ich so gut backen kann, dass es allen schmeckt. Aber “stolz” sein auf einen Kuchen? Das wäre jetzt nicht meine erste Wortwahl. Was unter anderem am Geschichtsunterricht liegt, den wir in den 1980ern erlebt haben. Damals (und hoffentlich bis heute, aber Zweifel liegen nahe) wurde großer Wert auf die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit gelegt. Wir haben gelernt, historische Ereignisse kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren, und das hat dazu geführt, dass wir schon als Kinder gelernt haben, aus guten Gründen vorsichtig umzugehen mit Begriffen wie &quot;Stolz&quot;, “Nation” und “Fahne”.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/73ddcdce-0098-41e8-a9ac-9290e4a1867f/uploads/images/lwsl5ebxzb/artbreeder-image-2025-02-26T10_09_00.235Z.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="AI-Bild, Kuchen ohne Stolz, erstellt mit Artbreeder."/><figcaption>Kuchen ohne Stolz, erstellt mit Artbreeder.</figcaption></figure><h3>Worauf bist du stolz?</h3><p>Die <a href="https://www.presseportal.de/pm/133708/4197492">Open Society Foundation wollte 2019 wissen,</a> worauf die Bürger*innen verschiedener Nationen stolz sind. Die Deutschen (gut ein Drittel) antworteten am häufigsten: auf das Grundgesetz. Danach folgte der Sozialstaat und das kulturelle Erbe Deutschlands. 15% waren stolz darauf, dass Deutschland als Treiber der europäischen Integration gilt, 14% nennen den reflektierten Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte als Grund für Stolz, und 13% waren stolz auf die Toleranz der Deutschen gegenüber Zugewanderten. - Heute, vier Tage nach der Bundestagswahl 2025 klingt das alles nach einer Witzvorlage.</p><p>Stolz auf Grundgesetz, Integration, Sozialstaat …? Nach den aktuellen Wahlergebnissen fallen diese drei Gründe ja nun demnächst vermutlich weg. Vielleicht sollten wir also dringend mehr Kirschkuchen backen, sonst hat sich das bald ganz erledigt mit dem Stolz in Deutschland? Und wir sollten dringend noch einmal die Geschichtsbücher aus der Schule auspacken, um uns daran zu erinnern, weshalb uns das (national-) Stolzsein abgewöhnt wurde.</p><p>Faschisten (und ja, auch Faschistinnen) kommen immer dann näher an die Macht, wenn die konservativen Kräfte einer Gesellschaft beginnen, sich ihre Techniken auszuleihen, schreibt der US-amerikanische Historiker Robert O. Paxton in seiner Analyse &#39;Anatomie des Faschismus&#39; von 2006.</p><blockquote><p>Faschismus: eine &quot;Form des politischen Verhaltens&quot;, gekennzeichnet &quot;durch eine obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle einer Gemeinschaft sowie durch einen kompensatorischen Kult um Einheit, Stärke und Reinheit.&quot; <em>(Robert O. Paxton)</em></p></blockquote><p>Kommt euch das bekannt vor? Friedrich Merz versprach, für ein Deutschland einzutreten, auf das wir wieder (sic!🤨) stolz sein können. Was er nicht sagte, aber meint: auf dieses aktuelle, noch von der Ampelkoalition regierte Land könne mensch ja nicht stolz sein. Was für eine Chuzpe!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/73ddcdce-0098-41e8-a9ac-9290e4a1867f/uploads/images/a3wjwi4ejj/Merz-Stolz.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Migration ist nicht “illegal”</h3><p>Deutschland sei im Niedergang begriffen, den es schleunigst zu stoppen gilt, da war er sich in seinen Wahlkampfaufführungen leider sehr einig mit der AfD, und es war ihm kein Beispiel zu banal: die Schulen, die Infrastruktur, die Wehrhaftigkeit, aber dann auch die Atomenergie, Autoindustrie und natürlich, die innere Sicherheit mit all der illegalen Migration. - Hat ihm schon einmal jemand gesagt, dass Gesetze, also die Definition dessen, was legal und was illegal ist, von Menschen geschrieben werden? Dass sie veränderbar sind, dass sie nicht nur verschärft, sondern auch wieder abgeschafft werden können, zum Beispiel §218 StGb (Schwangerschaftsabbruch gilt als Straftat: <a href="https://regionalheute.de/umfrage-deutliche-mehrheit-fuer-legalisierung-von-abtreibungen-1732719362/">74% der Deutschen ist für die Entkriminalisierung</a>), wenn es die breite Mehrheit der Gesellschaft so möchte?! Dass das, was er illegale Migration nennt, nach den Genfer Flüchtlingskonvention beispielsweise gar nicht illegal ist? Da steht nämlich (auch von Deutschland 1954 ratifiziert): dass schutzsuchende Personen nicht wegen eines unautorisierten Grenzübertritts bestraft werden dürfen. Weshalb in den meisten Ländern der Aufenthalt ohne erforderliche Papiere auch kein kriminelles Vergehen ist, sondern ein bloß administrativer Verstoß.</p><h2>“Einheit, Stärke und Reinheit”</h2><p>In seinem Wahlkampfabschluss in München am 22. Februar 2025 diffamierte Friedrich Merz politisch Andersdenkende als &quot;irgendwelche linken und grünen Spinner&quot;, die in der Mehrheit der Bevölkerung nichts zu suchen hätten: &quot;Gar nichts.&quot; Ein &quot;starkes Deutschland&quot; brauche ihn, so ließ er es plakatieren, einen &quot;starken Kanzler&quot;, und eine Mehrheit, die noch bei Sinnen sei (Merz hat das anders, mit fehlenden Tassen, ausgedrückt, aber wir wollen seine ableistische Sprechweise nicht wiederholen) und einen harten Kurs in der Migrationsfrage. Und kaum gewählt legen er und die CDU/CSU nach mit einer kleinen Anfrage zur &quot;<a href="https://weact.campact.de/petitions/schluss-mit-dem-angriff-auf-ngos-und-medien-keine-zensur-durch-die-cdu">politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen</a>&quot;, in der sie einer ganzen Reihe NGOs und Initiativen vorwerfen (ja, sogar den ’Omas gegen rechts’!), nicht gemeinwohlorientiert zu arbeiten und Steuergelder zu verschwenden. Es ist bestimmt nur Zufall, dass es genau jene Organisationen trifft, die schon in einem Bericht der Bildzeitung angeführt wurden. Und es ist ganz bestimmt nur Zufall, dass unter den Organisationen keine sind, die rechte, nationalistische Positionen vertreten.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/73ddcdce-0098-41e8-a9ac-9290e4a1867f/uploads/images/acxt7smvdo/OMASGEGENRECHTS-mit-dem-Buergermeister-Bovenschulte-1-1-2048x1129.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="omasgegenrechts.at"/><figcaption>omasgegenrechts.at</figcaption></figure><blockquote><p>Im Kern gehe es dem Faschismus darum, die demokratischen Freiheiten und grundlegenden Frauen- und Menschenrechte abzuschaffen. Die innere Säuberung und äußere Expansion sollen &quot;mit einer als erlösend verklärten Gewalt erreicht werden.&quot; <em>(Robert O. Paxton)</em></p></blockquote><p>Wie sich ein Erstarken des Faschismus verhindern ließe, das Wissen dazu haben wir! Dazu muss man nicht einmal aufgepasst haben im Geschichtsunterricht - Merz besuchte die Oberstufe übrigens von 1971 bis 1975. Vielleicht ist er etwas zu alt und hat nicht von der <a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/59797/repraesentationen-des-gegenwaertigen-im-deutschen-schulbuch/">Modernisierung der Schulbücher</a> profitiert? Denn die 1970er Jahre waren eine Phase des Übergangs in der schulischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Es dauerte nun mal seine Zeit, bis eine kritischere und differenziertere Betrachtung im Vergleich zu den Jahren davor zur Norm wurde.</p><p>Für uns bleibt es ein Rätsel, wie dieses Wissen von Menschen in politischen Ämtern derart ignoriert werden kann. Denn was hilft das Wissen auf Papier, wenn Parteien sich bewusst faschistischer Techniken bedienen? Aber damals wie heute ist Aufgeben keine Option.</p><blockquote><p>&quot;Denk ich an Deutschland in der Nacht / bin ich um den Schlaf gebracht&quot;.</p></blockquote><p><em>(Heinrich Heine aus dem französischen Exil. 1844 im Zyklus ‘Zeitgedichte’)</em></p><p>Es muss jetzt zu einem unserer wichtigsten Anliegen werden, Spaltung, Schubladendenken und Ausgrenzung zu entschieden zu begegnen und stattdessen Empathie und Kooperation in den Mittelpunkt zu stellen. Es liegt an uns allen, Menschen zusammenzubringen und den Blick auf das zu richten, was uns verbindet, nicht auf das, was uns scheinbar trennt. Nur wenn wir als Gemeinschaft agieren, können wir echte und nachhaltige Veränderungen bewirken.</p><p>Bist du dabei? Jede kleine Geste der Offenheit, jedes freundliche Wort an einen Fremden, jeder Schritt aufeinander zu zählt. Ergreif die Initiative! Ob im Alltag, am Arbeitsplatz oder in deiner Umgebung – jede*r von uns hat die Macht, positive Veränderungen anzustoßen. Lasst uns diese Chance nutzen und gemeinsam an einer inklusiven und mitfühlenden, an einer care-sensiblen Gesellschaft arbeiten. In diesem Sinne: hier ein Stück Kirschkuchen 🍒 ;)</p><p>… und bunte Grüße<br/>von Almut &amp; Sascha</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/73ddcdce-0098-41e8-a9ac-9290e4a1867f/uploads/images/idwfy6fb3s/artbreeder-image-2025-02-26T10_42_30.217Z.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Stückchen Kirschkuchen auf weißem Teller"/><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="6 Bücher von Sascha und Almut, gestapelt und aufgereiht"/></a><p><em>Unsere Bücher können überall gekauft werden, wo es Bücher gibt, aber nur im </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?q=&amp;p=0&amp;fR%5Bnamed_tags.onix_contrib%5D%5B0%5D=Almut%20Schnerring&amp;type=product&amp;is_v=1"><em>Shop der Autorenwelt</em></a><em> bekommen Autor*innen einen Extraanteil vom Verkauf.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Thu, 27 Feb 2025 08:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kooperation und Empathie anstatt ‘teile und herrsche’-Prinzip]]></title>
      <description><![CDATA[Die News über politische Grabenkämpfe und für einen optimistischeren Zukunftsblick mit Grüßen aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Für einen optimistischeren Blick in die Zukunft</h3><p><strong>Wenn die kommende Bundesregierung es nicht schaffe, die Probleme des Landes zu lösen, so der explizite Vorwurf seitens der Moderator*innen des sogenannten Quadrells (RTL-Sendung mit den 4 KanzlerKandidat*innen am 16.2.2025) an die etablierten Parteien, dann bekämen wir 2029 eine Bundeskanzlerin Alice Weidel. Wie bitte? Echt jetzt?!</strong></p><p>Was für eine Selbstverliebtheit der Medien, was für eine Ignoranz der eigenen, jahrelangen Verantwortlichkeit, was für eine unterwürfige Kapitulation, und alles nur der Dramatisierung eines ohnehin schon reißerischen Formates willen?! Ein bisschen ‘Wer wird Millionär’ mit eingebaut, ‘Mensch ärgere dich nicht’-Fragen, die nichts zur Sache tun, und gleich im Anschluss dann eine fernsehprominent, aber nicht unbedingt kundig besetzte Talkrunde mit dem Titel: ‘Wer war am besten?’. Es ging, warum auch nicht - Quote zählt schließlich, Demokratie weniger - nicht um Inhalte, Visionen, Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalte, sondern um die äußerliche und oberflächliche Wirkung, Fernsehen eben, DschungelCamp.</p><p>Der US-amerikanische Historiker Robert O. Paxton beschreibt Faschismus als eine “Form des politischen Verhaltens”, das gekennzeichnet sei “durch eine obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle einer Gemeinschaft sowie durch einen kompensatorischen Kult um Einheit, Stärke und Reinheit.” Im Kern gehe es darum, die demokratischen Freiheiten und grundlegenden Frauen- und Menschenrechte abzuschaffen. Die innere Säuberung und äußere Expansion sollen “mit einer als erlösend verklärten Gewalt erreicht werden”. In seiner Analyse &#39;Anatomie des Faschismus&#39; (2006) kommt Robert O. Paxton zu dem Schluss, dass Faschisten (und ja, auch Faschistinnen) immer dann näher an die Macht kommen, wenn die konservativen Kräfte einer Gesellschaft beginnen, sich ihre Techniken auszuleihen. Und genau das passiert aktuell in der Politik wie auch in den Medien. Ungehindert. Raumgreifend. Es gab nicht einmal den Versuch, die Lügen durch einen live-Faktencheck einzudämmen - der war hinter einer Paywall anstatt ihn z.B. per Bauchbinde live einzublenden.</p><h3>Wer ist Wir?</h3><p>Die Wirtschaft, die Bildungsinstitutionen, Brücken und Bahnen … da waren sich Weidel, Merz und die Moderator*innen der Sendung einig: dieses Land liegt am Boden. Es geht uns wahrlich nicht darum, dass unreflektiert gefeiert werden soll, was die Bundesregierung unter Olaf Scholz erreicht hat unter gewiss außergewöhnlich schwierigen Bedingungen, aber diese &quot;obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang&quot;, dass es einen vollständigen Neuanfang bräuchte, auf dass &quot;wir wieder stolz sein können&quot; auf unser Land (Friedrich Merz) - Wer ist dieses &#39;wir&#39; im Detail? Was bedeutet eigentlich Stolz? Und wie soll dieses Land, seine Gesellschaft gestaltet sein, zukunftsfähig werden? -, aber darum ging es nicht. Das TV-Format des Duells soll Unterschiede betonen und Sieger ermitteln. Von diesem Konzept konnte auch Robert Habeck nicht abweichen, der immerhin einmal darauf hinwies, dass Schnittmangen hier ja offensichtlich nicht im Fokus stünden.</p><p>Diese konfrontative Art des Diskurses, die demokratischen Parteien als zutiefst zerstritten zu inszenieren und gegeneinander auszuspielen, worauf sich die AfD als Hort der “Einheit, Stärke und Reinheit” präsentieren kann, trägt schon den faschistischen Keim in sich, verstärkt, was (doch?!) eigentlich verhindert werden soll, nämlich den Aufstieg faschistischer und in ihrem Kern menschenfeindlicher Strömungen und Meinungen. Und wie die Jahre zuvor auch hat die AfD wieder reichlich Gelegenheit bekommen, sich zu zelebrieren, Themen zu setzen, auf dass die anderen sich daran abarbeiten müssen: “Ihr Unfähigen” vs. “Ich, die Retterin”. Verkehrte Welt. Denn <strong>rechtfertigen muss sich nicht, wer für Einheit, Gerechtigkeit und Respekt eintritt, sondern wer das ausdrücklich nicht tut!</strong></p><p>Wer sich das Quadrell nicht angesehen hat, war vielleicht nebenan: parallel liefen im deutschen Fernsehen &#39;Mission Impossible - Fallout&#39; oder &#39;Abyss - Abgrund des Todes&#39; … auch hier die bewusste und bildgewaltige Inszenierung des dystopischen Untergangs, wie gewöhnlich verhindert durch eine meist männliche Heldenfigur.</p><h3>Die Heldengeschichte</h3><p>Seien es konfrontativ-inszenierte Talkformate im Fernsehen, Falschinformationen in den Sozialen Medien oder die dystopischen Blockbuster-Erzählungen aus Hollywood, es ist sicher kein Zufall, dass die Heldengeschichte auch im Kontext der Radikalisierung von Menschen als emotionales und identitätsstiftendes Narrativ dient, das ihnen das Gefühl vermittelt, Teil von etwas Größerem zu sein und auch selbst eine wichtige Rolle zu spielen. Radikalisierte Personen haben ein starkes Bedürfnis, ihrem Leben Sinn zu geben. Dana Buchzik schreibt in ihrem Buch &#39;Warum wir Familie und Freunde an radikale Ideologien verlieren – und wie wir sie zurückholen können&#39;, dass Menschen, die sich Verschwörungstheorien und radikalen Parteien und Strömungen zuwenden, das Bedürfnis haben, ihren eigenen Lebenslauf als Heldengeschichte erzählen zu können, um ihrem Dasein Bedeutung zu verleihen.</p><p>Die konkrete Form der Heldengeschichte hängt von den persönlichen Motiven ab. Manche suchen Idealismus und landen in Gruppen, die vorgeben, Gutes in der Welt zu bewirken. Andere streben nach Zugehörigkeit oder Macht und schließen sich Organisationen an, die Gewalt oder Dominanz ausüben. Diese Heldengeschichten sind oft stark emotionalisiert und teilen die Welt in ‘Gut’ (die eigene Gruppe) und ‘Böse’ (die Anderen, meistens Angehörige von Minderheiten). Dies verstärkt die Abgrenzung und stiftet Identität innerhalb der radikalen Gruppe, die, so die Überzeugung, isoliert und allein gegen die bösen Mächte aufbegehrt. Und diese Tendenzen werden verstärkt, wenn in politischen Reden, Entscheidungen und Wahlprogrammen das Gegeneinander weiter befördert wird, wenn Gruppen gegeneinander ausgespielt und jedes Wir-Gefühl verunmöglicht wird.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2113c3de-19e6-4df9-ab00-f0bbdd7a6561/uploads/images/ue4qmihd76/Teile-und-herrsche-erstellt_mit_artbreeder.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="schmaler Gang zwischen zwei hohen Stacheldraht-Zäunen"/><figcaption>AI-Bild, erstellt mit artbreeder</figcaption></figure><h3>Teilen und herrschen</h3><p>Die Strategie des “Divide et Impera“ – “Teile und Herrsche“ – ist seit Jahrhunderten ein Mittel der Machtpolitik. Sie zielt darauf ab, gegnerische Lager zu spalten, um sie leichter kontrollieren oder besiegen zu können. Historische Beispiele wie die römische Außenpolitik oder die britische Kolonialherrschaft in Indien zeigen, wie effektiv diese Methode sein kann, wenn sie auf externe Gegner angewandt wird. Doch was passiert, wenn diese Strategie gegen die eigene Gesellschaft gerichtet wird?</p><p>Politiker*innen, Medien und andere Interessengruppen setzen zunehmend auf Polarisierung und Spaltung innerhalb der eigenen Gemeinschaft. Sie schaffen künstliche Gräben – zwischen Blond und Rot, Groß und Klein, Autos und Fahrrädern. Statt externe Herausforderungen zu bewältigen, stehen Spaltung und Polarisierung im Inneren im Mittelpunkt, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig gefährdet.</p><p><strong><em>(Wie das ‘Divide et Impera im US-amerikanischen Wahlkampf funktioniert und seitdem die dortige Politik bestimmt, erklärt </em></strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=44uMW3Ano5Y"><strong><em>Bernie Sanders in diesem Video</em></strong></a><strong><em>.)</em></strong></p><p>Das Ergebnis ist fatal: Anstatt die Gesellschaft zu einen und gemeinsame Lösungen für globale Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Gerechtigkeit oder wirtschaftliche Stabilität zu finden, wird ein Atmosphäre des Misstrauens und der Feindseligkeit geschaffen. Die Frage nach dem ‘gegnerischen Lager’ bleibt dabei nebulös – wer gehört überhaupt zu wem? Die vermeintlichen Fronten sind diffus und wechseln je nach politischem Kalkül. Wenn politische Akteur*innen allerdings immer stärker auf Abgrenzung setzen, bleibt kein Raum mehr für Kompromisse – das Fundament jeder funktionierenden Demokratie.</p><p>Fast schon zynisch wirkt in diesem Zusammenhang der Text auf der Website des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, der behauptet:</p><blockquote><p>“Wir setzen uns dafür ein, dass der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und der innere Frieden gestärkt werden, für Verständigung und Integration von Individuen und aller gesellschaftlichen Gruppen…”</p></blockquote><a href="https://www.bmi.bund.de/DE/themen/heimat-integration/heimat-integration-artikel.html"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2113c3de-19e6-4df9-ab00-f0bbdd7a6561/uploads/images/cwls67qg3o/Bildschirmfoto_2025-02-05_um_13.09.25.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><h3>“Wenn drei sich streiten, freut sich die Vierte”</h3><p>Das alte Prinzip “Wenn drei sich streiten, freut sich die Vierte” wird zur bitteren Realität – doch der lachende Dritte ist kein Externer, sondern der Feind im Innern, der von der Fragmentierung profitiert. (Im TV-Quadrell war es Alice Weidel, die sich wiederholt von den drei anderen Kandiaten distanzierte und deren Haltung verallgemeinernd als misslungen abstempelte.)</p><p>Die Aufgabe der Politik sollte es sein, Brücken zu bauen statt Mauern zu errichten. Ein ‘Wir-Gefühl’ ist keine naive Utopie, sondern eine essenzielle Voraussetzung für das Fortbestehen moderner Demokratien. Die Geschichte lehrt uns: Wer spaltet, herrscht vielleicht kurzzeitig – riskiert aber den Zerfall des Ganzen. Zusammenhalt, Empathie, Fürsorglichkeit und Rücksichtnahme sind essenziell für das soziale Gefüge. Politiker*innen sollten diese Aspekte im Blick haben, um eine widerstandsfähige und integrative Gesellschaft zu fördern.</p><p>Wir dürfen uns darauf nicht einlassen! Haltet an den Gemeinsamkeiten fest, nicht an den Unterschieden! Schluss mit den Schubladen!</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/2113c3de-19e6-4df9-ab00-f0bbdd7a6561/teaser_image/1738758614?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 21 Feb 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Aber Almut, wo steht denn, dass die AfD Frauen benachteiligt?"]]></title>
      <description><![CDATA[Kennt Ihr auch eine Birgit, der mit Logik nicht beizukommen ist? Argumente gegen den rechtslastigen Grusel Aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring & Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Birgit und die AfD</h1><p><strong>Newsletter mit Faktensammlung für die Hosentasche. (Für Birgit jedenfalls war sie nutzlos.)</strong></p><p>Es fing damit an, dass wir in den vergangenen Weihnachtsferien eine Freundin von früher getroffen haben - nennen wir sie Birgit - , die im Lauf eines gruseligen, emotionalen Gesprächs irgendwann offen erklärte, dass sie bei den Bundestagswahlen am 23. Februar die AfD wählen wird. Seither ist kein Tag vergangen, an dem wir nicht an sie denken oder über sie sprechen. Wir haben uns ihre kruden &quot;Argumente&quot; notiert (&quot;Was hat der Höcke denn jemals Böses gesagt?&quot; und &quot;Wo steht denn im Wahlprogramm der AfD, dass sie Reiche bevorteilen?” und “Da steht nicht drin, dass sie gegen Homosexuelle vorgehen wollen!&quot;), dann mehrfach das AfD-Programm gelesen und Gegenargumente und Belege dazu gesammelt. Wir haben Birgit schon 27 Briefe geschrieben, drölfzig Artikel und Videos gesammelt, die sie sicher umstimmen würden 🤪, und mit immer neuen Anläufen mit ihr über Höcke, Weidel, Musk, Trump und Putin diskutiert - alles in Gedanken. Denn natürlich sind aus ihrer Sicht die Öffentlich-Rechtlichen und alle Zeitungen, die wir lesen, keine verlässlichen Quellen. Studien generell, aber vor allem jenen, die ihre Weltsicht widerlegen, ist zu misstrauen. Aber nachdem jetzt Alice Weidel Windräder niedermähen möchte, den Begriff “Remigration” normalisiert und nicht zuletzt Hitler als Linken bezeichnet hat, kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen in einer Diskussion, oder? Tja, falsch gedacht, denn dieser Gedanke versucht es mit Logik, und mit der haben wir ja schon beim ersten Versuch vor fünf Wochen verloren.</p><h3>Gegenrede führt nicht zu Umdenken</h3><p>Psychologische Studien zeigen, dass Gegenrede bei den meisten Menschen mit rechtsextremen Ansichten kein Umdenken auslöst. Dagegenhalten und Argumentieren führt nur dazu, dass sie sich angegriffen fühlen und deshalb nur noch mehr an ihre Meinung klammern. Sollten wir erwähnen, dass für Birgit die AfD NATÜRLicH keine rechtsextreme Partei ist, sondern die mit dem gesunden Menschenverstand? Dass der Verfassungsschutz sie in Teilen als gesichert rechtsextrem einstuft, ist für Birgit nur Beweis, dass sich alle gegen ihresgleichen verschworen haben, anstatt mal &quot;richtig hinzuschauen&quot;.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52/uploads/images/7dz22hqtef/E35A1253-A8F2-4C3E-A176-13429CE1C1A9.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>@katharinaseckauthor</figcaption></figure><p>Birgit hält fest an ihrem von rechten Medien, von Desinformation und russischen Bot-Fabriken stabilisierten Weltbild, in dem Menschen mit Migrationshintergrund und zu wenig Wirtschaftsleistung zu viel (Bürger-)Geld bekommen, obwohl sie angeblich die meiste Gewalt verursachen. Dass die Ursachen für Kriminalität nicht an DEN Ausländern liegt, sondern an der wachsenden sozialen Ungleichheit, der hierarchischen Vermögensverteilung, an Armut, Polarisierung, Grabenkämpfen… kein Durchdringen.</p><p><strong>&quot;<em>In den meisten Fällen verbessert sich die Lage, wenn wir nicht mehr mit Fakten dagegenhalten und die immer gleichen Diskussionen führen, sondern in unserer Kommunikation neue und deeskalierende Wege wagen.</em>&quot;</strong> Dana Buchzik <a href="https://www.rowohlt.de/magazin/im-gespraech/interview-dana-buchzik-ideologien">im Interview mit rowohlt</a> (Empfehlung: ihr Buch ‘<a href="https://www.rowohlt.de/buch/dana-buchzik-warum-wir-familie-und-freunde-an-radikale-ideologien-verlieren-und-wie-wir-sie-zurueckholen-koennen-9783499007460">Warum wir Familie und Freunde…</a>’ und InstaAccount @herzkater)</p><h3>Neue, deeskalierende Wege wagen - wir arbeiten dran😖</h3><p>Wir sind erschüttert, dass eine, die uns mal nahe stand, sich so verändert hat in ihren Ansichten, dass sie jetzt zusammen mit ihrem italienischen Partner dem Irrtum aufsitzt, es gäbe die bösen und faulen Migranten, gegen die die AfD vorgehen wird und daneben die &quot;guten&quot; Ausländer, die Integrierten ohne Akzent, besser noch mit Dialekt, zu denen er sich - surprise - zählt. Wir sind erschüttert, dass sie eine Partei wählt, die so vielen, auch uns persönlich und beruflich schon jetzt schadet (siehe ganz am Ende die Absage zur finanziellen Unterstützung unseres Projekts ‘Equal Care Day’ [**]). Eine Partei, die Frauenrechte untergräbt, Alleinerziehende abstraft und nichts aber auch gar nichts gegen die zunehmende Gewalt gegen Frauen und Minderheiten unternimmt, im Gegenteil, diese nimmt mit der Akzeptanz der AfD schon jetzt weiter zu.</p><p>Das Treffen mit Birgit lässt uns nicht los, steht es doch für so viele ähnliche Momente, die andere erleben, in ihrer Familie, in ihrem Freundeskreis. Am liebsten würden wir das ganze Gespräch verdrängen. Bloß wie? Klappt nicht. Wo doch bald Wahlen sind, ein Schock-Nachricht nach der anderen durch unsere Timelines slidet, und all die Merz- und Söder-Schlagzeilen wirklich so gar nichts besser machen. …(Folgeempfehlung: <a href="https://www.instagram.com/explore/search/keyword/?q=%23frauengegenmerz&amp;hl=de">#Frauengegenmerz auf Instagram</a> und Linkedin)</p><hr aria-hidden="true"/><p>Edit: 5 Wochen nach dem Treffen, nach 5 Wochen Gedankenwälzen und Recherche habe ich ihr jetzt doch geschrieben. Neue Wege? Nicht wirklich. Faktenbingo eher 🙈, wie gesagt, wir üben das noch😬.</p><h2>Liebe Birgit,</h2><p><em>mich beschäftigt nach wie vor, dass du überzeugt bist, die AfD sei eine soziale Partei, in deren Parteiprogramm du dich wiederfindest, und in dem angeblich nichts dazu steht, dass die AfD Reiche bevorteilt und Niedrigverdienern und Mittelstand das Leben schwer machen wird. Du setzt dich doch immer wieder ein für Menschen mit kleiner Rente. Magst du nochmal drüber reden? </em></p><p><em>Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat kürzlich die finanziellen Auswirkungen der Wahlprogramme analysiert. Aber wenn die nicht bestätigen, was du denkst, dann lügen sie? So jedenfalls habe ich deine Argumentation wahrgenommen. Ergebnis ist nämlich, dass Geringverdiener vor allem von den Programmen von SPD, Grünen und Linken profitieren, während FDP, Union und AfD höhere Einkommensgruppen entlasten. Die AfD plant laut der Analyse ebenfalls Steuererleichterungen für Spitzenverdiener, und hat keinerlei Konzepte für mittlere oder niedrige Einkommen vorgelegt.</em></p><p><em>Um zu dem Schluss zu kommen, braucht man diese Untersuchung allerdings gar nicht, und du hast ja auch in unserem Gespräch vehement aufs ParteiProgramm verwiesen. Aber auch dort steht, dass Besserverdienende und Reiche, Menschen mit Kapital und Besitz, bevorteilt werden, indem sie weiterhin überproportional von Steuern entlastet werden sollen, aber da hast du mir bei unserem Treffen widersprochen. Warum?</em></p><ul><li><p><em>Abschaffung der Vermögens-, Grund-, Schenkungs- und Erbschaftssteuer (S. 33-36, das pdf zB unter </em><a href="http://bundestagswahl-bw.de/wahlprogramm-afd"><em>bundestagswahl-bw.de/wahlprogramm-afd</em></a><em> )</em></p></li><li><p><em>Senkung des Spitzensteuersatzes (Seite 32 und im Bundestag im okt.24 im Steuerreformantrag der afd). </em></p></li><li><p><em>“die AfD lehnt staatliche Eingriffe wie Mietpreisbremsen ab.” - wie hilft das deiner armen Rentnerin? Ich versteh dich nicht.</em></p></li></ul><p><em>Du hattest in unserem Gespräch auch gefordert, dass man die afd-Politiker doch direkt fragt und nicht durch verfälschende Medien zitiert. Nun war ja AfD-Parteitag, und davon gibts Reden auf Video - auch verfälscht?</em></p><ul><li><p><em>Weidel sagt live ins Mikro, Hitler sei ein Linker, bist du einig? </em></p></li><li><p><em>&quot;Remigration&quot;, ihr Wort, findest du, das betrifft dich nicht mit deinem italienischen Partner? </em></p></li><li><p><em>&quot;Ich kann Ihnen sagen, wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder.&quot; - bist du für den Neubau von Atomkraftwerken?</em></p></li></ul><p><em>Und auch sonst, wie stehst du denn dazu, dass E. Musk die AfD gut findet und du auch, das lässt dich nicht zweifeln? Wie kommt es, dass du das hier: &quot;Kinderrechte sollen nicht ins Grundgesetz aufgenommen werden&quot; (afd-wahlprogramm S.72) unterstützt?</em></p><p><em>Bist du immernoch überzeugt, die AfD sei Homosexuellen ggü neutral, &quot;die verbietet oder bestraft die ja jetzt nicht&quot;(deine Worte), obwohl sie nur Vater und Mutter als richtige, weil “traditionelle” Familie gelten lässt? (Grundsatzprogramm Seite 41), obwohl sie die Ehe für alle abschaffen wollen, und auch das Antidiskriminierungsgesetz (wiederholt Anträge v.a, in Berlin)? </em></p><p><em>Mich irritiert das wirklich nachhaltig, dass jedes Argument, das deinen neuen Glauben widerlegt, angeblich aus der falschen Quelle kommt. Gibts denn nichts, was dich zweifeln lässt daran, dass du jetzt eine Partei wählst, die Hitler relativiert? („Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt.&quot; B.Höcke)</em></p><p><em>Traurige Grüße schickt Almut, interessiert an deiner Haltung.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Hier endet dieser Newsletter. Eigentlich.</h3><p>Nun ist der Anhang aber länger geworden als der eigentliche Text. In ihn ist unsere Verzweiflung hineingestrickt. Der Anhang, der unterhalb des nächsten Fotos folgt, versammelt alle Argumente und dazugehörigen Belege, die wir in unserer Hilflosigkeit zusammengetragen haben, in dem Versuch Birgit sachlich zu überzeugen und gewappnet zu sein für ihre Einwände. Das war für die Katz’ - in ihrem Fall. Neue Wege…</p><p><strong>ABER</strong> es gibt ja durchaus noch die Unentschlossenen und jene, die nur aus Protest und nicht aus Überzeugung rechts wählen. Menschen, bei denen Gegenrede und geduldige Gespräche Erfolg haben können. Das hängt stark von der Beziehungsebene und der Gesprächsführung ab, Empathie und Verständnis sind entscheidend.</p><p>Vielleicht hast ja du eine Birgit* im Bekanntenkreis, die noch nicht ganz auf Logik verzichtet und durch Argumente erreichbar ist? Deshalb lassen wir dieses “Nachwort” hier und wünschen alles Gute für die Gespräche, die Ihr noch angehen wollt, vor oder nach den Wahlen am 23. Februar. Wir drücken die Daumen und schicken Gelassenheit, Empathie und Durchhaltevermögen!</p><p>Bunte Grüße von</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und zahlendes Mitglied wirst (ab 3€/Monat). Du ermöglichst uns damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52/uploads/images/sj32v2oqpa/paar.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Mit artbreeder erstellte Küchenszene.</figcaption></figure><h3>Hast Du eine Birgit* im Bekanntenkreis oder einen Boris*?</h3><p>Vorweg <a href="https://www.bundestagswahl-bw.de/fileadmin/bundestagswahl-bw/2025/Wahlprogramme/AfD_Leitantrag-Bundestagswahlprogramm-2025.pdf">der Link zum Wahlprogramm der AfD</a>, und unten die Stellen, in denen die Probleme, Diskriminierungen und Lügen stecken:</p><p><strong>Auf Platz Eins steht das Thema, das Birgit &amp; Co gerne ignorieren. Ihnen ist die Ausgrenzung der “falschen” Ausländer so wichtig, dass sie nicht mehr nachfragen, wem die AfD eigentlich nützt. Birgit jedenfalls nicht. Aber Birgit sagte allen Erntes:</strong></p><blockquote><p>“Almut, ich bin ein höchst sozialer Mensch! Wo bitte liest du im Parteiprogramm der AfD, dass sie Reiche bevorteilen?”</p></blockquote><h3><strong>Hier, Birgit:</strong></h3><h4><strong>1. Abschaffung der Erbschafts- und Grundsteuer</strong></h4><p>- <strong>Zitat aus dem Wahlprogramm:</strong> „Die AfD will die Erbschaftssteuer, Grundsteuer und Grunderwerbsteuer abschaffen.“ (PDF, S. 31-33).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Diese Maßnahmen kommen vor allem wohlhabenden Familien zugute, da große Vermögen steuerfrei vererbt werden können. Bereits jetzt gelten hohe Freibeträge für Erbschaften innerhalb der Familie (z. B. 500.000 Euro für Ehepartner). Die Abschaffung der Erbschaftssteuer entzieht dem Staat jährlich Milliardenbeträge (2022: 9,2 Milliarden Euro), die für öffentliche Investitionen in Bildung, Infrastruktur oder soziale Sicherheit fehlen würden. Gleichzeitig profitieren Geringverdiener oder Menschen ohne Vermögen nicht von dieser Steuerpolitik.</p><h4><strong>2. Steuerentlastungen für Spitzenverdiener</strong></h4><p>- <strong>Zitat aus dem Wahlprogramm:</strong> „Der Spitzensteuersatz soll erst ab einem höheren Einkommen greifen.“ (PDF, S. 32).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Diese Änderung entlastet vor allem Spitzenverdiener, während die Mehrheit der Bevölkerung kaum profitiert. Laut Berechnungen würde eine Familie mit einem Jahreseinkommen von 55.000 Euro unter der AfD-Politik weniger Einkommenszuwächse erhalten als bisher, während Familien mit einem Einkommen über 300.000 Euro deutlich mehr profitieren würden. Dies zeigt eine klare Bevorzugung der Wohlhabenden auf Kosten der Mittelschicht.</p><h4><strong>3. Keine Vermögenssteuer und Privilegierung von Kapitalbesitz</strong></h4><p>- <strong>Zitat aus dem Wahlprogramm:</strong> „Die AfD lehnt die Einführung einer Vermögenssteuer ab.“ (PDF, S. 33).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Die Verweigerung einer Vermögenssteuer schützt große Vermögen vor Besteuerung und verstärkt die soziale Ungleichheit. Gleichzeitig sollen Kapitalerträge steuerlich privilegiert werden, was wiederum nur Menschen mit hohem Kapitalbesitz zugutekommt. Für Geringverdiener oder Menschen ohne nennenswertes Vermögen hat diese Politik keinerlei Vorteile.</p><h4><strong>4. Fehlende Mietpreisregulierung</strong></h4><p>- <strong>Zitat aus dem Wahlprogramm:</strong> „Die AfD lehnt staatliche Eingriffe wie Mietpreisbremsen ab.“ (PDF, S. 34).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung lebt zur Miete, darunter viele einkommensschwache Haushalte. Die Ablehnung von Mietpreisregulierungen schützt Immobilienbesitzer und Investoren, während Mieter*innen weiterhin unter steigenden Wohnkosten leiden. Dies verschärft die soziale Spaltung und erhöht das Risiko von Wohnungsnot.</p><h4><strong>5. Kürzungen im Sozialstaat</strong></h4><p>- <strong>Zitate von AfD-Spitzenmitgliedern:</strong></p><p>  - Björn Höcke: „Wir haben unseren Sozialstaat zu sehr aufgebläht.“ <em>(Thüringische Landeszeitung).  </em></p><p>  - Thomas Ehrhorn: „Kindergrundsicherung ist eine Umverteilung von Produktiven zu Unproduktiven.“ <em>(Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 121. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 24. Oktober 2019, Mitschrift S. 35).  </em></p><p>- <strong>Kritik:</strong> Diese Aussagen verdeutlichen die unsoziale Ausrichtung der Partei. Anstatt den Sozialstaat zu stärken, plant die AfD Einsparungen bei sozialen Leistungen wie Kindergrundsicherung oder Wohlfahrtseinrichtungen wie Caritas und Diakonie[2][4]. Dies trifft besonders einkommensschwache Haushalte und gefährdet die soziale Grundversorgung.</p><h4><strong>6. Fehlende Gegenfinanzierung</strong></h4><p>- <strong>Zitat aus dem Wahlprogramm:</strong> „Die Steuerentlastungen sollen durch Einsparungen bei ideologisch motivierten Politikfeldern wie Migration und Klimaschutz finanziert werden.“ (PDF, S. 33).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Die vorgeschlagenen Einsparungen reichen nicht aus, um die massiven Einnahmeverluste durch Steuerstreichungen zu kompensieren (geschätzt über 50 Milliarden Euro jährlich)[5]. Dies würde zwangsläufig zu Kürzungen in anderen Bereichen wie Bildung oder Gesundheitsversorgung führen – Maßnahmen, die primär weniger Vermögende treffen.</p><h2>Fazit zu Teil A) Finanzen:</h2><p>Die Steuerpolitik der AfD ist klar darauf ausgelegt, Reiche und Vermögende zu bevorzugen, während weniger Vermögende und einkommensschwache Haushalte benachteiligt werden. Durch die Abschaffung von Steuern auf große Vermögen und Kapitalbesitz sowie durch fehlende Maßnahmen zur sozialen Umverteilung verschärft die Partei bestehende Ungleichheiten massiv[1][3][6].</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52/uploads/images/yv3kwiz6t5/E41235ED-DECC-4973-8502-534A6D583770.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Balkendiagramm des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung"/><hr aria-hidden="true"/><h2>Teil B) Frauenrechte &amp; Carearbeit</h2><h3>1. Frauenrechte / Gewalt gegen Frauen</h3><p>- <strong>Position im Wahlprogramm:</strong> Die AfD fordert den Schutz von Frauen vor Gewalt, insbesondere durch Maßnahmen gegen Zwangsehen und Parallelgesellschaften (PDF, S. 63). Zudem sollen Trennungsfolgen für Frauen und Kinder abgemildert werden (PDF, S. 76).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Die Fokussierung auf islamistische Gewalt und Parallelgesellschaften vernachlässigt strukturelle Probleme wie häusliche Gewalt in deutschen Haushalten. Es fehlt ein umfassendes Konzept zur Unterstützung von Frauenhäusern oder Präventionsprogrammen gegen Gewalt.</p><h3>2. Pflegenotstand, Carearbeit, EqualCare</h3><p>- <strong>Position im Wahlprogramm:</strong> Die AfD fordert eine Entbürokratisierung des Gesundheitswesens und eine Reform der Pflegeversicherung (PDF, S. 25-29). Krankenhäuser sollen gestärkt und Pflegepersonal nach deutschen Standards angeworben werden (PDF, S. 29).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Die AfD bietet keine konkreten Lösungen für den Fachkräftemangel in der Pflege. Ihre migrationskritische Haltung widerspricht der Notwendigkeit, ausländisches Pflegepersonal zu integrieren. Zudem fehlen Vorschläge zur Finanzierung der Gesundheitsreformen.</p><h3>3. Bildung, Kinder, Schule, Kitas</h3><p>- <strong>Position im Wahlprogramm:</strong> Die AfD will das mehrgliedrige Schulsystem erhalten und betont Leistungsprinzipien sowie Elitenförderung (PDF, S. 78-79). Kinderbetreuung soll gestärkt werden (PDF, S. 73).  </p><p>- <strong>Kritik:</strong> Das Programm setzt stark auf Selektion und vernachlässigt die soziale Integration und Chancengleichheit im Bildungssystem. Die vorgeschlagene Ausrichtung auf Leistung wird soziale Ungleichheiten verstärken.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52/uploads/images/2fdumvnm4i/tradwoman-sandwitch.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Mit artbreeder erstellte Küchenszene.</figcaption></figure><h3>Nochmal in anderen Worten: diese Partei hat für die wichtigsten Fragen keine Lösung!</h3><p><strong>Frauenrechte:</strong></p><p>Die AfD bietet keine umfassenden Konzepte zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen oder zur Förderung von Gleichstellung (PDF, S. 63). Stattdessen wird der Gender Pay Gap geleugnet und Bemühungen um Gleichstellung als „Gleichstellungstotalitarismus“ diffamiert [1][10].</p><p><strong>Lehrermangel:</strong></p><p>Zwar schlägt die AfD eine Erhöhung der Studienplätze vor, jedoch fehlen nachhaltige Ansätze wie bessere Arbeitsbedingungen oder Quereinsteigerprogramme (PDF, S. 78) [2][8].</p><p><strong>Kinderarmut:</strong></p><p>Die AfD fordert zwar finanzielle Entlastungen für Familien durch Familiensplitting und Wohneigentumsförderung (PDF, S. 31), vernachlässigt aber gezielte Maßnahmen gegen Kinderarmut wie kostenlose Bildungsangebote oder Mittagessen [6][9].</p><p><strong>Alleinerziehende:</strong></p><p>Die Partei bietet keine spezifischen Vorschläge zur Unterstützung Alleinerziehender an und setzt stattdessen auf traditionelle Familienmodelle [6][10].</p><p><strong>Caregap/Doppelbelastung von Müttern:</strong></p><p>Die AfD ignoriert systematische Ungleichheiten wie den Caregap oder die Doppelbelastung von Müttern komplett und fördert durch ihre Betonung traditioneller Rollenbilder eine Rückkehr zu patriarchalen Strukturen.</p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><h5>Zu Teil A - Bevorteilung von Reichen:</h5><p>[1] “Wussten Sie, dass die AfD nur die Reichen reicher machen will? <a href="https://www.blog-der-republik.de/wussten-sie-eigentlich-dass-die-angebliche-kleine-leute-partei-afd-nur-die-reichen-reicher-machen-will/">https://www.blog-der-republik.de/wussten-sie-eigentlich-dass-die-angebliche-kleine-leute-partei-afd-nur-die-reichen-reicher-machen-will/</a></p><p>[2] Unsozial, rassistisch, menschenverachtend: Was will die AfD? | <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/landtagswahlen-2024-afd/">https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/landtagswahlen-2024-afd/</a></p><p>[3] STEUERN &amp; FINANZEN - Alternative für Deutschland - AfD <a href="https://www.afd.de/wahlprogramm-steuern-finanzen/">https://www.afd.de/wahlprogramm-steuern-finanzen/</a></p><p>[4] Die AfD ist eine unsoziale Partei - SPD Bremen <a href="https://spd-bremen.de/2024/03/11/die-afd-ist-eine-unsoziale-partei/">https://spd-bremen.de/2024/03/11/die-afd-ist-eine-unsoziale-partei/</a></p><p>[5] [PDF] DIE WIRTSCHAFTSFEINDLICHE POLITIK DER AFD <a href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/dokumente/analyse-afd.pdf">https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/dokumente/analyse-afd.pdf</a></p><p>[6] [PDF] Was die AfD wirklich will <a href="https://www.gwi-boell.de/sites/default/files/weiterdenken_afd_auflage3.2_digital.pdf">https://www.gwi-boell.de/sites/default/files/weiterdenken_afd_auflage3.2_digital.pdf</a></p><p>Analyse des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung :</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52/uploads/images/elzp3ssd46/E9A3396B-1209-411E-9C3A-54B8BEE0AEE7.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Balkendiagramm des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung"/><hr aria-hidden="true"/><h5>Zu Teil B - Frauenrechte ff.</h5><p>[1] Analyse zu AfD-Wahlprogramm: Auf dem Rücken der Ärmsten | <a href="http://taz.de/">taz.de</a> <a href="https://taz.de/Analyse-zu-AfD-Wahlprogramm/!6057715/">https://taz.de/Analyse-zu-AfD-Wahlprogramm/!6057715/</a></p><p>[2] AfD - <a href="http://aktiv-gegen-diskriminierung.info/">aktiv-gegen-diskriminierung.info</a> <a href="https://www.aktiv-gegen-diskriminierung.info/hintergrund/afd">https://www.aktiv-gegen-diskriminierung.info/hintergrund/afd</a></p><p>[3] Studie: AfD-Bildungspolitik für Heimatliebe und Elitenförderung | BR24 <a href="https://www.br.de/nachrichten/wissen/studie-untersucht-afd-bildungspolitik-fuer-heimatliebe-und-elitenfoerderung,UVKBMF1">https://www.br.de/nachrichten/wissen/studie-untersucht-afd-bildungspolitik-fuer-heimatliebe-und-elitenfoerderung,UVKBMF1</a></p><p>[4] AfD: Der Feind der Beschäftigten | DGB <a href="https://www.dgb.de/gerechtigkeit/demokratie/afd-der-feind-der-beschaeftigten/">https://www.dgb.de/gerechtigkeit/demokratie/afd-der-feind-der-beschaeftigten/</a></p><p>[5] AfD: Kalt und unsozial - Wirtschaftspolitik <a href="https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++e2d2d58c-ecfa-11e5-864a-525400ed87ba">https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++e2d2d58c-ecfa-11e5-864a-525400ed87ba</a></p><p>[6] AfD zum Thema Bildung - Deutscher Mittelstands-Bund (DMB) <a href="https://www.mittelstandsbund.de/politik/wahlen/bundestagswahl-2017/bildung-im-bundestagswahlkampf-2017/afd-zum-thema-bildung">https://www.mittelstandsbund.de/politik/wahlen/bundestagswahl-2017/bildung-im-bundestagswahlkampf-2017/afd-zum-thema-bildung</a></p><p>[7] Wahlprogramm AfD Zusammenfassung 2024 - AfD-Verbot pro contra <a href="https://www.europawahl-bw.de/europawahlprogramm-afd">https://www.europawahl-bw.de/europawahlprogramm-afd</a></p><p>[8] Das AfD-Paradox - Leibniz-Gemeinschaft <a href="https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/forschungsnachrichten/forschungsnachrichten-single/newsdetails/das-afd-paradox">https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/forschungsnachrichten/forschungsnachrichten-single/newsdetails/das-afd-paradox</a></p><p>[9] AfD-Gesetzentwurf zu Bildungsinfrastrukturen abgelehnt <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1024852">https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1024852</a></p><p>[10] Das sind die Schwerpunkte der Wahlprogramme zur Bundestagswahl <a href="https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/wahlprogramme-bundestagswahl-2025-100.html">https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/wahlprogramme-bundestagswahl-2025-100.html</a></p><p>[11] [PDF] DIE WIRTSCHAFTSFEINDLICHE POLITIK DER AFD <a href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/dokumente/analyse-afd.pdf">https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/dokumente/analyse-afd.pdf</a></p><p>[12] Landtagswahlen: AfD punktet durch Pläne im Bereich Bildung <a href="https://www.forschung-und-lehre.de/politik/afd-punktet-durch-plaene-im-bereich-bildung-6609">https://www.forschung-und-lehre.de/politik/afd-punktet-durch-plaene-im-bereich-bildung-6609</a></p><h3>Zum Schluss: keine Lösungen</h3><p>[1] Wahlforderungen von TERRE DES FEMMES (TDF) für die ... <a href="https://frauenrechte.de/aktuelles/detail/wahlforderungen-von-terre-des-femmes-tdf-fuer-die-wahlprogrammeder-parteien-zur-bundestagswahl-2025">https://frauenrechte.de/aktuelles/detail/wahlforderungen-von-terre-des-femmes-tdf-fuer-die-wahlprogrammeder-parteien-zur-bundestagswahl-2025</a></p><p>[2] AfD fordert Vorgehen gegen Lehrermangel - Deutscher Bundestag <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-966586">https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-966586</a></p><p>[3] AfD-Fraktion fordert mit Antrag, Armut zu bekämpfen. <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-959498">https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-959498</a></p><p>[4] Mit diesen Forderungen will die AfD in den Wahlkampf ziehen <a href="https://www.deutschlandfunk.de/mit-diesen-forderungen-will-die-afd-in-den-wahlkampf-ziehen-100.html">https://www.deutschlandfunk.de/mit-diesen-forderungen-will-die-afd-in-den-wahlkampf-ziehen-100.html</a></p><p>[5] Wahlprogramme: Womit werben die Parteien im Bildungsbereich? <a href="https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/wahlprogramme-womit-werben-die-parteien-im-bildungsbereich/">https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/wahlprogramme-womit-werben-die-parteien-im-bildungsbereich/</a></p><p>[6] Familie | Bevölkerung - Alternative für Deutschland - AfD <a href="https://www.afd.de/familie-bevoelkerung/">https://www.afd.de/familie-bevoelkerung/</a></p><p>[7] Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beraten <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw49-de-bekaempfung-gewalt-frauen-1032612">https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw49-de-bekaempfung-gewalt-frauen-1032612</a></p><p>[8] Wie werden Sie den Lehrermangel als ein großes Problem der ... <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/denny-jankowski/fragen-antworten/wie-werden-sie-den-lehrermangel-als-ein-grosses-problem-der-thueringischen-bildungslandschaft-an-den">https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/denny-jankowski/fragen-antworten/wie-werden-sie-den-lehrermangel-als-ein-grosses-problem-der-thueringischen-bildungslandschaft-an-den</a></p><p>[9] Kinderrechte-Wahlkompass <a href="https://netzwerk-kinderrechte.de/wahlkompass/">https://netzwerk-kinderrechte.de/wahlkompass/</a></p><p>[10] Nie Wieder: Für Frauen ist die AfD nicht wählbar - Deutscher Frauenrat <a href="https://www.frauenrat.de/nie-wieder-fuer-frauen-ist-die-afd-nicht-waehlbar/">https://www.frauenrat.de/nie-wieder-fuer-frauen-ist-die-afd-nicht-waehlbar/</a></p><p>[11] FAMILIE &amp; KINDER - Alternative für Deutschland - AfD <a href="https://www.afd.de/wahlprogramm-familie-kinder/">https://www.afd.de/wahlprogramm-familie-kinder/</a></p><hr aria-hidden="true"/><ul><li><p>Reel zur lesbischen Alice als Kanzlerkandidatin der Partei gegen Homosexuelle:</p></li></ul><a href="https://www.instagram.com/reel/DE9j5tHqWjh/?igsh=MWZ3b2dlZXRrc3pheg==">https://www.instagram.com/reel/DE9j5tHqWjh/?igsh=MWZ3b2dlZXRrc3pheg==</a><ul><li><p>* wir entschuldigen uns an dieser Stelle bei allen Menschen, die Birgit oder Boris heißen und nicht AfD wählen, aber von uns in diesen Kontext gezerrt wurden. Wir versichern, dass es sich hier nur um ein Stilmittel der Personalisierung und des Aufbaus von Nähe handelt, nicht jedoch um die Herabsetzung einzelner Individuen!</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p>**</p><blockquote><p>&quot;Liebe Almut, lieber Sascha,</p><p></p><p>[…] Was die Finanzen angeht, merken wir schon, dass es politisch weiter nach rechts geht. Bzw. dass nach dem Ampelzerfall geplante Stellen doch wieder abgebaut/querfinanziert werden müssen. Ich war im Oktober auf einem Bildungsurlaub in Brüssel („EU als Gleichstellungsmotor?“), da haben ausnahmslos alle dasselbe berichtet: als erstes wird das Geld knapp. Ich fürchte um die Gleichstellungsarbeit in diesem Lande, und erste Anzeichen sehen dann wohl so aus, dass wir Euch nicht mehr mitfinanzieren können. Es tut mir leid!&quot;</p></blockquote><ul><li></li></ul><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und zahlendes Mitglied wirst (ab 3€/Monat). Du ermöglichst uns damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Abovarianten als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><a href="https://shop.autorenwelt.de/search?type=product&amp;q=Schnerring"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/c905cc10-d778-4742-acd2-1d628eff4e52/teaser_image/1736553250?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 30 Jan 2025 08:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über Wahlen und unseren Wunsch nach mehr Wir-Gefühl]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zum Miteinander aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Friedrich Merz, so lässt er es gerade landauf, landab plakatieren, tritt an: <em>“Für eine Deutschland, auf das wir wieder stolz sein können!”</em> Wir fühlen uns mitgemeint und wünschen uns zunächst einmal einen Kanzlerkandidaten, auf den wir, nun ja, nicht unbedingt stolz sein könnten, der aber auf Augenhöhe mit uns kommuniziert. Und wahlkampfrhetorisch sieht das ja gar nicht mal so schlecht, eigentlich richtig gut aus. Im virtuell Gedruckten zumindest[1]:</p><p><em>&quot;Als Kanzlerkandidat der Union werde ich nichts versprechen, was ich nicht halten kann.&quot;,</em> verspricht Friedrich Merz auf seiner Homepage unterm Menupunkt “Motivation”[1]: <em>&quot;Nur so können wir das Vertrauen in unsere Demokratie wieder stärken.&quot;</em> Das klingt doch schon mal ganz gut und wird noch besser: <em>&quot;Es geht um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.&quot;</em>, und weiter im Fettdruck: <em>&quot;</em><strong><em>Diesen Zusammenhalt wieder herzustellen und die Zukunft für unser Land zu gewinnen, dafür trete ich an.</em></strong><em>&quot;</em></p><p><em>Wir</em> und <em>Vertrauen</em> und <em>Zukunft</em> und <em>Zusammenhalt</em> …</p><h4><strong>sollten wir vielleicht doch Friedrich Merz und die CDU wählen? - Absolut nicht,</strong></h4><p>und zwar weil es auf der Website nur um rhetorische Schönfärberei geht, die nichts mit den tatsächlichen Zielen der CDU zu tun hat. Da fordert Friedrich Merz nämlich, und das ist nur eines der aktuellen Beispiele, Straftätern mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche Staatsangehörigkeit wieder zu entziehen[2]. Aha. So sieht der also aus dieser Merz&#39;sche Zusammenhalt und Versuch, das Vertrauen in unsere Demokratie zu stärken, indem er ca. drei Millionen Menschen in Deutschland zu Staatsbürger*innen zweiter Klasse macht?! Und mit wessen Unterstützung möchte er dieses Versprechen (oder ist es kein Versprechen, sondern nur staatsmännische Provokation?) dann bitte umsetzen?</p><h6>Kleine Randnotiz: Friedrich Merz spricht uns als &quot;liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger&quot; [1] an … die Beidnennung ist eine Form (wenn auch sicher nicht die beste) der geschlechtersensiblen Sprache - also wie war das noch gleich mit diesem ach so fürchterlichen Gendern?!</h6><h4>Jahrzehntelange CDU-Regierung vs. 3,5 Jahre Ampel</h4><p>Interessant ist, dass Friedrich Merz den Zusammenhalt <em>wieder</em> herstellen möchte, der sei <em>nicht mehr</em> gegeben. In seiner Logik sind daran die aktuellen Regierungsparteien schuld, wer sonst - und allen voran, mal wieder 🙄 die Grünen. Und - Ironie an -, die sind wirklich gefährlich, haben sie doch gerade einmal 3 Jahre dafür gebraucht, dieses <em>Wir</em>, die <em>Zukunft</em>, das <em>Vertrauen</em> und den <em>Zusammenhalt</em> in Deutschland zu zerstören. Denn davor und in den unzähligen Jahrzehnten deutscher Nachkriegsgeschichte, in denen die CDU Kanzler oder Kanzlerin gestellt hat, da war die Welt natürlich in Ordnung, keine Spaltung, kein Populismus, nur blühende Landschaften … - Ironie aus -, nicht euer Ernst!</p><p><em>Zusammenhalt</em> und <em>Vertrauen</em> entstehen jedenfalls nicht durch Politik gegen die verbriefte gesellschaftliche Mehrheit (von Zeitverschiebung, über Tempolimit und Böllerverbot bis §218), indem gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden (von den “kleinen Paschas” über “Sozialtourismus” bis zum Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit), die <em>Zukunft</em> wird nicht rosiger, wenn Klimaziele und soziale, ethische Standards zurückgeschraubt werden, und ein wirkliches <em>Wir</em> ist ganz sicher nicht erreichbar, indem man Frauen von oben herab abkanzelt, wie es Frierich Merz so ausgiebig und gerne tut (die Argumente hierfür versammelt die Kampagne #FrauenGegenMerz [3]).</p><figure><a href="https://frauengegenmerz.de/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/426b38b7-fb2a-4b4e-8748-71054f28a1e6/uploads/images/mq2fqtkiyg/Bildschirmfoto_2025-01-12_um_14.51.08.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot-Detail der Website https://frauengegenmerz.de/"/></a><figcaption>Screenshot-Detail der Website https://frauengegenmerz.de/</figcaption></figure><h2>Wir und die Anderen</h2><p>In unserer Arbeit beschäftigen wir uns viel mit gruppendynamischen Prozessen und ihren individuellen wie gesellschaftlichen Folgen. Uns interessiert zum Beispiel die Frage, welche Folgen es hat, wenn eine bestehende Gruppe in zwei Teilgruppen unterteilt wird. Das ist für jede*n Alltag und begegnet uns in den unterschiedlichstsen Kontexten, bleibt aber oft unbewusst: Musikgeschmack, Reiseziele, aber auch zwei rivalisierende Stadtteile, getrennte Schulformen, zwei Lager, wenn es um Ernährung geht, Wahlverhalten oder Herkunft, Alter oder Geschlecht … ständig werden Gruppen getrennt, ständig bildet sich ein “Wir” gegen “die Anderen”. Entscheidend dabei ist, ob das gefördert und noch wissentlich verstärkt wird (vergleiche die aktuelle Wahlkampf-Politik und o.g. Beispiele), oder ob es Maßnahmen gibt, die Trennung evtl. aufzuheben oder zumindest ihre Folgen zu mindern. Denn die sind im Kleinen wie im Großen oft fatal und meist unbekannt, dabei sind sie längst wissenschaftlich untersucht [4].</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/426b38b7-fb2a-4b4e-8748-71054f28a1e6/uploads/images/ef4ercdzly/pfeile.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Teile und herrsche</h3><p>Die grundlegenden sozial-psychologischen Erkenntnisse sind seit den 1970er Jahren erforscht und - eigentlich - hinlänglich bekannt, in ihrem Wesen sind ist die sogenannte Minimalgruppenforschung[4] wie jede Wissenschaft beschreibend, neutral. Die Frage ist nun, wie diese Erkenntnisse genutzt und umgesetzt werden, und da zeigt sich: erstens viel zu selten, und zweitens eben nicht gemeinschaftsstiftend, sondern eher trennend nach dem Motto divide et impera - teile und herrsche. Diese bereits in der römischen Antike erprobte und von Machiavelli dann ausformulierte militär-politische Strategie, die eigene Macht zu vergrößern oder zu erhalten, bestimmt den politischen Diskurs bis heute.</p><h3>Reich gegen Arm, Wirtschaft gegen Care</h3><p><em>“Fleiß muss sich wieder lohnen.” </em>lautet zum Beispiel eine weitere Forderung auf den CDU-Plakaten[5]. Und es ist klar, wen Friedrich Merz damit meint und ansprechen möchte. Leider sind es nicht die Erzieher*inne, Pflegekräfte und sonst im Care-Bereich Beschäftigten. - Die Berechnungen zur branchenbedingten Lohnlücke haben ergeben, dass Menschen im Care-Bereich durchschnittlich gut 17% weniger verdienen als Beschäftigte in anderen Branchen [6], und das über alle Hierarchieebenen hinweg. - Und er meint sicher auch nicht all die Frauen, die im Durchschnitt, rechnet man Erwerbsarbeit und private Care-Arbeit zusammen, fast anderthalb Stunden mehr arbeiten Woche für Woche und den angeblichen High Perfomern den Rücken freihalten[7]. Die o.g. CDU-Forderung spielt Menschen mit geringem Lohn und Bürgergeld-Bezieher*innen gegeneinander aus und lenkt ab von</p><ol><li><p>Der Forderung nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen</p></li><li><p>Der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich in der Gesellschaft</p></li><li><p>Der Notwendigkeit einer gerechteren Verteilung des Wohlstands</p></li></ol><h3>Es ist einfach, andere in Schubladen zu stecken</h3><p>Warum lassen wir es uns wider besseres Wissen gefallen, gegeneinander ausgespielt zu werden? Die Antwort ist so einfach wie ernüchternd: wir werden - “Was wird es denn?” - von Geburt an in Gruppen unterteilt, 24/7 und in eigentlich allen Lebensbereichen werden wir aufgefordert, uns zu positionieren: weiblich - männlich - divers? Zugezogen oder autochthon (der Fachbegriff für eingeboren:-)? Abitur -Studium - Ausbildungsberuf? Vegan, vegetarisch oder carnivor? …</p><p>Viel wichtiger ist deshalb: <strong>wie können wir das ändern? Wie können wir ein neues Wir-Gefühl entwickeln?</strong></p><figure><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Zvf-NiFPAuE"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/426b38b7-fb2a-4b4e-8748-71054f28a1e6/uploads/images/d4dpx5worn/Bildschirmfoto_2025-01-11_um_00.09.58.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot aus dem Video &#39;All that we share&#39;"/></a><figcaption>(Quelle: TV2 Denmark)</figcaption></figure><h3><strong>Auf dem Weg zum Wir…</strong></h3><p><strong>… könnte uns die Minimalgruppenforschung wichtige Impulse liefern:</strong></p><p>Wie in diesem wunderbaren Spot von TV2 Denmark geht es zunächst einmal darum, unsere (möglicherweise versteckten) Gemeinsamkeiten zu erkennen und wahrnehmen zu wollen. Und da gilt: es ist immer und grundseätzlich mehr, das uns verbindet, als das, was uns trennt. Das fängt bei den Grundbedürfnissen an - Liebe und Geborgenheit, Essen, Wohnraum, Bildung und Teilhabe … - und reicht weit hinein in die am Ende eben doch nicht so individuellen Interessen und Einstellungen.</p><p>Die Gefahr jeder Gruppenbildung ist und bleibt, dass sich dieses Wir in der Abgrenzung zu einer Fremdgruppe, einem Ihr manifestiert: wir, die Guten, die Fleißigen, Höflichen, die Normalen … und die irgendwie Anderen, die unsere Werte und Ansichten nicht teilen (in der Regel ist das nur eine Projektion und medial-diskursive Verengung der Perspektive, keine Realität!). Es gibt also ein exklusives, sich abgrenzendes Wir und ein inklusives. Und nur zweiteres ermöglicht Teilhabe und Gemeinschaft.</p><p><strong>Um dieses inklusive Wir nachhaltig zu stärken, für Zusammenhalt und Vertrauen, ist es unabdingbar, die Gemeinsamkeiten hervorzuheben und zu fördern, </strong>und darüber hinaus: das eigene Ego zurückzunehmen! Anderen den Raum geben, ihre Gedanken und Leistungen anerkennen, Respekt und Rücksichtnahme, Augenhöhe, Selbstreflexion und Ehrlichkeit, gemeinsame Ziele formulieren, Ausgleich schaffen und Teilhabe ermöglichen!</p><h3>Ein Wir-Gefühl entwickeln durch Kooperation</h3><p>Die Frage nach dem Wir und dem Zusammenhalt, nach Zukunft und Vertrauen wird uns die kommenden Monate beschäftigen. Wir wollen uns gerne gemeinsam mit euch auf den Weg machen zu einem neuen, inklusiven und wertschätzenden Wir. Dieser Weg muss die gängige und akzeptierte Konkurrenz überwinden, die Herausforderungen sind nur in der Kooperation zu bewältigen.</p><p>Vor vielen Jahrtausenden stand die Menschheit schon einmal kurz vor dem Aussterben, es gab nur noch knapp 1.500 Exemplare unserer Spezies. Dass wir trotzdem überlebt haben und heute hier über Gleichberechtigung und Solidarität schreiben können, liegt daran, dass diese wenigen Urmenschen miteinander kooperiert haben, weil sie sich gegenseitig unterstützt haben und nicht bekämpft, weil sie aufeinander achtgegeben haben, rücksichtsvoll waren und die Gemeinschaft über alles gestellt haben[8].</p><p>In diesem Sinne freuen wir uns auf den Austausch, gemeinsame Projekte und Kooperationen, auf ein solidarisches Miteinander und ein Wir, das seinen Namen auch verdient!</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ol><li><p>F.Merz und viel <a href="https://www.merz.cdu.de/motivation">Motivation</a> auf seiner Website</p></li><li><p>Die <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-01/deutsche-staatsbuergerschaft-innenministerium-straftaeter-entzug">Staatbürgerschaft entziehen</a>, geht das?</p></li><li><p><a href="http://frauengegenmerz.de/">frauengegenmerz.de</a></p></li><li><p><a href="https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/minimal-group-untersuchungen">Minimalgruppenforschung</a></p></li><li><p><a href="https://www.cdu.de/aktuelles/cdu-deutschlands/kurswechsel-fuer-deutschland-ist-noetig/">Fleiß muss sich lohnen</a>, sagt die CDU und lenkt damit ab von der Verantwortung der Politik für faire Löhne und soziale Gerechtigkeit</p></li><li><p><a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/pay-gap-soziale-berufe-teilzeit-frauen-lohnluecke-verdienst-100.html">Soziale Berufe werden deutlich schlechter bezahlt</a>.</p></li><li><p><a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/statistisches-bundesamt-veroeffentlicht-neue-zahlen-zum-gender-care-gap-236794">Gender Care Gap</a></p></li><li><p><a href="https://www.geo.de/magazine/geo-kompakt/5202-rtkl-kooperation-die-macht-der-gruppe">Kooperation ist menschlich</a></p></li></ol><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/426b38b7-fb2a-4b4e-8748-71054f28a1e6/teaser_image/1736553830?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 14 Jan 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[“Da sind wir doch heute längst weiter!” - echt?]]></title>
      <description><![CDATA[Gleichstellungspolitische Weihnachts-News zur Geschichte der Langsamkeit aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>“Da sind wir aber doch heute längst weiter!”</h1><p>Dieser Einwand fällt immer dann, wenn mensch auf ein Gegenüber trifft, das sich bisher nur wenig auseinandergsetzt hat mit den aktuellen Rollenvorbildern und ihrer Präsenz im Alltag, in Medien, im eigenen Umfeld, privat oder beruflich. Wir kennen ihn aus den Kommentarspalten und aus SocialMedia-Diskussionen oder aus Veranstaltungen: wir würden die Situation dramatisieren und die Augen verschließen vor den positiven Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte. Und ja, es stimmt:</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4e0cbb6f-5464-4cc0-ba76-66dee8afc8ce/uploads/images/oplbwc5wvb/Wunderkerze-Foto__-Bunkyo-ku-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Wunderkerzen-Feuerwerk"/><figcaption>Foto (c) 東京, Bunkyō-ku, Japan via unsplash</figcaption></figure><p>… wir sind in vielen Bereichen längst weiter, im Vergleich zu den 1950er, 60er, 70er-Jahren: Der Frauenanteil in Spitzenpositionen steigt langsam, Männer können nicht mehr die Arbeitsverträge ihrer Ehefrauen kündigen, es gibt die ‘Ehe für alle’ unabhängig vom Geschlecht, und … ja, es hat sich viel getan - einerseits. Aber müsste andererseits die Frage nicht eigentlich lauten:</p><h3>Sind wir weit genug gekommen?</h3><p>Denn mal ehrlich: sind wir im Vergleich zu dem, was investiert wurde, sind wir angesichts der staatlichen und zivilgesellschaftlichen, der finanziellen und juristischen Anstrengungen der vergangenen Jahrzehnte wirklich weit genug gekommen? Stehen Aufwand und Ertrag da in einem angemessenen, gar guten Verhältnis?</p><p>Am 15. November 1994, vor gut 30 Jahren hat der Deutsche Bundestag mit der notwendigen 2/3-Mehrheit den Grundgesetzartikel 3 erweitert und den entscheidenden Satz hinzugefügt: <strong>&quot;Der Staat fördert die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.&quot;</strong> Gleichberechtigung ist also seit dem 15. November 1994 ein im Grundgesetz verankertes Staatsziel!</p><p><strong>Was heißt das genau?</strong></p><ul><li><p>Der Staat darf sich nicht nur darauf beschränken, rechtliche Gleichheit zu gewährleisten, sondern er hat die aktive Aufgabe, bestehende Ungleichheiten in der Gesellschaft zu beseitigen.</p></li><li><p>Gesetzgeber, Verwaltung und Gerichte sind aufgefordert, Ungleichheiten aktiv abzubauen. Und zwar ist das nicht auf Diskriminierung im engeren Sinn begrenzt, sondern das umfasst auch Maßnahmen, die struktureller Benachteiligung entgegenwirken.</p></li><li><p>Fördermaßnahmen, Quotenregelungen für Frauen in Führungspositionen und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sollten Hindernisse abbauen, die Jahrhunderte patriarchaler Strukturen hinterlassen haben.</p></li></ul><h3>Gleichberechtigung ist Staatsziel seit 1994</h3><p>Es ist also ein Meilenstein, aber vor allem ein symbolischer. Denn solange Frauen weiterhin schlechter bezahlt, unterrepräsentiert und Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sind, bleibt dieser Verfassungsauftrag unvollständig! Doch er scheint einigen Politiker*innen inzwischen ganz aus dem Blick geraten. Zum Beispiel, wenn es ums (Ent-)Gendern geht (&quot;Mit jeder gegenderten Nachrichtensendung gehen ein paar hundert Stimmen mehr zur AfD.&quot; - Desinformation von Friedrich Merz), um die Abschaffung des Ehegattensplittings oder des Paragraphen 2018 (es sei “ein Skandal” den jetzt abschaffen zu wollen, wieder Merz) die Einführung einer Vaterschaftsfreistellung nach Geburt oder um die Quotenregelungen (&quot;Wir tun damit auch den Frauen keinen Gefallen.&quot; - sorry, wieder: Friedrich Merz, wieder eine Desinformation). Wem diese Maßnahmen unangemessen, unzureichend, gar falsch erscheinen mögen, sie abzulehnen reicht angesichts des Grundgesetzes nicht aus. Wer eine Quotenregelungen ablehnt, der möge konkrete, zielführende(re) und direkt umsetzbare Vorschläge einbringen, weil wirklich weiter sind wir mit den bisherigen, selbstverpflichtenden Maßnahmen nicht gekommen. Wer sich gegen ein Verbot von Gendermarketing positioniert oder wer eine konsequente geschlechtersensible Pädagogik in Kitas und Schulen ablehnt, muss Gegenentwürfe anbieten! <strong>Wer Veränderung ausbremst, muss gefälligst bessere Vorschläge liefern! </strong>Das fordern nicht wir, das ist unser aller grundgesetzliche Pflicht und Aufgabe.</p><p>Wie weit entfernt wir auch in Deutschland noch von einer wirklichen Gleichberechtigung der Geschlechter sind, zeigt ein schneller Blick auf eine beliebige Statistik zu den Gender Gaps (<a href="https://unwomen.de/gender-gaps-in-deutschland/">Übersicht zu PayGap, CareGap, PensionGap, Lifetime EarningsGap der UN Women Deutschland</a>).</p><p>Am 19. November 2024 fasste Innenministerin Nancy Faeser den Lagebericht &#39;Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Gewalt’ folgendermaßen zusammen:</p><blockquote><p>&quot;Fast jeden Tag sehen wir einen Femizid in Deutschland. Alle drei Minuten erlebt eine Frau oder ein Mädchen in Deutschland häusliche Gewalt. Jeden Tag werden mehr als 140 Frauen und Mädchen in Deutschland Opfer einer Sexualstraftat. Sie werden Opfer, weil sie Frauen sind.&quot;</p></blockquote><p>Deshalb wollen wir nicht länger darüber reden, schreiben und lesen, wie weit wir schon gekommen sind! Wir wollen keine oberflächlichen Erfolge feiern, solange Frauen im Durchschnitt nur halb so viel Vermögen erwirtschaften im Laufe ihres Lebens als Männer, solange Frauen und Mädchen alltäglich von misogyner Gewalt bedroht sind!</p><p>Wir wollen diesen so zähen Prozess endlich beschleunigen, damit wenigstens unsere Ur(ur?)enkel*innen echte Gleichberechtigung erleben dürfen. Aber die Prognosen aus dem <a href="https://www.weforum.org/publications/global-gender-gap-report-2024/">Gender Gap Report des World Economic Forums (WEF)</a> sind da wenig zuversichtlich. Und angesichts des fortschreitenden Klimawandels, der unsere gesamte menschliche Existenz gefährdet, stellt sich die Frage, ob wir Gleichberechtigung überhaupt erleben werden. - Wobei es angemessen wäre, von &#39;wieder erreichen&#39; zu sprechen, weil viel darauf hindeutet, dass frühere Gesellschaften teilweise gleichberechtigter gelebt haben, <a href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/gleichberechtigung-in-der-steinzeit-fruehe-moderne-menschen-17769137.html">zum Beispiel in der vielzitierten Steinzeit</a>. Soviel also zur Aussage: “Da sind wir doch heute längst weiter!”</p><h3>Kinder und Care mitdenken !</h3><p>Angesichts der anhaltenden Herausforderungen mag unser Plan und Lösungsvorschlag einfach erscheinen:</p><ul><li><p>lasst uns Gleichstellungspolitik von den Kindern her denken, denn die zentralen Ungerechtigkeiten beginnen tatsächlich dort, im Kinderzimmer, auf dem Spielplatz. Sie werden im Laufe der kindlichen Sozialisation gelernt, eingeübt und als normal verinnerlicht.</p></li><li><p>Und lasst uns den Fokus verschieben auf Care-Arbeit, auf Fürsorge und ein gesellschaftliches Miteinander auf Augenhöhe, in dem uns keine engen Rollenbilder daran hindern, uns empathisch umeinander zu kümmern.</p></li></ul><p>Wie das im Detail funktionieren kann, das wird unser thematischer Fokus im kommenden Jahr sein. Darüber wollen wir schreiben, mit euch in Austausch gehen und vor allem: ins gemeinsame Handeln finden:</p><h2>#gemeinsamlauter !</h2><p>Das wird im kommenden Jahr, angesichts des erneuten Amtsantrittes von Donald Trump und der anstehenden Bundestagswahl wichtiger denn je.</p><p>Wir bieten dafür den 1. März 2025: den Aktionstag <a href="https://equalcareday.org/ecd2025/">Equal Care Day</a> ! Der findet nächstes Jahr zum 10. Mal statt, und wir organisieren wieder ein hybrides Festival, das ganz im Zeichen von Austausch, Vernetzung und einem gemeinsamen Aufbruch stehen wird (Bis Weihnachten gibt es noch <a href="https://www.eventbrite.de/e/equal-care-day-festival-2025-willkommen-auf-der-care-landschaft-tickets-1098241723559">EarlyBird-Tickets</a>, danach zum regulären Ticketpreis).</p><p>Wir freuen uns, euch dort oder bei einer der vielen anderen Gelegenheiten zu treffen: Gleichberechtigung ist seit 1994 Staatsziel in Deutschland und geht uns alle an. Lasst uns nicht nochmal 30 oder gar 300 Jahre warten!</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Schenk-Tipps</p><h4>Du suchst noch kurzfristig ein sinn-haftes Weihnachtsgeschenk?</h4><ul><li><p>🎄Die Rosa-Hellblau-Falle. <a href="https://kindsgut.de/shop/Rosa-Hellblau-Falle-Booklet">Das Booklet</a>, A5-Heft (€ 4,99) voll Hintergrundwissen, Studien, Argumente, Antworten auf die FAQs aus der Rosa-Hellblau-Falle</p></li><li><p>🎄Verschenke ein <a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/gift_plans">Mitglieds-Abo</a> unseres Newsletters </p></li><li><p>🎄Oder unsere <a href="https://klischeesc.de/produkt/tasche-wahlfreiheit-mit-flausch/">Tasche “Wahlfreiheit”</a> mit FLAUSCH</p></li></ul><figure><a href="https://klischeesc.de/produkt/tasche-wahlfreiheit-mit-flausch/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4e0cbb6f-5464-4cc0-ba76-66dee8afc8ce/uploads/images/yyzzjnshas/tasche_wahlfreiheit_mit_flausch.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Geschenk für Kind und Eltern – Tasche „Wahlfreiheit mit Flausch“</figcaption></figure><hr/><p>Mitmachen</p><h3>💚Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Wed, 18 Dec 2024 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was ein Ärmelsaum mit Gewalt gegen Frauen zu tun hat]]></title>
      <description><![CDATA[Wollige News zur Geschlechterhierarchie aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die RosahellblauFalle des Monats ist ein Ärmelsaum, eine sog. Wolltresse. Denn diese ist - Achtung! - gewellt🚨</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d182616c-36f9-4012-8ecb-40d6d7d9ff7c/uploads/images/js5ynl66al/foto.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Foto eines blauen Wollärmels mit gelber Wolltresse, darüber Text: &quot;Ich habe eine Frage zur Wolltresse: sie wirkt weiblich. Das stört meinen Sohn und auch  meinen Mann.… Wo gibt es denn Wolltressen ohne Wellen?&quot;"/><h6><em>Um den Saum von Kleidungsstücken nicht vernähen zu müssen, gibt es die praktische Erfindung der Tresse, ein Textilband, zum Einfassen von Stoffen.</em></h6><h2>Zu weich, zu rund, zu weiblich</h2><p>Liebe Väter, wann wollt ihr anfangen, eure Männlichkeit nicht allein durch Ablehnung von Dingen, die weich und rundlich sind, zu definieren? Durch Distanzierung von allem, was mit Empathie und Fürsorglichkeit zu tun hat, denn das widerspricht sich fundamental: wie kann Mann Vater sein ohne Fürsorglichkeit, Nähe und Nachgiebigkeit als seine eigenen, männlichen Eigenschaften zu definieren. Als menschliche!</p><h3>Das hat mit dem Wollärmel doch nichts zu tun? Bitte gerne mitkommen:</h3><p>Warum sind Herzen, Schmetterlinge und Blumen für kleine (und große) Jungs so oft ein Tabu? Was soll dieser enge Fokus der Näh-Community, der, Selbstbezeichnung: “Jungs-Muttis” auf Matschfarben, Fahrzeuge, Piraten, Wildtiere und Ablehnung alles vermeintlich Weiblichen? Blitze sind okay, Punkte nicht. Füchse ja, Rehe nicht. Predator and Prey, Jäger und Gejagte, und Camouflage für Mädchen bestenfalls dann, wenn Pink vorherrscht, was ja nun nicht dem eigentlichen Zweck der Tarnung dient.</p><p>Wessen Männlichkeit ist denn nun bedroht, wenn der Sohn mit gewelltem Ärmelsaum auf dem Spielplatz auftaucht? Dürfen echte Jungs die Spielplatz-Arena nur im Shirt mit wildem Hai auf der Brust Krummsäbel im Mund betreten? Während Mädchen dort Blumenkränze flechten und sich wundern, warum der Regenbogen am Himmel nur Violett aber kein Ballett-Rosa enthält?</p><p>Hier geht es um weit mehr als ein Näh-Hobby, um mehr als Ärmelsäume, Kleider- und Spielzeugwahl!</p><p>Wer hier nicht genauer hinschauen möchte, wer sich mit den binären Regeln im Kinderzimmer und den sexistischen Botschaften im Subtext von Produktbewerbung, Stellenanzeigen und Schulbüchern nicht beschäftigen möchte, wird immer wieder von Neuem überrascht sein über Gewalt gegen Frauen, über queerfeindliche Übergriffe, über Femizide. All das kommt dann scheinbar aus dem Nichts. Große Ratlosigkeit in den Sitzungen, der rosa-blauen Schubladenvertreter - ja, meistens, fast ausschließlich sind es Männer, die sich darüber wundern.</p><p>Wir wollen niemanden verlieren, wenn wir die Abkürzung nehmen, aber vielleicht bleibt ihr bei uns, wenn wir fragen:</p><p>Wo kommt wohl der Zulauf zu Parteien her, die kaum Frauen in ihren Reihen haben? Die Frauenrechte mit Füßen treten und nichts unternehmen, damit die Männergewalt gegen Frauen endlich aufhört?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d182616c-36f9-4012-8ecb-40d6d7d9ff7c/uploads/images/5rp5dgimjd/Bildschirmfoto_2024-10-10_um_17.59.36.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h6><em>Illustration ‘Der CareGap beginn im Kinderzimmer’ von </em><a href="https://till-lassmann.de/"><em>Till Laßmann</em></a></h6><h2>“Ihr seid ja vielleicht anstrengend!”</h2><p>Ja, wir hören die “Übertreibt’s mal nicht”-Einwände, die ewigen “Sind doch bloß Farben”-Ausrufe haben es längst ins &#39;Bullshit-Bingo der Rosa-Hellblau-Falle&#39; geschafft. Aber wir geben nicht auf, die Zusammenhänge zu erklären, und gehen den Weg nochmal zurück, um ohne Abkürzung beim selben Punkt anzukommen:</p><p>Beim gewellten Ärmelsaum und dem empörten Vater, der seinem Sohn Blümchen, Bienchen und Herzchen verbietet, geht es um die Anfänge genau der Ungerechtigkeiten, denen wir in der Erwachsenenwelt zur Zeit oft nicht mehr beikommen.</p><h3>Die Gewalt gegen Frauen beginnt im Kinderzimmer!</h3><p>Geschlechterfragen fangen da an, wo Eltern intaktes Spielzeug entsorgen, obwohl der kleine Bruder grade erst auf die Welt kam. Der CareGap beginnt da, wo Väter ihren Söhnen den Puppenherd verbieten, weil das “Mädchensache” und später “Frauenarbeit” sei. Gewalt beginnt da, wo “Du Mädchen!” als Schimpfwort funktioniert, weil es für Jungen eine Herabsetzung bedeutet, mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht zu werden, wo Väter sich von ihren Söhnen distanzieren, die es wagen, sich in einen Mann zu verlieben. Die Eskalationstreppe zu steil? Die Argumentationskette an den Haaren herbeigezogen? Schön wäre das!</p><p>Aber wenn schon ein Ärmelsaum “zu weiblich” ist für Papas Männlichkeitsbild, welche Botschaften vermittelt er seinem Sohn dann über Frauen, die ihr eigenes Geld verdienen und nicht bereit sind, auf Rente und Absicherung zu verzichten, weil die Schwiegereltern sich beschweren, sie müsse ihm doch den Rücken freihalten!?</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt." data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/d182616c-36f9-4012-8ecb-40d6d7d9ff7c/teaser_image/1728576763?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 04 Dec 2024 08:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Von "Jungsbüchern", "Mädchenschulen" und rückwärtsgewandter Pädagogik]]></title>
      <description><![CDATA[News über Vorbilder anlässlich eines TV-Beitrags über eine Jungenschule, mit Grüßen aus der Wort&Klang Küche von Almut & Sascha]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Über Jungsbücher und Mädchenschulen</h1><p><strong>Vorbemerkung:  </strong>Der TV-Beitrag über ein Jungengymnasium im Morgenmagazin im Ersten, gestern am 20.November 2024, war für uns Anlass, den hier (ziemlich weit) unten folgenden Text neu zu veröffentlichen. Er war bisher hinter Paywall verborgen und nur <a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Wort- &amp; KlangKüche-Mitgliedern</a> zugänglich, aber wir haben entschieden, unsere Recherchen zu dem Thema lieber allen zugänglich zu machen. Seht selbst, warum:</p><blockquote><p>“Sich zu vergleichen, zu messen und am Ende zu gewinnen, das ist für Jungen wichtig” - “Das Gymnasium kommt Jungs in deren Art zu lernen entgegen: nicht immer still sitzen, auch mal raufen” (ARD-Beitrag, 20.22.2024)</p></blockquote><p>Für alle, die sich für Diversität und Gendersensible Pädagogik einsetzen, für Vielfalt und Wahlfreiheit im Alltag von Kindern, für eine klischeefreie Berufswahl und gleichberechtigtes Miteinander in Familien, ist der Beitrag mit seinen steretoypen Aussagen ein weiterer Beweis dafür, dass wir uns zurückentwickeln in all den oben genannten Anliegen. Wurden die meisten Mädchen- und Jungenschulen Ende des 20. Jahrhunderts aus pädagogischen Gründen für alle geöffnet oder ganz aufgelöst, findet sich jetzt neue Zustimmung im Thema Geschlechtertrennung. Dabei ist belegt, dass Mädchen und Jungen in gleichgeschlechtlichen Gruppen stereotypere Verhaltensweisen an den Tag legen und sich selbst verstärken. Nichts gegen geschlechtergetrennten Unterricht, wenn er phasenweise und immer wieder neu inhaltlich begründet geschieht, wenn Lehrkräfte fortgebildet sind in gendersensibler Pädagogik und ihre eigene Prägung und den Unconscious Gender Bias reflektiert haben. Aber eine Jungenschule zu begründen mit “Jungenthemen”, mit denen z.B. das Lesen gefördert würde, ist geschichtsvergessen und uninformiert über Erfahrungen der genderreflektierten Pädagogik. <em>(In unserem Buch </em><a href="https://shop.autorenwelt.de/products/die-rosa-hellblau-falle-von-almut-schnerring-und-sascha-verlan?variant=46688483934533">&#39;Die Rosa-Hellblau-Falle’ </a><em>gibt es ein eigenes Kapitel zum Thema Schule und geschlechtergetrennter Unterricht, inkl. Studienbelegen).</em></p><p>Dem Fernsehbeitrag folgte immerhin ein Interview mit Thomas Viola Rieske, Erziehungswissenschaftler an der Hochschule Bochum. Da ging es endlich um Vielfalt, um zweifelhafte Männdlichkeitsideale, und die Moderatorin spricht von “Überstülpen von Klischees… vllt gibts ja auch Mädchen, die nicht stillsitzen können?” - DANKE dafür! Aber was bleibt den Zuschauenden? Vermutlich dass Jungs mehr Aufmerksamkeit brauchen.</p><p><strong>Zurück bleiben bei uns also Zweifel und Bedrücktheit: </strong></p><p><strong>ist dieses Gymnasium mit seiner Außenwirkung und den im Beitrag vermittelten Argumenten nicht im Grunde eine Zusage an die Politik rechts außen mit ihrem starren Männlichkeitsbild, das vor allem in der Ablehnung alles Weiblichen liegt?</strong></p><h3><strong>Jungen seien die Bildungsverlierer:</strong></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ee338ff7-edf6-4327-9a1f-e90d0f0a52d7/uploads/images/avxpqopctx/1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Doch das Bildungsniveau in Deutschland steigt, immer mehr Schüler*innen machen einen Schulabschluss, immer mehr machen Abitur: 45% Jungen, 55% Mädchen. Und dieses Verhältnis hat sich seit 30 Jahren nicht verändert ! Also: Jungen gehen nicht unter, im Gegenteil, sie landen in den Führungsetagen und in der Politik. Auch wenn sie keine “Jungenförderung” bekommen haben. Sogar dann, wenn sie verurteilte Sexualstraftäter sind."/><h3><strong>Forderung: “Mehr männliche Lehrkräfte!”</strong></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ee338ff7-edf6-4327-9a1f-e90d0f0a52d7/uploads/images/tidozqzhwc/2.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Vor 100 Jahren wurden Kinder vor allem von Männern unterrichtet. Damals hieß es, Mädchen seien fleißiger. Man(n) forderte deshalb mehr Frauen in den Schulen, weil die auf Jungen einen positiven Einfluss hätten. Dann würden auch sie fleißiger. KlischeeOlé."/><p>jetzt also zum angekündigten Text:</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Über Jungsbücher und Mädchenschulen</h2><h6><em>Sascha Verlan und Almut Schnerring, 2022</em></h6><p>Mit &quot;Jungenspezifischer Literaturauswahl&quot; wirbt eine private Realschule in Paderborn in ihrem Flyer für ihr pädagogisches Konzept (s.Bild), und wie ich es auch drehe und wende, mir fällt nichts dazu ein, was kein Stereotyp wäre. An was also denken die Urheber*innen des Textes dabei konkret? Werden hier Aristoteles, Goethe, Brecht &amp; Co gelesen? Was natürlich völlig überraschend wäre, und so anders als in &quot;normalen&quot; Schulen. Denn dort stehen ja neben der klassischen Literatur auch eine sehr große Zahl moderner Autor*innen auf der Liste, darunter Bücher über gesellschaftliche Privilegien, über Geschlechterhierarchie und Patriarchat. Nicht. </p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fsteady.imgix.net%2Fproduction%2Fpost%2Fc68dc7ab-b620-4109-a90a-8dccbd297fde%2Fuploads%2Fimages%2Ffa5nuhsq5b%2F4E272DB2-6287-4B07-A9BD-DB58EA3D2471.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=1e142b10889ef6bef0990e000ed18f78" alt=""/><p><em>Flyer der St. Michael Realschule Paderborn</em></p><h2>Sind denn weibliche Vorbilder für Jungs inakzeptabel?</h2><p>Und was bedeutet dann wohl analog &quot;mädchenspezifische Literaturauswahl&quot;? Emily Brontë, Nesthäkchen und die Lustige Strickliesel? Oder lesen Mädchen Sophie von La Roche, Bettina von Arnim, Simone de Beauvoir und Anne Frank, was Jungs ja nicht erlaubt ist? Achso, erlaubt schon, aber die wollen das gar nicht? &quot;Frauenliteratur&quot; erschwert Jungs womöglich das Lesen, weil sie zwingend männliche Vorbilder brauchen? Eine Frau als Vorbild und Identifikationsfigur ist Jungs nicht zuzumuten? Ja, ja, das ist natürlich nachvollziehbar, wo kämen wir denn dahin, wenn Männer sich von Frauen inspirieren lassen würden! Wenn schon ein kleiner Junge, man stelle sich vor, eine Frau als Vorbild wählen würde! </p><p>Weil das nicht möglich ist, nur deshalb konnten in den letzten Jahrhunderten Mädchen nicht lesen lernen, das lag an Rulaman, Wilhelm Tell, Werther und Homo Faber, das hatte nie damit zu tun, dass Mädchen nicht zur Schule durften und dass Literatur, Wissen insgesamt männlich konnotiert war! I wo denn!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ee338ff7-edf6-4327-9a1f-e90d0f0a52d7/uploads/images/jcj6wwtdsz/Bildschirmfoto_2024-11-20_um_17.39.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Was sind &quot;Jungsthemen&quot;? Einladung zur Selbstreflexion über verinnerlichte Vorurteile."/><h2>Die Marketingstrategie der &quot;Jungsbücher&quot; geht auf</h2><p>Dieses Denken, dass nämlich Jungen Sonderliteratur bräuchten, um ans Lesen herangeführt zu werden, greifen Verlage gerne auf. Sie druckten deshalb in den letzten Jahren Unfassbares mit Titeln wie &quot;Leselerngeschichten für Jungs&quot;, &quot;Silbengeschichten für Jungs&quot;, &quot;Das Vorlesebuch für kleine starke Jungs&quot;, &quot;Jungsgeschichten, die stark machen&quot;… undsoweiterundsofort. Als ob die Literaturgeschichte und Bücherregale bis heute nicht voll wären mit Werken männlicher Autoren. Aufgrund der Rollenaufteilung hatten die mehr Zeit, Zugang zu Universtiäten, Bibliotheken, nebenbei noch Gratis-Kinderbetreuung und mehr Geld zur Verfügung. An der fehlenden Literatur kann es also nicht liegen, dass Jungen (Pisa-)Studien zufolge später und weniger lesen als Mädchen. Aber das ist offenbar egal, solange die &quot;Jungsbücher&quot; voller Abenteuer auf dem Flohmarkt oder Müll landen, weil Mädchen ja bekanntermaßen Aufregung nicht gut vertragen. Weil deshalb lieber nochmal Geld ausgegeben wird für pinke Geschichten rund ums Reiten, Backen und Verlieben. Vor allem Letzteres ist ein Thema, das Jungs niemals nicht interessiert - Gefühle und so, weiß man doch, ist ein Frauending - Klischee Olé! Botschaft einer Marketingstrategie, die aufgeht - schlimm genug. Aber was hat Schule damit am Hut? Wie kann es sein, dass solche Ideen im Konzept einer Realschule bzw. Gymnasiums landen? </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ee338ff7-edf6-4327-9a1f-e90d0f0a52d7/uploads/images/y72nezuhbn/Bildschirmfoto_2024-11-20_um_15.38.08_Kopie.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="An männlichen Vorbildern hat es in der Literatur nie gemangelt."/><h2>Geschlechtergetrennter Unterricht ohne anhaltende Wirkung</h2><p>&quot;Geschlechtergetrenntes Literaturangebot&quot; klingt vermutlich vor allem für jene relevant, die auch Geschlechtertrennung im Unterricht sinnvoll finden. Denn leider hält sich hartnäckig die Hoffnung, dass es sich, wenn nicht gar für die gesamte Schulzeit, so doch in manchen Fächern lohne, sie geschlechtergetrennt zu unterrichten, und alle Jahre wieder zerren Politiker*innen das Thema medienwirksam aufs Tablett. Studien zeigten, dass Mädchen im Physikunterricht ohne Jungen selbstbewusster auftreten. Dieselben Studien belegen aber auch, dass der Effekt sehr gering ist und wieder verpufft, sobald die Geschlechtertrennung endet und Frauen in Uni und Beruf wieder auf Männer treffen. Geschlechtergetrennung im Unterricht bringt also nicht nur nichts, er schadet sogar auch, denn &quot;sie verstärkt Rollenstereotype und legitimiert institutionellen Sexismus&quot; (Studie &#39;The Pseudoscience of Sinlge-Sex Schooling&#39;, 2011) </p><h2>Von wilden Jungs und braven Mädchen</h2><p>Rollenstereotype wie zum Beispiel das vom aktiven Jungen, der immer in Bewegung ist, ja sein muss, aufgrund seiner Natur! Im abgebildeten Flyer nennt das Gymnasium die &quot;Berücksichtigung wettbewerbs- und bewegungsorientierter Elemente im Unterricht&quot; als ein besonderes Angebot für Jungen. Aufklärungsarbeit über die #RosaHellblauFalle ist bitter nötig, solange es Eltern gibt, die explizit ein Schulkonzept mit Lehrkräften wählen, die davon ausgehen, das Mädchen länger am Stück stillsitzen können als Jungen. Denn das ist doch das Pendant zum bewebungsfreudigen Jungen, oder nicht? Stillhalten, ruhig sein, nicht stören - braves Mädchen! </p><p>Merkwürdig an der Diskussion obendrein, dass für die Geschlechtertrennung im Unterricht mit Empowerment, der Selbstermächtigung von Mädchen argumentiert wird - ein Aspekt, der in genau derselben Weise eingebracht wird, wenn es an anderer Stelle um Inklusion und Diversity geht. Inklusion setzt auf den produktiven Umgang mit Vielfalt und auf gemeinsames Lernen in heterogenen Gruppen. Geschlechtergetrennter Unterricht macht das Gegenteil. </p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fsteady.imgix.net%2Fproduction%2Fpost%2Fc68dc7ab-b620-4109-a90a-8dccbd297fde%2Fuploads%2Fimages%2Flfjpzroter%2F61CD1AE5-998B-449D-A376-6A9E3FBD2A68.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=a605f6af90dc8faddb679f3a21625def" alt=""/><p>Letzte Hoffnung: die Pädagog*innen wissen es besser und der Flyer verpricht bloß, was Eltern hören wollen? Wohl kaum, denn zu verbreitet ist der Glaube an die angeblich unterschiedliche Funktionsweise der Gehirne, auf die Lehrende unterschiedlich eingehen müssten. &quot;<a href="http://shg-duisburg.schulon.org/unser-shg/">Jungen und Mädchen lernen unterschiedlich und die  Entwicklungsprozesse verlaufen besonders in der Vorpubertät und in der  Pubertät verschieden. Dies belegen viele entwicklungsphysiologische  sowie -psychologische Studien und auch die aktuelle Hirnforschung</a>&quot;, schreibt auch das St.Hildegardis-Gymnasium Duisburg auf seinen Seiten und möchte &quot;Jungen und Mädchen in ihrer Verschiedenartigkeit&quot; fördern.</p><p>Doch solche Befunde sind mit Vorsicht zu betrachten und die Frage nach Henne oder Ei muss erlaubt sein: War da zuerst diese angebliche &quot;Verschiedenartigkeit&quot; oder war es zuerst das (Bildungs-)umfeld, das Unterschiede im Lernen erwartet, noch bevor das Kind seine Schultüte gebastelt hat? Tatsächlich gibt es nur sehr wenige Unterschiede in den Gehirnen von Mädchen und Jungen, und keiner davon ist für das Lernen relevant. Tatsächlich werden durch Monoedukation vor allem Schüler*innen und Eltern mit einem höheren Sozialstatus angesprochen - wer es sich leisten kann, trennt Kinder nach Geschlecht. Die guten Noten und die untypischere, weniger stereotype Studien- und Berufswahl (von Mädchen!) rechtfertigen scheinbar die Trennung, doch übersehen werden die Privilegien, die die tatsächliche Ursache dafür sind. </p><h2>Wer es sich leisten kann…</h2><p><strong>Der positive Effekt der Monoedukation verschwindet also schnell wieder, sobald der soziale Aspekt herausgerechnet wird. </strong>Auch die Nachanalysen von PISA-Daten »für Länder, die sowohl koedukativen als auch monoedukativen Unterricht anbieten, haben gezeigt, dass etwaige Geschlechterunterschiede bei Berücksichtigung des Sozialstatus fast völlig verschwinden«. Die Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Hannelore Faulstich-Wieland bezeichnet den getrennten Unterricht deshalb als eine »Dramatisierung von Geschlecht«, bei der außer Acht gelassen werde, dass der Lernerfolg von vielen Faktoren abhänge, beispielsweise der Sozialstruktur einer Klasse oder der aktuellen psychischen Befindlichkeit der jeweiligen Schüler*innen.&quot;</p><p>Wenn also der gemeinsame Unterricht Geschlechterstereotype fördert, weil er den Druck erhöht, sich rollenkonform zu verhalten, dann kann die Lösung nicht in der Trennung liegen, da hier bisher keine positiven Effekte belegt werden konnten. Und wie könnte Trennung je eine akzeptable Form von Wahlmöglichkeit sein? Die Lösung muss deshalb in der Aufklärung und Reflexion stereotyper Verhaltensmuster liegen - von Schüler*innen, aber zuallererst von Lehrkräften in der Ausbildung. Nennen wir das Ziel also für den Moment &quot;Genderreflexive Koedukations-Pädagogik&quot;.</p><p>Bunte Grüße</p><p>schicken Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Mitmachen</p><p>Herzblut braucht Unterstützung:</p><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/ee338ff7-edf6-4327-9a1f-e90d0f0a52d7/teaser_image/1732123280?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 21 Nov 2024 09:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über einen Unfall, und warum der uns Wohlstand beschert]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zum Care Gap aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Arbeit, die sich nicht rechnet ?</h1><p><strong>Über einen Unfall und warum der uns angeblich Wohlstand beschert. </strong></p><p>Ulla hat ihr Auto, ein schon relativ altes, aber gut gepflegtes Fahrzeug in einer ruhigen Seitenstraße geparkt, wie schon hunderte Male zuvor. Alles sehr übersichtlich. Trotzdem war jemand so unvorsichtig, gestresst…, was auch immer, und hat es gerammt. Hinten links, die Stoßstange ist verbogen, auch die Seitenwand eingedellt. Nichts Großes, aber deutlich sichtbar und zum Glück keine Fahrerflucht. Die Polizei wurde gerufen, der Unfall aufgenommen und die Schuldfrage auch gleich eindeutig geklärt - alles okay soweit.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0393a854-3565-4a28-ac0b-f814632b6edf/uploads/images/ri3r3gokc6/chris-andrawes-cleIOCRXhkk-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h6>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@candrawes?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Chris Andrawes</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/rot-weisses-textil-auf-grauem-betonboden-cleIOCRXhkk?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></h6><h2>Parallelität der Ereignisse</h2><p>Ulla parkt immer in dieser Seitenstraße, wenn sie nach ihrem Vater schaut, der braucht immer öfter Hilfe. Am Tag des Unfalls ist er gestolpert und hingefallen - auf derselben Straße, auf der auch das Auto eins abgekommen hat. Auch hier nichts Großes und zum Glück kein Oberschenkelhalsbruch. Aber trotzdem schlimm genug, sodass Ulla in den kommenden Wochen noch öfter wird hinfahren müssen: Einkaufen, Kochen, Putzen, Haarewaschen… das bisschen Haushalt eben. Macht ja sonst niemand. Der Pflegedienst in der Nähe ist überlastet, und schon gar nicht kurzfristig zu bekommen.</p><p>Aber Ullas Vorgesetzte zeigen Verständnis, sodass Ulla ihre Erwerbsarbeitszeit reduzieren kann, um sich zu kümmern. Erstmal nur für ein paar Wochen, wird schon wieder werden, Kopf hoch!</p><p>(Bloß in der nächsten Fortbildungs- oder Beförderungs- oder Gehaltserhöhungs- oder sonstwas für eine Runde, bei der’s um Geld geht, bleibt Ulla außen vor. Offensichtlich hat sie ja ganz andere Prioritäten, die nichts mit der Firma zu tun haben.) <br/></p><h3>Rechenaufgabe</h3><p>Aus wirtschaftlicher Sicht ist das ein klarer Fall: Der Schaden am Auto beläuft sich auf gut 6.000,- Euro, ein sogenannter “wirtschaftlicher Totalschaden”, weil das Auto nur noch einen Zeitwert von gut 5.000,- Euro hatte. Es wird ein Gutachten erstellt, der Sachverständige erhält dafür ein Honorar von knapp 1.000,- Euro netto. (Die Höhe des Honorares ist abhängig von der Schadenshöhe.) Außerdem hat Ulla ein Anrecht auf anwaltliche Unterstützung. Die Kosten dafür trägt die Versicherung des Unfallverursachers, weil die Schuldfrage bereits eindeutig und polizeilich geklärt ist. Außerdem hat Ulla in ihrer aktuellen Situation weder Zeit noch Nerven, sich auch noch um die Schadensabwicklung zu kümmern. Das Honorar des Anwalts beträgt 800 Euro netto.</p><h3>Exkurs: Das Bruttoinlandsprodukt</h3><p>Das Bruttoinlandsprodukt gilt als sogenannter “Wohlstandsindikator”.</p><blockquote><p>Das BIP zeigt an, wie viel in einem Land in einem bestimmten Zeitraum wirtschaftlich geleistet wurde. […] Die Veränderungsrate des preisbereinigten BIP [drückt] die wirtschaftliche Entwicklung aus und wird auch als Wirtschaftswachstum bezeichnet. Das BIP ist damit die wichtigste Größe der <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/_inhalt.html">Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung</a>.”</p></blockquote><h6><a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Methoden/bip.html">Quelle: Statistisches Bundesamt</a></h6><p></p><h3>In anderen Worten</h3><p>Dieser kleine, wirklich nur ästhetische Bagatellschaden, der die Fahrtüchtigkeit des Autos in keiner Weise beeinträchtigt, hat das Bruttoinlandsprodukt um schnell gerechnete 7.500 Euro erhöht. (Da sind die Sachbearbeitung seitens der Versicherung, Gegengutachten, die erhöhte Versicherungsprämie des Unfallverursachers etc. noch gar nicht mitbedacht.) Unser aller Wohlstand ist also, hurra, gewachsen. <strong>Merke: Sieht das Auto gut aus, sollten wir zufrieden sein.</strong></p><h3>Ulla ist unsichtbar</h3><p>Die Arbeit aller, die an der Schadensbehebung von Ullas Auto Geld verdient haben, hat das Bruttoinlandsprodukt also erhöht. <strong>Wirtschaftswachstum.</strong></p><p>Die Arbeit von Ulla, die seit dem Unfall ihren Vater pflegt und damit kein Geld verdient, hatte keine Auswirkungen auf das BIP. <strong>Wirtschaftsstillstand. </strong>Mehr noch: Rückgang! Denn weil Ulla gleichzeitig ihre Erwerbsarbeitszeit reduziert, also weniger Geld verdient, schadet sie in doppelter Weise dem Bruttoinlandsprodukt, also unserem gesellschaftlichen Wohlstand. Shame on you, Ulla!</p><p>Obendrein schadet sie sich selbst, weil sie in dieser Zeit weniger in die Rentenkasse einzahlt und damit zu den Frauen gehört, die ein höheres Risiko haben, in Altersarmut leben zu müssen.</p><h3><strong>Und wer hat dem Anwalt das Hemd gebügelt?</strong></h3><p>Das Bruttoinlandsprodukt misst also alles Mögliche, aber jedenfalls nicht das, was das gesellschaftliche Miteinander ausmacht, all das, wovon wir als Einzelne und als Gesellschaft abhängen, nämlich Fürsorge und Anteilnahme. Und das BIP misst vor allem nicht das, was Wirtschaft und Wachstum erst möglich macht! Denn es gibt keinerlei Berechnungen, die den finanziellen, emotionalen und gesellschaftlichen Wert von Care-Arbeit erheben würden, wie der Gutachter überhaupt zum Gutachter werden konnte. </p><p>Am Anfang seines Lebens war er, wie wir alle, darauf angewiesen, dass sich seine Mutter, im besten Fall seine Eltern, dann das größere familiäre Umfeld und später Erzieher*innen, Tageseltern, Lehrkräfte um ihn kümmern. Und auch heute noch: woher kam sein Frühstück? Und wer hat wohl das Hemd des Anwalts gebügelt? Auch die Care-Arbeit, die im Vorfeld nötig war, damit ein Gegengutachten geschrieben, die Reparaturen ausgeführt werden konnten. Und damit die Versicherung auf Fachleute zurückgreifen konnte. <strong>Woher kommen bloß all diese motivierten, höflichen, teamfähigen, selbstorganisierten Menschen, die in Stellenanzeigen gesucht werden, </strong>auf dass sie dann zum Wachstum des Unternehmens und unser aller BIP beitragen?  Da wird die Rechnung ganz offensichtlich ohne die Wirtin gemacht.</p><blockquote><p>»Die Umwandlung der Frauen in eine auf unsichtbare Weise dienende Klasse war eine ökonomische Leistung ersten Ranges. Dienstboten für gesellschaftlich unterbewertete Arbeiten standen einst nur einer Minderheit der vorindustriellen Bevölkerung zur Verfügung: Die dienstbare Hausfrau steht jedoch heute auf ganz demokratische Weise fast der gesamten männlichen Bevölkerung zur Verfügung«</p></blockquote><h6>John Kenneth Galbraith, 1973</h6><p></p><p>Bunte Grüße aus der Care-Lücke</p><p>schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt und diesen Newsletter abonnierst. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt." data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Thu, 07 Nov 2024 07:30:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Radiofeature, Blick hinter die Kulissen der LangenNacht der CareArbeit]]></title>
      <description><![CDATA[Akustische News zu unserer Langen Nacht über CareArbeit und Bausteine einer fürsorglichen Gesellschaft aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Eine Lange Nacht der Care-Arbeit</h1><h3>Bausteine für eine fürsorgliche Gesellschaft</h3><p>Die Nächte waren lang, nicht weil wir kranke Kinder hatten und Bettzeug wechseln mussten, es fiel keine Kümmerarbeit an, sondern der Audio-Schnitt für eine Radiosendung ÜBER die Kümmerarbeit. “Die Lange Nacht” ist der Name eines Formats, das es so im Radio nur noch beim Deutschlandfunk und Deutschlandradio gibt: drei Stunden am Stück zu einem Thema, nicht live moderiert, keine Gäste und Einspieler, sondern Interviews, die wir im Vorfeld geführt hatten, geschnitten und collagiert mit Texten, Musik und Tagebucheinträgen… ein vorproduziertes Hörbild also, das sich einem Thema ausführlich annimmt. Unsere Lange Nacht vom April dieses Jahres trägt den Titel:</p><h2>“Fürsorge und Menschenwürde</h2><h3>Eine lange Nacht vom Wert der unsichtbaren Arbeit”</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/ohbrxwukkp/7.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Blick ins Studio, Aufnahmen für die Sendung. Und Ausschnitt aus dem Programmheft der Langen Nacht mit dem Titel der Sendung"/><p><strong>Wir haben dafür viele Menschen getroffen und interviewt, die mit einem Teilaspekt dieses großen Themas zu tun haben, beruflich oder privat, als Forschende oder als Care-Tätige.</strong></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Autor: Diese Lange Nacht erzählt vom kindlichen Streben nach Unabhängigkeit und der späteren Erkenntnis, immer abhängig zu bleiben, mal mehr, mal weniger, und von wechselnden Menschen. Sie erzählt von Verantwortung und Erfüllung, von Menschenwürde, von Gewinn und Verlust.</mark></em></strong></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Autorin: Sie erzählt davon, wie wir von der ersten bis zur letzten Minute unseres Lebens angewiesen auf die Care-Arbeit anderer.</mark></em></strong></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Autor: Und davon, wie wir selber lernen, Sorgearbeit für andere zu leisten … übrigens auch für uns selbst … und dass wir das offensichtlich nicht alle in gleicher Weise lernen.</mark></em></strong></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Autorin: Wir beginnen mit dem Themenbereich Geburt, Kindheit und Jugend. Wie werden wir empfangen, wie finden wir hinein in diese Welt?</mark></em></strong></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Autor: Danach geht es um die Lebensphase rund um Berufstätigkeit, Familiengründung und die entscheidende Frage: wie teilen wir die Sorgeverantwortung untereinander auf, privat und beruflich?</mark></em></strong></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit"> Autorin: Später nehmen wir Abschied und blicken vom Ende her auf das Leben zurück, auf Familie und Gesellschaft. Es geht um den Tod, und wie wir ihn uns mehrheitlich wünschen: sterben in gewohnter Umgebung, begleitet von den Menschen, die uns nahestehen.</mark></em></strong></p><h2>Vorsorge treffen fürs eigene Altern</h2><p>Unter den vielen, die wir getroffen haben war zum Beispiel Martina Hahn, Kappellenwartin aus Wuppertal. In der Sendung kommt sie vor allem im Wechsel mit Markus Neef vor, Internist und Palliativmediziner:</p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">O-Ton Martina Hahn: </mark></em></strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Ich glaube, das ist schwierig, dass da so wenig drüber geredet wird. Und immer erst, man schiebt es so weg. Also das höre ich auch oft: “Ich muss mich mal um meine Pflegevollmacht kümmern und für meine Vorsorgevollmacht und so und diese ganzen Zettel”. Und das hat ja mit Müssen überhaupt nichts zu tun. Man hat halt die Chance, das niederzulegen.</mark></em></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">O-Ton Markus Neef:</mark></em></strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> Und ja, der ältere Herr hat keine Vorsorge getroffen für diesen Fall. Aber warum auch aus seiner Wahrnehmung? Es war ja alles in Ordnung, hat keinen Pflegegrad, der muss jetzt erst beantragt werden. Der Medizinische Dienst muss ins Krankenhaus kommen, um den Pflegegrad zu beurteilen, weil ich ihn ja nicht nach Hause entlassen kann. Dann muss ein Pflegedienst gefunden werden.</mark></em></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">O-Ton Martina Hahn: </mark></em></strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Das sehen wir dann, und dann wird halt holterdiepolter viel entschieden. Und oft landen Menschen dann auch in einem Heim und haben auch nicht Abschied genommen von ihrem Zuhause, von ihrem Leben und einfach, weil alles so furchtbar ist. Und haben dann noch mal im hohen Alter diese Herausforderung, sich neu einleben zu müssen.</mark></em></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">O-Ton Markus Neef: </mark></em></strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Und vielleicht, wenn es dann gut geht in Anführungsstrichen, kann der ältere Herr wieder in die Umgebung, in die er gerne möchte, nämlich wieder nach Hause. Und dann geht das hoffentlich gut mit einem Pflegedienst, der zwei oder drei Mal am Tag kommt und ihm dann hilft bei der täglichen Versorgung und der Verrichtungen, die so gemacht werden müssen. <br/>Die Grauzone setzt sich zu Hause fort. Man versucht das vorher gut auszuleuchten aus der Ferne. Das ist selten bis nie so, dass jemand mal zu dem nach Hause fährt und guckt: Wie ist das denn da? Wir haben da jetzt viel Erfahrung mit, und nach einer Weile weiß man, dass das zu der Tätigkeit dazugehört. Aber man denkt natürlich schon mal als Arzt gerne, ja, ich möchte doch eigentlich die Leute gesund machen oder ihnen helfen, wenn sie krank sind.</mark></em></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">O-Ton Martina Hahn: </mark></em></strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Ja, und wenn man das frühzeitig kommuniziert und mitteilt, ist das natürlich eine wahnsinnige Hilfe für die anderen, weil sie einfach wissen, was Sache ist und für einen selber, weil man kriegt, was man will, was ja irgendwie eigentlich das Beste ist, was einem in so einer Situation passieren kann.</mark></em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/fxoss2cbm5/3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>“Relevanzverlustangst”</h3><p>Auch zu Wort in der Langen Nacht kommt Patrick Metz, Diplom-Ingenieur aus Darmstadt, der sich mit Jobsharing befasst. Auf den ersten Blick ein Thema rund um Eltern und Vereinbarkeitsmodelle, aber das ist zu kurz gedacht. Patrick Metz hat den Begriff des Relevanzverlustes mit ins Gespräch gebracht, das Nicht-Loslassen-Können, wenn die Erwerbsarbeit eine große Rolle im Leben spielt. Das klingt erst nach einem Problem, das jede*r Einzelne für sich selbst sortieren muss, aber tatsächlich liegt da eine genauso große Verantwortung und Chance von Unternehmen:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/bzrmmuia2e/1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Portraitfoto Patrick Metz. + O-Ton Patrick Metz: Für Unternehmen hat das einen total großen Mehrwert, denn ich meine, wir haben heute einen Fachkräftemangel, der spitzt sich ja immer mehr zu und gleichzeitig schicken Unternehmen heute in Abfindungsprogrammen ganz gerne auch mal die die Älteren in den Vorruhestand, auch weil die ja auch häufig auch teurer sind und vielleicht auch nicht mehr 100 % leistungsfähig."/><p></p><h3>Ein Dank an alle, die wir interviewen durften!</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/6fuamecakg/6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="O-Töne von (in der Reihenfolge ihres Auftretens): Lisa von  Reiche, Andreas von Westphalen, Franziska Schutzbach, Monika Brühl, Mareike Fuisz, Jo Lücke, Nadja Arvanitidis, Boris von Heesen, Julian Schmitz, Martin Scheel, Asha Hedayati, Anne Leichtfuß, Anja, Martina Hahn, Markus Neef, Doris und Bernhard, Betty, Patrick Metz."/><h3>Die Lange-Nacht im Podcast nachhören</h3><p>Als Radiofeature lief unsere Lange Nacht schon im April im Deutschlandfunk und Deutschlandradio, aber Ihr könnt sie online nachhören. <a href="https://open.spotify.com/episode/1JRkFZkw4HX8FDlCQXxI2B?si=RBVsmraZS86bKkOyfn_reQ">Auf Spotify</a> oder auf den <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-vom-wert-der-unsichtbaren-arbeit-dlf-kultur-aa136e25-100.html">Seiten des Deutschlandfunks</a>. Als podcast trägt sie den Titel:</p><h3>Care-Arbeit. <br/>Bausteine für eine fürsorgliche Gesellschaft</h3><p></p><p><a href="https://open.spotify.com/episode/1JRkFZkw4HX8FDlCQXxI2B?si=RBVsmraZS86bKkOyfn_reQ">podcast hören</a></p><p><strong>Ein herzlicher Dank für Euer Interesse, und an die vielen, die in dieser Sendung zu Wort kommen, für ihre Zeit, für ihr Wissen und ihre (Care-)Arbeit!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/ysfem67snk/4F902B56-F781-4E5C-A9BA-A600D99D9216.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Foto von den Studioaufnahmen, Blick von oben auf Tisch mit Mischpult, Bildschirmen und Boxen, mit Fenster in der Wand und Durchblick zu den Sprecher*innen-Plätzen und Mikrophonen."/><p><strong><em>Klein, hinten im Bild: Sigrid Burkholder, die den Sprecherinnen-Part liest. Studioaufnahmen im Deutschlandfunk Köln, April 2024</em></strong></p><p>wir wünschen viel Freude beim Hören,</p><p>und schicken bunte Grüße,</p><p>Almut Schnerring &amp; Sascha Verlan zusammen mit Jan Großmann und dem Wort &amp; Klang-Kollektiv</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/khee56qwny/9.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ul><li><p>über das Wort &amp; Klang- Kollektiv:</p></li></ul><a href="https://wu2k.de/kollektiv/">https://wu2k.de/kollektiv/</a><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot hier verlinkt."/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/8aca1047-f2cf-4c69-b24f-d119550c4e41/uploads/images/ysfem67snk/4F902B56-F781-4E5C-A9BA-A600D99D9216.jpeg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Sun, 20 Oct 2024 15:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ernstings, der Gendermarketing-Tempel setzt jetzt auf Kinderrechte]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zur binären Unverforenheit aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Ernstings Family: Gendermarketing und Engagment für Kinderrechte. Warum das ein Widerspruch ist.</h1><p>Seit vielen Jahren “prüft” das Unternehmen Ernstings Family, ob es nicht irgendwie technisch möglich wäre, beim Online-Angebot auf die Trennung in Jungen und Mädchen zu verzichten. Die Herausforderung muss immens sein, denn seit Jahren ist “aus technischen Gründen eine Kategorisierung der Artikel notwendig”, erfahren alle, die kritisieren, dass Ernstings seiner Kundschaft bei jedem Einkauf ungefragt Stereotype aufzwingt. Das sei aber gar nicht einschränkend gemeint.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/2surwihkxs/Bildschirmfoto_2024-09-20_um_23.17.55.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshots von Ernstings-Antworten auf Kund*innen-Kritik. &quot;Die Kategorisierung ist keinesfalls als Einschränkunt zu verstehen!&quot;"/><p>Die Strategie also: um unseren Umsatz zu erhöhen investieren wir seit Jahren in Geschlechtertrennung, um dann bei Kritik erstaunt zu reagieren, warum das nicht einfach ignoriert werde.</p><p><strong>Oder anders gesagt: “Selbst Schuld, wenn Ihr unsere Labels ernst nehmt.”</strong></p><p>Hosen mit Jungen-Label sind deshalb im Baggy-Style mit maximalem Knieschoner-Geknubbel, weil alle Jungs ja immer wild sind und Kleidung in Null Komma Nix zerstören - so sind sie eben, weiß man ja, haha. Hosen mit Mädchen-Label sind dafür ultra eng, wer schön sein will muss leiden und sich reinquetschen in die Röhren, die immer irgendwie durch Blümchen, Schmetterlinge oder Rüschen als Gefahr für Jungs gekennzeichnet sind. Das muss anscheinend so, ist vermutlich auch technisch nicht anders zu lösen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/i3ldgxu5kc/Bildschirmfoto_2024-09-20_um_17.27.45.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshots von Direktnachrichten an @rosahellblaufalle über Ernstings: &quot;die lernen nicht dazu&quot;"/><h3>Alle Jahre wieder…</h3><p>Seit unserem ersten öffentlichen Aufruf 2016 zur ersten Verleihung des ‘Goldenen Zaunpfahl - Award für absurdes Gendermarketing’ taucht Ernstings Family in einer beunruhigenden Regelmäßigkeit in den <a href="https://goldener-zaunpfahl.de/streetwear-vs-funkelmode/">Nominierungslisten für den &#39;Preis&#39;</a> auf, kein Jahr vergeht ohne eine Vielzahl an Ernstings-Einreichungen. Meistens sind es Kleider, mal Spielsachen, mal Accessoires, immer geht es um die getrennte Ansprache von Mädchen und Jungen, Vätern und Müttern und die zutiefst klischeehaften Zuschreibungen von Eigenschaften, Interessen und Vorlieben. Diese Verkaufsstrategie schränkt Kinder in ihrer Wahlfreiheit und Entfaltung ihrer Persönlichkeiten ein, das ist wissenschaftlich längst belegt und unstrittig.</p><h3>… werden Kinder eingeschränkt.</h3><p>Wer uns das nicht glauben möchte - geschenkt. Lego wollte das auch nicht, hat dann viel Geld ausgegeben, <a href="https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2021/oct/11/lego-to-remove-gender-bias-after-survey-shows-impact-on-children-stereotypes">Studien dazu in Auftrag gegeben</a>*, die, oh Wunder, zu dem Ergebnis kamen:</p><p><strong>Gendermarketing, die getrennte Ansprache und ein stereotyp unterschiedliches Angebot für Jungen und Mädchen, schränkt Kinder ein in ihrer Freiheit, ihre Persönlichkeiten zu entwickeln.</strong></p><p>Was nimmt Ernstings daraus mit? Nichts. Im Gegenteil, in den Läden arbeiten Verkäuferinnen, die der Kundschaft die ausgewählte Ware wieder ausreden: “Das ist eine Mädchenjacke!”, so die Warnung an der Kasse. Achtung! Achtung! Wollen Sie die wirklich kaufen für Ihren Sohn? Ich weiß nicht, ob ich das gutheißen kann - so der Subtext. Dass das Social Media-Team ab und zu das Gegenteil behauptet, … nicht weiter relevant:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/djeiw5737y/Bildschirmfoto_2024-09-20_um_17.23.00.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshots von Kommentaren des Ernstings-SoMe-Team bzw. einer Kundin über ihr Erlebnis bei Jackenkauf."/><p>Kinder einzuschränken, indem man ihnen stereotype Eigenschaften zuweist und jedes Abweichen durch Labels sichtbar macht bzw. kommentiert, das ist keine Petitesse, sondern es untergräbt ein <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/75-jahre-grundgesetz/artikel-2-gg-2267590">Grundrecht</a>. Nicht irgendeines, sondern jenes, das direkt auf die unantastbaren Würde des Menschen in Artikel 2 folgt:</p><h3>das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit!</h3><p>Oft schon haben wir euch angeschrieben, gefragt, die Folgen erklärt, und viele, viele Kund*innen mit uns, aber es interessiert euch nicht. Wir finden, jetzt ist der Bogen überspannt: vor ein paar Tagen haben wir das Plakat gesehen, mit dem Ernstings zu einem DesginWettbewerb aufruft: in Kooperation mit Unicef und Geolino möchte Ernstings als Verteidiger der Kinderrechte wahrgenommen werden - und ja, es ist sicher einer dieser - Whoopsi - Zufälle, dass auf dem Kampagnenfoto nur Mädchen abgebildet sind. Oder war’s eben doch eine bewusste Entscheidung, denn Jungs malen ja eh nicht, stimmt’s?1!11!!!!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/uw556nf24t/Bildschirmfoto_2024-09-20_um_18.30.53.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot der Startseite ( 3 Mädchen im Bild) und ein Foto vom Plakataufsteller des Wettbewerbs"/><h5>Das Motto des Wettbewerbs: &quot;Klar im Recht!&quot;</h5><p><strong>Die Aufgabe: Ein T-Shirt zu designen mit einem Schriftzug, &quot;der euer Recht auf Meinungsfreiheit in die Welt trägt&quot;</strong>. <em>(Das siegreiche Desing soll dann realisiert und verkauft werden inkl. Spende an Unicef.)</em></p><p>Das ist zynisch, und wir sind es leid, dass Ihr den Zusammen hang nicht erkennt, nicht erkennen wollt, die negativen Folgen des Gendermarketing ignoriert, keine Verantwortung übernehmt und einfach weitermacht mit Euren sexistischen Botschaften, weil der Umsatz offenbar jedes Argument toppt.</p><h4>Geschlechtertrennung und Kinderrechte - ein Widerspruch</h4><p>Auf der einen Seite dieser Wettbewerb, Aushängeschild fürs Engagement für Kinderrechte, auf der anderen Seite ein seit Jahren konsequentes Gendermarketing-Konzept, das die Rechte der Kinder auf die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit missachtet. Wie bekommen Ernstings-Mitarbeitende das zusammengedacht?! Könnt Ihr hier noch folgen?</p><p>Zumindest für Shirt-Designs hätten wir da ein paar Ideen, was sagt ihr dazu, Ernstings?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/pflwplkxhh/Bildschirmfoto_2024-09-20_um_18.25.40.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="3x die Shirt-Malvorlage von Ernstings, um gesetzt in 3 Varianten: &quot;Wahlfreiheit statt Rosa-Hellblau-Falle&quot;, &quot;Wider das Schubladendenken&quot; und &quot;Schluss mit Gendermarketing bei Ernstings&quot;"/><p>Und wie sieht Euer T-Shirt aus, mit dem Ihr Euch für Wahlfreiheit und Kinderrechte und gegen Gendermarketing aussprecht? Gerne Eure Version bei Ernstings einreichen, <a href="https://csr.ernstings-family.com/fileadmin/Redaktuer/Designwettbewerb/Malvorlage.pdf">hier gibts die Malvorlage</a> als pdf zum Download.</p><p>Bunte Grüße schicken</p><p>Almut &amp; Sascha</p><p>aus der Rosa-Hellblau-Falle®</p><hr/><p>* Quellen &amp; mehr</p><ul><li><p>The Guardian: “<a href="https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2021/oct/11/lego-to-remove-gender-bias-after-survey-shows-impact-on-children-stereotypes">Lego has announced it will work to remove gender stereotypes from its toys after a global survey the company commissioned found attitudes to play and future careers remain unequal and restrictive</a>.”</p></li><li><p>Studie des <a href="https://geenadavisinstitute.org/research/equal-play-analyzing-gender-stereotypes-diversity-and-inclusion-in-advertising-and-marketing-for-the-most-popular-toys-of-2022/">Geena Davis Insitituts</a> zu Spielzeugwerbung: ‘Analyzing Gender Stereotypes, Diversity, and Inclusion in Advertising and Marketing of Toys’</p></li></ul><hr/><p>Nachtrag</p><p>Nachdem dieser Text online ging und wir Auszüge daraus auf Instagram veröffentlicht hatten, gingen weitere Nachrichten bei uns ein, in denen Kund*innen von ihren Erfahrungen mit Ernstings berichten, hier eine Auswahl:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/uk354dmonj/9AAA1707-4E2A-4470-B6F9-75103DE58483.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7b8a022-5ca6-4f74-86cd-fc6000f2de3d/uploads/images/h2uw5p4dro/82B0301F-AA6A-4074-8DBC-7B9234B4B99A.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Hier die 4 Abo-Varianten, mit denen Du </strong><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about">Mitglied werden</a><strong> kannst in Almut und Saschas Wort &amp; Klang Küche:</strong></p><ol><li><p><strong>Im Türrahmen (3€/Monat)</strong></p></li><li><p><strong>Mit Küchenhocker (5€)</strong></p></li><li><p><strong>Platz am Küchentisch (7€)</strong></p></li><li><p><strong>Freie Sicht zum Herd (10€)</strong></p></li></ol><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="die 4 Stufen der Unterstützung als Screenshot verlinkt." data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 21 Sep 2024 16:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Hallo Grundschule, hallo Eltern, sitzt Ihr in der Falle?]]></title>
      <description><![CDATA[Die News über Geschlechtergräben aus der Wort & Klang Küche von Almut und Sascha]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Schulstart. Hallo Grundschule, hallo Eltern,</h1><h3>Erinnere dich mal an ein Gruppenfoto deiner Schulzeit! Wenn du in den 90ern oder davor Schulkind warst, dann hast du jetzt ein buntes Foto vor Augen. Und zurück ins Heute?</h3><p>Auf den Klassenfotos der letzten 20 Jahre erkennt man, wie die binäre Einteilung zunimmt: Schulkinder werden - in der Regel unhinterfragt - in Rosa und Blau sortiert; wer in letzter Zeit einen Schulranzen gekauft hat, weiß genau, was wir meinen.</p><p>Man erkennt an diesem Kinderfotos, dass wir in einer Zeit, in einer Gesellschaft leben, die binäre Geschlechterrollen wichtig findet. Ja, richtig, es sind zugleich auch mehr Freiheiten entstanden, aber andererseits wächst wieder zunehmend bei vielen der Wunsch nach mehr Ordnung. Alles soll schön überschaubar sein, klare Regel vermitteln Stabilität. Ohne hier explizit über Politik zu schreiben dürfte klar sein, dass dieser Text, dieses Thema eben doch - politisch ist, denn das scheinbar Kleine, das Private ist politisch!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76a1a7cd-08fa-48cc-b746-12ce00583141/uploads/images/kaoi3ednis/Schulbeginn-rosahellblaufalle-collage.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3><strong>Die Rosa-Hellblau-Falle sitzt mit im Klassenzimmer</strong></h3><p>Mädchen dürfen nicht mit Jungs verwechselt werden, und Jungs dürfen auf keinen Fall für ein Mädchen gehalten werden – warum bloß? Schon Neugeborene werden gelabelt: ihren Kopf können sie noch nicht mal selbst halten, aber ein pinkes Stirnband mit Schleife, das geht. Als würde das misgendern dem Säugling Schaden zufügen. Das zieht sich durch die Krabbel- und Kita-Zeit, und dann kommt der Schulbeginn. Und damit eine neue Phase, in der Kinder sich noch einmal mehr als zuvor binär einordnen müssen: Von der Schultüte über den Ranzen und die Torte zum Einschulungsfest, über das Outfit bis zum Radiergummi:</p><blockquote><p>“Lass sehen: gehörst du zu den Hübschen oder zu den Coolen? Zu den Braven oder zu den Wilden?”</p></blockquote><p>Wenn ihr findet, dass Kinder alles sein dürfen: wild, brav, leise laut, spracheninteressiert, technikaffin, empathisch, ehrzeizig ganz egal ob Junge oder Mädchen – dann ist jetzt die Zeit, mit Kindern darüber zu sprechen.</p><p>Wenn ihr findet, dass Kinder alles werden dürfen: Erzieher, Astronautin, Bauarbeiterin, Florist, … ganz egal ob Junge oder Mädchen – dann ist jetzt die Zeit, mit Lehrkräften bzw. mit Eltern zu sprechen:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76a1a7cd-08fa-48cc-b746-12ce00583141/uploads/images/nowrzd64wx/6C8130A3-2E75-4B11-8621-8ED116F59AD3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Gestern zur Einschulung gewesen. Die Kinder wurden gefragt, welche Fächer es neben Deutsch und Mathe noch gibt. Als keine Antwort kam, wurde mit Tipps geholfen: da gibt es die &quot;schönen&quot; Fächer für die Mädchen (Kunst/Musik) und was zum Toben für die Jungs (Sport natürlich). Ich fand es sehr schade, dass es den Kindern an Tag 1 bereits so vermittelt wurde.&quot; - Einreichung aus der #RosaHellblauFalle-community via Insta @rosahellblaufalle"/><h3><strong>Hallo Eltern, hallo Lehrkräfte, bitte setzt euch zusammen an einen Tisch!</strong></h3><p>Wenn Lehrkräfte in Klasse Eins die Unterrichtsfächer den Mädchen bzw. Jungen zuordnen, dann ist das nicht nur &quot;schade&quot;, das widerspricht dem Bildungsauftrag, dem Lehrkräfte unterstehen. Das widerspricht allem, was in den Lehrplänen aller Länder steht, es widerspricht selbst dem Grundgesetz Artikel 2, das die freie Entwicklung der Persönlichkeit garantieren soll.</p><p>So entsteht die Vorstellung, dass es &quot;Frauenberufe&quot; gäbe (weniger Geld, weil von Herzen, und schön, und leicht und braucht eigentlich niemand, naja, außer Pflegekräfte vielleicht) und &quot;Männerberufe&quot; (besser bezahlt, weil Expertise nötig, nur für TechnikGenies und Bodybuilder, weil Mechatroniker IMMER schwerer tragen als ne Altenpflegerein…)</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76a1a7cd-08fa-48cc-b746-12ce00583141/uploads/images/xearhd2zco/9989DED9-71F0-4605-98FE-AC4291DDE48A.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>Raus aus der Rosa-Hellblau-Falle</h3><p>Wir wünschen uns also mehr Gespräche zwischen Eltern und Lehrkräften über Rollenbilder und wie sie unbewusst im Alltag Botschaften senden und Kinder einschränken. Aber wir verstehen auch, wenn du keine Kraft hast, das Gespräch zu suchen, denn leicht ist das nicht. Was wir trotzdem hierlassen wollen für deinen passenden Moment:</p><p><strong>Gesetz und Lehrpläne stehen auf Deiner Seite!</strong></p><p><strong><em>(</em></strong><a href="https://rosa-hellblau-falle.de/2020/04/rollenbilder-wahlfreiheit-geschlechtergerechtigkeit-in-der-kita/">Informationen über Gesetze und Bildungspläne der Länder</a><em> zur geschlechtersensiblen Frühkindlichen Pädagogik</em><strong><em>)</em></strong></p><p>Wir schicken Rückenwind von hier aus, Euch für Eure Kinder stark zu machen! Vereinbart einen Termin, und legt Eure Sorgen und Euer Wissen auf den Tisch, stellt Fragen!</p><blockquote><p>&quot;Was ist Ihr pädagogisches Ziel / Lernziel, wenn Sie x sagen? Ich möchte das verstehen, denn meinem Kind geht es nicht gut damit, wenn x.... &quot;</p></blockquote><blockquote><p>“Sie haben neulich xx gesagt, und mein Kind hat zuhause erzählt, dass… und war ganz verwirrt/traurig / wütend dadurch. Können wir darüber sprechen?”</p></blockquote><p>Werdet laut, damit das nicht stillschweigend so weitergeht!</p><p>Auch dafür haben wir &#39;<a href="https://kindsgut.de/shop/booklet-rosa-hellblau-falle?srsltid=AfmBOorVg_EFvAkkuJEeuyT5p3i4aXwjYoKDa9K2WetUWt7xUCp6cQFG">Die Rosa-Hellblau-Falle - Das Booklet</a>&#39; herausgebracht: mitnehmen, dort lassen, Verbündete finden, nochmal hingehen, schreiben, fragen, um Austausch bitten !💪</p><p>Alles Gute Euch,</p><p>Bunte Grüße schicken Sascha und Almut</p><a href="https://kindsgut.de/shop/booklet-rosa-hellblau-falle?srsltid=AfmBOopz6Vfs5qFEz28sFYQt9A8Cyz8xU-AQG0Qw2RfEdMzKox2MwImG"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76a1a7cd-08fa-48cc-b746-12ce00583141/uploads/images/c7q2mvvdpg/RosaHellblauFalle-DasBooklet.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Foto vom Cover vom Booklet verlinkt mit dem Onlineshop von kindsgut." data-link="https://kindsgut.de/shop/booklet-rosa-hellblau-falle?srsltid=AfmBOopz6Vfs5qFEz28sFYQt9A8Cyz8xU-AQG0Qw2RfEdMzKox2MwImG"/></a><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Im Türrahmen - mit Küchenhocker - freie Sicht zum Herd:</strong></p><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="" data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/76a1a7cd-08fa-48cc-b746-12ce00583141/teaser_image/1723013838?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 16 Sep 2024 08:42:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[FLAUSCH-Content in eigener + flauschiger Sache]]></title>
      <description><![CDATA[Flauschige News zur Wahlfreiheit aus der Wort & Klang Küche von Almut und Sascha]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Flausch-Content</h1><h3>Eine schlechte und zwei gute Nachrichten in eigener und in flauschiger Sache</h3><p>Klasse, dass Euch das Bilderbuch ‘FLAUSCH’ von Almut (Illustrationen Jennifer Coulmann) so gut gefällt! So schön zu lesen, dass Eure Kinder die Geschichte von FLAUSCH lieben. Und es ist ganz wunderbar, dass uns immer wieder Nachfragen erreichen, ob es denn ein Flausch-Kuscheltier geben wird - </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569/uploads/images/q7dfe3cata/Flausch-Feedback.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h3>“Flausch als Kuscheltier ?”</h3><p>… das zeigt uns, dass Ihr Euch über mehr Flausch im Kinderzimmer freuen würdet. Und ja, - das würden wir auch! </p><p>Der Ablauf ist allerdings üblicherweise so, dass weder wir noch der Verlag das initiieren, sondern es müsste ein Kuscheltier-Unternehmen Interesse an einer Kooperation haben und beim Verlag bzw. bei Jennifer Coulmann die Lizenz kaufen. Das ist bisher nicht geschehen und passiert erfahrungsgemäß nur bei Büchern mit sehr hoher Auflage.  Aber da sind wir noch nicht. Auch wenn Flausch sehr beliebt ist, sind Themen rund um Vielfalt, Toleranz und Anderssein ja mancherorts umstritten und nicht so gefällig wie eine Tiergeschichte ganz ohne Rosa-Hellblau-Falle-Bezug. Aber vielleicht wird das ja noch 💪</p><h4><strong>Deshalb FLAUSCH gerne empfehlen und weitererzählen :)</strong></h4><p>In der Zwischenzeit möchten wir Euch auf die Flausch-Shirts von <a href="http://whosaid.de/">whosaid.de</a> aufmerksam machen: Es gibt sie in Kindergrößen und für Erwachsene, sowohl als Shirt, Pulli oder Hoodie auf verschiedenen Untergrundfarben - <em>(dazu gab es vor der Produktion eine Umfrage auf Instagram - rosa, rot und hellblau sind aus Gründen nicht dabei ;)</em></p><h3>Flausch-Kleidung</h3><p>Im <a href="https://www.who-said.de/collections/flausch-kollektion">whosaid-Online-Shop seht Ihr alle Varianten</a>. Nice &gt; mit jedem Kauf geht auch eine ca. 1,-€-Spende (abhängig vom Modell) an den klische*esc e.V. 🎉</p><p><a href="https://www.who-said.de/collections/flausch-kollektion">zu den Shirts</a></p><a href="https://www.who-said.de/collections/flausch-kollektion"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569/uploads/images/kxvhx7d7a2/Flausch-Shirts-Uberblick.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Flausch-Kleidung, diverse Größen" data-link="https://www.who-said.de/collections/flausch-kollektion"/></a><h3>Flausch-Poster:</h3><p>Und wir möchten Euch außerdem das Flausch-Poster empfehlen fürs Kinderzimmer oder Eure Gruppe. Es ist ein zusätzliches Flausch-Motiv, das es im Buch so nicht gibt. Jennifer Coulmann hat es für unseren Verein klische*esc e.V. gestaltet. </p><p>Zusätzlich findet ihr im unteren Bereich zehn Infotexte von Almut, die sich auf das Thema der FLAUSCH-Geschichte beziehen: Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Kindern (oder auch Gegenständen) oft stereotyp zugeschrieben werden - also Tipps, wie man der Rosa-Hellblau-Falle im Alltag entkommen kann.</p><p>Das Poster gibt‘s <a href="https://klischeesc.de/produkt/flausch-poster/">im Online-Shop von klische*esc e.V.</a> </p><p><a href="https://klischeesc.de/produkt/flausch-poster/">zum Poster</a></p><a href="https://klischeesc.de/produkt/flausch-poster/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569/uploads/images/h2y4ttr5tr/Flausch_Posterkachel.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Vorschaubild Poster" data-link="https://klischeesc.de/produkt/flausch-poster/"/></a><h3>Flausch-Projekt mit Kindern</h3><p>Und nicht zuletzt die Einladung, mit Euren Kindern ein FLAUSCH-Projekt durchzuführen. Zum Beispiel als Bilderbuch-Kino - dazu gibt es die  Seiten zum <a href="https://www.carlsen.de/download-doi-type/100717/daycare-pedagogy">Gratis-Download auf der Website des Carlsen-Verlags</a>. Und/oder als Mal- und Bastel-Aktion - bei der jedes Mal sehr flauschige Varianten entstehen, die hier schon große Freude ausgelöst haben! :D</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569/uploads/images/neb5tyytar/Bildschirmfoto_2024-08-06_um_14.43.40.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><a href="https://www.carlsen.de/kita/bilderbuchkino?gad_source=1&amp;gclid=CjwKCAjwk8e1BhALEiwAc8MHiMIWWTySy3XBpTNKYatE0p_qMau38yoTdi2X73u5tqv23GKUKG-ClRoCgRkQAvD_BwE"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569/uploads/images/bwrmbmxgys/Bildschirmfoto_2024-08-06_um_14.34.38.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="" data-link="https://www.carlsen.de/kita/bilderbuchkino?gad_source=1&amp;gclid=CjwKCAjwk8e1BhALEiwAc8MHiMIWWTySy3XBpTNKYatE0p_qMau38yoTdi2X73u5tqv23GKUKG-ClRoCgRkQAvD_BwE"/></a><h3>Wir wünschen Euch alles Gute mit Flausch, </h3><p>bunte Grüße aus der Wort &amp; Klang Küche</p><p>schicken Sascha und Almut</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Im Türrahmen - mit Küchenhocker - freie Sicht zum Herd:</strong></p><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="" data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569/teaser_image/1722949141?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
      <link>https://steady.page/44848847-d3a6-4ea5-8c6e-7fa59c6bf955/posts/93f549de-a08b-42f8-b39e-7d042f1ac569</link>
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      <pubDate>Tue, 27 Aug 2024 05:16:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Alltagssexismus: BOOoooohh!! Ob Ernsthaftigkeit die Leute verschreckt?]]></title>
      <description><![CDATA[Humorlose News zu witzigen Ratschlägen aus der Wort & Klang Küche von Almut]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Kritik in Witz verpacken, damit sie ankommt?</h1><h4><strong>&quot;Du solltest mehr Leichtigkeit einbauen, damit dein Thema die Leute eher erreicht&quot;</strong></h4><p>Dieser Text hat mehrere Anlässe, einer davon ist der Comedyworkshop, an dem ich letztens teilgenommen hatte (- ein herzlicher Dank an Renate Coch aka @comedywerkstatt 💙). Teilgenommen habe ich, weil ich in meinen Vorträgen die Lacher weniger dem Zufall überlassen und genauer wissen möchte, was von dem, was ich sage, als witzig wahrgenommen wird und was nicht. Ich habe dann im Workshop von einer Teilnehmerin die Rückmeldung bekommen, mein Thema käme zu schwer daher, ich müsse das leichter verpacken.</p><p>Ein Ratschlag, der einerseits seine Richtigkeit hat… weil, naja, ist ja jetzt nichts Neues aus der Rhetorik, dass Humor und positive Emotionen die Bereitschaft zum Zuhören und Lernen erhöhen.</p><p>Trotzdem hat mich der Appell erwischt, genervt und verletzt.</p><h4>Erwischt:</h4><p>Ich möchte gehört werden mit meinen Anliegen. Und ich will nicht schwer rüberkommen, sodass Leute sich abwenden. Deshalb habe ich den Workshop gebucht, ich möchte darüber mehr lernen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/937a0817-5412-418c-acff-2c5a04a572fe/uploads/images/audq7dhohi/B816CDF5-BAA5-4E63-8336-665EF1F1A4F8.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4>Genervt:</h4><p>Ja, Sherlock, 🙄 was denkst du, warum ich hier bin?! So sorry, dass ich nicht nach dem ersten Tag schon ne Comedy-Kanone bin. 🤷🏻‍♀️ Und Please! Ich kanns auch nicht mehr hören! Nicht auch noch hier! Denn der eine Satz hat bei mir das ganze Fass der Rückmeldungen aufgemacht, die Feministinnen sich so oft anhören müssen:</p><blockquote><p>&quot;Kein Wunder, dass du keinen abbekommst, so verbissen wie du bist, haha!”</p></blockquote><h4>Verletzt:</h4><p>VERBISSEN?! - ehrlich, ich weiß nicht mal, ob das ihr Begriff war, aber wer will schon ernst, schwer, verbissen, negativ wirken? Ohgott, bloß nicht!</p><p>Also schaun wir mal genauer hin, auf diesen “leichten” Ratschlag:</p><p>&quot;Sexismus? Feminismus? Puuh, ist echt nicht so meins. … Gendermarketing? Sexismus im Kinderzimmer? Ach, das höre ich heute zum ersten Mal. Aber ich hätte dir direkt mal nen Tipp:&quot;</p><blockquote><p>“Du musst das bisschen lockerer rüberbringen!”</p></blockquote><p>&quot;Wenn du was bewirken möchtest, muss du die Leute mit Humor abholen&quot;</p><p>Und ich frage mich,</p><h4>funktioniert das als Tipp auch in anderen Bereichen?</h4><blockquote><p>&quot;Du solltest in deinem Vortrag über Rassismus (Häusliche Gewalt, Kindesmissbrauch, Trump-Vorhaben, … ) mehr Leichtigkeit einbauen, damit dein Thema die Leute eher erreicht!&quot;</p></blockquote><h2>- ist das die Lösung?!</h2><p>Ein Anliegen, das auch oft geäußert wird, speziell wenn wenig Männer im Publikum sitzen:</p><p>&quot;Wir müssen die Männer besser abholen, das Thema Care und Rollenbilder denen leicht machen, damit sie nicht abgeschreckt werden&quot; -</p><p>Abgeschreckt? WTF?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/937a0817-5412-418c-acff-2c5a04a572fe/uploads/images/epuk2ygtfz/6E333A81-1AAF-4E70-B65D-2A23DCA6613F.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Alltagssexismus - BOOoooohhh!!</h2><blockquote><p>&quot;Huch, was hab ich mich erschreckt, nee, zu dem Vortrag geh ich nicht&quot; 🤨</p></blockquote><p>Und ich denke mir:</p><p>Leute! die AfD hat 16% bei den Europawahlen, v.a. auch Jugendliche halten sie für eine &quot;Alternative&quot;, ist das nicht schrecklich? Wie weiter? Da sitzen zunehmend mehr Klimawandelleugner und nationalistische Intoleranzien in Brüssel, wir müssen WAS TUN!!!</p><p>Und warte jetzt auf Ratschläge:</p><p>&quot;Du, wenn du so verbissen über die Rechten schreibst, holst du niemanden ab&quot;</p><p>&quot;Komm, nimm das mit den Europawahlen doch bisschen mit Humor, dann hören die Leute dir auch lieber zu!&quot;</p><blockquote><p>Rassismus - puh, ernstes Thema, lass uns paar Witze einbauen, damit die Rassisten auf deinem Profil was zu lachen haben und dann wählen die bestimmt links.</p></blockquote><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/937a0817-5412-418c-acff-2c5a04a572fe/uploads/images/fhv3ix3cuf/C6307C6B-9871-4192-BFBD-EE9E97D5D8CE.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Niemand will belehrt werden</h2><p>Ja, klar, wir wissen, Menschen wollen sich nicht belehren lassen. Sie wollen selbst denken dürfen, und dazu bekommt man sie, indem man sie vorher emotional ABHOLT. EINSTIMMT. Sie öffnet, für das, was danach an Fakten kommt.</p><p><em>&quot;Geht ein Mann zum Arzt…&quot; </em>- Leute, die AfD will Inklusion, Frauenrechte, Rassismus-Aufklärung, Genderpädagogik, Wahlfreiheit EINSCHRÄNKEN! Ist das nicht schrecklich? …<em> &quot;sagt: Herr Doktor, ich werde immer übersehen… &quot;</em> Also wie erreicht man die Jungen Leute, die rechts wählen? Was hilft? … <em>&quot;sagt der Arzt: Der Nächste bitte!&quot; …</em> und lässt sich das überhaupt noch rumreißen vor den Bundestagswahlen? 😱</p><p>Sorry, ich habe grade wohl meinen Humor verloren.</p><h2>Meine Leichtigkeit macht öfter mal ernsthaft Pause.</h2><p>Und ich pendle zwischen erstaunt und erleichtert über die motivierenden Appelle seit den erschreckenden Europawahl-Ergebnissen: <em>lasst uns nicht aufgeben! Jetzt erstrecht!</em></p><p>Leicht klingt mir das gar nicht. Auch kein Humor dabei in diesem Appell. Und doch kommt die Botschaft an bei mir! DAS GEHT! Ganz schwer und sachlich:</p><blockquote><p>Wir müssen weitermachen mit der Bildungs- und Aufklärungsarbeit! Lassen wir uns nicht deprimiert in die Kissen fallen, sondern schauen, was wir schon geschafft haben:</p></blockquote><p><strong>Seit Beginn des Jahres haben die Blauen an Prozentpunkten verloren! DA GEHT NOCH WAS! Lasst uns mithelfen</strong>!</p><p>&quot;Die Blauen&quot; - geht das hier in diesem Newsletterformat?🤔 hier, wo wir kritisieren, dass Blau ständig als männliches Attribut genutzt wird - ja, sorry, da die Blaue kaum Frauen hat und von mehr Männern als Frauen gewählt wird, passt das wohl. Leider! Nee, lustig ist das nicht. Wie kann Mann nur!?!!!</p><p>⁉️Wie seht ihr das mit dem Humor? Hört ihr nur zu, wenn was leicht daherkommt?</p><p>Ich gehe wohl am besten mal an einer Publikumsbeschimpfung schreiben. Eine lustige soll’s werden. Natürlich 🤷🏻‍♀️</p><p>Und sehe euch in den Kommentaren wieder 👋</p><p>Leicht beschwerte Grüße</p><p>schickt</p><p>Almut</p><hr/><p>Mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für unsere nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Im Türrahmen - mit Küchenhocker - freie Sicht zum Herd:</strong></p><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="" data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Tue, 13 Aug 2024 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der unabhängige Mann… ist ein (medialer) Mythos!]]></title>
      <description><![CDATA[Appelierende News zur Wahlfreiheit aus der Wort&Klang Küche von Almut & Sascha]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Der unabhängige Mann</h1><h3>… ist ein Mythos!</h3><p>Medien verbreiten ihn weiter, und das bei weitem nicht nur durch dystopische Hollywoodfilme, sondern genauso durch Alkohol- oder Sneaker-Werbung, durch binäre Kinderbuchgeschichten oder unlustige Comedynummern und TikTok-Trends.</p><p>Dem Mythos sitzen immernoch zu viele Männer und genauso Frauen auf. Dabei kennen wir alle einen Mann, der nach dem Tod seiner Frau nicht alleine klar kommt. Viele sterben sogar kurz danach. Bei der Mehrzahl steigen die Töchter und Nachbarinnen mit ein und stemmen in einem zweiten Haushalt die MentalLoad, die vorher seine Frau getragen hat! Studien zeigen, dass verheiratete Männer gesünder leben und am glücklichsten sind, wenn sie in einer Paarbezeihung leben (<a href="https://www.mintel.com/press-centre/all-the-single-ladies-61-of-women-in-the-uk-are-happy-to-be-single-compared-to-49-of-men/">während bei Frauen das Glück einzieht, wenn sie alleinlebend und kinderlos sind</a>.)</p><p>Trotzdem haben die wenigsten Männer dieses Wissen verinnerlicht, es gehört nicht zum aktuellen, gesellschaftlichen Bild vom Mann: Niemand ist unabhängig von der Fürsorge anderer! Wir alle brauchen Menschen, die sich um uns kümmern. In den ersten und den letzten Lebensjahren ganz besonders, aber im Grunde fast jeden Tag. Doch im Bild vom unabhängigen Mann steht das Geld im Vordergrund und im Subtext steckt die Angst, sich emotional abhängig zu machen (von einer Frau, natürlich! Schließlich war Eva Schuld…).</p><p>Mein Vorschlag deshalb für eine Botschaft an Söhne:</p><h3>&quot;Werde unabhängig… ”</h3><p>in Haushaltsdingen! Lerne, dass es immer Phasen geben wird, in denen du abhängig sein wirst, von der Fürsorge anderer - auch und grade in einer Partnerschaft. Sorge aber dafür, dass du dich nicht auf der Care-Arbeit und Fürsorge anderer ausruhst, sondern lerne, dich zu kümmern, um dich selbst, und um andere! Das wird dein Leben verlängern&quot;</p><h3>Das Pendant: &quot;Werde finanziell unabhängig!&quot;</h3><p>Die Version, bei der es ums Geld geht, ist angekommen bei Männern. Söhne lernen es vor allem im beruflichen Kontext, hier wird sie nur anders formuliert: “Du muss mal eine Familie versorgen können!” Traurig, wenn Berufswünsche unter diesem Anspruch vergraben werden müssen. Und interessant, dass viele Frauen die explizite Version “werde finanziell unabhängig” vor allem auch von ihren Vätern gehört haben. Weil viele sie inzwischen umsetzen, lässt sich mit Blick auf die letzten Jahrzehnte feststellen: &quot;In Sachen Gleichstellung sind wir heute ja um einiges vorangekommen&quot;. Das stimmt aber eben nur halb!</p><h3>Was ich mir deshalb für die Zukunft wünsche:</h3><p>Männer, die sich rückblickend an den Appell ihrer Eltern erinnern,</p><blockquote><p>Übe dich im Kümmern. Lerne, was Care-Arbeit bedeutet! Lerne, dich selbst zu versorgen! Mach dich nicht abhängig vom Care-Wissen Deiner Partnerin, damit du alleine klar kommst, wenn sie mal nicht da ist - vor allem wenn Ihr Kinder habt, vor allem auch im Alter! Und wenn du Care-Arbeit auslagerst an andere, dann bezahle sie fair!</p></blockquote><p>Diese Botschaft zur Unabhängigkeit fehlte in den letzten Jahrzehnten - sie war weder Anliegen der Gleichstellungspolitik, noch ein Erziehungsziel für Söhne. Die Blickrichtung war: &quot;Frauen in den Beruf!&quot; Und dem fehlt bis heute an noch sehr vielen Stellen das Pendant: Männer in Care!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7af8299f-4e18-4650-9f13-963de1c364ca/uploads/images/jt6jnlq5ek/64184EB7-526F-4D54-BD85-5440BD809042.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto ©<a href="https://unsplash.com/de/fotos/zwei-plateaus-in-der-ferne-von-anderen-plateaus-rguHxZmOF5U?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Cayetano Gil via unsplash</a></p><hr/><p>mitmachen</p><h3>Herzblut braucht Unterstützung:</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Wenn Du wichtig und interessant findest, worüber wir schreiben, Du etwas mitnehmen kannst in Deinen bunten Alltag, dann freuen wir uns, wenn Du unsere Arbeit unterstützt. Du ermöglichst damit die Fortsetzung der Newsletter und die Recherche für einen unserer nächsten Texte. - Danke!</mark></em></p><p><a href="https://steady.page/de/almut-und-sascha/about">Küchen-Mitglied werden</a></p><p><strong>Im Türrahmen - mit Küchenhocker - freie Sicht zum Herd:</strong></p><a href="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/832ae124-ca93-4e41-a4a4-cb16a1ef09d5/uploads/images/qbfwrdljrs/Bildschirmfoto_2024-04-27_um_22.59.11.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="" data-link="https://steadyhq.com/de/almut-und-sascha/about"/></a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/34c9f2b8-a616-4e65-a1be-e07b27058049/uploads/images/rxumvtuy7v/17934048-7A0C-4136-9B42-1A231CFE305B.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bücher aus der Wort &amp; Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan</em></p><hr aria-hidden="true"/><h4></h4><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Wed, 31 Jul 2024 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kopf schräg, Gestik zu klein, Stimme zu hoch? Rhetorik und Gender.]]></title>
      <description><![CDATA[News aus der rhetorischen Wahrnehmungsschule und Wort & Klang Küche von Almut Schnerring]]></description>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Tue, 16 Jul 2024 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[MicroFeminismus - kleine, empowernde Alltagsmoves gegen die Ohnmacht]]></title>
      <description><![CDATA[Subversive News zur Wahlfreiheit aus der Wort & Klang Küche von Almut und Sascha]]></description>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Thu, 27 Jun 2024 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[“Es steht im Gesetz!” - gendersensible Pädagogik in Kita und Schule]]></title>
      <description><![CDATA[Argumente und News zur Wahlfreiheit aus der Wort & Klang Küche von Almut Schnerring und Sascha Verlan]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Tue, 11 Jun 2024 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Soll ich meinem Sohn seinen Bagger jetzt etwa verbieten oder was?]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zur Wahlfreiheit aus der Wort & Klang Küche von Almut und Sascha. ]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 24 May 2024 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Muttertags-Rant + Gutschein über 1x Abstauben für MarketingAbteilungen]]></title>
      <description><![CDATA[Die News zur Wahlfreiheit aus der Wort & Klang Küche von Almut und Sascha]]></description>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Sun, 12 May 2024 04:30:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Spitzer Bauch? Pickel? Gurkenliebe? … - Oh, sag! Was wird es denn? ]]></title>
      <description><![CDATA[Was bringt uns die Antwort? Was sagt sie über das Kind? Denn eigentlich wissen wir danach immer noch nichts. Und was, wenn Klischees die Wissenslücke füllen?]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Tue, 07 May 2024 15:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie geht's dir in unsrer Küche und wovon möchtest du mehr?]]></title>
      <description><![CDATA[Kleine Umfrage, bitte bring deine Stimme mit ein, damit wir das Menu der Wort & Klang Küche anpassen und Themen aufgreifen, die dich wirklich interessieren.]]></description>
      <category><![CDATA[Küchen-Post]]></category>
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      <pubDate>Sun, 28 Apr 2024 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Vom Herzschlag der Mutter und warum der CareGap natürlich sei.]]></title>
      <description><![CDATA[Willkommen in der #RosaHellblauFalle, dem Ort, an dem gern mit biologistischen Argumenten hantiert wird ;)]]></description>
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      <pubDate>Tue, 23 Apr 2024 08:15:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Arbeit, Grundeinkommen und Care? Ein Sonntagsgruß]]></title>
      <description><![CDATA[Was würdest du arbeiten, wenn du nicht arbeiten müsstest?]]></description>
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      <pubDate>Sun, 14 Apr 2024 10:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Warum uns der feministische DreamGap-Spot nicht überzeugt]]></title>
      <description><![CDATA[Ausgerechnet Mattel schwingt sich auf, mit großen Kinderaugen Geschlechterstereotype in Frage zu stellen und investiert 🤑in Marketing. Hauptsache Barbie verkauft sich.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 29 Mar 2024 16:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über pinke Socken und Fußballtrikots. Brief an eine Schulärztin]]></title>
      <description><![CDATA["Mama, ich soll dir von der Schulärztin ausrichten, dass ich kein Mädchen bin!" - Eine Antwort aus der RosaHellblauFalle.]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sun, 17 Mar 2024 19:01:31 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Das war schon immer so"]]></title>
      <description><![CDATA[Zum Gewöhnungseffekt und der Normalisierung sexistischer Rollenbilder. ]]></description>
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      <pubDate>Fri, 08 Mar 2024 06:30:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Vorfreude auf den Do, 29. Februar - der unsichtbare Tag]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe 2016 einen Anlass geschaffen, an dem sich nächste Wochea am Schalttag, Donnerstag, 29.2., tausende Menschen zusammenschließen werden. Kommt mit, bitte:]]></description>
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      <pubDate>Sun, 25 Feb 2024 13:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was die AfD mit deinem Alltag und deiner Familie  zu tun hat]]></title>
      <description><![CDATA[Und warum dich die nächsten Wahlen betreffen.]]></description>
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      <pubDate>Tue, 20 Feb 2024 05:31:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[365 Tage plus ein #geschenkterTag]]></title>
      <description><![CDATA[Was haben wir alle davon, wenn wir am 29. Februar (erwerbs-)arbeiten? Eine Entlohnung ist für diesen zusätzlichen Arbeitstag nämlich nicht vorgesehen.  Wie wäre es, wenn…]]></description>
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      <pubDate>Tue, 06 Feb 2024 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[LÄDEN MIT GRÄBEN  - Über ein Gesetz, das Wahlfreiheit unterstützt]]></title>
      <description><![CDATA[Über ein neues Gesetz in Kalifornien und Reaktionen darauf. Über die Anfänge des Gendermarketing und seine gute Ausgangsidee. Willkommen bei Saschas und Almuts Newsletter]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer beschenkt die (Schwieger)Eltern & bei wem steigt der GenderSpülGap]]></title>
      <description><![CDATA[Die Feiertage - ein prima Zeitpunkt mal durch die Gender-Brille in die Küche und ins Weihnachts-Glitzer zu schauen. Und es ist zugleich der denkbar ungeeignetste Anlass!]]></description>
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      <pubDate>Sat, 23 Dec 2023 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Von unrühmlich bis famos … 7 Goldene Zaunpfähle gegen Gendermarketing ]]></title>
      <description><![CDATA[Politiker*innen schließen sich in Bündnissen gegen Sexismus zusammen, während Unternehmen freie Hand haben, limitierende Rollenbilder zu reproduzieren. #FindedenFehler]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 09 Dec 2023 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Care & Gerechtigkeit - Vorstellung der Kampagne #GeschenkterTag]]></title>
      <description><![CDATA[Die faire Verteilung der Sorgearbeit ist die Grundvoraussetzung für eine gerechte Gesellschaft. Beitrag von Almut Schnerring und Sascha Verlan.]]></description>
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      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das Ende der GenderRevealParty-Tradition]]></title>
      <description><![CDATA[Hiermit läute ich das Ende dieser jungen Tradition ein, noch bevor sie sich überall als solche verfestigt, denn sie ist folgenschwer, nicht nur für die Eingeladenen.]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sun, 26 Nov 2023 12:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bücher für Jungs, Kaugummis für Türken?]]></title>
      <description><![CDATA[„Sitzen in Ihrem Auto übergewichtige Kinder?“, Gehörlose? Blauäugige? Homosexuelle? - Damit die eine Gruppe ein anderes Spielzeug bekommt als die andere? Geht gar nicht! ]]></description>
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      <pubDate>Sat, 21 Oct 2023 03:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sieben Goldene Zaunpfähle für absurdes Gendermarketing ]]></title>
      <description><![CDATA[Es geht wieder los! 🎉 Der Goldene Zaunpfahl geht in sein 7.Jahr! Sei dabei, wenn wir absurdes Gendermarketing küren und über die Hintergründe aufklären.]]></description>
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      <pubDate>Sat, 07 Oct 2023 03:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Einordnung des ominösen Begriffs der "Frühsexualisierung"]]></title>
      <description><![CDATA[Er ist zum Kampfbegriff von Rechtspopulisten geworden, die sexistische Werbung lustig finden während sie Wahlfreiheit ablehnen.]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 22 Sep 2023 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Elterntagebücher - gestern und heute]]></title>
      <description><![CDATA["Jetzt! Festhalten! Es ist so schön gerade. Alle sitzen am Tisch, die Kinder erzählen, keins beschwert sich übers Essen, es ist lustig bei uns.…- wer will das lesen?"]]></description>
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      <pubDate>Fri, 08 Sep 2023 12:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mal Hand aufs Herz!]]></title>
      <description><![CDATA[Sind für Sie wirklich alle Menschen gleich? Oder legen Sie nicht doch Wert auf ein akademisches Umfeld bei der Kinderbetreuung und der richtigen Schule? Lotsen Sie Ihren]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 25 Aug 2023 12:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schulstart geschlechtergetrennt]]></title>
      <description><![CDATA[Über binäre Rollenbilder in Schulbüchern und enge Zuschreibungen im Schulalltag.]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 11 Aug 2023 16:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Na, du Hübsche?!]]></title>
      <description><![CDATA[Mädchen bekommen häufiger Komplimente für ihr Aussehen, Jungen häufiger für das, was sie tun. Warum das ein Problem ist, und wie man ihm entkommt.]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 28 Jul 2023 09:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Also wir behandeln unsere Kinder gleich!" - eh… Nein.]]></title>
      <description><![CDATA[Aus dem Bullshitbingo der #RosaHellblauFalle - Sammlung der häufigsten Reaktionen auf die Kritik an engen Rollenbildern. Hier unsere Antwort zum Weiterreichen :)]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 14 Jul 2023 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die RosaHellblauFalle aus der Sicht von Kindern: #ichgebeab]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Text, der 2017 auf dem Rosa-Hellblau-Falle-Blog online ging. Es ist ein Rückblick auf erste #RosaHellblauFalle-Vorträge und wie schief das zu Beginn lief :D]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Tue, 27 Jun 2023 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[RosaHellblauFalle auf Seite Eins]]></title>
      <description><![CDATA[Was der Fachkräftemangel mit der #RosaHellblauFalle zu tun hat. Die Kurzfassung. Wir haben es auf Seite Eins der Printversion der Süddeutschen Zeitung geschafft …]]></description>
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      <pubDate>Sat, 17 Jun 2023 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bunt-Baiting]]></title>
      <description><![CDATA[Oberflächliche Vielfalt im binären Marketing - Beeeesch ist in und gilt mancherort neben Rosa und Blau sogar als woke Unisex-Option. Aber seit wann wünschen sich Kinder…]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Tue, 06 Jun 2023 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Flausch räumt mit Schubladendenken auf]]></title>
      <description><![CDATA[Flausch erscheint am 29. Juni 2023 und kann jetzt schon vorbestellt werden. Hier nur ein winzig kleiner Ausschnitt: die ersten Zeilen der Geschichte.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 02 Jun 2023 15:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Süße Puppenmuttis und wilde Ingenieure]]></title>
      <description><![CDATA[Wie sich die Reproduktion von Rollenklischees durchbrechen lässt. (Auszug aus politische ökologie 172 * 01 )]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 20 May 2023 07:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Lesefluss vs. Ausgrenzung]]></title>
      <description><![CDATA["Gibts nichts Wichtigeres, als das Thema Gendern?" das wurden in den letzten Jahren jene, die sich für eine geschlechtersensible, inkludierende Sprache einsetzen, ohne…]]></description>
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      <pubDate>Fri, 28 Apr 2023 00:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Aber in der Steinzeit…"]]></title>
      <description><![CDATA["Das war schon immer so: Männer gehen zur Jagd, Frauen kümmern sich um die Höhle." (Antwort aus dem Bullshitbingo der #RosaHellblauFalle - Sammlung der häufigsten…]]></description>
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      <pubDate>Fri, 21 Apr 2023 15:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich hab' Rücken. ]]></title>
      <description><![CDATA[Über Rücksichtslosigkeit, Rückenschmerzen und Rückhalt. Link & Text zu unserem aktuellen Radio-Feature für den Deutschlandfunk.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 14 Apr 2023 00:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Du bist toll und richtig, so, wie du bist!"]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn ich eine Sache ändern könnte im Miteinander, im Aufwachsen meiner Kinder vor vielen Jahren, es wäre dieser Satz. ]]></description>
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      <pubDate>Fri, 07 Apr 2023 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ein Rock für Deinen Sohn?]]></title>
      <description><![CDATA[Rock, Puppe, Eisenbahn, Spielküche … Welche Dinge schenkst du Deinem Kind ungefragt? Und welche muss es sich erst mehrfach wünschen?]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 25 Mar 2023 00:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Im Kleid in die Kita - unvergessen der Tag…]]></title>
      <description><![CDATA[… an dem unser Sohn im Kleid in die Kita wollte. Es war acht Uhr morgens, wir einen Tag voller Termine vor uns und plötzlich stand die Zeit still. ]]></description>
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      <pubDate>Fri, 10 Mar 2023 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Rückblick auf die Spielwarenmesse - EqualCare beginnt im Kinderzimmer]]></title>
      <description><![CDATA[Beige und Matt ist Mode, farbenfroh ist keine Selbstverständlichkeit. Am wenigsten in den Hallen "Puppen & Plüsch" und "Baby & Kleinkindartikel". Rosa-Blaue Eindrücke…]]></description>
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      <pubDate>Fri, 10 Feb 2023 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der Umarmungs-Bias]]></title>
      <description><![CDATA[Bitte diese kurze Filmszene in Ruhe anschauen, dann erst weiterlesen :) ]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 14 Jan 2023 22:27:13 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unbewusstes Schubladendenken]]></title>
      <description><![CDATA[Übung zur Selbstreflexion über unbewusstes Vorannahmen und binäre Erwartungen im eigenen Handeln.]]></description>
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      <pubDate>Sat, 26 Nov 2022 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich sorge, also bin ich.]]></title>
      <description><![CDATA[Care-Biographien fördern und wertschätzen, für alle Geschlechter von Sascha Verlan Vor ein paar Jahren kam ich mit der Mutter einer Schulfreundin von K3 ins Gespräch:…]]></description>
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      <pubDate>Sat, 12 Nov 2022 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ist Mathe blau?]]></title>
      <description><![CDATA[Kinder aufgrund von Geschlecht zu sortieren - es ist so praktisch. Und in den Folgen unterschätzt. Fatal, wie verbreitet es trotzdem noch ist - auch in der Schule:]]></description>
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      <pubDate>Sun, 30 Oct 2022 09:27:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wahrnehmungsschule]]></title>
      <description><![CDATA[Wen wollen wir verantwortlich machen, wenn wir eine wichtige Botschaft nicht erkannt haben, nicht hören wollten, obwohl jemand extra auf eine Bühne gegangen ist, um…]]></description>
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      <pubDate>Tue, 18 Oct 2022 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gendermarketing entdeckt? Mail-Textvorschlag an das Unternehmen]]></title>
      <description><![CDATA[Wir informieren, klären auf und treten mit Firmen in den Dialog zu den Folgen stereotyper Werbebotschaften. Aber gemeinsam können wir mehr erreichen! Hier unsre Einladung]]></description>
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      <pubDate>Tue, 04 Oct 2022 15:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Du Määäädchen!]]></title>
      <description><![CDATA[Es ist leider kein Zufall, dass ähnliche Szenen in ihrer Umkehrung mit dem Wort "Junge!"…]]></description>
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      <pubDate>Fri, 16 Sep 2022 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Höhlen sind ja eher was für Mädchen" ]]></title>
      <description><![CDATA[Dieser Text ist ein Fundstück von unserer Backup-Festplatte. Er hat es nicht ins Buch ('Die Rosa-Hellblau-Falle') geschafft, weil…🙈]]></description>
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      <pubDate>Fri, 09 Sep 2022 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Ich habe Rücken"]]></title>
      <description><![CDATA[Blick hinter die Kulissen von Wort & Klang - Unser nächstes Radiofeature für den Deutschlandfunk ist im Entstehen. ]]></description>
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      <pubDate>Fri, 26 Aug 2022 04:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Woche der offnen Tür - verschoben auf 22.8.ff]]></title>
      <description><![CDATA[Wegen Krankheit müssen wir unsere Ausstellung in Bonn leider um eine Woche verschieben. 22.-27. August, hoffentlich sehen wir uns trotzdem dort?]]></description>
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      <pubDate>Sun, 14 Aug 2022 11:29:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Einladung in die Wahlfreiheit im Bonn-Beueler Stadtzentrum]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Freund*innen der Wort & Klang Küche, liebe Unterstützer*innen der Rosa-Hellblau-Falle, liebe Gleichgesinnte in Sachen 'Equal Care…]]></description>
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      <pubDate>Fri, 05 Aug 2022 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Stadt-Land-Frau - Zur Unsichtbarkeit von Frauen]]></title>
      <description><![CDATA[Aristoteles, Bach & Caesar vs. Adèle, Beoncé & Cher. Stadt-Land-Fluss zeigt,wie einseitig die Rollen besetzt sind, die Frauen zugewiesen werden (Mit Übung zum Ausdrucken)]]></description>
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      <pubDate>Fri, 29 Jul 2022 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ernährung, Umwelt und die #RosaHellblauFalle]]></title>
      <description><![CDATA[Sie ist es, die sich ums Waschen kümmert, ums Einkaufen, Kochen, die Kleidung… und damit auch um den Planeten. - Vortragsmitbringsel aus Ravensburg.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 15 Jul 2022 14:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle]]></title>
      <description><![CDATA[Fünf Tipps, um Kindern Wahlfreiheit zu ermöglichen jenseits von stereotypen Rollenvorbildern.]]></description>
      <category><![CDATA[Rosa-Hellblau-Falle]]></category>
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      <pubDate>Fri, 01 Jul 2022 15:46:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Platt und gebügelt]]></title>
      <description><![CDATA[Die Austauschschülerin (16J) hat Kleider dabei, die nach Bügeleisen schreien. Dabei hat sie noch nie selbst eine Waschmaschine gestartet. Als bekennende Nichtbüglerin…]]></description>
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      <pubDate>Fri, 17 Jun 2022 15:15:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was Firmen (nicht) antworten, wenn wir Gendermarketing kritisieren.]]></title>
      <description><![CDATA[Wir wünschen uns mehr Aufrichtigkeit und Selbstreflexion von Unternehmen im Umgang mit Kritik von Außen anstatt eines reflexhaften Abwehrens in Palmström-Manier.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 10 Jun 2022 15:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Top Gun Teil 2 nach 35 Jahren]]></title>
      <description><![CDATA[Monolog mit K2 über die Altersspanne bei Filmpaaren, Ageism und die Sprachlosigkeit der Frauen]]></description>
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      <pubDate>Mon, 30 May 2022 21:54:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bemuttern - Antrag auf Neudefinition]]></title>
      <description><![CDATA[Anlässlich des Muttertages 2022 beantrage ich eine Neudefinition des Wortes "bemuttern"]]></description>
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      <pubDate>Sun, 08 May 2022 04:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wander-Bingo zwischen Kirchturm und Regenwurm]]></title>
      <description><![CDATA[BilderBingo zum Ausdrucken fürs Spazier-Wandern mit kleinen Kindern: "Hey, hier liegt ein Regenwurm, der hat keine Wimpern, zählt der trotzdem?" "]]></description>
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      <pubDate>Mon, 18 Apr 2022 17:24:34 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das gesunde Selbstvertrauen - Was ist zu wenig, wo beginnt zu viel?]]></title>
      <description><![CDATA[Essai zur Frage, ob Zweifel an der eigenen Leistung, Zweifel am Ich, mehr Zögern vor dem Sprechen nicht wertvolle Eigenschaften sind angesichts der aktuellen Weltlage.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 25 Mar 2022 22:03:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Care-Arbeit ist Friedensarbeit]]></title>
      <description><![CDATA[- Almut Schnerring (aus der Eröffnung des Equal Care Day, 01. 03. 2022) ]]></description>
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      <pubDate>Sun, 06 Mar 2022 21:08:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Streit & Witze zur Handtaschen-Symbolik]]></title>
      <description><![CDATA["Die Handtasche…" von gestern hat bei Euch viele Anekdoten, Feedback, Antworten und Fragen ausgelöst und leider auch Streit. Deshalb möchte ich noch etwas ergänzen …]]></description>
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      <pubDate>Sun, 06 Mar 2022 15:18:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Handtasche - Symbol der Unfairverteilung der Mental Load.]]></title>
      <description><![CDATA[Sehr viele Frauen tragen eine Menge an vorausschauender Rücksichtnahme durch ihren Alltag: Taschentücher, Kopfschmerztabletten, …]]></description>
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      <pubDate>Sat, 05 Mar 2022 17:08:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[In einer Woche ist es soweit!]]></title>
      <description><![CDATA[Kurzes Innehalten vor dem 1. März]]></description>
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      <pubDate>Tue, 22 Feb 2022 17:36:10 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zur (Care-)Lücke in männlichen Biographien]]></title>
      <description><![CDATA[Zum allmale-Panel der Munic Security Conference und dem Skandal, dass ganze Gesellschaftsgruppen den Wert der Sorgearbeit ignorieren.]]></description>
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      <pubDate>Sun, 20 Feb 2022 20:06:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[SORGESTREIK - careversive Dichtung 03 ]]></title>
      <description><![CDATA[von Sascha Verlan]]></description>
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      <pubDate>Sun, 06 Feb 2022 22:58:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hat mir auch nicht geschadet.]]></title>
      <description><![CDATA[Der Einwand "Ich habe früher ja auch…" oder gar "Hat mir auch nicht geschadet…" ist verbreitet in der Diskussion über klischeehaftes Spielzeug.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:51:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[careversive Dichtung - 02 - Inventur II ]]></title>
      <description><![CDATA[Inventur II  (nach Günter Eich) von Sascha Verlan - Dies ist meine Schürze, dies der Thermomix, hier meine Küche nur Hightech aus Stahl. Und …]]></description>
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      <pubDate>Sun, 23 Jan 2022 21:51:18 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gedankensprung]]></title>
      <description><![CDATA[Audioschnipsel zur Mental Load, auf das wir beim Backup gestoßen sind. Zum Zeitpunkt der Produktion war uns 'Mental Load' noch gar kein Begriff, und doch…]]></description>
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      <pubDate>Sun, 16 Jan 2022 15:27:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Von "Jungsbüchern" und "Mädchenschulen"]]></title>
      <description><![CDATA["Jungenspezifische Literaturauswahl" wirbt eine Schule für ihr pädagogisches Konzept - werden hier womöglich Aristoteles, Goethe, Brecht & Co gelesen?]]></description>
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      <pubDate>Mon, 10 Jan 2022 17:45:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was ist Arbeit?]]></title>
      <description><![CDATA[Über den Wert der Care-, Sorge- und Versorgungsarbeit.]]></description>
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      <pubDate>Sun, 02 Jan 2022 16:22:06 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Über Röcke und Hosen - Faktensammlung und Zitate.]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn ich mir versuche vorzustellen, wie es sein kann, dass noch meine Urgroßmutter keine Hosen tragen durfte… ]]></description>
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      <pubDate>Sat, 01 Jan 2022 16:52:30 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Emotional Load.]]></title>
      <description><![CDATA[Wie ging es euch damit während der Feiertage?  Wer hat sich mit darum gekümmert, dass die Stimmung nicht kippt, als ein Streit in der Luft lag? Wer hat die eigenen…]]></description>
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      <pubDate>Sat, 01 Jan 2022 16:31:17 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[careversive Dichtung - 01 - Die Pflegekraft]]></title>
      <description><![CDATA[Die Pflegekraft (nach Rainer Maria Rilke) von Sascha Verlan. -  Ihr Blick ist vom Vorübergehn an Betten  so müd geworden, dass er nichts mehr hält…]]></description>
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      <pubDate>Sat, 01 Jan 2022 16:05:16 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Monster-Content]]></title>
      <description><![CDATA[Immer dieselben Einwände, die uns entgegengebracht werden nach Vorträgen oder Texten zur Rosa-Hellblau-Falle®, haben zu den esten Monster-Cartoons geführt…]]></description>
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      <pubDate>Sat, 01 Jan 2022 15:36:23 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Erstes Hallo aus der Wort & Klang Küche!]]></title>
      <description><![CDATA[Jetzt sind wir hier. Hoffnungsvoll und neugierig. Mit einem ersten Post auf dieser unsrer neuen Steady-Seite.  👋 Bitte tritt ein! ]]></description>
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      <pubDate>Fri, 31 Dec 2021 20:14:42 +0000</pubDate>
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