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    <title>Barbara Vorsamer</title>
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    <description>Persönliches. Politisches. Psychisches. </description>
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      <title>Barbara Vorsamer</title>
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    <item>
      <title><![CDATA[Und welcher Bindungstyp bist du?]]></title>
      <description><![CDATA[Amir Levine hat ein Buch über die vier Bindungsstile in Partnerschaften geschrieben. Heute sagt er: Sichere Bindung kann jeder erleben.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Welcher Bindungstyp bist du?</h1><p>Hallo,</p><p>vielleicht hast du schon mal was über Bindungsstile gehört. Und vermutlich ging es dann um (Klein)Kinder und um deren Erziehung.</p><p>Doch der individuelle Bindungsstil spielt auch in romantischen Beziehungen eine große Rolle. Diese Erkenntnis machte Psychiater Amir Levine vor 15 Jahren in seinem Bestseller &quot;Attached&quot; populär.</p><p>So populär, dass man im Netz mittlerweile per Schnelltest herausfinden kann, welchen Bindungsstil das aktuelle Bumble-Date hat. Denn wer will schon in einer &quot;anxious-avoidant-trap&quot; landen?</p><p>Von dieser Vereinfachung hält Levine wenig, der ungeheure Erfolg des Buches war ihm zwischenzeitlich sogar peinlich. &quot;Ein Selbsthilferatgeber kann einem in der akademischen Welt den Ruf ruinieren&quot;, sagte er mir am Telefon.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Trotzdem hat er nun noch einen geschrieben. In &quot;Secure&quot; geht es darum, wie Menschen Sicherheit in all ihren Beziehungen erfahren können, nicht nur in romantischen oder verwandtschaftlichen. Dafür ist es seiner Meinung nach auch egal, welcher Beziehungstyp man ist. Wichtiger dafür sind die SIMIs. <em>Seemingly insignificant minor interactions</em>, also scheinbar unwichtige Alltagskontakte.</p><p>Das ganze Interview kannst du unten lesen. Mein Lieblingszitat daraus ist dieses hier:</p><blockquote><p>Die Erzählung, dass eine klare Kommunikation der persönlichen &quot;boundaries&quot; das Rezept für eine glückliche Beziehung sei, halte ich für schlimme Pop-Psychologie. Menschen sind keine Grundstücke mit festen Grenzen, die man nur einmal an der richtigen Stelle ziehen muss. Soziale Verbindungen sind eher wie ein Tanz, in dem man sich mal näherkommt und dann wieder entfernt und in dem man auch wechselweise Verantwortung füreinander übernimmt.</p></blockquote><p>Einen Schnelltest, um den eigenen Bindungstyp zu erkennen, gibt es all seiner Kritik an Pop-Psychologie zum Trotz auch auf Levines eigener Seite. Ich habe ihn natürlich gemacht. Was glaubst du, dass rauskam? Und was denkst du über das ganze Konzept? <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Schreib mir gern, wenn du magst.</a></p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p>🙏Ich nehme mir für jede Ausgabe von &quot;Innen &amp; Außen&quot; einige Stunden Zeit. Um mir das weiter zu ermöglichen, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">werde doch Mitglied</a>.</p><p>🗣️ Falls du jemanden kennst, der diesen Newsletter mögen könnte - <a href="mailto:?subject=Lesetipp%3A%20Newsletter%20%E2%80%9EInnen%20%26%20Au%C3%9Fen%E2%80%9C&amp;body=Hallo%2C%0A%0Aich%20lese%20seit%20einiger%20Zeit%20den%20Newsletter%20%E2%80%9EInnen%20%26%20Au%C3%9Fen%E2%80%9C%2C%20in%20dem%20Barbara%20Vorsamer%20%C3%BCber%20Pers%C3%B6nliches%2C%20Politisches%2C%20Psychisches%20schreibt.%0AIch%20glaube%2C%20das%20w%C3%A4re%20auch%20etwas%20f%C3%BCr%20dich%3A%0A%0A%F0%9F%91%89%20https%3A%2F%2Fsteady.page%2Fde%2Fbarbara-vorsamer%2Fnewsletter%2Fsign_up%0A%0AViele%20Gr%C3%BC%C3%9Fe%22">empfiehl ihn weiter</a>.</p><p>🗳️Das <em>Medium Magazin</em> sucht gerade die Journalistinnen und Journalisten des Jahres. <a href="https://mediummagazin.de/news/beitrag/1420-wer-sind-die-journalistinnen-und-journalisten-des-jahres-2026.html">Vorschläge einreichen darf jeder.</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>Dieses Interview mit Amir Levine erschien zuerst am 24.5.2026 im <a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/beziehung-welcher-bindungstyp-sie-sind-und-was-das-fuer-die-liebe-bedeutet-a-25f0b5f1-f6a0-4029-a524-7677016c35cb">LOVELETTER von Spiegel Online</a>.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7aa7efe0-ef98-4e12-b1f4-923cc0f656d3/uploads/images/s635f5rb25/henry-lai-oMAxE7Fr5Qc-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Henry Lai/Unsplash</figcaption></figure><p><strong>Herr Levine, vor 16 Jahren haben Sie den Weltbestseller »Attached« geschrieben und damit die Idee der verschiedenen Bindungsstile in romantischen Beziehungen auch Laien bekannt gemacht. In einem amerikanischen Magazin las ich nun: Der Erfolg war Ihnen peinlich. Wieso das?</strong></p><p><strong>Levine:</strong> Ich bin Neurowissenschaftler und Psychiater, arbeitete im Labor, in der Klinik und mit Patienten. So ein populärer Selbsthilferatgeber kann einem in der akademischen Welt den Ruf ruinieren.</p><p><strong>Warum haben Sie ihn geschrieben?</strong></p><p>Die Idee kam mir, als ich während meiner Facharztausbildung in einer therapeutischen Einrichtung für traumatisierte Mütter arbeitete. Wir unterstützten sie dabei, eine sichere Bindung zu ihren Kindern aufzubauen, so kam ich in Kontakt mit der von Psychiater John Bowlby und Mary Ainsworth entwickelten Bindungstheorie. Zur gleichen Zeit litt ich unter der Trennung von meiner damaligen Partnerin und bekam den Eindruck: Auch bei Erwachsenen erklärt der individuelle Bindungsstil so viel.</p><p><strong>Für alle, die es noch nicht kennen: Können Sie das Konzept kurz erklären?</strong></p><p>Ich unterscheide vier Bindungsstile: ängstlich, vermeidend, sicher und ängstlich-vermeidend – je nachdem, wie wichtig jemandem Intimität und Nähe ist und wie empfindlich man auf vermeintliche Bedrohungen dieser Nähe reagiert. Der ängstliche Typ braucht viel Bestätigung und fürchtet um die Beziehung, sobald zu viel Abstand entsteht. Für den vermeidenden Typ ist es umgekehrt, er schätzt seine Eigenständigkeit und fühlt sich in einer engen Partnerschaft schnell erdrückt. Der sichere Typ kann mit beidem umgehen: Er mag Nähe, bekommt aber nicht sofort Panik, wenn der Partner sich mal nicht meldet. Wer ängstlich und vermeidend ist, verhält sich in Beziehungen oft widersprüchlich. Erst will man ganz viel Intimität, dann hält man sie nicht aus.</p><p><strong>Ängstlich-vermeidend klingt nicht so gut. Wahrscheinlich sollte man versuchen, einen sicheren Partner abzubekommen, oder?</strong></p><p>Ich halte nicht viel von einer Rangfolge. Cindy Hazan und Phillip Shaver haben in den Achtzigerjahren Bowlbys Theorie auf romantische Beziehungen übertragen und kommen in ihrer Forschung zu dem Ergebnis, dass sichere Menschen am längsten zusammenbleiben. Das bedeutet aber nicht, dass sie am glücklichsten sind. Ängstlich-vermeidend ist der seltenste Bindungstyp, nur etwa zwei bis drei Prozent der Menschen gehören in diese Gruppe. Manche Therapeuten gehen von einem Zusammenhang mit traumatischen Ereignissen aus. Ich denke aber, dass kein Bindungsstil krankhaft ist.</p><p><strong>Sondern?</strong></p><p>Entweder funktioniert das eigene Bindungsverhalten in den Beziehungen, die man führen möchte, oder es tut es nicht. Dann muss man darüber nachdenken, wie man das verbessern kann. Dafür ist es sinnvoller, den eigenen Bindungsstil zu verstehen, anstatt die ganze Zeit gegen die eigene Biologie zu arbeiten.</p><p><strong>Biologie? Ich dachte, der Bindungsstil ist die Folge frühkindlicher Erfahrungen?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/7aa7efe0-ef98-4e12-b1f4-923cc0f656d3">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 30 Oct 2026 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ist die bindungsorientierte Erziehung zu weit gegangen?]]></title>
      <description><![CDATA[Kinder in ihren Bedürfnissen und Gefühlen wahrnehmen statt "Wenn, dann" zu sagen, erschien mir 2015 als revolutionär. Und heute? Eine persönliche Bilanz.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>letzte Woche erlebte ich in der U-Bahn einen etwa Fünfjährigen, der einer Mitfahrenden in den Rucksack biss und einer anderen in die Haare fasste. Seiner Betreuungsperson fiel außer &quot;hör auf, sonst kriegst du zu Hause dein neues Lego nicht&quot; nichts ein. Dieser Satz brachte den Jungen nur dazu, das Lego sofort aus der Packung zu ziehen.</p><p>Spontaner Gedanke: Also, das mit dieser bindungsorientierten Erziehung ist echt zu weit gegangen!</p><p>Eine Woche später sehe ich das anders.</p><p>An der bindungsorientierten Erziehung arbeiten sich zur Zeit viele ab, zum Beispiel die ehemalige Präsidentin des Deutschen Jugendinstituts Sabine Walper, <a href="https://www.spiegel.de/familie/bindungsorientierte-erziehung-diese-intensive-elternschaft-schadet-den-erwachsenen-a-de37c4a9-f4b2-4ee0-89fb-832f768bdd2b">mit der ich diese Woche für den <em>Spiegel </em>sprach</a>. Oder die Content Creatorin Marlies Johanna Heckner, <a href="https://www.zeit.de/familie/2025-08/permissive-erziehung-kinder-eltern-emotionen">die vor einem Jahr in der <em>Zeit </em>verkündete</a>, nicht länger so erziehen zu wollen.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Meine eigene Mutterschaft hat nichts so sehr geprägt wie <strong>der gesellschaftliche Schwenk hin zur bindungs- oder bedürfnisorientierten Erziehung.</strong> Anfang der 2010er Jahre kamen diese Konzepte mit Hilfe von <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/familie-und-partnerschaft-mehr-als-ein-familientreffen-1.3971647">Elternblogs</a> in Deutschland an. Zu dieser Zeit brachte ich mein erstes Kind zur Welt.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Für alle, denen die Begriffe fremd sind:</p><p><strong>Behavioristisch </strong>erziehen heißt: belohnen, bestrafen, logische Konsequenzen, Wenn-Dann-Sätze. Aus einem unfertigen Kind soll ein vernünftiger Mensch werden. Viele heute Erwachsene (auch ich) sind ungefähr so erzogen worden, die Vorgehensweise galt lange als Goldstandard.</p><p>Wer hingegen <strong>bindungs- oder bedürfnisorientiert</strong> (oft mit BO abgekürzt) erzieht, geht davon aus, dass Eltern ihre Kinder feinfühlig begleiten und deren Bedürfnisse wahrnehmen müssen. Machen sie das richtig, funktioniert alles andere von selbst, so klang es manchmal. Bei mir war das nicht der Fall.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ich bin die ersten Jahre meiner Mutterschaft zwischen beiden Polen hin- und hergeschwankt, schrie oft &quot;Wenn du nicht… , dann aber… &quot;, begleitete noch öfter zugewandt Gefühlsausbrüche. Den Eindruck, dass irgendetwas funktionierte, gewann ich nicht.</p><p>Über meine erfolglose Suche nach der besten Erziehungsphilosophie schrieb ich zahlreiche Texte. <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/erziehung-kinder-regeln-1.4617459">Für die <em>Süddeutsche Zeitung</em> bin ich der Frage nachgegangen,</a> ob Eltern schimpfen dürfen. Meine Erkenntnis:</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/b8bd7cd0-b4b4-4200-9d86-4f2767994d00">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 23 Oct 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Fünfzehn Arten Angst]]></title>
      <description><![CDATA[Traurigkeit ist schlecht, Freude gut und Langeweile muss man aushalten? Früher sahen die Menschen das anders.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>„Gefühle sind weder gut noch schlecht“</h1><p>Traurigkeit ist schlecht, Freude gut und Langeweile muss man aushalten? Früher sahen die Menschen das anders. Historikerin Tiffany Watt-Smith über Emotionen und deren Bedeutung.</p><p><a href="https://www.spiegel.de/psychologie/historikerin-tiffany-watt-smith-ueber-emotionen-und-zeitgeist-ruinenlust-gibt-es-nur-auf-deutsch-a-53cb5023-6519-412b-88fa-39859ef2426a"> Zuerst erschienen in SPIEGEL Wissen 1/2026</a></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/90a7a0cb-9917-4433-9a32-37d7a68ef89e/uploads/images/eil5t625r3/angel-lopez-YwnF1Sfsagw-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Angel Lopez/Unsplash</figcaption></figure><p><strong>Frau Watt Smith, Sie sind Historikerin, erforschen die Geschichte von Gefühlen. Wie kamen Sie auf die Idee, dass Emotionen eine Geschichte haben?</strong></p><p>Bevor ich Wissenschaftlerin wurde, arbeitete ich am Theater und beschäftigte mich damit, wie Gefühle auf der Bühne vermittelt werden. Das geht über Worte, über körperlichen Ausdruck, über Stimmlagen, Mimik. Dabei kam ich zur Überzeugung: Emotionen sind viel mehr als nur die innere Verfasstheit einer Person, kulturelle, gesellschaftliche Skripte gesellen sich dazu. Dieses Zusammenspiel erforsche ich seitdem.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Zur Person</strong></p><p><strong>Tiffany Watt Smith</strong> war Dozentin für Kulturgeschichte an der Queen Mary University of London. Im Jahr 2024 wurde sie zum Fellow der Royal Historical Society gewählt. Ihr TED-Talk »The History of Human Emotions« wurde mehr als 4,7 Millionen Mal angesehen. Zuletzt veröffentlichte sie das Buch »Gute Freundin, schlechte Freundin« (Hanser).</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was haben Sie herausgefunden?</strong></p><p>Die Empfindungen von Menschen verändern sich, wenn sich die Umstände verändern. Und Menschen experimentieren andauernd mit der Sprache, um dies auszudrücken. Ich bekomme Mails aus der ganzen Welt, in denen die Leute mir erzählen, welche besonderen Begriffe es in ihrer Kultur für ein bestimmtes Gefühl gibt. Manche schreiben sogar, dass sie in ihrer Familie oder ihrer Partnerschaft Worte erfunden haben.</p><p><strong>Haben Sie Beispiele?</strong></p><p>Ein recht modernes Gefühl wäre Flugscham. Das gab es bis vor wenigen Jahren noch nicht. Oder Solastalgie, das bezeichnet den Schmerz, die geliebte Natur, die eigene Heimat wegen der Klimakrise zu verlieren. Es kann ein heilsamer Prozess sein, Worte für das zu finden, was man fühlt. Es ermächtigt.</p><p><strong>Wie kommen Sie darauf?</strong></p><p>Aus der Forschung ist bekannt, dass Menschen, die ein breiteres Vokabular für ihre Emotionen haben, resilienter sind. Die Psychologen haben ein Sprichwort dafür: »To name it is to tame it.« Ich glaube, je mehr Begriffe Menschen für ihre Zustände kennen, umso besser können sie sie ausdrücken und damit umgehen. Vor allem wenn sie verstehen, dass sie ganz viele, auch widersprüchliche Gefühle gleichzeitig haben können.</p><p><strong>Verschiedene psychologische Theorien gehen davon aus, dass es Basisemotionen gibt, die von allen Menschen zu allen Zeiten empfunden werden. Dazu zählen unter anderem Wut, Angst, Freude und Traurigkeit. Was halten Sie davon?</strong></p><p>Die Basisemotionen sind ein einflussreiches Konzept, und dass es Ähnlichkeiten darin gibt, wie Menschen auf der ganzen Welt empfinden, ist korrekt. In Zeiten wie diesen sollte man das betonen, damit niemand auf die Idee kommt, das Leid der Gegenseite herunterzuspielen. Die Gemeinsamkeiten sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es große Unterschiede gibt, auch bei Gefühlen, die wir für grundlegend halten, zum Beispiel Furcht.</p><p><strong>Wie sehen diese Unterschiede aus?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/90a7a0cb-9917-4433-9a32-37d7a68ef89e">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 16 Oct 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was ist eine Schwangerschaft wert?]]></title>
      <description><![CDATA[Für mich: 250.000 Euro. Aber noch lieber als bessere Bezahlung von Leihmüttern wäre mir eine andere Vorstellung von Familie.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>was ist eine Schwangerschaft wert? Was würdest du persönlich dafür verlangen? Und wärst du bereit, für eine andere Person ein Kind zur Welt bringen?</p><p>Ich habe mir diese Fragen nicht zum ersten Mal gestellt, als der CDU-Politiker Jens Spahn vor einer Weile eine Debatte über Leihmutterschaft auslöste.</p><p>Meine Antworten sind: zu wenig. 250.000 Euro. Und: Ja.</p><p>Spahn und sein Partner Daniel Funke haben sich von einer amerikanischen Leihmutter ein Kind austragen lassen. Etwa 50.000 Euro bekommen Frauen dort für diese Dienstleistung.</p><p>Viel Geld?</p><p>Meiner Meinung nach: ein lächerlicher, viel zu niedriger Betrag.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Ich weiß, wovon ich rede, ich war dreimal schwanger, zwei Kinder habe ich geboren, und dass hier nicht die gleiche Ziffer steht, zeigt schon, wie viel zwischen Befruchtung und Geburt passieren kann.</p><p>Dieses Risiko sollte kompensiert werden, genauso wie die vielen anderen Katastrophen, die bei Schwangerschaft und Geburt nicht ausgeschlossen werden können. Die monatelangen körperlichen Einschränkungen müssen finanziell ausgeglichen werden, die viele Beckenboden- und Rückbildungsgymnastik, die ich vorher und nachher machen müsste, das Jahr auf der hormonellen Achterbahn, die Langzeitfolgen für meinen Körper und meine Psyche und natürlich die Schmerzen und Anstrengungen der Geburt.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/27469da0-2920-4329-9b42-a80ee88694f6">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 17:00:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kranksein mit Kindern ist der Endgegner]]></title>
      <description><![CDATA[Als kranke Kolumnistin schrieb ich vor zehn Jahren statt über mein eigentliches Thema übers Kranksein. Inzwischen bin ich bei Level 7 angelangt. AUS DEM ARCHIV.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als kranke Kolumnistin schrieb ich bei kleiner3 vor zehn Jahren statt über mein eigentliches Thema übers Kranksein. Inzwischen bin ich bei Level 7 angelangt.</strong></p><figure><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/http%3A%2F%2Fkleinerdrei.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2016%2F01%2FKrank-Kinder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=c28db4b7af0d43c2313bd60c3d5cc243" alt=""/><figcaption>Foto , CC by 2.0 , by epSos</figcaption></figure><h2><strong>Level 1. Kranksein als Kind:<br/>“Letz muass Letz vertreim”</strong></h2><p>Klar, auch als Kind tut eine Mandelentzündung sauweh, und es ist nicht schön, wenn man nicht durch die Nase atmen kann. Außerdem kriegt ein Kind noch nicht die gescheiten Medikamente, die so einen grippalen Infekt mal schnell wegballern. Doch in meiner Erinnerung ist Kranksein als Kind trotzdem irgendwie schön: Es gibt ganz viel Nähe, Aufmerksamkeit, Geborgenheit. Deine Oma kocht dir komischen Hustensaft aus Zwiebeln und Zucker, der irgendwie süßscharfeklig ist und höchstens einen Placeboeffekt hat (wie eigentlich jeder Hustensaft). “Letz muass Letz vertreim” sagt sie dazu, was auf Hochdeutsch in etwa heißt: Nur, was unangenehm ist, vertreibt das Unangenehme. Sie schmiert dich mit “WickWaporupp” ein (das sie auch genau so ausspricht) und macht Wadenwickel, Nudelsuppe und Tee.</p><h2><strong>Level 2. Kranksein als Jugendliche:<br/>Fernsehen!</strong></h2><p>Das Kuschelige am Kranksein ist das erste, was weggeht. Irgendwann bist du zu alt, um wegen einem Schnupfen zu Oma ins Bett zu krabbeln. Doch ein paar Positiveffekte bleiben: Mama kocht Suppe, Mama wäscht den verschwitzten Schlafanzug, und du kannst den ganzen Tag fernsehen und muss nicht in die Schule. Gesund werden ist alles, was du tun musst – doch damit hast du es unter diesen Umständen nicht immer rasend eilig.</p><h2><strong>Level 3. Kranksein im Studium:<br/>Hustensaft? Jägermeister!</strong></h2><p>Es tut immer noch alles genauso weh. Aber du wohnst jetzt alleine und keiner macht Suppe. Und selbst wenn nette MitbewohnerInnen dir Tee hinstellen, deine verschwitzen Bettlaken wäscht niemand. Immerhin: Ob du mal eine Wochen nicht im Institut auftauchst, ist irgendwie wurscht, solange du deine Hausarbeit irgendwann in ein paar Monaten abgibst. Und du bist gerade mal Anfang 20 und erholst dich noch einigermaßen schnell von einem Infekt. Am Donnerstag bei der nächsten Studi-Party krächzt du: “Jägermeister? Ist doch eigentlich auch Hustensaft!”</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/76478a2a-9f52-4443-96f2-c516290c59bc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Wed, 07 Oct 2026 10:03:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Es geht nicht. Es geht nicht! ES GEHT NICHT!!!]]></title>
      <description><![CDATA[Immer wieder behauptet jemand, es würde zu wenig über Geburten gesprochen. Dabei reden Mütter andauernd darüber. Hier zum Beispiel. AUS DEM ARCHIV.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer wieder behauptet jemand, es würde zu wenig über Geburten gesprochen. Dabei reden Mütter andauernd darüber – aber nur mit anderen Müttern. Diesen Geburtsbericht habe ich vor zehn Jahren für die geschrieben, denen es noch bevorsteht. Ich bin sicher, sie haben ihn nicht gelesen.</strong></p><p><a href="http://kleinerdrei.org/2016/02/es-geht-nicht-es-geht-nicht-es-geht-nicht/">Er erschien zuerst am 26. Februar 2016 im Blog kleinerdrei.</a></p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/http%3A%2F%2Fkleinerdrei.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2016%2F02%2F13eb0e40-855f-0132-43fa-0ebc4eccb42f.gif?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=21231c317991c85371c5c7a3cef9ef13" alt=""/><p>Emilia Smechowski schrieb zu Weihnachten einen <a href="http://www.taz.de/!5268254/">sehr lesenswerten Text zu unserem Umgang mit dem Thema Geburt</a>. Unter anderem heißt es darin:</p><p>“Wir wollen heute offen sein. Wir sprechen über Orgasmusschwierigkeiten, fragen unsere Freundin, wie schmerzhaft das Tattoostechen war oder das Bikini-Waxing. Wenn eine Doku über Hirn-OPs läuft, schauen wir fasziniert zu. Wir leben im 21. Jahrhundert, eine aufgeklärte Gesellschaft, die verstehen will, was sie nicht versteht. Worüber wir schweigen: über die Geburt. Bis heute ist sie ein Mythos geblieben.”</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Mein erster Gedanke war: Stimmt nicht. Ich habe schon mehr detaillierte Geburtsschilderungen bekommen als ich zählen kann. Die Bandbreite reicht von “Ich hatte vier wunderbare Hausgeburten” bis hin zu blutigen Dramen, bei denen ohne moderne Medizin Kind, Mutter oder gar beide den Kreißsaal nicht lebend verlassen hätten. Ich kenne Geschichten mit <a href="http://www.eltern.de/schwangerschaft/geburt/dammschnitt.html">Dammschnitt</a> oder mit Globuli, von zu starken und zu schwachen Wehen, von einer 30-min-Sturzgeburt und einer, bei der sich nach 40 Stunden immer noch nicht genug getan hatte. Ich kenne Frauen, die hatten Notkaiserschnitte, andere hatten Wunschkaiserschnitte, manche brauchten eine <a href="http://www.doulas-in-deutschland.de/index.php/doula-was-ist-das">Doula</a>, viele andere eine <a href="http://www.eltern.de/schwangerschaft/geburt/geburt-pda.html">PDA</a>. Hört sich so Schweigen an? Ist das ein Mythos? Nö.</p><h2><strong>Über Geburt reden? Nur mit anderen Müttern</strong></h2><p>Doch dann überlegte ich, wer mir wann ihre Geschichte erzählt hat und mir fiel auf, dass offene Gespräche über Geburt nur an bestimmten Orten und in einem sehr begrenzten Zeitfenster stattfinden. Im Rückbildungskurs nämlich oder beim Nachtreffen vom Geburtsvorbereitungskurs. Je länger die Geburt her ist, desto unwahrscheinlicher wird ein Gespräch darüber. Wer bei solchen Kursen anwesend ist, ist jedoch schon Mitglied im “Ich habe geboren”-Club. Da hat frau nicht mehr viele Fragen, dafür selbst umso mehr zu erzählen. Mit (noch) Kinderlosen im Detail über die Geburt sprechen? Hier gebe ich Emilia Smechowski uneingeschränkt recht: Hier herrscht Schweigen.</p><p>Deswegen dürfen – ja, sollen – Menschen, die Eltern werden wollen, hier weiterlesen. Denn jetzt schreibe ich über die Geburt meines ersten Kindes und versuche dabei, weder das Bullshit-Klischee “Wenn du dein Baby im Arm hast, sind alle Schmerzen vergessen” zu bedienen noch mich am ebenfalls verbreiteten “Bei mir war’s übrigens noch viel krasser”-Wettbewerb zu beteiligen.</p><p><strong>Falls Triggerwarnungen nötig:</strong> Blut und Körperflüssigkeiten fließen, weh tut’s auch. Sonst passiert nix Schlimmes. Wir reden über eine unkomplizierte Spontangeburt und einen unauffälligen Einling (und für die, die noch nicht so im Thema drin sind: “unauffällig” ist normalerweise ja kein Lob – in der Schwangerschaft jedoch das Wort, dass ihr bei jeder Vorsorgeuntersuchung hören wollt).</p><p><strong>Die Fakten:</strong></p><p><strong>Dauer:</strong> Ziemlich genau zwölf Stunden (gerechnet von der ersten Wehe bis zur Geburt des Babys); Beginn: 1.30 Uhr, Geburtszeit: 13.45 Uhr.</p><p><strong>Art:</strong> Spontangeburt; 3030 Gramm; 49cm; Kopfumfang: 35 cm.</p><p><strong>Gebärposition:</strong> Kniend. (Ich weiß wirklich nicht, warum in Filmen alle ihre Kinder im Liegen bekommen. Das geht nicht! Das geht wirklich nicht!! Während der Geburt habe ich zwischendurch mal Ibuprofen bekommen und dafür musste ich liegen – eine ganz schreckliche Viertelstunde.)</p><p><strong>Die größte Überraschung:</strong> Geburt ist langweilig. Zumindest die ersten Stunden. Da kam so eine Wehe nach der anderen, und ja, die schmerzten auch ordentlich – doch zwischendurch passierte überhaupt gar nichts und es tat auch nichts weh. Die ersten acht Stunden waren die Wehenpausen noch zwischen fünf und zehn Minuten lang, da passte immer prima ein Sudoku oder eine Runde Mahjong rein.</p><p><strong>Meine größte Angst:</strong> <a href="http://www.eltern.de/schwangerschaft/geburt/dammriss.html">Dammriss</a>! Ein Riss zwischen Scheide und Anus, das stellte ich mir vor der Geburt fürchterlich schmerzhaft vor und hätte ich gewusst, dass sowas passieren kann, hätte ich mir das mit dem Kind vielleicht überlegt. Aber ich habe erst während der Schwangerschaft damit begonnen, mich einzulesen.</p><p><strong>Und, ist das passiert?</strong> Ja. Passiert meines Wissens den meisten. Laut Arztbrief ein “Dammriss 1. Grades”, also ganz klein. Hätte mich allerdings direkt nach der Geburt jemand gefragt, ob ich glaube, dass was gerissen ist, hätte ich geantwortet: “Klar – vom Bauchnabel bis zum Steißbein ist alles kaputt!” Denn so fühlte es sich an.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/02f8ff29-9be2-4092-95ce-8cfe61b5a41a">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Wed, 07 Oct 2026 09:48:20 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich wär' so gern schlanker]]></title>
      <description><![CDATA[Nach der Premiere des Films "Lügen über meine Mutter" habe ich über die Beziehung zu meinem Körper nachgedacht.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Ich wär’ so gern schlanker</h1><p>Hallo,</p><p>wie entspannt ist dein Verhältnis zum Essen? Und zu deinem Körper?</p><p>Ich wünschte, ich könnte hier antworten, dass mich das alles nicht juckt, dass ich kein Problem mit einer offenen Chipstüte habe und mit meinem Spiegelbild noch weniger.</p><p>Wäre gelogen.</p><p>Tatsächlich mache ich aus jeder offenen Chipstüte eine leere und stehe danach unzufrieden vorm Spiegel.</p><p>Am Montag war ich auf der <a href="https://tobis.de/blog/luegen-ueber-meine-mutter-feiert-in-muenchen-premiere">München-Premiere des Films &quot;Lügen über meine Mütter&quot;.</a> Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Daniela Dröscher, Rosalie Thomass hat das Drehbuch geschrieben und spielt die Hauptrolle.</p><p>Für den Film braucht man starke Nerven, besonders, wenn man wie ich in den Achtziger Jahren aufgewachsen ist (wir hatten dieselbe Schrankwand wie die Filmfamilie) und eine Mutter hatte, die mit ihrem Gewicht gestruggelt hat.</p><p>Vor zwei Jahren schrieb ich über Dröschers Buch <a href="https://www.instagram.com/p/CvFwmVlMO58/">das hier</a>:</p><blockquote><p>Die Mutter der Erzählerin kämpft das ganze Buch über mit ihrem Gewicht, dabei ist sie - zumindest am Anfang - gar nicht dick. Aber ihr Mann findet sie zu dick, an sich findet er sie falsch. Wenn sie arbeitet, verdient sie zu wenig, andererseits ist es aber auch schlimm, dass sie überhaupt arbeitet, solche Widersprüche ziehen sich durch das Buch und durch nicht wenige Frauenleben.</p></blockquote><p>Auch meine Mutter hat mit ihrem Gewicht gekämpft. Brigitte-Diät, Kohlsuppendiät, dabei war sie immer schlank. Mit elf, zwölf Jahren habe ich angefangen mitzumachen und <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/7764ccf7-24d6-4a88-8fc7-519c39fe8cc8">meine tägliche Kalorienaufnahme auf Diddl-Blöcken notiert</a>.</p><p>Aktuell passt mir von zehn Jeans in meinem Schrank nur eine. Versuche ich, mein Dirndl zuzumachen, bleiben Knopfloch und Knopf fünf Zentimenter voneinander entfernt. Es stört mich mehr, als feministisch korrekt ist.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/c0d9ddca-2aee-41e9-9ea6-1862642d45e1">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 17:00:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über 50 und keine Lust mehr? Woran es liegen kann]]></title>
      <description><![CDATA[Ältere Frauen haben oft den Sex ihres Lebens – wenn sie welchen haben. Gynäkologin Sheila de Liz über Langeweile im Bett und Testosteron in der Kniekehle.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ältere Frauen haben oft den Sex ihres Lebens – wenn sie noch welchen haben. Gynäkologin Sheila de Liz über Langeweile im Bett, Testosteron in der Kniekehle und die Mindestdauer eines Kusses.</strong></p><p><a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/sex-im-alter-was-sheila-de-liz-langzeitpaaren-fuer-besseren-sex-raet-a-d2356718-53cb-49cc-97a7-1ec6b98cf1e1">Zuerst erschienen im Spiegel Loveletter am 21. Juni 2026</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Gar keinen Bock drauf:</strong> In meinem Newsletter habe ich <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/718e29fa-5a6e-4929-9c87-5ee798bb328c">hier schon mal über Sex in der zweiten Lebenshälfte nachgedacht</a> und verraten, warum mich die Art, wie darüber gesprochen wird, so nervt.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>In welchem Alter haben Frauen den Sex ihres Lebens?</strong></p><p><strong>Sheila de Liz: </strong>Häufig jenseits des 45. Geburtstags. Mir erzählen Frauen immer wieder, dass der Sex mit steigendem Alter immer besser wird, auch weil so viele Unsicherheiten wegfallen. Wenn man als Teenager beginnt, sexuell aktiv zu sein, ist das zwar aufregend, aber auch beängstigend. In den Zwanzigern sind die meisten emotional noch auf der Suche, nach sich selbst und nach dem Partner fürs Leben. Die Dreißiger sind bestimmt von der Fortpflanzung. Schwangerschaft, kleine Kinder, da fällt bei vielen Paaren die Sexualität hinten runter. Oder ein unerfüllter Kinderwunsch setzt das Liebesleben unter Druck. Mit Mitte, Ende vierzig lichtet sich das Dickicht.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Sheila de Liz,</strong> geboren 1969 in New Jersey, ist Ärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Bis 2025 arbeitete sie in einer eigenen Praxis in Wiesbaden, 2022 gründete sie außerdem die Hormon Online Clinic. Sie ist Autorin mehrerer Ratgeber, zuletzt »Light my Fire: Für den Sex deines Lebens«.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Ein Selbstläufer scheint diese Entwicklung nicht zu sein, sonst wäre Ihr Buch über Sex in der zweiten Lebenshälfte nicht notwendig. Woran liegt es, wenn die Lust im Alter schwindet?</strong></p><p>Viele Probleme haben mit der Perimenopause zu tun, zum Beispiel steckt häufig ein Hormonmangel hinter fehlender Libido. Einige Frauen leiden auch ohne es zu wissen unter vaginaler Atrophie, also der Rückbildung der Scheidenhaut und des umliegenden Gewebes. Inkontinenz ist ein Thema. Oder sie fühlen sich unsexy, weil unsere Gesellschaft ihnen immer noch erzählt, dass alte Frauen nicht erotisch sein können. Dazu kommen Stress, Schlafmangel, Erschöpfung. Oder eine lange Beziehung, in die sich zu viel Routine eingeschlichen hat.</p><p><strong>Wie finden Sie heraus, welche Ursache vorliegt?</strong></p><p>Man muss viele Fragen stellen: Wie ist das Allgemeinbefinden, das Energielevel? Wie läuft es in der Beziehung? Wie viel Sport machen Sie? Schlafen Sie gut? Haben Sie Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Schmerzen beim Sex? Erst wenn ich all das weiß, schaue ich auf die Hormonwerte.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/cb6e0fd3-904d-4339-bfd9-f29b3b9fcfad">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 10:19:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Stell' dich nicht so an]]></title>
      <description><![CDATA[Der Satz, vor dem depressive Menschen Angst haben - weil sie ihn sich selbst ständig sagen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>wenn mich Menschen, die ich nur flüchtig kenne, plötzlich über ein soziales Netzwerk anschreiben, ein bisschen herumdrucksen und dann fragen, ob sie mich was fragen dürfen, weiß ich, was kommt.</p><p>Sie wollen über Depressionen sprechen.</p><p>Wahrscheinlich haben sie eine betroffene Freundin, einen betroffenen Partner, machen sich Sorgen um ihre Mutter oder ihren Nachbarn. Von mir wollen sie nun wissen, was sie tun sollen.</p><p><a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/depressionen-e276082/">Seit ich vor fast zehn Jahren das erste Mal über meine depressiven Phasen geschrieben habe</a>, wird mir keine Frage häufiger gestellt als diese. Erst vor wenigen Wochen habe ich <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/3739b262-918d-4a93-909f-8542e7020ca9">in diesem Newsletter eine kurze Antwort</a> gegeben. Gerade schreibe ich für den <em>Spiegel </em>an<em> </em>einer längeren. Was dieser Text nicht sein wird: eine Gebrauchsanleitung für depressive Menschen.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Als Autorin für Psychologie-, Beziehungs- und Erziehungsthemen habe ich manchmal das Gefühl, dass viele sich solche Texten wünschen. Wie bringe ich mein Kind dazu, Gemüse zu essen? Wie meinen Mann dazu, das Bad zu putzen? Was tun, wenn der Teenie nie aufräumt, die Freundin nie anruft und die eigene Mutter einen nie versteht?</p><p>Die Antworten sollen dann allgemeingültig sein, wissenschaftlich belegt und am besten so kurz, dass sie auf eine Instakachel passen.</p><p>Es gibt aber keine Gebrauchsanweisung für depressive Menschen. Genausowenig wie es eine Gebrauchsanweisung für Kinder geben kann oder für Ehemänner, oder ganz generell eine Gebrauchsanweisung für Menschen<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/7f44dde3-a968-4fdd-8bed-39af8c1a7bf6">. Über die Sehnsucht danach schrieb ich hier mehr.</a> Wir sind nicht alle gleich, wir erleben Dinge unterschiedlich.</p><p>Deswegen würde ich sehr gerne von dir wissen: Was hat dir in deiner Depression am meisten geholfen? Und was war völlig falsch? <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Schreib mir gerne</a>, wenn du betroffen bist und deine Erfahrung teilen möchtest.</p><p>Ich habe bereits mit einer Expertin telefoniert und war von einer Sache überrascht. Ich hatte den Ratschlag erwartet, zu depressiven Menschen auf keinen Fall &quot;stell dich nicht so an&quot; zu sagen und die Krankheit ernst zu nehmen. Doch das sagte sie gar nicht, und als ich danach fragte, erklärte sie, das sei selten das Problem.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/4665a701-d4de-4e17-bf0d-5114d268d087">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 25 Sep 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[So nervt man mit Statistik]]></title>
      <description><![CDATA[Ungleichheit kann man berechnen und dann eine Pressemitteilung zum "Gender irgendwas Gap" rausschicken. Ich glaube nur: Das bringt nicht viel.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>ich werde oft gefragt, wie es mir gerade mit meiner Migräne so geht. Meistens sage ich: Mir geht’s ganz gut.</p><p>Denn in diesem Moment habe ich keine Schmerzen, und dass ich Montag, Dienstag und Mittwoch mit Schmerzen im Bett verbracht habe, habe ich verdrängt. Ich habe deswegen eine App, in die ich Dauer und Stärke der Attacken eintrage. Mit diesen Daten kann ich dann alles mögliche ausrechnen.</p><p>So weiß ich, dass meine Migräneanfälle dieses Jahr eine durchschnittliche Dauer von 7,4 Stunden und eine Stärke von 2,3 hatten. Auch Summen kann die App: 795 Stunden und 252… Bei der Stärke bin ich mir nicht sicher, was die Maßeinheit sein könnte. Sagen wir also: <strong>Meine Migräne ist 252 doll.</strong></p><p>Es ist nicht immer sinnvoll, etwas auszurechnen, nur weil man Zahlen hat. Trotzdem beobachte ich in der gesellschaftlichen Debatte eine manchmal absurde Liebe zu Statistiken. Wer Recht haben will, zückt eine Zahl, und wenn es um Gleichberechtigung geht, nennt man diese Zahl <strong>&quot;Gap&quot;.</strong></p><p>Es gibt den <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html">Gender Pay Gap</a>, den <a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294">Gender Care Gap</a>, den <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/36-prozent-weniger-rente-was-frauen-selbst-beeinflussen-koennen-zr-94446787.html">Gender Pension Gap</a>, den <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/gender-investment-gap-gruenderinnen-boerse-100.html">Gender Investment Gap</a>, den <a href="https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/gender-sleep-gap-warum-frauen-schlechter-schlafen-als-maenner">Gender Sleep Gap</a>, den <a href="https://www.eltern.de/familie-urlaub/familienleben/gender-leisure-gap--wenn-mama-keine-zeit-fuer-hobbys-hat--14078704.html">Gender Leisure Gap</a>, den <a href="https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/schmerzempfinden-bei-maennern-und-frauen-die-gender-pain-gap-972855.html">Gender Pain Gap</a>, den <a href="https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/gender-health-gap/">Gender Health Gap</a>, den <a href="https://www.derstandard.de/story/3000000333338/vorurteile-gegen-frauen-in-fuehrung-nehmen-zu-statt-ab">Gender Judgement Gap</a>, den <a href="https://www.ndr.de/n-joy/112-gender-orgasm-gap-kommen-wir-mal-wieder-zusammen,audio-376946.html">Gender Orgasm Gap</a> und vieles mehr. Es ist seit ein paar Jahren ein Aufmerksamkeits-Erfolgsrezept:</p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;">Gender</mark></em></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;"> (das Wort reicht bei manchen schon für einen Nervenzusammenbruch) plus </mark><strong><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;">Irgendwas </mark></em></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;">plus</mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;"> </mark><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;">Gap</mark></em></strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/d6ff750b-2d84-4701-b867-7a35c7fcb2a1">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer will denn heute noch Kinder?]]></title>
      <description><![CDATA[Kinder kosten Geld und Zeit und Nerven. Wer kühl rechnet, bekommt  also besser keine. Warum ich trotzdem welche habe.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wer will heute noch Kinder?</h1><p>Hallo,</p><p>wie schön, dass du nach fünf Wochen Sommerpause noch hier bist! Ich danke dir und freue mich.</p><p>Während ich zwischen Stockholm und Brixen herumgereist bin, sind auf <a href="https://uebermedien.de/author/barbara-vorsamer/"><em>Übermedien </em></a>zwei vorher fertiggestellte Texte von mir erschienen. In einem davon<a href="https://uebermedien.de/118956/ist-kinderhaben-wirklich-so-stressig-und-muss-man-das-andauernd-aufschreiben/"> widerspreche ich der These, dass die vielen Medienberichte über stressige Vereinbarkeit irgendwas mit der niedrigen Geburtenrate zu tun haben</a>, ziemlich entschieden.</p><p>Kurz danach unterhielt ich mich mit ein paar jüngeren Kollegen über ihren Entschluss, niemals Kinder zu kriegen. Sie sagten: Diese ganze Care-Arbeit erscheint ihnen einfach nicht machbar.</p><p>Upsi.</p><p>Stimmt es also womöglich doch, dass wir schlechtgelaunten Mütter mit unseren grantigen Vereinbarkeits-Essays der nachfolgenden Generation die Lust auf Familie genommen haben?</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Dann erinnerte ich mich an ein Streitgespräch, das ich vor einigen Jahren mit der bayerischen Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) im Bayerischen Rundfunk führte. Es ging um den Personalmangel in Kinderkrippen und Scharf warf uns Journalistinnen vor, zu negativ über die Zustände dort zu berichten. Ich antwortete, dass es Aufgabe der Politik sei, die Situation in der Kinderbetreuung zu verbessern - nicht Aufgabe von Medien, diese schönzureden.</p><p>So ähnlich sehe ich auch die Debatte um Vereinbarkeit und Care-Arbeit. Ich stehe nach wie vor zu den kritischen Texten, die ich darüber geschrieben habe, und ich weiß, <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-care-frauen-arbeit-1.4859318">es</a> <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/gleichberechtigung-wir-muessen-uns-ums-kuemmern-kuemmern-1.2881226">waren </a><a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-care-frauen-arbeit-1.4859318">ziemlich </a><a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/care-arbeit-bezahlung-1.4823395">viele</a>. Aber fast alles, was darin steht, stimmt noch. Nur wenige Dinge sind besser geworden (die Väterbeteiligung zum Beispiel), manches aber auch schlimmer (die Verlässlichkeit von Kitas).</p><p>Insgesamt kann ich meinen jungen Kollegen daher nicht widersprechen. Dieses Vereinbarkeits-Dings ist schwierig. Wer eine kühle Kosten-Nutzen-Rechnung anstellt, alle verfügbaren Studien heranzieht und sich fragt, wie viel <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2021/PD21_26_p002.html">Geld</a>, <a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eltern-arbeiten-mehr-als-kinderlose-19552405.html">Zeit </a>und <a href="https://www.fr.de/panorama/neue-studie-wer-ist-zufriedener-eltern-oder-kinderlose-zr-93781213.html">Glück </a>er im Rest seines Lebens mit oder ohne eigene Kinder haben wird, der entscheidet sich besser dagegen.</p><p>Kinder gelten mittlerweile als kurioses Hobby derer, die sie bekommen haben, und nicht als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. </p><p></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/5c514172-74cd-42cf-92df-d5de3ebf06f4">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 11 Sep 2026 17:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was wirklich gesund ist]]></title>
      <description><![CDATA[Antientzündliche Ernährung soll gegen alles helfen. Warum so viele Menschen positive Erfahrungen damit machen, obwohl wissenschaftlich wenig dran ist.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>hast du manchmal Kopfschmerzen? Schläfst du schlecht? Leidest du unter trockener Haut, Blähungen, diesen fünf Kilo zu viel, die einfach nicht mehr verschwinden wollen? Oder ist es einfach generelle Schlappheit, dieses Gefühl, dass die Energie nicht mehr reicht für die Anforderungen des Alltags?</p><p>Wer jetzt mindestens einmal genickt hat, könnte – so sagt es Dr. Internet – unter stillen Entzündungen leiden. Auf TikTok und Instagram verbreiten diese sich seit einigen Jahren wie ein Schwelbrand.</p><p>Manche medizinischen Experten und andere, die sich dafür halten, glauben, die Wurzel allen Übels in unsichtbaren Entzündungsprozessen im Körper erkannt zu haben und in der Ernährungsumstellung die ultimative Lösung dafür. Wer für ihre zahlreichen Tipps bezahlt, erhält exklusive Newsletter, Bücher, Workshops, eine ausführliche Stuhlanalyse oder ein weitreichendes Blutbild für ein paar Hundert Euro. Für individuelle Beratung sind die Preise nach oben offen.</p><p>Unklar bleibt dabei meist nicht nur, was genau entzündet sein soll, sondern auch, welche Nahrungsmittel entzündungshemmend und welche entzündungsfördernd wirken sollen. Unterstützt von der lokalen Heilpraktikerin und inspiriert von der Influencerin des Vertrauens lassen viele Menschen trotzdem einfach mal zahlreiche Lebensmittel weg.</p><hr aria-hidden="true"/><p>⛱️&quot;Innen &amp; Außen&quot; ist noch bis 11. September in der Sommerpause. Deswegen ist dies hier kein aktueller Newsletter, sondern ein Text aus meinem Archiv. <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/sie-ueberlegen-auch-sich-antientzuendlich-zu-ernaehren-dann-lesen-sie-erst-diesen-text-a-49bd2453-3159-461e-b7ff-9328ac831381">Er erschien zuerst bei Spiegel Health am 14. Mai 2026.</a></p><p>Steady-Mitglieder können ihn in voller Länge lesen, inklusive Erfahrungsberichte von Menschen, die sich antientzündlich ernähren.</p><p>Für alle anderen hier die Kurzzusammenfassung: Gemüse ist gesund, Wurst und Cola nicht so sehr. Gern geschehen!</p><p>Nächste Woche gibt es statt hochexklusiver Gesundheitstipps wieder aktuelle Gedanken zu Gedöns. Hast du einen Themenwunsch? <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Dann schreib mir gerne.</a></p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><p>Und jetzt geht es weiter mit der antientzündlichen Ernährung. 🥦</p><hr aria-hidden="true"/><p>Nach mehreren Wochen Recherche auf Social-Media-Accounts von Ernährungsberatern, Fitnesscoaches, Heilpraktikerinnen, Betroffenen und Gesprächen mit Menschen, die sich antientzündlich ernähren (oder glauben, das zu tun), lässt sich zusammenfassen: Fast immer auf der Nein-Liste stehen rotes Fleisch und Fertiggerichte, Alkohol, Zucker, Salz und Koffein, meist auch Gluten, Getreide oder mindestens Weizen, Laktose und Fruktose, also Fruchtzucker. Manche Accounts warnen auch vor Nachtschattengewächsen wie Tomaten, vor sauren Obstsorten, Kernölen, Zwiebeln und Schokolade. Dann aber spült der Algorithmus wieder ein Rezept des Accounts »Anti Inflammatory Diet« in die Timeline: Sirloin-Steak mit Shrimps in Parmesansoße.</p><p>Ähnlich unübersichtlich sieht es bei den Empfehlungen aus. Viel Gemüse, viele Ballaststoffe, viele pflanzliche Proteine, das ist Konsens. Kurkuma in großen Mengen scheint ein Allheilmittel. Auch zu Nüssen, fermentierten Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen raten die meisten.</p><p>Kommen wir zu Milchprodukten: Manchmal heißt es Ja, manchmal Nein, manchmal nur aus Ziegenmilch oder ausschließlich griechischen Joghurt. Bei den Fetten wird es endgültig verwirrend: Ausschließlich pflanzlich, sagen die einen. Vor entzündungsfördernden Kernölen warnen die anderen.</p><p>Wer sich antiinflammatorisch ernähren will und soziale Netzwerke nutzt, stürzt so schnell in einen Kaninchenbau: Plötzlich ertappt man sich dabei, Kurkumakapseln bestellen zu wollen und über Seed Cycling nachzudenken. Damit ist die zyklusgerechte Aufnahme von Samen und Kernen gemeint, demnach sollten Frauen in der Follikelphase täglich Leinsamen und Kürbiskerne zu sich nehmen, in der lutealen Phase aber unbedingt auf Sesam und Sonnenblumenkerne wechseln. Die Erklärung? Irgendwas mit Omega-irgendwas-Dings.</p><p>Aber waren Kerne nicht gerade noch gefährlich? Oder galt das nur für Öle? Und was haben die Menstruation, Verdauungsprobleme und Kopfschmerzen mit Entzündungen zu tun? Und die wiederum mit dem Essen?</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/30adff15-1875-4502-9c70-2f5a7e119d0f">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 04 Sep 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sind wir nicht alle ein bisschen ADHS?]]></title>
      <description><![CDATA[Judith Holofernes hat ein Hummelhirn, Heidi Klum eine "Superkraft" und Astrid Neuy-Lobkowicz eine Sekretärin.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>um die Frage im Betreff gleich zu beantworten: Nein. Beziehungsweise, wenn wir die Betonung auf &quot;ein bisschen&quot; legen, dann vielleicht. ADHS ist schließlich eine Spektrumserkrankung,</p><p>Es gibt keinen einfachen Test, der positiv oder negativ ausfällt. Ein ADHS zu diagnostizieren ist ungefähr so, wie mit bloßem Auge in einer solchen Skala die Farbe Blau abzugrenzen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4623123d-19a0-4f54-a545-85ba65d0cc9b/uploads/images/32sylsfkqf/farbverlauf.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Farbskala"/><p>Da gibt es Stellen, die sind ganz offensichtlich. Doch es gibt auch Töne, über die man sich streiten kann. Noch Blau? Schon Grün? Wie man sie wahrnimmt, kommt immer aufs Umfeld an, und ein bisschen Blau steckt in vielen Farbtönen.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/0defcfca-a8f1-4d1b-a736-e9df89114c2c">Als Thema für meine Berichterstattung begleitet mich ADHS schon lange</a>, ich kenne auch zahlreiche Betroffene.<em> </em>Meine Kinder, einige Kollegen und alle berühmten Menschen, denen ich auf Instagram folge. Deswegen stöhne ich manchmal, wenn schon wieder ein ADHS-Buch auf meinem Schreibtisch landet oder die nächste Prominente von ihrer &quot;Superkraft&quot; ADHS erzählt.</p><p>Dann aber mache ich was draus.</p><p>Mit der ehemaligen &quot;Wir sind Helden&quot;-Sängerin Judith Holofernes sprach ich<a href="https://www.apotheken-umschau.de/interview/judith-holofernes-im-interview-ueber-adhs-kein-trend-sondern-uebersehen-1519327.html"> für die <em>Apotheken Umschau </em></a>über ihr Hummelhirn.</p><p>Über Heidi Klums seltsame ADHS-Beichte in der Glamour<a href="https://uebermedien.de/117755/adhs-ist-nicht-so-toll-wie-heidi-klum-behauptet/"> schrieb ich bei <em>Übermedien</em></a>.</p><p>Die Ärztin Astrid Neuy-Lobkowicz <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/adhs-im-erwachsenenalter-adhs-ist-keine-kinderkrankheit-da-waechst-sich-nichts-aus-a-7d440079-4819-422f-8861-9c3d412cde6e">interviewte ich für den<em> Spiegel </em>zum Thema ADHS in der zweiten Lebenshälfte</a>, unten kannst du es in voller Länge nachlesen.</p><p>Fehlt nur noch mein ADHS-Podcast - ach ne, <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/adhs-diagnose-modetrend-li.3265221">den hab ich ja auch schon gemacht</a>. Aber für eine ausführlich recherchierte, mehrteilige Serie sehe ich noch Potential.</p><p><a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Was meinst du?</a></p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p>⛱️&quot;Innen &amp; Außen&quot; ist noch bis 11. September in der Sommerpause. Deswegen verschicke ich derzeit ausgewählte Texte aus meinem Archiv statt aktueller Newsletter. Ich freue mich über Rückmeldungen, antworte aber vielleicht erst nach der Pause. ⛱️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>»ADHS ist keine Kinderkrankheit, da wächst sich nichts aus«</h2><p><strong>Sie vergessen Ihre Termine, können schlecht aufräumen, halten sich deshalb sogar für dement oder depressiv? In vielen Fällen kann ADHS dahinterstecken. Doch es gibt Hilfe.</strong></p><p><em>Ein Interview von Barbara Vorsamer</em></p><p><a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/adhs-im-erwachsenenalter-adhs-ist-keine-kinderkrankheit-da-waechst-sich-nichts-aus-a-7d440079-4819-422f-8861-9c3d412cde6e">Zuerst erschienen in SPIEGEL Health am 30.4.2026</a></p><p><strong>Frau Neuy-Lobkowicz, täuscht das Gefühl, oder begegnet einem diese Diagnose ADHS mittlerweile überall?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong>Natürlich begegnet einem ADHS überall. Die Wissenschaft weiß mittlerweile: Es ist keine Kinderkrankheit, da wächst sich nichts aus. ADHS ist eine angeborene neurogene Strukturerkrankung. Zwischen 2,5 und 4,5 Prozent der Menschen sind betroffen – in allen Altersgruppen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Zur Person</strong></p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fcdn.prod.www.spiegel.de%2Fimages%2Fa97367bb-7c02-4245-bd2f-36ac2e79c958_w335_r1_fpx48_fpy43.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=9ed25a0f12cd1e322668cda3c38d6ac0" alt=""/><p><strong>Astrid Neuy-Lobkowicz</strong> ist seit 1988 als Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie in eigener Praxis tätig. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit ADHS bei Erwachsenen, hat zahlreiche Sachbücher dazu veröffentlicht und bildet Fachärzte und Psychotherapeutinnen fort.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Es wächst sich nicht aus? Über Kinder und Jugendliche mit ADHS liest man häufig, dass jeder Zweite im Erwachsenenalter keine Probleme mehr hat.</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong>ADHS ist eine Spektrumsstörung, es gibt also leichter und schwerer Betroffene. Grundsätzlich hilft es, die Problematik früh zu erkennen: Bekommen Kinder rechtzeitig die richtige Behandlung, dann läuft es in der Schule besser, sie lernen Strategien für die Selbstorganisation und bauen Selbstwert auf. Davon profitieren sie langfristig, weswegen es sein kann, dass sie als Erwachsene ohne Medikamente auskommen.</p><p><strong>Sie haben nun allerdings ein Buch über Menschen geschrieben, die erst in der zweiten Lebenshälfte feststellen, dass sie ADHS haben. Woran merken die das?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz:</strong> Leider meistens gar nicht. Bei den Kindern wird mittlerweile genau hingeschaut, die 20- bis 30-Jährigen kommen durch Social Media auf die Idee. Aber die Altersgruppe 40 plus hat ADHS nicht auf dem Schirm, und ihre Ärzte auch nicht. Damit wird eine gute Behandlungsoption verschenkt. Betroffene haben eine deutlich geringere Lebenserwartung.</p><p><strong>Warum stirbt man mit ADHS früher?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong>Unbehandelt entwickeln ADHS-Betroffene zahlreiche Begleit- und Folgeerkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen und Süchte, aber auch körperliche Probleme wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, chronische Schmerzen.</p><p><strong>Wie kann sich die neurologische Krankheit auf den Körper auswirken?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong>Menschen mit ADHS sind oft schlecht darin, für sich selbst zu sorgen und ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Ein Beispiel: Wer sich gesund ernähren möchte, muss vorausplanen. Aber das schaffen Betroffene nicht, die werden von ihrem Hunger überrascht und essen dann Fast Food. Überspitzt formuliert: Davon nehmen sie zu und bekommen Diabetes. Auch in Unfälle sind ADHSler häufiger verwickelt. Viele von ihnen sind starke Raucher, trinken zu viel und haben überdurchschnittlich häufig ein Drogenproblem. Oft versuchen Betroffene damit unbewusst, ihre ADHS-Symptome selbst zu behandeln.</p><p><strong>Welche Symptome sind das?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz:</strong> Die Betroffenen sind desorganisiert und können schlecht aufräumen. Auch sind sie vergesslich und müssen zum Beispiel dauernd ihr Handy suchen oder verpassen Termine. Sie haben auch oft nur eine kurze Konzentrationsspanne und lassen sich leicht ablenken. Und sie haben meist enorme Stimmungsschwankungen. All das macht ihr Leben anstrengend. Dauernd müssen diese Menschen ihre heftigen Gefühle regulieren, ihren Fokus zurückholen und die Probleme lösen, die durch ihre Verpeiltheit entstanden sind.</p><p><strong>Vergisst nicht jeder mal was?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong>Natürlich. Die Frage ist: Wie oft? Und wie sehr schränkt es die Lebensqualität ein? Besonders typisch für ADHS ist zudem die Prokrastination. Sie wissen, dass sie etwas machen sollen, aber sie können nicht anfangen. Der erste Schritt ist so mühsam, es ist wie durch flüssigen Beton zu waten.</p><p><strong>Wie kann man 40, 50, 60 Jahre alt werden, ohne zu bemerken, dass man diese Probleme hat?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz:</strong> Jeder denkt, was im eigenen Kopf abläuft, ist normal. Wie die anderen ticken, wissen wir ja nicht. Irgendwann aber sind die Menschen von der ganzen Zusatzanstrengung so ausgebrannt, dass sie nicht mehr können.</p><p><strong>Gibt es Momente in der zweiten Lebenshälfte, in der das besonders häufig passiert?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong>Mutter zu werden, ist für viele Frauen schwierig, wobei das meist in der ersten Lebenshälfte stattfindet. Wenn die Kinder in der Schule Schwierigkeiten entwickeln und am Ende eine ADHS-Diagnose steht, kommen die Eltern ins Grübeln. Sie füllen die Fragebögen aus und denken: Ich bin auch so. Ansonsten sind es oft Übergänge und Veränderungen, die die Symptomatik sichtbar machen.</p><p><strong>Welche zum Beispiel?</strong></p><p><strong>Neuy-Lobkowicz: </strong><a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/adhs-bei-maedchen-und-frauen-wie-sich-so-ein-leben-leichter-leben-laesst-a-870c7a33-cf26-4dfc-bc4e-c2a9f100709e">Bei Frauen klassischerweise die Menopause </a>. Bei Frauen und Männern der Ruhestand, ein Umzug, ein Jobwechsel, eine schwere Krankheit. Oder eine wichtige Stütze fällt weg. Bei einem meiner Patienten ging die Assistentin in Rente, die alles für ihn organisiert hatte. Plötzlich bekam er nichts mehr auf die Reihe.</p><p><strong>Was passiert dann?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/4623123d-19a0-4f54-a545-85ba65d0cc9b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 17:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Wie man Söhne erzieht]]></title>
      <description><![CDATA[Psychiater Oliver Dierssen hat Tipps für Väter und Mütter. Wie bringt man Jungs bei, die Grenzen anderer zu achten? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Söhne erziehen</h1><p>Hallo,</p><p>hast du einen Sohn? Eine Tochter? Beides?</p><p>Und hast du das Gefühl, dass sich Elternschaft und Erziehung da unterscheidet?</p><p>Ich habe einen Sohn und eine Tochter, aber da je eins von beidem keine repräsentative Stichprobe ist, kann ich nicht sagen:</p><p>Sind Jungs ganz anders als Mädchen? Oder ist er halt ganz anders als sie?</p><p>Als Familienjournalistin begegnet mir die Frage, wie Söhne zu erziehen sind, jedenfalls häufiger als die Frage, wie man mit Töchtern umzugehen hat. Was interessant ist, geht es doch quasi im selben Atemzug immer darum, <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/erziehung-jungs-sind-halt-so-1.3759656">doch bitte keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern zu machen</a>.</p><p>Besonders gefragt sind die Texte zur Jungserziehung immer dann, wenn ein Bericht über sexualisierte Gewalt die Gesellschaft erschüttert. Dann wollen alle wissen, wie sie verhindern, dass der eigene liebe Junge mal ein A*** wird. Ein Interview mit Psychiater Oliver Dierssen dazu findest du unten.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Bevor ich ihn anrief, dachte ich, ich wüsste alles über das Thema, hatte ich doch <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/jungs-sind-halt-so-833786899857">hier </a>und <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/erziehung-jungs-sexualitaet-1.4911615">hier </a>schon darüber geschrieben. Doch dann war ich überrascht. Denn vor zehn Jahren betonten Expertinnen und Experten bei dem Thema, wie wichtig es sei, die Grenzen der Kinder zu achten.</p><p>Dierssen sagte nun, diesen Punkt hätten mittlerweile die meisten Eltern verstanden. Allerdings müssten Kinder zudem lernen, dass auch andere Leute Grenzen haben. Die Mama zum Beispiel.</p><p>Den beliebten Slogan &quot;Beschützt nicht eure Töchter, erzieht eure Söhne&quot; hält Dierssen für eine berechtigte Forderung. Ich auch. Ein Punkt gerät dabei aber meiner Meinung nach zu oft aus dem Blick.</p><p>Denn während es zwar stimmt, dass Mädchen mit höherer Wahrscheinlichkeit sexualisierte Gewalt erleben, ist die generelle Wahrscheinlichkeit, in eine gewalttätige Auseinandersetzung zu geraten, bei Jungs viel höher. Weswegen ich nicht so richtig nachvollziehen kann, wenn Eltern um ihre Söhne weniger Angst haben als um ihre Töchter und diesen deswegen mehr erlauben.</p><p>Wie seht ihr das? <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Schreibt mir gerne, wenn ihr Lust habt.</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>⛱️&quot;Innen &amp; Außen&quot; ist noch bis 11. September in der Sommerpause. Deswegen gibt es hier derzeit ausgewählte Texte aus meinem Archiv statt aktueller Newsletter. Ich freue mich über Rückmeldungen, antworte aber vielleicht erst nach der Pause. ⛱️</p><p>Ein schönes Wochenende wünscht</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><h2>&quot;Die Bereitschaft, Täter zu werden, entsteht sehr früh&quot;</h2><p>Oliver Dierssen beobachtet bei Jugendlichen eine wachsende Zahl sexueller Übergriffe. Jungen sind dabei in der Regel die Täter. Der Kinder- und Jugendpsychiater hat einen Wunsch an Väter und einen Rat für Mütter.</p><p><a href="https://www.spiegel.de/familie/erziehung-von-soehnen-die-bereitschaft-taeter-zu-werden-entsteht-sehr-frueh-a-139acc9d-32fd-4f18-956a-2c11a7ce8827"><em>Zuerst erschienen im Spiegel, 29.3.2026</em></a></p><p><strong>Herr Dierssen, es gibt den Slogan: Beschützt nicht eure Töchter, erzieht eure Söhne. Eine berechtigte Forderung?</strong></p><p><strong>Dierssen:</strong> Auf jeden Fall. Wir sehen in unserer Praxis regelmäßig Mädchen, die bei guter psychischer Gesundheit waren und plötzlich Symptome wie Ängste, Schlafstörungen, Depressionen entwickeln. Dahinter steckt häufig ein Vorfall aus dem Bereich der sexualisierten Gewalt – und manchmal ist die Täterperson kein Onkel, kein Lehrer und erst recht nicht der Fremde hinter dem Busch. Sondern es sind andere Jugendliche, die übergriffig geworden sind. Die Bereitschaft, Täter zu werden, entsteht sehr früh.</p><hr aria-hidden="true"/><figure><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fcdn.prod.www.spiegel.de%2Fimages%2F35963eff-3845-4012-95f6-055424230881_w335_r0.8242811501597445_fpx49.88_fpy47.61.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=77ec3ef9bcb5879e096e6f11fd1f6be2" alt=""/><figcaption>Oliver Dierssen, Jahrgang 1980, ist niedergelassener Kinder- und Jugendpsychiater in Gehrden, Niedersachsen. Foto: Franziska Gill</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Warum?</strong></p><p><strong>Dierssen:</strong> Viele Jugendliche wissen nicht, wie ein angemessenes Verhalten und damit auch eine angemessene Sexualität in ihrem Alter aussehen könnte. Woher auch? Pornografie hat längst in die Kinderzimmer Einzug gehalten, und ich sehe die Folgen in meiner Praxis. Ich bin seit 2010 als Kinder- und Jugendpsychiater tätig und würde sagen: In diesem Zeitraum beobachten wir mehr Übergriffe durch Gleichaltrige. Wobei auch mehr Jugendliche dafür sensibilisiert sind und über erlebte Übergriffe sprechen.</p><p><strong>Sehen Sie auch digitale Gewalt?</strong></p><p><strong>Dierssen:</strong> Sie ist fast immer mit dabei. Dass Jugendliche die Körper Gleichaltriger ungefragt fotografieren oder filmen und diese Aufnahmen dann herumreichen, bewerten, abwerten. Oft in der Gruppe, in Chats. So etwas ist gang und gäbe, da gibt es wenig Unrechtsbewusstsein. Dass etwas Gewalt sein kann, auch wenn es zu keiner physischen Handlung kommt, ist noch nicht überall angekommen. Das sehen wir gerade auch in der Debatte um die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen.</p><p><strong>Sind immer Mädchen die Betroffenen und Jungen die Täter?</strong></p><p><strong>Dierssen:</strong> Jungen werden auf eine andere Art Opfer von sexualisierter Gewalt, vor allem jüngere, und die Täter sind in der Regel Erziehungspersonen. Bei sexuell konnotierten Übergriffigkeiten unter Jugendlichen sind meist die Mädchen die Leidtragenden und Jungen die Handelnden, das muss man leider so sagen.</p><p><strong>Als Kinder- und Jugendpsychotherapeut arbeiten Sie auch viel mit Eltern zusammen. Wie reflektiert erleben Sie die?</strong></p><p><strong>Dierssen: </strong>Die meisten Eltern, die ich kennenlerne, sind engagiert und wollen das Beste für ihre Kinder, auch für ihre Söhne. Sie leben nicht nach dem Motto: Ich habe einen Jungen, der macht seinen Weg, um den muss ich mich nicht kümmern. Wie groß aber die Gefahr ist, dass das eigene Kind, dieser gute Junge, Mist bauen könnte – dafür fehlt vielen Erwachsenen das Bewusstsein.</p><p><strong>Warum?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/3763b8ed-c426-4913-9fd3-bda5431ec7d2">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 17:00:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bitte nerven]]></title>
      <description><![CDATA[Wie geht man mit psychisch Kranken um? Meiner Meinung nach: nicht zu vorsichtig.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>wie du vielleicht weißt, habe ich seit vielen Jahren Depressionen und darüber schon <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/depressionen-e276082/">diesen Text</a> und <a href="https://shop.autorenwelt.de/products/mein-schmerzhaft-schones-trotzdem-von-barbara-vorsamer?variant=53990356582725&amp;srsltid=AfmBOopIUJ8wHBq13UOCxk6YAVILti0nho4BzA-_DCDFzvhYjwK0x2aO">ein ganzes Buch</a> geschrieben. Ich wurde auch schon gelegentlich dazu interviewt und die häufigste Frage ist: Was können Angehörige tun?</p><p>Am liebsten würde ich die Frage direkt an meinen Mann, meine beste Freundin und meine Eltern weiterleiten, denn woher soll ich das wissen? Ich bin doch nicht die Angehörige.</p><p>Aber natürlich antworte ich was, und zwar am liebsten, dass Angehörige die Erkrankten nicht zu sehr schonen sollten. Mir haben die Menschen immer am meisten geholfen, die ohne Scheu weiter mit mir Kontakt hatten, auch auf die Gefahr hin, mich zu überfordern oder in ein Fettnäpfchen zu treten.</p><p>Mein Eindruck ist, dass wir manchmal ein bisschen zu höflich miteinander sind, auch aus Angst, womöglich übergriffig zu sein. Doch Vorsicht kann in Desinteresse kippen und was die einen für Übergriffigkeit halten, ist für andere Engagement. Die Grenzen sind da fließend.</p><p>Für die <em>Apotheken Umschau</em> habe ich vor einigen Monaten einen kleinen Text darüber geschrieben. Unten kannst du ihn lesen.</p><p>Ich wünsche dir und deinen Angehörigen alles Gute.</p><p>Deine</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Bitte nerven</h2><p><strong>Zwischen psychisch Kranken und dem Hilfesystem stehen hohe Hürden. Beim Überwinden spielen Familie und Freunde eine wichtige Rolle.</strong></p><p><a href="https://www.apotheken-umschau.de/"><em>Zuerst erschienen in der Apotheken Umschau im Mai 2026.</em></a></p><p>Das Schlimmste an Depressionen ist, nicht, dass man den ganzen Tag im Bett liegt oder dass man vor Verzweiflung und Schmerz kaum mehr atmen kann. Das Schlimmste ist, dass die Depressionen einen anlügen. Deswegen hilft es manchmal nichts, zu wissen, dass es Hilfe gibt, dass es erlaubt ist, sich diese zu holen, und dass es gar nicht schwierig ist, zum Handy zu greifen und die 116117 zu wählen.</p><p>Denn genau da, wo dieses Wissen gespeichert ist – im Gehirn -, wohnen auch die Depressionen und sie übertönen all diese Fakten mit ihrem Refrain:</p><p>Dir kann keiner helfen. Es ist auch sinnlos, dir zu helfen, denn dich braucht keiner, du nervst nur. Du bist allen eine Last mit deiner schlechten Stimmung und deinen unerklärlichen Körpersymptomen. Genau das werden dir die Leute von der 116117 auch erklären, wenn du dort anrufst. Wenn überhaupt jemand hingeht, da geht sicher niemand hin. Oder höchstens jemand Unfreundliches, der dich als die Simulantin entlarvt, die du bist, wenn du nach ein paar schlechten Tagen im Bett schon Notfallnummern anrufst. Und selbst wenn sie dir eine Therapeutin vermitteln: Diese ganzen Psychobabbler können auch nix. Medikamente bringen nix, Gespräche bringt nix, nichts bringt irgendwas, alles ist sinnlos. Warum überhaupt aufstehen?</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/3739b262-918d-4a93-909f-8542e7020ca9">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 14 Aug 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[So rettest du deine Liebe]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn es in der Beziehung ständig kriselt: Hier steht, wann professionelle Hilfe nötig ist, woran man einen guten Therapeuten erkennt und was die Angebote kosten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Rettet die Liebe</h1><p>Hallo,</p><p>hast du schon mal über Paartherapie nachgedacht?</p><p>In den meisten Beziehungen gibt es Phasen, in denen es nicht gerade prickelnd läuft – auch in meiner. Im Moment fühle ich mich aber sehr wohl (<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/c277d116-65e5-40a4-8d46-15ebb4547914">mehr dazu hier</a>) und mache den Beziehungstest auf der Website eines reichweitenstarken Coaching-Programms nur, weil ich einen Text recherchiere.</p><p>Ich antworte ehrlich: Ja, wir können gut miteinander reden. Ja, wir haben dieselben Werte. Nein, wir haben nicht mehr andauernd Sex. Und was schon immer schade war: Wir teilen kein Hobby. Ich erwarte, dass uns der Test eine stabile und liebevolle Beziehung mit leichten Abnutzungserscheinungen attestiert. Tatsächlich bekomme ich eine Art Tacho zugemailt, dessen Nadel auf Dunkelorange steht. Man rät mir: Zeigen Sie Ihrem Partner mehr Respekt. Ich soll meinen Mann täglich fragen, was ich ihm Gutes tun kann, und mir professionelle Hilfe suchen.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Statt zu abonnieren, rufe ich Menschen an, die sich wissenschaftlich mit Paartherapie beschäftigen. Ich frage, wie wirksam solche Angebote sind, was sie von Psychotherapie unterscheidet, woran man erkennt, dass man Hilfe braucht und wer diese dann bezahlt.</p><p>Dabei finde ich heraus: Je früher man etwas für die eigene Beziehung tut, desto besser – aber man muss nicht immer Tausende Euro beim schnell ergoogelten Promi-Coach mit Podcast ausgeben.</p><p>Deine Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/paartherapie-bei-konflikten-wann-sie-fuer-beziehungen-wirklich-notwendig-ist-a-78adfebf-550b-4522-840b-e29bf5e9b90d"><em>Mein Text über Paartherapie erschien zuerst als SPIEGEL LOVELETTER am 22. Februar 2026.</em></a></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was versteht man eigentlich unter Paartherapie?</strong></p><p>Nur in den wenigsten Fällen das, wonach der Begriff klingt: eine Psychotherapie für zwei. Die Begriffe mögen ähnlich sein, aber anders als für Psychotherapeuten gibt es für Paartherapeuten in Deutschland keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg. Jeder kann sich Paartherapeut, Beziehungsberater oder Single-Coach nennen und die entsprechende Dienstleistung anbieten. Welchen Begriff ein Anbieter für sich verwendet, ist mehr eine Geschmacksfrage als eine Aussage über Qualität und Ablauf.</p><p>Geschützt ist in Deutschland der Begriff Psychotherapeut. Wer den führt, hat in der Regel Psychologie studiert und danach eine mehrjährige Ausbildung absolviert. Manche Paartherapeuten sind approbierte Psychotherapeuten. Die meisten sind es nicht.</p><p>Das muss kein Problem sein. Die Arbeit an einer Beziehung ist etwas grundsätzlich anderes als die Behandlung einer psychischen Störung. Auch wer ausgebildeter Psychotherapeut ist, sollte vor dem Anbieten von Paartherapie eine spezifische Weiterbildung dafür gemacht haben. Andersherum gibt es viele Menschen ohne Approbation, die Paare kompetent unterstützen.</p><h5><strong>Wenn sich jeder so nennen kann: Woran erkenne ich einen guten Paartherapeuten?</strong></h5><p>»Leider gibt es nicht die eine Sache, woran man als Laie erkennen kann, dass jemand qualifiziert ist«, sagt Christian Roesler. Er selbst ist Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Paartherapeut und forscht an der Universität Freiburg zu Paartherapie.</p><p>Wie viele weitere Experten fordert er schon lange eine staatliche Regulierung. Solange es die nicht gibt, ein paar Handreichungen:</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/d83737d5-38a0-4318-8fac-dab419088397">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 07 Aug 2026 17:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unterwegs]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin auf Reisen. Hier kannst du mich begleiten, wenn du magst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>Ich bin auf Reisen, schreibe keine aktuellen und gut durchdachten Newsletter, sondern ballere in dieses Dokument unsortiert Gedanken und Bilder. Bloggen wie 2007. Oder so.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/69fbaade-88d5-49e2-928e-01a3fe451cfc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
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      <pubDate>Sun, 02 Aug 2026 10:31:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schreibe wie ein Mensch]]></title>
      <description><![CDATA[Irgendwas über irgendwas schreiben, das kann jeder Bot. Weswegen Autorinnen und Autoren sich künftig in ihren Texten spürbar machen müssen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mich selbstständig gemacht. Übrigens freiwillig, das fragen immer alle. Die <em>Süddeutsche Zeitung</em> wollte mich nicht loswerden, mit Blick auf eine mögliche Abfindung könnte man fast sagen: leider. Ich habe keine gekriegt.</p><p>Dafür bin ich aber auch nicht ins Leere gesprungen, sondern wusste schon, womit ich als Freiberuflerin die Hälfte meiner Arbeitszeit verbringen würde: <a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-ff028ec1-866c-42dd-bd2f-03ddccb02b5d">mit Texten für das Leben-Ressort des <em>Spiegel</em></a>, für das ich seit Juli 2025 als Autorin tätig bin.</p><p>Was ich mit der anderen Hälfte machen würde, wusste ich nicht.</p><p>Roman schreiben? Sachbuch? <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/56568ef9-9998-434f-8911-37448ea6ee8f">Influencerin werden</a>? Oder Digitalberaterin?</p><p>Tatsächlich schrieb ich kein Buch, aber so viele Texte, dass sie zusammen locker zwei Bücher ergeben würden. Ich schrieb und schrieb und schrieb, für den <a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-ff028ec1-866c-42dd-bd2f-03ddccb02b5d"><em>Spiegel</em></a>, für <a href="https://uebermedien.de/author/barbara-vorsamer/"><em>Übermedien</em></a>, für die <a href="https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/psychologie--8-erkenntnisse-von-menschen--die-eine-therapie-gemacht-haben-14084378.html"><em>Brigitte</em></a>, die <a href="https://www.apotheken-umschau.de/interview/judith-holofernes-im-interview-ueber-adhs-kein-trend-sondern-uebersehen-1519327.html"><em>Apotheken Umschau</em></a>, <a href="https://krautreporter.de/32015-barbara-vorsamer"><em>Krautreporter </em></a>und natürlich <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/topics/newsletter">hier </a>auf &quot;Innen &amp; Außen&quot;.</p><p>Ich wusste von Anfang an, dass ich es nicht auf Dauer packen würde, auschließlich zu schreiben. Sich von morgens bis abends neue Gedanken aus der Nase zu ziehen, geht an die Substanz. Meine vage Vorstellung war deswegen, vielleicht meine über die Jahre aufgebauten Kompetenzen weiterzugeben. Als Digitalberaterin oder Schreibcoach oder Kommunikationsexpertin, ähnlich wie <a href="https://www.carlinemohr.de/">Carline Mohr</a>, <a href="https://akgerstlauer.de/home/ueber-mich/">Anne-Kathrin Gerstlauer</a> oder <a href="https://franziskabluhm.d/">Franziska Bluhm</a> das machen. Könnte ich sowas auch?</p><p>Als ich für die <em>Süddeutsche Zeitung</em> gearbeitet hatte, war meine Rolle im Team die der digitalen Nervensäge. Ich war die, die bei Themenvorschlägen wissen wollte, wie der Text auf der Homepage aussehen soll und welches Leserbedürfnis er erfüllt.</p><p>Ich weiß, was bei Teasern eine Rampe ist und wozu es sie braucht, ich traue mich, mein Gesicht in eine Kamera zu halten oder in ein Mikrofon zu sprechen und will nach der Veröffentlichung immer wissen: Hat es funktioniert?</p><p>Es kommt aufs Umfeld an, ob man mit diesem Mindset digitale Avantgarde ist, oder eher ein Online-Dinosaurier auf dem Stand von 2019. Verglichen mit den KI-Bescheidwisserinnen in meiner LinkedIn-Timeline, bekam ich zunächst den Eindruck: Sei lieber still. Wer seiner Kundschaft keine Claude-Skills hinprogrammieren kann, braucht sich heutzutage nicht als Kommunikationsexpertin bezeichnen.</p><p>Doch seit ein paar Monaten spüre ich, wie die allgemeine KI-Euphorie einer immer größeren Müdigkeit weicht. Erst dachten viele, sich das Geld für gute Erzähler künftig sparen zu können. Es würde doch reichen, alle Infos in den Agenten zu stopfen, um eine mitreißende Rede oder virale Social-Posts zu generieren. Mittlerweile sind diese Menschen ernüchtert.</p><p>Denn ja, KI kann vieles (was genau, und wie du sie in deiner Arbeit sinnvoll einsetzen kannst, das frag bitte nicht mich, sondern <a href="https://franziskabluhm.de/newsletter/">Franziska</a>, <a href="https://howtostory.substack.com/">Carline </a>oder <a href="https://texthacks.substack.com/">Anne-Kathrin</a>. Und unbedingt ihre Newsletter abonnieren!)</p><p>Wenn du selbst nicht weißt, wie ein gutes Ergebnis aussehen soll, bringt dir das nichts. Und was ein Chatbot auch mit dem ausgebufftesten Prompt nicht hinbekommt: deine Geschichten mit deiner Stimme zu erzählen. <strong>Zu schreiben wie ein Mensch.</strong></p><p>Ich weiß, wie das geht. Anne-Kathrin Gerstlauer, <a href="https://texthacks.substack.com/">in deren Newsletter &quot;TextHacks&quot; </a>ich diese Woche einen <a href="https://texthacks.substack.com/p/suche-besondere-deutsche-worter">Gastauftritt </a>hatte, stellte mich mit diesen Worten vor:</p><blockquote><p>Barbara Vorsamer schreibt in ihren Essays nicht “Kennst du das”, wie die klassische KI. Sondern sie beschreibt Gefühle und Trends so, dass ich den Text lese und denke: Das kenne ich. Das fühle ich. Aber ich wusste vor Barbaras Text gar nicht, dass ich das kenne und fühle.</p></blockquote><p>Eine KI hat keine Gefühle, keine originellen Gedanken, keine Identität. Wer sich also heute von dem KI-Mittelmaß da draußen abheben will, muss all das und damit sich selbst in seinen Texten spürbar machen.</p><p>Ich mache das schon seit vielen Jahren. Zum Beispiel schrieb ich <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/depressionen-e276082/">hier</a> über meine Depressionen, <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/erbe-gerechtigkeit-steuer-konsum-1.5257448">hier</a> über mein Verhältnis zu Geld und <a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/beziehungen-was-man-von-einer-stabilen-partnerschaft-lernen-kann-a-bd8f74bd-151b-4e46-ad93-13d9fbec5c2d">hier</a> über meine Partnerschaft.</p><p>Wenn auch du deine eigene Stimme finden willst, <a href="https://www.barbaravorsamer.de/beratung">kannst du &quot;Schreiben wie ein Mensch&quot; bei mir buchen</a> - als Einzelcoaching oder als Workshop für dein Team. Ab Oktober habe ich wieder Kapazitäten frei, ich freue mich auf deine Anfrage.</p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Wie es mit &quot;Innen &amp; Außen&quot; weitergeht</strong></h4><p>🤝 <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Aktuell unterstützen 140 von euch meine Arbeit</a>. Vielen Dank!</p><p>⛱️ &quot;Innen &amp; Außen&quot; macht jetzt Sommerpause. Statt aktuellen Gedanken schicke ich dir in den nächsten Wochen ausgewählte Texte <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/topics/texte">aus meinem Archiv.</a></p><p>💌 Ab dem 11. September gibt es dann wieder regelmäßige Newsletter, die dich nichts kosten - außer fünf Minuten deiner Zeit.</p><p>📝Ab und an werde ich auch nach der Pause längere Texte mit Paywall verschicken.</p><p>Damit du alles lesen kannst und vielleicht das nächste Stickbild gewinnst: <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Hier geht es zu meinen Paketen.</a></p><hr/><p>Geschrieben</p><p><strong>Ist Hören das neue Lesen – und macht uns das dümmer?</strong> Früher las ich jedes Jahr Dutzende Bücher. Heute hetze ich mit Geschichten auf dem Ohr durchs Leben und frage mich, wie sich das auf mein Gehirn auswirkt. (<a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ist-hoeren-das-neue-lesen-und-macht-uns-das-duemmer-a-589ba41c-2eea-4036-b29d-eebde477cfd4?giftToken=b14320c8-bbe5-45b0-bbbe-9750ad62492a"><em>Spiegel-🎁-Link</em></a><em>)</em></p><p><strong>Ist Kinderhaben wirklich so stressig – und muss man das andauernd aufschreiben? </strong>Mehrere Autoren plädieren dafür, weniger lamentierend über Care-Arbeit zu berichten, um jungen Menschen nicht die Lust auf Familie zu nehmen. Da haben sie etwas missverstanden. (<a href="https://uebermedien.de/118956/ist-kinderhaben-wirklich-so-stressig-und-muss-man-das-andauernd-aufschreiben/"><em>Übermedien</em></a>)</p><p><strong>Schreibe wie ein Mensch</strong>: Fünf Hacks, damit deine Texte nicht nach Maschine klingen (<a href="https://texthacks.substack.com/p/suche-besondere-deutsche-worter"><em>TextHacks</em></a>)</p><hr/><p>Gelesen</p><p><strong>Nein, nicht alle Männer waren schon einmal sexuell übergriffig. Nur 95,1 Prozent.</strong> Über eine Befragung, die zu diesem Ergebnis kam, <a href="https://www.wienerzeitung.at/a/nicht-alle-maenner-nur-95-1-prozent">schreibt Beatrice Frasl in der <em>Wiener Zeitung</em></a>. Und für alle, die wie ich die Zahl nicht ganz glauben können, <a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/08862605261432630">hier die Originalquelle</a>.</p><p>&quot;Boah, Crashout&quot;: Christoph Koopmann war einige Monate lang <strong>unterwegs mit Zehntklässlern, die ihm trotzen, dem Sog zum Scheißegal</strong>. <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/abschlussklasse-gelsenkirchen-realschule-jugend-e940787/">Empfehlenswerter Text aus der <em>Süddeutschen Zeitung.</em></a></p><hr/><p>Gelacht</p><p>Demnächst wird das <strong>Jugendwort des Jahres</strong> gekürt, <a href="https://www.instagram.com/p/DbUvVKJj5K9/">Susanne Daubner performt die Top Ten hier</a>. Noch lustiger fand ich aber <a href="https://www.instagram.com/p/DbV6E1NDdrn/?img_index=1">die Übersetzungen von Funk</a>.</p><p>Wie sagen Boomer &quot;Crashout&quot;?</p><p><strong>Mein lieber Scholli, mir platzt gleich die Hutschnur!</strong></p><hr/><p>Gelitten</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3268ec81-5c22-47a8-b4c0-7796a5770f9b/uploads/images/mt5qf6j7v3/20260724_084916490_iOS.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Migräne-Statistik: 13 Tage, 5 Tabletten"/><p>Migräne-Statistik: 13 Tage, 5 Tabletten. Am #migränemittwoch habe ich aufgeschrieben, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013">warum ich so gerne Schwimmen, aber niemals Joggen gehe.</a></p><hr/><p>Gestickt</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3268ec81-5c22-47a8-b4c0-7796a5770f9b/uploads/images/gggji5bgpo/IMG_1680.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Stickbild Boss Bitch"/><p>Gewaschen, gebügelt und in einen Rahmen gespannt verlose ich das hier nach der Sommerpause. Wenn du gewinnen willst: <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Hier entlang</a>.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 31 Jul 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ist Sprechen das neue Schreiben?]]></title>
      <description><![CDATA[Gesprochenes war mal Schall und Rauch, Geschriebenes für die Ewigkeit. Inzwischen sind beides Dateien in der Cloud. Was ändert das?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>gerade ist beim <em>Spiegel </em>ein Herzenstext von mir erschienen:<a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ist-hoeren-das-neue-lesen-und-macht-uns-das-duemmer-a-589ba41c-2eea-4036-b29d-eebde477cfd4"> Ist Hören das neue Lesen - und macht mich das dümmer?</a><a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/ist-hoeren-das-neue-lesen-und-macht-uns-das-duemmer-a-589ba41c-2eea-4036-b29d-eebde477cfd4?giftToken=38f7c9a7-b29f-410b-bed1-9dc6a68709b8"> (🎁-Link</a>)</p><p>In den vergangenen Monaten habe ich viel darüber nachgedacht, was es für mich und mein Gehirn bedeutet, dass ich immer weniger Bücher lese und immer mehr Hörbücher und Podcasts höre. Ich habe viele Studien, Essays, Bücher zum Thema durchgearbeitet, mich mit der fantastischen Meike Winnemuth getroffen und mit Günther Stocker, Co-Leiter des Forschungsprojekt &quot;Listening to Literature&quot; an der Universität Wien telefoniert.</p><p>Mein Fazit: An sich gibt es keinen großen Unterschied zwischen dem Lesen und dem Hören eines Textes.</p><p>Dass es ihn dann doch gibt, liegt daran, dass das Lesen eines Buches eine exklusive Beschäftigung ist, die sich mit nichts anderem kombinieren lässt. Autorin Winnemuth sagt es so:</p><blockquote><p>&quot;Wer liest, signalisiert der Welt: Ich stehe nicht zur Verfügung.&quot;</p></blockquote><p>Literaturwissenschaftler Stocker aber weiß aus seiner Forschung:</p><blockquote><p>&quot;Das Hören von Büchern ohne Nebentätigkeit findet quasi nicht statt.&quot;</p></blockquote><p>Und das ist meiner Meinung nach dann doch ein gravierender Unterschied. <strong>Konzentriere ich mich voll und ganz auf eine Geschichte? Oder läuft sie nebenher?</strong></p><p>Ich mache deswegen weiterhin mit Freude beides, je nachdem, was gerade besser zum jeweiligen Buch und in meinen Tag passt. In meinem <em>Spiegel</em>-Text schreibe ich außerdem:</p><blockquote><p><em>&quot;Sprechen und zuhören, schreiben und lesen – alles spielt eine Rolle in der modernen Kommunikation, alles hat seinen Wert. Es ist ein Geschenk der Technik, dass man Mails diktieren und Sprachnachrichten transkribieren, Texte hören und Podcasts nachlesen kann. Es ermöglicht, sich die Inhalte immer so bereitstellen zu lassen, wie es gerade passt – für die jeweilige Person, den jeweiligen Moment, die jeweilige Geschichte.&quot;</em></p></blockquote><p>Und eigentlich stimme ich mir hier selbst nicht mehr so richtig zu.</p><p>Ich wollte nur dieses Fass nicht auch noch aufmachen, der Text ist eh schon lang (und, das nur nebenbei, er war zur Hälfte auch schon mal Teil dieses<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/bafb0b52-d185-4b49-9053-8261450cdbfa"> &quot;So komme ich von meinem Handy los&quot;-Textes aus dem Januar</a>. Aber als ich damals anfing, über mein Smartphone zu schreiben, und mich plötzlich bei Gutenbergs Druckerpresse wiederfand, dachte ich: bisschen viel auf einmal.)</p><p>Der Gedanke, den ich dieses Mal gekürzt und für einen nächsten Text aufgehoben habe:</p><p><strong>Sollten wir Geschriebenes und Gesprochenes, Gehörtes und Gelesenes wirklich gleich behandeln? </strong>Als wären Sprechen und Schreiben dasselbe?</p><p>Aber so ist es doch nicht!</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/3331b9a6-f29a-4d22-be5f-3d707f7057ad">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Geht nicht gibt's - vielleicht doch]]></title>
      <description><![CDATA[Nicht jeder kann alles, schafft alles, kriegt alles. Ungerecht?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Geht nicht gibt’s - vielleicht doch</h1><p>Hallo,</p><p>Gerechtigkeit und Inklusion sind großartige Sachen - aber bedeuten sie, dass jeder einen Anspruch auf alles hat?</p><p>Darüber habe ich diese Woche nachgedacht. Anlass war dieser Text über den unbedingten <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/behinderung-inklusion-kinderwunsch-leihmutterschaft-e730545/">Kinderwunsch einer Frau mit Behinderung</a>.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Auf natürlichem Weg kann Svenja Steinke nicht schwanger werden, Adoption oder ein Pflegekind wurden ihr verwehrt, mit ihrer Co-Mutter in einem Parenting-Modell zerstritt sie sich. Deswegen entscheidet sie sich für eine Eizellenspende und beauftragt eine Leihmutter. Sie wollte Mutter werden -ungeachtet dessen, dass sie alleine weder Nudeln kochen noch ihre Jacke ausziehen kann und im Alltag auf die Unterstützung von Assistenzkräften angewiesen ist.</p><p>Der Text thematisiert vor allem die Hürden, die Svenja Steinke daran hindern, als Mutter des in Ghana geborenen Babys Tilda anerkannt zu werden. Denn nach deutschem Recht muss es dafür eine genetische Verbindung zwischen Elternteil und Kind geben. Da es die nicht gab, musste Tilda fast ein Jahr bei einer Nanny leben, ihre Zukunft war unklar.</p><p>Mich beschäftigt bei und nach der Lektüre vor allem die Frage: <strong>Hat jeder das Recht auf ein Kind - und wie weit darf man dafür gehen?</strong></p><p>Ich weiß nicht, ob mein Gedankengang nachvollziehbar ist, aber in meinem Gehirn war es kein weiter Weg von der Fortpflanzungsmedizin zum Nachteilsausgleich in der Schule.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/ef752f0f-132d-4740-9df8-59658f6f8d1d">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 17 Jul 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Heute schon nachgedacht?]]></title>
      <description><![CDATA[KI hilft mittlerweile vielen bei der Arbeit. Manchen spart das Zeit. Doch ich bezahle mit Ideen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Heute schon was gedacht?</h1><p>Hallo,</p><p>wie die meisten Menschen probiere auch ich manchmal aus, <strong>ob und wie mir KI in meinem (Berufs)Leben behilflich sein kann</strong>. So versuchte ich letztens, von Claude ein Recherchedossier über die Familienpolitik der vergangenen Jahrzehnte zu bekommen, denn darüber sollte ich einen Text schreiben.</p><p>Claude lieferte nicht schlecht, nach ein bisschen Hin und Her hatte ich alles beisammen, was ich wissen wollte. Was ich nicht hatte: einen Dreh. Eine Haltung. Eine Idee.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Damit meine ich nicht Meinung. Eine Meinung zur deutschen Familienpolitik habe ich auch nachts um halb drei und ohne Recherche. Weswegen ich dachte: Das kriege ich irgendwie hin. Ich setzte mich an den Rechner und schrieb los.</p><p>Es entstand eine Art schön geschriebener Wikipedia-Artikel, ein &quot;Alles über …&quot;-Text.</p><p>Mein Anspruch an mich selbst ist ein anderer.</p><p>Also legte ich am nächsten Tag Recherchedossier, Handy und Rechner ganz weit weg und schrieb nochmal alles neu - mit der Hand.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/dabde860-df66-44d0-9424-8b4d70a3ce94/uploads/images/bntdegcpda/IMG_1272.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Seitdem denke ich darüber nach, warum es mir so schwer gefallen ist, aus Claudes Dossier einen eigenen Text zu machen. Es ist schließlich nicht so, dass ich die Recherche bisher alleine gemacht habe. In großen Verlagshäusern gibt es eine Archivabteilung und manche Textideen beginnen damit, dass ich an diese Kolleginnen und Kollegen eine E-Mail schreibe:</p><p>&quot;Hallo, ich schreibe über Dings, könnt ihr mir dazu was raussuchen?&quot;</p><p>Ein paar Tage später kommt dann ein PDF-Haufen mit Studien und Konkurrenztexten und ich lese mich ein. Wenn ich damit fertig bin, weiß ich fast immer, mit welchem Dreh ich das Thema selbst angehen will. Meistens habe ich auch schon einen Haufen vollgekritzelter Blätter mit weiterführenden Gedanken, Metaphern, offenen Fragen.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/dabde860-df66-44d0-9424-8b4d70a3ce94">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 15:08:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Lassen sich Handys so leicht in die Tasche stecken?]]></title>
      <description><![CDATA[Viele sind dafür, Smartphones aus Schulen zu verbannen. Nur wie? Ein Münchner Gymnasium versucht es mit Magnettaschen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Lassen sich Handys in die Tasche stecken?</h1><p>Viele sind dafür, Smartphones aus Schulen zu verbannen. Nur wie? Ein Münchner Gymnasium versucht es mit Magnettaschen.</p><p>Zuerst erschienen in <a href="https://www.spiegel.de/panorama/bildung/handyverbot-an-schulen-muenchner-gymnasium-testet-handytaschen-mit-magnetverschluss-a-49165a30-7816-43c6-b9af-fb6f8814f567"><strong>DER SPIEGEL 13/2026</strong></a></p><hr aria-hidden="true"/><p>Auf der Mauer sitzt niemand. Dabei ist genau dort, wo die Volkshochschule nebenan ihren Eingang hat, das WLAN-Signal am stärksten. Früher haben die Schülerinnen und Schüler hier die Zeit zwischen den Schulgongs an ihren Handys durchgezockt. Auch regelrechte Smartphone-Partys habe es gegeben, erzählt die Elftklässlerin Pia. Größere Gruppen Jugendlicher hätten sich in den Toiletten verschanzt, um unbeobachtet am Handy zu hängen. Jede Kabine sei besetzt gewesen, sodass kaum mehr konnte, wer wirklich musste.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e0ed2c8b-0bca-47d8-909f-900643105005/uploads/images/uh4mchiyxf/emre-ucar-yRUAHtPlscE-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Symbolfoto von Jungs am Smartphone. Foto: Emre Ucar/Unsplash"/><figcaption>Symbolfoto von Jungs am Smartphone. Foto: Emre Ucar/Unsplash</figcaption></figure><p>Es lief nicht gut mit den Handys am Städtischen Heinrich-Heine-Gymnasium in München, darüber sind sich alle einig. Doch ob die Taschen die Situation besser gemacht haben? Die Meinungen gehen auseinander.</p><p>An einem trüben Mittwochmittag im Februar sammeln sich die Kinder und Jugendlichen statt auf der Mauer an den kleinen dunkelgrauen Kästen neben den Schulausgängen. Ein Schüler nach dem anderen zückt eine graue Stofftasche, öffnet ihren Verschluss mithilfe des Magneten im Kästchen und zieht sein Smartphone heraus.</p><p>Endlich wieder online!</p><p>Der Mechanismus funktioniert ähnlich wie das Entfernen der Diebstahlsicherung von Kleidungsstücken. Das Handy benutzen dürfen jetzt, wenige Minuten nach 13 Uhr, diejenigen, die nach Hause gehen. Oder mindestens in der achten Klasse sind. Für die Unterstufenschüler sind Handys auch in der Mittagspause tabu.</p><p>Ein paar Siebtklässler trifft man an Tischen in der Aula, gelangweilt kauen sie auf Käsebroten herum. »Schreiben Sie, dass das hier eine Scheißschule ist«, sagt ein Junge. Ein Mädchen widerspricht: »Nein, die Schule ist mega. Aber die Handytaschen nerven krass.«</p><h4><strong>Das Smartphoneverbot gilt schon lange, umsetzen ließ es sich kaum</strong></h4><p>Dabei durfte man am Heinrich-Heine-Gymnasium, kurz HHG, während des Unterrichts noch nie ans Smartphone. Auch in den Pausen, auf den Gängen und der Toilette ist die Nutzung seit Jahren untersagt. Theoretisch.</p><p>Praktisch ragten die Geräte aus jeder Hosentasche, und die Lehrkräfte fühlten sich zunehmend belastet von ihrem Zusatzjob als Smartphone-Polizei. So schildert es Schulleiter Marcus Sillober. Jeden Tag hätten mehrere Geräte einkassiert werden müssen.</p><p>Im Sommer 2025 fasste das Schulforum, ein Gremium aus Schülern, Lehrkräften und Eltern, einen Beschluss: Schüler und Handys sollten künftig getrennt werden. Wie blieb zunächst offen.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/e0ed2c8b-0bca-47d8-909f-900643105005">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 09:53:10 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Krank schreiben]]></title>
      <description><![CDATA[Wie bringt man ein Gehirn dazu, mehr zu arbeiten? Nicht durch Druck. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>mein angekündigter Text über <a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7477649164151971841/">Schreiben mit und ohne KI</a>, mit und ohne Stift und Zettel liegt dreiviertelfertig neben diesem hier, kommt aber wann anders.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Was aber, hurra, schon diese Woche kommt:</p><h3>Das Nervenbündel ✨🧠💌!</h3><p><a href="https://trustfnd.com/vorsamer/c/nervenbndel--bRnBtaLXnjtPGh4HUz52">Drei Newsletter gemeinsam für einen reduzierten Preis:</a></p><ul><li><p><a href="https://steady.page/de/verstand-verlieren/about#js-publication_plans">Wie du nicht den Verstand verlierst</a> von Theresa Bäuerlein: Einsichten für Menschen, die klarer denken wollen.</p></li><li><p><a href="https://steady.page/de/das-leben-des-brain/about">Das Leben des Brain</a> von Bent Freiwald: Erkenntnisse aus Hirnforschung, die dir im Alltag helfen.</p></li><li><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Innen &amp; Außen</a> von mir (kennst du schon): Persönliches. Politisches. Psychisches.</p></li></ul><p>Mit dem <strong>Nervenbündel </strong>bekommst du 30 Tage Zugang zu allen Inhalten von Theresa, Bent und mir <strong>für 10,50 statt 21 Euro </strong>– das sind 50 Prozent Ersparnis.</p><p>Es ist außerdem die bei mir seltene Möglichkeit, monatlich statt jährlich zu abonnieren. Das Angebot gilt bis 3. August 2026.</p><p><a href="https://trustfnd.com/vorsamer/c/nervenbndel--bRnBtaLXnjtPGh4HUz52"><em>💌🧠✨Nervenbündel abonnieren✨🧠💌</em></a></p><p>Du bist bereits Mitglied? Das wird dir angerechnet, du zahlst nur die Differenz.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Und jetzt muss ich über das <strong>Reformpaket der Bundesregierung</strong> nachdenken - insbesondere über die Ankündigung, dass Angestellte künftig <a href="https://www.spiegel.de/politik/koalition-will-reformpaket-nicht-zerreden-lassen-a-ae4b016c-396c-47bb-a9c1-069accb72486">ab dem ersten Krankheitstag</a> eine Bescheinigung vom Arzt vorlegen müssen UND dass sie diese nicht mehr telefonisch einholen können.</p><p>Die Empörung ist riesig, doch bevor ich mitmache, möchte ich sagen: Die deutschen Regelungen zur Krankschreibung waren bisher im internationalen Vergleich extrem kulant. Hier ranzugehen, halte ich nicht grundsätzlich für menschenfeindlich.</p><p>Dass so viele Leute auf der Zinne sind, hat meiner Meinung nach drei Gründe:</p><ol><li><p><strong>Zu viel auf einmal: </strong>Die Bundesregierung hätte die telefonische Krankschreibung abschaffen können. ODER eine Arbeitsunfähigkeit ab Tag 1 verlangen. Dass sie beides gleichzeitig macht, wirkt unverhältnismäßig.<br/></p></li><li><p><strong>Katastrophal kommuniziert.</strong> <a href="https://www.instagram.com/reel/DaSGiGGOMRQ/?igsh=bnk2dTY0ZXI0YWtv">Bundeskanzler Friedrich Merz </a>begründet den Schritt mit den hohen Krankenständen im Vergleich zu früher und mit anderen Ländern.</p><p></p></li></ol><figure><a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesundheit/merz-deutsche-krankheitstage-atemwegserkrankungen-psychische-erkrankungen-rueckenschmerzen-e358932/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5903fd30-9e6b-4c2c-aacc-c71c36aadb64/uploads/images/xq4yhs6uuu/krankschreibung.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Screenshot SZ.de</figcaption></figure><p><br/>Dazu muss man allerdings sagen: Ländervergleiche sind schwierig, weil sich Definitionen und Datenerfassung unterscheiden. Das erklärt auch, warum in Deutschland der Krankenstand scheinbar so hoch gegangen ist. Seit 2021 werden Krankmeldungen digital an die Krankenkassen gemeldet, davor mussten Menschen Zettel verschicken. Taten sie nicht zuverlässig. <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesundheit/merz-deutsche-krankheitstage-atemwegserkrankungen-psychische-erkrankungen-rueckenschmerzen-e358932/">Genauer erklären es Felicitas Kock, Christina Berndt und Sead Mujic</a> in der <em>Süddeutschen Zeitung</em>.</p><p>Merz weiß das. Dass er trotzdem anders kommuniziert, ist Absicht.</p><p>Die Maßnahmen vermitteln nicht versehentlich die Botschaft: <strong>Reisst euch gefälligt mal zusammen, ihr faulen, simulierenden Schneeflöckchen!</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/5903fd30-9e6b-4c2c-aacc-c71c36aadb64">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 03 Jul 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gestresst? Ausgelaugt? Am Ende? Wo immer mehr Eltern Hilfe finden]]></title>
      <description><![CDATA[In Kurkliniken suchen überforderte Mütter und Väter Unterstützung. Hier sagt die Psychologin Pilar Velazquez, was Eltern in angespannten Lebenslagen benötigen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Kurkliniken suchen überforderte Mütter und Väter Unterstützung. Hier sagt die Psychologin Pilar Velazquez, was Eltern in angespannten Lebenslagen benötigen – und wie sie an einen Kurplatz kommen.</strong></p><p><a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/mutter-kind-kur-gestresst-ausgelaugt-am-ende-wo-immer-mehr-eltern-hilfe-finden-a-f1b235c4-3611-43ae-85e1-373a0f0e2d7e"><em>Zuerst erschienen im Spiegel, 12. März 2026</em></a></p><p><strong>Frau Velazquez, Sie führen die Rehaklinik Saarwald, eine Einrichtung für Mütter, Väter und pflegende Angehörige im Verbund des Müttergenesungswerks. Wer ist gerade bei Ihnen auf Kur?</strong></p><p><strong>Velazquez:</strong> Das ist immer eine bunte Mischung. Zu uns kommen Ärztinnen und Anwälte, Lehrerinnen, Hausfrauen, einfach alle.</p><p><strong>Für wen kommt eine solche Maßnahme infrage?</strong></p><p><strong>Velazquez:</strong> Ich höre oft, dass Frauen im Vorfeld gefragt werden: Warum brauchst du eine Kur, bei dir ist doch alles in Ordnung! Dabei sollte man kommen, bevor man zusammenbricht. Eine Mutter- beziehungsweise Vater-Kind-Kur ist eine Vorsorgemaßnahme, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorbeugen oder stabilisieren soll, das zu verstehen ist ganz wichtig. So ein Klinikaufenthalt ist daher das Richtige für alle, die etwas in ihrem Leben verändern möchten und die sich dabei Unterstützung wünschen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/587688db-c8c2-433f-8b95-634199dbe684/uploads/images/ewycfzksgu/faride-araujo-R5TtYZUHhjw-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Faride Araujo/Unsplash</figcaption></figure><p><strong>Wie hilft eine Kur dabei?</strong></p><p><strong>Velazquez: </strong>Wenn man gezielt und bewusst eine Auszeit nimmt, kann man die eigene Situation aus einer anderen Perspektive betrachten. Vielen tut es auch gut, sich mal intensiv um sich selbst und ihren Körper kümmern zu können und auch mit den Kindern auf eine ganz andere Art Zeit zu verbringen, als das im Alltag möglich ist. In einer Klinik muss niemand selbst putzen, kochen oder arbeiten.</p><p><strong>Wie in einem Hotel.</strong></p><p><strong>Velazquez:</strong> Nein. Wer Urlaub machen will, ist in einer Mutter-Kind-Klinik fehl am Platz. Die Maßnahme wird von den Krankenkassen finanziert. Anspruch haben Personen, die in aktueller Familienverantwortung sind, und deren Gesundheitsprobleme müssen damit in Zusammenhang stehen. Es sollte darum gehen, herauszufinden: An welchen Punkten kann und will ich etwas ändern, um zukünftig gesünder und belastbarer zu sein – für mich und für meine Familie? Eine klare Vorstellung davon, was die Maßnahmen sind und leisten, schützt vor falschen Erwartungen. Wenn sich Menschen dann beschweren, weil der Service oder das Essen nicht so sind wie in einem Restaurant, dann ist das für sie und für uns frustrierend.</p><p><strong>Seit wann arbeiten Sie in Mutter-Kind-Kliniken?</strong></p><p><strong>Velazquez:</strong> Ich bin Psychologin und arbeite seit 17 Jahren in dieser Klinik, seit 2021 leite ich sie.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fcdn.prod.www.spiegel.de%2Fimages%2F8b84eab7-d14c-4438-b2dc-7cfb167824ea_w335_r0.7559288537549407_fpx50_fpy49.86.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=dad497cff46f2d4b9fc233d6f73801bf" alt=""/><p><strong>Pilar Velazquez</strong>, Jahrgang 1979, ist Psychologin und leitet seit vier Jahren die Rehaklinik Saarwald für Mütter, Väter und pflegende Angehörige.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was hat sich in dieser Zeit verändert?</strong></p><p><strong>Velazquez:</strong> Sehr viel. Früher hatten wir über den Winter geschlossen, weil es gar nicht genügend Bedarf und Kostenzusagen für einen ganzjährigen Betrieb gegeben hat. Das ist heute ganz anders, wir haben immer offen und sind immer voll, auch über die Feiertage. Da kommen dann vor allem Patientinnen und Patienten mit schwierigen Familienkonstellationen, die die Chance nutzen wollen, gerade an Weihnachten Entlastung zu erleben. Insgesamt wird es jedes Jahr mehr.</p><p><strong>Haben Sie eine Idee, woran das liegt?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/587688db-c8c2-433f-8b95-634199dbe684">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/587688db-c8c2-433f-8b95-634199dbe684/teaser_image/1783070193?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 03 Jul 2026 09:17:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gar keinen Bock drauf]]></title>
      <description><![CDATA[Also: auf Sex in der zweiten Lebenshälfte durchaus. Auf die Erzählungen drumherum weniger.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>vor einer Woche bin ich 45 Jahre alt geworden.</p><p>Dass ich damit in der zweiten Lebenshälfte angekommen bin, deutete sich schon davor durch zwei Aufträge an, die ich vom <a href="https://www.spiegel.de/impressum/autor-ff028ec1-866c-42dd-bd2f-03ddccb02b5d"><em>Spiegel </em></a>bekommen habe. <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/adhs-im-erwachsenenalter-adhs-ist-keine-kinderkrankheit-da-waechst-sich-nichts-aus-a-7d440079-4819-422f-8861-9c3d412cde6e">Mit der Ärztin Astrid Neuy-Lobkovicz sollte ich über ADHS im Alter sprechen</a>, <a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/sex-im-alter-was-sheila-de-liz-langzeitpaaren-fuer-besseren-sex-raet-a-d2356718-53cb-49cc-97a7-1ec6b98cf1e1">Sheila de Liz zu gutem Sex ab 50 Jahren befragen.</a></p><p>Ich fand diese Bestellungen lustig. Als ich noch bei der <em>Süddeutschen Zeitung</em> war, gehörte ich zu den Jüngeren im Team. Jetzt bekomme ich die Themen für die ältere Frau ab.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Sheila de Liz also. In meinem Bekanntenkreis wird sie seit Jahren gelesen und von manchen verehrt. Ihr 2020 erschienenes Buch &quot;Woman on Fire. Alles über die fabelhaften Wechseljahre&quot; hat den aktuellen Boom, wenn nicht ausgelöst, so zumindest ordentlich, hihi, befeuert. <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/wechseljahre-kommerzialisierung-deutschland-markt-gesellschaft-li.3367406">Mehr heiße Metaphern gibt es in diesem wunderbaren Text über den Milliardenmarkt Menopause von Mareen Linnartz.</a></p><p>Gynäkologin de Liz ist eine Verfechterin jeglicher Hormonersatztherapie. Doch bis vor wenigen Jahren herrschte bei dem Thema große Zurückhaltung, die Gründe <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/wechseljahre-hormone-menopause-frauen-gesundheit-1.5676936">erklärt Nataly Bleuel hier.</a> Noch 2022 nahmen nur sechs Prozent der Frauen zwischen 45 und 65 Jahren Hormonpräparate ein, obwohl sie bei etwa jeder dritten angezeigt wären. Mittlerweile scheinen die Verordnungen anzusteigen. Mit ihrem Werbefeldzug für bioidentische Hormone hat de Liz also zahlreichen Frauen einen großen Dienst erwiesen.</p><p>Ich habe allerdings dass Gefühl, dass sie dabei übers Ziel hinaus schießt. In ihrem aktuellen Buch &quot;Light my Fire. Für den Sex deines Lebens&quot; schreibt sie: &quot;Östrogensalbe ist die neue Zahnseide.” Darauf angesprochen, sagte sie: Ja, sie meine das genau so. Jede Frau über 45 Jahren solle täglich so eine Creme benutzen.</p><p>Nun bin ich auch ich dafür, Frauen und ihre gesundheitlichen Probleme ernst zu nehmen und sie nicht mit &quot;das ist das Alter&quot; oder &quot;alles psychisch&quot; wieder nach Hause zu schicken. Was ich aber genauso wenig mag, ist, Frauen mit allen medizinischen Mitteln leistungsfähig, fröhlich und sexuell verfügbar zu halten.</p><p>Müsste ich de Liz’ aktuelles Buch in einem Satz zusammenfassen, würde ich sagen: <strong>Wenn es im Bett nicht mehr läuft, lass dir Testosteron verschreiben.</strong></p><p>Alternative Erklärungen für wenig Lust kommen bei ihr recht kurz. In den entsprechenden Kapitel trägt sie zusammen, was seit Jahrzehnten bekannt ist, empfiehlt sechs Sekunden am Tag zu knutschen und sich zwanzig Sekunden am Tag zu umarmen. Sie schreibt von sexueller Temperatur und landet dann doch wieder bei Hormonwerten. Und als eine verheiratete Patientin ihr erzählt, dass sie in ihrer Partnerschaft nicht hormonell, sondern mit Kondomen verhütet, unterstellt ihr de Liz, dass da kaum mehr was läuft.</p><p>Ich bin verheiratet, habe das letzte Mal vor 25 Jahren hormonell verhütet und fragte die Gynäkologin <a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/sex-im-alter-was-sheila-de-liz-langzeitpaaren-fuer-besseren-sex-raet-a-d2356718-53cb-49cc-97a7-1ec6b98cf1e1">im Interview</a>: Erzeugen Sie so nicht Druck auf Frauen, bis ins Alter sexuell verfügbar zu bleiben?</p><p>De Liz:</p><blockquote><p>Mein Ziel ist, dass jede Frau sexuell selbstbestimmt sein kann. Wer mit über 50 gerne unsexy werden möchte, darf das. Ich erzähle aber lieber, dass die verschrumpelte Alte ein misogynes Klischee ist und Frauen im Alter den Sex ihres Lebens haben können. Historisch wurden wir dazu erzogen, nicht zu viele Ansprüche zu stellen. Deswegen werde ich hellhörig, wenn mir eine Patientin sagt, sie hat keine Lust. Will sie wirklich nicht – oder glaubt sie, dass sie nicht mehr wollen darf? Oder, und da sind wir wieder beim Anfang: Lehnt sie die Östrogensalbe ab, weil sie glaubt, im Alter zu vertrocknen, sei eben Schicksal? Das muss nicht so sein.</p></blockquote><p>Überzeugt hat mich das nicht. Wenn mir jemand beim Thema Sex so penetrant &quot;du darfst&quot; entgegen schreit, höre ich &quot;du musst&quot;. Und dann mag ich nicht mehr. Zwischen Selbstermächtigung und Selbstoptimierung verläuft eine dünne Linie.</p><p>Ich kann auch nichts mit dem Subtext anfangen, dass ohne Sex keine gute Beziehung möglich ist. Beim Nachdenken über dieses Thema kam mir &quot;Das Stundenbuch der Liebe&quot; von Helga Schubert in den Sinn, <a href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/helga-schubert-der-heutige-tag-literatur-pflege-1.5770570">das ich vor einigen Jahren für die SZ gelesen und rezensiert habe</a>. In dem Buch geht es an keiner Stelle um Sex. Es geht um das hohe Alter, um Pflege, Intimität, Zweisamkeit, &quot;Sahnejoghurt im Schatten, eine Amsel singt, Stille&quot;.</p><p>Liebe in monatliche Geschlechtsakte, tägliche Küsse, richtige Hormonlevel zu zerteilen und auszurechnen, ob das lohnt: einfach Nein. Wir Menschen sind so viel mehr als das.</p><p>Irgendwann schreibe ich hier oder anderswo ein Plädoyer auf mein Recht, ungebumst zu verschrumpeln. Nicht, dass ich tatsächlich vorhabe, meine zweite Lebenshälfte ohne Sex zu verbringen - aber ich lege sehr viel Wert darauf, das zu dürfen.</p><p>Wie geht es dir damit? <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Schreib mir, wenn du Lust hast.</a></p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p>🙏Ich nehme mir für jede Ausgabe von &quot;Innen &amp; Außen&quot; einige Stunden Zeit. Um mir das weiter zu ermöglichen, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">werde doch Mitglied</a>.</p><p>🗣️ Falls du jemanden kennst, der diesen Newsletter mögen könnte - <a href="mailto:?subject=Lesetipp%3A%20Newsletter%20%E2%80%9EInnen%20%26%20Au%C3%9Fen%E2%80%9C&amp;body=Hallo%2C%0A%0Aich%20lese%20seit%20einiger%20Zeit%20den%20Newsletter%20%E2%80%9EInnen%20%26%20Au%C3%9Fen%E2%80%9C%2C%20in%20dem%20Barbara%20Vorsamer%20%C3%BCber%20Pers%C3%B6nliches%2C%20Politisches%2C%20Psychisches%20schreibt.%0AIch%20glaube%2C%20das%20w%C3%A4re%20auch%20etwas%20f%C3%BCr%20dich%3A%0A%0A%F0%9F%91%89%20https%3A%2F%2Fsteady.page%2Fde%2Fbarbara-vorsamer%2Fnewsletter%2Fsign_up%0A%0AViele%20Gr%C3%BC%C3%9Fe%22">empfiehl ihn weiter</a>.</p><p>📝 Falls du meine Themen interessant findest: Schreib nicht ab, sondern <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">arbeite mit mir zusammen.</a></p><hr/><p>Geschrieben</p><p>💌 EXKLUSIV FÜR MITGLIEDER 💌</p><p><strong>Was tun, wenn das Kind zu dick ist? Oder zu dünn?</strong> Von Bodyshaming zu Diät zu Essstörung: Vor allem Mütter kennen diese Leidensgeschichte. So vermittelt man Kindern ein anderes Körperbild und ein anderes Essverhalten. (<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/7d520108-68eb-42bc-8c10-39c8d5f918ab">STEADY</a>)</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>50 und keine Lust mehr? </strong>Hier verrät die Gynäkologin und Bestsellerautorin Sheila de Liz, warum bei Paaren in Langzeitbeziehungen keine Langeweile im Bett herrschen muss. (<a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/sex-im-alter-was-sheila-de-liz-langzeitpaaren-fuer-besseren-sex-raet-a-d2356718-53cb-49cc-97a7-1ec6b98cf1e1?giftToken=a59184fd-665c-44f0-90d6-bb9e3909a7ad">Spiegel-🎁-Link</a>)</p><p><strong>Was mir Therapie gebracht hat - und was nicht. </strong>Meine Erkenntnisse nach vielen Jahren Psychotherapie habe ich für die <a href="https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/psychologie--8-erkenntnisse-von-menschen--die-eine-therapie-gemacht-haben-14084378.html">Brigitte </a>aufgeschrieben.</p><p>Im Moment probiere ich aus, was <strong>KI als Therapeut</strong> kann. Wenn du Erfahrungen gemacht hast oder Tipps teilen willst - <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">schreib mir</a>.</p><hr/><p>Gelesen</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718e29fa-5a6e-4929-9c87-5ee798bb328c/uploads/images/elfcli45e7/longisalnd.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="&quot;Long Island Compromise&quot;"/><p>Geht es reichen Leuten besser oder macht einen zu viel Geld gestört?</p><p>Das ist die zentrale Frage des Buchs <strong>&quot;Long Island Compromise&quot; </strong>(deutscher Titel: &quot;Die Fletchers von Long Island&quot;), das die Geschichte der jüdisch-amerikanischen Fabrikantenfamilie Fletcher erzählt. Großvater Zelig floh vor den Nazis und legte mit einer Styroporfabrik den Grundstein für den Reichtum der Familie. Vater Carl wird eines Tages von Unbekannten entführt und gegen Lösegeld wieder freigelassen. Die Schuldigen werden nie gefasst, die Familie spricht nie darüber. Alle sind von dem Verbrechen traumatisiert, vom Reichtum korrumpiert – und dann geht ihnen das Geld aus.</p><p>Wie gehen diese kaputten Leute damit um? Reißen sie sich endlich zusammen und finden ihren Weg? Um das herauszufinden, musst du den Roman lesen, es lohnt sich.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Zum <strong>Umgang mit anders Denkenden</strong> hatten diese Woche Stevie Schmiedel und Kai Schächtele einen interessanten Take. <a href="https://stevieschmiedel.de/abtreibungsgegner-in-meinem-haus">Hier schreibt Stevie, wie es geht</a> - und <a href="https://glueckschmerzpolitik.substack.com/p/da-wird-noch-nicht-mal-mehr-gebumst?utm_source=post-email-title&amp;publication_id=2763336&amp;post_id=203243690&amp;utm_campaign=email-post-title&amp;isFreemail=true&amp;r=qggf&amp;triedRedirect=true&amp;utm_medium=email">hier Kai, wie besser nicht.</a></p><p><strong>&quot;Leider kann ich meinen besten Freund nicht heiraten&quot;</strong> lautet die Überschrift <a href="https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freundschaft-partnerschaft-wichtigste-beziehung-gen-z-li.3492315">dieses SZ-Textes über junge Erwachsene, die Freundschaft über Liebe stellen</a>. Ich habe mich danach gefragt: Warum eigentlich nicht? Ich mag die Argumentation von Rhaina Cohen dazu sehr gerne. <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/freundschaft-verantwortungsgemeinschaft-e752566/">Sie sagte mir im Interview:</a></p><blockquote><p>Es sollte dem Staat egal sein, mit wem man Sex hat oder in wen man verliebt ist. Die relevantere Frage ist: Wer übernimmt für wen Verantwortung, wer kümmert sich um wen – vor allem zum Ende des Lebens hin oder wenn es um Kinder geht? Und das sollte dann politisch unterstützt werden.</p></blockquote><hr/><p>Gehört</p><p>&quot;American Wife&quot; von Curtis Sittenfeld, eine fiktive Biografie der ehemaligen First Lady Laura Bush. Ich hab so ein Ding mit den First Ladys der USA, weswegen ich die 23 Stunden durchgehalten habe. Curtis Sittenfeld empfehle ich als Autorin sehr, fangt aber besser mit &quot;Rodham&quot; an. Das ist <strong>eine fiktive &quot;Was wäre, wenn sie Bill nie geheiratet hätte?”-Biografie von Hillary Clinton</strong>.</p><hr/><p>Gelitten</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718e29fa-5a6e-4929-9c87-5ee798bb328c/uploads/images/hp4oanqnuv/20260626_100107015_iOS.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Migränestatistik: 15 Tage, 7 Tabletten"/><p>Migräne-Statistik: 15 Tage, 7 Tabletten. Sieht aber schlimmer aus als es ist, weil es oft nur ein paar schlechte Stunden sind, keine tagelange Bettlägerigkeit. <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013">Am Migränemittwoch habe ich verraten, aus welcher App meine Screenshots sind.</a></p><hr/><p>Gelacht</p><p>Die obergute Rike Drust macht wieder was, und <a href="https://infemme.com/gedichte-ueber-wichte-nr-2/">zwar <strong>dichtet sie</strong></a><strong>. Über Wichte</strong>. Wie Dieter Nuhr. Lest mal rein, guckt euch auf ihrer Seite um, und bestellt einen Sticker oder so.</p><hr/><p>Gestickt</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718e29fa-5a6e-4929-9c87-5ee798bb328c/uploads/images/gpbsrftxdb/IMG_0973.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Dieses Stickbild verlose ich Ende Juli unter meinen Unterstützerinnen, Willst du dazu gehören? <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Hier entlang</a>.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was tun, wenn das Kind zu dick ist? Oder zu dünn?]]></title>
      <description><![CDATA[Von Bodyshaming zu Diät zu Essstörung: Vor allem Mütter kennen diese Leidensgeschichte. Wie vermittelt man Kindern ein anderes Körperbild, ein anderes Essverhalten?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Von Bodyshaming zu Diät zu Essstörung: Vor allem Mütter kennen diese Leidensgeschichte. Wie vermittelt man Kindern ein anderes Körperbild? Eine Expertin weiß Rat.</p><p><a href="https://www.spiegel.de/psychologie/kinder-und-gewicht-schau-mal-mama-die-frau-ist-aber-dick-ruft-das-kind-und-jetzt-a-ddf33f2e-1169-49b4-9b17-5633b8e57774"><em>Zuerst erschienen im Spiegel, 19.3.2026</em></a></p><p><strong>Wie reagiert man richtig, wenn das Kind im Bus eine mehrgewichtige Person sieht und ruft: »Schau mal, Mama, die Frau ist aber dick«?</strong></p><p><strong>Pfaffinger:</strong> Hat es mit dem Finger gezeigt und laut gerufen, kann man sich stellvertretend entschuldigen und später mit dem Kind besprechen, dass man das Aussehen fremder Leute nicht öffentlich kommentiert. Grundsätzlich aber darf jede Beobachtung sein. Erwachsene haben oft den Impuls, solche Sätze sofort zu unterbinden, was schade ist. Sie sind eine Chance, über das wichtige Thema Körper ins Gespräch zu gehen.</p><p><strong>Und wie?</strong></p><p><strong>Pfaffinger: </strong>Ideal sind Gegenfragen: Was meinst du genau? Warum ist dir das gerade aufgefallen? Dabei sollte man versuchen, Begriffe wie dünn, schlank, dick, fett nicht moralisch aufzuladen. Wenn das Kind eine mehrgewichtige Person »dick« nennt und die Eltern »stimmt doch gar nicht« sagen, spricht man dem Kind die Wahrnehmung ab.</p><p><strong>Vor allem, wenn gleichzeitig die möglicherweise normalgewichtige Mama zu Hause vor dem Spiegel steht und »Puh, ich bin so fett geworden« sagt.</strong></p><p><strong>Pfaffinger: </strong>Ganz genau. Mit solchen verwirrenden Botschaften wachsen sehr viele Kinder auf. Viele Menschen bodyshamen sich selbst permanent, ohne es richtig zu bemerken und auch ohne zu wissen, welches Risiko darin für ihre Kinder liegt. Eltern müssen sich bewusst machen, wie prägend es ist, wenn sie Körper abwerten. Oder aufwerten: »Wow, die Nachbarin hat abgenommen, schaut toll aus« – auch in solchen Sprüchen liegt ein oft unerkanntes Risiko.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Ingrid Pfaffinger</strong> ist Diätologin und Mitgründerin des Instituts für intuitive und bedürfnisorientierte Ernährung. Mit ihrer Familie lebt sie auf einem Bauernhof in Oberösterreich.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Es geht also weniger darum, Kindern ein gutes Körpergefühl beizubringen, sondern eher darum, ihr gutes Körpergefühl, mit dem sie zur Welt kommen, zu erhalten?</strong></p><p><strong>Pfaffinger:</strong> Richtig. Kleine Kinder freuen sich darüber, dass sie einen Körper haben, und probieren aus, was der alles kann. Es liegt nicht in ihrer Natur, Aussehen zu bewerten. Vorurteile über dicke und dünne Menschen übernehmen sie mit der Zeit von Erwachsenen.</p><p><strong>Manchen Eltern ist das bewusst, und sie bemühen sich, solche Sätze vor dem Kind nicht zu sagen. Sind sie gescheitert, wenn die Kinder selbst damit anfangen und zum Beispiel »Mama, dein Po ist aber dick« sagen?</strong></p><p><strong>Pfaffinger:</strong> Nein. Kinder nehmen gesellschaftliche Körpernormen sehr früh wahr. Spätestens in der Vorpubertät fangen sie dann an, sich und andere zu vergleichen und diese Beobachtungen auszusprechen. Zur Bösartigkeit wird es nur dann, wenn ein an sich neutrales Wort wie »dick« gezielt als Beleidigung verwendet wird. Genau das müssen Erwachsene einordnen helfen.</p><p><strong>Warum ist es problematisch, über Gewicht und Körper zu sprechen?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/7d520108-68eb-42bc-8c10-39c8d5f918ab">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 09:57:54 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kinderlosigkeit ist männlich]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn es um die Geburtenrate geht, wird fast nur über Frauen gesprochen. Dabei bleiben Männer häufiger ohne Nachwuchs. Warum?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>vergangene Woche schrieb ich über <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/9b2b0357-df59-4c68-9bc4-d24d871b37ae">neun vermeintliche Gründe für den Geburtenrückgang</a>. Seitdem recherchiere ich weiter und beschäftige mich insbesondere mit dem Einfluss von Männern auf die Anzahl der Geburten.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Die erste Sache, die mein Gehirn zum Rauchen gebracht hat:</p><p><strong>Die zusammengefasste Geburtenziffer für Männer ist noch </strong><a href="https://www.mpg.de/26425402/maenner-haben-weniger-kinder-als-frauen"><strong>niedriger </strong></a><strong>als die Geburtenziffer für Frauen.</strong> Die Geburtenziffer, das kurz zur Wiederholung, gibt an, wie viele Kinder eine <s>Frau</s> Person im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn sich am aktuellen Fortpflanzungsverhalten nichts ändert. <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/geburtenziffer.html">Für Frauen lag diese Zahl bei 1,35</a>, <a href="https://steady.page/de/backend/publications/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/6beee7a8-52d8-4c58-bdb8-aba0aa4060ab/edit">für Männer im Jahr bei 1,25</a>.</p><p>Wie kann das sein, wo doch jedes Kind einen Vater und eine Mutter hat? Selbst wenn sich das nicht gleichmäßig verteilt, also beispielsweise ein Mann mehrere Kinder mit mehrere Frauen hat und dafür andere Männer kinderlos bleiben - in der Statistik müsste das doch aufs Gleiche rauskommen?</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/6beee7a8-52d8-4c58-bdb8-aba0aa4060ab">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Warum so wenig Babys?]]></title>
      <description><![CDATA[Neun vermeintliche Gründe für den Geburtenrückgang im Faktencheck.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>bestimmt hast du es mitbekommen:</p><p>Noch nie seit 1946 sind in Deutschland so wenig Kinder auf die Welt gekommen wie 2025.</p><p>Als <strong>Katastrophe </strong>bezeichnet das nicht nur Johanna Dürrholz in der <em>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung</em>. In ihrem Debattenstück fragt sie sich, ob die Berichterstattung zu negativ ist. Zu viel würde es in den Medien um Mental Load und Care Arbeit, um durchwachte Nächte und geschlossene Kitas gehen, als dass noch irgendwer mitbekommen würde, wie schön es sei, Eltern zu werden.</p><p>Was Dürrholz in ihrem Text genauso wenig erwähnt wie die meisten anderen, die in die alljährliche Katastrophenberichterstattung nach der <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_146_126.html">Geburtenraten-Meldung des Statistischen Bundesamtes</a> eingestiegen sind:</p><p><strong>Es ist nicht so, dass die Menschen, die derzeit im potentiellen Kinderkrieg-Alter sind, das so viel seltener tun als die Generationen vor ihnen.</strong> Dass seit dem Zweiten Weltkrieg nie weniger Kinder zur Welt kamen wie 2025, liegt auch daran, dass es noch nie so wenig potentielle Eltern gegeben hat.</p><p>Die Geburtenziffer (nicht Geburtenrate, <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/geburten-bevoelkerungsentwicklung-deutschland-geburtenziffer-e277348/">den Unterschied erkläre ich hier</a>) ist schon seit mehr als fünf Jahrzehnten <a href="https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Bevoelkerung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVII1b.pdf">etwa auf dem Niveau von heute</a>. In den Siebziger Jahren sank die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau im gebärfähigen Alter rapide, ihren Tiefststand erreichte sie Mitte der Neunziger mit 1,25.</p><p>Doch wer Mitte der Neunziger (nicht) geboren ist - der wäre jetzt im richtigen Alter für die Familiengründung. An den so furchtbar wenig Babys derzeit sind also nicht in erster Linie die Millennials schuld. Es waren ihre Eltern und deren FreundInnen, die sich so unzureichend fortgepflanzt haben.</p><p>Diese Tatsache hindert allerdings kaum jemanden daran, im Hier und Jetzt nach Gründen für den Gebärstreik zu fahnden.</p><p>Neun Begründungen im Check:</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/9b2b0357-df59-4c68-9bc4-d24d871b37ae">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/9b2b0357-df59-4c68-9bc4-d24d871b37ae/teaser_image/1781272345?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[So können wir mit der täglichen Reizüberflutung besser umgehen]]></title>
      <description><![CDATA[»Dutzende Aufgaben, Hunderte Informationen – dafür sind unsere Gehirne nicht gemacht«, sagt Psychologieprofessorin Eva Asselmann. Hier verrät sie, was wir tun können.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>»Dutzende Aufgaben, Hunderte Informationen – dafür sind unsere Gehirne nicht gemacht«, sagt Psychologieprofessorin Eva Asselmann. Hier verrät sie, was wir tun können, wenn zu viel unkontrolliert auf uns einprasselt.</p><p><a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/tipps-fuer-umgang-mit-reizueberflutung-dafuer-sind-unsere-gehirne-nicht-gemacht-a-d1f6437b-d394-4e8a-8e1e-fa3e6f18f7c3">Zuerst erschienen am 5. März 2026 beim Spiegel</a></p><p><strong>SPIEGEL:</strong> Frau Asselmann, den Stoßseufzer »Mir ist gerade alles viel zu viel« hört man heutzutage ständig. Warum?</p><p><strong>Asselmann:</strong> Es liegt am Tempo und an der Reizüberflutung. Es prasselt so vieles unkontrolliert auf unseren Geist ein.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p><strong>SPIEGEL:</strong> Ist das neu?</p><p><strong>Asselmann:</strong> Nein, aber es kommt immer wieder eine Schippe obendrauf. Los ging es mit der Industrialisierung, damit begann die Entkopplung des Alltags von der Biologie des Menschen. Die Uhr trat an die Stelle von Licht und Dunkelheit. Seitdem dreht sich der technologische Fortschritt weiter. Das Telefon wurde erfunden, Autos, Flugzeuge, Fernsehen, Internet. Seit Kurzem spielt auch noch künstliche Intelligenz eine Rolle. Wir haben jederzeit unbegrenzt Zugriff auf Informationen, können in Echtzeit mit der ganzen Welt kommunizieren, vieles passiert gleichzeitig. All das trägt dazu bei, dass Leute sagen: »Boah, ich kann nicht mehr, ich komme nicht hinterher.«</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Zur Person</strong></p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fcdn.prod.www.spiegel.de%2Fimages%2F25b9e160-444d-4726-99d6-13ae6f75826f_w335_r0.777139208173691_fpx54.98_fpy47.39.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=cfbf169a1063b5a1697122c5b00b73f0" alt=""/><p><strong>Eva Asselmann</strong> ist Psychologieprofessorin an der HMU Health and Medical University in Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Persönlichkeitsentwicklung, Stressmanagement und Prävention.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>SPIEGEL:</strong> Aber war es früher leichter?</p><p><strong>Asselmann:</strong> Nicht unbedingt. Früher gab es Armut, harte Arbeitsbedingungen. Alles riesige Belastungen, denen wir heute möglicherweise nicht gewachsen wären. Heute leiden die Menschen wenig unter körperlichem, dafür umso mehr unter emotionalem und kognitivem Stress. Dutzende Aufgaben, Hunderte Informationen – dafür sind unsere Gehirne nicht gemacht, auf Dauer kann das krank machen. Wir beobachten heute mehr psychische Probleme als zuvor.</p><p><strong>SPIEGEL:</strong> Wofür ist das menschliche Gehirn gemacht?</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/4277a4f1-8aca-48b5-a944-608230aebe29">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 12:58:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Irritierend KI-generiert]]></title>
      <description><![CDATA[Wo ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz sinnvoll - und wo nervt er nur? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>wo sind KI-Inhalte sinnvoll - und wo nicht? Darüber habe ich diese Woche viel nachgedacht.</p><p>Ich habe meine erste erkennbar von einem Chatbot formulierte Lesermail bekommen und äußerte mich auf LinkedIn <a href="https://www.linkedin.com/posts/barbara-vorsamer-676460180_heute-meinen-ersten-offensichtlich-ki-generierten-share-7461145536222572544-wrya?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACrIGboBQr4JLgXChn-GOxylfk1YtnuFS2w">genervt</a>. Auch der Journalist Nils Heck beschwerte sich <a href="https://www.linkedin.com/posts/nils-heck-geb-wischmeyer-215285aa_heute-das-erste-mal-eine-pressemitteilung-activity-7462407089584304129-fXn8?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACrIGboBQr4JLgXChn-GOxylfk1YtnuFS2w">dort über KI-generierte PR-Mitteilungen</a>.</p><p>Unter beiden Posts tauchten sofort KI-Expertinnen auf und fragten, was unser Problem sei.<strong> Was spricht dagegen, sich von LLMs bei der Formulierung von Texten helfen zu lassen?</strong></p><p>Gute Frage.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Ich glaube: Das Problem ist nicht, dass Menschen KI verwenden. Das Problem ist, dass sie die KI nutzen, weil sie sich nicht anstrengen wollen, und manchmal auch, um Gefühlen und Konflikten aus dem Weg zu gehen.</p><p>Der Leser schickte mir eine KI-Zusammenfassung zum Thema antientzündliche Ernährung, nachdem ich darüber <a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/sie-ueberlegen-auch-sich-antientzuendlich-zu-ernaehren-dann-lesen-sie-erst-diesen-text-a-49bd2453-3159-461e-b7ff-9328ac831381">im<em> Spiegel </em>diesen Text veröffentlicht hatte</a>. Vieles davon stand so ähnlich in meinem Artikel. Manches beurteilte ich anders als sein KI-Assistent.</p><p>Was mir nicht klar wurde: Was genau wollte der Leser nun von mir? Wollte er mir sagen, dass ich mit X recht habe, meine Argumentation zu Y aber schwach ist, weil Z? Die Mühe, solche Details auszubuchstabieren, hat er sich nicht gemacht. Ich gab mir also auch keine und löschte die Mail.</p><p><a href="https://www.theatlantic.com/family/2026/02/ai-etiquette-friends/685858/">Dan Brooks schrieb vor einiger Zeit im <em>Atlantic</em></a><em>:</em> Durch KI ist eine neue Textgattung entstanden - eine, die dem Leser mehr Arbeit macht als dem Autor. Ich finde es respektlos, so etwas zu verschicken und eine Reaktion zu erwarten.</p><p>Man könnte LLMs schließlich auch nutzen, um besonders gute, besonders passende Texte zu schreiben. Machen die PR-Agenturen im Postfach von Nils Heck und mir aber nicht. <strong>Stattdessen wird mithilfe von KI noch schneller noch mehr Mittelmaß produziert.</strong></p><p>In Freundschaften und in der Familie bringt das wenig. Da geht es ohnehin selten darum, schneller, besser und mehr zu kommunizieren, sondern darum, sich gut zu verstehen.</p><p>Wenn ich einer Freundin &quot;Na, wie läuft&#39;s bei dir?&quot; schreibe, will ich schließlich keine Zusammenfassung ihres Terminkalenders. Ich will Verbindung. Unser Chat über das, was zuletzt so passiert ist, ist dabei mehr Mittel zum Zweck und weniger ein Austausch von Informationen.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/bfedb8b8-d68f-4edc-ae59-765742023036">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 22 May 2026 17:05:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bist du zu unkonzentriert?]]></title>
      <description><![CDATA[Oder bin ich zu langweilig? Warum die Aufmerksamkeit gar nicht in der Krise ist.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Bist du unaufmerksam - oder bin ich langweilig?</h1><p>Hallo,</p><p>glaubst du, dass die Aufmerksamkeit in der Krise ist?</p><p>Darüber liest man seit einer Weile recht viel, auch ich habe schon darüber geschrieben, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/bafb0b52-d185-4b49-9053-8261450cdbfa">hier </a>und <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/1530cf2a-2c71-4621-8b6b-ae1c001f75ce">hier </a>und <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/aufmerksamkeit-informationsindustrie-gehirne-e166761/">hier</a>. Eine PR-Frau, mit der ich diese Woche vor einem Interview smalltalkte, führte die mangelnde Konzentrationsfähigkeit des Publikums als Grund dafür an, dass ihre und meine Branche so in der Krise steckten.</p><p>Da musste ich widersprechen, und sei es nur, um ein interessanteres Gespräch zu führen. Denn insbesondere wenn Verlagsmenschen und Reporterinnen, Autoren und Moderatorinnen beklagen, dass ihnen keiner mehr zuhört, denke ich <a href="https://www.newyorker.com/magazine/2025/01/27/the-sirens-call-chris-hayes-book-review">an diesen Essay des Historikers Daniel Immerwahr im Magazin <em>New Yorker</em>.</a> Er schreibt darin unter anderem:</p><blockquote><p>When someone calls for audiences to be more patient, I instinctively think, Alternatively, you could be less boring.</p></blockquote><p>Mich haben seine Gedanken in diesem sehr langen Stück so beeindruckt, <a href="https://www.spiegel.de/kultur/digitalisierung-ist-die-aufmerksamkeit-wirklich-in-der-krise-a-0520933b-b230-4190-80f2-4cc0da140fb1?giftToken=4e0c0e40-6d51-46a5-af32-3b94029edb5d">dass ich ihn für den<em> Spiegel</em> dazu interviewt habe (🎁-Link</a>).</p><p>Seine Argumentation geht in etwa so: Menschen sind nach wie vor zu Aufmerksamkeit fähig, das sieht man daran, dass sie stundenlang Podcasts hören oder Videospiele spielen. Insbesondere, wenn sie sich im Internet in verschwörungstheoretische Kaninchenlöcher graben, würde man sich manchmal wünschen, sie wären etwas weniger konzentriert bei der Sache.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Immerwahr sagt also über die aktuelle Medienlandschaft keineswegs: Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es kein Problem. Nur ist es seiner Meinung nach falsch, die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne als Ursache heranzuziehen.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/a1f95d45-4903-4aac-ad02-e80aff5cc698">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 15 May 2026 16:20:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was Migräne leichter macht]]></title>
      <description><![CDATA[Künftig schreibe ich am #migränemittwoch über kleine Dinge, die das Leben mit Migräne leichter machen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Künftig schreibe ich am <a href="https://www.instagram.com/explore/tags/migr%C3%A4nemittwoch/">#migränemittwoch</a> über kleine und große Dinge, die das Leben mit Migräne leichter machen.</p><h3>Schwimmen</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/nng4r7gkvc/IMG_0590.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist relativ gut erwiesen, dass regelmäßiger Ausdauersport Migräne vorbeugen kann. Mein Problem war aber lange, dass ich Ausdauersport hasse. Joggen mögen meine Knie nicht, außerdem muss ich immer aufs Klo. Auf einem Stepper oder Crosstrainer oder Laufband herumzuhampeln, langweilt mich zu Tode. Zuletzt habe ich ein paar Jahre Krafttraining gemacht, das hat mir viel Spaß gemacht, ich hatte danach aber oft einen Muskelkater, und mit Muskelkater kam auch fast immer eine Migräne.</p><p>Jetzt schwimme ich. Zwei bis dreimal die Woche, meistens nur etwa eine halbe Stunde. Doch genau dieses lockere, nicht ambitionierte, weit weg von der Belastungsgrenze, ist das richtige für mich als von Migräne Betroffener. Dazu kommt, dass Schwimmen reizarm ist, für eine halbe Stunde höre ich nichts, sehe ich nichts (außer Kacheln), redet niemand mit mir und dass Kraulen genau die Muskeln lockert, die wir ständig am Schreibtisch und am Handy arbeitenden Menschen besonders verspannen, ist ein weiteres Plus.</p><p>Mit welchem Sport beugst du der Migräne vor?</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Prophylaxe</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/6ormzckneo/IMG_1535.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wer oft Migräne hat, sollte nicht nur über Akutmedikamtente, sondern auch über Prophylaxen nachdenken - und da gibt es seit einigen Jahren eine ganz neue Wirkstoffklasse, die sogenannten Antikörper. Die meisten Präparate sind zum Spritzen (Emgality, Aijovy, Aimovig), Vyepti gibt es als Infusion. Aquipta, strenggenommen kein Antikörper, sondern sowas ähnliches, kann man als Tablette einnehmen. Wenn ich auf dem aktuellen Stand bin, bekommt man diese Medikamente nur, wenn man schwer betroffen ist, bisher gängige Prophylaxen keine Wirkung gezeigt haben oder nicht genommen werden können.</p><p>Für viele Betroffene sind diese Medikamente ein Gamechanger, ich kenne Leute, die haben damit gar keine Schmerzen mehr. Bei mir leider war das leider nicht so. Mein erstes Jahr mit Emgality war fantastisch. Danach nahm die Wirksamkeit immer weiter ab, aktuell nehme ich Aquipta. Habe trotzdem 10-15 Schmerztage/Monat, aber ohne ist es noch schlimmer.</p><p>Hast du schon von den Antikörpern gehört? Welche Prophylaxe hilft bei dir?</p><p>Note: Ich bin Betroffene, keine Ärztin, und ich berichte von meinen Erfahrungen. Wenn du Rat für deine Medikation brauchst, wende dich an deinen Arzt oder deine Ärztin.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Die Pause</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/hegkz35jlr/IMG_1490.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die schwerste Maßnahme überhaupt: nix. Nix machen. Pause machen.</p><p>Migräne ist eine empfindliche Diva, die auf alles reagiert, was zu viel oder zu wenig ist (Trinken, Essen, Schlafen, Kaffee, Reize, einfach alles). Sehr häufiger Auslöser ist zu viel Stress, zu viel Arbeit.</p><p>Mir fällt es häufig schwer, das (ein)zusehen, denn ich arbeite, zumindest in Stunden, ohnehin viel weniger als andere Menschen. Wenn ich dann trotzdem Migräne kriege, sagt eine innere Stimme, stell dich nicht an und reiß dich zusammen. Ich versuche, ihr nicht zuzuhören.</p><p><a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Wie leicht fällt dir die Pause?</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Kappe</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/zolzwwerdf/IMG_1366.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Dass ich Sonne nicht wahnsinnig gut vertrage und am besten immer eine Kopfbedeckung aufsetze, habe ich schon immer gewusst. Basketballkappen passten meiner Meinung nach aber nicht zu mir, zu meinem Style. Ich trug Strohhüte.</p><p>Die erste Kappe legte ich mir vor zwei Jahren zu, als ich das sticken begann, und Kappen lassen sich leichter besticken als Strohhüte.</p><p>Was soll ich sagen? Nichts ist besser als Migränevorbeugungskopfbedeckung als eine Kappe! Kaum ein Hut hat eine so breite Krempe wie das Schild, außerdem ist es gebogen, es hält also auch noch einen Teil der Reize und des Lichts von links und rechts ab. Die Kappe lässt sich in den Rucksack stopfen, waschen, an die Tasche hängen ... auf meine nächste Kappe sticke ich YES! Und wenn du auch was von mir Besticktes haben willst: Unter den Mitgliedern von &quot;Innen &amp; Außen&quot;, meines Steady-Newsletters, verlose ich immer mal wieder meine Werke.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die App</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/eqwkzxqmk2/IMG_1146.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Für Menschen mit Migräne ist es super wichtig, ihre Schmerzen zu tracken. Mein Favorit dafür ist seit vielen Jahren die App der Migräne-Klinik Kiel.</p><p>Ich habe damals auch andere Apps ausprobiert, die meisten waren mir aber zu kompliziert. Ich will keine Triggeranalyse betreiben, nicht eintragen (müssen), zu welcher exakten Uhrzeit ich das Medikament genommen habe, brauche auch keine Erinnerungen daran, noch ein Glas Wasser zu trinken.</p><p>Ich will eigentlich nur über diese drei Punkte den Überblick behalten, nicht mehr und nicht weniger:</p><ul><li><p>Wie oft/ wie stark/ wie lange habe ich Migräne?</p></li><li><p>Wie viele Medikamente nehme ich ein?</p></li><li><p>Wirken sie?</p></li></ul><p>Praktisch finde ich die Funktion, sich die Daten als PDF auswerfen zu lassen. Das kann man dann der Ärztin mitbringen.</p><p><a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Welche App ist dein Favorit?</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Der Eislolli</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/4ghn6yrhzv/IMG_1043.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>So ein Ding hab ich immer im Gefrierschrank, es ist nur ein Plastikbecher, in den ich Wasser gefüllt und einen Plastiklöffel hineingesteckt habe. Er kommt zum Einsatz, wenn ich so schlimme Schmerzen habe, dass ich es kaum mehr aushalte und ganz dringend etwas anderes spüren möchte. Dann nehme ich den Eislolli aus dem Gefrierschrank und streiche damit über meine Schläfen und meistens auch über meine Wangen, meinen Nacken und meine Schultern, alle Stellen eben, die steinhart und schmerzhaft sind. Statt Schmerz spüre ich dann kurz Kälte, nach ein paar Durchgängen werden die Stellen dann heiß und kribblig und manchmal wird der Schmerz ein bisschen besser.</p><p>Nur kurz natürlich, weg geht eine Attacke durch eine Eisabreibung nicht. Aber es ist eine Empfindungs-Abwechslung, wenn ich sich eine Attacke hinzieht. Mit Glück hält das Gekribbel an, bis ich wieder unter die Decke gekrabbelt und eingeschlafen bin.</p><p>Gelernt habe ich den Trick in meinem ersten Aufenthalt in einer Schmerzklinik, die Therapeutin dort schlug ihn als vorbeugende Maßnahme vor. Eine Zeitlang habe ich deswegen mehrmals täglich solche Eisabreibungen gemacht. Hat aber nix gebracht. Deswegen greife ich inzwischen nur noch zum Eislolli, wenn ich komplett verzweifelt bin.</p><p><a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Was machst du in solchen Momenten?</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Das Frühstück</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/grzq3hejiu/fruhstuck.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Overnight Oats und Kaffee"/><p>Bis vor wenigen Jahren bin ich morgens oft zum Sport gegangen, ohne vorher zu frühstücken. Den Zusammenhang damit, dass ich dann nachmittags oder abends Migräne bekommen habe, habe ich lange nicht geschnallt. Ich habe ja sehr oft Migräne, da gestaltet sich die Triggeranalyse schwierig. Irgendwas ist schließlich immer.</p><p>Inzwischen weiß ich: die Migräne kommt oft Stunden nach dem Auslöser daher, in diesem Fall dem morgendlichen Unterzucker. Frühstück ist seitdem für mich Pflicht, egal wie früh ich aufstehe, egal was ich vorhabe, ob ich Hunger habe, ist irrelevant. Damit ich nicht nachdenken muss, gibt&#39;s immer Overnight Oates mit Beeren und einen Kaffee.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Das Triptan</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/4m3ywyqgsj/Triptsan.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Seit etwa 25 Jahren nehme ich diese speziellen Migränemedikamente gegen akute Attacken. Als ich sie das erste Mal genommen habe, kam mir die Wirkung magisch vor. Schmerzmittel wie Ibuprofen, Aspirin oder Paracetamol brauchen eine Weile, bis sie wirken. Oft verschwindet der Schmerz nicht komplett, sondern wird nur gelindert, außerdem muss man nach ein paar Stunden eine neue Tablette nehmen. Triptane wirkten bei mir am Anfang so schnell und vollständig, als hätte jemand mit einem kräftigen Ruck den Migräneschleier vom Gehirn gezogen.</p><p>Inzwischen ist das leider nicht mehr so, auch Triptane wirken nicht immer und nicht immer vollständig.</p><p>Außerdem eine Herausforderung: unter zehn Medikamententagen im Monat zu bleiben. Meine Erfahrung ist, dass es immer mehr und mehr werden und die Medikamente immer schlechter wirken je öfter ich sie nehme. Deswegen nehme ich nicht immer was, sondern lege mich auch oft mit meinem Kühlpack auf den Kopf ins Bett (siehe Post dazu). Ich weiß aber auch, dass Schmerzen aushalten die Chronifizierung befördert. Dilemma? Oder ist dieser Zug eh längst abgefahren? <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/ede1885a-0cfb-4498-ae4a-cf2515394a0d">Hier schreibe ich mehr darüber.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Der Riegel</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/4s42y2xpa3/IMG_0743_1.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Was ich wirklich lange nicht geschnallt habe: wie sehr mich Unterzucker killt. Der darf auf gar keinen Fall entstehen, und wenn er doch spürbar wird, bleibt keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, worauf ich Appetit habe, in welches Restaurant ich jetzt gehen will oder mal langsam mit der Essensvorbereitung anzufangen. Dann muss sofort was rein.</p><p>Deswegen steckt in jeder Tasche, jedem Rucksack, jeder Schublade mittlerweile eine Cliff Bar Crunchy Peanut Butter - keine Werbung, denn ich schreibe gleich dazu: Der Riegel ist höchstens mittellecker. Ich esse ihn nur, wenn ich wirklich Hunger/Unterzucker habe. Das ist aber auch der Grund, warum ausgerechnet dieses Produkt mein Migräne-Vorbeugungs-Favorit ist. Ich habe es auch schon mit Schokokeksen probiert, die habe ich aber dann sofort aufgegessen und für den Notfall war dann wieder nix in der Tasche.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Schlafmaske</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/e2awnwbv6c/IMG_0738.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Früher lag ich während einer Migräneattacke immer mit einem nasskalten Waschlappen auf der Stirn im Bett. War aber blöd, denn der erwärmt sich, rutscht runter, macht alles nass. Vor ein paar Jahren hab ich diese Migräne-Schlafmaske entdeckt, vielleicht das einzig sinnvolle Höhle-der-Löwen-Produkte ever. Sie hat ein eingenähtes Fach für einen länglichen Kühlpack - so verrutscht nix, nix wird nass und dunkel machts auch noch.</p><p>Im Nacken ist ein Fach für einen zweiten Pack, sich den zu erwärmen kann bei Nackenverspannungen angenehm sein. Ich nutze das fast nie. Aber den kalten für vorne habe ich mittlerweile mehrfach, damit immer einer kalt ist und ich wechseln kann, eine Migräneattacke dauert ja oft länger.</p><p>Leider gibt es diese Maske nicht mehr zu kaufen. Mein Mann ist glücklicherweise irgendwann im Ein-Euro-Shop bei der Restposten-Verramschung nochmal auf sie gestoßen und hat drei gekauft. Ansonsten ist es vielleicht ein Fall für Menschen, die nähen können oder für Etsy? Ich lieb die Maske auf jeden Fall sehr.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Der Scrunchie</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/uploads/images/23mdcg3l43/50DF5B01-63C1-40EF-A21B-4C07BEA8B8C1.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich packe Haare im Gesicht überhaupt nicht, weswegen ich immer mit Pferdeschwanz oder Hochsteckfrisur unterwegs bin.</p><p>Problem: Zu straff zurückgezogene Haare können unangenehm sein, dieses Gefühl kann bei Migräne eine Rolle spielen. Seit vielen Jahren ist der Scrunchie von Invisibobble mein Alltagsbegleiter.</p><p>Mit den normalen Invisibobbles (das sind diese Plastikspiralen-Haargummis) habe ich mich immer halb skalpiert, mit denen in der Stoffwurst sitzt der Schlamperdutt innerhalb von Sekunden und nie ziept was. Natürlich selbstbezahlt, alle Haargummis, aber vielleicht trotzdem Werbung wegen Markennennung? Für mich muss es aber Invisibobble sein, die Dupes können nix.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Note: Migräne ist eine schwere neurologische Beeinträchtigung, die man nicht mit den richtigen Produkten heilt. Am #migränemittwoch geht es nicht um Heilung - sondern um Dinge, die es ein bisschen angenehmer machen.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/f4f283e4-9f46-4346-90c1-c6cd80187013/teaser_image/1781882757?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 15 May 2026 15:54:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Therapie für alle?]]></title>
      <description><![CDATA[Eigentlich halte ich das für eine Quatschforderung. Doch dann hörte ich Tic Tac Toe und erinnerte mich an die Neunziger.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>letzte Woche habe ich mir hier <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/4ccc6491-5095-493f-bc28-da1e9d96fe49">Gedanken über Psychotherapie</a> gemacht, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/5e3216ac-48bd-4204-acc4-3022d0e03baf">nicht zum ersten</a> und sicher nicht zum letzten Mal. Wenige Tage später schwappte ein Zitat der Sängerin Nina Chuba durch meine Timeline, sie sagte:</p><blockquote><p>&quot;Seit zweieinhalb Jahren bin ich in Therapie. Und ich empfehle es jedem.&quot;</p></blockquote><p>Besonders über den zweiten Satz habe ich mich im ersten Moment aufgeregt. Denn wie soll das bitte funktionieren?</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Das deutsche Gesundheitssystem ächzt unter seinen Ausgaben, es geht hinten und vorne nicht auf. Insbesondere PsychotherapeutInnen mit Kassensitz gibt es viel weniger als PatientInnen, die Therapie machen wollen (<a href="https://www.spiegel.de/psychologie/medizinische-versorgung-mentale-gesundheit-ist-kein-luxus-a-87cdd5d7-e155-46a8-9d87-6817436aa36f">in dieser Titelgeschichte des <em>Spiegel </em>stehen alle Zahlen und Fakten drin</a>).</p><p>Mein erster Impuls daher: Therapie für alle zu fordern ist so sinnvoll, wie Insulin für alle zu wollen.</p><p>Oder, besserer Vergleich: Eine Massage tut jedem gut. Auf Rezept und somit von der Allgemeinheit (mit)finanziert bekommt man Physiotherapie aber nur, wenn ein Arzt den Bedarf feststellt. So ähnlich funktioniert es im deutschen Gesundheitssystem auch mit Psychotherapie.</p><p>Ich habe deswegen Schwierigkeiten, wenn jedem, der mit einer Lebenskrise struggelt, Therapie empfohlen wird, und es stört mich, wenn mir jemand erzählt, dass Psychotherapie &quot;interessant&quot; sei.</p><p>Dann hörte ich den <a href="https://www.ard.de/ardkultur/musik/rock-pop/tic-tac-toe-erste-deutsche-girlband,reaclaim-tic-tac-toe-100.html"><strong>Podcast &quot;Reclaim: Tic Tac Toe&quot;.</strong></a></p><figure><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/aeaff0ad-1b67-4e62-a448-806c202a1d5f/uploads/images/h2lzsten2u/Ttt01.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Tic Tac Toe mit Managerin Claudia Wohlfromm;"/></a><figcaption>Tic Tac Toe mit Managerin Claudia Wohlfromm; Credit: Axl Jansen - Eigenes Werk/Wikipedia/Creative Commons by 3.0</figcaption></figure><p>Für alle, die es nicht wissen, oder vergessen haben: Tic Tac Toe waren in den Neunzigern ein erfolgreiches Rap-Trio. Unvergessen sind die drei jungen Frauen aber weniger wegen ihrer Musik, sondern wegen einer Pressekonferenz, auf der sie sich auf Übelste beschimpfen und - deswegen schreibe ich hier darüber - am Rande auch über Therapie sprechen. <strong>Die eine warf der anderen vor, mit einem Psychologen gesprochen zu haben. Woraufhin diese empört schrie, sie habe nur ein Stresskompetenztraining gemacht.</strong></p><p>Es war 1997. Die unerwartet steile Karriere der drei, der Suizid eines Ehepartners, Drogen- und Prostitutionsgerüchte und die dazugehörige Medienhetzjagd waren keine ausreichenden Gründe für therapeutische Unterstützung. <strong>Wer öffentlich irgendwas mit Psycho-Dings zu tun hatte, konnte genausogut zugeben, komplett balla-balla zu sein.</strong></p><p>Das weiß ich so gut, weil mein Vater zur selben Zeit unter schweren Depressionen litt und niemand davon wissen durfte. Auch uns Kindern wurde lange nicht erklärt, warum der Mann den ganzen Tag auf der Couch verbrachte.</p><p>So sehr ich also heute manchmal die Augen verdrehe, wenn Hans und Franzi zur Therapie rennen und &quot;meine Therapeutin hat gesagt&quot; ein fast genauso schlimmer Shitmove in Gesprächen ist wie &quot;die KI sagt&quot;:</p><p><strong>Beim Umgang mit mentaler Gesundheit hat sich viel zum Positiven gewandelt und dafür bin ich dankbar.</strong></p><p>Deswegen noch ein paar Klarstellungen:</p><ol><li><p>Wenn ich &quot;Therapie&quot; schreibe, meine ich meistens eine von den Krankenkassen - und damit von der Allgemeinheit - bezahlte Behandlung. Darauf bezogen bleibe ich bei meiner Haltung: <strong>Psychotherapie sollte nur bekommen, wer eine psychische Krankheit hat.</strong></p></li><li><p>Die gerechte Verteilung dieser begrenzten Ressource sicher zu stellen ist eine politische Aufgabe. Besonders gut klappt das im Moment nicht, zum Beispiel bekommen leichter Betroffene schneller einen Platz als schwer Erkrankte. <br/>Doch wenn du als mitteldepressive Akademikerin nicht zur Therapie gehst, hilfst du dem Schizophrenen unter der Brücke genausowenig, wie es früher den hungrigen Kindern in Afrika was gebracht hat, dass du aufgegessen hast. <strong>Strukturelle Fragen müssen strukturell gelöst werden.</strong></p></li><li><p>Welche Diagnose Nina Chuba hat und ob überhaupt eine, weiß ich nicht. Ist mir aber auch egal. So in der Öffentlichkeit zu stehen, ist bestimmt oft belastend, <strong>sich von einer psychologisch ausgebildeten Fachperson begleiten zu lassen, vermutlich sinnvoll</strong>. Tic Tac Toe hätten diese Unterstützung dringend gebraucht.</p></li><li><p>Punkt 3 gilt natürlich für alle. Wenn du in einer emotionalen Ausnahmesituation steckst und das Gefühl hast, professionelle Unterstützung hilft dir: <strong>Buch so viele Gespräche, wie du willst. </strong><br/>Es gibt viele Psychotherapeuten, die du privat bezahlen kannst, außerdem eine unübersichtliche Menge an Menschen, die ohne Approbation ähnliche Dienstleistungen anbieten. Manche davon sind Scharlatane, andere machen einen hervorragenden Job. Das auseinanderzuhalten ist nicht einfach. <a href="https://www.spiegel.de/partnerschaft/paartherapie-bei-konflikten-wann-sie-fuer-beziehungen-wirklich-notwendig-ist-a-78adfebf-550b-4522-840b-e29bf5e9b90d">Hier habe ich es für das Feld der Paartherapie versucht</a>.</p></li><li><p>Es ist nicht fair, dass sich reiche Leute mehr psychologische Unterstützung kaufen können als arme Leute. <strong>Das Problem dahinter heißt soziale Ungleichheit </strong>- nicht Psychotherapeutenmangel oder Überdiagnostik. Davon, dass Armut sowieso an der Wurzel vieler psychischer Probleme sitzt, fange ich an der Stelle nicht schon wieder an, darüber schrieb ich <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/5e3216ac-48bd-4204-acc4-3022d0e03baf">hier </a>schon mal.</p></li></ol><p>Was denkst du darüber? Und würdest du ein Buch kaufen, in dem ich das alles noch ausführlicher aufschreibe? Ich freue mich, <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">wenn du mir schreibst.</a></p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p>Vergangene Woche fragte ich hier, wie es mit &quot;Innen &amp; Außen&quot; weiter gehen soll. Danke für die vielen Antworten!</p><p>🤝Bis Juli 2026 bleibt alles wie gehabt. Danach mache ich <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Kassensturz</a>. Wenn du willst, dass der positiv ausfällt: <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Werde Mitglied</a> und hilf mir dabei, noch mehr Zeit in diesen Newsletter investieren zu können.</p><hr/><p>Geschrieben</p><p>💌 EXKLUSIV FÜR MITGLIEDER 💌</p><p><strong>So schlimm sind Jungs auch wieder nicht: </strong>Jahrhundertelang haben sich Eltern einen männlichen Stammhalter gewünscht, nun ziehen sie Töchter vielerorts vor. Leider kein Zeichen für Emanzipation. Sondern für Angst. (<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/f9e5d293-7a41-4de9-87f2-6a69db38e244"><em>Innen &amp; Außen</em></a>)</p><p><strong>Wollen Eltern etwa nur noch Mädchen?</strong> Influencerinnen betrauern blaues Konfetti auf der Gender-Reveal-Party und Studien zeigen: Töchter werden beliebter. Was dahintersteckt. (<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/47d169a5-b6aa-4cb0-ba42-9ec6377c3655"><em>Innen &amp; Außen)</em></a></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Alle hängen am Handy, und kaum einer kann ein Buch zu Ende lesen – oder?</strong> Der US-Historiker Daniel Immerwahr hält dagegen: Wer neue Medien verteufelt, fürchtet den eigenen Machtverlust. (<a href="https://www.spiegel.de/kultur/digitalisierung-ist-die-aufmerksamkeit-wirklich-in-der-krise-a-0520933b-b230-4190-80f2-4cc0da140fb1?giftToken=6a2dd4a2-8968-4c15-ac6a-285921d3c582"><em>Spiegel-🎁-Link</em></a>)</p><hr/><p>Gelesen</p><p><strong>Kein Schiff wird kommen: </strong>Wie geht es den Menschen, die gerade auf Containerschiffen in der Straße von Hormus feststecken? Das erzählen Ulrike Nimz und Paulina Würminghausen über dieses Porträt der Flottenmanagerin Silke Lehmköster, eine beeindruckende Protagonistin. (<a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/strasse-von-hormus-hapag-lloyd-trump-silke-lehmkoester-e944407/"><em>Süddeutsche Zeitung</em></a>)</p><hr/><p>Gesehen</p><p><strong>&quot;Mom, what where you like in the 90’s?&quot;</strong> Solche Challenges fluten die Netzwerke, und ja, es macht total Spaß, alte Fotos von lustigen Leuten aus dem Internet anzugucken. Bevor du mitmachst, schau dir dieses Video an. <a href="https://www.instagram.com/reel/DXMgE3UiLOR/?igsh=eTdzczQ4Y242bTAx">Hinter dem viralen Spaß stecken Unternehmen, die ihre KI-Modelle trainieren</a>.</p><hr/><p>Gehört</p><p><strong>Reclaim: Tic Tac Toe. </strong><a href="https://www.ard.de/ardkultur/musik/rock-pop/tic-tac-toe-erste-deutsche-girlband,reaclaim-tic-tac-toe-100.html">Große Empfehlung</a>.</p><hr/><p>Genervt</p><p><a href="https://www.sueddeutsche.de/muenchen/amelie-fried-emanzipation-tradwives-interview-roman-li.3468948">Schriftstellerin Amelie Fried ist in der SZ &quot;fassungslos&quot; wegen der Tradwife-Bewegung</a> und regt sich gemeinsam mit dem braven Interviewer über das Verschwinden der Emanzipation auf.</p><p>Aber:<strong> Es gibt diese Bewegung nicht.</strong> Keine einzige Statistik zeigt für die vergangenen dreißig Jahre einen Rückgang der weiblichen Erwerbsarbeit. Mehr dazu schreibe ich <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/c4a9eab0-3130-42f6-94fa-3a6704238922">hier </a>und <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/db90e87c-a0be-45b2-bbdb-b50ffb2e0d15">hier </a>und <a href="https://uebermedien.de/112171/the-real-housewives-of-germany/">hier</a>. Wenn irgendein Feuilleton einen Tradwife-Gastbeitrag will: Ruft mich an, ich bin sauer!</p><hr/><p>Gelitten</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/aeaff0ad-1b67-4e62-a448-806c202a1d5f/uploads/images/kcdhpb4j5r/IMG_0566.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Migränestatistik: 7 Tage, 5 Tabletten"/><p>Diese Woche lag ich mal wieder ein bisschen migränemalad im Bett rum.</p><hr/><p>Gestickt</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/aeaff0ad-1b67-4e62-a448-806c202a1d5f/uploads/images/fy6mtic4js/IMG_0447.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Feminismus in Frühlingsfarben - verlose ich demnächst. Wenn du gewinnen willst: <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Hier entlang</a>.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 08 May 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[So schlimm sind Jungs auch wieder nicht]]></title>
      <description><![CDATA[Jahrhundertelang haben sich Eltern einen männlichen Stammhalter gewünscht, nun ziehen sie Töchter vor. Leider kein Zeichen für Emanzipation. Sondern für Angst. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Hilfe, es wird ein Junge?</h1><p><strong>Jahrhundertelang haben sich Eltern einen männlichen Stammhalter gewünscht, nun ziehen sie Töchter vielerorts vor. Leider kein Zeichen für Emanzipation. Sondern für ängstliche Väter und Mütter.</strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9e5d293-7a41-4de9-87f2-6a69db38e244/uploads/images/blm5v2ejj6/vitaliy-zalishchyker--s30invRUg4-unsplash.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="vitaliy-zalishchyker--s30invRUg4-unsplash"/><figcaption>Credit: Vitaliy Zalishchyker/Unsplash</figcaption></figure><p><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/eltern-wuenschen-sich-oft-toechter-so-schlimm-sind-jungs-auch-wieder-nicht-kommentar-a-5b2874d0-a2b8-4020-a276-620e307d182e"><em>Spiegel-Leitartikel vom 3. Februar 2026</em></a></p><p>Im ersten Moment klingt es seltsam. Wollen werdende Eltern in diese Welt wirklich unbedingt ein Mädchen setzen? In eine Welt, deren Geschicke von Typen wie Donald Trump, Wladimir Putin und Elon Musk bestimmt werden, in der wie eh und je die Frauen mehr unbezahlte Arbeit leisten, in der einem jeder Chatbot die Klamotten vom Leib reißen kann?</p><p>Nein, im Januar 2026 wirkt diese Welt nicht wie ein guter Ort für ein kleines Mädchen. Trotzdem schauen Influencerinnen auf ihren Gender Reveal Partys traurig in die Kamera, wenn es blaues statt rosa Konfetti regnet. Sie hatten sich doch so sehr eine Tochter gewünscht!</p><p>Schon das zeigt: Hier geht es um die Eltern, nicht ums Kind.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/f9e5d293-7a41-4de9-87f2-6a69db38e244">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Wed, 06 May 2026 15:04:23 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wollen Eltern etwa nur noch Mädchen?]]></title>
      <description><![CDATA[Influencerinnen betrauern blaues Konfetti auf der Gender-Reveal-Party und Studien zeigen: Töchter werden beliebter. Was dahinter steckt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Influencerinnen betrauern blaues Konfetti auf der Gender-Reveal-Party und Studien zeigen: Töchter werden beliebter. Was dahintersteckt – und welche Folgen das haben könnte.</strong></p><p><a href="https://www.spiegel.de/familie/gender-disappointment-wollen-eltern-jetzt-etwa-nur-noch-maedchen-a-2af169cb-c612-4923-981a-fc655d4c0cee">Zuerst erschienen am 30. Januar 2026 beim Spiegel</a></p><p>Ausgleichende Gerechtigkeit, könnte man meinen. Jahrhundertelang hatten sich Familien vor allem mindestens einen Sohn gewünscht, einen Stammhalter und Erben. Und da in einer Zeit ohne Pille ohnehin pro Familie mehrere Kinder zur Welt kamen, war die Wahrscheinlichkeit auch größer, sowohl einen Jungen als auch ein Mädchen zu bekommen. Mittlerweile lebt in vielen Familien in Deutschland nur noch ein Kind, das dann alle Erwartungen gefälligst erfüllen soll. Eine davon ist, wenn man Elternforen glauben kann: ein Mädchen, bitte!</p><p>In sozialen Netzwerken sah man schon Influencerinnen trauern, weil es auf der Gender-Reveal-Party blaues Konfetti regnete – und kein rosafarbenes. Diverse Studien deuten darauf hin, dass dahinter mehr steckt als die gefühlte Wahrheit einer überdrehten Onlinecommunity. Die Chefin einer US-amerikanischen Kinderwunschklinik sagte dem »Economist<em>«</em>: »Früher ging es nur um Jungen. Doch mittlerweile wünschen sich Eltern immer öfter ein Mädchen.«</p><p>Werden womöglich in 20, 30 Jahren Horden an jungen Frauen keinen Partner finden, weil ihre Millennial-Eltern keine Lust auf Söhne hatten? Nun, zumindest global ist noch nichts von einem Mädchenüberschuss zu sehen. Im Gegenteil: Nach wie vor kommen mehr männliche als weibliche Babys zur Welt, nur die Differenz wird kleiner. Noch vor zehn Jahren waren es mehr als eine Million mehr Jungen als Mädchen, aktuell sind es nach Berechnungen des »Economist« 200.000. Die steigende Beliebtheit von Töchtern zeigt sich weltweit also nur darin, dass sie nicht mehr ganz so oft abgetrieben werden.</p><h4>Ein Mädchen/Junge war ich mal, damit kenne ich mich aus</h4><p>Wälzt man die Studien, die eine steigende Präferenz für weiblichen Nachwuchs nachgewiesen haben, fallen einige Dinge auf.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/47d169a5-b6aa-4cb0-ba42-9ec6377c3655">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/47d169a5-b6aa-4cb0-ba42-9ec6377c3655/teaser_image/1777550057?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:54:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was mache ich hier eigentlich?]]></title>
      <description><![CDATA[Warum schreibe ich? Warum liest du? Und wie soll das hier weiter gehen? Eine Bilanz.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>es ist ein Jahr her, dass ich angekündigt habe, bald irgendwas auf Steady zu machen, genaueres würde ich mir noch überlegen.</p><p>Im Juli 2025 erschien dann der erste Newsletter. Ich hatte mich gerade selbstständig gemacht und fragte mich darin<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/56568ef9-9998-434f-8911-37448ea6ee8f">, welche Projekte ich in Angriff nehmen soll:</a></p><blockquote><p>&quot;Soll ich ein erzählerisches Sachbuch über Migräne schreiben oder einen Fantasy-Roman? Eine Weiterbildung zur Traumatherapeutin machen oder Digitalberatung anbieten? Soll ich meiner mentalen Gesundheit zuliebe alle Social-Media-Apps vom Handy schmeißen oder ernsthaft und regelmäßig Content posten und als Creatorin durchstarten? Ja, das sind alles ernst gemeinte Vorschläge.&quot;</p></blockquote><p>Was ich tatsächlich gemacht habe:</p><ul><li><p>viele Texte als freie Autorin geschrieben</p></li><li><p>in einem Podcast gesprochen</p></li><li><p><a href="https://uebermedien.de/author/barbara-vorsamer/">eine Kolumne gestartet</a></p></li><li><p>Beratung, unter anderem zum Finden der eigenen Stimme und zur Konzeption von Newslettern</p></li><li><p>zwei Sachbuch-Exposés nicht fertig geschrieben</p></li><li><p>sehr oft gar nichts wegen <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/ede1885a-0cfb-4498-ae4a-cf2515394a0d">Migräne</a></p></li><li><p>und natürlich: <strong>mehrere Dutzend Ausgaben von &quot;Innen &amp; Außen&quot; an dich geschickt.</strong></p></li></ul><p>Vielen Dank für deine Zeit, dein Interesse, deine Antworten ❤️</p><p>Am Anfang wollte ich jedes Mal, wenn ich hundert neue LeserInnen gewonnen habe, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">ein Stickbild verlosen</a>. Das ging aber nicht, ihr wurdet zu schnell zu viele. Mittlerweile lesen hier zehnmal so viele Menschen mit wie am Anfang.</p><p>42 Mitglieder unterstützen aktuell meine Arbeit und finanzieren mir so meinen Büroplatz und mein Stickzeug. Danke dafür! Ich verdiene mit allem, was ich außer diesem Newsletter so schreibe, mehr - trotzdem hebt nichts meine Laune zuverlässiger als die Mail mit der Info, dass jemand <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">eine neue Mitgliedschaft</a> abgeschlossen hat.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about"><em>🤝Vielleicht etwas für dich? Hier Mitglied werden! 🤝</em></a></p><p>Deine Wertschätzung für meine Inhalte bedeutet mir viel. Deswegen ist der Newsletter auch regelmäßiger erschienen als geplant. Vor einem Jahr dachte ich, ich schreibe ab und an. Tatsächlich schrieb ich (mit zwei Ausnahmen) jede Woche.</p><p>Damit steht &quot;Innen &amp; Außen&quot; vor einer Grundsatzentscheidung:</p><p>Soll hier eine professionelle Content-Maschine draus werden, die sich selbst finanziert? Wie das klappen könnte, weiß ich: Viele Texte darüber schreiben, wie man gesünder, schöner, klüger, entspannter wird, und die hinter die Paywall packen.</p><p>Oder soll ich weiter nach Lust und Laune darüber sinnieren, was mich bewegt und darauf hoffen, es genug Leute interessiert, damit ich auf lange Sicht mit diesem, äh, Projekt nicht völlig draufzahle? Allerdings künftig nicht mehr jede Woche, damit das Buch-Exposé auch eine Chance hat?</p><p>Ich neige zu letzterem. <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Was wünschst du dir?</a> Schreib mir, wenn du Lust hast.</p><p>Ich will hier nicht erzählen, wie man eine gute Therapeutin findet - sondern darüber nachdenken, ob wirklich jeder eine braucht.</p><p>Ich will keine Tipps geben, wie man gut durch die Wechseljahre kommt - sondern fragen, wo Selbstermächtigung aufhört und Selbstoptimierung beginnt.</p><p>Ich will kein Rezept für antientzündliche Pralinen teilen - sondern erzählen, wie zur Hölle ich darauf kam, zuckerfreie Schokolade mit Flohsamenschalen könnte schmecken.</p><hr aria-hidden="true"/><p>All diese Themen kommen bald.</p><p>Heute nur noch schnell, bevor meine 5000 Buchstaben aufgebraucht ist, <strong>ein paar Gedanken zu Therapie. </strong>Denn gestern war ich mit einer Freundin spazieren, sie ist einer der wenigen Menschen in meinem Bekanntenkreis, die keine Therapeutin hat.</p><p>Wir sprachen über ihren Sohn, der schon eine hat, und außerdem gerade Liebeskummer. Und wir sprachen über die vielen anderen Menschen in unserem Umfeld, die wegen Jobwechsel, Scheidungen und anderen Problemen in Therapie sind. Wir waren uns einig: Irgendwas läuft hier falsch. Mit Psychotherapie werden psychische Krankheiten behandelt. Nicht Lebenskrisen.</p><p>Ich schreibe seit mehr als zehn Jahren über psychische Themen, und da mir Entstigmatisierung wichtig ist, habe ich mich lange gescheut, diesen Punkt öffentlich zu benennen. Auch weil ich selbst wegen meiner Depressionen viel Therapie gemacht habe und Kritik sich anhören kann wie &quot;Ich darf, du nicht&quot;.</p><p>Wie üblich es aber geworden ist, Therapie prophylaktisch für das normale Leben anzuwenden, <a href="https://www.spiegel.de/psychologie/psychische-gesundheit-haben-wir-vergessen-dass-ungluecklichsein-normal-ist-a-9dd06e71-701d-4ea5-8537-2df2e550ec4d">beschreibt auch die Psychotherapeutin Franca Cerrutti im <em>Spiegel</em>.</a> Ich denke bei dem Thema immer an den Psychiater Thomas Pollmächer, der mir im Gespräch <a href="https://www.dtv.de/buch/mein-schmerzhaft-schoenes-trotzdem-29005">für mein Buch</a> sagte: &quot;Viele Menschen bräuchten keine Psychotherapeuten, sondern einen Freund.&quot;</p><p>Die <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/psychotherapie-resilienz-esther-pauchard-e184335/">Schweizer Psychiaterin Esther Pauchard führte den Gedanken fort</a> und sagte: &quot;Um einen Freund zu finden, muss man selbst ein Freund sein, und das ist anstrengend. Als Patient hingegen fühlen sich die Leute wie Kunden, sie bestellen, bewerten, befehlen, das erscheint manchen bequemer als eine echte Beziehung.&quot;</p><p>Was denkst du darüber? <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">Schreib mir gerne. </a>Ich habe mich diesem Thema sicher nicht zum letzten Mal gewidmet.</p><p>Ein schönes Wochenende wünscht dir</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p>🙏Ich nehme mir für jede Ausgabe von &quot;Innen &amp; Außen&quot; einige Stunden Zeit. Um mir das weiter zu ermöglichen, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">werde doch Mitglied</a>.</p><p>🗣️ Falls du jemanden kennst, der diesen Newsletter mögen könnte - <a href="mailto:?subject=Lesetipp%3A%20Newsletter%20%E2%80%9EInnen%20%26%20Au%C3%9Fen%E2%80%9C&amp;body=Hallo%2C%0A%0Aich%20lese%20seit%20einiger%20Zeit%20den%20Newsletter%20%E2%80%9EInnen%20%26%20Au%C3%9Fen%E2%80%9C%2C%20in%20dem%20Barbara%20Vorsamer%20%C3%BCber%20Pers%C3%B6nliches%2C%20Politisches%2C%20Psychisches%20schreibt.%0AIch%20glaube%2C%20das%20w%C3%A4re%20auch%20etwas%20f%C3%BCr%20dich%3A%0A%0A%F0%9F%91%89%20https%3A%2F%2Fsteady.page%2Fde%2Fbarbara-vorsamer%2Fnewsletter%2Fsign_up%0A%0AViele%20Gr%C3%BC%C3%9Fe%22">empfiehl ihn weiter</a>.</p><p>📝 Falls du meine Themen interessant findest: Schreib nicht ab, sondern <a href="mailto:barbara@vorsamer.de">arbeite mit mir zusammen.</a></p><hr/><p>Geschrieben</p><p>💌 EXKLUSIV FÜR MITGLIEDER 💌</p><p><strong>Wollen Eltern etwa nur noch Mädchen?</strong> Influencerinnen betrauern blaues Konfetti auf der Gender-Reveal-Party und Studien zeigen: Töchter werden beliebter. Was dahintersteckt. (<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/47d169a5-b6aa-4cb0-ba42-9ec6377c3655"><em>Steady</em></a>)</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>&quot;ADHS ist keine Kinderkrankheit, da wächst sich nichts aus&quot;: </strong>Du vergisst deine Termine, kannst schlecht aufräumen, hältst dich deshalb sogar für dement oder depressiv? Auch bei älteren Menschen kann ADHS dahinter stecken. Ich habe mit der Ärztin Astrid Neuy-Lobkowicz darüber gesprochen. (<a href="https://www.spiegel.de/gesundheit/adhs-im-erwachsenenalter-adhs-ist-keine-kinderkrankheit-da-waechst-sich-nichts-aus-a-7d440079-4819-422f-8861-9c3d412cde6e?giftToken=b3110b7f-3c0f-4293-b92d-84cc03315a37"><em>Spiegel-🎁-Link</em></a>)</p><p><strong>Bitte helfen: </strong>Zwischen psychisch Kranken und dem Hilfesystem stehen hohe Hürden. Beim Überwinden spielen Familie und Freunde eine wichtige Rolle. (<em>Apotheken Umschau</em> - leider nicht online, aber aktuell in deiner Apotheke)</p><p><strong>Sind Auslandsreportagen wertvoller als Psychotexte? </strong>Seit klar ist, dass gedruckte Zeitungen nicht die Zukunft sind, wollen alle Journalisten den besten Platz auf der Homepage. Doch da steht schon das Interview über Sex. (<a href="https://uebermedien.de/116262/sex-auf-der-startseite-klickt-gut-na-und/"><em>Übermedien</em></a>)</p><hr/><p>Gelesen</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ccc6491-5095-493f-bc28-da1e9d96fe49/uploads/images/25bd7aj6b7/IMG_0332.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ronald Reng: Der deutsche Sommer"/><p>Ich interessiere mich nicht für Fußball, das war 2006 auch schon so. Trotzdem kann ich dieses Buch kaum aus der Hand legen, jedes Kapitel endet so, dass ich sofort das nächste lesen will. Wie schafft man solche Cliffhänger in einer Geschichte, die jeder kennt, die viele miterlebt haben? <a href="https://www.piper.de/buecher/der-deutsche-sommer-isbn-978-3-492-07407-0">Eine erzählerische Meisterleistung von Ronald Reng.</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>&quot;Deutschlands bekanntester Generationenforscher&quot; Rüdiger Maas hat sich als Hochstapler entpuppt, <a href="https://www.zeit.de/2026/17/ruediger-maas-generationenforscher-kritik-akademische-qualifikation">schreiben Johanna Schoener und Martin Spiewak in der <em>Zeit</em>.</a></p><p><a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/erziehung-moderne-eltern-haben-das-elternsein-verlernt-1.5472725">Maas’ erstes Erziehungsbuch habe ich 2021 in der <em>Süddeutschen Zeitung</em> verrissen.</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>Im <em>Spiegel</em>-Interview sagte Bundeskanzler Friedrich Merz: <strong>&quot;Kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen&quot;. </strong>Er bezieht sich damit auf Social Media, und es ist nicht der einzige seltsame Satz, den er von sich gibt <em>(</em><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-kein-bundeskanzler-vor-mir-hat-so-etwas-ertragen-muessen-a-c8cf97a6-fe6f-4f21-9600-f95204917df6?giftToken=71e8a7a3-ea13-4b26-ad1c-cd889d2b31ee"><em>Spiegel-🎁-Link</em></a>).</p><p>Wenn Merz und seine Regierung so vor sich hin scheitern, habe ich immer zwei widerstreitende Gefühle:</p><p>1. <strong>Schadenfreude</strong>. Na, du alter Mann, hast gedacht, mit null Regierungserfahrung und viel Sendungsbewusstsein bekommst du es besser hin, als alle vor dir. Ist wohl doch nicht so einfach, dieses Regieren, hmm?</p><p>2. <strong>Angst</strong>. Ich würde mir sehr wünschen, dass diese Regierung mehr gebacken bekommt und weniger handwerkliche und kommunikative Fehler macht. Obwohl wenn ich nicht auf Merz&#39; politischer Linie bin: Die Lage ist zu ernst.</p><hr/><p>Gehört</p><p>In der ARD Mediathek, sorry, auf (in? mit?) <a href="https://www.ardsounds.de/sendung/die-schwarze-rose-von-dirk-schuemer/urn:ard:show:9f05e0c83f6622b3/">ARD Sounds</a> <strong>&quot;Die schwarze Rose&quot; von Dirk Schümer</strong>, und dann &quot;Die schwarze Lilie&quot; gleich hinterher. Zwei unterhaltsame Historienkrimis.</p><p><strong>Warum deine Aufmerksamkeitsspanne gar nicht kaputt ist,</strong> erklärt Historiker Daniel Immerwahr <a href="https://www.youtube.com/watch?v=A4w_18ayNLk">hier im Gespräch mit dem Wirtschaftspsychologen Adam Grant.</a></p><hr/><p>Gelitten</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ccc6491-5095-493f-bc28-da1e9d96fe49/uploads/images/fspynm5ggt/IMG_0439.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Migräne-Statistik: VIer Schmerztage, vier Tabletten"/><p>Migränestatistik. Immer noch alles super.</p><hr/><p>Gestickt</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4ccc6491-5095-493f-bc28-da1e9d96fe49/uploads/images/uijz4sipbq/IMG_0447.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Feminismus in Frühlingsfarben - verlose ich demnächst. Wenn du gewinnen willst: <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Hier entlang</a>.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:44:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wenn Männer Mädchen daten]]></title>
      <description><![CDATA[Sind Altersunterschiede in Beziehungen schlimm? Und warum gehen sie fast immer in dieselbe Richtung? Eine Gastausgabe von Theresa Bäuerlein.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>vor einigen Wochen habe ich hier <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/aec2529e-c28e-4abf-b3a1-d6008ccf6513">über Beziehungen mit großem Altersunterschied</a> geschrieben. Einige von euch haben mir geantwortet, unter anderem Theresa Bäuerlein.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Wenn ihr sie noch nicht kennt: Theresa ist Redakteurin für Sinn und Konsum beim Magazin<em> </em><a href="https://krautreporter.de/1-theresa-bauerlein"><em>Krautreporter</em></a><em>, </em>das sie auch mitgegründet hat. Den Job liebt sie - den Stress nicht so. Der Gedanke, dass es doch anders gehen muss,<a href="https://steady.page/de/verstand-verlieren/posts"> war der Impuls für ihren eigenen Newsletter &quot;Wie du nicht den Verstand verlierst&quot;. </a>Jeden Mittwoch schreibt sie nun einen Text für Menschen, die wie sie nicht nur funktionieren wollen. Oft geht es um Aufmerksamkeit, um Resilienz und darum, warum unser Gehirn so tickt, wie es eben tickt. Immer sorgfältig recherchiert, immer mit hilfreichen Tipps für deinen Alltag. <a href="https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up">Hier kannst du Theresas Newsletter abonnieren</a>, ich empfehle ihn dir sehr.</p><p>Hier geht es jetzt weiter mit ihren Gedanken zu Altersunterschieden. Von mir hört ihr nächste Woche wieder.</p><p>Liebe Grüße,</p><p>Barbara</p><hr aria-hidden="true"/><p>Meine Mutter lernte meinen Vater in der Regionalbahn kennen. Es war Anfang der Sechziger, sie ging damals zur Dolmetscherschule und übte während der Fahrt mit ihren englischen Arbeitsblättern. Mein Vater kannte sie schon vom Sehen und war in sie verliebt, hatte aber noch nie ein Wort zu ihr gesagt. Bevor meine Mutter ausstieg, bot er ihr eine englische Zeitschrift an. Meine Mutter blätterte sie auf dem Bahnsteig durch. Zwischen den Seiten fand sie seine Visitenkarte. Auf die Rückseite hatte er mit grünem Kugelschreiber geschrieben: &quot;Ich liebe Sie.&quot; </p><p>Ich finde meinen Vater in dieser Geschichte wahnsinnig galant. Dass meine Mutter bei der Begegnung im Zug 17 Jahre alt war und mein Vater 31, kam mir nie komisch vor. Vielleicht, weil ich sie als Paar nicht anders kannte und meine Eltern immer als gleichberechtigt erlebt habe.</p><h4>&quot;Es waren andere Zeiten damals&quot;</h4><p>Der Altersunterschied fiel mir erst richtig auf, als meine Nichte neulich 16 wurde. Sie geht zur Schule und hat sich zum Geburtstag künstliche Fingernägel mit niedlichen Fischmotiven gewünscht. Ich müsste schwer schlucken, wenn sie einen 14 Jahre älteren Mann daten würde. </p><p>&quot;Es waren andere Zeiten damals&quot;, sagt meine Mutter. &quot;Man war mit 17 viel erwachsener als heute.&quot; Die Beobachtung, dass sich der Übergang ins Erwachsensein immer weiter nach hinten verschiebt, haben Forschende schon zur Jahrtausendwende <a href="https://www.researchgate.net/publication/12476725_Emerging_Adulthood_A_Theory_of_Development_From_the_Late_Teens_Through_the_Twenties">beschrieben</a>. Der Grund ist nicht, dass junge Menschen fauler oder unreifer wären, sondern weil Studium, Jobsuche und Mieten, die man sich erst mal leisten können muss, den Weg ins Erwachsenenleben verlängert haben. </p><p>Dass ältere Personen deutlich jüngere daten, finde ich nicht schlimm, solange dabei niemand Machtverhältnisse ausnutzt. Was mich eigentlich irritiert: Warum ist es fast immer der Mann, der älter ist?</p><p>Im Durchschnitt beträgt dieser Unterschied 4,2 Jahre, wie eine Analyse aus 130 Ländern <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00324728.2022.2094452">ergab</a>. Die Daten zeigen auch: In Regionen mit mehr Gleichstellung werden Altersunterschiede beim Dating kleiner. Man kann sagen: Je patriarchaler eine Gesellschaft, desto wahrscheinlicher ist es, dass Frauen mit älteren Partnern zusammen sind. Wenn in einer Gesellschaft fast immer die Männer in Beziehungen älter sind, ist das also kein neutraler Fakt. </p><p>In meiner Beziehung ist es umgekehrt. Ich bin vier Jahre älter als mein Mann. Als wir uns vor anderthalb Jahrzehrzehnten kennenlernten, war er 25 und ich 29. &quot;Eigentlich ist der mir zu jung&quot;, dachte ich, als wir uns kennenlernten. Umgekehrt wäre mir der Gedanke nie gekommen. Dabei ist es vielleicht gar keine schlechte Idee, wenn Frauen jüngere Männer daten. Das ist mir klar geworden, als ich vor ein paar Monaten Frauen mit jüngeren Partnern <a href="https://krautreporter.de/leben-und-lieben/6132-sind-jungere-manner-bessere-partner-diese-frauen-sagen-ja?shared=89a7bfae-0bad-4dde-8512-63f9145d9923&amp;utm_campaign=share-url&amp;utm_medium=editorial#lesen">interviewt</a> habe. Sie sagten mir: Bei jüngeren Partnern sei eher Augenhöhe da. Ältere Männer verhielten sich oft autoritärer.</p><p>Wenn Frauen extra jünger daten müssen, um gleichberechtigt behandelt zu werden – was sagt das dann über den Normalfall?</p><p>Jill Ciment war 17, als ihr Kunstlehrer sie küsste, der 47-jährige verheiratete Arnold Mesches. Sie verliebten sich, er trennte sich von seiner Frau und heiratete Ciment. Erst nach seinem Tod vier Jahrzehnte später brachte die #metoo-Bewegung die renommierte Künstlerin dazu, den Beginn ihrer Ehe in einem neuen Licht zu sehen. In ihrem 2024 erschienen Buch &quot;Consent&quot; fragt sich Ciment, ob sie zu jung war, um der Beziehung wirklich zustimmen zu können. Sie kommt zu keiner klaren Antwort.</p><h4>Charmante Männer, Lustmolche oder Täter?</h4><p><a href="https://www.npr.org/2024/07/09/nx-s1-5028203/jill-ciment-consent-me-too">In einem Interview mit dem US-Radiosender NPR denkt sie darüber nach</a>, wie die Gesellschaft ihre Geschichte je nach Jahrzehnt anders erzählen würde. 1970, meinte sie, hätte man Mesches als charmanten, reifen Mann gesehen, und sie als das coolste Mädchen in der Nachbarschaft. In den Neunzigern hätte man ihn einen Casanova genannt, vielleicht einen Lustmolch – aber vor allem Ciment die Schuld für die Affäre gegeben, weil es reichte, wenn eine Frau sexuell existierte, um sie zu verurteilen. Heute würde man vielleicht bei Mesches von &quot;Täter&quot; und von Ciment als &quot;Opfer&quot; reden. </p><p>&quot;Die Sprache hat sich verändert&quot;, sagt Ciment. &quot;Und mit der Sprache verändert sich, was wir überhaupt sehen können.&quot; Sie sieht sich heute nicht als Opfer. Ihre Ehe war glücklich. Aber sie sagt auch: Wenn sie heute beobachten würde, wie ein 47-jähriger Mann eine 17-jährige anmacht, würde sie eingreifen. </p><p>Meine Mutter sagt: &quot;Mir wurde als junges Mädchen vermittelt, dass der Mann älter sein müsse, um eine Familie zu ernähren. Und auch, weil er die Frau &#39;führen&#39; sollte, wie es damals selbstverständlich war und  ja auch der gültigen Gesetzgebung entsprach! Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.&quot;</p><p>Ich weiß nicht, wie sie mit 17 war. Ich habe sie erst mit 38 kennengelernt, als ich auf die Welt kam. Aber ich bin mir sicher: Sie hat sich nicht lange führen lassen. </p><p>Ein schönes Wochenende wünscht</p><p>Theresa</p><p>PS: Wenn ihr öfter von mir lesen wollt, abonniert meinen Newsletter<a href="https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up"> &quot;Wie du nicht den Verstand verlierst&quot;</a>. Wenn ihr Barbara vermisst: Sie hat dort vorgestern <a href="https://steady.page/de/verstand-verlieren/posts/6cb6f8f5-90cb-4b0c-ad72-04af3da66cb7">eine Gastausgabe über das Fracking ihres Verstandes</a> geschrieben.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 17:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zusammen durchs Chaos]]></title>
      <description><![CDATA[Das Patriachat zerbröselt, doch was kommt danach? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>ich sticke ja gerne Sprüche, zuletzt diesen hier (<a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">das Stickbild verlose ich diese Woche unter meinen Mitgliedern</a>):</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6e134b6-63d1-42b1-a024-cdcd05e12e80/uploads/images/ktqofdnmf5/IMG_0158.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="My favorite season is the fall of the patriarchy"/><p>Während ich daran gearbeitet habe, fragte ich mich, ob der Satz überhaupt stimmt. <strong>Wird es wirklich schön, wenn das Patriachat fällt?</strong></p><p>Ich glaube nämlich, dass es das längst tut. Donald Trump und Wladimir Putin, die Kriege in der Ukraine, in Iran und Gaza; die sexuelle Gewalt von Epstein, Pelicot, Ulmen (sicherheitshalber: Unschuldsvermutung); die Umtriebe in der Manosphere, das Überprüfen von feministischen NGOs auf Verfassungstreue: Ich halte all das nicht für einen Backlash, sondern für die letzten Zuckungen eines untergehenden Systems.</p><p>Als erfahrene Fantasy-Leserin weiß ich aber: Verletzt sind Monster besonders gefährlich.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Deswegen reicht es für Feministinnen in dieser Situation auch nicht, dem Patriarchat in Ruhe beim Sterben zuzusehen. Noch weiß niemand, was an seine Stelle treten wird. Früher habe ich mir vermutlich was Regenbogenfarbiges mit Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit ausgemalt, während ich versuchte, es herbeizutwittern.</p><p>Dabei ist in der Geschichte der Menschheit noch kaum eine Herrschaftsstruktur friedlich verschieden. Jede gesellschaftliche Gruppe musste sich ihre Teilhabe mühsam erkämpfen, ein großer Teil dessen, was wir Zeitgeschichte nennen, handelt davon. Die Frauenbewegung kommt darin allerdings kaum vor (wenn du wissen willst, warum nicht: Hier erkläre ich den <a href="https://www.instagram.com/p/DVv4LrADM7P/">Matilda-Effekt</a>).</p><p>Ich hatte Leistungskurs Geschichte in der Schule, doch alles, was im Buch dazu stand, war:</p><blockquote><p><strong>1918: Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland</strong></p></blockquote><p>Ich meldete mich damals und fragte meinen Geschichtslehrer, wie es dazu gekommen sei. Er antwortete, dass das ein gutes Thema für meine Facharbeit sei.</p><p>So las ich mich also ein in die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, beziehungsweise der beiden deutschen Frauenbewegungen, denn im 19. Jahrhundert gab es zwei. Die bürgerlichen Frauen setzten sich für das Recht auf Bildung und das Recht auf Arbeit ein, die Proletarierinnen arbeiteten längst und hatten radikalere Forderungen. <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/barbara-vorsamer-wie-werden-frauen-sichtbarer/id1771684135?i=1000752962305">Vor einigen Wochen war ich in einem Podcast zur Industriegeschichte zu Gast und durfte dieses Wissen mal wieder hervorkramen.</a> Das hat mich sehr gefreut.</p><p>Aber ich schweife ab.</p><p><a href="https://steady.page/de/antjeschrupp/posts/257ab961-7d54-4c24-bcc3-408bea302901">Die Autorin Antje Schrupp erklärt in ihrem Buch &quot;Postpatriarchales Chaos&quot; meiner Meinung nach sehr überzeugend die aktuelle politische Situation</a>. Besonders lesenswert finde ich ihre Schlussfolgerungen, die ich hoffentlich richtig wiedergebe:</p><p>Mit den Machthabern im Patriachat konnte man als Feministin noch politisch streiten. Man konnte zum Beispiel sagen: Gerechtigkeit ist doch ein Wert in dieser Gesellschaft, dies oder das ist ungerecht, wir wollen dies oder das abschaffen. Darüber gab es dann Debatten, vielleicht Reformen, irgendwann ein Gesetz. Hielt sich jemand nicht dran, konnte man sich darauf berufen.</p><p>Im postpatriarchalen Chaos funktioniert das nicht mehr, weil die Einigkeit über grundsätzliche Werte fehlt.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/d6e134b6-63d1-42b1-a024-cdcd05e12e80">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6e134b6-63d1-42b1-a024-cdcd05e12e80/uploads/images/ktqofdnmf5/IMG_0158.jpeg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich liebe Teenager]]></title>
      <description><![CDATA[Sagt nicht immer nur Nein zu Jugendlichen, sagt öfter: Ja! Diese Erziehungsregel hat sich schon bei Kleinkindern bewährt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Teenager lieben</h1><p>Hallo,</p><p>zwei Themen, die sich durch meine Arbeit der letzten Monate ziehen, sind Nageldesign und Krafttraining. Und ja, das überrascht mich selbst, weil ich mich doch als Autorin für Persönliches, Politisches und Psychisches sehe, und eher nicht als Fachfrau für Gelnägel und Proteinzufuhr.</p><p>Aber ich habe eine fast 15-jährige Tochter, deren Nägel für sie heute das sind, was früher ihre Heißklebepistole war: ein Mittel, sich kreativ auszudrücken.</p><p>Diese &quot;Wohnung&quot; hat sie vor einigen Jahren gebastelt:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b00a78b2-5058-4f04-b2f6-cb9422857bb5/uploads/images/uspuu5koaz/IMG_0016_1.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Aus Pappe, Stoffresten und Heißkleber gebastelte &quot;Wohnung&quot;"/><p>Heute macht sie eben sowas:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b00a78b2-5058-4f04-b2f6-cb9422857bb5/uploads/images/oejaybslz7/45d3d736-e9a1-409c-8a10-7f42a70d6b3a.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Nailart by Magdalena"/><p>Über die Nägel meiner Tochter habe ich schon <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/08c2bc63-5ead-4ff5-8497-2e71ae232cfe">diesen Newsletter</a> und <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/123893ed-488b-49c4-b792-7ca39b9605cd">diesen Text</a> geschrieben und dazu diese Reaktion erhalten: &quot;Ich wünschte mein Teenager hätte auch so ein tolles Hobby! Aber er/sie interessiert sich für gar nichts.&quot; Wie ich das so gut hingekriegt hätte?</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/b00a78b2-5058-4f04-b2f6-cb9422857bb5">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie komme ich von meinem Smartphone los?]]></title>
      <description><![CDATA[Manchmal glaube ich, zwischen Nachrichten-Pushs, Instagram und Handygames den Verstand zu verlieren. Ein Entzug in drei Schritten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>manchmal glaube ich, zwischen Push-Nachrichten, Instagram und Handygames den Verstand zu verlieren. Vergangenes Jahr habe ich deswegen diverse Digital-Detox-Strategien durchprobiert, Handysperren, Fokus-Apps, den Brick, sogar ein Tastenhandy habe ich mir zugelegt. Was davon wie gut funktioniert hat, kannst du als Steady-Mitglied nun hier lesen. Danke für deine Unterstützung - und viel Spaß mit dem Text.</p><p>Liebe Grüße,</p><p>Barbara</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bafb0b52-d185-4b49-9053-8261450cdbfa/uploads/images/klf7bspe5j/IMG_9248_1.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Nokia-Handy"/><h3><strong>Wie komme ich von meinem Smartphone los?</strong></h3><p><a href="https://www.spiegel.de/psychologie/handy-sucht-so-kommt-man-endlich-vom-smartphone-los-eine-anleitung-a-5de69622-1b3c-4b81-aedf-1671fa8d568e">Zuerst erschienen im Spiegel am 8. Januar 2026</a></p><p>Bevor ich mein iPhone gegen das Nokia 105 2G eintausche, mache ich ein Foto davon und poste es auf Instagram. Bye-bye, ihr Lieben, ich meine es ernst und verabschiede mich von dieser hirnzersetzenden Höllenmaschine, die mir Zeit, Kraft und Verstand raubt. Während dieser Beitrag eine außergewöhnliche Menge Reaktionen und Herzen einsammelt, versuche ich, die SIM-Karte in das kleine Tastentelefon zu bekommen. Das Nokia 105 2G soll nun schaffen, woran diverse Digital-Detox-Apps und Gadgets gescheitert sind: mir zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Als das Telefon endlich an ist, informiert es mich in blauen Buchstaben: Es ist 1.34 Uhr am 1. Januar 2023. Auch sonst kann und weiß es wenig.</p><p>Das Nokia 105 2G steht auf meiner To-do-Liste neben Apps wie »Forest« und »Focus Friend«, neben dem Gadget »Brick« sowie einem Gespräch mit der Psychologin und Bestsellerautorin Gloria Mark . Über Wochen habe ich verschiedene Strategien ausprobiert (Schon mal von »Digital Gardening« gehört?), um von meinem Smartphone loszukommen, letztlich hat mir etwas ganz anderes geholfen. Zwischen vier und sechs Stunden verbringe ich am Smartphone, 60- bis 70-mal nehme ich es zur Hand – am Tag. Der Durchschnitt eines Erwachsenen meines Alters soll bei 2,5 Stunden liegen. Während ich diese Worte schreibe, fühle ich den Impuls, mich zu rechtfertigen: Ich fahre viel Bahn. Und ich nutze das Gerät auch, um zu arbeiten, echt wahr.</p><h3><strong>Mein Gehirn fühlt sich zerfleddert an</strong></h3><p>Ich will davon trotzdem runter, vor allem weil sich mein Gehirn zunehmend zerfleddert anfühlt. Oft nehme ich das Gerät in die Hand, um zu gucken, wie das Wetter wird, um 20 Minuten, ein paar Insta-Reels, einem Wordle und zwei WhatsApps später aufzublicken und immer noch nicht zu wissen, ob ich eine Regenjacke anziehen soll. Die Rolltreppenfahrt nutze ich für eine Amazon-Bestellung. Und während ich mit gezücktem QR-Code in der Postfiliale auf mein Paket warte, beantworte ich Mails. Das letzte Buch habe ich im Sommerurlaub gelesen, und sogar da hat meine Konzentration nicht für die mitgeschleppten Literaturpreisträger gereicht, sondern nur für »Iron Flame« von Rebecca Yarros und ein paar Krimis.</p><p>Mit zunehmender Penetranz wetteifern Apps und Content-Creatoren dieser Welt um die letzten Fitzelchen meiner Aufmerksamkeit. Geschichtswissenschaftler Graham Burnett spricht vom »Fracking des Verstands«. Für mich ist die umstrittene Technologie für die Gewinnung von Öl oder Gas die perfekte Metapher für das, was in meinem Gehirn passiert. Früher haben Firmen existierende Rohölvorkommen angebohrt, zack, schoss das Material in einigermaßen reiner Form zur Oberfläche. Doch diese Quellen gehen früher oder später zur Neige. Wer heute fossilen Brennstoff fördern will, muss die Rohstoffe unter hohem Druck aus dem Gestein pressen, und was herauskommt, ist eine Mischung aus Wasser, Chemikalien, Schmutz und Öl.</p><p>Um das, was von meiner Aufmerksamkeit geblieben ist, konkurrieren der Job, die Nachrichten, soziale Netzwerke, Werbung, Filme, Freunde, Familie, Träume, Liebe, Sex und der Schlaf natürlich. Wer den gewieftesten Algorithmus hat, quetscht am meisten aus mir raus. Was mir wirklich wichtig ist, kommt dagegen oft zu kurz.</p><h3>Natürlich habe ich versucht, Apps zu entfernen</h3><p>Mein Kampf gegen die Zerfledderung meines Verstands beginnt lange, bevor ich das Nokia 2G kaufe. Für Smartphones gibt es unzählige Tricks und Tipps (und natürlich auch Apps), die helfen sollen, die eigene Bildschirmzeit einzudämmen und den Fokus wiederzufinden. Ich habe sie ausprobiert. Habe wie der Mitbegründer von Twitter, Jack Dorsey, meinen Bildschirm auf Schwarz-Weiß gestellt und mich daraufhin nicht mehr zurechtgefunden. Ich habe mir Limits gesetzt, sogar mit Code. Doch die Sperre klickte ich schnell weg und daddelte weiter – mit schlechterem Gewissen, aber nicht kürzer oder seltener.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/bafb0b52-d185-4b49-9053-8261450cdbfa">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 10:12:46 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zu dick]]></title>
      <description><![CDATA[Wie bringt man den Kindern ein gutes Körpergefühl bei, wenn man selbst keines hat? Ich weiß es doch auch nicht. Aber ich weiß, wer an dem Dilemma schuld ist.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>weißt du, wie viel du wiegst? Oder deinen Body Mass Index?</p><p>Ich weiß es, liegt aber daran, dass ich gerade beim Check-up bei meiner Hausärztin war. Eigentlich habe ich die Waage zurückgelassen, als ich mit 19 Jahren von zu Hause auszog und mir geschworen, mich nie wieder von so einem Ding terrorisieren zu lassen.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Denn das Gefühl, zu viel zu wiegen - das begleitet mich, seitdem ich elf Jahre alt bin. Und dass es nicht viel damit zu tun hat, was auf der Waage tatsächlich steht, zeigen diese Bilder:</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/7764ccf7-24d6-4a88-8fc7-519c39fe8cc8">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Thu, 02 Apr 2026 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gute Jungen]]></title>
      <description><![CDATA[Viele Frauen blickten diese Woche um sich und fragten: Was bist du für einer?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>vergangenen Freitag fragte mein Sohn: &quot;Und, was ist so los? Putin, Trump und Chamenei verbrennen die Welt?&quot; Für seine elf Jahre hat er einen soliden Überblick, finde ich. Also antwortete mein Mann: &quot;So kann man es kurz zusammenfassen.&quot;</p><p>Ich hatte da gerade <a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/collien-fernandes-erstattet-anzeige-gegen-ex-mann-christian-ulmen-a-6abfb991-1665-4469-9c8e-3cc5a2cb4f29">die <em>Spiegel</em>-Titelgeschichte über die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen</a> gelesen und warf unüberlegt von der Seite ein: &quot;Ich kann’s noch kürzer: Männer.&quot; Woraufhin mein Sohn ganz bestürzt war: &quot;Aber doch nicht alle.&quot;</p><p>Nein, du nicht, mein Schatz.</p><p>Hoffentlich. Bisher. Wie lange noch?</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Solche und ähnliche Zusammenstöße hatten diese Woche alle Frauen, die ich kenne. Manche mussten ihrem Partner mühsam erklären, warum &quot;diese Sache&quot; zwischen einer ehemaligen Viva-Moderatorin und einem ehemaligen MTV-Moderator sie derart aufwühlt. Andere hatten einen Verwandten oder Arbeitskollegen, der sagte: Aber es gilt die <a href="https://arschlochvermutung.de/">Unschuldsvermutung</a>, aber &quot;Er sagt, sie sagt&quot;, aber ich fand den Ulmen immer total witzig, aber Beweise, aber #notallmen.</p><p>Währenddessen googelten so viele Männer nach &quot;Collien nackt&quot; und &quot;Collien Porno&quot;, <a href="https://www.linkedin.com/posts/mike-sch%C3%A4fer-5659b9107_collien-fernandes-ver%C3%B6ffentlicht-dass-ihr-activity-7440651013113479169-ASxL?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACrIGboBQr4JLgXChn-GOxylfk1YtnuFS2w">dass die Begriffe trendeten</a>. Andere <a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/collien-fernandes-bleibt-demo-in-hamburg-wegen-morddrohungen-fern-a-29c17929-2fad-4ce4-9761-3cc480e5b2e3">schickten der Schauspielerin Morddrohnungen</a>.</p><p>#Notallmen? Vielleicht. Aber trotzdem viel zu viele. So viele, dass manche Frau diese Woche auf den Typen neben sich blickte und sich fragte: Und du? Was machst du, wenn keine hinschaut?</p><p><a href="https://www.zeit.de/feuilleton/2026-02/gewalt-gegen-frauen-missbrauch-maenner/komplettansicht">Viktoria Morasch formulierte es in der <em>Zeit</em></a> schon vor einigen Wochen so:</p><blockquote><p>Was bist du für einer? Bist du <em>so </em>einer? Hasst du Frauen? Willst du Sex mit einer 14-Jährigen? Mit einer Achtjährigen? Was würdest du Frauen antun, wenn du wüsstest, du kommst damit davon? Was hast du ihnen schon angetan?</p></blockquote><p>Wie sollen wir euch noch lieben? <a href="https://www.moment.at/story/fall-ulmen-und-co-liebe-im-patriarchat/">Fragt Barbara Blaha bei Moment.at</a>, und dieses Gefühl treibt gerade viele Frauen um. Denn natürlich lieben wir Männer, leben mit ihnen, haben Partner, Väter, Brüder, Söhne, Freunde. Und gleichzeitig haben wir über den Fall Pelicot gelesen, über die Lehrer in Erfurt, über Konstantin Wecker, die Epstein-Files und die unzählichen &quot;kleineren&quot; Fälle von Vergewaltigung, Missbrauch, Femizid, die hinten im Lokalteil oder im Panorama zu finden sind, und zwar jeden Tag.</p><p>So viele unterschiedliche Männer stellen sich als Täter heraus (prominent und unbekannt, reich und arm, Migrant und von hier, alt und jung, analog und digital …), dass die Erzählung zerbröselt, mit der sich einige von uns immer wieder beruhigt haben. Die Erzählung, dass es zwar sexualisierte Gewalt gibt - dass unsere eigenen Partner, Väter, Brüder, Söhne, Freunde damit nichts zu tun haben. <strong>Es ist statistisch kaum möglich, dass wir alle Dutzende Betroffene kennen, aber keinen einzigen Täter.</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/e5347a66-c750-44ee-9925-dc79411a193c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ist es wahre Liebe?]]></title>
      <description><![CDATA[Kniefall, Solitärring, "Ja, ich will": Viele halten das für eine romantische Tradition. Ich nicht.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>ich hoffe, der Betreff hat dazu geführt, dass Marianne Rosenberg in dein Hirn trällert, während du diese Zeilen liest. <em>Ist es wahre Liebe/ die nie mehr vergeht/ oder wird die Liebe/ vom Winde verweht? </em>Wenn nicht, hier entlang (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=RcMWxMWFTgo">na-na-na-na-na-na</a>), wer meine Liebe zum Schlager nicht teilt: Ich mache es nicht zum Standard, hier mit Songtexten einzusteigen, versprochen.</p><p>Bist du verheiratet?</p><p>Falls ja: Warum? Und wie ist es dazu gekommen? Romantisches Dinner, Kniefall, Diamantring und so?</p><p>So sieht aus, was viele für Tradition halten. Und meistens scheint es auch so oder so ähnlich zu laufen. Online-Umfragen zufolge machen 82 Prozent der Männer einen Heiratsantrag, <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/posts/8ce2ce5f-e0e2-4789-98cc-e9794e337d1a">wie ich für diesen Text recherchiert habe</a>.</p><p>Ich musste an diese Recherche denken und an meinen eigenen Unwillen, den Verlobungs-Zinnober mitzumachen, <a href="https://www.sueddeutsche.de/magazin/liebe-und-partnerschaft/heiraten-heiratsantrag-ja-nein-ehe-feminismus-patriachat-szm.95944">als ich diese Woche Lisa McMinns Text im <em>SZ-Magazin </em>las</a>. Sie schreibt darüber, wie es sich anfühlt, einen Heiratsantrag abzulehnen. Als ihr Freund unter Palmen auf die Knie geht, stammelt sie herum, anstatt drehbuchgemäß &quot;Ja&quot; zu hauchen und in seine Arme zu fallen.</p><p>Herumstammeln finde ich in dieser Situation ziemlich feministisch fortgeschritten. Ich weiß nicht, ob ich mich in ihrer Situation nicht versehentlich ans Drehbuch gehalten hätte, um danach jahrelang in einer Verlobung zu stecken und nicht zu wissen, wie ich aus der Nummer wieder rauskomme.</p><p>Um das zu vermeiden, habe ich dem Mann, mit dem ich lange genug zusammen war, um einen Heiratsantrag für denkbar zu halten, vorsorglich gesagt: bitte nicht.</p><p>Ich finde Heiratsanträge alles andere als nett und romantisch. Ich finde sie unverschämt und ungerecht, zumindest so, wie die Nummer derzeit meist praktiziert wird. Männer dürfen jahrelang darüber nachdenken, ob und wann sie heiraten wollen. Wenn sie so weit sind, darf die Frau aber nicht &quot;hm, interessante Idee, ich geh mal in mich und gebe dir in ein paar Monaten Bescheid&quot; antworten. Schon gar nicht, wenn der Antrag auf einem <a href="https://www.youtube.com/shorts/OsUmbhQMqLc">Pink-Konzert</a> oder im Fußballstadion gestellt wird. Warum solche Aktionen als Ausbund der Romantik gelten, ist mir unklar. Für mich sieht es immer nach emotionaler Erpressung aus.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/4e50b819-5d3e-483f-988a-ea64c555854a">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 13 Mar 2026 17:27:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer keine Mama hat, braucht einen Magneten]]></title>
      <description><![CDATA[Steady-Mitglieder bekommen Texte, die anderswo hinter der Paywall sind. Diesen zum Beispiel.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>wie sieht es mit dir und deiner Handynutzung aus? Alles im Griff - oder bist du mehr am Bildschirm, als du gerne sein würdest?</p><p>Bei mir ist definitiv letzteres der Fall, ich habe schon öfter darüber geschrieben. Vor einigen Monaten testete ich deswegen <a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/the-brick-im-test-wer-keine-mama-hat-braucht-diesen-klotz-a-17550305-b184-4d95-915a-4a9fe3e5f868">den Kühlschrankmagneten Brick für den <em>Spiegel</em>,</a> inzwischen findest du den Text auch hier auf <em>Steady</em>.  Als Unterstützer/in kannst du ihn komplett lesen - und mich würde interessieren:</p><hr aria-hidden="true"/><p>Soll ich dir künftig alles, was exklusiv für Mitglieder erscheint, per Mail schicken? <a href="https://tally.so/r/WOAagk">👍</a></p><p>Oder lieber nicht noch mehr Post von mir? <a href="https://tally.so/r/Y5Z7yW">👎</a></p><p>Danke für deinen Klick.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Der Text steht am Ende dieser Mail, er ist allerdings auf dem Stand von November 2025. Damals war ich begeistert vom Brick. Wenige Wochen später erzählte mir meine Tochter, wie man das Gadget mit zwei Klicks aushebelt, ohne sich vom Sofa erheben zu müssen. <a href="https://www.spiegel.de/psychologie/handy-sucht-so-kommt-man-endlich-vom-smartphone-los-eine-anleitung-a-5de69622-1b3c-4b81-aedf-1671fa8d568e">Das verriet ich im Januar hier.</a></p><p>Daraufhin fragte mich ein Stuttgarter Unternehmen, ob ich ihre  Zenbox mal ausprobieren will, sie sei besser als der Brick. Ich testete, klickte dieselben zwei Klicks und, zack, auch die Zenbox war wirkungslos.</p><p>Nachdem ich das rückmeldete, bekam ich eine Mail mit der Info, wie ich dieses Loophole schließen kann. Seitdem lebe ich mit meinem Handy in friedlicher Koexistenz und lasse mich in diesem Punkt nicht mehr von Teenagern weiterbilden.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1530cf2a-2c71-4621-8b6b-ae1c001f75ce/uploads/images/vkvocenwff/IMG_9902.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich empfehle daher die Zenbox, alleine schon, weil etwas günstiger ist als der Brick und man sie nicht aus den USA liefern lassen muss. Das Prinzip ist aber bei beiden Magneten dasselbe. </p><blockquote><p>Diese Empfehlung spreche ich ohne Auftrag und Bezahlung aus. Die Zenbox wurde mir vom Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt.</p></blockquote><p>Und nun viel Spaß mit meinem Text über den Brick - fast alles, was ich darin über ihn schreibe, gilt für die Zenbox genauso.</p><p>Ein schönes Wochenende wünscht</p><p>Barbara</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/1530cf2a-2c71-4621-8b6b-ae1c001f75ce">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/1530cf2a-2c71-4621-8b6b-ae1c001f75ce/uploads/images/vkvocenwff/IMG_9902.jpeg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 13:11:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich war 16, und er 31]]></title>
      <description><![CDATA[Vom Männern und Mädchen und der Frage, ob sie was miteinander zu tun haben sollten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>der Betreff stimmt nicht ganz. Ich glaube, er war erst 30. Aber für das, was ich heute erzählen will, macht es keinen großen Unterschied und mit der Zahl 30 klingt die Überschrift nicht halb so gut. In deinem Kopf macht es doch jetzt auch &quot;biu-biu-biu&quot; und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-DLE_1SQsj0">Peter Maffay</a> singt dir von innen ins Ohr, oder nicht?</p><p>So wie im Text von &quot;Und es war Sommer&quot; - er 16 und sie 31 - habe ich den Altersunterschied allerdings noch nie gesehen. Andersherum - sie ein Mädchen, er ein Mann - durchaus.</p><p>Auch öffentliche Beispiele findet man, ohne lange suchen zu müssen. Der <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/konstantin-wecker-vorwuerfe-konzertabsage-e051851/">Liedermacher Konstantin Wecker</a> soll im Alter von 63 eine Beziehung zu einer 16-Jährigen gehabt haben. An einem Erfurter Gymnasium hatten <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/erfurt-am-koenigin-luise-gymnasium-missbrauchen-zwei-lehre">Lehrer sexuelle Kontakte mit 15-, 16-jährigen Schülerinnen</a> und wurden dafür verurteilt. Der <a href="https://www.zeit.de/feuilleton/2026-02/manuel-hagel-cdu-baden-wuerttemberg-interview-sexismus">CDU-Spitzenkandidat Manfred Hagel</a> erzählte in einer Talkshow davon, wie ihm eine Realschülerin schöne Augen gemacht habe. Über die Klasse mit 80 Prozent Mädchen sagt er lachend: &quot;Da gibt&#39;s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen.&quot;</p><p>Sehr unterschiedliche Beispiele, klar, Hagel hatte nach allem, was man weiß, nichts mit Minderjährigen. Trotzdem zeigen auch seine Worte: Erwachsene Männer sehen überhaupt kein Problem darin, Mädchen zu sexualisieren. <a href="https://www.zeit.de/feuilleton/2026-02/manuel-hagel-cdu-baden-wuerttemberg-interview-sexismus">Julia Lorenz beschreibt in der <em>Zeit</em></a>, wie &quot;tief der Gedanke, Minderjährige könnten für erwachsene Männer passende Flirts oder Sexualpartnerinnen sein, noch immer ins Unbewusste vieler eingeschrieben ist.&quot; Sie schreibt auch: &quot;Wer zufällig eine Frau ist und einmal jugendlich war, erinnert sich daran.&quot;</p><p>Oh ja, das tue ich. Und ich erinnere mich an noch etwas: Als ich selbst 16 Jahre alt war, hatte ich damit kein Problem. Ich hielt mich schließlich für sehr erwachsen, und den 30-jährigen, der mich anbaggerte, für einen der wenigen Menschen, der das kapierte.</p><p>Heute denke ich nur: Örks.</p><p>Meine Schulfreundinnen und ich waren nicht irritiert, als uns in einer Schwabinger Cocktailbar eine Gruppe Männer ansprach, die alle um die 30 waren. Wir waren geschmeichelt, dass endlich mal jemand unsere geistige Reife erkannte, wir ließen uns die Drinks bezahlen und … später das Taxi nach Hause.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/aec2529e-c28e-4abf-b3a1-d6008ccf6513">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 08:54:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[(A)Sozial, diese Medien]]></title>
      <description><![CDATA[Braucht es politische Regulierung von Social Media? Ich bin der Meinung: unbedingt - aber anders, als derzeit diskutiert.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>nutzt du soziale Medien? Welche? Und was gehört für dich dazu - und was nicht?</p><p>Dieser Newsletter zum Beispiel.</p><p>Er verbindet dich mit mir und er ist ein Medium. Ich würde deshalb sagen: Er ist ein soziales Medium. Und trotzdem sind wir nicht gemeint, wenn über Social-Media-Verbote diskutiert wird. Die wenigsten, die ein solches fordern, verraten, was sie genau meinen.</p><h5><strong>Was ist Social Media?</strong></h5><p>Als Vorbild gilt oft die Regelung in Australien, dort fallen <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/ozeanien/australien-verbot-social-media-100.html">Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X, Reddit und Twitch </a>unter das Verbot. Nicht dabei sind: Roblox, WhatsApp, Facebook Messenger.</p><p>Diese Einteilung ergibt für mich keinen Sinn. Die schlimmsten Dinge, die ich bisher auf Teenagerhandys gesehen haben, kamen dort über WhatsApp an. Und viele Kinder gucken Youtube bis zum Synapsenbrand, ohne dort überhaupt ein Nutzerkonto zu besitzen. Eine Altersbeschränkung würde das nicht ändern.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><h5>Braucht es mehr Bildung?</h5><p>Die Gesellschaft für Medienpädagogik fordert: <a href="https://www.gmk-net.de/2024/12/16/medienkompetenz-foerdern-statt-soziale-medien-verbieten/">Medienkompetenz fördern statt soziale Medien verbieten!</a></p><p>Ich finde es wenig überraschend, dass Medienpädagogen der Meinung sind, dass es ihre Arbeit braucht. Ich bin als Autorin auch der Meinung, ihr solltet mehr Texte lesen - und zwar von mir. <a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/about">Hier geht es zu meinen Mitgliedschaften.</a></p><p>Scherz beiseite.</p><p>Meiner Meinung nach sind unsere Steinzeitgehirne schon lange nicht mehr in der Lage, mit dem modernen Überangebot an Reizen umzugehen. Das gilt auf Tiktok genauso wie am Snackautomaten. Deswegen finde ich die Vermittlung von digitalen Kompetenzen zwar wichtig, aber bei weitem nicht ausreichend.</p><p>Ich weiß über gesunde Handynutzung so viel, dass ich andauernd <a href="https://www.spiegel.de/psychologie/handy-sucht-so-kommt-man-endlich-vom-smartphone-los-eine-anleitung-a-5de69622-1b3c-4b81-aedf-1671fa8d568e">Texte </a>darüber veröffentliche. Trotzdem bin ich mehr am Gerät, als mir guttut.</p><h5>Kommt überhaupt jemand mit dem Internet klar?</h5><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/1f628e60-ab2a-453a-8a0c-1a29f563f0c8">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 27 Feb 2026 18:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Armut macht fett, und fett zu sein, macht arm"]]></title>
      <description><![CDATA[Die Philosophin Kate Manne gehört zu den klügsten feministischen Stimmen der Gegenwart. Hier spreche ich mit ihr über Schlankheitswahn und Körperbilder.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Philosophin Kate Manne gehört zu den klügsten feministischen Stimmen der Gegenwart. Hier spreche ich mit ihr über Schlankheitswahn und Körperbilder.</p><p><em>Interview: Barbara Vorsamer</em></p><p><a href="https://www.spiegel.de/psychologie/kate-manne-philosophin-kritisiert-vorurteile-gegenueber-uebergewicht-a-ed72e96a-1b76-4fab-8b6a-572731bdfcee">Zuerst erschienen im Spiegel am 15. November 2025</a></p><p><strong>Professor Manne, vor einigen Jahren haben Sie eine Promotour für Ihr erstes Buch abgelehnt, Sie empfanden sich als »zu fett, um öffentlich Feministin zu sein«.</strong></p><p>Das bin ich jetzt nicht mehr. Ich war aber schon 80, 90 Pfund schwerer als jetzt und weiß, wie es ist, wenn man im Hörsaal nicht zwischen Tisch und Stuhl passt. Wie es sich anfühlt, wenn man wortwörtlich nicht in diese Gesellschaft passt.</p><p><strong>Sie definieren sich in Ihrem Buch als »kleine Dicke«. Können Menschen selbst entscheiden, ob sie dick oder dünn sind?</strong></p><p>Nein. Ich beziehe mich in meiner Wortwahl auf Fettaktivisten. Ihnen zufolge sind Begriffe wie dick oder fett objektive Labels, die auf mich nicht mehr zutreffen. Fett ist demnach eine Person, die in normalen Geschäften keine Kleidung für sich findet. Wer das kann, hat also nicht das Recht, sich als fett zu bezeichnen.</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p><strong>Viele Menschen tun das dennoch, insbesondere Frauen.</strong></p><p>Ich verstehe, dass Frauen in diese Falle tappen. Die Welt erzählt ihnen schließlich ständig, dass sie nicht dünn genug sind. Es ist aber wichtig zu differenzieren: zwischen Menschen, die sich zwar dick fühlen, aber in jeden Flugzeugsitz passen – und zwischen Menschen, die dieses Privileg nicht haben. Nur letztere dürfen sich über Diskriminierung beklagen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Zur Person</strong></p><figure><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fcdn.prod.www.spiegel.de%2Fimages%2F0cba8c66-d8e4-4c8a-856c-ac42fc53885f_w335_r0.8570256971022416_fpx49_fpy51.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=7cfba44232e68e08cdb1fda914f6d0c2" alt=""/><figcaption>Foto: Suhrkamp</figcaption></figure><p>Die Australierin Kate Manne, Jahrgang 1983, ist Professorin für Philosophie an der Cornell University in Ithaca, New York. Ihr Erstlingswerk »Down Girl. Die Logik der Misogynie« gehört heute zu den Standardwerken feministischer Theorie. Ihr aktuelles Buch »Größe zeigen. Wie wir Fettfeindlichkeit bekämpfen können« wurde vom Magazin »New Yorker« als eines der besten Bücher des Jahres 2024 empfohlen. Auf Deutsch erscheint es jetzt bei Suhrkamp.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Sie benutzen die Begriffe »dünn«, »dick« und »fett«. Worte wie »übergewichtig« und »adipös« oder »mollig« und »kurvig« lehnen Sie ab. Warum?</strong></p><p>Der Begriff »Adipositas« pathologisiert meiner Meinung nach eine normale Variation des menschlichen Körpers. »Übergewicht« suggeriert, dass hier etwas »zu viel« ist und dass es ein Ideal gibt. »Mollig« und »kurvig« sind mir zu süßlich. Ich sage gern »fett« und möchte den Begriff als reine Beschreibung verstanden wissen, ohne Wertung. Aber mir ist bewusst, dass es ein Wort aus Gummi ist, das sogar untergewichtige Menschen für sich verwenden, während bei tatsächlich mehrgewichtigen Personen manchmal drum herumgeredet wird, als sei es eine Beleidigung. Wir haben einen seltsamen Umgang mit dem Wort »fett«.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/8c44e7d8-7851-4295-aadb-6cdf795710fc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 09:44:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Weltmarktführer im Fühlen]]></title>
      <description><![CDATA[Maschinen sind schneller, effizienter, perfekter. Was also noch selber machen? Meine Antwort: Dinge, bei denen der Weg das Ziel ist.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p><p>am Ende dieses Newsletters verlose ich dieses Stickbild. Spaßeshalber habe ich mir gerade ausgerechnet, für welchen Preis ich es verkaufen müsste, würde ich dafür die Materialkosten und meinen Stundensatz berechnen. Heraus kam ein absurder Betrag, der deutlich über dem liegt, was ich mit diesem Newsletter einnehme.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3646c160-356c-422e-b500-0864a2ed4e4b/uploads/images/wmsg3iaoz2/IMG_9785.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Stickbild &quot;Queen&quot;"/><p>Diese Rechnung zeigt: Darum geht es nicht.</p><p><strong>Ich sticke, um zu sticken. </strong>Nicht, um danach ein weiteres Stickbild zu besitzen oder gar, um dir eines zu verkaufen. Nicht das Ergebnis ist wichtig, sondern die Handlung.</p><p>Wie quer diese Einstellung zum Zeitgeist steht, <a href="https://www.theguardian.com/news/ng-interactive/2026/jan/29/what-technology-takes-from-us-and-how-to-take-it-back">beschreibt Rebecca Solnit in diesem Essay für den <em>Guardian</em></a>. &quot;Wir sind besessen davon, so viel wie möglich zu besitzen, während wir so wenig wie möglich tun wollen&quot;, heißt es darin. Den Silicon-Valley-Unternehmen, die unseren Alltag seit Jahren bestimmen, wirft die Autorin vor: &quot;Sie haben uns erfolgreich weisgemacht, dass in die Welt hinauszugehen und mit anderen in Kontakt zu treten, gefährlich sei, unangehm und eine Zeitverschwendung.&quot;</p><p><a href="https://steady.page/de/barbara-vorsamer/newsletter/sign_up"><em>💌 Neu dabei? Hier kannst du &quot;Innen &amp; Außen&quot; abonnieren.💌</em></a></p><p>Mir fällt seit einigen Jahren auf, wie viele Menschen die direkte Interaktion mit anderen meiden. Lieber Doctolib runterladen als einmal beim Arzt anrufen. Lieber fünfmal googeln als einmal den Bekannten fragen, der sich auskennt. Klar, manchmal ist es praktischer und geht schneller. Doch dass im McDonald’s die Kunden lieber warten, bis das nächste Bestellterminal frei wird, anstatt mit einem Mitarbeiter zu sprechen, lässt sich mit Eile nicht erklären. Meine These: Es ist die Angst vor Missverständnissen, Uneinigkeit, oder irgendeiner anderen Art von Friktion.</p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/3646c160-356c-422e-b500-0864a2ed4e4b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 13 Feb 2026 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Meine Tochter, die Nailfluencerin 💅🏻]]></title>
      <description><![CDATA[Ich hielt Nageldesign für billig, bis meine Tochter mich eines Besseren belehrte. Ihr im Kinderzimmer betriebenes Nagelstudio ist ein feministischer Ort.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich hielt Nageldesign für billig, bis meine Tochter mich eines Besseren belehrte. Ihr im Kinderzimmer betriebenes Nagelstudio ist ein feministischer Ort.</strong></p><p><a href="https://www.spiegel.de/stil/nageldesign-die-ueberraschende-lektion-meiner-tochter-der-nailfluencerin-a-701f55d0-ee19-49d2-9b7b-a8d6b94dc53d">Zuerst erschienen am 1. November 2025 auf Spiegel.de</a></p><p>Wie lang sind vier Millimeter? Und wo genau beginnen die, wenn man die Länge eines Fingernagels misst – an der Fingerkuppe? Ist es geschummelt, wenn man die zusammendrückt? Misst man nur den weißen Rand?</p><p>Die Lebenszeit, die ich in den vergangenen Jahren verschwendet habe, um mit meiner Tochter über derlei Fragen zu diskutieren, ist unwiederbringlich verloren. Inzwischen prangen an ihren Fingern Acrylplatten, so lang und breit, dass ihr der Opa schon vorschlug, damit das Gemüsebeet umzugraben.</p><p>Noch überraschender: Auch ich trage mittlerweile Kunstnägel. Modelliert in einem Hobby-Nagelstudio, das noch vor Kurzem ein Kinderzimmer war.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/123893ed-488b-49c4-b792-7ca39b9605cd/uploads/images/y2wq2ekyd3/IMG_9771.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Nageldesign Leo-French"/><p>Den Wunsch, künstliche Nägel zu tragen, entwickelte meine Tochter mit zehn, elf Jahren. Wo er herkam – keine Ahnung. Ich trug selbst immer gern Nagellack, aber Kunstnägel hatten für mich, Kind der Achtziger und Teenie der Neunziger, etwas beinahe Nuttiges, mindestens aber Prolliges. Wer nicht im Gewerbe arbeitete, trug »so was« nur zum Karneval. Und dort sprangen die Drogerie-Plastiknägel spätestens beim energischen Gestikulieren zu »YMCA« über die Tanzfläche.</p><p>Mit kindgerechten Klebenägeln aus dem Ein-Euro-Shop begann auch meine Tochter. Wir erlaubten es ihr zunächst nur für besondere Gelegenheiten. Gut hielten die Dinger nicht, weswegen sich das Kind heimlich Nagelkleber aus dem Drogeriemarkt holte und nachhalf. Ihre Naturnägel haben sich davon bis heute nicht erholt, auch weil immer mehr »besondere Gelegenheiten« erfunden wurden. Oktoberfest in München, das Nachbarsmädchen wird heute Zehndreiviertel, Sonne scheint.</p><p>Weil die Nägel so oft den Abgang machten, verließ das Kind das Haus bald nicht mehr ohne ein Fläschchen Kleber in der Hosentasche. Unvergessen der Besuch in einem Pariser Lokal, als der Zeigefingernagel unter den Tisch der Nachbarn flog. Wie fragt man auf Französisch, ob man da kurz drunter krabbeln und suchen darf? Zu jedem Geburtstag äußerte meine Tochter den immer sehnlicheren Wunsch: eine echte Maniküre! Im Nagelstudio! Ich sagte: »Mit 14 darfst du.« Konnte ja niemand damit rechnen, dass sie einen Wimpernschlag später 14 ist.</p><blockquote><p><strong>»Wer sich keinen großen Luxus leisten kann, dem ist der kleine umso wichtiger.«</strong></p><p>Autorin Marlen Hobrack in ihrem Buch »Klassenbeste«</p></blockquote><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/123893ed-488b-49c4-b792-7ca39b9605cd">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Tue, 10 Feb 2026 10:41:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Die Magie entsteht, wenn mehr als zwei Frauen zusammen sind"]]></title>
      <description><![CDATA[Klatsch hat einen negativen Beiklang. Zu Unrecht, findet Creatorin und Performerin Tova Leigh.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klatsch hat einen negativen Beiklang. Zu Unrecht, findet Creatorin und Performerin Tova Leigh.</strong></p><p><em>Interview: Barbara Vorsamer</em></p><p><a href="https://www.spiegel.de/psychologie/creatorin-tova-leigh-fuer-eine-sexgeschichte-bekomme-ich-die-meisten-lacher-a-2ee96452-be38-4fd8-a332-359886655f9a">Zuerst erschienen am 29. Oktober im Spiegel</a></p><p><strong>In Ihrem aktuellen Buch schreiben Sie, dass niemand Frauen mag, die viel zu sagen haben. Sie reden viel und sind ziemlich erfolgreich damit. Sicher, dass der Satz stimmt?</strong></p><p>Tova Leigh: Auch ich denke jeden Tag darüber nach, was ich öffentlich sagen kann. Ich frage mich: Kann ich noch ein Stückchen weiter gehen? Oder ist das zu viel?</p><p><strong>Bei welchen Themen fragen Sie sich das?</strong></p><p>Zum Beispiel, wenn ich über die Ehe und Monogamie herziehe. Dass ich damit durchkomme, liegt auch daran, dass ich selbst in einer stabilen, heterosexuellen Partnerschaft lebe und mein Mann meine Arbeit öffentlich unterstützt – was problematisch ist, finden Sie nicht? Kolleginnen, die getrennt sind, dürfen dieselben Sprüche nicht machen. Als ich anfing, Videos mit feministischen Botschaften zu machen, achtete ich immer darauf, pinken Lippenstift zu tragen und zu lächeln. Als müsste eine Frau immer dazu sagen: Hey, ich spreche zwar ernsthafte Probleme an, bin aber gar nicht wütend und bedrohlich, sondern immer noch nett und attraktiv.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0ce934f0-9694-4d57-a56d-4eafb67b11bb/uploads/images/c6erygknn2/5CF96A93-FCDB-41B6-B390-94B121A2C4AF_%281%29_%281%29.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Tova Leigh"/><figcaption>Storytellerin Tova Leigh. Foto: Alex Sher</figcaption></figure><p><strong>Warum musste das sein?</strong></p><p>Das Publikum mag keine wütenden Frauen. Deswegen war das damals die richtige Strategie, um Reichweite aufzubauen. Mittlerweile ist es mir egal, wie ich rüberkomme. Das ist das Alter, denke ich. Ich werde bald 50.</p><p><strong>Und sie haben inzwischen eine verlässliche Fanbasis, ob Sie pinken Lippenstift auflegen oder nicht.</strong></p><p>Für mich hat meine größere Freiheit mehr mit den Live-Shows und Büchern zu tun. Im Internet ist kaum Raum für Nuancen, die Aufmerksamkeitsspanne ist so kurz. Ich muss die Botschaft schnell raushauen und dabei sofort interessant und witzig sein. Wer sich ein Buch kauft oder zu einer Show kommt, hat mehr Geduld. Ich kann kompliziertere Geschichten erzählen und so am Ende die bösere Pointe setzen.</p><p><strong>Bekommen Sie viele Hasskommentare im Netz?</strong></p><p>Klar, die Leute zerreißen sich das Maul über meinen Körper und die Art und Weise, wie ich meine Mutterschaft lebe oder meine Ehe. Dafür bin ich ihnen jeden Tag dankbar.</p><p><strong>Wieso das?</strong></p><p>Trolle sind fantastisch für die Reichweite. Je aktiver sie in den Kommentaren sind, desto mehr Menschen sehen meine Videos. Und die Hater tun mir meistens den Gefallen, bei Inhalten, die mir wichtig sind, besonders viel zu schreiben. Ich nehme nichts persönlich, diese Leute sagen über jede Frau dasselbe.</p><p><strong>Sie haben dazu eine unterhaltsame Videoreihe gestartet, „Men reacting to …“, in der sie die Profilbilder der Männer neben den Kommentaren zeigen, die diese über Superstars wie Taylor Swift und Dua Lipa geschrieben haben.</strong></p><p>„Sie ist höchstens eine vier von zehn.“ „Bringt mich zum Kotzen.“ Oder: „Sieht aus wie ein Typ.“ Jede Frau, die in irgendeiner Weise öffentlich sichtbar ist, bekommt derlei Bewertungen, und zu viele lassen sich davon verletzen. Dass die schönsten und erfolgreichsten Frauen des Planeten dieselben Sprüche abbekommen, zeigt: Diese Kommentare haben rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Sie sagen nur viel über den Verfasser aus.</p><p><a href="https://www.instagram.com/p/DNnjNY3oZZ3/"><em>https://www.instagram.com/p/DNnjNY3oZZ3/</em></a></p><p><strong>Sie drehen Videos für Social Media, stehen auf Bühnen, veröffentlichen Bücher. Wie würden Sie jemandem, der Sie nicht kennt, Ihren Beruf beschreiben?</strong></p><p>2025 ist diesbezüglich ein sehr wichtiges Jahr für mich, denn im Dezember werden es zehn Jahre, dass ich diese Arbeit mache. 2015 begann ich mit meinem Blog, da waren meine Zwillinge gerade zwei Jahre alt, mein ältestes Kind vier. Ich ertrank in Mutterschaft, verlor jeden Tag mehrmals die Nerven und langweilte mich in meinem Bürojob zu Tode. Also startete ich ohne Ziel einen Blog und schrieb einen Text mit dem Titel: „I love my kids but sometimes I wish they would fuck off“ („Ich liebe meine Kinder, wünsche mir aber manchmal, sie würden sich verpissen“). Er ging viral.</p><p><strong>Gleich der erste Text?</strong></p><p>Ja, tatsächlich. Ich schrieb dann noch ein paar von der Sorte, dann entdeckte ich, dass Videos noch besser funktionieren. Ich bin ausgebildete Schauspielerin, also dachte ich mir: Kann ich auch. Ich sagte zu meinem Mann: Lass mich das Vollzeit versuchen, manche Leute verdienen damit Geld. Wir einigten uns darauf, dass ich es drei Monate lang ausprobieren würde, und mir danach wieder einen Job suchen würde, sollte es sich nicht rechnen. Schon wenige Tage nach meiner Kündigung kontaktierte mich ein Agent und wollte mich vertreten.</p><p><strong>Und jetzt sind Sie hauptberuflich … was eigentlich? Auf Ihrer Website bezeichnen Sie sich als Creatorin, Autorin und Performerin.</strong></p><p>Was für dumme Wörter, wieso stehen die da? Keiner dieser Begriffe trifft es.</p><p><strong>Welcher dann?</strong></p><p><a href="https://steady.page/77e47d0e-a9df-4b79-9389-342e6c1fa543/posts/0ce934f0-9694-4d57-a56d-4eafb67b11bb">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 16:03:40 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was weiß ich schon?]]></title>
      <description><![CDATA[Neuerdings bin ich Expertin für Gender Disappointment. Über Familienpolitik und Industriegeschichte hab ich auch schon ins Mikro geredet. Gut so?]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 06 Feb 2026 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mein Gehirn auf Heldenreise]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe mir die Migräne wegmeditiert - das zumindest hat diese Woche mein Gehirn behauptet. Warum wir uns so gerne Geschichten erzählen.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 18:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Obwohl ich nie in ihn verliebt war: Ich liebe diesen Mann]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin mit jemandem zusammen, der mir noch nie Schmetterlinge im Bauch verschafft hat. Trotzdem behaupten viele, wir seien ein gutes Paar. Das ist unser Geheimnis.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Thu, 29 Jan 2026 13:40:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Huch, ein Junge!]]></title>
      <description><![CDATA[Warum die Gender-Disappointment-Debatte übertrieben ist - Enttäuschung über das Kind aber völlig normal.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 23 Jan 2026 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Welche Fehler machst du als Erziehungsexpertin, Nora?]]></title>
      <description><![CDATA[Seit zwanzig Jahren schreibt Nora Imlau über Erziehung und Familie und setzt sich für einen anderen Umgang mit Kindern ein. Ein Gespräch mit der fünffachen Mutter.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 23 Jan 2026 14:19:53 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Politik aus dem Überraschungsei]]></title>
      <description><![CDATA[Was machen moderne Eltern falsch? Was kann man gegen die AfD tun? Und kann man dabei auch noch was spielen? Ja klar.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 18:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Mädchen und Jungen erleben unterschiedliche Kindheiten"]]></title>
      <description><![CDATA[Sein Rezept gegen den Aufstieg der AfD? Kitas zu Orten sozialer Wärme machen. Ein Gespräch mit Herbert Renz-Polster über Politik und Erziehung.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 19:27:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Zicke in mir]]></title>
      <description><![CDATA[Was wäre anders, wenn ich keine Migräne hätte? Eine Suche nach Antworten in meinem Schmerztagebuch.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 29 Dec 2025 18:02:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über das Leben mit Migräne]]></title>
      <description><![CDATA[Im Schnitt jeden zweiten Tag verbringe ich mit Schmerzen im Bett. Wie sich das anfühlt? So.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Mon, 29 Dec 2025 13:31:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gute Worte für schlechte Gefühle]]></title>
      <description><![CDATA[Die Begriffe, die wir für Emotionen verwenden, beeinflussen, wie wir uns fühlen. Was bedeutet es also, dass das Gespräch darüber immer akademischer wird?]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 19 Dec 2025 13:38:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[So schaffst du es, dich länger als 47 Sekunden zu konzentrieren]]></title>
      <description><![CDATA[Am Bildschirm bleiben Menschen im Schnitt weniger als eine Minute bei der Sache. Die Psychologin Gloria Mark sagt: Da ist mehr drin. Ein Interview.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 20:13:56 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Selbst um zu Schreiben braucht man einen Körper]]></title>
      <description><![CDATA[Die Schriftstellerin Daniela Dröscher zeigt in ihren Büchern brutal, was Erwartungsdruck mit Frauen anrichtet. Ein Gespräch über das allgegenwärtige Leistungsmärchen.…]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Sat, 13 Dec 2025 15:32:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zu krank für ein Kind?]]></title>
      <description><![CDATA[Medikamente in der Schwangerschaft sind für viele Ärzte ein No-Go. Dabei weiß man es mittlerweile besser. Und die wichtigste Frage ist ohnehin eine andere.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Finden diese Männer Kathrin Rügers Ehering?]]></title>
      <description><![CDATA[Steven, Andreas und Patrik suchen mit Leidenschaft nach Eheringen, die andere Leute in Flüssen verlieren. Geld bekommen die drei dafür nicht - sondern etwas anderes.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 08:48:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Verloben für Feministinnen]]></title>
      <description><![CDATA["Das, was Sie unter Liebe verstehen, ist von Leuten wie mir erfunden worden", sagte schon Don Draper in der Serie "Mad Man". Sind Diamanten trotzdem romantisch?]]></description>
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      <pubDate>Wed, 10 Dec 2025 19:25:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Warum ich das Wort Familienvater hasse]]></title>
      <description><![CDATA[In den Medien sind Männer "Familienväter", wenn es um Verbrechen oder Karriere geht - also genau dann, wenn sie sich nicht um Kinder kümmern.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 05 Dec 2025 17:54:52 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Die Freiheit, das eigene Leben zu ruinieren]]></title>
      <description><![CDATA[Wie viel Selbstbestimmung gibt es in der Psychiatrie? Meine Reportage zu diesem Thema hat einen Preis gewonnen.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das Wichtigste, was Kinder lernen müssen: abschalten!]]></title>
      <description><![CDATA[Handys an Schulen pauschal verbieten oder den Jugendlichen Medienkompetenz beibringen? Was in der Debatte wie ein Widerspruch wirkt, ist keiner.  Der SPIEGEL-Leitartikel.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:11:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ein Papierkorb für Diagnosen]]></title>
      <description><![CDATA[Angeblich haben zwischen 2,5 und 5 Prozent aller Menschen ADHS. Mir kommt es viel mehr vor - und ich habe Vermutungen, warum das so ist.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 21 Nov 2025 18:00:01 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Noch nie getindert? So fängst du an]]></title>
      <description><![CDATA[Silke Denk hilft hauptberuflich Menschen, sich zu verlieben ‒ und richtig gute Dates zu haben. Ein Interview.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 21 Nov 2025 12:00:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zauberhafte Freundinnen]]></title>
      <description><![CDATA[Über Lebens-Abschnitts-Freundschaften, platonische Lebenspartnerschaften, Leute zum Rumhängen und die Magie eines Freundeskreises.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer hat die Hausfrau gesehen?]]></title>
      <description><![CDATA[Es gibt nur wenige Vollzeitmütter, kaum eine Frau möchte so leben. Warum trotzdem so viel über sie geredet wird.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 07 Nov 2025 18:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Baby, wir gehen viral]]></title>
      <description><![CDATA[Nein, unsere Beziehung gibt eigentlich keinen Text her, sagte ich der Ressortchefin. Sie sah das anders. Die Leserinnen und Algorithmen auch.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 18:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich über mich]]></title>
      <description><![CDATA[Darf in journalistischen Texten das Wort “ich” stehen? Falsche Frage. Ich gebe hier trotzdem ein paar Antworten.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 15:36:34 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die besten Momente meiner Therapie]]></title>
      <description><![CDATA[Drei Aha-Erlebnisse in meiner Psychotherapie - zu Gefühlen, Entscheidungen, Veränderungen.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 17:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie sollen Eltern aufs Zeugnis reagieren?]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Schülerin, ein Lerncoach und ein Pädagogikprofessor geben Tipps.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 13:58:22 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was mir Therapie gebracht hat - und was nicht]]></title>
      <description><![CDATA[Bei meiner Verhaltenstherapeutin füllte ich Listen aus, meine Analytikerin führte alles auf meine Kindheit zurück. Wirklich geholfen hat mir etwas anderes.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mutterschaft? So nicht!]]></title>
      <description><![CDATA[Sinkende Geburtenraten bedeuten auch Fortschritt. Sie sind ein Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung. Wer die Zahl der Kinder pro Frau steigern will, sollte den Blick auf…]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 10:36:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Und was ist mit den Männern?]]></title>
      <description><![CDATA[Wer über Familie schreibt, hat zwei Möglichkeiten: die Realität zu verzerren - oder vor allem von und für zu Frauen berichten. Beides fühlt sich falsch an.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 20:18:42 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schlimmer als Elternabende …]]></title>
      <description><![CDATA[... sind nur Eltern-WhatsApp-Gruppen. Warum eigentlich? Ich habe eine Erklärung.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Sep 2025 09:20:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Nailart als Erziehungs-Hack]]></title>
      <description><![CDATA[Wie ich mit Hilfe meiner Teenagertochter zu perfekten Nägeln komme - und wie die Maniküre uns hilft, besser miteinander zu reden.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ein Baby für die Bauministerin]]></title>
      <description><![CDATA[Was passiert, wenn Ministerinnen ein Kind erwarten? Ein Rückblick auf Schröder und Schwesig und die Frage, ob sich was verändert hat.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 17:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Alle mal abschalten!]]></title>
      <description><![CDATA[Sollte es Handyverbote an Schulen geben? Unbedingt. In Meetings und auf Partys würden sie auch nicht schaden.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Sat, 30 Aug 2025 07:23:30 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was erlaube Patriarchat!?!11]]></title>
      <description><![CDATA[Wer fragt, was Feministinnen dürfen, verschleiert, wer die Regeln macht.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 22 Aug 2025 17:18:31 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich bin die Frau, die alles hat]]></title>
      <description><![CDATA[AUS DEM ARCHIV. 2017 war ich der Meinung, dass in der Teilzeitfalle auch ganz großes Glück zu finden ist. Diesen Text schrieb ich damals darüber.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 13:42:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über mich, meine Mutter, meine Großmutter. Und über Hausfrauen.]]></title>
      <description><![CDATA[AUS DEM ARCHIV. Als meine Oma junge Mutter war, kämpften Feministinnen für das Recht auf Arbeit. Sie arbeitete längst - und höre auf, sobald es ging.]]></description>
      <category><![CDATA[Texte]]></category>
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      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 13:16:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Arbeiten Frauen zu wenig?]]></title>
      <description><![CDATA[Diese Woche jage ich ein Debattengespenst - nämlich die Frau, die freiwillig zurück an den Herd geht.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 15 Aug 2025 17:00:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Fünf Mythen über die Geburtenrate]]></title>
      <description><![CDATA[Die Menschen bekommen immer weniger Kinder. Warum nur? ]]></description>
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      <pubDate>Sat, 09 Aug 2025 15:00:42 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[(K)Eine Anleitung fürs Menschsein]]></title>
      <description><![CDATA[Über freundliche Männer mit schönen Oberarmen und die ewige Suche nach den ultimativen Beziehungs- und Erziehungstipps.]]></description>
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      <pubDate>Sat, 02 Aug 2025 16:06:48 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Was ist Leistung?]]></title>
      <description><![CDATA[Über Lob, Erziehung und Zeugnisse, über Privilegien, Leistung und Arbeit.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 25 Jul 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Haben wirklich so viele Leute ADHS?]]></title>
      <description><![CDATA[Über eine Diagnose, die gleichzeitig ernsthafte Erkrankung und Zeitgeistphänomen ist.]]></description>
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      <pubDate>Fri, 18 Jul 2025 19:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Darf ich als Feministin Kunstnägel tragen?]]></title>
      <description><![CDATA[Weil mich blöde Fragen wie diese nerven, versuche ich, eine kurze Antwort darauf zu geben.]]></description>
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      <pubDate>Sun, 13 Jul 2025 12:30:28 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mama, werd' doch Influencerin!]]></title>
      <description><![CDATA[Nach 18 Jahren als SZ-Redakteurin macht Barbara künftig etwas anderes. Aber was?]]></description>
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      <pubDate>Sun, 06 Jul 2025 10:49:57 +0000</pubDate>
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