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Drei Gedanken zum Play-off-Tag (17.4.26)

von Christoph Fetzer und Bernd Schwickerath

Zu jedem Play-off-Tag in der DEL gibt es von uns drei kurze Gedanken.

Die Ergebnis von Freitag, 17. April:
DEL-Viertelfinale:
Adler Mannheim - EHC RB München 4:1 (Serie: 4:1)
Eisbären Berlin - Kölner Haie 5:2 (Serie: 3:2)

Sieben Jahre mussten die Adler Mannheim darauf warten, einen Finaleinzug zu feiern. Bild: City-Press

1. Die Final-Durststrecke ist zu Ende

Kinder, wie die Zeit vergeht. Man mag es ja kaum glauben, aber es ist bereits sieben Jahre her, dass die Adler Mannheim ein DEL-Finale erreichten. Damals spielte noch ein 18-jähriger Moritz Seider in Mannheim. Ja, so lange ist das mittlerweile her. Am Ende durften sich Seider und die Adler über ein 4:1 in der Serie gegen den EHC RB München freuen. Der achte Meistertitel ihrer Geschichte, der siebte und bisher letzte in der DEL. Damit hat sich der Kreis fast geschlossen. Auch in diesem Jahr gab es ein 4:1 gegen München. Allerdings erst im Halbfinale. Für den Titel sind noch vier weitere Siege nötig. Aber Moritz Seider hat per Instagram schon mal zum Finaleinzug gratuliert.

Überraschend kommt es allerdings nicht, dass die Adler gerade in dieser Saison das Finale erreichen. Dallas Eakins hatte mittlerweile genügend Zeit, aus den Adlern sein Team zu machen. Und natürlich hat er die finanziellen Mittel dafür. Eine vierte Reihe mit Tom Kühnhackl und Kristian Reichel hat sonst niemand in der DEL zu bieten. Überhaupt ist das eine Mannschaft, die kaum Schwächen hat, die mit viel Tempo und Geradlinigkeit spielt und eine ganz große Stärke hat: die Effizienz bei der Chancenverwertung.

Die war der Unterschied im Halbfinale. Schauen wir auf die Expected Goals, war München (17) sogar leicht vor Mannheim (16,3). Aber der EHC (11) schoss dennoch weniger Tore als die Adler (15). Auch gestern war er knapp vorn, und dennoch wirkte das wie das klarste Adler-Sieg der Serie, Mannheim schoss immer dann ein Tor, wenn es eins brauchte. Der Sieg ging sehr in Ordnung.

München hat die Serie eher in den ersten drei Spielen verloren, als es zwei Niederlagen nach Verlängerung setzte und eine mit dem entscheidenden Treffer in der 52. Minute. In keinem dieser Spiele war München schlechter. Aber Mannheim nutzte die Chancen halt besser. Das hat am Freitag auch Münchens Kapitän Patrick Hager gesagt. Man müsse immer einplanen, mal ein Auswärtsspiel zu verlieren, aber von den ersten beiden hätte der EHC zumindest eins gewinnen müssen. Das tat er aber nicht, auch nicht gestern. Also ist die Saison nun vorbei. Nicht aber die der Mannheimer, die wird noch ein paar Wochen gehen. Erstmals seit sieben Jahren.

2. Es müllert

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