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Best-of-seven: Unsere Eishockey-Woche

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

In der Kolumne Best-of-seven blicken wir auf die Highlights der Eishockey-Woche.

Thema der Woche: Der DEL2-Start

Mit mehr als 13.000 Plätzen ist der Dome in Düsseldorf die mit Abstand größte Arena der DEL2 © City-Press

Rene Rudorisch sah überaus zufrieden aus, als er diese Woche im Studio von Sporteurope.TV saß und über die Lage der zweiten Deutschen Eishockey Liga (DEL2) erzählen durfte. Und warum auch nicht? Nun haben wir uns in den vergangenen Jahren an immer neue Rekordzahlen gewöhnt, die DEL verkündet sie ja immer wieder. Aber damit ist die längst nicht allein. Auch in der zweiten Liga steigen die wichtigsten Kennzahlen immer weiter.

Schauen wir erst mal auf den Umsatz. Als die DEL2 in der Saison 2013/14 an den Start ging, setzten die 14 Klubs gemeinsam 28,1 Millionen Euro um – also knapp zwei Millionen pro Klub. Gut ein Jahrzehnt später hat sich der Gesamtumsatz mehr als verdoppelt. Und das ohne Ligasponsor oder großen TV-Deal. Und das trotz Wirtschaftskrisen oder der Coronapandemie. 71,8 Millionen Euro setzten die 14 Klubs in der vergangenen Saison um – also mehr als fünf Millionen pro Klub.

In knapp einem Jahrzehnt hat sich der Gesamtumsatz der DEL2 mehr als verdoppelt. Quelle: DEL2

Eine „extrem steile Entwicklung“ nennt Rudorisch das. Wobei der Liga-Geschäftsführer nicht verhehlen will, dass es gerade in der vergangenen Saison auch Probleme gab. Weiden stand nach dem Verlust seines Hauptsponsors vor dem Aus, in Weißwasser gab es monatelang Ärger zwischen Verein und Stadt, wer nun die Rechnung für die neue Flexbanden und die LED-Beleuchtung bezahlt. Auch da war mehrfach vom Ende eines Vereins zu lesen. Zwar ging es bei beiden noch mal gut, aber die Geschichten zeigten, dass im deutschen Eishockey eben immer noch viel auf Kante genäht ist.

Rudorisch weiß das: „Dass ein Hauptsponsor auch mal wirtschaftlich in Schwierigkeiten gerät und damit der Standort unfreiwillig in Mitleidenschaft gezogen wird, das werden wir nie ausschließen können“, sagte der Ligachef. Aber insgesamt seien Liga und Klubs „sehr stabil“. Was auch daran zu sehen sei, dass die Jahresabschlüsse zuletzt „im positiven Bereich“ gewesen seien. „Die Klubs wirtschaften im Wesentlichen mit dem, was sie einnehmen können.“

Rene Rudorisch, hier bei einer Award Show zu sehen, hat derzeit gute Laune.© City-Press

Natürlich speisen sich diese Einnahmen auch aus Zuwendungen von Gönnern. Wie auch in der ersten Liga gibt es am ein oder anderen Standort Gesellschafter oder Firmen, die etwas reintun oder am Ende das Minus ausgleichen. Aber der Großteil würde durch die Zuschauer reinkommen. Und auch da haben sich die Zahlen „sensationell“ entwickelt, sagt der Ligachef.

Kategorie Best-of-seven

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