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Augen zu und durch! Mein Dezember …

Heyyy, Frohes Neues Jahr! Wie wunderbar, dass du zusammen mit mir rübergerutscht bist. Oder sollte ich sagen: reingeschliddert? Ich wünsche dir jedenfalls ein glückliches und gesundes 2026 mit tollen Erlebnissen, aus denen schöne Erinnerungen werden, mit wenig Grund zum Ärgern und dafür umso mehr Gelegenheiten, herzhaft zu lachen. Vielleicht kann ich ja dazu beitragen.

Wir starten auch direkt durch. Der Dezember-Rückblick wird dabei eher knackig. Aus Gründen, wie Elsbeth Eule (Opens in a new window) sagen würde. Schauen wir lieber gemeinsam nach vorn!

Zwei Glücksschweine aus Porzellan mit grünem Kleeblatt auf dem Rücken, Foto: Christine Piontek

Die Themen dieses Newsletters:

  • Dezember-Highlight: Es war kein Schlaganfall!

  • Glücksmomente: Dinge, die mir Kraft gegeben haben

  • Gedanken zum Jahreswechsel: Buchprojekte, die Piontextchen, das Leben im Allgemeinen

  • Januar-Piontextchen: Mach deine guten Vorsätze zu meiner Challenge!

Zoster statt Zaster

Auf Punkt 1 der obigen Liste möchte ich gar nicht groß rumreiten. Es ist eigentlich alles gesagt. Außer: Krass, wie schnell das Leben die Bremse reinhauen kann. Genauer gesagt, ein Windpocken-Virus auf Rachefeldzug, das sich erst als Mittelohrentzündung tarnt und dann an Nikolaus zu Hochform auffährt. Schuft!

Während Besuche im Krankenhaus einen Großteil meines Dezembers bestimmten, kämpfte ich selbst gegen die Nachwirkungen eines Infekts und bleierne Müdigkeit. War ich im November (Opens in a new window) vielleicht doch zu übermütig gewesen? Den zusätzlichen Stress konnte ich jedenfalls so gar nicht gebrauchen.

Ich hätte allerdings auch eine logische Erklärung für den Schlamassel anzubieten: Die Elfen hatten einfach Probleme mit meiner Handschrift. Gewünscht hatte ich mir jede Menge Zaster. Stattdessen gab’s einen Haufen Zoster

Die gute Nachricht: Die Lage stabilisiert sich langsam. Man(n) lächelt mittlerweile auch wieder symmetrisch.

Glücksmomente im Dezember

So schwierig der Dezember auch war, eines hat er bestätigt: Wenn du für jemanden sorgen willst, solltest du dir auch Auszeiten nehmen. Selbst, wenn es im ersten Moment egoistisch oder trivial erscheint und die Versuchung deshalb groß ist, Termine abzusagen.

Ich habe mit der Frage gehadert, ob ich Zeit für mich gegen Anwesenheit im Krankenhaus tauschen darf. Den geplanten Friseurbesuch absagen sollte, der genau in die Besuchszeit fiel. Oder die Verabredung mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, die ich mit einer kleinen Wanderung verbinden wollte.

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich nichts davon gestrichen habe. Es hat mir geholfen, die Sorgen für ein paar Stunden zu vergessen und neue Kraft zu tanken. Hätte ich den Friseurtermin sausen lassen, wäre mir außerdem dieser spektakuläre Sonnenuntergang am Rhein durch die Lappen gegangen:

Blick auf das Stadtpanorama von Bonn von der Beueler Uferseite aus, aufgenommen bei Sonnenuntergang, im Vordergrund der Rhein mit einem Flusskreuzfahrtschiff. Foto: Christine Piontek

Zwei Tage nach dem Termin habe ich meine neue Frisur bei einer Lesung in Windhagen präsentiert. Ob mein Look dazu beigetragen hat, dass die Resonanz so gut war, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass alle Stühle im Nebenraum der Bücherei besetzt waren und ich Mühe hatte, die angesetzten 30 Minuten nicht zu sprengen. Nach dem Auszug aus 17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama kam nämlich ein Gespräch in Gang, das zeigte, wie wichtig es für betroffene Angehörige ist, Erfahrungen auszutauschen. Wieder war es, als hätte ich den Korken aus der Flasche gezogen …

Christine Piontek vor einer Lesung in der Katholischen Bücherei in Windhagen, Selfie
Windhagen, 11. Dezember 2025: Die Frisur sitzt!

Weil ich Sorge hatte, das Thema Demenz allein wäre etwas zu schwer für den Anlass – ein gemütliches Beisammensein mit Glühwein im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders – schloss ich meinen Vortrag mit einem Einblick in CatCheapET und Die Logfiles von Osiris. Und durfte erneut feststellen: Die Geschichte mit ihren zwei Perspektiven findet großen Anklang.

Mein Fazit: Ein kleines, aber feines Event! Ich merke, wie wichtig es ist, dass ich meine Werke persönlich präsentiere. Wo immer ich das tue, springt der Funke über. Vermutlich auch, weil es mir einfach Spaß macht, mit Menschen in Kontakt zu treten.

Bild aus drei Einzelbildern, von links nach rechts: Weihnachtskarte und Lesezeichen von @elsbetheule, Christine Piontek mit roter Wuschelfrisur und rote Schleife mit Lichtern und Kugeln als Deko auf dem Weihnachrtsmarkt (Opens in a new window)
Noch mehr Glücksmomente: Elsbeth Eule und Waltraud Wurm, die Protagonistinnen des Weihnachts-Piontextchens, überraschten mich kurz vor Heiligabend mit einer Karte und einem süßen Lesezeichen. Es hat mir großen Spaß gemacht, über die beiden zu schreiben. Überhaupt war das kreative Miteinander bei der Weihnachtsgeschichte unheimlich schön. Ich habe den "Trip nach Elsbethlehem" über das Bild verlinkt.

Meine Erkenntnisse fürs neue Jahr

Zeit, einen Blick auf das zu werfen, was 2025 gut und nicht so gut war. Was darf bleiben? Und was darf 2026 anders werden?

Buchblockade auflösen

Was meine Buchprojekte betrifft, war 2025 durchwachsen. Einerseits habe ich endlich mein Herzensbuch geschrieben. Heureka! Plötzlich fluppte es. Die Zeit war offenbar reif. Unbewusst half mir auch das kompakte Format, das ich mir ausgesucht hatte. Es zwang mich nämlich, das Konzept zu ändern.

Mittlerweile und nicht zuletzt dank eines Podcasts (Opens in a new window) ist mir klar: Ich konnte 17 JAHRE DEMENZ auch deshalb schreiben, weil ich den Teil mit Erinnerungen an meine Mutter ausgeklammert habe, der ursprünglich zum Plan gehörte. Den Teil, der nun die Fortsetzung bilden soll – und mich erneut blockiert. Weil es nämlich schwer ist, über jemanden zu schreiben, als sei er tot, während er noch in einem Pflegebett liegt. Weil ich Mama dafür loslassen müsste, was ich noch nicht kann.

Locker runterschreiben wollte ich den Folgeband. Bis zum Sommer fertig sein und mich dann einem weiteren Projekt (Opens in a new window) widmen, das bereits in Vorbereitung ist: ein Erfahrungsaustausch mit dem Pop-Liedermacher und Coach Eddi Hüneke (Opens in a new window), dessen Mutter ebenfalls eine Demenzerkrankung hatte.

Schon nach den ersten Gesprächen wusste ich, dass dieses Buch Trost spenden und Denkanstöße geben wird. Jetzt müsste ich es halt noch schreiben! Und damit auch den Vorschusslorbeeren gerecht werden, die mir Eddi im Mai in seiner Podcastfolge unter dem Motto “Inspirierende Menschen” gegeben hat. Ahemm …

Mein Wunsch für 2026 ist es, wieder in den Buchflow zu kommen. Ich habe beschlossen, ohne Druck an den Erinnerungen weiterzuschreiben. Das Projekt mit Eddi bekommt Priorität, denn der Austausch über Demenz ist wichtig. “Danke, dass Sie Ihre Geschichte mit uns teilen”, höre ich immer wieder, und auch die Erfahrung bei Lesungen zeigt: Betroffene Angehörige möchten reden! Aber sie brauchen jemanden, der sie versteht und vormacht, dass es OK ist, sich zu öffnen.

Social Media entkrampfen

Ein kleines bisschen haben die Bücher vermutlich auch gelitten, weil ich im vergangenen Jahr viel Energie und Herzblut in die Piontextchen gesteckt habe. Ab April habe ich das Projekt aufgebaut, Ende Mai ging es live, seit Juni schreibe ich jeden Monat einen Newsletter und eine Kurzgeschichte, die per Abstimmung vorbereitet werden möchte.

Um mehr Menschen auf das Projekt aufmerksam zu machen, das zum Standbein werden soll, habe ich mich verstärkt auf Instagram, auf Facebook und LinkedIn getummelt. In der Folge hat meine Reichweite bei Insta ordentlich angezogen. Auch sind eine Menge Follower dazugekommen – die übrigens sofort wieder bröckeln, kaum, dass ich es gerade (zwangsweise) ruhiger angehen lasse.

2026 werde ich den Ablauf verschlanken. Social Media ja, aber vielleicht ist es OK, weniger komplexe Beiträge zu machen. Denn die Mühe, die ich da im letzten Jahr reingesteckt habe, steht nicht im Verhältnis zu dem, was am Ende hängenblieb. Wohlgemerkt eine Beobachtung, die nicht nur ich gemacht habe.

Unterm Strich stelle ich fest: Vieles kommt gut an, aber es konvertiert nicht. Dabei sind die Reaktionen insgesamt positiv. Wann immer ich das Projekt vorstelle, heißt es: “Content zum Mitmachen? Coole Idee!” Auch die Geschichten gefallen. Das gibt mir das Gefühl, nicht komplett auf dem Holzweg zu sein.

Aufs Handwerk und Emotionen bauen

Aber: Es gibt halt auch noch so viel anderen unterhaltsamem Content. Meine Geschichten konkurrieren mit Büchern, Filmen, Serien. Und mit diversen anderen Dingen, die was kosten. Blauen Häkchen, zum Beispiel. Weiß ich auch aus einer Rückmeldung.

Trotzdem werde ich erstmal weitermachen. Die Piontextchen wachsen, nur halt langsamer als gedacht. Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut. Steht aber dafür heute noch stabil und lockt ne Menge Touris an … 😉

Womit wir bei meinem Ass im Ärmel sind: Ich bin ein guter Geschichtenbaumeister. Und ich bin ein Mensch. Kreativ, mit Emotionen und handgemachten Beiträgen. Das wird 2026 wieder voll in sein, ich sag es dir! KI-Werbespots großer Marken haben schon eine Bauchlandung hingelegt. Ich werte das als gutes Omen!

2026 möchte ich …

  • mich deshalb wieder breiter aufstellen. Bücher, die Piontextchen und hoffentlich auch wieder mehr für Kunden schreiben. Weil ich es kann und den Sparfüchsen langsam klar wird, dass KI allein nichts nutzt.

  • statt auf Social Media mehr über echte Begegnungen kommunizieren. Lesungen, Signierstunden, Messen – hier will ich aktiver werden.

  • am liebsten kein blaues Häkchen. Dafür lieber ins Kino, Konzert oder Theater.

  • mal wieder entspannt Urlaub machen. Der letzte ist über ein Jahr her.

  • endlich den dritten Teil von CatCheapET schreiben, der mir ebenfalls unter die Räder gekommen ist.

  • die Piontextchen vielleicht um einen Podcast erweitern, damit es die Geschichten auch zum Hören gibt. Einen Versuch wäre es wert.

  • Wege finden, wie du noch kreativer mitgestalten kannst – so wie bei den ersten Sätzen, die als Mitmach-Methode so gut ankommen. Und das hier im Anschluss direkt ausprobieren.

Her mit den guten Vorsätzen!

Gute Vorsätze. Das ist das Thema fürs nächste Piontextchen, passend zum Januar. Alles, was ich brauche, sind Stichworte. Deshalb gibt es diesmal auch kein Abstimmungsformular.

Mitmachen ist ganz einfach. Schreib mir! Wenn du den Newsletter abonniert hast oder Mitglied bist, antworte auf die E-Mail. Bist du bei Steady eingeloggt, kannst du einen Kommentar unter diesen Post setzen. Ich werde auch auf Instagram (Opens in a new window) einen Aufruf machen. Dort kannst du dann entweder unter dem Beitrag kommentieren oder mir deinen Vorschlag per PN schicken. Such dir aus, was dir am liebsten ist!

Bis einschließlich Sonntag, den 11. Januar 2026, kannst du dich beteiligen. Pro Person bitte nicht mehr als zwei Vorschläge! Alle guten Vorsätze, die mich erreichen, muss ich anschließend in einer Geschichte unterbringen. Je ausgefallener die Ideen, desto lustiger dürfte das Ergebnis werden. Ich bin gespannt!

Solltest du gerade spontan den guten Vorsatz gefasst haben, mir für 2026 einen Boost zu geben, kannst du übrigens hier

Deine Christine

Lass dich inspirieren und mach mit!

Jemand hat dir meine Kombination aus Newsletter und Kurzgeschichten empfohlen? Oder du bist bei Steady auf diesen Beitrag gestoßen? Sehr schön!

Meine Kraftpakete aus Info und Entertainment könnten künftig ganz bequem in dein elektronisches Postfach flattern. Das hätte auch den Vorteil, dass du keine Abstimmung verpasst und über den Inhalt der nächsten Geschichte mitentscheiden kannst. Du müsstest bloß den kostenlosen

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