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    <title>Are you Close Enough? ❖ Fotografie Newsletter</title>
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    <description>❖ Der Newsletter über Fotografie, Kunst &amp; Bildkultur ❖</description>
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      <title>Are you Close Enough? ❖ Fotografie Newsletter</title>
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      <title><![CDATA[Tolle Töpfe vs. Tolle Themen]]></title>
      <description><![CDATA[Wie wichtig ist Dir die Technik? Die Kamera? Das Objektiv? - Ich gebe zu, das spielt eine Rolle. Aber wichtiger ist, welche Themen Dich bewegen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen &amp; Leser,</p><p>wie wichtig ist Euch Technik? Die Kamera? Das Objektiv? - Ich gebe zu, das spielt eine Rolle. Mal mehr mal weniger und natürlich kommt’s drauf an, an welchen Themen und Motiven man arbeitet.</p><p>Folgende Anekdote bringt es meiner Meinung mach auf den Punkt:</p><blockquote><p>Helmut Newton wird in einem Restaurant mit den Worten begrüßt : “Sie machen tolle Fotos, bestimmt haben Sie eine <strong>super Kamera</strong>.” - Nach dem Essen verabschiedet er sich: “Es hat vorzüglich geschmeckt, bestimmt haben Sie <strong>tolle Töpfe</strong>.”</p></blockquote><p>Niemand würde auf die Idee kommen, dass die Qualität des Essens <em>alleine </em>vom Kochtopf oder der Bratpfanne abhängt!</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf458b6d-45cd-4d31-9d06-58291a1ff7bf/uploads/images/kyquya66p7/Kitchen__cooking_pot_Fortepan_878.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Quelle: Fortepan Archive (über Wikimedia Commons)</figcaption></figure><p>Im Gegenteil, es gilt als völlig selbstverständlich, dass Können und Kreativität ausschlaggebend sind. Das Gleiche gilt für für Malerei, Musik, Romane, Journalismus und andere kreative Künste.</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Nur beim Fotografieren fragen wir nach der Aufnahmetechnik</mark></strong>: <em>analog oder digital? Vollformat oder Smartphone? Welche Brennweite? Welche Kamera? Welcher Film? </em>Selten fragt man eine Malerin nach der Marke der Farben oder einen Schriftsteller, ob er mit dem PC oder einer Schreibmaschine arbeitet.</p><h3><strong>Warum beschäftigen sich viele Fotograf·innen so intensiv mit der Technik?</strong></h3><p>Vielleicht ist es leichter, als sich mit <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">kreativen und inhaltlichen Fragen </mark></em></strong>auseinanderzusetzen? Weil es diese kniffligen Fragen umgeht oder in die Zukunft verschiebt?</p><p>Und es macht ja auch <strong>Spaß</strong>, sich neue Objektive und Kameramodelle auszusuchen. Ganz zu schweigen von dem Zubehör, von dem zahlreiche Versandhändler gut leben können!</p><p>Wenn ich einen Pinsel in die Hand nehme, um ein Bild zu malen, merke ich gleich, wenn mir <strong>Talent, Übung oder Ideen</strong> fehlen … aber jede und jeder kann Fotos machen 😇</p><h4>“Um zu wissen, was man zeichnen will, muss man zeichnen.“ - Pablo Picasso</h4><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf458b6d-45cd-4d31-9d06-58291a1ff7bf/uploads/images/a5pigg5oud/File_Portrait_de_Picasso__1908.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Pablo Picasso, 1908 (Anonyme Fotografie).</figcaption></figure><p>Wenn man über das ziellose Flanieren und zufällige Glückstreffer hinausgehen möchte, um an etwas zu arbeiten, das Bedeutung hat, <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">braucht man ein Konzept bzw. “sein Thema”</mark></em></strong>.</p><p>Die Fotografie zwingt Dich aber nicht <strong><em>vor dem ersten Bild </em></strong>innezuhalten und Dich mit den Inhalten auseinanderzusetzen.</p><h4>Keine Abkürzungen in der Fotografie</h4><p>So verstehe ich das Zitat des Fotografen <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Edward Weston:</mark></strong></p><p><em>There are no shortcuts in photography</em> - <em>Es gibt keine Abkürzungen in der Fotografie.</em></p><p>Du musst <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">selbst herausfinden </mark><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">wollen</mark></em></strong>, auf welche Themen Du immer wieder zurück kommst und bei was es sich für Dich lohnt, dranzubleiben, um künstlerisch voranzukommen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf458b6d-45cd-4d31-9d06-58291a1ff7bf/uploads/images/trzyg422fz/Edward_Weston__Plaster_Works__Los_Angeles__1925.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Edward Weston, Plaster Works, Los Angeles, 1925.</figcaption></figure><h4>Mein Thema sind Stadt- &amp; Kulturlandschaften</h4><p>Mich persönlich interessiert am meisten, wie die von uns Menschen selbst geschaffene Umwelt - und das ist so gut wie alles, was uns umgibt - auf die verschiedenen Aspekte unseres Lebens auswirkt.</p><p>Manche fotografieren gerne Menschen, Einsamkeit, Architektur, Landschaften oder Tiere. Andere interessieren sich für den Minimalismus, die Vergänglichkeit oder die unscheinbaren Dinge des Alltags.</p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Vielleicht findest Du Dein eigenes Thema erst nach langer Suche</mark></em></strong>. Du schaust durch Dein Archiv und irgendwann trifft es Dich wie ein Donnerschlag: <strong>Das ist mein Thema!</strong></p><p>Das kann der <strong>Anfang eines fotografischen Konzepts </strong>sein. Wenn es nicht mehr darum geht, ein möglichst spektakuläres Einzelbild für Instagram zu machen, wird es doch erst interessant.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf458b6d-45cd-4d31-9d06-58291a1ff7bf/uploads/images/xfcfy6yrlz/Frankfurt_ER_8290.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Frankfurt am Main, © Johannes Mattern 2026.</figcaption></figure><h4>Welche Bilder möchtest Du immer wieder machen?</h4><p>Meistens hast Du Deine Themen längst. Du musst nur die Muster erkennen.</p><p>Dann bist Du in der Lage, <strong>über längere Zeit an einem Thema </strong>(oder Projekt) zu arbeiten, Bilder miteinander in Beziehung zu setzen, verschiedene Herangehensweisen auszuprobieren und wieder zu verwerfen, wiederzukommen und die eigene Sicht langsam zu präzisieren.</p><p>Aber Du musst <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit;">Geduld </mark></em></strong>mit Dir haben und Dir die nötige <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Zeit </mark></em></strong>gönnen, um Deine Themen zu finden.</p><h4>Fotografieren für eine Handvoll Likes?</h4><p><em>Ich finde, das ist der schwierigste Teil am Fotografieren.</em></p><p><em>Suche ich wirklich nach </em><strong><em>Meinen Themen &amp; Meinem Weg</em></strong><em>? Oder lasse ich mich davon blenden, wenn jemand bei </em><strong><em>Instagram 10.000 Likes </em></strong><em>für spektakuläre Landschaftsaufnahmen aus der Sahara oder Architekturaufnahmen aus New York bekommt.</em></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Aber das ist sein (oder ihr) Weg, nicht meiner.</mark></em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Vielen Dank für Dein Interesse. Bis nächsten Dienstag, Johannes</strong></p><p>PS: Jemand hat dir diesen Newsletter weitergeleitet? <a href="https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/about"><em>Hier</em></a> kannst du ihn abonnieren. 📫</p><p>PPS: Sag doch “Hi!” auf <a href="https://www.instagram.com/johannesmattern.photography/"><em>Instagram</em></a></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[No Risk, No Fun?]]></category>
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      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 12:40:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Durch die Nacht mit Greg Girard]]></title>
      <description><![CDATA[Die Fotos von Greg Girard zeigen oft Großstädte bei Nacht. Oder die Menschen darin. Seine kräftigen Farben faszinieren mich. Manche Fotos erinnern mich an Edward Hopper]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Are you close enough?</h1><p>Liebe Leserinnen &amp; Leser,</p><p>heute ist der große Tag: die erste Ausgabe dieses Newsletters ist erschienen. <strong>Herzlichen Dank</strong>, dass Du zu den ersten gehörst, die so <em>nah dran </em>sind.</p><p>Der Titel “Are you close enough?” steht aus meiner Sicht für die allgemeinere Frage: <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Was ist ein gutes Bild?</mark></strong> Was macht wirklich packende Fotografie aus? Die Beschäftigung damit ist wie eine Reise, auf der es immer wieder Neues zu entdecken gibt, ohne dass man jemals ans Ziel gelangen könnte.</p><p>Klar, viele Wege führen nach Rom und der beste Weg ist nicht für jede/n gleich. Aber es ist eine <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">spannende Reise</mark> und ich würde mich freuen, wenn Du mit “an Bord” bist.</p><p>Als Mitglied kannst Du übrigens auf der <a href="https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/posts">Homepage</a> des Newsletters jeden Post <strong>kommentieren </strong>und mit anderen Leser/innen diskutieren.</p><p>Ich freue mich auch über <em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Feedback, konstruktive </mark></em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">(!) 😇 </mark><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Kritik und Themenvorschläge</mark> </em>(gerne in den Kommentaren).</p><p>Und jetzt viel Spaß beim Lesen.</p><p><strong>Happy Tuesday, Johannes</strong></p><p>PS: Jemand hat dir diesen Newsletter weitergeleitet? <a href="https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/about"><em>Hier</em></a> kannst du ihn abonnieren. 📫</p><p>PPS: Sag doch “Hi!” auf <a href="https://www.instagram.com/johannesmattern.photography/"><em>Instagram</em></a></p><h3>Durch die Nacht mit Greg Girard</h3><p><strong>Greg Girard </strong>(* 1955) stammt aus British Columbia (Kanada) und hat zu Beginn seiner fotografischen Laufbahn hauptsächlich seine Heimatstadt Vancouver fotografiert, anfangs v.a. in schwarz-weiß.</p><p>Irgendwann hat ihn dann aber eine <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Leidenschaft für Asien</mark></strong> gepackt. Und nachdem er zuerst immer wieder dorthin gereist ist, lebte er von 1998 bis 2011 in Shanghai, um - na klar - <em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">“näher dran”</mark></em> zu sein.</p><p>Er meint nämlich, dass man als Besucher oder Tourist immer nur das Oberflächliche wahrnimmt, aber dass ein Bild <em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">nur dann interessant </mark></em>sein kann, wenn auch es für diejenigen interessant ist, die an dem Ort leben, an dem es aufgenommen wurde.</p><figure><a href="https://thepolygon.ca/exhibition/greg-girard/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec9aef6d-121a-4f5a-970e-facb05442e58/uploads/images/dppdojbk7a/GG_Zitat_R001753.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Zitat von Greg Girard in seiner Werkschau (The Polygon, Vancouver 2026).</figcaption></figure><p>Auch an Orten, die man nur einmal im Leben besucht, wird man mit etwas Übung &amp; Glück gute Bilder machen. Aber wenn man immer wieder <em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">an den gleichen Ort</mark> </em>geht und sich mit dem Ort und den Menschen auseinandersetzt, steigt die Trefferquote.</p><p>An Greg Girard faszinieren mich vor allem die beeindruckenden <strong>farbigen Nachtaufnahmen </strong>von <strong>Vancouver </strong>und von asiatischen Städten, wie <strong>Shanghai, Bangkok, Hongkong, Tokio, Okinawa oder Hanoi.</strong></p><h3>Vancouver vor dem Boom</h3><p>Bereits sein Buch “<strong>Under Vancouver 1972-1982</strong>” ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk. Es zeigt Vancouver, vor dem Immobilienboom, der die Stadt so stark verändert hat (und bis heute verändert) und lange bevor Vancouver richtig <em>hip </em>wurde.</p><figure><a href="https://www.greggirard.com/wp-content/uploads/2022/08/Van_81_010e.jpg"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec9aef6d-121a-4f5a-970e-facb05442e58/uploads/images/cbeqxwklpv/Van_81_010e.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Greg Girard, Camaro in Alley, “Under Vancouver 1972-1982” (Quelle: externer Inhalt von www.greggirard.com).</figcaption></figure><h3>“Transformation” als roter Faden</h3><p>In seinen Fotografien und Büchern hat er die <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">soziale und physische Transformation</mark></em></strong><em> </em>der von ihm besuchten Städte über mehr als vier Jahrzehnte dokumentiert. Dieser Wandel traf die Städte oft mit großer Wucht und hat ihr Angesicht und das Zusammenleben der Menschen radikal verändert.</p><p>Seine fotografische Handschrift - die <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">farbigen Nachtaufnahmen</mark></em></strong> - hat er schon früh entwickelt. Was heutzutage mit einer Digitalkamera recht einfach machbar ist, hat er in den 1970er Jahren natürlich analog fotografiert.</p><figure><a href="https://www.greggirard.com/wp-content/uploads/2022/08/90834.jpg"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec9aef6d-121a-4f5a-970e-facb05442e58/uploads/images/jxvsfhj3yq/90834.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Greg Girard, Silver Grill, “Under Vancouver 1972-1982” (Quelle: externer Inhalt von www.greggirard.com).</figcaption></figure><p>Die Folgen solcher Transformationen sind oft zwiespältig. Denn <strong>verbesserte Lebensverhältnisse </strong>und <strong>wirtschaftlicher Aufschwung </strong>kommen immer nur bei einem Teil der Gesellschaft an.</p><p>Darüber hinaus kommt es oft zur <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Zerstörung</mark></em></strong> architektonisch und historisch bedeutsamer Gebäude und Stadtteile.</p><p>Greg Girard beschränkt sich jedoch nicht auf distanzierte Stadtlandschaften oder Architekturpanoramen, sondern sucht Kontakt zu den Menschen und zeigt ihr <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Leben und ihren Alltag in privaten und öffentlichen Räumen</mark>.</p><figure><a href="https://www.greggirard.com/wp-content/uploads/2022/10/1022_P199_SH.jpg"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec9aef6d-121a-4f5a-970e-facb05442e58/uploads/images/pp4y72qpfj/1022_P199_SH.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Greg Girard, House of Huashan Lu, 2005 (Quelle: externer Inhalt von www.greggirard.com).</figcaption></figure><p>Manche Bilder von Interieurs oder Menschen in der Großstadt (speziell in der Nacht) erinnern mich persönlich an <strong>Edward Hopper</strong>. Das liegt zunächst an seinem zentralen Thema (die Stadt der Moderne und ihre Veränderung über die Zeit).</p><p>Vor allem aber die <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Verbindung zwischen dem Innenraum und der Großstadt “da draußen”</mark></strong> sowie sein <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Einsatz von Farbe und Kontrast</mark></strong> sind Aspekte in Girards Werk, die man bereits bei Hopper findet.</p><p>Andere sprechen seinen Arbeiten auch Anklänge an die sinistre und melancholische Stilistik des <strong><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Film Noir</mark></em></strong> zu.</p><figure><a href="https://www.greggirard.com/wp-content/uploads/2022/11/013_Greg_Girard_012C-scaled.jpg"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec9aef6d-121a-4f5a-970e-facb05442e58/uploads/images/gwzz47yitk/013_Greg_Girard_012C-scaled.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Greg Girard, Tokio 1979 (Quelle: externer Inhalt von www.independent-photo.com).</figcaption></figure><h3><strong>Fotografie als visuelles Gedächtnis</strong></h3><p>Als <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Chronist des Wandels</mark></strong> wurde er oft beschrieben, der Städte, Straßenzüge und ganze Viertel (wie die berüchtigte <em>Kowloon Walled City</em> in Hongkong) dokumentiert, bevor sie für immer verschwinden.</p><p>Statt auf Spektakel setzt er auf stille, urbane Alltagsleben und nutzt vorhandenes Licht, Langzeitbelichtungen und den Farbton von analogen Filmen, um die besondere <strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Atmosphäre seiner Motive zu erschaffen</mark></strong>.</p><p>Nach Jahren der Arbeit für Zeitschriften &amp; Verlage fotografiert er zuletzt meist <strong>frei von kommerziellen </strong>Auftragszwängen, was ihm eine größere Unabhängigkeit verleiht.</p><h3>Publikationen</h3><p>Die Metamorphosen asiatischer Metropolen, die Greg Girard aufgezeichnet hat, sind in einer Reihe von Fotobüchern erschienen. Zum Beispiel <strong><em>Phantom Shanghai</em></strong> (2007), welches die Zeitung <em>The Independent</em> zu den 10 besten Fotobüchern zählt, die <strong>jemals produziert </strong>wurden.</p><p>Außerdem <strong><em>Under Vancouver, 1972 - 1982</em> </strong>(2017), das in vier Auflagen erschienen und trotzdem vergriffen ist.</p><figure><a href="https://cdn.independent-photo.com/wp-content/uploads/2023/03/Greg-Girard6.jpg"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec9aef6d-121a-4f5a-970e-facb05442e58/uploads/images/hpm7n3oowg/Greg-Girard6.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Greg Girard, Vancouver 1975 (Quelle: externer Inhalt von www.independent-photo.com).</figcaption></figure><p>Seine Fotografien wurden regelmäßig in renommierten Magazinen abgedruckt wie z.B. <em>National Geographic</em>, <em>New York Times</em> <em>Magazine</em>, <em>Time</em>, <em>Fortune</em> oder auch im <em>Stern</em>.</p><p>Leider sind nur <em>wenige seiner Bücher</em><strong> </strong>in Europa erhältlich (z.T. sogar nur noch antiquarisch). Der <a href="https://link.amazon/B0bYWATbK"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">aktuelle Ausstellungskatalog</mark></strong> (Affiliate Link zu Amazon)</a> von der Polygon Gallery in Vancouver gibt einen guten Überblick, ist aber nicht ganz billig.</p><h3>The End</h3><p>So, das war die erste Ausgabe von “Are you close enough?”. <strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit;">Wenn Dir der Artikel gefallen hat, leite ihn gerne an andere weiter, die sich auch für Fotografie begeistern.</mark></strong></p><p>Wie oben schon angesprochen, freue mich über <em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Feedback, konstruktive </mark></em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">(!) 😇 </mark><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Kritik </mark></em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">oder </mark><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Themenvorschläge</mark> </em>(gerne in den Kommentaren oder direkt per Mail an <a href="mailto:jo-ma@posteo.de">jo-ma@posteo.de</a>).</p><p>Vielen Dank &amp; bis nächsten Dienstag.</p><p>Stay close, Johannes</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">GREG GIRARD im INTERNET</mark></strong></p><p>🤩 <strong>Die </strong><a href="https://www.greggirard.com/"><strong>Webseite</strong></a><strong> von Greg Girard</strong><br/>🤩 <strong>Link zu </strong><a href="https://www.instagram.com/gregforaday/?hl=de"><strong>Instagram</strong></a><strong> und </strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Greg_Girard"><strong>Wikipedia</strong></a><strong> (Englisch)</strong><br/>🤩 fantastisches <a href="https://youtu.be/Ss1L7SaMnAU?si=nBbMP4WBi554ady4"><strong>Youtube-Video</strong></a><strong> mit GG</strong> (viele Fotos!)<strong> </strong></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Fotograf·innen]]></category>
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      <pubDate>Tue, 22 Sep 2026 05:00:23 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was Dich in diesem Newsletter erwartet]]></title>
      <description><![CDATA[Erhalte den Newsletter jeden Dienstag direkt von mir in dein Postfach. So haben es nicht mehr die Social-Media-Algorithmen in der Hand, ob und wann du von mir hörst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Verpasse nichts von “Are you Close Enough?”</h1><h2>Über diesen Newsletter:</h2><p>Seit <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">20. Oktober 2026 </mark>schreibe ich jede Woche <em>(= jeden Dienstag!) </em>einen kleinen Essay (7-10 Min. Lesezeit) über die Fotografie.</p><p>Warum? Weil es mich <strong><em>wirklich </em>interessiert </strong>und weil ich glaube, dass ich durch das Schreiben darüber, mein eigenes Verständnis von Fotografie erweitern kann.</p><p>Und natürlich hoffe ich, <strong>möglichst viele Leserinnen &amp; Leser mit dem gleichen Interesse</strong> zu finden und mich mit Ihnen über die Fotografie auszutauschen (angemeldete Mitglieder können die Posts kommentieren und darüber diskutieren).</p><h4><strong>Um folgende Themen wird es (u.a.) gehen:</strong></h4><p></p><p>👉 <em>Fotograf:innen, deren Arbeit ich spannend finde</em></p><p>👉 <em>Fotografie als Kunst &amp; die heutige Bildkultur</em></p><p>👉 <em>Die Frage was ein “gutes” Bild ausmacht</em></p><p>👉 A<em>ls Fotograf·in Themen, Ideen &amp; Konzepte finden</em></p><p>👉 <em>Einfluss von neuen Technologien wie z.B. KI</em></p><p>👉 <em>Interviews z.B. mit Fotograf·innen, Kurator·innen, Redakteur·innen, Sammler·innen</em></p><p>👉 <em>Berichte über meine Erfahrungen &amp; Fotoprojekte</em></p><p>👉 <em>Empfehlungen von Fotobüchern &amp; Ausstellungen </em></p><p>Ob Du selber fotografisch arbeitest oder ob Du Dich einfach für Fotografie, Fotokunst &amp; visuelle Kultur interessierst.</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Dieser Newsletter richtet sich an alle, die sich “ernsthaft” mit dem Thema Fotografie beschäftigen wollen.</mark></strong></p><p>Viel Spaß beim lesen &amp; vielen Dank, Johannes Mattern 🤩</p><hr/><p>no risc, but fun</p><p><a href="https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/newsletter/sign_up">Kostenlos abonnieren</a></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Erhalte neue Inhalte von mir direkt in dein Postfach. </mark></strong>So haben es nicht mehr die Social-Media-Algorithmen in der Hand, ob und wann du von mir hörst.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5a440646-df6a-49e3-b653-780d06e6a554/uploads/images/tknxbboutz/Briefkasten_AYCE_01_0795.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[No Risk, No Fun?]]></category>
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      <pubDate>Wed, 26 Aug 2026 08:23:44 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wenn Dein Foto nicht gut genug ist, warst Du nicht nah genug dran.]]></title>
      <description><![CDATA[Dieser Newsletter heißt Close Enough, weil er sich damit beschäftigen soll, wie gute Fotografie entsteht (und was das eigentlich ist). Mein Fokus liegt eindeutig bei der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Newsletter heißt <strong><em>Are you close Enough?</em></strong>, weil er sich auch damit beschäftigen soll, wie gute Fotografie entsteht (und was das eigentlich ist).</p><p>Mein Fokus liegt auf Fotografie, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass das Zitat selbst genausogut auf Malerei, Film, Musik oder das Schreiben übertragbar ist.</p><p>Das berühmte Zitat von Robert Capa bezieht sich natürlich nicht nur auf den <em>Abstand</em> zum Motiv. Auch wenn er selbst oft genug <strong><em>physisch sehr „nah dran“</em></strong> gewesen ist (zum Beispiel bei seinen Kriegsreportagen aus dem Spanischen Bürgerkrieg oder von der Landung der Alliierten in der Normandie).</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9e5ccebf-8dd0-45d8-b698-072d6c0088bb/uploads/images/cdkptq6cgs/Face_In_the_Surf.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Face in the Surf. US troops’ first assault on Omaha Beach during the D-Day landings. Normandy, France. June 6, 1944. © Robert Capa</figcaption></figure><p>Aber Capa meinte vor allem, dass man sich mit dem Thema, an dem man arbeitet, intensiv beschäftigen und eine <strong><em>emotionale Nähe</em></strong> entwickeln sollte.</p><p>Das gilt insbesondere, wenn man Menschen fotografieren möchte: nur wenn mir die Personen vertrauen, komme ich wirklich <em>nah </em>an sie heran und vielleicht gewähren sie mir dann sogar vertrauliche Einblicke in ihre persönliche Welt.</p><p><strong>Man sieht nur, was man kennt</strong></p><p>Allerdings ich würde „Nähe“ auch auf eine <strong>theoretische Vorbereitung</strong> auf das Thema beziehen. Denn wer sich vor einem Shooting mit seinem Thema beschäftigt oder es über einen längeren Zeitraum kontinuierlich verfolgt, lernt die wichtigen Aspekte kennen.</p><p>Wer dagegen nur sporadisch oder spontan an ein Thema herangeht, dem entgehen ziemlich sicher relevante Facetten.</p><p>Nehmen wir die Reisefotografie. Wenn man als Tourist oder Durchreisende nur kurz in einer Stadt ist und sich nicht auf den Aufenthalt vorbereitet hat, ist man in Gefahr, an der Oberfläche zu bleiben.</p><p>Man fotografiert touristische Klischees, weil man sie leicht wiedererkennt oder das was optisch spektakulär ist und ins Auge springt.</p><p><strong>Vorbereitung, Beobachtung, Wiederholung</strong></p><p>Wer darin Übung hat, das Leben auf der Straße spontan einzufangen oder Landschaften gekonnt in Szene zu setzen, wird natürlich immer mit guten Bildern nach Hause kommen.</p><p>Aber wer sich auf ein Thema vorbereitet, sich die Zeit nimmt zu verweilen und zu beobachten oder wer ein Projekt daraus macht und einen Ort oder eine Gruppe von Menschen mehrfach besucht, wird ganz andere Motive finden, als jemand der/die nur mal kurz vorbeischaut und sich dann der nächsten Idee zuwendet.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9e5ccebf-8dd0-45d8-b698-072d6c0088bb/uploads/images/3otetyv5i4/Vue_2_-_Angleterre._Londres._Janvier-fevrier_1943._Officier_americain.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>American Officer, London, England, Jan./Feb. 1943 © Robert Capa</figcaption></figure><p><strong>Diane Arbus</strong></p><p>Als gutes Beispiel möchte ich <strong>Diane Arbus </strong>(1923-1971) erwähnen, die für ihre „teils einfühlsamen, teils schonungslosen Porträts von Exzentrikern und Randfiguren der Gesellschaft bekannt ist“ (Wikipedia).</p><p>Sie hat sich wiederholt mit u.a. Zirkusartisten, Nudisten, Transvestiten, Zwillingen oder Prostituierten beschäftigt und durch ihr Werk Einblicke in deren Welt ermöglicht, die nur durch Nähe &amp; Vertrauen möglich wurden.</p><figure><a href="https://www.zeit.de/kultur/kunst/2012-06/fs-diane-arbus-2"><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fimg.zeit.de%2Fkultur%2Fkunst%2F2012-06%2Ffs-diane-arbus%2F06-mgb12_arbus_06_Zwillinge.jpg%2Fimagegroup%2Foriginal__636x620__desktop?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=006030ebe63f852feec22d10f140898c" alt=""/></a><figcaption>Identische Zwillinge, Roselle, N.J., 1967 © The Estate of Diane Arbus</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><p>PS: Wenn Dir dieser Essay gefallen hat, abonniere <em>Close Enough </em>oder leite Ihn an jemanden weiter, der/die ihn auch interessieren könnte.</p><a href="https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/newsletter/sign_up">https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/newsletter/sign_up</a><p><a href="https://steady.page/de/close-enough-fotografie-newsletter/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Wirkung & Gestaltung]]></category>
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      <pubDate>Wed, 19 Aug 2026 12:20:37 +0000</pubDate>
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