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Zürich maag Tanja

Liebe Politik-Fans

Wer über den Titel dieses Rathuus-Briefings gestolpert ist, den können wir beruhigen: Uns ist kein Schreibfehler unterlaufen – es handelt sich um ein Wortspiel. Die AL-Gemeinderätin Tanja Maag hat uns in unserem kleinen Redaktionsbüro an der Stauffacherstrasse besucht. Bei den vergangenen Stadtratswahlen trat sie mit dem Slogan “Zürich maag Tanja” an. Für den Einzug in die Exekutive hat es aber bekanntlich nicht gereicht. Maag landete hinter FDP-Gemeinderat Përparim Avdili auf Platz 11.

Pinkfarbener Aufkleber mit der Aufschrift „Zürich maag Tanja“ an einem Pfosten neben einem Fussweg.
Die AL-Politikerin Tanja Maag bestritt den Stadtratswahlkampf mit dem Slogan "Zürich maag Tanja". Bild: Pascal Turin

Die Alternative Linke, wie die Kleinpartei seit Kurzem heisst, hat ein Problem: Die Abgrenzung von den in der Limmatstadt fast allmächtigen Sozialdemokraten.

“Wir unterscheiden uns stark von der SP, weil wir uns für Leute einsetzen, die wenig verdienen, für Menschen, denen es einfach nicht reicht”, sagt Tanja Maag. Bei den beiden SP-Initiativen für die Krankenkassenprämienverbilligungen und für günstigeren ÖV habe die AL sich dafür eingesetzt, tiefe Einkommen stärker zu entlasten. “Nur sind wir damit nicht durchgekommen.”

Mit Rathuus spricht die Politikerin und Gesundheitsexpertin unter anderem darüber, was das AL-Gastspiel im Stadtrat der Kleinpartei brachte und woran das Gesundheitswesen krankt. Ausserdem skizziert sie, wie sich die AL neu positionieren will. Unseren Artikel findest du hier. (Öffnet in neuem Fenster)

Im Gegensatz zu Maag, die seit 2022 im Stadtzürcher Gemeinderat politisiert, sitzt Camille Roseau ganz frisch im Parlament. Sie ist Mitglied der SP und gibt als Co-Verlagsleiterin der linken “Wochenzeitung WOZ” den konzernunabhängigen Medien eine Stimme in der Politik. Die 45-Jährige hat unseren indiskreten Rathuus-Fragebogen ausgefüllt.

“Mit 14 habe ich angefangen, den ‘Spiegel’ zu lesen und erst einmal nichts verstanden”, sagt Roseau, die auch den französischen Pass besitzt. Als ihr langsam dämmerte, wie unfair diese Welt doch sei, habe sie angefangen, nach Lösungen zu suchen, die für möglichst viele Menschen funktionieren würden. “Das schien mir mit sozialdemokratischer Politik gut möglich und so habe ich mich bei den deutschen Jusos engagiert und bin auch früh in die Gewerkschaft eingetreten”, erzählt die Politikerin, die in Düsseldorf aufgewachsen ist. Hier geht es zum Rathuus-Fragebogen. (Öffnet in neuem Fenster)

Schon in jungen Jahren für Politik interessieren sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs Cinécivic. Dieser soll die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen auf kreative Art und Weise fördern. Kürzlich haben die SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr, die Mitte-Regierungsrätin Silvia Steiner und die SVP-Kantonsratspräsidentin Romaine Rogenmoser drei Siegerprojekte ausgezeichnet.

Die Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit – kurz CH Stiftung – hat “Cinécivic” übrigens mit dem diesjährigen Föderalismuspreis gewürdigt.

Klar ist: Das alte Stammtisch-Vorurteil, dass junge Menschen sich nicht für Politik interessieren würden, stimmt nicht. Wer mehr wissen will, klickt hier. (Öffnet in neuem Fenster)

Zum Abschluss dieser Newsletter-Ausgabe widmen wir uns der Teambildung. Wir haben nämlich eigenmächtig die sportlichste Regierung der Schweiz gekürt. Eine Preisübergabe ist keine geplant und eine Trophäe existiert auch nicht, aber die Auserwählten dürfen gern den Artikel ausdrucken und bei sich zu Hause aufhängen.

Doch genug der Worte. Die sportlichste Regierung der Schweiz ist (Trommelwirbel): die Churer Exekutive. Lediglich drei Stadträte sorgen sich um das Wohl der Hauptstadt von Graubünden. Stadtpräsident Hans Martin Meuli (FDP) sowie die Stadträte Patrik Degiacomi (SP) und Simon Gredig (Grüne) treten am kommenden Sonntag als Team beim Züri-Triathlon an. Wir wollten von der Medienstelle des Zürcher Stadtrats wissen, ob man auch so sportlich unterwegs ist wie Churs Regierung. Der Artikel ist nur einen Klick entfernt. (Öffnet in neuem Fenster)

Wir wünschen eine angeregte Lektüre.

Liebe Grüsse

Lorenz Steinmann und Pascal Turin

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