Sonntag, 15. Juni 2025, 23:59 Uhr: Das Ergebnis meiner allerersten Umfrage für ein Piontextchen steht fest. Freude macht sich breit in meinem Bauch. Sieben Leute haben mitgemacht! Das finde ich gar nicht schlecht für den Anfang. Immerhin habe ich mein Projekt bei Steady ja gerade erst gestartet.
So haben die Leserinnen und Leser entschieden:

Ich freue mich über das Ergebnis. Ich darf nun zurückdenken an einen besonderen Tag. Einen Tag, der ganz anders geplant war und mir eigentlich Freude bringen sollte. Stattdessen begann er mit Enttäuschung, mit Frust und Trauer. Besonders war er dann aber dennoch ...
Alle, die bereits eine Mitgliedschaft abgeschlossen haben, können meine Geschichte gleich komplett lesen. Ein großer DANK an dieser Stelle für eure Unterstützung, mit der ihr mir in der frühen Phase meines Projekts signalisiert habt: “Deine Idee gefällt mir!”
Wenn du nur den Newsletter abonniert hast, dann bedeutet mir das mehr, als das kleine Wort “nur” suggeriert. Ich danke auch dir und freue mich über dein Interesse. “Nur” bedeutet hier lediglich: Du kannst nun reinschnuppern ins Piontextchen und frei entscheiden, ob du weiterlesen oder erst wieder bei den nächsten kostenlosen News dabei sein möchtest. Ich fände es natürlich toll, wenn du neugierig bist und mich mit einer Mitgliedschaft unterstützt.
Also, starten wir in die Geschichte. Es war einmal:
Ein brüllend heißer Tag im Juli
Als meine Schwester und ich mit Koffern beladen die gewundene Holztreppe unserer Unterkunft in Arles hinunterkraxelten, näherte sich die Temperatur der 30-Grad-Marke. Drinnen, wohlgemerkt. Draußen konntest du gut und gerne noch zehn Grad draufschlagen. Südfrankreich war ein Glutofen.
Unsere freundliche Vermieterin – eine ältere Dame, die perfekt zur Einrichtung passte – hatte angeboten, uns zum Bahnhof zu fahren. Während wir warteten, erledigte ich noch ein paar weitere Holzkäfer, die das Inventar heimgesucht hatten. (“Il y a des petits animaux qui mangent vôtres meubles”, versuchte ich später, die Dame darauf aufmerksam zu machen. “Kleine Tiere, die Ihre Möbel mampfen.” Französisch-Leistungskurs; ich hatte es immer noch drauf!)

Wir verließen Arles, wo wir anlässlich des Fotofestivals eine ereignisreiche und künstlerisch sowie wärmetechnisch interessante Woche verbracht hatten, gegen Mittag. Mit dem Zug ging es nach Marseille. Von dort würden wir um 20 Uhr nach Düsseldorf fliegen, wo Papa und mein Partner auf uns warteten.
Gegen 23 Uhr sollten wir am Ziel sein. Gerade rechtzeitig, um in meinen Geburtstag hineinzufeiern. Einen runden und den ersten seit 20 Jahren, den ich besonders gestalten wollte. Ich hatte Zimmer in einem Hotel mit englischem Flair gebucht, freute mich auf zwei Nächte dort und auf Full English Breakfast (kein Witz!). Und auf schöne Stunden mit meinen Lieben.
Spielverderber Düsseldorf
Der Zug war pünktlich. Ein aus allen Nähten platzender Shuttle-Bus brachte schwitzende Leiber vom Bahnhof zum Flughafen. Die Sonne brannte erbarmungslos auf dem Weg in den schützenden Terminal. Wir checkten ein und begaben uns zum Gate. Hier war es angenehm kühl. Wir aßen etwas. Erfuhren, dass sich der Abflug um eine halbe Stunde verzögern würde.
Ich tippte auf das heftige Gewitter am Zielort. Die Bilder, die mein Schatz mir auf WhatsApp geschickt hatte, sprachen für sich. Tolles Timing, Düsseldorf!
Noch zwei weitere Male wurde die Verspätung aktualisiert. Langsam schwante mir Böses. Auf dem Rückweg vom Klo hörte ich sie dann, die Durchsage. Eilte zurück zum Gate, um das Wort, das jeder Reisende fürchtet, selbst zu lesen:
CANCELLED
Kölner würden mit Blick auf den Erzfeind rheinabwärts jetzt wohl sagen, es geschah mir recht: “Jebuchtstaach fiere in Düsseldorf?! Bisse jeck?” (Übersetzt: “Du feierst deinen Geburtstag in Düsseldorf?! Bist du verrückt geworden?”)
Ich hatte nie viel gegeben auf diese Köln-Düsseldorf-Frotzelei. Aber Düsseldorf war schon irgendwie doof jetzt. DüsselDOOF!
Düsseldorf schmollte. Ich schmollte. Und am Gate brach der Teufel los ...
