Das seltsame, widersprüchliche Abenteuer, ein Mensch zu sein
Eine Kolumne von Christina Emmer
#6 - Meine 12 besten Ausreden
Vermutlich haben wir alle welche.
Vermutlich hat jeder von uns eine ganze Menge davon.
Wir nennen sie meist “gute Gründe”, weil sich das einfach besser anhört. Oder wir nennen sie “Schweinehund”, weil man gegen den ja bekanntlich keine Chance hat.
Aber am Ende sind es doch nur… Ausreden.
Ich habe davon auch jede Menge und ich gebe sie wirklich nur ungern zu. Aber ich hatte die letzten Wochen einen jungen Mann im Coaching, der mir an einigen Stellen unbewusst gespiegelt hat, wie gut meine Ausreden funktionieren.
Er würde mir daraufhin vermutlich antworten: "Ach was, vermutlich habe ich einfach andere Ausreden an anderen Stellen.”
Und gerade diese bewunderswert urteilsfreie Haltung machte es für mich so einfach, während ich ihn coachte, auch meine Ausreden als das zu sehen, was sie nun mal sind: unechte Gründe, die sich gut anhören und mit denen ich mir das Leben (manchmal auch auf Kosten anderer) leichter mache.
Bevor ich aber zu meinen eigenen 12 besten Ausreden komme, noch etwas vorneweg.
Ich finde, es ist sehr menschlich, Ausreden für alles mögliche zu haben. Nicht schön, aber menschlich. Denn so sehr wir es uns vielleicht wünschen, wir können oft nicht alle Baustellen unseres Lebens gleichzeitig beackern. Die meisten von uns können nicht an allen Stellen gleichzeitig ganz tolle Menschen sein.
Und mit “guten Gründen” kann man genau das einfach besser aushalten.
Hier sind nun also 12 meiner besten Ausreden, die mir das Leben bequemer machen.