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Hilft Mitgefühl im Feminismus?

Als ich eines nachts aufwachte, ließ ein Traum mich mit der Frage wach zurück, wieviele Konfliktgespräche, in denen das Individuum selbst emotional involviert ist, es im Durchschnitt braucht, damit Ambiguitätstoleranz nicht nur ein Wort ist das der Mensch kognitiv begreift, sondern automatisiert im Nervensystem für gewünschte Ergebnisse sorgt, nämlich solchen, die sich nicht an fight-or-flight-Mechanismen entlang hangeln, sondern Konfliktfähigkeit, Resilienz und Gelassenheit mit sich bringen. In meiner nächtlichen Rechnung kam ich auf folgende Zahl: 3, nur 3 Konfliktgespräche braucht es — eins für die erste Erfahrung, die alles bisherige kräftig durchschüttelt, eins für die Wiederholung und eins für die Festigung. Das ist natürlich ausgesprochener Quatsch, aber die Wolfsstunde ist bekanntermaßen nicht Ratgeber, sondern ein biografischer Horrorfilm, den man hormongesteuert auszuhalten hat, als Frau in den Wechseljahren. Ich habe mich zu ausgereifterer Stunde noch einmal genauer mit den Konfliktfähigkeiten von uns Menschen, gerade in Bezug auf feministische Kritik, beschäftigt und ob diese Rechnung für euch Sinn macht, überlasst ihr bitte einfach nicht der Wolfsstunde, das wäre meine einzige Bitte.

Illustration: Falko Walter

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