The Last Repair Shop von Ben Proudfoot und Kris Bowers
Laufzeit: 39 Minuten
Herzlich willkommen zur zehnten Ausgabe von doklove, dem Newsletter, in dem ich alle zwei Wochen eine Doku empfehle. Mein Name ist Nicolas Wildschutz, ich bin Journalist und Filmemacher. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid.
Bevor wir in den Newsletter einsteigen, würde ich euch gerne eine kleine Extra-Empfehlung mitgeben: Zwei Freunde von mir, Alexander Gutsfeld und Benedikt Dietsch, haben auch einen Newsletter gestartet: Podcast-Hacks (Öffnet in neuem Fenster). Darin sprechen sie mit Podcast-Größen aus der ganzen Welt, um all ihre Erfolgs-Geheimnisse zu erfahren. Es gibt in jeder Ausgabe Tipps, Tricks und ein Interview. Schaut doch gerne mal bei ihnen vorbei.
Wir haben heute ein kleines “anniversary”, denn es ist die zehnte Ausgabe von doklove! Schön, dass ihr noch immer dabei seid.
Für die heutige Empfehlung reisen wir nach Los Angeles, in eine Halle mitten in der Stadt. The Last Repair Shop von Ben Proudfoot und Kris Bowers erzählt die Geschichte einer Werkstatt, in der die Musikinstrumente von Schulkindern und Jugendlichen repariert werden.
Um genau zu sein, erzählt die Doku nicht wirklich die Geschichte dieser Werkstatt, sondern vor allem die der Menschen, die hier arbeiten. Vier Personen erzählen, wer sie sind und wie sie im “Repair Shop” gelandet sind.
Es sind sehr unterschiedliche Schicksale und die Stärke dieses Films ist, dass die Filmemacher einen Raum geschaffen haben, in dem sich die Protagonist*innen sicher fühlen und sich vor der Kamera richtig öffnen können. Untermalt werden diese Erzählungen von clever eingesetzten Schnitt- und Archivbildern.
Die Geschichten werden gegliedert durch kurze Einspieler von Kindern und Jugendlichen, die von der Arbeit der Werkstatt profitieren. Sie zeigen, wie wertvoll und wichtig öffentliche Einrichtungen wie diese sind. Das ist die politische Ebene des Films.
The Last Repair Shop ist aber vor allem auf einer persönlichen Ebene unfassbar ergreifend. Manchmal vergisst man kurz, wie umwerfend die Menschheit eigentlich sein kann. Dann sieht man eine Doku wie diese, man hört die Geschichten dieser Menschen, die alles gesehen und unglaublich gelitten haben, und die jetzt jeden Tag in der Werkstatt stehen, um das Leben von Kindern und Jugendlichen besser zu machen.
Und kleiner Teaser: Die Doku hat eine der schönsten Schlussszenen/Credits, die ich je gesehen habe. Also haltet eure Taschentücher bereit und schaut bis ganz zum Schluss.
Und jetzt: Viel Spaß mit The Last Repair Shop!
https://www.youtube.com/watch?v=xttrkgKXtZ4 (Öffnet in neuem Fenster)Sagt mir doch gerne Bescheid, wie ihr den Film fandet. Ich freue mich auf euer Feedback.
Bis in zwei Wochen!
Nicolas
doklove #1 (Öffnet in neuem Fenster): AlphaGo von Greg Kohs (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #2 (Öffnet in neuem Fenster): Mr Nobody Against Putin von David Borenstein und Pawel Talankin (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #3 (Öffnet in neuem Fenster): Volte von Monika Kotecka und Karolina Poryzala (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #4 (Öffnet in neuem Fenster): Zwanzig von verschiedenen Filmemacher*innen (zur Kollektion (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #5 (Öffnet in neuem Fenster): The People Vs Patriarchy von Lebogang Rasethaba (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #6 (Öffnet in neuem Fenster): The Spectacle von Yasmin van Dorp (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #7 (Öffnet in neuem Fenster): Soldaten des Lichts von Johannes Büttner und Julian Vogel (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #8 (Öffnet in neuem Fenster): FÜR IMMER - Die Geschichte einer Liebe von Pia Lenz (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))
doklove #9 (Öffnet in neuem Fenster): Crying Glacier von Lutz Stautner (zum Film (Öffnet in neuem Fenster))