
🗺️ Die Welt ist ungerecht: Wie gehen wir mit der Wut darüber um? Wie tragen wir unseren Teil bei, ohne ständig zu verzweifeln? Darüber habe ich mit Jagoda Marinić gesprochen. Es ist ein Gespräch, das mich persönlich extrem berührt hat. Über die Manipulation unserer Gehirne, warum sich Linke oft selbst sabotieren und wie wir aus der Wutspirale herauskommen. Jagodas Lösung: Sanfte Radikalität. Ich bin überzeugt!
🙆 Jagoda Marinić ist Schriftstellerin, Publizistin und Podcasterin. Sie schreibt als Kolumnistin für den deutschen »Stern«. Ihr neuestes Buch heißt »Sanfte Radikalität«: https://amzn.to/41ar1X6 (Öffnet in neuem Fenster) Ihr Newsletter: https://jagodamarinic.substack.com/ (Öffnet in neuem Fenster)
Diese Bücher empfiehlt Jagoda:
1. Digital Minimalism: Choosing a Focused Life in a Noisy World (Öffnet in neuem Fenster) von Cal Newport
2. Der Fremde in uns (Öffnet in neuem Fenster) von Arno Gruen
3. Rayuela. Himmel und Hölle (Öffnet in neuem Fenster) von Julio Cortazar
Jagodas Shoutout für Medien:
1. YouTube-Vorträge von Tymothy Snyder (Öffnet in neuem Fenster), Sir Ken Robinson (Öffnet in neuem Fenster) und Robert Sapolsky (Öffnet in neuem Fenster)
2. Bildungsstätte Anne Frank (Öffnet in neuem Fenster) auf Instagram
Was nehme ich mir mit?
1. Wut ist super. Sie ist ein guter Seismograf, sagt Jagoda. Sie zeigt uns, das etwas falsch ist, ungerecht. Es ist wichtig, das zu fühlen. Aber: Wut darf kein Dauerzustand bleiben. Wir müssen diese Wut in etwas Konstruktives kanalisieren.
2. Sanfte Radikalität. Radikal in unseren Zielen bleiben, wie etwa Gerechtigkeit, der Kampf gegen Unterdrückung, Armut, Unrecht. Aber: Sanft in unserer Art, dagegen anzukämpfen. In der Kommunikation, in unserer Sprache, im Umgang mit Andersdenkenden.
3. Kieselsteine versetzen statt Berge. Niemand von uns kann Berge versetzen. Aber wir können alle ein paar Kieselsteine von A nach B bewegen. Wir können im Kleinen viel bewirken und wenn viele Menschen viele kleine Dinge tun passiert gemeinsam etwas Großes.
4. Mitgefühl bringt uns weiter, Mitleid nicht. Wir müssen nicht mit anderen Menschen mitleiden. Das hilft niemandem etwas. Mitgefühl aber, mit Menschen mitfühlen, die ungerecht behandelt werden, kann aktivieren, macht aktiv, bringt zum Handeln.