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Rückblick auf unseren Besuch in den KZ-Gedenkstätten

Valentina, was willst du mal arbeiten, wenn du groß bist?

Ich wusste nie, was ich darauf antworten soll. Zu viele Interessen, so viele Möglichkeiten. Aber eine ungefähre Vorstellung hatte ich schon immer: Es soll etwas sein, das Sinn hat. Ich möchte etwas Positives beitragen, Menschen zusammenbringen und gestalten können.

Am Wochenende habe ich gesehen, wie dieser Wunsch nicht nur eine Idee ist, sondern Teil meiner Arbeit geworden ist. Ich durfte für eine Gruppe von über 20 Erklär mir die Welt-Hörer:innen einen Besuch in die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen organisieren.

Die Idee dazu entstand Anfang des Jahres, als der Historiker Alexander Prenninger bei uns im Podcast zu Gast war und über das Leben der Menschen in Mauthausen erzählt hat. Seine Erzählungen haben uns tief berührt. Dass er sich nun einen ganzen Samstag Zeit genommen hat, um uns durch die Gedenkstätten zu führen und sein Wissen mit uns zu teilen, war alles andere als selbstverständlich.

Der Tag war inhaltlich kein leichter – das, was wir gesehen und gehört haben, war schwer auszuhalten. Gleichzeitig hat mich beeindruckt, wie die Gruppe damit umgegangen ist. Menschen, die sich vorher nicht kannten, hatten sich zu Fahrgemeinschaften zusammengeschlossen und begegneten einander mit echter Neugier. Es wurde aufmerksam zugehört, offen gefragt, gemeinsam nachgedacht. Trotz der Schwere lag eine Atmosphäre des Lernens und des Respekts über diesem Tag.

Am Ende war ich vor allem dankbar. 
Dankbar für Menschen wie Alexander, die mit ihrer Expertise Geschichte greifbar machen und dafür sorgen, dass Erinnerung lebendig bleibt.
Dankbar für unsere Hörer:innen, die bereit sind, sich auch mit schweren Themen auseinanderzusetzen – nicht aus Pflicht, sondern aus echtem Interesse. 
Und dankbar für Andreas, der mir die Freiheit schenkt, solche Projekte umzusetzen und mir sein Vertrauen gibt.

Um zu meinem Anfang zurückzukommen: Heute habe ich einen Beruf, den ich mir damals in dieser Form gar nicht hätte vorstellen können – und in dem vieles von dem möglich ist, was ich mir immer gewünscht habe.

Eure Valentina

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