
Von Dorit Kobusch-Balk
Der neue Fabelhafte Newsletter zum Wochenende! Wie jeden Samstag voll mit schönen Dingen, die Euch inspirieren sollen, von ganz klein bis ganz groß. Kurz gesagt: Eine wöchentliche Sammlung von Ideen, Trends und kultureller Erscheinungen, die deinen Alltag schöner machen. Dieses Mal mit einem Schloss in Frankreich und 300 Besitzerinnen, dem Ende des Doomscrollings, einem Trick zum Kofferpacken und dem ersten komplett weiblichen Schiedsrichterinnen-Team bei der Männer-WM.
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Diesen Monat geht’s um die Sommerliebe(lei) (Öffnet in neuem Fenster), also den schönen Dingen des Sommers - diese Woche mit meinen liebsten Pool-Büchern (Öffnet in neuem Fenster) und das Porträt der ersten Frau an einer europäischen Universität (Öffnet in neuem Fenster). Na, Lust bekommen?
Wenn 300 Frauen ein französisches Chateau kaufen
Habt Ihr Euch schon mal nur aus Neugier Häuser auf Immobilienportalen angeschaut, oder bleibt im Urlaub vor den großen Fenstern der Maklerinnen stehen, und fragt Euch, ob es komplett verrückt wäre, eine kleine Wohnung in Puerto de la Cruz, Sóller oder Husavik zu kaufen? Leah Lykins und ihre Mutter Philippa Girling haben genau das getan – und in Frankreich das zu Verkauf stehende mittelalterliche Château de Béduer (Département Lot) gefunden.
Allerdings benötigten sie für den Kauf und die Renovierungen $2,3 Mio., und lösten dieses Problem auf eine überraschende Weise: sie suchten andere Frauen, anstelle einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen. An die 300 Frauen antworteten, sodass Lykins und Girling das Schloss kaufen und ein außergewöhnliches Projekt realisieren konnten: sie gründeten dort ein Sommercamp für Frauen. Die Idee dahinter war simpel – sie wollten eine Umgebung schaffen, in der Frauen eine Woche so verbringen können, wie sie es wollen, ohne den Hintergedanken der Selbstoptimierung. Zwar kann frau auch im ‚Camp Chateau (Öffnet in neuem Fenster)‘ alle möglichen Aktivitäten belegen, kann aber genau so gut eine Woche mit Nichtstun in netter Gesellschaft verbringen. Darauf ein Glas Crémant!
Das Ende des Doomscrollings
Da scrollt man durch’s Internet und wird in dieser merkwürdigen Schleife gefangen: schlechte Nachricht nach schlechter Nachricht, und man kann trotzdem nicht aufhören. Oder man konsumiert ein Insta-Filmchen nach dem nächsten, obwohl man das Gefühl hat, dass die kleinen grauen Zellen nach und nach Selbstmord begehen.
Es geht auch anders. Mögt Ihr internationale Küche? Oder Kunst und Museen? Oder verreist Ihr leidenschaftlich gerne? Dann hätte ich hier drei wunderbare Online-Spiele, die weder etwas kosten noch muss man zuerst eine App herunterladen. Foodguessr (Öffnet in neuem Fenster) zeigt Euch Bilder und Beschreibung einer Speise, anhand der Ihr erraten müsst, aus welcher Gegend der Welt sie kommt. Was bei Bruschetta und Burger noch einfach scheint, wird ganz schön schnell extremst kniffelig. Die Seite des Metropolitan Museums in New York namens Anthropeum (Öffnet in neuem Fenster) zeigt Euch Kunstwerke in ihrer Sammlung, die Ihr dann zeitlich und örtlich einordnen muss. Während ich einen ägyptischen Papyrus noch relativ selbstbewusst zuordnen konnte, habe ich dann eine afrikanische Bronzerolle in die keltische Bronzezeit gesteckt. Hmja.
Ich bin eigentlich ziemlich kosmopolitisch unterwegs und habe fast alle Kontinente dieser Welt bereist… aber Geoguessr (Öffnet in neuem Fenster) hat mich schnell an meine Grenzen gebracht. Das Spiel zeigt Euch – ähnlich wie google maps – ein Bild eines Ortes, und Ihr habt einige Minuten Zeit, Euch so mithilfe der Richtungspfeile fortzubewegen, dass Ihr Hinweise findet, wo Ihr sein könntet. Das Zentrum einer Großstadt in Frankreich war noch einfach anhand von Straßenschildern und Haltestellen zu erkennen, aber dann endete ich in einer waldigen Region in Liechtenstein. Was kann ich sagen? Macht auch ein bisschen süchtig…
Das Kofferpack-Sudoku
Es ist die Saison für den Sommerurlaub, und hier ein fun fact über mich: ich hasse es, Koffer zu packen. Egal, wie viele Listen und Routinen ich entwickelt habe, ich drücke mich so lange wie möglich und muss dann natürlich alles auf den letzten Drücker machen. Normalerweise ist meine Formel, um nicht den gesamten Kleiderschrank einzupacken (ich bin keine minimalistische Packerin und bin seltenst nur mit Handgepäck unterwegs), sich an einem Farbschema zu orientieren und damit sicherzustellen, dass alle Kleidungsstücke einfach zu kombinieren sind.
Jean Wang auf Instagram hat nun eine andere Methode gefunden: das Pack-Sudoku. Man lege neun Kleidungsstücke in einem 3x3 Raster bereit, und zwar drei Hosen, drei Shirts oder Blusen und drei Pullover/Strickjacken/Jacken zum Drüberziehen. Am Ende stehen 27 Outfits bereit, die aus diesen neun Teilen entstanden sind. Dazu kommen dann noch Schuhe und Accessoires, und fertig. Zum Angucken: Hier (Öffnet in neuem Fenster).
Die gute Nachricht der Woche:
Diese Woche geht die Fußball-WM zu Ende, und ich möchte hier die für mich bemerkenswerteste Person der WM beleuchten: die Amerikanerin Tori Penso. Sie wurde 1986 in den USA geboren, und als Jugendliche sah sie das Frauen-WM-Finale USA gegen China – und eine lebenslange Fussball-Leideschaft war geboren. Ihre Mutter riet ihr dann, ihr Taschengeld als Schiedsrichterin bei Jugendspielen aufzubessern – der Grundstein für die Karriere war gelegt. Letzten Monat hat sie nicht nur bei der Männer-WM gepfiffen, nein, sie hat auch ein komplettes Schiedsrichterinnen-Team (mit Brooke Mayo und Kathryn Nesbitt) beim Spiel Südafrika-Tschechien geleitet. In einem Instagram-Post, den sie ihren drei eigenen Töchtern widmete, schrieb sie: Es ist Zeit, ihnen zu zeigen, was möglich ist, wenn man große Träume träumt. (Link: Sportschau (Öffnet in neuem Fenster))
Ich wünsche Euch ein fabelhaftes Wochenende!
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