
Von Dorit Kobusch-Balk
Und hier ist er, der niegelnagelneue Fabelhafte Newsletter zum Wochenende! Wie jeden Samstag voll mit schönen Dingen, die Euch inspirieren sollen, von ganz klein bis ganz groß. Kurz gesagt: Eine wöchentliche Sammlung von Ideen, Trends und kultureller Erscheinungen, die deinen Alltag schöner machen.
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Diesen Monat geht’s um die Sommerliebe(lei) (Öffnet in neuem Fenster) - diese Woche gab’s in der neuen Ausgabe sommerliche Salatrezepte, (Öffnet in neuem Fenster)Coachin Inga beantwortet die Frage, ob man jeder Idee einfach folgen sollte (Öffnet in neuem Fenster) und ich habe eine Lanze gebrochen für die Schwärmerei (Öffnet in neuem Fenster). Dazu gab es am Dienstag einen Übersichtsartikel der verschiedenen Arten von SPF für die Lippen (Öffnet in neuem Fenster). Schaut doch mal rein!
Wimbledon
Allein das Wort Wimbledon wird vermutlich bei fast jede Bilder von nicht nur Tennis, sondern auch großen Hüten, Champagner und weißem Leinen vor dem inneren Auge hervorrufen. Egal ob man nun gerne Sport schaut oder gerne Sportfilme schaut: ich möchte Euch eine wunderbare romantic comedy empfehlen, namens – genau – Wimbledon, aus dem Jahr 2004. Kirsten Dunst spielt Lizzie, die Nummer 1 der Weltrangliste, während Peter (Paul Bettany) irgendwo im hinteren Drittel herumkrebst und seine Karriere in Wimbledon beenden möchte. Die beiden treffen sich, verlieben sich (klar!), und Lizzie beflügelt Peter so, dass er auf einmal im Finale steht. Das Ganze ist in guter Tradition von Notting Hill etc., mit zwei charmanten Hauptfiguren und einer ganz herausragenden Besetzung bis in die Nebenrollen – inklusive John McEnroe als BBC-Kommentator. Man kann diesen schön fluffigen Sommerfilm auf allen möglichen Streamingplattformen kaufen – ich werfe meine alte DVD in den Player.
Kunstautomaten
Wusstet Ihr, dass es in ganz Deutschland Kunstautomaten gibt, also Automaten, an denen man Kunst kaufen kann, so wie man früher Kaugummis dort gezogen hat? Und zwar unglaublich liebevoll gemachte Kunst: eine Künstlerin z.B. schöpft zuerst das Papier, bevor sie kleine Zeichnungen darauf malt. Und natürlich, wie bei jedem guten Automaten, weiß man nicht, was man bekommt. Ich finde, das ist eine tolle Idee für kleine Geschenke, sollte man in der Nähe eines Automaten wohnen! Eine Karte mit Standorten ist hier (Öffnet in neuem Fenster), ich finde auch den Instagram-Account (Öffnet in neuem Fenster) sehr schön.
Komorebi
Kennt Ihr das japanische Wort Komorebi? Wörtlich übersetzt heißt es ‚Sonnenlicht, das durch das Blätterdach scheint‘ oder ‚Sonnenblinzeln‘ (und bei mir den Gedanken bekräftigt, dass japanisch eine der lyrischsten Sprachen überhaupt ist). Es geht also um dieses Schattenspiel, das z.B. auch in einem Wim Wenders-Film verewigt ist, in der ein Fotograf genau das immer wieder abbildet (“Perfect Days”).
Komorebi ist auch dazu geeignet, das eigene Zuhause ein wenig romantischer und verträumter werden zu lassen. Die Idee dahinter ist, dieses Schattenspiel in die Innenräume zu bringen, für ein bisschen Natur im Innenraum und den interessanten, aber beruhigenden Effekt. Am einfachsten geht das natürlich durch einen oder mehrere Bäume vor dem Fenster, aber wenn man die nicht hat?
Große Pflanzen direkt am Fenster haben den gleichen Effekt, aber auch, etwas überraschender, leichte oder strukturierte Vorhänge. Ich habe ein kleines Regal, auf dem Lippenstifte stehen, und wenn im Sommer das Licht darauf trifft, malen sie lange, symmetrische Schatten auf die Wand und haben genau diesen leichten, träumerischen Effekt.
Sauerkirschkompott
Am Montag habe ich im Vorwort zur Juli-Ausgabe (Öffnet in neuem Fenster) das Sauerkirschkompott erwähnt, das ich jedes Jahr mache. Es ist aus der Badischen Zeitung, von Hans-Albert Stechl, und ich habe das Rezept so um das Jahr 2000 herum aus der Samstagsausgabe herausgerissen – seitdem ist es im Repertoire.
500g Sauerkirschen waschen und entsteinen.
Mit 1/8l Wasser, 5 EL Zucker, eine Zimtstange (5cm), ½ Vanilleschote aufkochen und etwa 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zeit (je nach Grösse) drei oder vier Schraubgläser sterilisieren. Kompott abschmecken (so ist es noch ziemlich sauer, aber genau deswegen sehr variabel – passt zu Wild als auch zu Vanilleeis), evtl. noch etwas Zucker hinzufügen und in die Gläser füllen. Abkühlen lassen und genießen.
Ich versuche, immer ein bis zwei Kilo Kirschen auf einmal zu verarbeiten, damit sich der Aufwand des Entsteinens auch lohnt. Achtung, man hat danach immer Kirschsaft überall, und der lässt sich nur schwer aus Kleidung entfernen. Schmeckt trotzdem göttlich, z.B. mit Vanilleeis (oder im Winter zu Wild).
Gute Nachricht der Woche:
HPV-Impfung reduziert Sterberisiko durch Gebärmutterhalskrebs auf nahezu null
Humane Papillomviren (HPV) können schwere Krebserkrankungen auslösen. Eine Studie aus England zeigt (Öffnet in neuem Fenster): Todesfälle werden mit der Impfung nahezu komplett verhindert. Seit 2008 gibt es in England die Impfung für Mädchen, die am effektivsten ist, wenn sie im Alter zwischen 9 und 14 Jahren verabreicht wird. Zwischen 2020 und 2024 gab es keinen einzigen Todesfall in England, wo die Impfung gut angenommen wurde. Keinen. Einzigen. Auch bei den 25- bis 29-jährigen ist die Sterblichkeit deutlich gesunken.
HPV galt lange als eine Erkrankung, an der nur Frauen erkranken – das ist falsch. Das HP-Virus wird sexuell übertragen, befällt Haut und Schleimhäute, und mögliche Folgen sind Feigwarzen, aber auch Gebärmutterhalskrebs, Anal-, Mund- und Peniskarzinome. In Deutschland liegt die Impfrate nur bei 19% - die Studie zeigt nun definitiv, dass es sich lohnt, mit jüngeren Familienmitgliedern darüber zu sprechen, denn sie schützt Leben.
Ich wünsche Euch ein fabelhaftes Wochenende!
P.S.: Euch gefällt der Newsletter? Dann leitet ihn doch gerne an Freundinnen weiter!