
Von Dorit Kobusch-Balk
Der neue Fabelhafte Newsletter zum Wochenende! Wie jeden Samstag voll mit schönen Dingen, die Euch inspirieren sollen, von ganz klein bis ganz groß. Kurz gesagt: Eine wöchentliche Sammlung von Ideen, Trends und kultureller Erscheinungen, die deinen Alltag schöner machen. Dieses Mal mit Eis, Opernkostümen und Ritualen.
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Diesen Monat geht’s um die Sommerliebe(lei) (Öffnet in neuem Fenster) - diese Woche mit Susannes Kauftipps zum Thema Leinen (Öffnet in neuem Fenster) (und einigen erstaunlichen Stylingtipps, auf die ich selbst nie gekommen wäre), und den Auftakt zur neuen Interviewreihe “50 - und jetzt?” (Öffnet in neuem Fenster)mit einer vielleicht etwas ungewöhnlichen Interviewpartnerin. Schaut doch mal rein!
Eissorten
Meiner Erfahrung nach kann man die Menschheit in zwei Hälften teilen: die einen, die immer die gleiche Eisbestellung aufgeben, und die, die mit Freude jede neue Geschmacksrichtung ausprobieren: entweder Schokolade und Zitrone auf Lebenszeit, oder Geschmacksrichtung Ziegenkäse, Grüne Soße oder Saure Drachenzungen. Ja, warum eigentlich nicht?! Ich habe mir diesen Sommer als Ziel gesetzt, so viele ungewöhnliche Eissorten wie möglich zu testen, nachdem ich neulich im Urlaub Ziegenkäse-Eis und letzte Woche in meiner Stamm-Eisdiele deren neue Geschmacksrichtung Yuzu-Calamansi ausprobiert habe. Beides war sehr lecker. Ich weiß nicht, ob ich unbedingt Weißbier-Eis, Sauerkraut oder Avocado ausprobieren wollte, auf der anderen Seite scherzte neulich während der Hitzewelle eine Freundin, dass sie überlegte, jedes Mittag- und Abendessen einfach zu pürieren und in der Eismaschine zu Speiseeis verwandeln zu lassen. Bei 40 Grad in der Dachwohnung ist das eventuell gar kein so dummer Gedanke! ;)
A propos Speiseeis: ich wusste bis letzte Woche nicht, dass es einen Unterschied zwischen Speiseeis und Gelato gibt. Gelato (also italienisches Eis) ist cremiger und dichter. Das liegt daran, dass es langsamer gerührt wird und nie Ei enthält. Speiseeis hingegen hat einen höheren Sahne- und Luftgehalt und wirkt dadurch leichter und fluffiger.
Wer bis zum 16. August in London ist, kann übrigens beim „Ice Cream Project“ (Öffnet in neuem Fenster) (11 Pont Street, Anya Village) solche wilden Sorten wie Mais, Sojasoße, Capri Sun, Cheddar, Shortbread oder Zahnpasta ausprobieren.
Opern-Kostüme
Viele Handwerksberufe sterben langsam aus, insbesondere die Nischenberufe. Kunststickereien z.B. gibt es fast gar nicht mehr, was an erstaunlichen Stellen zu großen Problemen führt. Was macht man also, wenn an der Pariser Oper eines der kunstvoll bestickten, größtenteils historischen Kostümen kaputt geht? Nun, man schickt es mit Kurier zur Stickerei Müller nach Franken, wo die Stickerinnen meistens nur 12 Stunden haben, bis das Kostüm wieder auf die Reise geht – damit es bei der nächsten Aufführung wieder von einer Ballerina getragen werden kann. Ein kurzer, interessanter Film auf Facebook (Öffnet in neuem Fenster).
Rituale vs. Routine
Die meisten von uns haben tägliche Rituale: ein Kaffee in der Pause, die Zeitung während des Frühstücks, ein langes Bad am Wochenende (oder eine Kugel des Lieblingseises in der Eisdiele?). Der Trick ist, Rituale von simplen Routinen zu unterscheiden. Rituale machen das Leben schöner und erhöhen eine einfache Sache geradezu zu einer Kunstform. Man führt sie im Gegensatz zu Routinen bewusst aus.
Rituale bereichern das Leben. Und: sie können Menschen verbinden. Das ist natürlich besonders bei PartnerInnen so, aber ich möchte hier besonders die Lanze für Rituale zwischen Freundinnen brechen.
Einmal im Monat zusammen in dieses eine Café gehen, das man seit Jahren kennt? Zusammen laufen gehen oder ins Kino? Ja und ja. Ich werde in diesem Leben nicht mehr diese Person, die einmal im Monat ein Essen für den gesamten Freundeskreis gibt (man muss realistisch bleiben), auch wenn ich das gern wäre. Aber ich kann die Person sein, die einmal in der Woche mit der ältesten Freundin telefoniert, egal, was passiert.
Wir haben damit begonnen, als ich nach China gezogen bin und man feste Zeiten vereinbaren musste, weil es mit der Zeitverschiebung gar nicht so einfach war, sich spontan zu erreichen. Und dann haben wir es beibehalten. Wir wohnen auch jetzt noch einige Autostunden voneinander entfernt, aber das ist unser Date: egal, ob nun absolut nichts außergewöhnliches in der Woche passiert ist und wir uns über den Haushalt unterhalten, oder wenn es nur so von Neuigkeiten wimmelt und eine Stunde eigentlich zu kurz ist. Und ich muss sagen: manchmal freue ich mich eine ganze Woche auf diese Stunde.
Die gute Nachricht der Woche
EU verbietet Vernichtung unverkaufter Kleidung
Bisher war es für große Firmen günstiger, retournierte oder unverkaufte Kleidung zu vernichten. Das ist jetzt verboten – und zwar ab dem 19. Juli. Kleinere Unternehmen haben Zeit mit der Umstellung bis 2030. Allein im deutschen Onlinehandel wurden bisher 20 Millionen zurückgeschickte Artikel vernichtet. EU-weit führt das jährlich zu CO2-Emissionen, die genauso hoch sind wie die von Schweden. Außerdem will die EU nun Geschäftsmodelle fördern, die auf Recycling, Wiederverkauf oder Spenden setzen. (Quelle: Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster))
Ich wünsche Euch ein fabelhaftes Wochenende!
P.S.: Dir gefällt der Newsletter? Dann leite ihn doch gerne an Freundinnen weiter!