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Fairplay 153 – Rezension: Stephens

Bis Napoleon kommt

Wie schön, dass es am Spieltisch immer wieder Neues zu lernen gibt. Und dies immersiv, indem wir idealerweise durch das Spiel in eine Geschichte hineingezogen werden. In STEPHENS gelingt das: Wir werden Glasmacher in Portugal und wollen es dem englischen Geschäftsmann William Stephens nachtun. Er kaufte eine Glasfabrik und half, Lissabon nach dem großen Erdbeben von 1755 neu aufzubauen. Klar, bei der Katastrophe ging viel Glas zu Bruch, die Nachfrage und damit die Möglichkeiten für gute Geschäfte waren günstig. Daran wollen wir partizipieren, erfüllen Aufträge mit produzierten Rohstoffen, stellen Handwerker ein und investieren natürlich als gute Kapitalisten. Denn Mr. Stephens war ein sozialer Mensch, er sorgte für die Bildung seiner Beschäftigten und ihre kulturelle Erbauung – sie sollten lieber ins Theater gehen, als dem Wein frönen.

Doch uns bleibt nicht ewig Zeit: Ein Korse namens Napoleon auf dem französischen Thron fand Gefallen an Portugal. In STEPHENS rückt er uns mit seiner Kanone immer näher. Sobald er es bis zum Siegpunktmarker eines Spielers geschafft hat, endet die Partie.

Als Glasmacher in Portugal haben wir gar nicht viele Entscheidungen, es klingt geradezu simpel: Jeder Spieler hat pro Zug die Wahl zwischen lediglich zwei Optionen. Entweder stellt er einen Handwerker neu ein oder verstärkt einen gesetzten, den er einer der Fabriken zuordnet. So baut sich jeder Spieler an den Fabriken, die Glas oder andere Waren bringen, eine Engine auf. Gleichzeitig wird damit auf dem eigenen Spielbrett eine Blockade entfernt oder eine Fähigkeit freigeschaltet. Die verstärken entweder die Züge oder öffnen zum Spielende Siegpunktkanäle.

Kategorie Rezensionen