Die blaue Himmelsleiter, auch Jakobsleiter genannt, gehört zu den seltenen und zugleich gefährdeten heimischen Stauden. Polemonium caerulum, wie sie der Botaniker bzw. die Botanikerin nennt, freut sich über nährstoffreichen Boden und ist, sieht man von völlig schattigen Plätzen ab, relativ anspruchslos. Die Staude breitet sich bis zu einem halben Meter aus und wird doppelt so hoch wie breit. Bei einem entsprechend großen Gefäß wächst sie nicht nur im Beet, sondern auch auf Balkonien.
Sie übersteht unsere Winter ganz locker, blüht im Juni und Juli blau und verströmt mit der Blüte einen honigartigen Duft. Dazu kommt, dass Schnecken sie nicht abfressen. Sie wächst im Hügelland bis zum Mittelgebirge und hat ihre hauptsächlichen Vorkommen im Nord-Osten, im Süden und Südwesten. Sie ist allerdings nicht nur bei uns, sondern auch in Ost-, Südosteuropa, im Kaukasus und in Asien bzw. Vorderasien heimisch.
Wenn sie in deinem Garten steht, schneidest du sie am besten erst im Frühjahr zurück. So hat die Jakobsleiter auch einen optischen Winteraspekt und sie bietet Insekten Platz zum Überwintern.
Die Jakobsleiter hat sowohl in der Religion als auch kulturell eine hohe Wichtigkeit: Sie steht für den Stufenweisen Auf- und Abstieg von der Erde zum Himmel und zurück. Sie steht als Zeichen der Auserwählung und für die Erfüllung der Gebote Gottes.
Quellen:
Blaue Himmelsleiter / Polemonium caeruleum (Öffnet in neuem Fenster)