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Mut und Frieden

Ich weine nicht dieser Tage. Das soll was heißen, denn eigentlich bin ich jemand, der viel weint. Vor allem in den letzten zweieinhalb Jahren gab es viel zu viele Gründe für Tränen. Der 7. Oktober hat uns und unser Land verändert. Unser Leben davor werden wir nie wieder zurückbekommen.

Aber seit ich wieder Mutter geworden bin, seit dieses Mini Menschenkind ganz und gar von mir abhängig ist, seit der Krieg wieder über uns hereinbrach wie ein Hurricane, weine ich nicht mehr. Oder nur ganz ganz selten. Das ist keine bewusste Entscheidung. Ich glaube, das nennt man einfach Überlebensinstinkt. Weinen, so reinigend und befreiend es auch sein kann, schwächt meine Stimmung. Und jetzt gerade gilt es stark zu sein.

Es ist Samstagmorgen, der letzte Tag im Februar, gegen 8:30 Uhr als die Sirene losheult. Wir haben noch geschlafen. Amit, ich und unser Baby. Ozzy ist an diesem Samstag 5 Tage alt. Abends zuvor hatten Amit und ich einen schlimmen Streit,

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