Einführung: Ein Sinnesparcours ist eine Reihe von Stationen, an denen verschiedene Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) gezielt angesprochen werden, um die Wahrnehmung aktiv zu fördern. Solche Parcours werden in der Altenpflege eingesetzt, um etwa das Bewusstsein für verbliebene Sinnesfähigkeiten zu schärfen und Erinnerungen zu wecken. Die Teilnehmenden „experimentieren mit Schall, Geruchs- und Geschmacksstoffen oder Fühlkästen“, sodass die eigene Wahrnehmung erforscht und die Sinne geschärft werden. Multisensorische Stimulation kann das Wohlbefinden steigern und helfen, mit der Umwelt in Kontakt zu bleiben. Gleichzeitig mahnen Experten, dass fehlende Sinnesanregung (Reizdeprivation) bei alten Menschen rasch zu kognitivem Abbau führen kann. Ein gut geplanter Sinnesparcours schafft daher einen Ausgleich: Er regt alle Sinne an und wirkt einem Rückzug ins Kognitive entgegen. (Hinweis: Das Lexikon - Inhaltsverzeichnis (Öffnet in neuem Fenster))
Zielsetzung der Anwendung in der Betreuung
Der Sinnesparcours zielt darauf ab, alle Bewohner – insbesondere Menschen mit Demenz – einfühlsam zu aktivieren. Durch die Stationen können die Teilnehmenden Veränderungen der Sinne erleben und nachfühlen. So „haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Veränderungen der verschiedenen Erkrankungsphasen zu erleben, nachzuempfinden und Erfahrungen mit den damit einhergehenden Emotionen zu machen“. Die Übungen helfen den Pflegenden und Betreuern, ein besseres Verständnis für die Wahrnehmungseinschränkungen bei Demenz zu entwickeln. Beim eigenen Erleben von eingeschränktem Hören, Sehen oder Schmecken entwickeln die Beteiligten mehr Empathie für Betroffene. Gleichzeitig fördert die gezielte Sinnesanregung bei den Senioren Erinnerungen und Kommunikation: Vertraute Düfte, Klänge oder Geschmäcker wecken oft positive Erinnerungen und können Ängste mildern. Insgesamt stärkt ein Sinnesparcours die Lebensqualität, indem er Aktivierungselemente mit Freude am Entdecken verbindet.
Vor- und Nachteile
Vorteile: Ein Sinnesparcours fördert die ganzheitliche Aktivierung: Er spricht verbliebene Sinne an, löst Erinnerungen aus und reduziert unter Umständen Unruhe und Aggressivität. Stationen wie Sehveränderungssimulation, Geräuscheraten oder Tastsinnübungen eröffnen nonverbale Zugänge, wenn verbale Kommunikation schwierig wird. Durch das gemeinsame Erleben entstehen Gesprächsanlässe, und die Bewohner fühlen sich ernst genommen. Pflegende gewinnen durch das gegenseitige Ausprobieren Einblicke in die Wahrnehmungswelt der Klienten und können so den Alltag besser gestalten. Gezielte Sinnesübungen können zudem die Stimmung heben und das Zugehörigkeitsgefühl stärken.
Nachteile: Ein Nachteil kann sein, dass die Simulation von Sinnesverlusten auch Unbehagen oder Frustration auslöst. Teilnehmer erleben dabei eigene Grenzen und negative Gefühle, ähnlich wie die Betroffenen im Alltag. Solche Übungen müssen daher behutsam angeleitet werden. Weiterer Aufwand entsteht durch Planung, Materialbeschaffung und Einweisung des Personals. Manche Bewohner könnten vorübergehend überfordert sein oder sich durch zu viele Reize irritiert fühlen. Außerdem sind hygienische und sicherheitstechnische Maßnahmen zu beachten (z.B. bei Verkostungen oder Bewegungsaufgaben). Kritisch zu betrachten ist, dass ein einmaliger Parcours zwar Empathie fördert, aber die gezeigten Effekte nur bestehen bleiben, wenn die Aktivierung kontinuierlich fortgesetzt wird.
Gestaltung, Planung und Durchführung
Ein Sinnesparcours sollte sorgfältig geplant werden. Zunächst werden Thema und Stationen festgelegt (z.B. „Altes Kino“ oder „Naturspaziergang“). Räume oder Orte müssen sicher sein: Ggf. nehmen Möbel weg oder markieren Parcours-Areal. Hygiene ist wichtig: Trink- und Ess-Stationen benötigen hygienische Vorbereitung, Einweghandschuhe, Desinfektion. Bei Aktivitäten mit Riechen/Schmecken auf Allergien achten (z.B. keine Erdnüsse verwenden).
Die Durchführung erfolgt meist in einer festen Reihenfolge, kann aber auch frei wählbar sein. Jede Station braucht kurze Erklärung – sprachlich einfach und ggf. bildlich. Dabei beachten Betreuer, auf Mimik und Reaktionen der Senioren zu achten, denn diese geben Hinweise auf Komfort oder Unwohlsein. Drinnen liegen Vorteile in besserer Kontrolle (z.B. gleichbleibende Beleuchtung, Wetterunabhängigkeit) und Nähe zu Hilfsmitteln. Draußen (im Garten oder Innenhof) kann man frische Luft, Naturgeräusche und echte Pflanzen nutzen – etwa Riechen an Blumen oder Barfußgehen auf Gras. Für Demenzkranke ist der vertraute Rahmen wichtig, aber sanfte Ausflüge können zusätzlichen Anreiz bieten.
Gruppendurchführung und Einzelbetreuung haben jeweils Vorteile. In der Gruppe fördert der Parcours soziale Interaktion: Man kann Aufgaben reihum lösen, gemeinsam lachen oder sich bei Rätseln austauschen. In der Einzelbetreuung lässt sich intensiver auf persönliche Fähigkeiten und Bedürfnisse eingehen (z.B. Lieblingsdüfte, angemessene Hilfen). Besonders bei fortgeschrittener Demenz kann eine 1:1-Betreuung sinnvoll sein, damit niemand überfordert wird. Insgesamt ist wichtig, dass die Betreuenden gut vorbereitet sind, die Materialien griffbereit haben und eine warme, achtsame Atmosphäre schaffen.
Praxistaugliche Aktivierungen
Geschmackstest „Schokolade mit zugehaltener Nase“
Material: Stück Schokolade, kleines Taschentuch oder Nasenklammer.
Umsetzung: Der Bewohner darf ein Stück Schokolade kosten, dabei aber die Nase zuhält (oder einen Atmungsfilter benutzen). Ohne den Geruchssinn wird der Geschmack als sehr schwach wahrgenommen – oft bleibt nur ein blasser Abklatsch der Süß. Dies verdeutlicht, wie eng Geruch und Geschmack zusammenhängen.
Varianten: In der Gruppe verkosten alle nacheinander die Schokolade und vergleichen die Empfindungen. Im Einzelgespräch kann man über Lieblingsschokolade oder Essgewohnheiten sprechen und aufzeigen, wie Gerüche den Genuss beeinflussen.
Tast-Erlebnis mit Handschuhen
Material: Einweghandschuhe (z.B. dicke Haushalts- oder Gartenhandschuhe), verschiedene leicht greifbare Gegenstände oder Lebensmittel (Nudeln, Spielzeugstein, Stofftier).
Umsetzung: Die Bewohner ziehen die Handschuhe an und versuchen, verschiedene Gegenstände lediglich über das Gefühl zu erkennen oder zu ertasten. Durch die Handschuhe werden Feinheiten abgeschwächt – runde Gläser erscheinen „platter“ oder Gummibälle weniger griffig.
Varianten: In der Gruppe kann man einen kleinen Gegenstand zeigen, dann mit Handschuh ertasten lassen und raten. In der Einzelbetreuung können individuelle Vorlieben einfließen (z.B. Lieblingsspielzeug ertasten).
Sehschärfe simulieren (Brillentraining)
Material: Brillen mit selbstgemachten Blenden (z.B. Lochfolie oder Papieraufkleber auf Brillengläsern) oder Sonnenbrillen.
Umsetzung: Der Bewohner setzt die Brille auf, die Sicht durch einen eingeschränkten Blickwinkel nachahmt (z. B. ein Lochbild auf dem Glas). Anschließend versucht er zu lesen oder ein einfaches Bild zu erkennen. Die verminderte Sehschärfe zeigt, wie Demenz und Alterungsprozesse das Blickfeld einschränken.
Varianten: In der Gruppe kann ein kleiner Sehtest durchgeführt werden (z.B. das Erkennen von Alltagsgegenständen). In der Einzelbetreuung kann man das Tempo anpassen und die Sehhilfe gemeinsam einstellen.
Hörverlust erfahren (Ohrstöpsel)
Material: Wattestäbchen oder Wattebäusche.
Umsetzung: Die Teilnehmer stecken sich vorsichtig Watte in die Ohren und hören dann normale Umgebungsgeräusche. Viele Geräusche (Leises Stimmenflüstern, Ferngespräch) klingen stark gedämpft. Dies gibt ein Gefühl dafür, wie Abschottung vom Klang das Empfinden verändert.
Varianten: In einer Gruppe können verschiedene Geräuschquellen (Glocke, Radio) ausprobiert werden. In der Einzelbetreuung nimmt man sich Zeit für die Erklärung, dass niemand Angst hat und dass dies nur ein kurzer Test ist.
Duftstation (Gerüche erraten)
Material: Kleiner Dosen oder Glasbehälter, befüllt mit wohlriechenden und markanten Stoffen (Kaffeepulver, Vanillezucker, Kirschenlikör, Orangenschalen, Essig, kräftiger Käse o. Ä.), Papier zum Abdecken.
Umsetzung: An jeder Station riecht der Bewohner an einem Behälter, ohne hineinzusehen. Er soll den Geruch benennen und dazu Gefühle nennen. Bekannte Gerüche (Kaffee, Vanille) wecken oft angenehme Erinnerungen; auf Essig oder sehr starken Käse folgt eventuell Abwehr.
Varianten: Im Gruppenquiz kann gemeinsam überlegt werden, ob der Geruch eher „süß“ oder „scharf“ ist. In Einzelsituationen kann man gezielt besprechen, welche Umgebung oder Jahreszeit der Duft erinnert (z.B. Kaffee am Frühstückstisch, Winterduft von Lebkuchen).
Temperaturwahrnehmung (Warm-/Kalt-Test)
Material: Zwei Schüsseln mit Wasser: eine lauwarm (ca. 35–37 °C), eine kühl (ca. 18–20 °C). (Sicherheit: Wassertemperaturen nicht extrem wählen.)
Umsetzung: Der Bewohner taucht beide Hände gleichzeitig in die Schüsseln. Er berichtet, wo das Wasser deutlich wärmer bzw. kälter ist. So wird spielerisch das Temperaturempfinden gefördert.
Varianten: In der Gruppe wird abwechselnd gemessen („Wo ist es kühler?“). In der Einzelbetreuung kann man über persönliche Vorlieben sprechen (z.B. warme Getränke oder kaltes Fußbad). Wichtig: Immer darauf achten, dass niemand Kälte oder Wärme als unangenehm empfindet.
Pudding kosten mit verbundenen Augen
Material: Kleine Portionen (z.B. Pudding oder Joghurt) in verschiedenen Sorten (Schokolade, Vanille, Erdbeere), Augenbinde oder Augenklappe.
Umsetzung: Der Bewohner trägt Augenbinde und kostet löffelweise die verschiedenen Sorten. Er soll erraten, um welche Geschmacksrichtung es sich handelt, ohne die Farbe oder Konsistenz zu sehen. Dieses Raten macht Spaß und schärft den Geschmacks- und Geruchssinn.
Varianten: In der Gruppe kann man nacheinander probieren und die anderen raten lassen. Im Einzelkontakt kann man auf Unverträglichkeiten achten und Lieblingssorten einbauen.
Sand- oder Kichererbsen-Kiste ertasten
Material: Große Kiste oder Schale, gefüllt mit trockenem Sand oder Kichererbsen, verschiedene kleine Gegenstände (Knopf, Spielzeugauto, Holzlöffel) zum Verstecken.
Umsetzung: Im Sand oder den Hülsen sind kleine Gegenstände verborgen. Die Senioren suchen mit der Hand ein Exemplar und versuchen allein durch Tasten zu erkennen, was sie gefunden haben. Dieses Versteckspiel fördert die taktile Wahrnehmung und Geduld.
Varianten: Als Gruppenspiel darf jeder nacheinander nach einem Objekt tauchen. In der Einzelbetreuung kann man das Tempo anpassen und gemeinsam über die gefundenen Formen sprechen.
Rapskörnerbad für die Hände
Material: Saubere Schüssel mit trockenen Rapskörnern, evtl. leicht erwärmt oder mit Lavendelduft vermischt.
Umsetzung: Der Bewohner taucht seine Hände in die Körner und bewegt sie hin und her. Das leichte Knistern und der warm-körnige Widerstand vermitteln ein entspannendes Gefühl. Dabei kann man über die Haptik sprechen (kühl-warm, glatt-rund).
Varianten: In der Gruppe wird gemeinsam das intensive Rappserlebnis beschrieben, einzeln lässt sich der Körnertemperaturwunsch individuell anpassen (manche mögen es wärmer, andere lieber kühl).
Fußbad (warm/kalt) zur Wahrnehmung
Material: Zwei Behälter für Füße – einer mit warmem Wasser, einer mit kaltem Wasser (schrittweise Temperaturunterschiede prüfen).
Umsetzung: Die Senioren dürfen die Füße ins warme bzw. kalte Wasser stellen. Sie schildern den unterschiedlichen Temperatureindruck. Eine solche Fußpflege entspannt und aktiviert zugleich den Kälterezeptor.
Varianten: In der Gruppe eintauchen (z.B. jeweils rechts warm, links kalt) und gegenseitig berichten. Einzeln kann man auf Kreislauf und Wohlbefinden achten (bei Gefäßerkrankungen vorrangig warme Bäder, bei hitzigen Gemütern ggf. kühler).
Barfuß-Parcours (verschiedene Untergründe)
Material: Eine Bodenstrecke mit verschiedenen Belägen – weiche Teppiche, Teppichfliesen mit Profil, Gehwegplatten, Styroporplatten, Kieseln oder Sand in flachen Schalen.
Umsetzung: Barfuß geht der Bewohner über diese Flächen. Anschließend wird besprochen, welche Oberfläche als „angenehm“ oder „eher unangenehm“ empfunden wurde. So werden Tastsinn und Gleichgewicht angesprochen.
Varianten: In der Gruppe kann jeder ein bis zwei Schritte machen und dann berichten. Im Einzelkontakt kann man Hilfestellung geben und beobachten, wo die Stabilität schwächer wird (Aufstiegshilfe geben, wenn nötig).
Alltagsgeräusche erkennen
Material: Gegenstände, die Geräusche machen (Schlüsselkette, Schlüsselrolle, eine klackernde Schere, Besteck, Zeitung).
Umsetzung: Hinter einer blickdichten Abdeckung oder mit geschlossenen Augen hören die Senioren Klänge aus dem Alltag. Sie sollen erraten, welches Geräusch entsteht – z. B. Papierknittern, Münzen klimpern oder Geschirrklang. Dies schult das Hinhören auf vertraute Laute.
Varianten: In der Gruppe kann man eine Geräusche-Runde machen, jeder im Kreis imitiert ein Geräusch. Im Einzelgespräch lässt sich gezielt auf Lieblingsbeschäftigungen (z.B. Fernsehen, Kochen) eingehen und entsprechende Klänge erzeugen.
Geruchsrätsel – Alltagsdüfte erraten
Material: Gläser oder Dosen mit typischen Duftstoffen (Kaffeebohnen, frisches Brot, Zahnpasta, Obst, Parfüm). Glas bzw. Deckel werden abgedeckt, der Senior riecht daran.
Umsetzung: Der Senior schnuppert und versucht zu erraten, um welchen vertrauten Duft es sich handelt. Oft verbindet jeder Duft Emotionen (Kaffee mit Frühstück, Frischback mit Kindheit) und spricht darüber.
Varianten: Gruppenrätsel: Jeder reihum riechen und die Gruppe raten lassen. In der Einzelbetreuung kann man auch nach persönlichem Wohlgefühl fragen („Erinnert Sie der Geruch an früher?“).
Melodien der Kindheit erkennen
Material: Musikwiedergabegerät und kurze Ausschnitte bekannter Kinderlieder.
Umsetzung: Kurze Sequenzen aus geläufigen Kinderliedern werden vorgespielt. Die Senioren hören zu und nennen den Liedtitel oder summen mit. Dies aktiviert das Hörgedächtnis und weckt nostalgische Erinnerungen.
Varianten: In der Gruppe abwechselnd Lieder erraten. Im Einzelkontakt Lieblingsmelodien direkt anspielen und über vergangene Erlebnisse (Kindheit, Feste) sprechen lassen.
Volkstümliche Lieder-Runde
Material: Audio von bekannten Volksweisen oder Almanachlieder.
Umsetzung: Jeweils zwei Liederanfänge (je 2–3 Sekunden) werden abgespielt. Die Senioren entscheiden, welches Lied gestartet wurde. Das spielerische Raten fördert Aufmerksamkeit und Gemeinschaftsgefühl.
Varianten: Im Gruppenwettbewerb spielen lassen. Einzeln ggf. Übungsrunden mit dem Lieblingslied durchführen oder ein Förmchen singen lassen.
Schlager erahnen und mitsingen
Material: CD oder Playlist mit bekannten Schlagern aus Jugend- und Mittleren Jahren der Senioren.
Umsetzung: Kurzstücke aus nostalgischen Schlagern werden gespielt. Die Gruppe rätselt den Titel. Anschließend kann gemeinsam gesungen oder geschunkelt werden. Musik lädt zum Mitmachen ein und weckt Emotionen.
Varianten: Gruppenaktivität: Jeder teilt das Lied, das er am besten erkennt. Im Einzelkontakt kann man behutsam singen lassen, je nach motorischer und sprachlicher Fähigkeit.
Spiegeltanz (Koordination und Wahrnehmung)
Material: Ein großer Handspiegel oder Wandspiegel.
Umsetzung: Der Bewohner steht oder sitzt vor dem Spiegel und macht einfache Bewegungen (Hand heben, auf Stelle gehen). Er sieht im Spiegel sein Spiegelbild und korrigiert sich. Dies fördert räumliches Vorstellungsvermögen und Motorik – ähnlich wie Demenzbetroffene Koordinationsverluste erleben können.
Varianten: In der Gruppe kann ein Betreuer Bewegungen vormachen, die alle nachahmen. Im Einzelkontakt können langsame Bewegungen gezielt geübt werden (z.B. Arme hochheben, Fingerspitzen berühren).
Erprobung von Ess- und Trinkhilfen
Material: Verschiedene Hilfsmittel (Löffel mit breitem Stiel, Trinkhalme in verschiedenen Stärken, Anti-Rutsch-Teller).
Umsetzung: Den Senioren werden alltägliche Hilfsmittel gezeigt und ausprobiert. Sie können etwa mit unterschiedlichen Strohhalmen trinken oder mit einem Spezialbesteck essen. Dieses Ausprobieren macht die Abläufe anschaulich und kann Hilfen für den Alltag erlebbar machen.
Varianten: In der Gruppe kann man spielerisch überlegen, welches Hilfsmittel hilfreich sein könnte. Im Einzelkontakt lassen sich konkrete Problemfälle besprechen (z.B. Verschütten beim Trinken).
Koordinations-Parcours (bewegte Übung)
Material: Einfache Geräte wie Gymnastikband, Hanteln (leicht), Schrittbrett.
Umsetzung: Mehrere Übungen nacheinander fördern Motorik und Gleichgewicht. Beispielsweise leichtes Armdrücken gegen ein Band oder das Heben eines kleinen Gewichts. Diese Übungen verdeutlichen, wie Demenz den Bewegungsablauf komplexer machen kann.
Varianten: In der Gruppe werden die Übungen von einem Therapeuten angeleitet. In der Einzelbetreuung kann intensiver auf die Koordination eingegangen und die Übung dem Leistungsniveau angepasst werden.
Süß oder sauer? (Geschmackstest mit Zitrone und Zucker)
Material: Zwei Wassergläser (je einer mit Zuckerwasser, einer mit verdünntem Zitronensaft).
Umsetzung: Der Senior probiert beide Varianten: einmal den süßen und einmal den sauren Geschmack. Ohne visuelle Hinweise erlebt man, wie dominant sauer sein kann. Beim Abschmecken kann man über Essvorlieben und Geschmackserinnerungen sprechen.
Varianten: In der Gruppe probieren nacheinander und erraten lassen, welches Glas süß bzw. sauer ist. Einzeln können gesundheitliche Aspekte (Zitronensäure bei Appetitlosigkeit, Zucker bei Bedarf) angesprochen werden.
Gewürz- und Kräuterraten
Material: Kleine Dosen oder Teller mit kräftigen Gewürzen/Kräutern (Zimtstangen, Kaffeebohnen, Thymian).
Umsetzung: Die Personen riechen ohne zu schauen an den Gewürzen und nennen den Namen oder die zugehörige Speise. Dies trainiert den Geruchssinn und kann gemeinsame Erinnerungen ans Kochen aktivieren.
Varianten: Gruppenweise ein Duftmemory spielen (je zweimal gleicher Duft, Paare suchen). Einzelne Bewohner können ihr Lieblingsgewürz vorstellen.
Aromatherapie mit Duftöl
Material: Ein paar Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel, Orange) auf Watte oder einem Duftstein.
Umsetzung: Ruhig sitzend schnuppern die Bewohner an den verschiedenen Ölen. Man spricht darüber, wie jeder Duft wirkt (beruhigend, erfrischend). Dieses gemeinsame Riechen kann entspannen und positive Gefühle auslösen.
Varianten: In der Gruppe werden Lieblingsdüfte gesammelt. Im Einzelkontakt kann man ganz individuell klären, ob ein Geruch angenehm oder unangenehm ist.
Tiergeräusche erraten
Material: Aufzeichnungen von Tierlauten (Vogelgezwitscher, Hundegebell, Kühe auf der Weide).
Umsetzung: Den Bewohnern werden Tiergeräusche vorgespielt. Sie dürfen raten, welches Tier zu hören ist. Gerade bei Menschen, die früher auf dem Land gelebt haben, entstehen oft lebhafte Erinnerungen an Bauernhof oder Natur.
Varianten: In der Gruppe kann man eine Geräusche-Challenge veranstalten. Im Einzelgespräch lassen sich die Erinnerungen gezielt vertiefen („Wie war es damals auf dem Bauernhof?“).
Massage der Hände und Arme
Material: Baby- oder Körperöl, weicher Handtuch.
Umsetzung: Sanfte Hand- und Unterarmmassagen stimulieren den Tastsinn und fördern Wohlbefinden. Der Therapeut massiert rhythmisch und langsam, wodurch der Bewohner sich entspannen kann.
Varianten: In der Gruppe kann jeder die Massage am Nachbarn ausprobieren (unter Anleitung). Im Einzelkontakt kann der Einsatz eines duftenden Öls beruhigend wirken.
Wärme- und Kälte-Übung
Material: Zwei kleine Wärmflaschen bzw. Thermokissen (eine warm, eine im Kühlschrank gekühlt).
Umsetzung: Der Bewohner fühlt zuerst die warme, dann die kalte Hülle in der Hand und schildert das Empfinden. Diese Temperaturexperimente wecken das Körperempfinden und schaffen ein körpernahes Erlebnis.
Varianten: Gruppenversion: Jeder greift abwechselnd in einen der beiden Säckchen. Einzel: Auf Wunsch können Handtücher dazwischen schützen.
Drucksensorik (Massagebälle)
Material: Kleine Noppen- oder Stachelbälle.
Umsetzung: Die Senioren rollen die Bälle zwischen Händen, Füßen oder in der Handfläche. Die leicht schmerzhaften Spitzen stimulieren taktile Rezeptoren. Dies kann Verspannungen lösen und zugleich das Körperbewusstsein verbessern.
Varianten: In Gruppen kann eine kleine Fußmassage entstehen, einzeln auf besonders empfindlichen Stellen noch gezielter vibriert werden.
Textilien-Memory (buntes Fühl-Puzzle)
Material: Stücke unterschiedlicher Stoffe (Baumwolle, Samt, Leder, Flanell), jeweils zweimal vorhanden.
Umsetzung: Die Stoffstücke sind verdeckt auf dem Tisch verteilt. Die Senioren fühlen nacheinander unter den Karten nach passendem Materialpaar (ohne zu sehen). So wird Vertrautheit mit verschiedenen Oberflächen spielerisch trainiert.
Varianten: Als Spiel wird es in der Gruppe gemeinsam durchgespielt, einzeln kann man die Lieblingsstoffkombination heraussuchen.
Windspiel aus Alufolie (visuell und akustisch)
Material: Bündel Aluminiumfolie-Streifen, Schnur zum Aufhängen.
Umsetzung: Gemeinsam oder einzeln werden Alustreifen zu einem kleinen Mobiles gebunden. Hängt man es in der Nähe auf, klingen die Streifen im Luftzug sanft klirrend, und die Reflexe regen das Sehen an.
Varianten: In der Gruppe basteln lassen und Unterschiede im Klang beschreiben. Im Einzelkontakt kann die BetreutePerson durch das Windspiel eine zeitweilige Faszination erleben.
Blumenpressen (Sehen und Riechen)
Material: Frische Blumen und Blätter, Löschpapier, schwere Bücher.
Umsetzung: Senioren sammeln ein paar duftende Blumen, legen sie auf Löschpapier zwischen Buchseiten und pressen sie. Nach ein paar Tagen können sie die gepressten Blüten betrachten und den verbliebenen Duft riechen. Dies verbindet visuelle Erinnerung mit dem Duft der Natur.
Varianten: In der Gruppe wird ein gemeinsamer Blumenstrauß gepresst, einzeln kann jeder seine Lieblingsblume wählen.
Gefühlsgedicht schreiben (Kreativität mit Sinneseindruck)
Material: Papier, Stifte, evtl. Bildkarten mit Motiven.
Umsetzung: Die Senioren (oder der Betreuer) schreiben zusammen kurze Beschreibungen oder Wörter zu Sinnesreizen (z.B. „warm, flauschig, lieblich, klingeln“). Daraus entsteht ein kleines Gedicht oder ein „Sinnessatz“. Diese kreative Übung verknüpft die Sinneserfahrung mit Sprache.
Varianten: In der Gruppe reihum ein Wort ergänzen lassen, im Einzelkontakt auf Vorlieben (Blumen, Musik) eingehen.
Sinnes-CD: Vogel- und Naturklänge
Material: CD oder MP3 mit Aufnahmen von Wald, Meeresrauschen, Vogelgezwitscher.
Umsetzung: Entspannt zurückgelehnt hören die Senioren Naturgeräusche. Anschließend kann besprochen werden, welche Geräusche wie wirken (z.B. beruhigend, erfrischend). Oft entstehen Erinnerungen an Spaziergänge oder Ferien am Meer.
Varianten: Während die Klänge laufen, darf man in der Gruppe ruhig ein paar Minuten die Augen schließen. Im Einzelgespräch lässt sich der Bewohner nach spezifischen Geräuschen fragen („Hast du den Kirchenglockenklang erkannt?“).
Licht malen mit Taschenlampe
Material: Dunkler Raum, Taschenlampe, evtl. farbige Folien.
Umsetzung: Der Betreuer lenkt den Lichtstrahl über weiße Flächen oder Decken. Die Senioren folgen mit den Augen den Lichtpunkten und beobachten farbige Muster durch Folien. Dies stimuliert das Sehen in einer ruhigen, fast meditativen Weise.
Varianten: In der Gruppe verschiedene Farben auf die Wand strahlen. Einzelperson kann auch Schattenbilder mit den Händen an der Wand erzeugen.
Rätselbilder ertasten
Material: Pappe mit erhabenen Formen (Herz, Stern, Tierumriss), Stoffe (z.B. Samt), Tafeln mit erhabenen Linien.
Umsetzung: Der Bewohner streicht mit den Fingern über die Formen oder Linien und versucht, sie zu erkennen. Dies ist eine taktile Bildergeschichte, bei der auch Blinde oder Sehbehinderte mitmachen können.
Varianten: In Gruppen kann gemeinsam geraten werden („Was denkst du, was das ist?“). Im Einzelkontakt kann man die Kanten langsam führen, falls nötig.
Essens- und Trink-Legenden
Material: Karteikarten mit Bildern von typischen Gerichten oder Getränken (Tee, Kaffee, Suppe, Milchshake).
Umsetzung: Auf den Karten sind Gerichte abgebildet. Die Senioren dürfen die passenden Kostproben probieren (z.B. ein Schluck Tee, ein Löffel Suppe) und das Bild zuordnen. So verknüpfen sie Anschauung mit Geschmackserfahrung.
Varianten: In der Gruppe nacheinander probieren lassen, in Einzelbetreuung Biografie-Aspekte einbeziehen („Erinnert dich dieser Geschmack an Zuhause?“).
Fußmassage mit Lavendelöl
Material: Lavendelöl (gut verträglich), weiche Kompressen.
Umsetzung: Warme Kompressen mit einem Hauch Lavendel werden auf die Füße gelegt und leicht einmassiert. Der Duft stimuliert den Geruchssinn, die leichte Massage den Tastsinn. Dies wirkt beruhigend und fördert das Körpergefühl.
Varianten: In der Gruppe können sich Partner gegenseitig massieren (unter Anleitung). Einzelne Bewohner können auf Wunsch ihren Fußstuhl benutzen.
Materialfieber (Fühl-Parcours)
Material: Eine „Fühlstraße“ mit Tisch, auf dem verschieden strukturierte Materialien liegen (Sandpapier, Watte, Wolle, Kunststofffolie).
Umsetzung: Die Senioren führen eine Hand über die Materialien und beschreiben, welche sie mögen oder nicht mögen. Unterschiedliche Texturen (rau, weich, glatt) regen an, taktile Eindrücke zu differenzieren.
Varianten: Gruppenrunde: jeder darf ein Material auswählen und seinen Gefühlsausdruck dazu mitteilen. Im Einzelkontakt kann man tiefer auf den Unterschied zwischen warm/kalt und weich/rau eingehen.
Klangschalen-Erlebnis
Material: Große tibetische Klangschale und Schlegel.
Umsetzung: Eine Klangschale wird angeschlagen. Die Senioren setzen sich bequem hin und hören dem lange ausklingenden Ton zu. Sie spüren eventuell auch die Vibrationen am Körper. Diese Klangmeditation ist beruhigend und „erweckt“ akustische Wahrnehmung.
Varianten: Im Gruppenkreis können nacheinander verschiedene Personen die Schale anschlagen. Im Einzelkontakt kann man zusätzliche Seidentücher verwenden, die die Schwingung spürbar machen.
Freiluft-Sinnesgarten
Material: Garten oder begrünter Innenhof mit Beeten, ein paar Gartenmöbel.
Umsetzung: Ein betreuter Spaziergang durch den „Sinnesgarten“. Die Bewohner riechen an Lavendel oder Rosen, hören den Vögeln zu und fühlen verschiedene Rinden. Frische Luft, Sonne und Natur bieten ganzheitliche Sinnesreize.
Varianten: In der Gruppe kann man Blumen oder Blätter sammeln. Im Einzelgespräch spricht man über die Eindrücke (z.B. Sonnenstrahlen spüren).
Seifenblasen mit Duft
Material: Seifenblasen-Lösung mit Leichtparfum (Zitrone oder Orange), Strohhalme oder Blasstäbe.
Umsetzung: Gruppenweise blasen die Senioren Seifenblasen. Beim Platzen entweicht ein leichter Duft, und alle beobachten das schillernde Aufsteigen. Die visuelle Schönheit der Seifenblasen und der feine Duft sprechen mehrere Sinne an.
Varianten: Jeder kann nacheinander blasen; einzeln kann man sanft den Duft einatmen, während man einer einzigen Seifenblase nachsieht.
Akustischer Flurfunk (Flüsterpost)
Material: Eine einfache Geschichte oder Wortfolge.
Umsetzung: In der Gruppe flüstert jede Person ihrem Nachbarn einen kurzen Satz zu (Klassiker „Flüsterpost“). Am Ende wird der Satz laut gesagt. So erleben alle, wie leise Laute sich verändern – das trainiert Hören und Aufmerksamkeit.
Varianten: Als Wettkampf in kleinen Teams. Im Einzelkontakt kann man die Wörter langsam nuscheln und die Person imitativ zu Lippenlesen anregen.
Licht-Faden (Visuelle Folgeübung)
Material: Laserpointer oder kleiner Lichtstift.
Umsetzung: Ein Lichtpunkt wird über die Wand geführt. Die Senioren verfolgen ihn mit den Augen, ohne den Kopf zu drehen. Diese Augenübung stärkt die visuelle Verfolgung. Danach kann die Bewegung mit den eigenen Händen nachgemacht werden (z. B. imaginären Faden nachziehen).
Varianten: In der Gruppe lässt man das Licht zufällig wandern und jeder schaut, wo er lang geht. Einzelne Schüler können außerdem selbst Lichtstrahl erzeugen (z. B. Taschenlampe auf sich).
Schattentheater
Material: Eine Lichtquelle, weiße Wand oder Leinwand, eigene Hände.
Umsetzung: Ein Betreuer oder Bewohner formt mit den Händen Schatten (z.B. Vögel, Hasen) an der Wand. Die Gruppe erkennt die Tier-Silhouetten. Dies trainiert das Sehen von Umrissen und macht Spaß.
Varianten: Jeder kann versuchen, selbst eine Figur zu formen. Im Einzelkontakt kann man überlegen, welche Tiere der Bewohner am liebsten mag.
Sound- und Lichtstopp (Konzentration)
Material: Musikstück oder Tonaufzeichnung, Lichtschalter.
Umsetzung: Während ein leises Musikstück läuft, ist eine Lichtlampe an. Nach einer Minute wird die Musik abrupt gestoppt und das Licht ausgeschaltet. Die Bewohner sollen beschreiben, was sie danach in der Dunkelheit hören und fühlen (Körperempfindung, Herzschlag, Atmung). Dies sensibilisiert für den Moment.
Varianten: In der Gruppe kann abwechselnd die Aktion ausgelöst werden. In der Einzelbetreuung kann man behutsam führen („Wie ruhig ist es plötzlich geworden?“).
Sinnes-Box (Biographie-Kiste)
Material: Kiste mit persönlichen Erinnerungsstücken (alte Fotos, Stoffstücke, Lieblingsparfüm, Musikkassette).
Umsetzung: Jeder Bewohner erkundet seine persönliche Kiste. Er darf Bilder anschauen, an Stoffen riechen und Musik hören, die mit seiner eigenen Lebensgeschichte verbunden sind. Dadurch werden alle Sinne miteinbezogen und Erinnerungen aktiviert.
Varianten: Gemeinsame Vorstellrunde, wer was in seiner Box hat. Alternativ begleitet ein Pfleger den Bewohner einzeln und spricht über die Gegenstände.
Hörstock (Auditives Gedächtnistraining)
Material: Ein Klangstock oder Metallschale, ein weicher Hammer.
Umsetzung: Die Senioren hören aufmerksam dem Ausklingen eines Schlags auf den Klangstock zu. Danach wird mit dem Hammer leicht auf den Arm geklopft – so werden Vibration (Fühlen) und Ton (Hören) verglichen.
Varianten: In der Gruppe wird reihum mit der Augen verbundenen Person der Klangstock gezeigt. Einzelpersonen können sich an die Klangschwingung lehnen.
Schauder- und Wärme-Dose (thermo- und taktile Stimulation)
Material: Zwei verschlossene Dosen – eine mit Eisstücken gefüllt, eine mit einem erwärmten Gelpack. Beide werden abwechselnd angefasst.
Umsetzung: Der Bewohner fühlt zuerst das kalte, dann das warme Objekt. Er beschreibt den Kontrast zwischen dem scharfen Schauer und der wohltuenden Wärme. Dies schärft die Temperatur- und Tastsinnwahrnehmung.
Varianten: Im Gruppenvergleich kann jeder einmal anfassen. Einzeln kann man genauer auf den Übergang vom Kribbeln in Wärme eingehen.
Licht-Spiegelreise
Material: Taschenlampe, kleiner Spiegel, weißes Blatt Papier.
Umsetzung: Der Bewohner hält ein Blatt Papier, der Betreuer reflektiert mit Taschenlampe Licht durch einen kleinen Spiegel darauf. Der Lichtfleck bewegt sich über das Papier. Der Senior folgt dem Lichtpunkt mit den Augen und dann mit dem Finger.
Varianten: Jeder darf die Position des Spiegels wechseln. Bei Einzelbetreuung kann man das Muster auch auf ein eigenes Bild projizieren.
Fühl- und Lachkreis (Federnkitzel)
Material: Feder, weiche Bürste oder Wattewatte.
Umsetzung: Die Senioren sitzen im Kreis. Der Betreuer kitzelt sanft mit einer Feder über Handrücken oder Arm. Jeder spürt das Gefühl, einige lachen oder reagieren überraschend. Dieses spielerische Element spricht den Tastsinn und die Emotionen gleichzeitig an.
Varianten: Freiwillige dürfen die Feder halten und kitzeln. Im Einzelkontakt kann man sanft den Lieblingsbereich kitzeln, um Zuversicht und Sicherheit zu geben.
Geruchs- und Hör-Memory
Material: Set mit Duftkarten (z.B. Obstdüfte) und passende Geräusche (Audioaufnahmen).
Umsetzung: Ein Duft ist zu riechen, dazu wird gleichzeitig ein Geräusch abgespielt. Die Senioren sollen beides der gleichen Kategorie zuordnen (z.B. Erdbeere-Riechen und Vogelzwitschern passen zusammen, weil draußen im Garten). So werden Geruchs- und Hörassoziationen geschult.
Varianten: In Gruppen kann man Teamspiele draus machen. Einzelne Lieblingsdüfte oder -klänge des Bewohners können gezielt eingebaut werden.
Abschluss „Mit allen Sinnen genießen“
Material: Eine Sitzrunde mit Dufttee (Kamille, Pfefferminze), leiser Musik und weichen Decken.
Umsetzung: Am Ende wird eine kleine Auszeit genommen: Die Bewohner schließen die Augen, trinken gemeinsam einen Tee (Schmecken), horchen der sanften Musik (Hören), atmen den Teeduft ein (Riechen) und kuscheln sich in eine Decke (Fühlen). So sollen alle Sinne entspannt werden – ähnlich einem Snoezelen-Erlebnis.
Varianten: In der Gruppe kann jeder reihum seinen Eindruck schildern. Im Einzelkontakt wird mit flüsternder Stimme begleitet, um eine meditative Ruhe zu ermöglichen.