Zum Hauptinhalt springen

Gedächtnisspiele

In der Seniorenbetreuung dienen Gedächtnisspiele dazu, geistige Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern. Durch die demografische Entwicklung leben in Deutschland immer mehr ältere Menschen, darunter aktuell etwa 1,8 Millionen mit einer Demenz. Gedächtnistraining kann eine Demenz nicht aufhalten, aber es kann den Krankheitsverlauf verlangsamen.
Auch bei altersbedingt nachlassenden kognitiven Fähigkeiten helfen geistige Aktivitäten, die Eigenständigkeit zu unterstützen. Gedächtnisspiele – z. B. Rätsel, Quizze, Merkaufgaben oder Memory-Kartenspiele – stimulieren das Gehirn und machen Spaß. Sie lassen sich sowohl im Alltag als auch gezielt in Betreuungsangeboten einsetzen, um die geistige Beweglichkeit zu erhalten. Gedächtnistraining umfasst dabei viele verschiedene Übungen und Techniken, die Merkfähigkeit, Erinnerungsvermögen und sprachliche Artikulation trainieren.
Weitere Trainingsziele sind Denkflexibilität, Kreativität, logisches Denken, Wahrnehmung, Zusammenhänge erkennen und assoziatives Denken. In Kombination mit Bewegung, sozialem Miteinander und ausgewogener Ernährung trägt regelmäßiges Gedächtnistraining zur gesamten mentalen und körperlichen Gesundheit älterer Menschen bei. (Hinweis: Das Lexikon - Inhaltsverzeichnis (Öffnet in neuem Fenster))

Zielsetzung

Gedächtnisspiele in der Seniorenbetreuung verfolgen das Ziel, kognitive Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und so die Lebensqualität zu verbessern. Im Vordergrund steht, Erinnerungsvermögen, Wortfindung und Konzentration zu fördern, damit Senioren selbstbestimmt bleiben können.
Zusätzlich sollen Kreativität und Fantasie angeregt werden. Durch gemeinsames Spielen werden auch soziale Kontakte geknüpft und gepflegt. Erfolgserlebnisse beim Lösen von Aufgaben und Teilen von Erinnerungen steigern das Selbstvertrauen der Teilnehmenden. Für Menschen mit Demenz und leichter kognitiver Beeinträchtigung ist es zudem wichtig, positive Erfahrungen mit eigenen Lebensgeschichten und Bekanntem zu verknüpfen.
Gedächtnisspiele, die an Biografie, Hobbys oder Interessen anknüpfen, können Erinnerungen wecken und das Gefühl persönlicher Identität stärken. Ein weiteres Ziel ist, Freude am gemeinsamen Lernen zu vermitteln und Motivation zu schaffen. Insgesamt dienen Gedächtnisspielen dazu, Konzentration, Aufmerksamkeit, Wortfindung und Merkfähigkeit zu verbessern, ohne unnötigen Leistungsdruck zu erzeugen.

Vor- und Nachteile von Gedächtnisspielen

Vorteile:

  • Erhalt geistiger Leistungsfähigkeit: Regelmäßiges Gedächtnistraining kann dazu beitragen, mentale Fähigkeiten wie Merkfähigkeit, Problemlösen oder Wortfindung zu erhalten. Senioren, die regelmäßig rätseln oder Gedächtnisspiele spielen, verbessern nachweislich ihre kognitiven Funktionen und können altersbedingten Abbauprozessen begegnen.

  • Soziale Interaktion: Gedächtnisspiele werden oft in Gruppen durchgeführt und fördern den Austausch. Gemeinsames Rätseln oder Quizzen stärkt soziale Bindungen, beugt Einsamkeit vor und sorgt für Gemeinschaftsgefühl. Das gemeinsame Erleben von Spaß und Erfolg motiviert zur weiteren Teilnahme.

  • Emotionale Stabilität und Selbstvertrauen: Erfolgserlebnisse stärken das Selbstwertgefühl der Senioren. Ein aktives und klares Gedächtnis vermittelt Sicherheit im Alltag und kann das Risiko von Depressionen senken. Positive, leicht humorvolle Gedächtnisspiele können die Stimmung heben und zufriedenes Miteinander fördern.

  • Ganzheitliche Gesundheit: Manche Gedächtnisspiele integrieren Bewegung oder Entspannung, zum Beispiel Konzentrationsübungen mit einfachen Koordinationsaufgaben. Dadurch werden neben dem Geist auch motorische Fähigkeiten gefördert. Studien zeigen zudem, dass mentale Aktivierung in Kombination mit körperlicher Bewegung die Hirndurchblutung und Denkfähigkeit verbessert. Gedächtnisspiele sind daher ein wertvoller Bestandteil einer ganzheitlichen Seniorenbetreuung.

Nachteile:

  • Begrenzte Transferwirkung: Nicht jede Form des Gehirnjoggings führt automatisch zu spürbaren Verbesserungen im Alltag. Einige Studien deuten darauf hin, dass kurzzeitige oder allgemein gehaltene Übungen ohne Anpassung kaum Effekt erzielen. Entscheidend ist die regelmäßige und individuell angepasste Durchführung.

  • Über- oder Unterforderung: Wenn Gedächtnisspiele zu schwierig sind, kann dies frustrieren und demotivieren; sind sie zu einfach, fehlt die geistige Herausforderung. Daher muss der Schwierigkeitsgrad an die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst werden. Bei Demenzerkrankten empfiehlt es sich, auf klare Strukturen, anschauliche Materialien (z. B. Bildkarten statt Text) und häufige Wiederholungen zu setzen.

  • Zeit- und Vorbereitungsaufwand: Gedächtnisspiele erfordern oft Vorbereitung (Materialzusammenstellung, Fragenerstellung). Für Betreuungskräfte kann dies zusätzlich Zeit beanspruchen, besonders wenn individuelle Spiele für mehrere Fähigkeitsstufen vorbereitet werden müssen. Umfangreiche Spiele mit vielen Beteiligten bedürfen gegebenenfalls weiterer Hilfsmittel (z. B. Audiosystem für Gemeinschaftsrunde).

  • Kein Ersatz für andere Angebote: Gedächtnisspiele allein genügen nicht. Sie sollten Teil eines bunten Angebots sein, das auch Bewegung, Entspannung und Biografiearbeit einschließt. Ohne diese Ergänzungen ist der reine Fokus auf Denkspiele weniger effektiv.

Anleitung & Umsetzung in der Praxis

Einzel- und Gruppenangebote

Gedächtnisspiele lassen sich sowohl einzeln als auch in Gruppen durchführen. Einzelangebote (1:1-Betreuung) ermöglichen eine ganz auf die einzelne Person zugeschnittene Aktivität. Hier kann man gezielt auf die Interessen und das aktuelle Niveau der Person eingehen, z. B. einem demenzerkrankten Senior ein passgenaues Memory-Spiel mit vertrauten Motiven anbieten. Einzelspiele sind besonders dann geeignet, wenn jemand sehr zurückgezogen ist oder eine starke kognitive Beeinträchtigung hat. Durch die ruhige Atmosphäre kann der ältere Mensch ohne Ablenkung trainieren.

Gruppenangebote fördern das Miteinander: Jeder hat die Möglichkeit, Ideen beizutragen, Fragen zu stellen oder sich an Gruppenerlebnissen zu beteiligen. Gruppenaktivitäten steigern das Gemeinschaftsgefühl und die Motivation. Beispielsweise kann eine Quizrunde mit Wissensfragen für Senioren, ein gemeinsames Bingo oder ein Bildergeschichten-Spiel den Teamgeist wecken. Studien zeigen, dass Gedächtnistraining im sozialen Kontext besonders wirksam ist. In einer Gruppe können sich Teilnehmende gegenseitig anspornen. Bei der Planung ist jedoch zu beachten, dass die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden: Unterschiedliche Hörvermögen oder Konzentrationsspannen können in der Gruppe durch kurze Pausen und klare Moderation ausgeglichen werden. Die Aufgaben sollten so gestaltet werden, dass sie für alle zugänglich sind – beispielsweise kann die Gruppenleitung größere Schrift verwenden oder bei Bedarf Aufgaben mündlich wiederholen.

Anpassungen für verschiedene Fähigkeitsniveaus

Betreuungskräfte müssen Gedächtnisspiele an das Leistungsniveau der Senioren anpassen. Für kognitiv gut erhaltene Senioren können die Übungen anspruchsvoller sein (z. B. schwierigere Kreuzworträtsel, komplexe Quizfragen oder längere Wortketten). Hier bieten sich Denksportaufgaben oder Strategien in Spielelementen an. Für stärker Beeinträchtigte (z. B. bei Demenz) sollten die Spiele leichter sein und stärker auf Sinneswahrnehmungen setzen: Bild- und Symbolkarten statt langer Texte, einfache Regeln, größere Spielmaterialien. So können etwa bei Memory-Spielen größere Bilder auf festen Karten genutzt werden, und beim Würfelspiel ist nur eine einfache Ein-Schritt-Bewegung erforderlich. Auch taktile oder multisensorische Gedächtnisspiele sind hilfreich: Zum Beispiel kann ein Fühl-Memory mit unterschiedlichen Materialien (Stoff, Holz, Gummi) gespielt werden, sodass die Bewohner die Paare erfühlen. Ein Geruchs-Memory mit vertrauten Düften (Kaffee, Zimt, Lavendel) spricht ebenfalls das Gedächtnis auf anderen Ebenen an.

Der Schwierigkeitsgrad sollte langsam gesteigert werden: Beginnen Sie mit einfachen Aufgaben, und erhöhen Sie die Komplexität erst, wenn die Senioren Erfolge erzielen. Wichtig ist, Über- und Unterforderung zu vermeiden. Bei Demenzkranken sind regelmäßige Rituale und Wiederholungen nützlich, etwa immer zu Beginn derselben Tageszeit eine bekannte Übung zu machen. Beim Einsatz von Bildern oder Karten sollten Motive gewählt werden, die vertraut sind (z. B. alte Möbel, Tiere oder bekannte Fahrzeuge aus der Kindheit). Insgesamt gilt: Je mehr Sinne (Sehen, Hören, Tasten) angesprochen werden und je lebensnaher die Inhalte, desto eher bleibt die Übung im Gedächtnis haften. Die Betreuenden beobachten dabei laufend, welche Varianten besonders gut ankommen, und passen entsprechend an.

Praxisaktivierungen: Gedächtnistrainingsideen

Die folgenden Praxisaktivierungen geben konkrete Beispiele für Gedächtnisspiele. Jede Aktivität enthält eine Materialliste, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein Umsetzungsbeispiel mit Variationen für unterschiedliche Gruppen:

Obst- und Gemüse-Sortierspiel

Materialliste: Verschiedene (plastische oder echte) Obst- und Gemüsesorten oder Bilder davon, 2–3 Körbchen/Kisten.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Legen Sie die Obst- und Gemüsesorten durcheinander auf einen Tisch.

  2. Teilen Sie die Senioren in kleine Gruppen (z. B. 3–4 Personen) oder spielen Sie einzeln.

  3. Erklären Sie die Aufgabe: Die Teilnehmenden sollen das Gemüse nach einem Merkmal sortieren, z. B. nach Farbe (grün, rot, gelb), nach Form (rund, lang) oder nach Größe (groß/klein).

  4. Geben Sie ein Beispiel (z. B. eine Tomate in den roten Korb legen). Achten Sie darauf, dass alle Senioren die Regeln verstehen.

  5. Starten Sie das Spiel: Die Senioren ordnen nacheinander ein Stück zu und erklären es kurz.

  6. Nach Abschluss kontrollieren alle gemeinsam, ob korrekt sortiert wurde, und loben Sie richtige Zuordnungen.

Umsetzungsbeispiel: In einer Seniorengruppe mit normalen kognitiven Fähigkeiten funktio­niert die Aufgabe gut als Wettbewerb: Welche Gruppe sortiert am schnellsten? Bei stärker eingeschränkten Senioren vereinfachen Sie das Spiel, indem Sie nur zwei Kategorien wählen (z. B. „Obst“ vs. „Gemüse“). Varianten: Für Einzelbetreuung kann man nur eine Kategorie wechseln lassen, etwa alle roten Früchte zeigen und dann aufdecken lassen. Für demenzbetroffene Personen eignen sich besonders plakative Bilder oder Plastikobst, das Sie anfassen können.

Kleidungssortieren

Materialliste: Ein kleiner Kleiderständer mit leicht an- und auszuziehenden Kleidungsstücken oder gefaltete Kleidungsstücke (Schal, Mütze, Handschuhe, Socken usw.), Kisten oder Eimer zur Ablage.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Stellen Sie die Kleidungsstücke nach dem Zufallsprinzip auf dem Stuhl oder Tisch bereit.

  2. Erklären Sie den Senioren, dass sie die Kleidung nach einem bestimmten Merkmal zuordnen sollen, z. B. nach Art (Kopf, Hände, Füße, Oberkörper) oder nach Farbe.

  3. Der erste Senior wählt ein Kleidungsstück aus und nennt die Kategorie, bevor er es ablegt (z. B. „Das ist eine Mütze, die kommt auf den Kopf-Platz“).

  4. Der Nächste macht weiter, bis alle Teile einsortiert sind.

  5. Besprechen Sie gemeinsam, ob alles richtig eingeordnet wurde.

Umsetzungsbeispiel: Bei einer Gruppe kann man daraus ein Ratespiel machen: Ein Betreuer ruft „Alle, die einen Schal in der Hand haben, werfen ihn in den Schal-Korb!“ Für Personen mit leichter Demenz reduziert man die Kategorien (z. B. nur „Oberkörper“ und „Unterkörper“). Bei Einzelbetreuung kann man das Spiel auch mit Teilnehmenden als Rollenspiel durchführen, z. B. indem der Senior eine Mütze aufsetzt und sagt, wozu sie gehört.

Zuordnungsspiel „Alltags-Paare“

Materialliste: Bildkarten oder Gegenstände zu bekannten Paaren (z. B. Stuhl/Tisch, Uhr/Uhrwerk, Socke/Schuh, Tasse/Untertasse), Laminat oder dickes Papier zur Veranschaulichung.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Legen Sie die Bildkarten mit den einzelnen Gegenständen verdeckt auf den Tisch.

  2. Der Teilnehmer deckt nacheinander zwei Karten auf und versucht, Paare zu bilden (z. B. Kaffee und Kaffee-Bohnen oder Blume und Vase).

  3. Sind die Karten ein Paar (Hauptsache zu Nebenheit), darf er sie behalten; wenn nicht, legt er sie wieder verdeckt zurück und ein anderer ist an der Reihe.

  4. Das Spiel geht weiter, bis alle Paare gefunden sind.

  5. Gemeinsam besprechen, welche Gegenstände zusammengehörten, ggf. mit kurzen Erläuterungen.

Umsetzungsbeispiel: In einer Kleingruppe kann man den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem man die Stücke abwechselnd umdreht und die Gruppe sich merken muss, wo welches Bild liegt. Für Senioren mit Demenz vereinfachen Sie mit deutlicheren Bildern oder echten Gegenständen zum Anfassen. Variationen: Man kann ähnliche Spiele mit anderen Zuordnungsaufgaben spielen, z. B. Bilder verschiedener Tierbabys und deren Mütter (Hundewelpe – Hund).

Bildkarten-Memory

Materialliste: Ein Memory-Spiel mit großen Bildkarten oder ein selbst hergestelltes Memory (zwei Mal gleiche Bildpaare), alternativ passende Bilder auf Papier gedruckt.
Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Mischen Sie die Karten und legen Sie sie verdeckt auf den Tisch.

  2. Die Senioren spielen reihum: Wer am Zug ist, deckt zwei Karten auf.

  3. Zeigen die Bilder zueinander passende Gegenstände oder Motive, darf der Spieler die Karten behalten und nochmals aufdecken.

  4. Andernfalls werden die Karten wieder umgedreht. Jeder muss sich merken, wo welches Motiv lag.

  5. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Paare gesammelt hat.

Umsetzungsbeispiel: Bei einer Seniorengruppe kann das klassische Memory motivierend wirken. Wählen Sie ein altersgerechtes Thema (z. B. alte Auto-Modelle, einheimische Vögel oder Familienspiele). Für Menschen mit beginnender Demenz eignen sich größere Karten mit wenigen, gut erkennbaren Bildern und maximal 5–6 Paaren. Eine Alternative ist ein Fühl-Memory: Die Karten sind mit verschiedenen Stoffen oder Oberflächen beklebt (Tuch, Gummi, Sandpapier) – die Senioren ertasten ein Muster und suchen das passende Paar.

Tast-Memory mit Gegenständen

Materialliste: Ein Beutel oder Tuch, in dem sich mehrere Gegenständepaare befinden (z. B. Bürste/Kamm, Topf/Löffel, Würfel/Zahnstocher, Stofffetzen/Briefmarke – jeweils 2 gleiche oder passende Stücke), ein Tuch zum Abdecken.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Verstecken Sie je zwei identische oder zusammengehörige Gegenstände in einem undurchsichtigen Sack.

  2. Ein Teilnehmer nimmt verdeckt einen Gegenstand heraus und ertastet ihn, ohne hinzuschauen.

  3. Er beschreibt den Gegenstand mit ein paar Worten („Dieses Ding hat weiche Borsten…“).

  4. Ein anderer Teilnehmer oder die Gruppe rät mit, bis die zweite Hälfte des Paares gefunden ist (z. B. „Ist es vielleicht ein Kamm?“).

  5. Sind beide gefunden, folgt der nächste. Ziel ist es, möglichst alle Paare zu ertasten.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel kann gut einzeln oder in Zweiergruppen gespielt werden. Für Hochbetagte oder Personen mit Sehbeeinträchtigung eignet es sich besonders, da taktiles Erkennen angesprochen wird. Bei intakten Teilnehmern kann man die Gegenstände als Quiz gestalten: Jemand tastet ein Objekt, nennt einige Eigenschaften, und die anderen müssen das Gegenstandspaar finden. Varianten: Man kann statt Gegenständen auch verschiedene Materialien in dicken Umschlägen ertasten lassen (z. B. Schmirgelpapier vs. Samt) und so ein Gefühlsmemory spielen.

Geräusche-Memory

Materialliste: Kleine Alltagsgegenstände, die typische Geräusche erzeugen (z. B. Schlüsselbund, Glöckchen, Münze, Knisterfolie, Wasserflasche), doppeltes Set dieser Gegenstände; aufgeschriebene Hinweise (optional).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Stellen Sie die Gegenstände versteckt hinter einer Sichtblende oder in einem Sack bereit, so dass man sie nur hören, nicht sehen kann.

  2. Ein Teilnehmer schüttelt oder betätigt einen Gegenstand heimlich, und die anderen sollen erraten, um welches Objekt es sich handelt (z. B. „Klingelt das Glöckchen?“).

  3. Wird das Objekt richtig genannt, erhält der Spieler einen Punkt. Dann ist der nächste an der Reihe.

  4. Mit zunehmendem Erfolg können zwei Teilnehmer gleichzeitig Hörproben anbieten, und die Gruppe sucht passende Paare (zwei ähnliche Geräusche).

  5. Alternativ: Zwei identische Gegenstände werden gleichzeitig geschüttelt; die Gruppe versucht, beide Klänge als „Paar“ zu erkennen.

Umsetzungsbeispiel: In einer geselligen Runde stellen Sie einfache Geräusche dar („Klang-Törtchen“). Für Senioren mit Demenz sind vertraute Geräusche am besten – z. B. Münzen rasseln oder Schlüssel klimpern. Ältere Teilnehmer, die noch gut hören, können das Spiel auch als Ratespiel gestalten. Für Menschen mit Hörproblemen kann man Vibrationen oder leichtes Klopfen übernehmen (zwei Plättchen). Variation: Ein Hör-Memory kann analog zum Fühl-Memory gestaltet werden: In jeweils zwei kleinen Dose gibt es denselben Inhalt (Reiskörner, Sand, Muscheln) und die Senioren sollen die beiden mit gleichem Inhalt durch Geräusch erkennen.

Geruchsmemory

Materialliste: Zwei Sätze identischer Duftproben (z. B. Gewürze, Kräuter, Kaffee, Lavendel, Zitrusschalen) in kleinen undurchsichtigen Behältern, Tuch zum Abdecken.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Bereiten Sie mehrere Duftpaar-Proben vor (je zweimal derselbe Geruch) und stellen Sie sie verdeckt auf den Tisch.

  2. Ein Teilnehmer deckt einen Behälter auf und riecht daran; die anderen dürfen den Geruch nicht sehen.

  3. Dann deckt ein zweiter Teilnehmer einen Behälter auf und prüft, ob der Geruch übereinstimmt.

  4. Falls beide den gleichen Duft riechen, dürfen sie das Paar behalten. Stimmen sie nicht überein, werden beide Gerüche wieder abgedeckt.

  5. Der nächste Spieler kommt an die Reihe.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel ist besonders für Gruppen mit fortgeschrittener Demenz geeignet, da der Geruchssinn oft länger erhalten bleibt. Nutzen Sie bekannte Düfte aus der Lebenswelt der Senioren (z. B. Kaffee-, Zimt-, Orangen- oder Rosenaromen). Für klarere Erinnerungsanker schreiben Sie kleine Hinweise oder Symbole auf die Gefäße (z. B. ein Bild einer Orange). In der Ausführung variieren Sie die Anzahl der Paare je nach Konzentrationsfähigkeit (2–5 Paare). Variation: Ein Geruchsmemory kann einzeln gespielt werden, indem Sie nacheinander verschiedene Düfte schnuppern und den Senior bitten, sich zu merken, in welcher Reihenfolge sie kamen – z. B. „Ich habe zuerst Ananas gerochen, dann Vanille…“.

Foto-Detail-Quiz

Materialliste: Ein bis zwei Fotografien mit vielen Details (z. B. ein Bild von einem Marktplatz, einem Park oder einer Menschenmenge) in Großformat (ab 20×30 cm).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Zeigen Sie den Senioren das Foto für etwa 1–2 Minuten. Bitten Sie sie, sich möglichst viele Details einzuprägen (Farben, Gegenstände, Aktivitäten).

  2. Decken Sie das Foto ab oder nehmen Sie es weg.

  3. Stellen Sie Fragen zu Einzelheiten im Bild, z. B. „Welche Farbe hatte das Auto im Hintergrund?“ oder „Wie viele Personen trugen Hüte?“.

  4. Die Senioren antworten reihum oder teilen sich in Teams auf. Geben Sie Hilfestellungen, falls nötig.

  5. Klären Sie nach jeder Antwort auf, ob sie korrekt war, und lassen Sie das Foto erneut sehen, um die Erinnerung zu festigen.

Umsetzungsbeispiel: Bei einer Gruppe können Sie Punkte vergeben (spielerisches Quiz). Für Senioren mit Demenz verwenden Sie einfachere Bilder und ermöglichen maximal fünf bis sechs Stichfragen. Bei Einzelbetreuung kann man das Spiel als Gesprächsanlass nutzen: Ein Foto aus dem Familienalbum betrachten und den Senioren nach darin vorkommenden Personen oder Gegenständen fragen. Variation: Man kann auch aus einem gemalten Bild oder Kinderzeichnungen Fragen erfinden („Was hat der Mann ganz rechts für ein Tier?“, „Wie viele Blumen wachsen im Gras?“).

Bilderpuzzle (Großteil-Puzzle)

Materialliste: Ein einfaches Puzzle mit wenigen großen Teilen (etwa 4–8 Teile) mit einem gut erkennbaren Motiv. Alternativ: Ein Bild in vier Teile zerschneiden.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Mischen Sie die Puzzle-Teile und zeigen Sie das vollständige Motiv (gegebenenfalls auf einem zweiten Bild) vor Beginn.

  2. Die Senioren setzen gemeinsam das Puzzle zusammen: Jeder sucht nacheinander nach einem passenden Teil und legt es an die richtige Stelle.

  3. Unterstützen Sie bei Bedarf, indem Sie gewisse Teile benennen oder Hinweise geben („Wo könnte dieser Himmel passen?“).

  4. Hat jeder ein Teil dazugelegt, besprechen Sie das fertige Bild gemeinsam.

Umsetzungsbeispiel: Ein Puzzle mit einem bekannten Motiv (z. B. einem Stadtbild oder einer Landschaft, die die Senioren kennen könnten) weckt Erinnerungen. Für besser konzentrierte Teilnehmer kann man mehr Teile verwenden oder kleinere Puzzleteile. Bei kognitiv eingeschränkten Senioren bietet man nur zwei bis vier Teile an. Weitere Variation: Nach dem Puzzle legen Sie eine Frage zum Bild: „Was macht die Frau auf diesem Bild?“ oder „Wo könnten die Personen hingehen?“ – dies fördert zusätzlich das Erinnern und Sprechen.

Teilbild aufdecken (Würfel-Würfeln)

Materialliste: Ein Foto oder Bild in vier gleiche Teile zerschnitten, ein Würfel. Auf jedem Würfelwert ist eine Bildkarte festgelegt (1–4 korrespondieren mit den vier Bildteilen).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Decken Sie alle vier Bildteile ab (oder halten Sie sie verdeckt).

  2. Bestimmen Sie eine Reihenfolge: Jeder Teilnehmer würfelt einmal.

  3. Die gewürfelte Zahl zeigt an, welches Bildteil er aufdecken darf (z. B. „Du darfst Teil Nummer 3 zeigen“).

  4. Alle Teilnehmer sehen sich das neue Teil an. Dann würfelt der nächste weiter.

  5. Ziel ist, das Bild vollständig aufzudecken. Jede Person kann dabei kommentieren, was ihr auffällt.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel verbindet Zufall mit Gedächtnis. In der Gruppe kann man nacheinander würfeln und das Bild gemeinsam entdecken. Für Demenzkranke kann man die Bildausschnitte größer machen und nur zwei Teile einführen (nur Würfel 1–2). Schwieriger wird es, wenn man die Abdeckung variieren lässt – z. B. nimmt man einen Teil wieder weg und der nächste muss dann erraten, welches fehlt (Variante „Was fehlt?“). Eine weitere Variation: Verwenden Sie Fotos aus der Vereins- oder Ortsteilchronik. Beim Aufdecken erinnert man sich an frühere Geschichten (“Das ist doch unser altes Rathaus!”).

Koordinationsspiel mit Würfel und Bewegung

Materialliste: Ein Spielwürfel, Stuhl oder bequemer Platz zum Sitzen. Liste von 4 einfachen Bewegungsanweisungen.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Legen Sie vier Aktionen fest, z. B.:

    1. Linke Hand an rechtes Knie legen,

    2. Rechte Hand an linkes Knie legen,

    3. Linke Hand an linke Schulter legen,

    4. Rechte Hand an rechte Schulter legen.

  2. Jeder Senior sitzt bequem und schaut der Betreuerin zu.

  3. Die Betreuerin würfelt und nennt die Zahl laut. Alle müssen die zugeordnete Aktion ausführen (z. B. „Zahl 3 – legt eure linke Hand an die linke Schulter“).

  4. Wiederholen Sie die Aktionen langsam, sodass jeder folgen kann.

  5. Nach einigen Durchgängen kann man die Geschwindigkeit leicht erhöhen oder die Reihenfolge ändern.

Umsetzungsbeispiel: Diese Übung aus der Ganzheitlichen Aktivierung fordert das Gedächtnis zusätzlich durch Bewegung. In einer Gruppe machen viele Senioren gleichzeitig mit, es fördert Motorik und Aufmerksamkeit. Bei einzelnen Personen kann man die Aktionen langsamer durchführen und jede Bewegung einzeln erklären. Variationen: Für kognitiv fitte Teilnehmer steigern Sie die Schwierigkeit, indem Sie die Aufgaben in einer anderen Reihenfolge ansagen oder selbst Aufgaben erfinden (z. B. „Hand an Stirn“, „Schnipp mit den Fingern“). Für stark Eingeschränkte reduzieren Sie auf nur zwei Bewegungen (z. B. nur die Knie-Aktionen).

Würfel-Bingo

Materialliste: Große Vorlage für Zahlen-Bingo (z. B. 4×4 Felder mit Zahlen 1–16), ein Würfel, Abdeckmarker oder Chips.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Jeder Senior erhält eine Bingo-Karte und einige Chips.

  2. Nacheinander würfelt ein Teilnehmer. Die gewürfelte Zahl wird aufgerufen (z. B. „Zahl 5“).

  3. Alle Spieler suchen auf ihrer Karte die 5 und legen einen Chip darauf.

  4. Wiederholen Sie das Würfeln, bis jemand eine komplette Reihe (horizontal oder vertikal) gefüllt hat.

  5. Der erstejenige ruft „Bingo!“ und erhält ein kleines Lob.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel kombiniert Glück und Zahlengedächtnis. In einer Runde ist es sinnvoll, mit kleineren Zahlenbereichen zu arbeiten (z. B. nur Zahlen 1–9), damit jede gewürfelte Zahl auf den Karten vorkommt. Für Gruppen mit Demenzkranken kann man größere Chips und gut lesbare Karten einsetzen; falls gewürfelte Zahlen auf keiner Karte sind, nimmt man sie aus dem Spiel. Variation: Bei Einzelangebot können mehrere Würfel gleichzeitig geworfen werden und die Summe bestimmt die Zahl (z. B. 3+2 = 5).

Würfel-Quiz „Zahlen und Fakten“

Materialliste: Ein Würfel, eine Liste mit einfachen Quizfragen oder Aussagen (jeweils mit Zahlenanswer), z. B. Monatsanzahlen, Wochentagsabfragen, Wetterstatistiken.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Die Betreuerin stellt eine Frage (z. B. „Wie viele Monate hat das Jahr?“). Jeder, der eine Idee hat, merkt sie sich.

  2. Alle würfeln gleichzeitig. Die niedrigste gewürfelte Zahl bestimmt, wer zuerst antwortet.

  3. Die Reihenfolge wird klar: Wer die niedrigste Zahl geworfen hat, darf als Erster seine Antwort nennen. Danach kommt die Zweitniedrigste, usw.

  4. Die Person mit der richtigen oder kreativsten Antwort bekommt einen Punkt oder das Wort für die nächste Frage.

  5. Wechseln Sie nach einigen Runden das Thema.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel ist für Gruppen mit aufmerksameren Senioren gedacht. Sie üben sich an einfachen Wissensfragen (z. B. „Wie viele Tage hat der Februar in einem Schaltjahr?“). Die Würfelmechanik entscheidet, wer erinnert werden soll – das macht es fair und zufällig. Für Senioren mit Demenz entfallen lange Fragen: Man kann einfach die Aufgabe stellen „Zähle im Kopf von 1 bis 5“, würfeln und abfragen. Variation: Statt Quizfragen kann das Würfelspiel auch Bewegungen festlegen (z. B. jede Zahl steht für eine Gymnastikübung), was zusätzlich den Körper trainiert.

Satzergänzungen (Geschichtenkette)

Materialliste: Keines (nur Stift/Papier optional, das Spiel kann mündlich stattfinden).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Die Senioren sitzen im Kreis. Die Betreuerin beginnt einen Satz, z. B. „Es war einmal ein kleines Boot auf dem Meer…“.

  2. Der nächste Senior ergänzt den Satz, indem er weiterspinnt, z. B. „…und es wurde von einer großen Welle erfasst.“

  3. Reihum fügt jeder einen Satz hinzu, bis die Geschichte endet oder ein Thema abgeschlossen ist.

  4. Sorgen Sie für Abwechslung: Der Anfang kann lustig, rätselhaft oder spannend gestaltet werden.

  5. Am Schluss wird die erfundene Geschichte noch einmal von der Gruppe zusammengefasst.

Umsetzungsbeispiel: Dieses kreative Spiel fördert Sprachverständnis und Fantasie. In einer Gruppe entsteht so gemeinsam eine Märchengeschichte, was viel Freude bringt. Für Einzelgespräche kann auch eine Betreuungskraft mitspielen und den Senior abwechselnd ergänzen lassen. Schwierige Variante: Der Sitznachbar soll jeden Satz direkt vorlesen können, was das visuelle Gedächtnis einbindet. Leichtere Variante: Schreiben Sie jedem Senior einen Satzanfang auf Karteikarten, die er der Reihe nach lesen muss (selbst wenn er nicht selbst spricht). Eine weitere Möglichkeit: Verwenden Sie ein Thema aus dem Alltag („Beim Marktbesuch“, „Weihnachten“), damit die Senioren vertraute Anknüpfungen haben.

Reimwörter finden

Materialliste: Liste von einfachen Wörtern (Nomen oder Verben) oder Bildkarten dazu, eventuell ein Blatt Papier und Stift zur Wörterauflistung.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Nennen Sie den Gruppenmitgliedern ein Wort, das sich reimt, z. B. „Buch“.

  2. Reihum müssen die Senioren nun ein weiteres Wort finden, das auf „-uch“ endet (z. B. „Tuch“, „Zug“ umgedeutet).

  3. Jeder sagt seinen Reimlaut laut, die Gruppe hilft ggf., wenn ein neuer Reim gefunden wird.

  4. Besprechen Sie am Ende, welche neuen Wörter entstanden sind.

  5. Wiederholen Sie das Spiel mit anderen Anfangswörtern.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Gedächtnisspiel schult das phonologische Bewusstsein. In einer aktiven Runde merkt man, wie viele Wörter aus dem Alltag zusammenkommen. Für Senioren mit Demenz wählt man zunächst leichte Beispiele („Baum – Traum“). Um es interaktiver zu machen, schreiben manche Gruppen die Reimwörter auf und präsentieren sie. Für Alleinspiele kann der Senior ein Bild sehen (z. B. einen Apfel) und laut Reimwörter nennen. Eine stärkere Variante: Bitten Sie, Reimwort-Geschichten zu erfinden (je drei Reim-Paare in einem Satz).

Sprichwörter vervollständigen

Materialliste: Kärtchen mit bekannten Sprichwörtern, bei denen ein Wort fehlt (z. B. „Morgenstund hat Gold im Mund“ ist auf Kärtchen geschrieben mit Lücke). Alternativ: Zettel und Stift.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Lesen Sie den Senioren ein Sprichwort vor, das eine Lücke enthält (oder zeigen Sie es auf der Karte).

  2. Die Senioren versuchen reihum oder gemeinsam, die fehlende(n) Worte zu ergänzen.

  3. Wer es löst, erhält Punkte oder kleine Anerkennung. Erklären Sie danach gemeinsam die Bedeutung.

  4. Der nächste Spieler kann ein neues Sprichwort beitragen oder die Betreuerin nennt das nächste.

Umsetzungsbeispiel: Da bekannte Sprichwörter meist lange im Gedächtnis bleiben, macht dieses Spiel auch bei Demenzerkrankten Spaß. In einer Gruppe werden gerne Sprichwörter gewählt, die alle gemeinsam kennen (z. B. „Eile mit Weile“). Für Einzelspiele kann die Betreuungskraft das Sprichwort auf eine Tafel schreiben und den Senior bitten, es laut zu vervollständigen. Varianten: Verwenden Sie Themen (z. B. Saisonende, Werkzeuge) und verändern Sie die Sprichwörter humorvoll, sodass die Senioren kreativ mitdenken müssen.

Liedtexte ergänzen (Volkslieder-Quiz)

Materialliste: Texte zu bekannten Volksliedern oder Schlagern, bei denen einzelne Wörter weggelassen wurden, evtl. ein Radio oder Gesangbuch.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Wählen Sie ein bekanntes Lied, das alle Senioren mitsingen können. Lesen Sie oder zeigen Sie den Text mit Lücken für bestimmte Wörter (z. B. „Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle – (ihr wisst es bestimmt)“).

  2. Singen Sie die Melodie leicht an oder summen Sie die Melodieführung.

  3. Die Teilnehmer sollen nun die fehlenden Wörter laut ergänzen.

  4. Im Anschluss singen Sie gemeinsam das Lied komplett.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel verbindet kognitive und emotionale Aktivierung – bekannte Melodien aus Jugendtagen wecken oft starke Erinnerungen. In einer Gruppe klappt das meist gut, weil ein Teil des Textes vorgegeben ist. Für stark Demenzkranke kann man die Wörter auch einzeln singen und sie nachsprechen lassen. Variationen: Man kann Liederrätsel einsetzen – zum Beispiel nur den Titel nennen lassen oder Teile durcheinander würfeln (z. B. Titelnamen auf Karten), die Senioren setzen wieder zusammen.

Liederraten (Musikmemory)

Materialliste: Ein MP3-Player oder Musikquelle mit bekannten Liedern aus dem Seniorenalter (z. B. Schlager, Volkslieder), Lautsprecher.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Spielen Sie den Senioren einen kurzen Hörabschnitt eines vertrauten Liedes vor (z. B. 10–15 Sekunden des Refrains).

  2. Die Senioren benennen den Liedtitel oder den Interpreten.

  3. Für richtige Antworten gibt es Punkte oder Applaus. Dann wird das nächste Lied gewählt.

  4. Wiederholen Sie das Spiel mit verschiedenen Liedern.

Umsetzungsbeispiel: Musik weckt Gefühle und Erinnerungen. Ein Liederratespiel im Kreis schult das Gedächtnis für Melodien und Titel. In einer Gruppe darf jeder einmal versuchen, bevor weitergespielt wird. Für Einzelbetreuung können Sie das Lied leiser oder in ungewöhnlicher Reihenfolge vorspielen (z. B. erst das Ende, dann der Anfang) und den Senior fragen, ob er es erkennt. Varianten: Statt Lieder kann man auch kurze Hörtexte (z. B. Dialogzeilen aus Filmen) verwenden.

Koffer-packen (Wortkette)

Materialliste: Keine (Tafel und Kreide optional, um die Wörter mitzuschreiben).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Ein Teilnehmer beginnt mit dem Satz: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“ gefolgt von einem Gegenstand, z. B. „…einen Regenschirm.“

  2. Der nächste Teilnehmer wiederholt den Satz inklusive des vorherigen Gegenstandes und fügt ein neues Wort hinzu: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit einen Regenschirm und eine Zahnbürste.“

  3. Reihum wiederholt jeder die gesamte Kette und ergänzt jeweils einen neuen, zugehörigen Gegenstand.

  4. Wer einen Gegenstand vergisst oder ein Wort falsch nennt, scheidet aus oder macht eine Pause.

Umsetzungsbeispiel: Dieses klassische Merkspiel trainiert nacheinander das Kurzzeitgedächtnis und die Aufmerksamkeit. Für Demenzbetroffene kann die Liste verkürzt werden (z. B. nur zwei Wörter), oder man verwendet Bilder zum Erinnern. Bei Gruppen kann man in Teams gegeneinander spielen. Variante: Anstatt Reiseutensilien nimmt man Themen („Im Garten“: Spaten, Gießkanne usw.).

Wort-Assoziationsrunde

Materialliste: Keine oder Zettel mit Thema (optional).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Der Moderator nennt ein Thema oder ein Schlüsselwort (z. B. „Sommer“).

  2. Reihum sagt jeder Senior ein Wort, das ihm dazu spontan einfällt (z. B. „Hitze“, „Sonne“, „Urlaub“).

  3. Jeder wiederholt vorherige Begriffe kurz, um nichts zu vergessen, und fügt seinen eigenen hinzu.

  4. Nach einer Runde besprechen alle gemeinsam die genannten Begriffe.

Umsetzungsbeispiel: Assoziationsspiele wecken oft persönliche Erinnerungen und Anknüpfungspunkte. In der Gruppe animiert die Runde zum Nachdenken: Ein Betreuer kann Themen auf Karten schreiben („Herbst“, „Feste“, „Gemüse“). Für demenzerkrankte Personen empfiehlt sich ein Thema mit emotionalem Bezug (z. B. Früchte im eigenen Garten). Schwieriger: Man kann auch eine Form von Memory daraus machen, indem Wörter gesammelt und gemerkt werden müssen.

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ (Objekterinnerung)

Materialliste: Eine Sammlung kleiner Gegenstände (z. B. Kugelschreiber, Brille, Schlüsselbund, Muschel, Blume).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Legen Sie 5–7 Gegenstände sichtbar vor die Senioren. Lassen Sie sie genau anschauen.

  2. Nach ca. 1 Minute werden die Gegenstände verdeckt oder weggenommen.

  3. Fragen Sie nun die Senioren: „Welcher Gegenstand fehlt?“ oder „Nenne alle Dinge, die du gesehen hast.“

  4. Lassen Sie jeden reihum antworten. Helfen Sie mit Hinweisen, falls jemand nicht weiterkommt.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Konzentrations- und Merkspiel ist beliebt und erfordert nur wenig Material. In der Gruppe entsteht ein kurzweiliges Ratespiel („Der Schlüssel ist weg!“). Bei Einzelbetreuung kann man das Spiel schwieriger machen, indem immer ein weiterer Gegenstand hinzugefügt wird. Für Demenzkranke reduziert man die Anzahl auf 3–4. Variationen: Man kann auch Dinge im Raum verbergen und Schritt für Schritt wieder dazu nehmen.

„Was fehlt?“ (Konzentrationsspiel)

Materialliste: Mehrere verschiedene Gegenstände (z. B. Handy, Brille, Uhr, Stifte, Tasse) auf einem Tablett.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Legen Sie die Objekte vor den Senioren sichtbar auf ein Tablett. Geben Sie ihnen eine Minute, um sich alle Gegenstände einzuprägen.

  2. Decken Sie die Gegenstände mit einem Tuch ab und entfernen Sie unbemerkt einen Gegenstand.

  3. Nehmen Sie das Tuch weg und fragen Sie: „Was fehlt?“

  4. Die Senioren nennen einen nach dem anderen mögliche fehlende Objekte.

  5. Besprechen Sie, ob der Ratende richtig lag, und zeigen Sie den fehlenden Gegenstand.

Umsetzungsbeispiel: Auch dieses Spiel eignet sich gut für kleine Gruppen. Sie können schwächere Teilnehmer zunächst einfach nur auf das Fehlen hinweisen („Etwas Gekrümeltes?“), um Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Für fitte Senioren erhöhen Sie die Anzahl der Gegenstände. Eine Variation: Anstatt Objekte kann man Bilder in einer Collage verstecken lassen.

Namens- und Gesichter-Memory

Materialliste: Fotos der mitspielenden Senioren oder des Betreuungspersonals (je Person 2 Kopien), Karten mit den Namen der Personen.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Zeigen Sie den Fotos aller Teilnehmer einmal gemeinsam und nennen Sie dabei ihre Namen.

  2. Legen Sie die Fotos verdeckt aus wie beim Memory-Spiel. Jeder Teilnehmer deckt zwei Karten auf.

  3. Stimmen Name und Gesicht einer Person zusammen, darf er die Karten behalten. Sonst werden sie verdeckt zurückgelegt.

  4. Reihum spielen, bis alle Paare gefunden sind.

Umsetzungsbeispiel: Dieses personalisierte Memory festigt die Gemeinschaft und ist gleichzeitig kognitives Training. Für sehr verwirrte Personen sind große, bunte Fotos hilfreich. In einer Kleingruppe kann man das Spiel kooperativ gestalten: Jeder hilft, wenn jemand sich nicht erinnert. Variationen: Anstelle echter Fotos können generische Symbole (z. B. ein Äpfel-Symbol für Anna) eingesetzt werden.

Bewegungsabfolge merken (Simon-Says-Variante)

Materialliste: Keine (evtl. ein kleines Schlaginstrument oder Rhythmisierungsgerät).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Geben Sie eine einfache Bewegung (oder Klang) vor, z. B. Händeklatschen. Alle Senioren machen die Bewegung.

  2. Fügen Sie eine zweite Bewegung (z. B. Schnippen mit den Fingern) hinzu; die Teilnehmer wiederholen beide in der richtigen Reihenfolge.

  3. Dann die dritte Bewegung (z. B. einmal auf den Tisch trommeln). Die Senioren wiederholen nun alle drei Schritte der Reihe nach.

  4. Setzen Sie so lange fort, bis jemand einen Fehler macht. Beginnen Sie mit dieser Person neu, oder reduzieren Sie die Sequenz wieder.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel schult auditorisches und motorisches Gedächtnis. Für Senioren mit Demenz sind maximal 3 Schritte sinnvoll. Bessere Teilnehmer können 5 oder mehr Schritte versuchen. Varianten: Anstelle von Klatschen und Schnippen kann man auch Rufe (Hallohallohallo) oder rhythmische Geräusche verwenden.

Klangfolgen merken

Materialliste: Zwei oder mehr verschiedene Glocken, Rasseln oder Schlaginstrumente.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Die Betreuerin schlägt eine Sequenz auf verschiedenen Instrumenten an (z. B. Glocke, Rassel, Trommel).

  2. Die Senioren hören aufmerksam zu. Dann ist ein Senior an der Reihe, die Klangfolge zu wiederholen.

  3. Beginnen Sie mit zwei Schlägen, steigern Sie allmählich.

  4. Jeder erfolgreiche Nachspieler fügt zur Abwechslung selbst einen Klang hinzu.

Umsetzungsbeispiel: Hier ist das akustische Gedächtnis gefragt. Für ältere Teilnehmer kann man die Folge sichtbarer machen, indem die Betreuerin beim Schlagen jeweils das Instrument hochhält. Für Demenzkranke begrenzen Sie sich auf kurze Folgen (z. B. Glocke dann Rassel). Eine Variante für Gruppen: Bilden Sie Teams und lassen Sie sie in Wettstreit treten, welches Team eine vorgegebene Melodie korrekt nachahmt (z. B. ein einfaches Weihnachtslied).

Zahlenbingo

Materialliste: Bingo-Karten mit Zahlen oder Symbolen (je Senior eine Karte), Chips oder Marker. (Analog zu Aktivierung 12, aber mit schwierigeren Zahlenformaten.)

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Jeder Senior erhält eine Bingo-Karte (z. B. 5×5 Felder) mit Zahlen. Ein Betreuer liest oder würfelt Zahlen vor.

  2. Bei vorgelesener Zahl deckt jeder Teilnehmer die entsprechende Position auf seiner Karte ab.

  3. Wer zuerst eine Reihe (horizontal, vertikal oder diagonal) vollmarkiert, ruft „Bingo!“ und gewinnt die Runde.

Umsetzungsbeispiel: Im Vergleich zu Würfel-Bingo können hier auch größere Zahlen (z. B. 2-stellige) oder mathematische Aufgaben (z. B. 5+3 statt „8“) eingesetzt werden. Für Senioren mit sehr eingeschränkter Rechenleistung bieten Sie vereinfachte Varianten: statt rechnen einfache Additionen oder nur 1 bis 12. Variation: Zahlen können auch durch Bildchen dargestellt sein, z. B. Feld 12 zeigt zwölf Sterne.

Rechenaufgaben-Wettbewerb

Materialliste: Einfache Rechenaufgaben auf Zetteln (Plus, Minus, evtl. Rechenwerkzeug).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Stellen Sie schriftlich oder mündlich einfache Rechenaufgaben (z. B. 7+5, 9–4).

  2. Bitten Sie die Senioren, die Lösung kurz im Kopf auszurechnen oder aufzuschreiben.

  3. Reihum gibt jeder seine Antwort bekannt. Diskutieren Sie Lösungen gemeinsam.

  4. Variieren Sie die Aufgaben: manchmal Mathematik, manchmal Alltagsaufgaben („Wenn jeder 4 Kekse bekommt, wie viele braucht man für 3 Personen?“).

Umsetzungsbeispiel: Dieses Gedächtnisspiel für das Kurzzeitgedächtnis kann als Einzel- oder Gemeinschaftsübung erfolgen. Für fitte Senioren können Sie kniffligere Rechenreihen stellen oder Zeitlimits einführen. Bei Demenzkranken geht es mehr um das „Denken im Kopf“ als richtige Lösung – nutzen Sie lebensnahe Aufgaben (Datum berechnen, Uhrzeiten).

Telefonnummern merken

Materialliste: Beispiel-Telefonnummern (können fiktiv sein), Papier und Stift.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Schreiben Sie eine Telefonnummer (z. B. 6–8 Ziffern) auf. Zeigen Sie sie kurz den Senioren und verdecken Sie sie dann wieder.

  2. Die Senioren versuchen nun, sich die Zahlenfolge zu merken und sie aufzuschreiben oder zu sagen.

  3. Überprüfen Sie gemeinsam die genaue Reihenfolge der Ziffern.

  4. Mit steigendem Erfolg verlängern Sie die Nummer oder machen Pausen zwischen den Abschnitten (mehrere kürzere Blocks merken, z. B. 123-45-678).

Umsetzungsbeispiel: Dieses Training des Kurzzeitgedächtnisses kann spielerisch gestaltet werden: Eine „Geheimnummer“ wird der Gruppe diktiert und nach ein paar Sekunden wiederholt. Für Demenzkranke bietet es Erfolgserlebnisse, mit stark kürzeren Nummern zu beginnen und beispielsweise nur 3 Ziffern zu merken. Variationen: Statt Telefonnummern können auch Begriffe mit Ziffern gemischt werden („4Apfel7Haus2“), um assoziatives Denken zu fördern.

Daten und Fakten merken (Kalender-Quiz)

Materialliste: Kalender, Zeitung oder Liste mit historischen Ereignissen oder persönlichen Daten (Geburtstage).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Lesen Sie den Senioren ein Datum mit Beschreibung vor (z. B. „14. März – Geburtstag von Albert Einstein“).

  2. Bitten Sie die Senioren, sich das Datum zu merken. Nach ein paar Minuten decken Sie das Datum ab oder notieren es nur halb (z. B. „14. März – Geburtstag von ____“).

  3. Jeder versucht, die fehlende Information zu ergänzen (z. B. „Albert Einstein“).

  4. Variieren Sie das Spiel: Statt historischen Daten können persönliche Erinnerungen einbezogen werden (z. B. „8. September – Kennenlern-Treffen im Verein“).

Umsetzungsbeispiel: Durch Anknüpfen an Jahresdaten oder persönliche Ereignisse wird das Langzeitgedächtnis aktiviert. Für Senioren mit guter Merkfähigkeit kann man Fragen zu Feiertagen stellen („Welcher Feiertag ist am 3. Oktober?“). Bei Demenzkranken verwendet man nur sehr bekannte Daten (z. B. Feiertage) oder bespricht nur kurze Zeitabschnitte (zwei bis drei Jahresdaten).

Geld-Memory (Zahlen mit Geld)

Materialliste: Spielgeld (Münzen oder Geldscheine aus Plastik), selbstgemachte Karten mit Geldbeträgen in Zahlen.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Verteilen Sie vor den Senioren einige Spielgeldstücke (z. B. 1€, 2€, 5€) und entsprechende Karten (z. B. „€1“).

  2. Ein Teilnehmer nennt einen Betrag, z. B. „€3“. Die Gruppe setzt dazu passende Münzen oder Scheine zusammen (z. B. 1€+2€).

  3. Jeder reihum gibt eine Lösung an, danach wird gelöst verglichen.

  4. Steigern Sie die Schwierigkeit (mehrere Münzen, z. B. €7 oder Kombination €0,50+€1,50).

Umsetzungsbeispiel: Dieses Alltags-Merkspiel schult Rechnen und Gedächtnis. Für Demenzkranke beschränken Sie sich auf ein oder zwei Münzen. Bei normaler geistiger Verfassung können Sie Beträge bis €10 oder gemischte Scheine verwenden. Variation: Anstelle von Geldwerten können Preise auf Karten gezeigt werden, die Senioren müssen dann das passende Wechselgeld geben.

Tierpaare-Zuordnungsspiel

Materialliste: Bildkarten von Tieren und ihren Jungtieren (z. B. Huhn/Küken, Kuh/Kalb, Ente/Entenküken) oder echte Tierfiguren in doppelter Ausführung.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Mischen Sie die Karten oder Figuren und legen Sie sie verdeckt aus.

  2. Ein Senior deckt zwei Karten auf: Finden sie Tier und Jungtier eines Paares, bleiben sie liegen.

  3. Werden unterschiedliche Tiere aufgedeckt, werden sie wieder verdeckt.

  4. Ziel ist es, alle Tierpaare zu finden.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Zuordnungsspiel aus der Naturwelt weckt oft positive Erinnerungen an Bauernhof oder Zoo. In einer Gruppe sind 6–8 Paare gut geeignet. Für schwächere Senioren reduzieren Sie die Auswahl auf 3–4 Paare. Senioren mit Sehproblemen freuen sich über große Bildkarten oder Plastiktiere. Variationen: Anstelle von Tieren kann man Farbenpaare, Formenpaare oder Alltagsgegenstände-Paare (z. B. Stift/Stempelkissen) einsetzen.

Haushalts-Memory

Materialliste: Zwei Sätze kleiner Haushaltsutensilien (z. B. Löffel, Bürste, Teelöffel, Spülbürste).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Verstecken Sie je zwei gleiche Gegenstände in einem Sack oder unter Tüchern.

  2. Die Senioren greifen blind in den Sack und nennen, welchen Gegenstand sie ertastet haben.

  3. Wird das gleiche Teil noch einmal herausgeholt, legen sie dieses Paar beiseite.

  4. Das Memory-Spiel wird fortgesetzt, bis alle Paare gefunden sind.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Memory kombiniert Erinnerungsvermögen mit Alltagskenntnis. Für Demenzkranke verwenden Sie stark kontrastreiche Gegenstände (etwa Holzlöffel, farbige Spültücher). Bei klar hörenden Senioren ergänzen Sie, dass das Rausziehen eines Paares erlaubt ist. Eine Variation: Man kann das gleiche als Geruchs-Memory (mit Alltagsgerüchen) spielen oder beim Tasten zusätzlich Erraten lassen.

„Stadt-Land-Fluss“-Quiz

Materialliste: Schreibblätter, Stifte, vorgefertigte Kategorien (z. B. Stadt, Land, Fluss).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Nennen Sie gemeinsam Kategorien, z. B. Stadt, Land, Fluss, Autohersteller, Obstsorten.

  2. Die Teilnehmer schreiben los, sobald ein Buchstabe genannt wird („A“). Jeder denkt sich ein Wort pro Kategorie aus (z. B. „Berlin“, „Argentinien“, „Amazonas“).

  3. Wer zuerst alle Felder ausgefüllt hat, ruft „Stopp“. Danach werden die Antworten verglichen und besprochen.

  4. Jeder richtige Eintrag bekommt Punkte; lauteres, selteneres Wort erhält Bonus.

Umsetzungsbeispiel: Dieses klassische Spiel ist ein Kombinationsspiel aus Kreativität und Gedächtnis. Für Senioren mit Demenz kürzen Sie auf wenige Kategorien oder erlauben auch Wiederholungen (alle dürfen „Berlin“ schreiben). Bei klareren Teilnehmern können kreative Kategorien wie „Haustiere“, „Gemüsesorten“ hinzukommen. Variation: Statt Buchstaben kann man eine Themenrunde spielen (z. B. alle Begriffe zum Thema „Medizin“ aufschreiben).

Einkaufszettel merken

Materialliste: Eine kurze Einkaufsliste (5–7 Artikel), Papier und Stift (optional).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Lesen Sie den Senioren eine Einkaufs- oder Merklistennummernfolge vor (z. B. „Milch, Brot, Äpfel, Käse, Eier“).

  2. Die Teilnehmer versuchen, sich die Liste einzuprägen (Sie können sie sich aufschreiben, wenn gewünscht).

  3. Decken Sie die Liste ab und lassen Sie jeden reihum die Artikel aufzählen.

  4. Vergleichen Sie anschließend mit der Originalliste und besprechen Sie, was noch fehlt.

Umsetzungsbeispiel: Diese Übung simuliert eine alltägliche Gedächtnisaufgabe. Für Demenzkranke reduzieren Sie auf 2–3 Begriffe oder erlauben Bilder statt Worte. Bei fitteren Senioren können Sie auch Mengen oder Preise merken lassen (z. B. „3 Äpfel“). Eine Variation: Man kann das Spiel als Wettbewerb gestalten (wer sich die meisten Artikel merkt) oder als Teamspiel, bei dem zwei Gruppen abwechselnd eine Liste vorgeben und memorieren.

Foto-Erinnerungsalbum

Materialliste: Ein Fotoalbum oder einzelne Fotos mit Bezug zur Biografie der Senioren (Familienfotos, alte Heimatbilder).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Wählen Sie ein Foto aus (z. B. ein Familienbild) und zeigen Sie es der Gruppe.

  2. Stellen Sie Fragen dazu: „Wer ist auf dem Bild?“, „Wo könnten sie gewesen sein?“.

  3. Lassen Sie die Senioren die abgebildeten Personen oder Orte benennen und kurze Anekdoten erzählen.

  4. Weisen Sie auf Details hin, die vielleicht übersehen wurden, und fördern Sie so das Erinnern.

Umsetzungsbeispiel: Gemeinsames Blättern in Erinnerungsalben aktiviert das Langzeitgedächtnis. In einer Runde kann jeder eine Geschichte zu einem Bild beitragen. Für Personen mit Demenz eignet sich Bilder von früher, weil Kindheitserinnerungen oft lange erhalten sind.
Varianten: Alternativ kann man ein Schwarz-Weiß-Foto heranziehen und die Senioren einladen, sich Dinge im Bild auszudenken („Stelle dir vor, was hier vor fünfzig Jahren passiert ist“).

Biografie-Quiz

Materialliste: Listen Sie in Stichpunkten Lebensstationen oder Ereignisse der anwesenden Senioren auf (Geburtsjahr, Beruf, Wohnorte).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Nennen Sie einen Hinweis zu einer Person (z. B. „Unsere Frau Müller war früher Lehrerin“).

  2. Die Gruppe oder Einzelne versuchen nun, den vollständigen Satz zu vervollständigen („Frau Müller aus Zimmer 3“).

  3. Bestätigen Sie die richtige Antwort und führen Sie bei Bedarf Details an.

  4. Wechseln Sie die Person, bis alle erwähnt wurden.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel trainiert das episodische Gedächtnis. Bei einer Wohngemeinschaft kann man so das Wissen über Nachbarn auffrischen („Wer hat früher in einem Kindergarten gearbeitet?“). Für Demenzkranke eignen sich nur allgemeinere Fragen („Wer hat dreimal geheiratet?“).
Varianten: Man kann Aussagen auch als Quiz gestalten: Eine Karte hält eine Zeile Biografie bereit, und die Senioren erraten müssen, von wem sie stammt.

Lückentext-Gedichte

Materialliste: Gedichte oder Kurzgeschichten mit Lückentexten, ggf. vorgelesene Texte und Ausfüllkarten.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Geben Sie den Senioren einen kurzen Text mit fehlenden Wörtern (z. B. ein Vierzeiler mit einem leeren Wort pro Zeile).

  2. Lesen Sie den Resttext gemeinsam oder sagen Sie ihn vor.

  3. Die Teilnehmer ergänzen die Wörter in den Lücken – entweder still oder laut in der Gruppe.

  4. Lesen Sie den vollständigen Text noch einmal vor, um den Erfolg zu kontrollieren.

Umsetzungsbeispiel: Diese Aktivität verbindet kreatives Denken mit Gedächtnis. In einer Gruppe kann man die Lücken erst gemeinsam erraten lassen. Für demenzerkrankte Senioren wählen Sie einfache, bekannte Reime oder Gedichte. Eine Variation ist das
Mitsprechgedicht: Die Betreuerin liest jeweils einen Vers vor und jeder Senior ergänzt ein einzelnes Wort oder einen Reim (z. B. Reim auf „Haus“ finden).

Lotto mit Bildkarten

Materialliste: Lotto-Spiel mit Abbildungen auf den Plättchen und passenden Abdeckscheiben. (Ähnlich dem bekannten Gesellschaftsspiel „Lotto“.)

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Jeder Teilnehmer erhält eine Spielkarte mit Bildmotiven (etwa Tiere, Fahrzeuge).

  2. Ein Betreuer zieht verdeckt eine Bildkarte und zeigt sie den Teilnehmern.

  3. Wer das abgebildete Motiv auf seiner Karte hat, deckt es mit einem Marker ab und nennt es laut.

  4. Gewonnen hat, wer zuerst alle Bilder auf seiner Karte abdecken konnte.

Umsetzungsbeispiel: Das Bilderlotto trainiert Visuelles Gedächtnis und Aufmerksamkeit. In der Seniorenarbeit sind spezielle Memo-Lottos mit großen Karten erhältlich. Für Senioren mit Demenz nutzt man klar erkennbare, nostalgische Motive (alte Gegenstände, Karten). Für fitte Senioren kann man mehrere Karten parallel auslegen oder Varianten mit Wortlotto (Stichwörter statt Bilder) spielen.

Gerüchteküche (Stille Post mit Inhalten)

Materialliste: Keine (man kann Zettel mit einer kurzen Geschichte oder einem Satz vorbereiten).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Flüstern Sie einem Teilnehmer einen kurzen Satz oder eine Geschichte (4–5 Wörter) ins Ohr.

  2. Dieser gibt das Gehörte nur im Flüsterton an seinen Nachbarn weiter.

  3. Am Ende sagt der Letzte laut, was er verstanden hat.

  4. Vergleichen Sie die letzte Version mit dem Original und lachen Sie gemeinsam über Unterschiede.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel bringt viele Lacher und zeigt die Gedächtnisschwierigkeiten auf spielerische Weise. Für Demenzkranke kürzen Sie den Satz auf zwei oder drei Wörter. Bei klareren Teilnehmern kann man mehrere Runden spielen oder längere Geschichten hintereinander flüstern.
Alternativ können auch kurze Sätze auf Papier gegeben werden, die dann verdeckt an den nächsten weitergegeben werden.

Konzentrations-Lotto „Was fehlt?“

Materialliste: Ein Satz bunter Würfel, Spielfiguren oder Alltagsgegenstände (8–10 verschiedene). Eine Spielmatte oder Unterlage mit nummerierten Feldern 1–n.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Ordnen Sie die Gegenstände sichtbar nach Nummern auf der Matte an (z. B. Würfel bei 1, Spielfigur bei 2).

  2. Jeder Teilnehmer nimmt sich eine Minute Zeit, um die Anordnung zu merken.

  3. VerdeckTheTeile objectfassen felder und wechseln verdeckt die Position eines Gegenstandes.

  4. Nun muss die Gruppe den fehlenden oder verschobenen Gegenstand richtig benennen.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel fokussiert die Aufmerksamkeit und verlangt genaue Beobachtung. Für Demenzkranke reicht es oft, nur einen Gegenstand zu entfernen. Bei anspruchsvolleren Gruppen kann man mehrere Objekte verschieben oder zusätzliche Aufgaben stellen (z. B. „Zeig mir den vierten Gegenstand von links“).

Bildergeschichte erzählen

Materialliste: Ein Bilderwürfel (Story-Cube) oder mehrere Bildkarten, auf denen Situationen oder Objekte abgebildet sind.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Würfeln oder ziehen Sie nacheinander Bilder (je Person eines).

  2. Jeder Senior soll die eigene Karte betrachten und eine kleine Geschichte dazu erzählen.

  3. Danach ordnen die Teilnehmer ihre Bilder in logischer Reihenfolge, um gemeinsam eine längere Geschichte zu bilden.

  4. Wiederholen Sie die Gesamtgeschichte mehrmals als Erzählrunde.

Umsetzungsbeispiel: Dieses kreative Gedächtnisspiel regt Fantasie und Sprachgedächtnis an. In einer Gruppe entstehen oft witzige Fortsetzungen. Für Teilnehmer mit leichten Einschränkungen kann man mit weniger Bildern arbeiten. Bei Demenzkranken bringen Sie die Geschichte mit Hilfe von Fotos und kurzen Stichwortkarten zum Erzählen.
Variation: Nutzen Sie eine Bildergeschichte aus Zeitschriften, bei der die Senioren fehlende Sprechblasen mit eigenen Worten füllen.

Sudoku-Light (Zahlensudoku)

Materialliste: Ein einfaches Sudoku mit kleinen Zahlen (4×4 Felder) oder selbsterstellte Kästchen mit Ziffern (z. B. 1–4). Schreibstift.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Geben Sie jedem Senior ein vereinfachtes Sudoku. Erklären Sie, dass jede Zahl in jeder Zeile/Spalte nur einmal vorkommt.

  2. Die Teilnehmer füllen gemeinsam die leeren Felder. Helfen Sie mit Tipps, wenn nötig.

  3. Besprechen Sie nach dem Ausfüllen das Rätsel.

Umsetzungsbeispiel: Sudoku trainiert das logische Denken und das Arbeitsgedächtnis. Wählen Sie für ältere Gruppen sehr einfache Versionen (4×4). Bei Demenzkranken reicht es oft, nur vorhandene Zahlen zu wiederholen: „Zeige mir, wo die 2 ist“.
Variation: Anstelle von Zahlen können Symbole oder Farben eingesetzt werden, um den Reiz zu verändern.

Dominos mit Bild- oder Wortpaaren

Materialliste: Ein einfaches Dominospiel, bei dem Bild- oder Wortpaare gesucht werden können (z. B. Dominos mit Tierbildern oder Wort-Synonymen).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Jeder Teilnehmer erhält eine festgelegte Anzahl Domino-Steine.

  2. Ein Spieler beginnt und legt einen Stein offen aus.

  3. Der Nächste sucht aus seinen Steinen einen passenden, der an den vorhandenen angelegt werden kann (z. B. Bild mit passendem Wort oder gleichen Bild).

  4. Wer keinen passenden Stein hat, zieht nach.

  5. Ziel ist es, als Erster alle Steine abzulegen.

Umsetzungsbeispiel: Dominos ist ein Gesellschaftsspiel, das gleichzeitig Erinnerung fordert (das richtige Bild zum richtigen Wort zu finden). Für Senioren können Tier-Bild-Dominos oder Wortpaare (Haus – Wohnung) verwendet werden. Bei Einzelbetreuung lassen Sie die Person selbst kombinieren, ohne zeitlichen Druck.
Variation: Nutzen Sie Dominos als Ratespiel, indem Sie nur die Symbole aufdecken lassen („Welche Karte passt hier?“).

Fotos sortieren nach Datum

Materialliste: Fotos mit Jahreszahlen oder Szene-Darstellungen (z. B. Modestile, Autos) von verschiedenen Jahrzehnten.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Geben Sie den Senioren mehrere Fotos, die zu unterschiedlichen Zeiten passen (z. B. ein Oldtimer, ein Computer aus den 80er Jahren).

  2. Die Aufgabe ist, die Bilder chronologisch zu ordnen.

  3. Lassen Sie jeden erklären, warum er denkt, das Bild gehört zeitlich nach vorne oder hinten.

  4. Klären Sie anschließend die tatsächlichen Zeiträume gemeinsam.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Spiel aktiviert vor allem das Langzeitgedächtnis. Für Demenzkranke können Sie bereits eine grobe Reihenfolge vorgeben (z. B. zwei Gruppen: alt vs. neu). Bei kognitiv besseren Senioren kann man viele Bilder einsetzen und Jahreszahlen schätzen lassen.
Variationen: Thematisch sortieren (erste Weltreise, Mobiltelefone nach Jahren, Modesünden).

Erinnerungscollage erstellen

Materialliste: Alte Zeitungsartikel, Zeitschriftenbilder, Schere, Klebstoff, Papier.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Geben Sie den Senioren einen Themenvorschlag (z. B. „Frühling“ oder „Feiertag“).

  2. Lassen Sie sie Bilder und Wörter heraussuchen und auf ein Plakat kleben.

  3. Erklären Sie jeden ausgeschnittenen Teil und bitten Sie die Senioren, ihre Gedanken dazu zu äußern.

  4. Nach Fertigstellung präsentieren die Senioren die Collage und erzählen, was sie sich damit merken wollen.

Umsetzungsbeispiel: Beim Basteln einer Collage wird Gedächtnis anschaulich trainiert. Für Personen mit Demenz wählen Sie einfache, großflächige Bilder (Blumen, Sonne). Für Aktive können auch Buchstabenschnipsel für Wörter verwendet werden.
Variationen: Statt Basteln kann man auch ein digitales Fotoalbum mit Erinnerungen gemeinsam gestalten.

Backen und Erzählen

Materialliste: Zutaten für ein einfaches Rezept (z. B. Kekse, Hefeteig), Rezeptkarten, Kuchenformen.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Backen Sie gemeinsam mit den Senioren einen Kuchen oder Kekse. Zeigen Sie die Zutaten und Schritte.

  2. Ermuntern Sie die Senioren, sich an Details zu erinnern: „Was brauchen wir zuerst?“, „Wer kann den Teig umrühren?“

  3. Während des Backens stellen Sie Quizfragen zur Biografie (z. B. „Wer hat früher gern gebacken?“).

  4. Zusammen genießen Sie das Ergebnis; beim Naschen wiederholen Sie Fragen zum Rezept.

Umsetzungsbeispiel: Kochen oder Backen verbindet praktisches Handeln mit Gedächtnis (Zutaten merken, Reihenfolge). In einer Gruppe macht dies viel Spaß, weil alle mit anpacken. Für demenzkranke Senioren sorgen Sie für klare Handlungen (ein Bereich Zubereitung, ein Backsession).
Variante: Verwenden Sie alte Familienrezepte, die Erinnerungen wecken. Wer meint, ein Gewürz vergessen zu haben, erinnert sich an das nächste.

Bastelspiel „Erinnerungs-Box“

Materialliste: Eine leere Schachtel und verschiedene Erinnerungsstücke (Muscheln, Fotos, Notizen), Papier, Stifte.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Jeder Senior gestaltet eine eigene Erinnerungs-Box: Bemalen oder beschriften Sie die Kiste.

  2. Bitten Sie die Teilnehmer, Gegenstände (oder deren Bilder) mitzubringen, die für sie eine Bedeutung haben.

  3. Besprechen Sie beim Basteln, wofür jedes Objekt steht.

  4. Später darf jeder seine Box vorstellen, die Mitmenschen raten zu lassen, was die Gegenstände symbolisieren.

Umsetzungsbeispiel: Beim Basteln wird Biografiearbeit lebendig. Für Senioren mit Demenz eignen sich besonders Fotos aus der Jugendzeit. Für alle ist es motivierend, über gemeinsame Themen zu sprechen (z. B. Kindheitserinnerungen).
Varianten: Anstelle einer Schachtel können auch Collagen oder „Erinnerungsbücher“ gebastelt werden.

Gedächtnis-Bingo (Bilderlotto)

Materialliste: Selbstgemachtes Bingospiel mit Bildern aus dem Alltag (z. B. Haus, Sonne, Katze, Brot), Chips.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Legen Sie Bingo-Karten mit Bildern aus (4×4 Felder). Ein Bilderdeck dient als Zieh-Reservoir.

  2. Ein Senior zieht eine Karte und zeigt sie den anderen. Wer das Bild auf seiner Karte hat, legt einen Chip darauf und nennt es.

  3. Wiederholen bis jemand „Bingo“ hat (eine Reihe voll).

  4. Führen Sie mehrere Runden mit unterschiedlichen Karten durch.

Umsetzungsbeispiel: Diese Variante mit Bildern erleichtert auch Verwirrung. Für Senioren mit Sehschwierigkeiten vergrößern Sie die Bilder, für Demenzkranke wählen Sie klare, kontrastreiche Motive.
Variation: Man kann passende Geräusche statt Bildkarten ziehen („Tiergeräusch-Bingo“, das Spielen von Tiergeräuschen nachahmen lassen).

Memory aus Erlebnissen (Erzähl-Runde)

Materialliste: Keine (optional ein Memory-Spiel als Anschauungsmaterial).

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Jeder Teilnehmer denkt an ein erlebtes Ereignis (Kaffekränzchen, Ausflug).

  2. Reihum erzählt jeder kurz sein Erlebnis. Die anderen hören aktiv zu.

  3. Anschließend nennt jeder den Anfang eines Erlebnisses eines anderen: „Miriam war bei einem Tanzabend, erzählt es uns!“

  4. Dieser ergänzt die Erinnerung so genau wie möglich.

Umsetzungsbeispiel: Dieses Sprach- und Erinnerungs-Spiel verbindet Zuhören mit aktivem Erinnern. In Gruppen entdecken Senioren, wie viel sie voneinander lernen können. Bei Demenzkranken werden kurze, stark eingegrenzte Erlebnisse gewählt („Letzte Woche Sonntagskaffee“).
Alternativ erstellt man mit den Senioren gemeinsam ein gemeinsames Memory-Album, das man durchblättert und bespricht.

Zahlenreihe mit Geschichte

Materialliste: Einfache Bilder oder Gegenstände, die Zahlen symbolisieren (z. B. 1 Apfel, 2 Tauben, 3 Blumen) auf Karten gedruckt.

Schritt-für-Schritt-Umsetzung:

  1. Zeigen Sie ein Bild mit einer Zahl und erzählen Sie dazu eine kurze Geschichte (z. B. „1 Apfel fiel vom Baum und wurde gegessen.“).

  2. Zeigen Sie das nächste Bild („2 Tauben“) und erweitern Sie die Geschichte: „Dann kamen 2 Tauben und pickten Reste…“.

  3. Wiederholen Sie die ganze Geschichte nach jeder Ergänzung.

  4. Der Senior soll sich die Reihenfolge merken und bei fertig erzählter Geschichte wiederholen („Also: 1 Apfel, 2 Tauben, …“).

Umsetzungsbeispiel: Dieses Zahlen-Merkspiel nutzt Eselsbrücken. Für fitte Senioren kann man bis zur Zahl 5 oder 6 gehen, für Demenzkranke genügen zunächst 2–3 Schritte. Die Geschichten können humorvoll oder bildhaft sein.
Variationen: Man kann statt Geschichte Reime zu den Zahlen bilden oder die Zahlen mit realen Objekten im Raum veranschaulichen (z. B. einen echten Apfel in die Runde zeigen).

Kategorie Gedächtnis & Erzählen

0 Kommentare

Möchtest du den ersten Kommentar schreiben?
Werde Mitglied von Lexikon der sozialen Betreuung und starte die Unterhaltung.
Mitglied werden