2026. Ein neues Jahr.
Und doch: So viel altes, das wir mitnehmen. Gepäck, das wir nicht ablegen konnten. Sorgen, über all die Ungewissheiten. Und eine Liste an Dingen, die wir uns etwas anders wünschen würden.
Das Leben ist nicht immer fair.
Und ein neues Jahr verspricht nicht unbedingt, dass es besser werden wird. Denn: das Leben ist nicht fair.
Unsere einzige Gewissheit? Wir bringen uns mit. Wir bringen uns mit mit all dem Gepäck. Aber wir bringen uns auch mit mit all der Erfahrung und Resilienz, die wir all die Jahre vorher schon gesammelt haben.
Viel Unerwartetes, das du gemeistert hast. Viel Schmerz, den du durchgestanden hast. Und viel Mut, den du immer wieder neu aufbringen musstest, aber nie verloren hast.
Vielleicht haben dich Menschen enttäuscht. Vielleicht hat dich sogar Gott* enttäuscht.
*ersetze durch Liebe, Transzendenz, Schicksal, oder was sich dir am wohlsten anfühlt.
Das du dennoch hier bist zeigt mir eins: Du hast Hoffnung. Sie mag sehr klein sein, oder sich fast erloschen anfühlen.
Aber: du bist hier.
Und solange du hier bist, ist sie auch da:
Hoffnung
Jene zauberhafte Kraft die trotz widrigsten Umständen nicht aufgeben will sondern ausharrt bis sie sieht, dass es Fortschritt gibt und das Ende vom Lied erst der Anfang eines Neuen ist.
Der unerschöpfliche Glauben an Licht nach der Dunkelheit und Sonnenschein nach Regenschauern und Stürmen.
Unser Leben ist Wetter, Tages- und Jahreszeiten ausgesetzt. Mal fängt Neues an, mal ist Zeit für Abschied.
Und manchmal ist es unfassbar dunkel. Wir können sogar vergessen haben, wie sich Hoffnung oder Licht überhaupt anfühlen. Aber: Sie sind da und kommen wieder. Nur weil es Nacht ist, müssen wir noch lange nicht aufgeben. Bisher wurde es immer wieder hell!
Wenn du gerade das Licht nicht sehen kannst, ist das okay. Lass es mich ein Stück für dich tragen. So lange, bis du es wieder selbst am brennen halten kannst. Und wenn du es wieder kannst, dann kannst du es vielleicht auch weiter tragen für andere.
Viel zu oft machen wir uns Druck, dass nach außen alles perfekt wirkt. Wir geben und machen weiter, und kaum jemand weiß, dass wir eigentlich auf Sparflamme laufen. Ich glaube an Verletzlichkeit. Erst uns mitzuteilen gibt anderen die Möglichkeit, unser Licht ein Stück mitzutragen.
Und das Schöne am einander tragen ist, dass wir uns mit all der Dunkelheit weniger allein fühlen und gleichzeitig die Erfahrung machen, zusammen heller zu leuchten!
Dein Licht wird gebraucht!
Vor allem jetzt und vor allem 2026!
Es stehen viele Ungewissheiten vor uns. Auf dich warten neue und alte Herausforderungen, Begegnungen und Wachstumsmöglichkeiten, Manches, das sich vielleicht ändern sollte, das aber Zeit braucht. Geb nicht auf zu hoffen, dass es besser werden kann! Grenzen setzen und neue Wege erkunden ist nicht leicht. Aber es steckt so viel Potential in all dem, das auf dich wartet!
Und egal was kommt: du bist nicht allein! Wir sind gemeinsam unterwegs. Und wir passen aufeinander und auf unser Licht auf. Und es wird weiter leuchten.
Frohes 2026!