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Leben, Literatur und mehr

Liebe Kulturliebende,

Normal schreibe ich alle 14 Tage, doch heute möchte ich Euch auf eine besondere Aktion im öffentlichen Raum aufmerksam machen, weshalb ihr bereits diese Woche eine neue Ausgabe des Newsletters erhaltet. Viel Spaß beim Lesen!

Kann man Jugendliche von Literatur begeistern? Manch einer würde dies bestreiten. Gestern war ich am Lahnufer in Limburg, um micht vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Die Kulturenwerkstatt Limburg hat dort die Ergebnisse ihres “Street Literature”-Projektes (Öffnet in neuem Fenster) aufgehängt. Zitate auf bunten Stofflappen im öffentlichen Raum präsentiert. Bis zum 31. Oktober laden sie dazu ein, entdeckt zu werden.

Die Jungen Menschen präsentieren ihre Arbeiten

Zitate zum Entdecken

An den Bäumen entlang der Lahn finden sich Zitate aus der Welt- und Jugendliteratur, Anne Frank neben Patrick Süßkind und Hermann Hesse. Auf bunten Stoffquadraten sind die einzelnen Zitate in verschiedenen Schrifttypen gedruckt. Alleine die Farben im bunten Herbst laden zum Näherkommen ein.
Ich habe die jungen Menschen gefragt, wonach sie die Zitate ausgewählt haben. “Wir haben Zitate ausgesucht, die uns angesprochen haben”, erzählt einer der Teilnehmer, wobei die Themen sehr vielfältig sind vom Leben bis hin zur Demokratie. Und manchmal sind die Zitate sehr tiefgründig und bringen beim Beobachter etwas zum klingen: “Das Leben ist zu kurz, um vielleicht zu sagen.” (Katie Kacvinskny “Die Rebellion der Maddie Freeman”) oder “Wenn die Stille dir das Leben rettet, definierst Du neu, was laut und was leise ist” (Nina Seidl “Es wird keine Helden geben”). Mit großer Begeisterung waren sie dabei und überlegten sich genau, welche Zitate sie gemeinsam aufhängen. Manche wurden richtig kreativ beim Aufhängen.

Zitate wie buntes Herbstlaub zwischen bunten Herbstblättern

Nehmt die Einladung gerne an und verbindet das Entdecken von Kultur im öffentlichen Raum mit einem Herbstspaziergang an der Lahn entlang. Und scant gerne den QR-Code. Die jungen Menschen haben die Zitate auch alle nochmal zum Hören eingesprochen. Parallel dazu gibt es auch eine Ausstellung im Kulturzentrum in Limburg, wo ihr weitere Einblicke in das Projekt erhaltet.

ARD/ ZDF-Medienstudie

Ich habe es bereits zweimal versprochen, daher gibt es heute auch eine Zusammenfassung der ARD/ZDF-Medienstudie, welche immer auf unser Nutzungsverhalten schaut und daraus anleiten lässt, wo wir die Menschen erreichen.

Die aktuelle ARD/ZDF-Medienstudie zeigt deutlich: Soziale Medien bleiben das Zuhause der Generation Z. Neun von zehn jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sind dort täglich unterwegs. Nicht nur, um sich zu unterhalten, sondern auch, um sich zu informieren, zu vernetzen und kreative Ausdrucksformen zu finden. Es ist ein zentraler Bestandteil ihrer jugendlichen Lebenswelt – Kommunikationsraum, Bühne und Nachrichtenquelle zugleich.

Besonders beliebt sind Plattformen wie Instagram und TikTok, die auf kurze, visuelle Formate setzen. Videos, Stories und Reels prägen das Nutzungsverhalten stärker als Textbeiträge oder klassische Posts. Dabei steht weniger das reine Konsumieren im Vordergrund, sondern das aktive Gestalten und Teilen. Die Generation Z möchte gesehen werden und sucht nach Inhalten, die authentisch wirken, emotional ansprechen und gesellschaftliche Themen nicht aussparen. Ob Mode, Nachhaltigkeit, Diversität oder Musik: Was zählt, ist der persönliche Bezug.

Interessant ist, dass die Social-Media-Nutzung der Jüngeren inzwischen ein Plateau erreicht hat. Das Wachstum stagniert, doch die Bedeutung bleibt hoch. Während ältere Altersgruppen erst jetzt digitale Räume intensiver entdecken, hat sich für die Gen Z längst ein Alltag zwischen Online- und Offline-Welt etabliert. Medien werden non-linear genutzt, spontan, mobil, jederzeit abrufbar. Klassische Fernsehabende oder feste Sendetermine spielen kaum noch eine Rolle.

Für Kultureinrichtungen, Vereine und Kreative ist das eine Einladung, neue Wege zu gehen: Wer junge Menschen erreichen möchte, sollte dort sichtbar sein, wo sie sich wirklich aufhalten – auf den Bildschirmen ihrer Smartphones. Authentizität, Beteiligung und ein Gefühl von Gemeinschaft zählen hier mehr als perfekte Inszenierung. Kultur, die in den sozialen Medien erzählt wird, kann so zu einem Ort der Begegnung werden zwischen den Generationen und über alle Plattformen hinweg.

Wenn Du alles genau nachlesen möchtest, kannst Du dies auf der Seite der ARD/ZDF-Medienstudie (Öffnet in neuem Fenster) direkt machen.

Vorschau

  1. Ich freue mich auf das Interview mit einer Autorin hier aus der Region und ihr könnt euch auf den nächsten Newsletter freuen.

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  1. Ihr wollt mal Theaterluft schnuppern und mehr über Theatergeschichte erfahren? Dann besucht doch gerne den Theaterworkshop (Öffnet in neuem Fenster) der VHS Limburg-Weilburg.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende,

Bis zum nächsten Mal,
Eure Heike

Über mich:

Ich bin jahrelang als freie Journalistin im Landkreis Limburg-Weilburg unterwegs gewesen und habe ein besonderes Interesse am Ehrenamt und der Kultur. In Teilzeit bin ich beim DRK-Kreisverband Limburg für die Öffentlichkeitsarbeit angestellt. Neben dem Kulturnewsletter schreibe ich noch einen touristischen Blog zu den Sehenswürdigkeiten im Landkreis (Öffnet in neuem Fenster).

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