Es ist der 6. April 1974, als im englischen Seebad Brighton siebzehn Länder um den ersten Platz beim Eurovision Song Contest singen. Erstmals nimmt auch der deutsche ESC-Titan Ralph Siegel beim Grand Prix teil: Mit dem von ihm komponierten Song Bye Bye, I Love You von Ireen Sheer landet Luxenburg auf dem vierten Platz. Niemand an diesem Abend kommt an den Erstplatzierten vorbei:Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid. Mit dem Song Waterloo gelingt ABBA nicht nur ein Millionenseller, sondern auch der Startschuss einer unvergleichlichen Karriere. Wenig Rampenlicht an diesem Abend bekommt hingegen der Letztplatzierte: Paulo de Carvahlo tritt mit dem Song E depois do Adeus (auf Deutsch: “Und nach dem Abschied”) für Portugal an und belegt - gemeinsam mit Norwegen, Schweiz und natürlich der BR Deutschland - den letzten Platz. Der Song ist kein Startschuss für eine Weltkarriere, aber ein Startschuss für eine Revolution, die eine Diktatur stürzen wird.
Cover-Foto: Andreas Krupa / eosAndy
Intro & Outro: Rixdorf