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Die Macht der kleinen Dinge

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Vier Monate des nicht mehr ganz so taufrischen Jahres sind verstrichen. Ach was! In Mach 2-Geschwindigkeit sind sie an mir vorbeigefetzt. Und nächste Woche bereits fliege ich mit Tearfund (Opens in a new window) nach Ruanda. Eine Reise, auf die ich mich schon lange freue. Und die viel mit mir machen wird. Ihr könnt live dabei sein – über meinen Insta-Kanal (Opens in a new window)und über den WhatsApp-Kanal (Opens in a new window). Ich freue mich über ganz viel Beteiligung!

Während ich über meinem Terminkalender brüte, die Steuererklärung vor mir her schiebe und das Haus auf Vordermann bringe, blüht vor meinem Fenster die Zierkirsche – bei jedem Windstoß verstreut sie fröhlich ihren Konfettisegen. Aber ich habe kaum einen Blick für sie. Die letzten Wochen und Monate waren auf so vielen Ebenen zehrend, so dass Freude und Staunen auf der Strecke bleiben. Gestern sagte ich zum Kollegen: Ich brauche eine Woche OHNE Menschen. Und ohne W-Lan. 

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Abends liege ich wach im Bett, übe mich in kindlichem Vertrauen („Es wird alles gut, nicht wahr, Gott?“). Und währenddessen lauern die explodierten Ölpreise, der Genozid im Sudan, der Rechtsruck an den Rändern meiner Müdigkeit. Vielleicht ist mir auch deshalb die Freude abhanden gekommen, weil ich mich unter dem Fels des globalen Elends erdrückt fühle.

Gestern habe ich Trevor Noahs (Opens in a new window) neue Show „Joy in the Trenches“ (Opens in a new window)gesehen. Er sagte einen Satz, den ich mir notiert habe:

„Just because the big thing is happening doesn’t mean that the small things stop happening.“

(Nur weil das Große passiert, heißt das nicht, dass die kleinen Dinge aufhören zu passieren)

The big thing. Die große Sache: Der Krieg, die Abholzung, das Artensterben. Die Krankheit, der Konkurs, der Ehekrach. 

The small things. Die kleinen Dinge: Die Amsel auf dem Dachfirst, die ihr Lied singt und das Leid im Iran nicht kennt. Die Lilien auf dem Feld, die unbeeindruckt von einem russischen Angriffskrieg blühen. Die Freundlichkeit eines Fremden an einem dunklen Tag.

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Schönheit passiert. Ob wir sie ignorieren oder nicht. 

Ich will nicht implizieren, dass wir unsere Augen vor den Herausforderungen verschließen sollen. Aber wir ändern nichts an ihnen, wenn wir uns die kleinen Freuden und die Schönheit verkneifen. Schuldgefühle sind ein Luxus, den sich hauptsächlich der globale Norden leisten kann. Sie sind hinderlich, überflüssig, lähmend. Wir tun, was getan werden muss. Und das können wir mit vielen Seitenblicken auf die kleinen Dinge. Auch auf die blühende Zierkirsche vor dem Fenster.

Die kleinen Dinge, die Schönheit: Sie sind stur, sie sind Rebellen. Stellen sie sich doch den Despoten und dem Unglück in den Weg. Und unsere Aufgabe ist es, sie darin tatkräftig zu unterstützen. 

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„Just because the big thing is happening doesn’t mean that the small things stop happening.“

Unten die Sammlung meiner kleinen Dinge. Ich muss mich daran erinnern, dass sie auch in diesen sorgenvollen, erschöpften Zeiten passieren. Sind sie nicht eine Quelle der göttlichen Hoffnung? 

Jetzt seid ihr dran: Sammelt die kleinen Dinge, schreibt sie auf, fotografiert sie, malt sie, speichert sie in euren Herzen. Und teilt ein paar von ihnen hier in den Kommentaren.

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Meine neue Vogeltränke – ein Fund aus dem Secondhandladen. Besonders charmant: Die Gans ohne Schnabel. I love it so.

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Die zukünftige Ernte in einer Box: Blaukraut, Weißkohl, Kohlrabi und Physalis……

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….und was man mit solch einer Ernte anstellen kann, erzähle ich euch in meinem Mini-Zine (in dem ich als Goodie Regenbogen-Mangold-Samen versteckt habe). Hier kann man noch die letzten Exemplare ergattern. (Opens in a new window)

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Eine besondere Beerdigung und Würdigung eines langen Lebens. Mutter, große Schwester, ich. Trauer und Dankbarkeit zugleich.

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Eier für die Trauergäste. Denn Tante Luise ließ keinen Gast ohne frische Eier aus dem Haus. Die kleinen Dinge….

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Ein Ausflug in die Fränkische Schweiz mit meiner Mutter und Töchtern.

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