wie oft kannst du bei der folgenden Liste aufzeigen?
Angst vor der Behandlung,
vor den Nebenwirkungen,
vor den Folgen,
dass die Krankheit fortschreitet
oder der Krebs wieder zurückkommt?
In der heutigen Folge (Opens in a new window) erzählen drei Cancer Survivor, wie sie mit diesen Ängsten umgehen, was sie mit „schwarzen Gedanken“ tun und wie es gelingen kann, sich wieder sicher zu fühlen.
Angst und Panik bei Krebs? – Tipps von Cancer Survivors · Folge 30
Hast du dich schon mal gefragt, wie andere mit der Angst nach einer Krebsdiagnose umgehen? Stell dir vor, da sitzt jemand bei einer Routineuntersuchung und fantasiert, dass sein Blutwert auffällig sein könnte. Was passiert mit der Sorge, der Panik, den schwarzen Katastrophenszenarien?
Vielleicht erkennst du dich in den Geschichten von den Männern in dieser Folge wieder, die ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, mit diesen Gefühlen klarzukommen. Martin (Prostatakrebs), Bernhard (Hodgkin-Lymphom) und Wolfgang (Zungengrundkrebs) erzählen von ihren Strategien, die Angst in die Schranken zu weisen. Kann Information wirklich Sicherheit schaffen? Oder hilft am Ende einfach Akzeptanz?
Take-aways – psychologische Ansätze zur Angstbewältigung (nach Katharina Gruber):
Kognitiver Ansatz:
Nicht die gedankliche Katastrophe heraufbeschwören, sondern klar vor Augen führen, was der aktuelle Status Quo ist
Auch sich selbst fragen: Was ist jetzt alles gut?
Vielleicht auch sich selbst vorsagen: „Jetzt gerade geht es mir doch eigentlich recht gut.“
Wenn ich etwas nicht weiß, dazu recherchieren. Also wie Wolfgang sagt: „Information schafft Sicherheit“. Das kann die Angst schmälern.
Hoffnungsvoll vor Augen führen, dass sehr viel geforscht wird und ständig neue Krebsmedikamente zugelassen werden.
Mir selbst sagen: „Ich habe die beste Ärztin, den besten Arzt, habe die beste ärztliche Betreuung.“
Worst Case definieren
Katastrophen-Gedanken keinen freien Lauf lassen, sondern am besten notieren, aufschreiben
Wie sieht dieser schlimmste aller einzutretenden Fälle exakt aus?
Wie kann ich mich darauf vorbereiten?
Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit?
Zwischen Realangst (unmittelbare Bedrohung von Leib und Leben) und einer Angst aufgrund einer Vorstellung, aufgrund von Gedanken, die ich mir mache, unterscheiden.
Körperliche Strategien gegen Angst:
Bewegung, Spazierengehen, wenn möglich leichter Sport, dazu zählt jegliche körperliche Aktivität, also z.B. auch Yoga
Musik, ganz aktiv hören, nicht nur nebenbei. Das Musikgenre so wählen, dass es nicht aufregt, sondern eher entspannt oder in eine anregende Stimmung versetzt.
Entspannungsübungen, Konzentration auf den Atem, autogenes Training, Meditation – siehe auch Entspannungsübung für den Alltag mit Krebs (Bodyscan und Atemmeditation) · Folge 7 (Opens in a new window)
Bei Panikattacken helfen z.B. körperliche Reize wie leichtes Zwicken, Hände und Gesicht mit kaltem Wasser abduschen, und auch: aussitzen, abwarten, dass die Angst-Welle sich verzieht.
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Mich interessiert: Kannst du mit diesen Tipps etwas anfangen? Was hilft dir gegen Angst? Schreibe es direkt in die Kommentare zur Folge (auf Spotify, Podigee, Instagram und Facebook) oder antworte auf dieses E-Mail.
Quellen und Links:
Prostatakrebs, Prostatakarzinom, Prostata-Ca (Opens in a new window) (DocCheck Flexikon)
Martin: Selbsthilfegruppe Red’ma drüber – Stammtisch für Männer mit urologischen Krebserkrankungen im nördlichen Burgenland (Opens in a new window) (Facebook)
Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs, Morbus Hodgkin) (Opens in a new window) (DocCheck Flexikon)
Bernhard: „The Alpine Seven“-Challenge (Opens in a new window)
Zungenkrebs, Zungenkarzinom, Zungengrundkrebs (Opens in a new window) (DocCheck Flexikon)
CML (Chronische myeloische Leukämie) (Opens in a new window) (DocCheck Flexikon)
Walter: Verein Geben für Leben - Leukämiehilfe Österreich (Opens in a new window)
Dem Sturm trotzen: Krebs und Resilienz (Opens in a new window). Interview mit Katharina Gruber, Leiterin Psychoonkologie Österreichische Krebshilfe Wien
Selbsthilfegruppe „Männer und Krebs“ (Opens in a new window), Österreichische Krebshilfe Wien
Folgen zum Weiterhören:
Krebs in den Medien
Studie zu Kurzbestrahlung per CyberKnife bei Prostatakrebs (idw - Informationsdienst Wissenschaft (Opens in a new window), 05.11.2025/13.11.2025) Ein Forschungsteam prüft, ob Prostatakrebs künftig in nur drei hochpräzisen CyberKnife-Sitzungen behandelt werden kann. Die Methode soll Tumorgewebe gezielt zerstören und gleichzeitig umliegendes Gewebe maximal schonen. Ziel ist eine deutlich verkürzte Therapie mit geringerer Belastung. Die HYPOSTAT-III-Studie schließt Patienten mit lokal begrenztem und histologisch gesichertem Prostatakrebs ein (Gleason Score ≤ 7, PSA < 20 ng/ml, IPSS ≤ 12).
Mikro-Ultraschall – vielversprechende Ergänzung zur MRT bei Prostatakrebs-Diagnostik (Ordensklinikum Linz (Opens in a new window), 03.11.2025) Beim Verdacht auf Prostatakrebs kann künftig neben der MRT eine Untersuchung mit Mikroultraschall helfen: Die Methode liefere bei einer Auflösung von 0,07 Millimetern hochpräzise Bilder ähnlich einer MRT-Untersuchung. Für Betroffene könnte das eine schnellere, einfachere und günstigere Diagnostik bedeuten.
Wissen über Krebs: Cancer School CCC Vienna gibt Einblick in sonst nicht öffentliche Bereiche (APA-OTS (Opens in a new window), 03.10.2025) Die erneut gestartete Veranstaltungsrunde der Cancer School von MedUni Wien und AKH Wien öffnet erstmals Bereiche wie die Radioonkologie, die Anstaltsapotheke und das neue Stationsgebäude Süd für exklusive Führungen. Ergänzend dazu gibt es vier Seminarabende zu Prostata-, Brust-, Darm- und Lungenkrebs, die gemeinsam mit Patient:innenorganisationen entwickelt wurden. Ziel ist, Betroffene und Angehörige durch fundierte Information zu stärken und ihnen direkten Austausch mit Fachleuten zu ermöglichen.
Vom Schnittpult
Nach einem extrem dichten November (Monat der Männergesundheit) geht’s jetzt für mich in die Jahresende-Zielgerade. Es ist zwar nicht so, dass ich schon die Füße hochlegen kann, denn einige Moderationen, Weihnachtsfeiern und andere Networking-Termine hab ich sehr wohl noch, aber ich kann mich jetzt wieder mehr auf den Podcast konzentrieren und mich auch ein bisschen auf Weihnachten freuen.
Dazu gehört, das Mitgliedschaftsmodell zu überarbeiten und die Pakete neu zu schnüren. Denn seit August stagnieren die Mitgliederzahlen auf einem niedrigen Niveau, obwohl die Folgen im Schnitt 400 bis 500 Mal gehört werden und mittlerweile 885 Adressen im Newsletter-Verteiler sind.
Zur Verdeutlichung: Aktuell haben 17 Personen eine Mitgliedschaft. Das bedeutet 125 Euro Nettoumsatz (nach Abzug von Umsatzsteuer und Transaktionskosten) pro Monat. Wenn ich davon anteilige Kosten, Sozialversicherung und Einkommenssteuer wegrechne, bleiben etwa 70 Euro und davon kann ich leider noch keine 2 Folgen pro Monat erstellen. Da hilft die Förderung der Wirtschaftsagentur zum Glück derzeit sehr.
Wenn dieser Podcast langfristig weiterbestehen und vor allem werbefrei bleiben soll, müssen also mehr Mitglieder her. :)
Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.
© 2025 Der Podcast wird gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
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