Aufklärung

Du interessierst Dich für Dich selbst und Deine Beziehungen. Deshalb liest Du diesen Artikel bei »Aufklärung tut Not«. Konfluenz macht das Appellohr groß.
Hallo bei ATN, und zu einem Artikel über die Konfluenz und unser Verhalten als Zuhörer,
ohne einen aufmerksamen Zuhörer ist es schwierig bis unmöglich, unsere Kommunikation nützlich zu gestalten.

Genauer gesagt, brauchen in einem Zweiergespräch beide Seiten auch die Fähigkeit, das Gesagte aufzunehmen; und zwar ohne irgendeinen »Filter« im Kopf.
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Keine Störungen
Obwohl dies logisch erscheint, ist es dennoch wichtig, darauf hinzuweisen. Jedwede Störungen, ob von außen oder innen, sind einer »funktionierenden« Kommunikation nicht zuträglich. Also ist Folgendes auf jeden Fall zu vermeiden (Auszug):
Geräuschkulisse jeder Art (Musik, offenes Fenster etc.)
Eingeschaltetes Smartphone oder Handy
Annehmen von Telefonanrufen (Festnetz?)
Zeitdruck durch kommende Termine
Ablenkung durch vergangene Termine (oder ins Gespräch aufnehmen, wenn erforderlich → Gefühle?)
Diese Störungen zu vermeiden, ist wichtig, um ein Gespräch konzentriert und entspannt führen zu können.
Soweit so gut!
Konfluenz als Einstellung zum Leben
Solltest Du noch nicht auf meine Artikel zur Konfluenz gestoßen sein, nutze bitte die folgenden Links:
Konfluenz - Begriff aus der Gestalttherapie (Opens in a new window)
Konfluenz in Beziehungen - Selbstwahrnehmung als große Herausforderung (Opens in a new window)
Konfluenz als Lebenseinstellung zu bezeichnen, ist vielleicht ein wenig gewagt. Doch damit möchte ich Dir verdeutlichen, wie sehr sie, wenn Du konfluent bist, Dein Verhalten auf allen Ebenen beeinflusst.
Eine Ebene ist Deine Kommunikation.
Deine Kommunikation und Du als Zuhörer
Aus dem 4 Ohren Modell, das ursprünglich Kommunikationsquadrat (Opens in a new window) genannt wurde, kommt nach meinen Beobachtungen, auch aufgrund des Namens, die weit verbreitete Auffassung, wir müssen unsere Ohren weit aufsperren und Botschaften auf sämtlichen 4 Ebenen hören.
Als Konfluente sind Mitmenschen sehr auf »das Außen« ausgerichtet und damit auch auf ihre Mitmenschen. Sie setzen im Allgemeinen alles daran, dass es ihrem Partner gutgeht.
Aufforderungen durch den Filter »Appellohr«
Deshalb schulen sich Konfluente darin, schnell zu erfassen, was dem Gegenüber fehlt oder fehlen könnte. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob der Sprechende um Abhilfe bittet oder dazu auffordert, für Abhilfe zu sorgen.
Das »Appellohr« ist dabei selbstverständlich nur eine Art Metapher. Konfluente sind darauf ausgerichtet, einen Appell in einer Aussage zu konstruieren; mithilfe ihres Verstandes.
»Mir ist kalt.« (Selbstoffenbarung)
wird zu
»Mach bitte das Fenster zu!« oder »Schalte die Heizung ein!« (Appelle).
»Ich weiß nicht, was ich tun soll.« (Selbstoffenbarung)
wird zu
»Mache mir einen Vorschlag, wie ich mich beschäftigen kann!« oder »Kümmere Dich um mich!« (Appelle).
Beide Aussagen, »Mir ist kalt« und »Ich weiß nicht, was ich tun soll« sind Nachrichten mit einer Botschaft auf der Selbstoffenbarungsebene (Opens in a new window). Ein Appell (Opens in a new window) ist nicht vorhanden.
Entscheidung im Kindesalter
Eines muss noch gesagt werden. Konfluent zu sein bedeutet nicht, sich immer auf konfluente Weise zu verhalten. Eine konfluente Person kann sich durchaus auch mal »isolatorisch« verhalten.
Es geht um die grundsätzliche Ausrichtung und die allgemeine Neigung, mit der Konfluente durch ihr Leben gehen, Entscheidungen treffen, sich Mitmenschen gegenüber verhalten und kommunizieren.
Konfluent zu sein, setzt eine Entscheidung in der Kindheit voraus. Dabei spielen Erfahrungen mit den Eltern und anderen Bezugspersonen die entscheidende Rolle.
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Bis zum nächsten Mal
Freundliche Grüße
Michael