
“Kann ich eine Preisverleihung-Watch-Party machen oder ist das zu cringe?”, habe ich vor einiger Zeit meine Schwester und meinen Mann gefragt. Denn ich hatte Lust die Preisverleihung des tolino media All-time Favorites Award (Opens in a new window) in Gesellschaft anzuschauen – denn ich bin zwar nicht davon ausgegangen überhaupt aufs Treppchen zu kommen, aber allein es bis auf die Shortlist geschafft zu haben, war schon ein krasser Erfolg und ich konnte mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war einen Preis im ersten Pandemie-Jahr zu gewinnen. Unspaßig, irgendwie zu ruhig und wenig spektakulär.
(Nicht falsch verstehen. Es war absolut unglaublich für mich damals den Preis zu gewinnen, aber es war frustrierend all diese Freude in sich zu haben und kaum jemandem fröhlich in die Arme springen zu können.)
Letztlich habe ich mich gegen eine große Watch-Party entschieden. Zum einen weil mir noch der Rest einer Erkältung nachhing, zum anderen, weil ich letztlich doch zu viel “Angst” vor der Cringe-ness hatte und es mir einfach sehr schwer fällt, mich selbst zu feiern, sollte ich gewinnen.
Wie ich dann bei der Verkündung des ersten Platzes vor dem Fernseher saß und in meinen Pullover geheult habe, weil ich es einfach nicht fassen konnte, ist als Erinnerung nun also nur mir und drei weiteren Personen vorbehalten. 😅
(Opens in a new window)“Welcome to my Ghost World” ist ein All-time Favorite! ✨
Platz 1 – wow! 🥳
Und ich wiederhole, was ich schon auf Instagram geschrieben habe:
Und klar, 1. Platz ist Hammer, besser geht’s nicht und ein wunderbares Gefühl von Wertschätzung, aber was mir noch viel mehr bedeutet, ist was @fannyremus (Opens in a new window) vorher gesagt hat:
„Es war ein Buch, das mich sehr tief bewegt hat und das mich auch ein Stück weit geheilt hat. Ich hätte dieses Buch als Teenager gebraucht.“
Als ich mir das eben noch mal angeschaut habe, wenn ich es jetzt noch mal lese: Warme Gänsehaut. Kribbeln im Bauch. Stolze innere Unruhe.
Denn genau deswegen schreibe ich. Kein erster Platz, keine Bestseller-Liste, kein Literatur Nobelpreis wird es jemals schaffen, mir so ein Gefühl zu geben, wie ich es bekomme, wenn jemand sich von meinen Geschichten gesehen, geheilt, geborgen fühlt.
Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch die Preisverleihung nachträglich bei YouTube anschauen (Opens in a new window). Im IndieWelten Podcast haben Michael, Fanny und Julia von tolino media über die Juryarbeit und die Gewinnertitel gesprochen (Opens in a new window)(hier ist das YouTube Video verlinkt, ihr könnt IndieWelten aber auch auf den Podcastplattformen eures Vertrauens finden).
Ich strahle also die nächste Zeit noch ein wenig vor mich hin und freue mich unter anderem auch darüber, dass das Preisgeld die Veröffentlichung des nächsten Buches sichert. (Ja, ich weiß, ich habe nicht vergessen, dass ich euch das Projekt noch vorstellen wollte. Noch ein kleines bisschen Geduld bitte.)
Bleibt weird und wunderbar, bis zum nächsten Newsletter!