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Best-of-seven: Unsere Eishockey-Woche

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

In den Best-of-seven blicken wir auf die Highlights der Eishockey-Woche.

Thema der Woche: Ein Klassiker im Finale

Meisterliche Choreos haben in diesen Play-offs beide Fanlager schon geliefert. In Mannheim beginnt am Abend die Finalserie zwischen den Adlern und den Eisbären Berlin. Bild: City-Press

Adler Mannheim gegen Eisbären Berlin, zwei ganz große Teams des deutschen Eishockeys stehen sich im Finale gegenüber. Die Eisbären sind mit elf Titeln DEL-Rekordmeister, gewannen vier der vergangenen fünf Meisterschaften. Die Adler dominierten Ende der 1990er und Anfang der 2000er das deutsche Eishockey, gewannen insgesamt sieben DEL-Titel, den bislang letzten 2019. Wir blicken auf das Finale voraus, das am Freitag um 19.30 Uhr mit Spiel 1 in Mannheim beginnt.

Das Duell

Mannheim und Berlin stehen sich zum vierten Mal im Finale gegenüber. 1998 gewannen die Adler, 2005 und 2012 setzten sich die Eisbären durch. Die Finalserie vor 14 Jahren war denkwürdig. Die Adler führten in der „Best-of-five”-Serie mit 2:1 und in Spiel 4 schon mit 5:2. Doch die Eisbären kamen im dritten Drittel zurück, drehten das Spiel und holten sich in der Verlängerung den 6:5-Sieg. Die Partie gilt als eine der besten und dramatischsten der DEL-Geschichte. Auch Spiel 5 und damit die Meisterschaft ging an Berlin.

Play-off-Serien zwischen Mannheim und Berlin hat es seitdem zwar einige gegeben, aber im Finale stehen sich die beiden Mannschaften zum ersten Mal seit dieser legendären Serie 2012 gegenüber.

Insgesamt trafen die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin in den Play-offs zehnmal aufeinander. Die ersten drei Serien gewannen die Adler, seitdem setzten sich siebenmal die Eisbären durch, zuletzt in der vergangenen Saison im Halbfinale. Auch alle drei bisherigen „Best-of-seven”-Serien gewann Berlin.

Die Form

Mannheim spielte zwar insgesamt die deutlich bessere Hauptrunde, wurde Tabellenzweiter, während Berlin erst am letzten Spieltag den sechsten Platz klarmachte. Aber formstark sind beide Mannschaften. Die Eisbären holten in ihren 20 Spielen seit der Olympia-Pause als einziges Team mehr als zwei Punkte pro Spiel. Allerdings folgen die Adler Mannheim knapp dahinter auf dem zweiten Platz. Beide sind auch extrem heimstark und haben seit der Olympia-Pause zu Hause jeweils neun von elf Spielen gewonnen, in den Play-offs sogar alle sechs.  

Insgesamt haben die Adler im Viertel- und Halbfinale mit acht Siegen und zwei Niederlagen im Vergleich zu Berlin (8:4) die etwas bessere Bilanz. Beide Mannschaften haben bisher in den Play-offs nur zweimal nach 60 Minuten verloren. Wie man es dreht und wendet: Es treffen die beiden formstärksten Mannschaften aufeinander.

In den direkten Duellen der Hauptrunde gab es jeweils zwei Heimsiege: 7:1 und 8:5 für Mannheim, 4:3 nach Verlängerung und 4:2 für Berlin. 

Die Special Teams

Auch hier müssen wir differenzieren: Die Adler Mannheim hatten in der Hauptrunde hinter den Kölner Haien das zweitbeste Powerplay (27,3 Prozent, 41 Tore). Die Eisbären kamen in Überzahl überhaupt nicht in Fahrt, hatten die schwächste Quote der kompletten Liga (16 Prozent) und schossen die zweitwenigsten Powerplay-Tore (25). In den Play-offs ist die Quote nicht viel besser, die Eisbären stehen bei 17,1 Prozent. Allerdings haben sie sechs Powerplay-Tore geschossen. Eines mehr haben die Adler Mannheim erzielt. Die Quote ist mit 26,9 Prozent aber deutlich höher als die der Eisbären.

Auch in Unterzahl waren die Adler in der Hauptrunde besser, sie hatten eine Quote von 81,8 Prozent und kassierten 30 Gegentore. Die Eisbären standen bei 78 Prozent und 39 Gegentoren. In den Play-offs ist das Penaltykilling bei beiden Teams stark: Mannheim hat eine Quote von 87,1 Prozent (vier Gegentore), Berlin steht bei 85 Prozent (sechs Gegentore).

In den vier direkten Duellen in der Hauptrunde hatten die Adler Mannheim eine starke Powerplay-Quote von 43,8 Prozent (sieben Tore in 16 Situationen), alle Überzahl-Tore schossen sie in den beiden Heimspielen. Die Eisbären Berlin nutzten 23,5 Prozent ihrer Situationen (vier von 17).

Die Torhüter

Topic Best-of-seven

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