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Ein Universum voller Inspiration

“Eigentlich ist da eine ganze Menge Nichts.”

Da draußen gibt es ein Universum voller Inspiration. Auf Titan, einem Mond des Saturn, regnet es Methan. Es ist der erdähnlichste Himmelskörper unseres Sonnensystems – kaum auszumalen, was die Monde und Sterne jenseits davon zu bieten haben. Möglicherweise ist es aber diese Unbegreiflichkeit, die dafür sorgt, dass die meisten Planeten, die wir in Videospielen erkunden können, bloß Variationen unserer Erde sind.

In der Sternwarte nahe Hamburg forscht Dr. Jan-Torge Schindler an supermassereichen Schwarzen Löchern im frühen Universum. “Das Universum ist ca. 13,8 Milliarden Jahre alt und ich interessiere mich für die ersten 2 Milliarden Jahre”, erklärt er. Dabei beobachten er und sein Team nicht die Schwarzen Löcher selbst, sondern die Gase um sie herum. Denn ein solches supermassereiches Schwarzes Loch ist Millionen oder gar Milliarden Sonnenmassen groß, wobei schon eine Sonnenmasse 1,99 Quintillionen Kilogramm beträgt – mehr als 300.000 Erden. 

Ein Asteroidengürtel in No Man's Sky um einen Planeten, der von roten Gasen umgeben ist, im Hintergrund leuchtet eine Sonne.
Ein Asteroidengürtel in No Man's Sky stellt ein ernstzunehmendes Hindernis dar. (Quelle: eigener Screenshot/Hello Games, Sony Interactive)

Um diese unvorstellbaren Dimensionen für Unterhaltungszwecke zu adaptieren, braucht es Kompromisse. Zum Beispiel bei halsbrecherischen Flügen durch Asteroidengürtel, wie sie in No Man’s Sky oder Starfield erlebt werden können. Die Asteroiden bilden Hindernisse, der Weg wird zum Abenteuer. Doch realistisch ist das nicht. “Meistens wird der Weltraum viel voller dargestellt als er ist”, erläutert Schindler, “weil eigentlich ist da eine ganze Menge Nichts.” In einer Vorlesung haben Schindler und seine Studierenden ausgerechnet, wie lange man im Durchschnitt ohne zu kollidieren durch den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter fliegen könnte. “Im Prinzip kommt man da gut durch”, sagt er. In Spielen werde zudem nicht nur die Masse, sondern auch die Dichte der Gesteinsbrocken oft zu groß dargestellt.

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