Vor zwei Wochen besuchte Donald Trump Xi Jingping. Was hat Jingping getan?


Tatsächlich wurden Rosen vor 35 Millionen Jahren in China geboren. Konfuzius war deren Zeuge im Jahr 500 v. Chr im Garten des Kaisers:

Jingpings Geschenk erinnerte mich an ein ähnliches Geschenk aus der Geschichte.
Im Jahr 1554 besuchte Busbecq den Osmanischen Padishah Kanuni als Botschafter der Habsburgermonarchie. Er hatte ein Friedensangebot im Gepäck. Und was hat Kanuni getan? Er schenkte Busbecq rote Tulpenzwiebeln aus seinem Garten.


Und dann? Frieden.
Es gab natürlich noch einige „lebendige“ diplomatische Geschenke. Kein Aufwand schien zu groß zu sein.
Königin Elizabeth II. schenkte gerne Schwäne zum Beispiel.

Dieses Paar ging nach Florida. Das witzige ist, kurz davor waren Schwäne im Lake Morton fast ausgestorben. Eine dort lebende Engländerin schrieb einen Brief an die Königin und bat sie um zwei Schwäne. Danach wurden sie zum Wahrzeichen und im Jahr 2020 lebten dort so viele Schwanenpaare, dass sie zum Verkauf angeboten wurden.
Und hier ein Geschenk von Tokio nach Washington D.C. :

Dann gab es ein Panzernashorn:

Afonso de Albuquerque, der Gouverneur von Portugiesisch-Indien, will eine Baugenehmigung von Muzaffar Shah II., dem Sultan des Sultanats Gujarat in Indien. Albuquerque bekam die Genehmigung nicht. Dafür aber ein Panzernashorn für den König. Es gab nur ein kleines Problem. Der König hatte einen Elefanten.

Also, das Nashorn „Ulysses“ wurde weitergeschenkt. An Medici Papst Leo X und musste nach Italien.
Übrigens ein Tipp, ein Geschenk weiter zu schenken ist so einer der unhöflichsten Dinge, die Sie in der Türkei machen können. Außer, Sie wollen die Beziehung sowieso beenden.
Im Fall „Ulysses“ fand sein Leben ein Ende. Das Schiff sank. Ulysses war angeschnallt und konnte sich nicht retten.
Und dann gab es die sieben Bibern vom Stadtrat von Tallinn (damals Livonia) an König Hans, den damaligen König von Dänemark und Norwegen.

Aber vermutlich das berühmteste lebendige Geschenk war Abul Abbas. Ein Geschenk von Harun al-Rahid, dem 5. Kalif von Abbasiden, an Karl der Große. Der Kalif machte lieber Geschäfte, statt Kriege zu führen, schreiben historische Erzählungen. Aus Bagdad nach Aachen war es eine sehr lange Reise für Abul Abbas. Auf dem Weg musste er gesehen und bewundert werden.

Er musste zu einem Land, wo er keine Artgenossen hatte. Unterwegs brauchte er 200 kg Futter und 100 Liter Wasser pro Tag. Er musste 1,5 Jahre gehen und kam in Aachen an.

Karl der Große nahm ihn mit auf seine Kriege. Abul Abbas kämpfte tapfer. Ironischerweise starb er aber nach acht Jahren, einer Legende nach, an einer Lungenentzündung im Rhein.
Nun, was hatten all diese Pflanzen und Tiere gemeinsam? Sie durften nicht entscheiden, wie sie leben wollten. Ob unter Demokratie oder Diktatur, Hitze oder milder Luft. Niemand hat Ihnen nach ihrer Meinung gefragt.
Zum Glück haben wir die Wahl!
Bis bald!
Ceylan
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