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Der Fluch der Armut

Als Kind dachte ich, wir seien verflucht. Heute weiß ich: Dieser Fluch nennt sich Armut.

Text: Jasmin Kormaz

Meine Kindheit war in zwei Phasen unterteilt: die glückliche und die unglückliche. Letztere begann mit dem Tod meines Vaters. Ich war zehn Jahre alt und hatte bis dahin kaum Berührungspunkte mit dem Tod. Als mein Vater starb, weinte ich nicht. Ich erinnere mich genau an den Moment, als man mir sagte, dass er den Kampf gegen den Krebs verloren hatte. Noch besser erinnere ich mich an meine Verwirrung. Ich konnte nicht fassen, dass ich ihn nie wiedersehen würde. Ich war nicht wütend, ich war nicht traurig, da war nur diese überwältigende Leere. Ich blieb einfach still und beobachtete.

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