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Morgendliche Glanzleistung mit Schleimkaffee, Logopädie uns Ventilatoren

Es begann – wie so oft – mit einem Gedanken, der mir selbst fast schon geniale Strahlkraft bescheinigte. Der Morgen lag noch jung und unbefleckt - wie mein Kleid - vor mir, und ich, beflügelt von meinem vermeintlich hellwachen Geist, beschloss, das ultimative Elixier der Brillanz zu erschaffen: einen ketogenen Bulli. Jenen sagenumwobenen Zaubertrank, halb Koffeinpeitsche, halb Fettlieferant, von dem man sich Energie, Konzentration und fast schon philosophische Höhenflüge verspricht.

Info: Ketogene Ernährung – warum eigentlich?

Die ketogene Ernährung ist mehr als ein Trend. Sie reduziert gezielt Kohlenhydrate und verschiebt den Stoffwechsel in einen Zustand der Ketose, in dem der Körper Fette anstelle von Zucker als primäre Energiequelle nutzt.

Für mich persönlich ist es ein doppelter Gewinn: Zum einen hilft diese Ernährungsform, Mikroentzündungen und chronische Entzündungsprozesse zu minimieren – stille Brandherde, die gerade bei Autoimmunerkrankungen den Körper belasten. Zum anderen erlaubt sie mir, meine Diabetes zuverlässig zu kontrollieren, Blutzuckerschwankungen zu vermeiden und eine stabile Balance zu halten.

Es ist also kein Lifestyle-Gag, sondern eine strategische Entscheidung für Gesundheit, Klarheit und Widerstandskraft – auch wenn der Morgenkaffee nicht immer kooperiert.

Doch was ist Brillanz ohne Veredelung? So jedenfalls mein Gedankengang. Und da ich nicht nur Energie, sondern auch Eleganz im Becher suchte, kam mir die glorreiche Idee: ein Hauch Glucomannanpulver. Ein Gelbildner, dachte ich, wird aus meinem Kaffee keine schlampige Fettaugen-Suppe machen, sondern eine sanft cremige, homogen-meditative Einheit. Ein Getränk, das sich nicht einfach trinkt, sondern zelebriert.

Gesagt, getan. Ich rührte. Ich sah zu, wie sich Pulver und Fett und schwarzes Gold miteinander verbanden – zumindest in meiner Vorstellung. In der Realität hingegen verwandelte sich mein Heißgetränk in ein makabres Biotop schleimiger Klumpen. Ein Getränk, das nicht getrunken, sondern gekaut werden wollte. Jeder Schluck ein kleiner Überlebenskampf zwischen Hoffnung und Textur.

So kaute ich also meinen Kaffee – kauend! – und fragte mich, ob nicht irgendwo im Universum jemand still lacht. Vielleicht Aristoteles, der im Jenseits nickt und sagt: „Siehst du, hyle und morphe wollen eben nicht immer so, wie du denkst.“

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