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Wenn das Wiesel auf Post wartet – oder:

Die Rückkehr der Streaming-Hülse

Ein Wiesel ist glücklich. Nein, eigentlich ist es euphorisch. Die neue Streaming-Hülse für meinen Sonnet 2 ist endlich angekommen – gerade noch rechtzeitig, aber wirklich keinen einzigen Tag zu früh.

Insgeheim hatte ich gehofft, der Akustiker würde vielleicht noch eine Ersatz-Hülse in irgendeiner Schublade hervorkramen können. So wie Zauberer bekanntlich Kaninchen aus Hüten ziehen. Leider blieb das Wunder aus. Also begann das, was Menschen mit Hörtechnik nur allzu gut kennen: das Warten.

Und warten.

Und noch ein bisschen mehr warten.

Nun muss man zur Ehrenrettung aller Beteiligten sagen: Die Verzögerung hatte durchaus nachvollziehbare Gründe. In Bayern lag ein Feiertag dazwischen, wodurch sich Transportwege, Lagerprozesse und Zustellungen um einige Tage verschoben. Was normalerweise schnell erledigt ist, benötigte plötzlich etwas mehr Geduld – eine Ressource, die mein Wiesel bekanntlich nur in homöopathischen Dosen besitzt.

Umso größer war die Freude, als die ersehnte Sendung schließlich eintraf.

Nicht nur das Wiesel jubelte. Auch die stoische Wasserbüffelin nickte anerkennend, und selbst die Hörtechnik schien erleichtert aufzuatmen.

Denn wer nicht auf diese Hilfsmittel angewiesen ist, unterschätzt leicht, wie selbstverständlich Streaming mittlerweile geworden ist. Erst wenn es ausfällt, bemerkt man, wie viele kleine Alltagswege plötzlich umständlicher werden. Telefonate. Sprachnachrichten. Videos. Navigation. Musik. Kurze Sprachmemos.

Mit der neuen Hülse funktioniert nun wieder alles so, wie es soll. Das Handy ist direkt gekoppelt, Gespräche landen unmittelbar auf dem Cochlea-Implantat, und ich muss nicht mehr die halbe Umgebung unfreiwillig an meinen Telefonaten oder Videoclips teilhaben lassen.

Es sind oft genau diese unscheinbaren technischen Helfer, die über Komfort, Teilhabe und Selbstständigkeit entscheiden. Solange sie funktionieren, denkt man kaum darüber nach. Fallen sie aus, merkt man plötzlich, wie viel Lebensqualität in einem kleinen Stück Kunststoff, Elektronik und Bluetooth steckt.

Kurz gesagt: Das Wiesel ist zufrieden. Die Wasserbüffelin ebenfalls. Und Hörlibert streamt wieder, als wäre nie etwas gewesen.

Manchmal besteht großes Glück eben nicht aus spektakulären Ereignissen, sondern aus einer pünktlich angekommenen Ersatz-Hülse. Und wer mit Hörtechnik lebt, weiß: Das ist keineswegs selbstverständlich.

Bleibt's xund, eure Frau Kruemelkuchen

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