“Liebe ist für mich kein Gefühl.
Ich würde lieber sagen:
Liebe ist nie frei von Gefühlen.
Liebe ist für mich eine Bindung, die Menschen zueinander haben.
Und zwar auch ohne sie gewählt zu haben.
Paulus beschreibt Liebe nämlich als Erkenntnis.
Eine Erkenntnis, die ich vom anderen bekomme.
Normalerweise schäme ich mich von den Blicken anderer.
Es ist mir also erst einmal unangenehm, angesehen zu werden.
Aber wenn ich geliebt werde, dann mag ich es gesehen zu werden.
Und dieser switch, von einem anderen gesehen zu werden und das auch zuzulassen und zu mögen, und darüber hinaus dann auch von genau dieser Person gezeigt zu bekommen, wie ich bin - was man in der Scham ja eigentlich nicht zeigen will - das finde ich bei Paulus sehr treffend dargestellt.”
Dieses Zitat stammt aus einer Doku, die ich mir zuletzt angeschaut habe und mich mit vielen neuen Impulsen beschenkt hat (ich verlinke sie dir unten, wenn du selbst Interesse hast).
Für Apostel Paulus war Liebe also weit mehr als ein romantisches Gefühl. Sie war die zentrale Kraft menschlichen und geistlichen Lebens.
Ich bin aktuell in einer Phase in meinem Leben, in der ich die Liebe für mich persönlich noch einmal mehr auf einer viel tieferen Ebene kennenlernen darf, als ich sie bislang schon erfahren durfte.
Wie liebe ich eigentlich? Und wie möchte ich lieben?
Wie möchte ich geliebt werden?
Wo werde ich bereits geliebt, und sehe es vielleicht noch gar nicht?
Welche Anteile in mir bedürfen eigentlich noch Liebe?
Ich sehe Seiten und Verhaltensweisen meiner Mitmenschen, die ich vor einigen Jahren noch überhaupt nicht als Akt der Liebe anerkennen oder überhaupt wahrnehmen konnte. Einer der Gründe, warum ich mich früher so ungeliebt gefühlt habe, war nämlich der, dass ich gar nicht sehen konnte, dass ich geliebt werde.
Heute verstehe ich, dass jede/r so liebt, wie er oder sie es kann. Und dass oftmals viel viel mehr Liebe um uns herum ist, als es uns bewusst ist.
Liebe gibt es nämlich genug.
Und zwar für alle.
Die Frage ist nur: