Liebe Leser:innen,
heute sagen wir ein wenig erschöpft, aber überglücklich hallo: Der Good Talk XXL Seegraswiesen war ein voller Erfolg. Lange haben wir gezittert, kommen wirklich genug Leute, lockt das Thema zu unserem Event oder ist vielleicht doch zu nischig? Und dann war es gestern rappelvoll. Wir haben uns riesig über euer Interesse gefreut.
Alle Plätze belegt, viele neugierige Nachfragen, anregende, manchmal erfrischend heitere Diskussionen auf den Panels. In der Pause gab‘s zu herrlicher Unterwasserambient-Musik, zusammengestellt von unserem Kollegen, dem Kulturjournalisten Florian Sievers, Drinks und Snacks. Laura Laipple und Louis Bindernagel vom Studio Liminal/UdK zeigten, wie sie gewaltige Mengen getrocknetes Seegras mechanisch zu langen Schlangen flechten, die Künstlerin Felicia Simon, extra aus Lübeck angereist, präsentierte ihre wunderschönen, außergewöhnlichen Bilder aus schimmerndem Seegras gewebt. Sogar unser Pink-Gin mit Seegras-Note, extra geordert aus dem Allgäu, ging weg wie geschnitten Brot.
Tausend Dank nochmals allen Expert:innen auf den drei Panels, ihr wart durch die Bank einfach klasse, kenntnisreich, inspirierend, on point. „Wow, selten eine Veranstaltung erlebt, bei der alle auf dem Podium so präzise und kurzweilig reden konnten“ – solche Feedbacks haben wir schon gestern Abend bekommen. Tausend Dank auch an Florian, der uns mit auf eine anregende Reise in die Ambient-Musik unter Wasser genommen hat. Es war das Tüpfchen auf dem i, bei unserem Talk XXL, mit dem wir euch so viele unterschiedliche Perspektiven wie irgend möglich zum Thema servieren wollten.
Und endlich hatten wir wieder ein Heft in der Hand, ein gedruckter Augenschmaus, unübertroffen wunderschön gestaltet von unserem geliebten Grafik-Duo Judith & Eva. Die Sonderausgabe wurde uns gestern aus den Händen gerissen, alle Ausgaben vor Ort waren schnell weg. Was wären wir nur ohne euch? A million thanks.
Ein großer Dank auch an Daniela, Paul und Linus vom Publix für Orga, Ton und Kulinarik. Alles hat gestern Abend wunderbar reibungslos funktioniert.
Und, natürlich, ein Riesendank an Jonas und Marie von der Andrea von Braun Stiftung, ohne die all das gar nicht möglich gewesen wäre. Es war eine Freude, dass ihr gestern da wart, sogar auf dem Podium.
Und jetzt verabschieden wir uns in ein sonniges, wohlig chilliges Wochenende.
Anja & Bianca

(Opens in a new window)Afrikas neue Lust am Lehm
Klar, Beton kann cool aussehen und stylisch, eine Bausünde ist es trotzdem. Weltweit ist es laut Karlsruher Institut für Technologie für sechs bis neun Prozent der CO2 Emissionen verantwortlich. Zudem ist das Material alles andere als ideal in einer Welt, die immer heißer wird, denn es speichert die Hitze wie ein Schwamm, Innenräume werden zu Brutkästen.
Die Länder der Sahelzone erleben das gerade hautnah. In Malis Hauptstadt Bamako etwa fliehen viele Menschen an heißen Tagen an die Ufer des Niger. Und doch wird weiter mit Beton gebaut, er gilt als modern und fortschrittlich. Doch es gibt eine nachhaltige Alternative, die kühl hält: Lehm. Eine neue Generation von Architekt:innen und Ingenieur:innen versucht nun, den traditionellen Lehmbau mit schickem Design und neuen Materialmischungen wiederzubeleben.
In diesem Artikel erfährst du:
Wieso Beton und Zement im Sahel so beliebt sind, obwohl sie Städte heißer machen
Warum Lehmbau die Temperatur in Gebäuden um etwa 5 Prozent senken kann
Mit welchen Strategien und Materialien eine neue Bewegung für den Lehmbau in Afrika begeistern will
Richtig geschätzt?
(Opens in a new window)Letzte Woche haben wir euch gefragt, wie viele Kilometer Flüsse bis 2030 in der EU renaturiert werden sollen.
Die richtige Antwort: Mindestens 25.000 Kilometer.
Die meisten von euch haben richtig geschätzt. In der EU gibt es mehr als eine Million Staudämme, Schleusen oder Wehre, die Flusswasser zurückhalten. Das kann Vorteile haben, etwa für Wasserkraft. Aber es bringt auch etliche Nachteile: Fische können nicht mehr frei wandern, Brutplätze und Arten verschwinden. Das angestaute Wasser fehlt flussabwärts in den Auen, die austrocknen. Staudämme bilden Methan, ein klimaschädliches Gas.
Und frei fließende Flüsse transportieren Kies und Sand, wichtig für den Uferschutz. Bei Staudämmen fehlt das Sediment am Ufer, Flüsse wegen graben sich tiefer in die Landschaften rein. Deshalb sollen laut der 2024 beschlossenen EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur, Staudämme, Schleusen und Rohrsysteme beseitigt und so 25.000 Kilometer Flüsse dadurch renaturiert werden. Das ist so lang wie einmal um die halbe Erde.
Über 500 Medienpässe in der ersten Woche!
Mit unserem neuen Medienpass (Opens in a new window) bekommst du exklusiv im Juli ein Jahr kompletten Zugang zu Good Impact (Opens in a new window), Krautreporter (Opens in a new window) und Übermedien (Opens in a new window) gemeinsam für einen Preis (7,50 € im Monat).
Hier findest du heute kostenfreie Leseproben, damit du ihr ein eigenes Bild von unserem gemeinsamen Angebot machen kannst:
Auf dem falschen Dampfer (Opens in a new window) (Übermedien): Zahlreiche Medien wollen einen angeblichen Kreuzfahrt-Trend unter der einst so klimabewussten „Generation Z“ ausgemacht haben. Dabei gehen die Redaktionen jedoch billigen Statistik-Tricks der Kreuzfahrt-Lobby auf den Leim.
So können sich Medien gegen den rechten Angriff wappnen (Opens in a new window) (Krautreporter): Milliardäre kaufen Zeitungen, Lokalredaktionen sterben. Freie Medien stecken weltweit in der Krise. Warum direkte Finanzierung durch die Community der einzige Weg für echte Unabhängigkeit ist und eine neue Medienwelt bereiten könnte.
Sieben Tage, sieben Good News
Hier sind unsere Nachrichten für realistische Optimist:innen: Die sieben besten Good News der Woche aus unserer Redaktion.
🇨🇴 Kolumbien setzt Meilenstein im Schutz von Mädchen und Frauen
Kolumbien hat als erstes Land in Lateinamerika ein Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung verabschiedet. Es setzt auf Prävention, Aufklärung und Gesundheitsversorgung statt auf Strafen. Den Anstoß gaben Indigene Frauen, die sich jahrelang für das Verbot eingesetzt hatten. Quelle: UTOPIA (Opens in a new window)
🫧 EU plant Mikroplastikfilter für Waschmaschinen
Die EU will Mikroplastikfilter für neue Waschmaschinen vorschreiben. Die Filter fangen laut Hersteller bis zu 97 Prozent der Kunststofffasern ab, die sich beim Waschen aus Kleidung lösen und in Flüsse und Meere gelangen. Einige Hersteller bieten die Technik bereits als Nachrüstlösung an. Quelle: EURONEWS (Opens in a new window)
↗️ Lebenserwartung in Deutschland erreicht neuen Höchststand
Die Menschen in Deutschland werden wieder älter: 2025 stieg die durchschnittliche Lebenserwartung nach dem Rückgang während der Corona-Pandemie auf einen neuen Höchstwert. Neugeborene haben statistisch eine Lebenserwartung von 81,4 Jahren. Quelle: ZDF HEUTE (Opens in a new window)
🌳 Kanadische Gemeinde erkennt Rechte von Bäumen an
Die kanadische Gemeinde Terrasse-Vaudreuil hat als erste Gemeinde weltweit die „Allgemeine Erklärung der Rechte der Bäume“ offiziell durch eine Resolution anerkannt. Damit werden Bäumen konkrete Schutzrechte zugesprochen – darunter das Recht auf Leben, natürliches Wachstum, körperliche Unversehrtheit und Regeneration. Quelle: UTOPIA (Opens in a new window)
🌇 Berlin eröffnet erstes Azubi-Wohnheim
Berlin hat sein erstes kommunales Wohnheim für Auszubildende eröffnet. Ab August ziehen 154 Azubis in möblierte Zwei-Personen-WGs für 340 Euro warm im Monat. Weil bezahlbarer Wohnraum für viele Auszubildende knapp ist, sollen bis 2027 bis zu 300 weitere Wohnheimplätze entstehen. Quelle: RBB24 (Opens in a new window)
🦶England belohnt tägliche Spaziergänge
Der englische Gesundheitsdienst NHS will Menschen mit Gutscheinen und Rabatten zu mehr Bewegung motivieren. Wer einen Monat lang täglich 30 Minuten zu Fuß unterwegs ist und das per Smartphone oder Smartwatch nachweist, soll künftig Belohnungen erhalten. Quelle: SPIEGEL ONLINE (Opens in a new window)
🦭 Hilfe für verwaiste Robbenbabys
Viele Robbenbabys verlieren ihre Mutter, weil Menschen ihren Lebensraum stören. Im Robbenkrankenhaus im niederländischen Pieterburen werden die verwaisten Robben gepflegt und mit einem Lachsbrei gefüttert, bis sie stark genug für die Auswilderung ins Wattenmeer sind. Quelle: ZDF HEUTE (Opens in a new window)
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Fragen und Feedback?
Hast du Ideen, Anregungen oder Kritik für diesen Newsletter oder unser Heft? Schreib uns gern unter redaktion@goodimpact.eu (Opens in a new window).
👋Bis nächste Woche
Wir wünschen dir ein schönen Start ins Wochenende. Bleibt optimistisch!
Dein Good Impact Team,
Anja, Bianca, Sophie, Selina, Simon & Juliane
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