
Meistens entwickelt sich eine Arthrose über mehrere Jahre. Sie kann in unterschiedlichen Gelenken entstehen, oft betrifft sie das Knie. Dann wird der Alltag wegen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zum Problem, Stichwort Treppensteigen.
Früher dachte man, Arthrose entsteht durch Verschleiß des Knorpels, weil vor allem ältere Menschen darunter leiden. Doch dahinter stehen komplexe Stoffwechselvorgänge, die zu Entzündungsprozessen führen. Sie können verschiedene Gelenkstrukturen angreifen: Knorpel, Gelenkhaut, Knochen, Bänder und Kapsel. Auch die Muskulatur rund um das Gelenk kann schwächer werden.
Viele Menschen sind betroffen: Laut einer großen Studie (Opens in a new window) aus dem Jahr 2020 mit über 100.000 Personen berichten circa 4 Prozent der Erwachsenen, in den letzten 12 Monaten wegen Kniearthrose behandelt worden zu sein.
Arthrose ist nicht heilbar, aber die Beschwerden lassen sich lindern. Doch was wirkt – und was nicht? Neben gezielter Bewegung und Gewichtsreduktion, werden häufig entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt. Wenn die Arthrose weit fortgeschritten ist, kann ein Gelenkersatz (Opens in a new window) in Frage kommen. Zu vielen Behandlungsmethoden, die häufig angeboten werden, fehlt jedoch oft der Nachweis, dass der Nutzen größer ist als die Risiken.
In unserem aktuellen Heft schauen wir uns eine Behandlungsmethode genauer an: die Low-Dose-Bestrahlung.
Unser Newsletter widmet sich heute der Frage, welche Vor- und Nachteile gängige Behandlungsangebote bei Arthrose haben.
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Was bringt die niedrig dosierte Bestrahlung bei Arthrose?
Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) „Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen“, kann eine Low-Dose-Bestrahlung bei Kniearthrose, Hüftarthrose, Omarthrose (Schultersyndrom) oder bei Arthrosen kleiner Gelenke erfolgen, wenn konservative Therapien erfolglos sind und operative Eingriffe nicht infrage kommen. Die Krankenkassen bezahlt die niedrig dosierte Strahlentherapie. Aber wie sieht es mit den Beweisen für einen Nutzen aus?
Aus unserem aktuellen Heft: Low-Dose-Bestrahlung bei Arthrose (Opens in a new window) (€)
Was die sogenannte Proliferationstherapie bringt
Vor allem orthopädische Praxen bieten unter dem Namen „Proliferationstherapie“ Spritzen ins Gelenk an. Die Theorie dahinter: Die Zuckerlösung soll durch ihre hohe Konzentration das Gewebe und insbesondere die Knorpelzellen anregen und so zur Erneuerung führen. Die Spritzen enthalten neben Traubenzucker meist auch ein Mittel zur örtlichen Betäubung. Ein Leser wollte von uns wissen, was solche „Zuckerspritzen“ bei Kniearthrose bringen.
Aus Heft 01/2025: Zuckerspritzen bei Kniearthrose? (Opens in a new window) (€)
Hyaluron-Spritzen verbessern weder Schmerzen noch Beweglichkeit
Über den Nutzen der Therapie stritten Fachleute 50 Jahre lang. Eine große systematische Übersichtsarbeit zog einen Schlussstrich unter die Debatte. Um Nutzen und Risiken verlässlich zu beziffern, konzentrierte sich das Forschungsteam auf große Studien, in denen die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip entweder Spritzen mit Hyaluronsäure oder Spritzen mit Placebo erhielten.
Aus Heft 01/2023, frei lesbar: Knie-Arthrose: Hyaluron-Spritze hilft kaum (Opens in a new window)
Produkte gegen Gelenkerkrankungen: Vorsicht Betrugsmasche!
Im Internet preisen Seiten, die wie Nachrichtenportale aussehen, Produkte gegen Gelenkerkrankungen an. Die Namen der Mittel wechseln, doch dahinter verbirgt sich stets dieselbe Betrugsmasche. Die Produkte helfen nicht, im Gegenteil: Oft schaden sie.
Aus Heft 04/2022, frei lesbar: Dreiste Werbetricks mit angeblichen Wundermitteln (Opens in a new window)
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