Die Advents- und Weihnachtszeit ist in der Altenpflege eine besonders stimmungsvolle Phase. Traditionell spielen im Dezember selbstgebackene Plätzchen eine große Rolle – ihr süßer Duft, die weihnachtlichen Gewürze und das gemeinsame Backen eröffnen Erinnerungen an frühere Zeiten. Ein Plätzchen-Adventskalender kombiniert diese Bräuche: Statt fertiger Schokolade werden 24 selbstgebackene Kekse vorbereitet, verpackt und tagtäglich gemeinsam geöffnet. Diese Aktivität begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner jeden Tag im Dezember bis zum Heiligen Abend, schafft Vorfreude und fördert soziales Miteinander. Wie eine Adventskalender-Aktion mit selbstgebackenen Plätzchen gestaltet werden kann, zeigt sich eindrücklich in Praxisbeispielen: Etwa wird beschrieben, wie eine Gruppe Senioren Zutaten knetete, ausrollte und ausstach – mit spritziger Musik und Kerzenschein. Der süße Duft „rief viele Erinnerungen an weihnachtliche Familientraditionen“ wach.
Amazon-Tipps:
Weihnachtsausstecher (Opens in a new window) (wenn man noch lieber Alternativ Weihnachtsmotive möchte und nicht Zahlen)
Zielsetzung – Sinn und Nutzen für die Bewohner
Ein Plätzchen-Adventskalender verfolgt mehrere pädagogisch-soziale Ziele. Er dient vor allem der aktivierenden Beschäftigung und Sinnesförderung im Pflegealltag. Beim gemeinsamen Backen werden verschiedene Sinne angeregt: Der Duft von Zimt, Vanille oder Zitrusaroma stimuliert das Riechen und löst positive Emotionen aus. Viele BewohnerInnen erinnern sich beim Plätzchenbacken an Erlebnisse aus früheren Zeiten – ein Effekt, der vor allem bei demenziell veränderten Personen therapeutisch wertvoll ist. Die routinierten Handgriffe (Teig kneten, Ausstechen, Verzieren) trainieren Feinmotorik, Auge-Hand-Koordination und Wahrnehmung. Selbst anspruchsvollere Teig-Massagen oder das Spritzen von Guss bieten motorische Herausforderung und fördern die Geschicklichkeit. Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Tun das Gemeinschaftsgefühl: Im Team entsteht eine ausgelassene, motivierende Stimmung (etwa durch gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern), und die Bewohner lernen sich gegenseitig zu unterstützen. So wird die soziale Interaktion gefördert und Einsamkeit entgegengewirkt.
Ein Plätzchen-Adventskalender schafft zudem Erfolgserlebnisse: Sobald der Teig gelingt und am Ende die ersten kostprobenfertigen Kekse verteilt werden, erfahren die Teilnehmenden ein positives Gefühl von Selbstwirksamkeit. Gerade Bewohner mit eingeschränktem Appetit können davon profitieren: Der Genuss selbstgemachter Weihnachtsleckereien und die Freude am Backen können den Essanreiz steigern und Depressionen mildern. Insgesamt macht die Aktivität glücklich: Wer einen Plätzchenteig knetet oder einen Teig dekoriert, beschäftigt Geist und Muskelkraft gleichermaßen, Stress wird abgebaut und Ängste können reduziert werden. Das gemeinsame Erleben in einer festlichen Atmosphäre – Kerzenlicht, Weihnachtsmusik, Geschichten – macht die Adventszeit für die Bewohner sinnlicher und besinnlicher.
Vorteile zusammengefasst:
Erinnerungsförderung: Weihnachtsdüfte und vertraute Handgriffe lösen positive Erinnerungen an früheres Familienleben aus.
Multisensorische Aktivierung: Der Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn werden angesprochen, was die Wahrnehmung schärft.
Motoriktraining: Kneten, Formen und Ausstechen üben die Feinmotorik und Koordination – oft eine spielerische Art, beweglich zu bleiben.
Sozialer Zusammenhalt: Gemeinsames Backen stärkt das Gemeinschaftsgefühl und fördert den Austausch unter den Teilnehmern.
Selbstwirksamkeit: Durch sichtbare Erfolge (die gebackenen Plätzchen) steigt das Selbstbewusstsein und die Motivation.
Genuss und Appetit: Selbstgebackene Kekse und das Naschen motivieren auch Bewohner mit vermindertem Appetit, sich auf die Mahlzeiten zu freuen.
Tatsächlich berichten Pflegeheime von begeisterten Reaktionen: So hieß es nach einer Backrunde in Bremen, „Selbst gebackene Kekse schmecken am besten!“.
Nachteile und Herausforderungen: Natürlich erfordert ein selbstgemachter Adventskalender einen höheren Aufwand als ein gekaufter. Gemeinsam mit den Bewohnern zu backen bedeutet Organisationsarbeit: Zutaten müssen besorgt, Rezepte ausgewählt und Hygienevorgaben eingehalten werden. Man braucht ausreichend Küchengeräte und Personal, das bei Bedarf unterstützt. Außerdem sind die süßen Plätzchen aus Teig zumeist kalorienreich und zuckerhaltig. Ein übermäßiger Verzehr kann bei älteren Menschen zu Übergewicht oder Diabetes beitragen. Daher empfiehlt sich ein maßvoller Umgang: Planung und Portionierung helfen, Kalorienfalle und Zahnkaries zu vermeiden. Ein weiteres Risiko ist die Lebensmittelsicherheit: Roher Plätzchenteig enthält oft Eier und Mehl, die Salmonellen oder EHEC-Bakterien übertragen können. Um Infektionen zu verhindern, muss strikt darauf geachtet werden, dass Teig vollständig durchgebacken wird und alle Hygieneregeln eingehalten werden (Händewaschen, saubere Arbeitsflächen, getrennte Utensilien für rohes Fleisch/Ei). Nicht zuletzt kann es unter Umständen schwierig sein, alle Bewohner gleichermaßen einzubinden – etwa bei stark eingeschränkter Mobilität oder Demenz. Auch mögliche Allergien (z.B. gegen Nüsse oder Gluten) müssen berücksichtigt werden. Insgesamt gilt: Die gesundheitlichen Risiken lassen sich durch sorgsame Planung (zuckerreduzierte Rezepte, gesunde Zutaten) und strenge Küchenhygiene minimieren.
Praktische Anleitung
Auswahl geeigneter Plätzchensorten
Für das Backprojekt sollten einfache und bekannte Rezepte gewählt werden. Klassiker wie Butterplätzchen, Vanillekipferl, Zimtsterne oder Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladenfüllung sind erprobt und bei vielen Bewohnern beliebt. Achten Sie darauf, dass die Teige nicht zu hart werden – Gebäck mit weicherem Biss (z.B. Kokosmakronen) kann insbesondere für Bewohner mit Zahnprothesen leichter zu genießen sein. Ebenso wichtig ist die Zusammensetzung der Zutaten: Zahngesunde und nährstoffreiche Backrezepte empfehlen sich. So können beispielsweise Weizenmehl ganz oder teilweise durch Vollkornmehl ersetzt werden. Auch der Einsatz von Zuckeralternativen (Xylit, Agavendicksaft, Honig) und gesunden Fetten (z.B. Kokosöl, Nussmuse) kann Zucker reduzieren und zusätzliche Mineralien liefern. Gewürze wie Zimt, Nelken, Vanille oder Ingwer sorgen für viel Aroma mit wenig oder gar keinem Zuckeraufwand. Nüsse und Kokosraspeln liefern ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Rezepte mit Eiern oder Mehl lassen sich auch durch Eiersatz (z.B. Banane) und alternative Mehle (Mandeln, Kokosmehl) anreichern. Letztlich sollten die Rezepte altersgerecht und leicht umsetzbar sein: Sie müssen zu überschaubaren Teigmengen für kleine Gruppen führen (etwa 5–10 Plätzchen pro Person und Sorte) und in kurzen Arbeitsschritten realisierbar sein. Vermeiden Sie komplizierte oder exotische Rezepte, die die Bewohner überfordern könnten.
Hygienestandards beim Backen
Besonders in Gemeinschaftsküchen gelten strenge Hygieneregeln. Vor dem Backen sind Hände gründlich zu waschen und saubere Schürzen zu tragen. Haarnetz oder Kopfbedeckung sowie frische Arbeitskleidung bieten zusätzlichen Schutz. Alle Arbeitsflächen, Schneidebretter und Rührgeräte müssen sauber und desinfiziert sein; benutzen Sie gegebenenfalls Einweglappen und wechseln Sie Putzutensilien regelmäßig aus. Beim Umgang mit rohen Zutaten ist besondere Vorsicht geboten: Rohes Fleisch, Geflügel, Fisch oder rohe Eier können gefährliche Keime wie Salmonellen enthalten. Daher sollten diese stets separat gelagert, verarbeitet und nach Gebrauch sofort gereinigt werden. Beim Backen empfiehlt sich die Verwendung von pasteurisierten Eiern oder Eiersatz, um Salmonellengefahr zu minimieren. Nach dem Kontakt mit rohen Zutaten (Teig, Ei, Mehl) ist jedes Küchenutensil sofort zu reinigen oder auszutauschen. Anschließend sollte das Backgut ausreichend lange und heiß gebacken werden (mindestens 70°C Kerntemperatur), um alle Keime abzutöten.
Auch auf Kreuzkontamination ist zu achten: Verwenden Sie für die Zubereitung und Ausgabe des fertigen Gebäckes getrennte Schüsseln und Werkzeuge als für den rohen Teig. Lassen Sie die Plätzchen nach dem Backen komplett auskühlen, bevor Sie sie anfassen oder einpacken. Die fertigen Kekse können, wenn sie trocken gelagert werden, in gut schließenden Dosen etwa vier Wochen frisch bleiben. Achten Sie außerdem auf regelmäßiges Händewaschen während des Backens – insbesondere wenn mehrere Personen beteiligt sind.
Einbindung der Bewohner nach Fähigkeiten
Um möglichst viele Bewohner zu beteiligen, sind die Arbeitsaufgaben alters- und krankheitsgerecht aufzuteilen. Unter Anleitung können Teilnehmende nach ihren Möglichkeiten aktiv mitwirken: Manche kneten den Teig mit den Händen, andere beim Ausrollen mit dem Nudelholz. Das Ausstechen übernimmt ein Bewohner, während andere die Plätzchen schrittweise aufs Backblech legen oder mit Zuckerguss und Streuseln verzieren. Selbst Teilnehmende mit Demenz oder motorischen Einschränkungen können einfache Schritte ausführen – etwa Hefe beimischen, Formen in einer Schüssel oder Schmuck auszuprobieren. Achten Sie darauf, schwierige Teilaufgaben vorzubereiten (z.B. den Teig in Portionen vorportionieren) und nur dann einzugreifen, wenn nötig. Loben Sie jeden noch so kleinen Einsatz und das Ergebnis, um Erfolgserlebnisse zu verstärken. Planen Sie Pausen ein – Backen darf nicht ermüden. Durch kurze Aktivierungsphasen zwischendurch (z.B. ein Adventslied, eine Geschichte zur Weihnachtszeit) bleibt die Motivation hoch. Wichtig ist auch, allen Beteiligten das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden: Fragen Sie nach Lieblingsrezepten, lassen Sie Rezepte einbringen oder Dekorationen vorschlagen. So wird die Aktivierung möglichst selbstgesteuert und fördert das Selbstvertrauen.
Gestaltung des Adventskalenders
Der Adventskalender selbst kann kreativ gestaltet werden. Häufig wird er als großes Poster, Tafel oder mobile Kranzform angefertigt, an dem 24 Tütchen oder Schachteln mit Plätzchen befestigt sind. Für die Verpackung eignen sich kleine Papiertüten, Stoffsäckchen oder buntes Pergamentpapier. Beschriften Sie jedes Täschchen mit den Zahlen 1 bis 24 (z.B. mit Zuckerguss oder Anhängern); ein Tipp lautet, die Zahlen vor dem Backen in den Teig einzustechen und nach dem Backen mit Glasur hervorzuheben. Die fertigen Plätzchen können dann in diese Tütchen gelegt und luftdicht verschlossen werden. Alternativ lässt sich ein Adventskranz oder eine Girlande basteln, an die man die nummerierten Plätzchen per Band oder Klammer hängt. Ganz wichtig sind Ritual und Präsentation: Stellen Sie den Kalender an einem zentralen Ort auf (z.B. im Gemeinschaftsraum), schmücken Sie ihn weihnachtlich und zünden Sie zum täglichen Öffnen Kerzen am Adventskranz an.
Zusätzlich zu den Süßigkeiten kann jedes Türchen eine kleine Botschaft oder Geschichte enthalten. Bewährt haben sich Gedichte, kurze Weihnachtsgeschichten oder Liedtexte. So schenkt man den Bewohnern nicht nur naschhaftes Vergnügen, sondern auch gemeinsame Zeit. Stimmen Sie die Inhalte auf die Vorlieben der Gruppe ab: Manche Senioren schätzen religiöse Andachten, andere heitere Anekdoten oder Erinnerungen an Weihnachten in ihrer Kindheit.
Rituale, Geschichten und Botschaften
Der tägliche Ablauf sollte fest etabliert werden. Zum Beispiel kann festgelegt werden, dass sich Bewohner und Betreuungskraft jeden Tag um 15 Uhr am Kalender versammeln. Eine Möglichkeit ist das Auslosen: Zettel mit den Namen der Bewohner liegen in einer Schale, und täglich wird ein Name gezogen. Die gezogene Person darf das Türchen öffnen. Vor dem Öffnen kann ein Adventslied gemeinsam gesungen oder eine Kerze am Adventskranz angezündet werden, um eine feierliche Atmosphäre zu schaffen. Hinter jedem Tütchen verbirgt sich dann nicht nur ein selbstgebackener Keks, sondern auch eine vorgelesene Geschichte, ein Gedicht oder ein Rätsel. Gerade diese gemeinsamen Rituale machen die Tage im Dezember zu besonderen Höhepunkten im Heimleben. Erfahrungsgemäß freuen sich viele Bewohner sehr über liebevoll ausgesuchte Texte und Lieder – man spricht deshalb auch von „Zeit verschenken“ im Adventskalender.
Organisation und Zeitplan
Eine gelungene Umsetzung erfordert gute Planung. Empfehlenswert ist folgender Zeitplan:
Vor der Adventszeit (November): Setzen Sie ein Planungsteam aus Betreuungskräften und Freiwilligen ein. Treffen Sie sich, um Rezepte festzulegen, Mengen abzuschätzen und alle nötigen Zutaten sowie Utensilien (Rührschüsseln, Ausstecher, Backbleche) zu beschaffen. Auch eine kurze Hygieneschulung oder Auffrischung für das beteiligte Personal kann sinnvoll sein. Klären Sie, welche Bewohner teilnehmen und ob es spezielle Diätvorgaben gibt (z.B. Zuckerarmes oder Allergiker-Plätzchen). Beginnen Sie bereits in dieser Phase mit dem Basteln oder Dekorieren des Kalenders (Zahlen aufmalen, Tütchen anfertigen).
1. Adventswoche: Lassen Sie die ersten Kekse backen. In einer oder mehreren gemeinsamen Backrunden fertigt die Gruppe das Grundgebäck an (z.B. 8–12 Plätzchen pro Sorte). Planen Sie 1–2 Backtermine ein, damit alle Aktionen in Ruhe gelingen. Beteiligen Sie mehrere Bewohner pro Termin, damit jeder mal an den Geräten sein kann.
2. Adventswoche: Backen Sie weitere Sorten, die im ersten Durchgang nicht entstanden sind. Zeitgleich kann der fertig gebackene Kalender in der Tagesstätte aufgehängt werden. Füllen Sie die ersten Türchen mit den frisch gebackenen Keksen. Falls die Plätzchen mehrere Wochen haltbar bleiben (gekühlt), können Sie einen Vorrat für die kommenden Tage anlegen.
3. Adventswoche: Fortsetzung der Backrunde. Jetzt sind vielleicht kompliziertere Rezepte dran (z.B. gefüllte oder aufwändig verzierte Plätzchen), die etwas mehr Geduld erfordern. Kontrollieren Sie zwischendurch die Haltbarkeit der ersten Chargen: Enthalten die Tüten ausschließlich gut gekühlte Gebäckstücke, ist es in Ordnung, sie bis zur Verwendung offen stehen zu lassen.
4. Adventswoche bis Heiligabend: Kontrollieren Sie täglich das Öffnen der Kalender-Tütchen. Treffen Sie sich zusammen mit den Bewohnern zur festgelegten Uhrzeit, halten Sie die Rituale ein (Lied, Kerzen, Lesen der Botschaft, Öffnen des Türchens). Am 24. Dezember kann die letzte Tüte dann zusammen mit einer größeren Feier geöffnet werden. Bereiten Sie für diesen Abschluss-Termin vielleicht noch ein besonderes Backergebnis oder eine Überraschung (z.B. ein Erinnerungsbuch) vor.
In der gesamten Adventszeit ist es wichtig, flexibel zu bleiben: Passen Sie bei Bedarf Rezepte an (etwa wenn ein Bewohner unwohl war) und sorgen Sie dafür, dass stets genügend Betreuungskräfte anwesend sind. Bleibt etwas Vorbereitung übrig (etwa Bastelmaterial oder Kekse), können diese im neuen Jahr für andere Projekte weiterverwendet werden. Insgesamt hilft ein klar strukturierter Ablauf, dass das Projekt reibungslos in den Alltag integriert wird – schließlich soll das Backen Freude machen und keine zusätzliche Belastung für das Pflegepersonal sein.
Umsetzung in einer Altenpflegeeinrichtung
Das folgende Beispiel illustriert die Praxis: Im fiktiven Seniorenheim „Haus Sonnenblick“ beschloss das Betreuerteam, einen Plätzchen-Adventskalender durchzuführen. Anfang November trafen sich die Pflegeleitung und Betreuungskräfte zur Planung: Sie wählten drei einfache Rezepte (Butterplätzchen, Kokosmakronen, Vanillekipferl), erstellten Einkaufslisten und organisierten einen Backtermin pro Adventswoche. Am 30. November wurden die benötigten Lebensmittel (Mehl, Zucker, Nüsse, Gewürze) und Ausstechformen eingekauft. Die Hygienemaßnahmen wurden in einem kurzen Meeting besprochen: Alle Helfer*innen wussten Bescheid, wie Hände zu desinfizieren und Oberflächen zu reinigen sind.
Dann ging es los. Bereits am 1. Dezember versammelten sich sechs Bewohner und zwei Betreuungskräfte im geschmückten Gemeinschaftsraum. Eine Kerze brannte auf dem Tisch, Weihnachtsmusik spielte leise. Die Namen aller Anwesenden lagen auf Zetteln in einer Schale bereit: Gemeinsam wurde ausgelost, wer heute als erstes eine Rolle beim Backen übernimmt. Dann ging es an die Arbeit: Zuerst wurde Butterplätzchenteig gerührt und geknetet, zwei Bewohner rollten den Teig aus, andere stachen Sterne und Herzen aus. Wie im Kursana-Beispiel beschrieben, lag „fröhliche Stimmung“ in der Luft. Überall fielen Sätze wie „Weißt du noch…?“ – es wurden Kindheitserinnerungen ausgetauscht. Die Betreuungskraft lobte jeden Schritt, lobte kreative Ideen und motivierte, auch mal ruhig eine Kleinigkeit zu probieren.
Nach dem Backen verteilte man die gerade fertig gebackenen Kekse direkt auf Platten: „Selbst gebackene Kekse schmecken am besten!“, scherzte ein Bewohner und stimmte in das allgemeine Nicken ein. Ein Teilnehmer stellte seinen Teller stolz zur Kamera (siehe Abbildung) und strahlte über das ganze Gesicht:
Eine Bewohnerin im Kursana Domizil Bremen präsentiert stolz die selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen. Der vertraute Duft weckte Erinnerungen an früher und bereitete allen Beteiligten Freude.
In den folgenden Tagen (jeden zweiten Nachmittag) fanden weitere kleine Backgruppen statt. Neben dem Backen bastelten die Teilnehmer parallel an der Gestaltung des Kalenders: Aus astähnlichen Zweigen wurde eine Girlande geformt, an der 24 kleine Säckchen befestigt wurden. Jeder Bewohner durfte einen Spruch oder ein kurzes Gedicht auswählen, das zu einem der Türchen passte.
Schließlich kam der 1. Dezember: Zum ersten Mal traf man sich, um das 1. Türchen zu öffnen. Die aus der Schale gezogene Bewohnerin las gemeinsam mit den Pflegekräften das Gedicht des Tages vor und entnahm dann die mit Butterplätzchen gefüllte Tüte. An jedem weiteren Tag folgte das Ritual: Weihnachtslied vorsingen, Zettel ziehen, Türchen öffnen und Kekse essen. Dabei wurden jeweils die gerade gebackenen Sorten verteilt und gelobt. Dank der guten Vorbereitung konnte das Projekt exakt zum Kalenderjahr „eingespielt“ werden. Das Gemeinschaftsgefühl war spürbar: Die regelmäßigen Treffen brachten aufmunternde Unterbrechungen im Tagesablauf, und die Bewohner freuten sich täglich auf ihren persönlichen Adventsmoment. Am Heiligabend berichtete eine Pflegekraft begeistert, dass die Bewohner begeistert erzählten, „diese Adventszeit sei wie früher im Kreise der Familie“ – erfüllt von Wärme, Erinnerungen und selbstgemachtem Plätzchenduft.
Fazit: Ein Plätzchen-Adventskalender in der Altenpflege ist ein aufwändiges, aber äußerst bereicherndes Projekt. Mit sorgfältiger Planung, einfachen Rezepten und klaren Ritualen werden dabei motorische, kognitive und soziale Fähigkeiten gefördert. Die psychische Wirkung ist positiv: Bewohner erleben Sinn und Freude in der gemeinschaftlichen Tätigkeit. In der Praxis haben Betreuungskräfte beobachtet, wie das gemeinsame Backen „Erinnerungen weckte“ und „draußen herumlungern viel motivierender machte“. Ein derart selbstgemachtes Angebot stärkt das Gemeinschaftsgefühl und verschönert die Adventszeit – ganz im Sinne des Mottos: Zeit schenken durch selbst gebackene Kekse und gemeinsame Momente.
Plätzchen-Adventskalender - Kreative Ausstechplätzchen-Rezepte
Im Advent können Ausstechkekse eine anregende Gruppenaktivität sein. Das gemeinsame Backen fördert Sinneswahrnehmung, Feinmotorik und Gedächtnis. Alle folgenden Rezepte sind so konzipiert, dass der Teig sich problemlos ausrollen und mit Zahlenausstechern ausstechen lässt (siehe etwa Zahlenausstecher-Set). Die Mengenangaben reichen jeweils für etwa 30 Personen (ca. 2–3 Kekse pro Person). Getrocknete Plätzchen aus Mürbteig halten sich bei luftdichter Lagerung mindestens 2–3 Wochen frisch, besonders wenn sie nach dem Backen gut ausgekühlt sind.
Die Aktivierungspersonen können die Materialien (Backutensilien, Teig, Ausstechformen) zur Verfügung stellen, während die Teilnehmenden beim Formen der Teigstücke und Ausstechen der Zahlen ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten einsetzen. Dabei sind biografieorientierte Gespräche sinnvoll: Fragen wie „Welche Lieblingsplätzchen gab es in Ihrer Kindheit?“ oder „Haben Sie früher in der Adventszeit Plätzchen gebacken?“ fördern den Austausch. Auch das Riechen und Probieren der Gewürze oder das gemeinsame Dekorieren regt die Sinne an.
Grundsätzlich startet jede Backaktion mit den gleichen Schritten: Mehl, Zucker, Butter und Eier zu einem Mürbeteig verarbeiten. Typisch ist beispielsweise das klassische Rezept (3-2-1-Teig) mit Weizenmehl, Butter, Zucker und Vanille. Der Teig wird zu Kugeln geformt, flachgedrückt, gekühlt, dann ausgerollt und mit den Zahlenausstechern Formen ausgestochen. Anschließend backen die Kekse bei etwa 175 °C Umluft (oder 180 °C Ober-/Unterhitze) für rund 10–12 Minuten, bis sie leicht goldbraun sind. Nach dem Auskühlen können sie (optional) mit Zuckerguss oder Streuseln verziert werden. All diese Schritte lassen sich je nach Fähigkeitsniveau in der Gruppe verteilen – vom Abmessen der Zutaten bis zum Ausrollen und Backen.
Allgemeine Hinweise zum Teig
Teigmenge: Die Rezepte sind für ca. 60–90 Plätzchen ausgelegt (etwa 2–3 Stück pro Person). Üblich sind z.B. 500 g Mehl, 250 g Butter, 180–200 g Zucker und 2 Eier, die etwa 80–100 Kekse ergeben.
Ausrüstung: Küchenmixer oder Handrührgerät, große Rührschüssel, Nudelholz, Backbleche, Backpapier, Kühlzeit im Kühlschrank, Zahlenausstechformen (0–9), Streuselflocken/Zuckerdekor.
Zubereitung: Mehl mit etwas Backpulver und Gewürzen (je nach Rezept) vermischen, Zucker, Butter (weich) und Eier hinzufügen und zügig zu einem Teig verarbeiten. Den Teig in Klarsichtfolie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen. Dann portionsweise auf einer bemehlten Fläche (oder zwischen Backpapier) ausrollen, Formen ausstechen und auf Backbleche legen. Unmittelbar nach dem Backen die Plätzchen auskühlen lassen, bevor sie in Dosen gefüllt werden.
Haltbarkeit: Gut gekühlte und in dicht schließenden Dosen gelagerte Mürbeteigplätzchen bleiben etwa 3–6 Wochen genießbar. Wir empfehlen, die Kühlzeit im Blick zu haben und stets nur einen Teil Teig zu verarbeiten, während der Rest im Kühlschrank ruht.
Lagerung: Richtig abgekühlt, am besten in flachen Metalldosen oder Glasbehältern mit Deckel aufbewahren. Das hält die Kekse trocken und knusprig. Einige Teige (z. B. mit Früchten) kann man auch portionsweise einfrieren und frisch auftauen.
Sinnvoll ist es, in jeder Aktivität ein neues Thema oder Gewürz vorzustellen (z. B. Zimt, Kakao, Zitronenschale). Die visuelle Vielfalt (Zahlen-Ausstecher, bunte Zuckerstreusel) motiviert zum Mitmachen. Zwischendurch können Teilnehmende das Ausstechergebnis anschauen, zählen, diskutieren – auch um gemeinsam über Zahlenfolge oder Adventstage zu sprechen. Einfache Bewegungsspiele (z. B. Teig kneten als Handübung) lassen sich einflechten.
Klassischer Vanille-Mürbeteig (Butterplätzchen-Basis)
Material: Große Rührschüssel, Handrührgerät oder Standmixer mit Knethaken, Teigroller, Backblech(e), Backpapier, Zahlen-Ausstecher.
Zutaten: 500 g Weizenmehl, 250 g weiche Butter, 200 g Zucker, 2 Eier (Gr. M), 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g), 1 Prise Salz, ½ Päckchen Backpulver.
Zubereitung: Alle Zutaten in der Schüssel (Mehl, Backpulver) mischen, dann Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier und Salz hinzufügen. Auf niedriger Stufe kurz vermengen, dann auf hoher Stufe zu einem glatten Mürbeteig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen. Danach portionsweise auf etwa 0,5 cm Dicke ausrollen, Zahlen oder Sterne ausstechen und auf Backblechen verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 10–12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Auskühlen lassen.
Umsetzung: Dieser Grundteig lässt sich komplett in der Gruppe herstellen: Einige Teilnehmer können Butter und Zucker einwiegen und in die Schüssel geben, andere das Mehl abwiegen. Beim Kneten hilft das gemeinsame Zuschauen, da jeder zwischendurch Teigformen analysieren kann (hart/weich, klebrig). Das Abrollen und Ausstechen ist ideal für motorische Übungen – je ein Teigballchen pro Teilnehmerkette, gemeinsam Ausstecher verwenden. Der Backvorgang geschieht durch Betreuungspersonen, während die Gruppe belohnend zuschaut und später z. B. Weihnachtslieder singt.
Praxisbeispiele: Nachdem die Kekse backen, können Erinnerungen ausgetauscht werden: „Erzählen Sie doch mal, was bei Ihnen früher auf dem Weihnachtsteller stand?“ Ein Quiz könnte etwa die Reihenfolge der Adventstage mit Zahlen-Plätzchen abfragen. Nach dem Abkühlen können die Kekse mit Schokolade-, Zuckerguss- oder Zuckerstiften verziert werden – eine Fingerübungs- und Kreativaufgabe. Gemäß dem Motto „Alle Plätzchen in die Dose!“ können alle Teilnehmenden anschließend gemeinsam die Keksdosen befüllen.
Schokoladen-Ausstechplätzchen (Kakao-Mürbeteig)
Material: Sieb (zum Durchsieben des Kakaos), große Schüssel, Mixer, Ausstecher, Backbleche.
Zutaten: 450 g Mehl, 50 g Backkakao (ungesüßt), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, 1 Prise Salz.
Zubereitung: Mehl und Kakao (jeweils mit Backpulver vermischt) durch ein Sieb in die Schüssel geben. Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier und Salz zugeben. Alles zu einem glatten dunklen Teig verrühren (eventuell zuerst Stufe niedrig, dann hoch). Den Teig wie gehabt kühlen, dann ausrollen. Weißer Zucker oder Schokostreusel auf den Teig streuen, vorsichtig festdrücken und mit der Teigrolle sanft einrollen (so bekommt der Teig leichte, weiße Flecken). Mit Zahlenausstechern Formen ausstechen, auf Backblech legen. Bei 175 °C ca. 10 Min. backen. Abkühlen lassen.
Umsetzung: Diese Variante wirkt besonders festlich wegen der Schokolade. Beim Kneten kann man ansprechen, dass dunkler Teig oft nach Schokolade riecht und schmeckt, um Geruchssinn anzusprechen. Die weiße Zuckerdeko (oder auch gehackte Nüsse) zwischen den Fingern fühlen, regt zusätzlich an. Schließlich können die Teilnehmenden die Plätzchen zählen („Wer hat die Nummer 1 ausgestochen?“) und sich so beim Zusammenpacken abwechseln.
Praxisbeispiele: Ein möglicher Ablauf: Die Gruppe arbeitet paarweise, ein Teams backt, die anderen mischen Zutaten bzw. dekorieren. Ist das Blech voll, wechselt man. Beim gemeinsamen Backen können Fragen gestellt werden wie „Welche Zahl kommt nach der 12?“ (Adventskalender), um Zahlenverständnis spielerisch einzubeziehen. So wird etwa die Zahl auf jedem Plätzchen kommentiert, bevor sie in die Dose wandert.
Zimt-Ausstechplätzchen (Zimt-Butterplätzchen)
Material: Große Rührschüssel, Mixer, Teigroller, Zimtstange oder Zimtpulverdose, Ausstecher.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 50 g Puderzucker (feiner Zucker, ersatzweise normaler Zucker), 2 Eier, 2–3 TL Zimtpulver (je nach Geschmack), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, 1 Prise Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver und Zimt vermischen. Butter, Zucker, Puderzucker, Eier, Vanillezucker und Salz hinzufügen. Alles zu einem Teig kneten (er erhält eine hellbraune, zimtige Farbe). Teig kühlen. Anschließend ausrollen und mit den Zahlenausstechern Kekse ausstechen. Die Plätzchen bei 175 °C etwa 10 Min. backen, bis sie leicht bräunen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.
Umsetzung: Zimt regt mit seinem Duft zu Gesprächen über weihnachtliche Aromen an. Man kann während des Wartens erklären, dass Zimt früher wertvoll war oder welche Gewürze in exotischen Ländern wachsen – so wird auch Wissen aktiviert. Die Zahlenplätzchen können als visuelle Rechengeschichte dienen (z. B. „Zwei und drei ergeben zusammen 5“ beim Ablegen auf dem Blech). Das Abkühlregal oder der Platz neben dem Ofen kann für das „Zählen“ der gebackenen Kekse verwendet werden.
Praxisbeispiele: Beim Verzieren (z.B. dünner Zuckerguss und Zimtstangenstücke darauf) können Teilnehmende ihre Feinmotorik üben. Ein kurzes Quiz kann eingebaut werden: Z. B. „Nenne 5 Dinge, die man mit Zimt würzt“ oder „Wer mag Kaffee mit Zimt?“. So bleiben alle geistig beteiligt, während auf das Fertigbacken gewartet wird.
Zitronen-Ausstechplätzchen
Material: Reibe (für Zitronenschale), Schüssel, Mixer, Backformen.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 TL Zitronenschale (abgeriebene unbehandelte Bio-Zitrone), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, 1 Prise Salz.
Zubereitung: Mehl mit Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker und Salz zugeben. Zitronenschale einrühren. Alles zu einem glatten Teig kneten. Kühlen, dann ausrollen. Mit Ausstechern Formen ausstechen und auf Backbleche legen. Bei 175 °C ca. 10 Min. backen. Nach dem Auskühlen evtl. mit Zitronenglasur (Puderzucker und Zitronensaft) bestreichen.
Umsetzung: Der frische Duft der Zitrone kann im Raum verbreitet werden, um die Sinne zu aktivieren. Teilnehmende können abwechselnd die Zitrone reiben (unter Aufsicht) – dies fördert die Kontrolle über feine Bewegungen. Geschichten über Zitronen im Winter (Heißgetränk) oder Rezeptabwandlungen (Zitronenkuchen) bieten Gesprächsanlass. Zahlenformen können z. B. „sonnengleich“ in Gelb verziert werden, um das Thema bewusst zu verbinden.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen könnten die Kekse mit dickem Zitronenguss bestrichen werden – das Auftragen ist eine kreative Station. Außerdem kann man spielerisch zählen: „Zehn Ausstecherformen stehen bereit, nimmt euch jede eine und findet die 1, 2, 3 …“; so wird das Zahlenverständnis (oder Adventskalenderzahlen) geübt.
Orangen-Ausstechplätzchen
Material: Reibe, Schüssel, Mixer.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 2 EL Orangensaft, 2 TL Orangenschale (Bio-Orange), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Mehl mit Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker, Salz, Orangensaft und -schale hinzufügen. Zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Kühlen. Ausrollen, mit Zahlen-Ausstechern Plätzchen ausstechen und auf Backblech legen. Bei 175 °C etwa 10–12 Min. backen. Nach dem Abkühlen können die Kekse mit einem ORANGEfarbenen Zuckerguss oder Streuseln verziert werden.
Umsetzung: Diese fruchtige Variante animiert dazu, über Orangen und Vitamine zu sprechen – etwa, warum man Orangen besonders in der kalten Jahreszeit isst (Vitamin C!). Die Teilnehmenden können den Saft mit einer Presse gewinnen (kurzes Experiment), ehe sie ihn in den Teig geben. Dadurch wird der Teig flüssiger, weshalb er ggf. ein wenig extra Mehl braucht. So lernen alle nebenbei Umrechnung (EL in g) und Obstverarbeitung. Beim Ausstechen kann man daraus ein kleines Sprachspiel machen („Zähle von 1 bis 10 – finde die 1 auf dem Teig!“).
Praxisbeispiele: Eine Idee: Nach dem Backen gemeinsam Orangensaft probieren und die Kekse dazu servieren. Die „Orangen-Plätzchen“ lassen sich gut mit orangenem Zuckerguss markieren (z. B. Ziffer 1 orange einfärben, dann 2 usw.) – so lernen alle die Zahlen visuell mit Farbe zu verbinden. Das anschließende Einpacken in Tüten oder Dosen kann in (gute) Gruppe geschehen, wobei jede Person ein Gebäckstück pro Tag einpackt (Advents-Countdown).
Schoko-Orangen-Ausstechplätzchen
Material: Sieb, Rührschüssel, Handrührgerät.
Zutaten: 450 g Mehl, 50 g Kakao, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 TL Orangenschale, 2 EL Orangenlikör (optional), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Mehl und Kakao (mit Backpulver) sieben. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker und Salz hinzufügen. Die Orangenschale und den Likör einrühren. Alles zu einem schokoladig-orangen Teig verarbeiten. Nach dem Kühlen ausrollen und Ausstechen. Auf Backblech legen, bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Hier treffen Schokolade und Zitrus kombiniert aufeinander. Beim Riechen kann man Aufmerksamkeit auf die Verbindung von Kakao und Orange lenken – köstliche Aromen, die man auch als Nachmittagstee kennen könnte. Man kann die Kekse nach dem Backen mit einer weißen Zucker-Glasur (evtl. Orangensaft statt Wasser) verzieren, was eine weitere Aktivität für die Gruppe bietet. Das Teilen der orangefarbenen oder schokoladenfarbenen Kekse bringt Abwechslung auf den Plätzchenteller.
Praxisbeispiele: Beispiel: Die Gruppe könnte in Teams die Zuckerfarbe mischen (1 Team orange, 1 weiß) und dann gemeinsam auftragen. Anschließend kann abwechselnd eine Zahl vom Teig ausgesprochen werden, während ein anderer die Zuckerfarbe passend aufpinselt – dadurch wird Multitasking gefördert.
Mandel-Ausstechplätzchen
Material: Mixer mit Zerkleinerer (falls Mandeln gemahlen werden), Rührschüssel.
Zutaten: 400 g Weizenmehl, 100 g fein gemahlene Mandeln (oder gemahlene Haselnüsse), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Mehl, Mandeln (im Mixer zu feinem Mehl verarbeitet), Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker und Salz dazugeben. Kneten bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Kühlen. Dann ausrollen und Zahlen ausstechen. Bei 175 °C etwa 12 Min. backen (Mandelteig kann etwas länger brauchen). Abkühlen lassen.
Umsetzung: Der nüchterne Teig mit dem nussigen Aroma ist besonders beliebt bei Menschen mit Nuss-Vorlieben. Gemeinsames Abwiegen der Mandeln und das Zerkleinern (z.B. mit dem Mixer, gerne zusammen erklärt) ist Teil des Prozesses. Dieses Rezept lädt dazu ein, über Nussbäume oder Kindheitserinnerungen an Nusskuchen zu sprechen. Die einzelnen ausgestochenen Plätzchen könnten als „Mandel-Karten“ beschriftet werden (Teilnehmende nennen reihum Zahlen, während ein anderes sie aus dem Teig aussticht).
Praxisbeispiele: Eine Aktivität: Nachdem die Plätzchen fertig sind, kann ein kleines Ratespiel stattfinden – Jemand hält ein Plätzchen hinter dem Rücken, riecht daran und beschreibt den Duft, die anderen raten „Mandeln!“. So wird verbales Gedächtnis trainiert.
Haselnuss-Ausstechplätzchen
Material: Mixer, Schüssel, Ausstecher.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g gemahlene Haselnüsse, 250 g Butter, 180 g brauner Zucker, 2 Eier, 1 TL Backkakao (für Farbe, optional), ½ TL Backpulver, 1 Prise Salz.
Zubereitung: Mehl, gemahlene Haselnüsse (und optional Kakao), Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz hinzufügen. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstecher ansetzen und Plätzchen formen. Bei 175 °C ca. 12–14 Min. backen (Haselnussteig darf leichte Farbe annehmen).
Umsetzung: Der leicht karamellige Duft von Haselnuss und braunem Zucker regt zum Erzählen über Haselnüsse in der Region oder Haselnussigel an (traditionelles Dessert) an. Die Zubereitung ähnelt der Mandeltorte, hier in Plätzchen-Form. Die Teilnehmenden können nach dem Backen die Tassen des Kaffees (entkoffeiniert) riechen, der zu Haselnussaroma passt. Gruppen können kleine „Nusspakete“ mit den Keksen füllen (eine Übung in Verpackung und Abzählung).
Praxisbeispiele: Ein memory-artiges Spiel: Jeder Teilnehmer deckt ein ausgestochenes Plätzchen (Zahl) mit einer Tasse oder einer Karte ab und versucht, sich später an Lage und Zahl zu erinnern. So werden visuelle und kognitive Fähigkeiten gefördert.
Walnuss-Ausstechplätzchen
Material: Mixer, Schüssel.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g fein gemahlene Walnüsse, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, ½ TL Zimt (passend zu Walnuss), ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Walnüsse, Backpulver und Zimt mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz zugeben. Alles zu einem goldbraunen Teig verarbeiten. Kühlen. Ausrollen, Plätzchen ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 12 Min. (Walnussplätzchen können leicht bräunen).
Umsetzung: Walnüsse ergänzen den Zimt-Geschmack: Dies kann Anlass sein, über die Walnuss als Symbol (z.B. Schlusselfaktor für Kraft, Energie) zu sprechen. Beim Rollen können die Teilnehmenden spielerisch die Ziffern auf den Ausstechern laut aufsagen und in der Luft nachzeichnen. Danach erzählen alle abwechselnd ihre Lieblings-Warmgetränke zum Kekseessen – Frühstücksdiskussion.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Kekse mit feiner Schokoglasur überziehen und mit gehackten Walnüssen bestreuen. So üben Teilnehmende die Dosierung von Glasur und Verteilung der Nussstücke. Anschließend kann man gemeinsam überlegen, welche Zahl auf welchem Keks ist (z. B. „Zeigt mir den Keks mit der 7!“).
Kokos-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer, Ausstecher.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g Kokosraspeln, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Mehl, Kokosraspeln, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier, Salz zugeben. Alles zu einem Teig verarbeiten. Kühlen. Ausrollen und Plätzchen ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen (Kokos neigt zum schnellen Bräunen, also lieber 1-2 Min. weniger testen).
Umsetzung: Der exotische Kokosduft fördert Gespräche über Strand und Urlaubstage oder Lieblingsobst. Wer möchte, kann den Teig vor dem Kühlen noch mit etwas Kokosmilch anreichern (macht den Teig weicher). Die Plätzchen können nach dem Backen in Kokosflocken (statt Zuckerstreuseln) gewälzt werden – das bietet eine taktile Aufgabe. Zahlenformen kann man mit farblich passender Glasur (z. B. gelber Zuckerguss) markieren, sodass jede Zahl anders dekoriert ist.
Praxisbeispiele: Gruppenweise kann man einen Wettbewerb machen: Wer schafft es, in einer Minute am meisten Kokosraspel richtig auf die Plätzchen zu streuen (feiner Motorik-Test). Danach gibt es als Sinneserlebnis einen kleinen Kokosduft-Test (Wer riecht ihn am intensivsten?) – und die Kekse werden zum Spielen bereitgelegt.
Mohn-Ausstechplätzchen
Material: Mixer (oder Mörser), Schüssel.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g gemahlener Mohn (hell oder schwarz), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, ½ TL Zitronenschale (optional, Mohn harmoniert gut mit Zitrus), ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Mohn, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz (und Zitronenschale) hinzufügen. Kneten bis der Teig die graue Farbe des Mohns annimmt. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C etwa 12–14 Min. backen (Mohnplätzchen bleiben innen leicht weich).
Umsetzung: Das feine Knirschen des Mohns beim Kauen kann als Thema dienen (taktile Beschreibung). Beim Kneten des Teigs lernen Teilnehmende über Öle im Mohn und dessen Ursprung (als Backzutat). Die Teilnehmer können die Mahlrichtung des Mohns spüren (ganze Körner üben das Knirschen). Zahlen-Formen könnten als „Mohnzahlen“ mit blau-schwarzer Glasur unterschieden werden.
Praxisbeispiele: Aktivität: Ein Teilnehmer hält ein Plätzchen verdeckt und beschreibt den Geschmack (Mohn, zitronig). Die anderen raten. Oder alle summen einen Rhythmus und klopfen dabei auf ein Plätzchen, um die Zahl zu benennen, die auf ihm steht.
Kaffee-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Rührgerät.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 EL Instant-Kaffeepulver (oder Espresso gekühlt), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl mit Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker, Salz und das Kaffeepulver zugeben. Gut verkneten (der Teig wird dunkler). Kühlen. Ausrollen, Zahlen ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen. Nach dem Auskühlen können die Kekse optional dünn mit Kaffee- oder Schokoglasur bestrichen werden.
Umsetzung: Während der Teig ruht, kann über Kaffeegeschichten gesprochen werden: Wer trinkt gerne Kaffee, wie bereitet man früher Kaffee zu? Das Kaffeepulver kann als „Zutat Rätsel“ vorgestellt werden (die Geruchserkennung schult die Sinne). Die Teilnehmenden können nun „Kaffeeausstecher“ herstellen – zum Beispiel wird bei jeder Zahl gleichzeitig das Wort dazu ausgesprochen („Eins“ – mit tiefer Stimme – auf die 1 gestreichelt, bei „Zwei“ hohe Stimme, etc.), um Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Tonlagen zu üben.
Praxisbeispiele: Kaffeebohnen oder Kaffeepulver können getastet werden (kurzer „Mitmach-Geruchstest“). Nach dem Backen könnten die Kekse beim Kaffeetrinken (Tee, falls gewünscht) kostenweise vorgestellt werden. Jeder Teilnehmer legt eine bestimmte Zahl-Kekszahl vor sich hin und zählt mit (z. B. 1-Keks, 2-Kekse etc.), um Zähl- und Sprachfähigkeit zu festigen.
Lebkuchen-Ausstechplätzchen (Honig-Gewürzplätzchen)
Material: Topf (für Honig erhitzen), Schüssel, Rührgerät.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g Vollkornmehl (alternativ Weizen), 200 g Butter, 200 g Zucker oder Honig (wenn Honig, etwas weniger Wasser verwenden), 2 Eier, 4 EL Honig (als Zutat, nicht nur im Zucker), 3 TL Lebkuchengewürz (Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer, Muskat), 1 TL Natron, Prise Salz.
Zubereitung: Butter, Zucker und Honig in einem kleinen Topf leicht erwärmen und rühren (so löst sich der Zucker). Abkühlen lassen. Mehl, Vollkornmehl, Lebkuchengewürz, Natron und Salz mischen. Eier unter die flüssige Butter-Zucker-Honig-Mischung rühren. Die flüssige Masse zu den trockenen Zutaten gießen und zu einem geschmeidigen, dunkelbraunen Teig kneten. Teig in Folie wickeln, 1 Std. kalt stellen (Lebkuchenteig braucht längere Ruhe). Anschließend ausrollen (etwas dicker, ca. 0,5 cm) und Zahlen ausstechen. Backen bei 160 °C Umluft (oder 175 °C Oberhitze) etwa 10–12 Minuten – die Lebkuchen dürfen ruhig weich bleiben. Vor dem Servieren evtl. mit Puderzuckerglasur bestreichen.
Umsetzung: Der charakteristische Duft von Honig und Gewürzen schafft sofort weihnachtliche Atmosphäre. Teilnehmende können den Honig riechen, bevor er erhitzt wird („Das ist süß und klebrig!“). Beim Kneten kann man die Mischung aus weichem (Butter/Honig) und bröseligem (Mehl) Teig spüren. Zahlenkekse eignen sich hier besonders als Anschauungsobjekte, z. B. „Zählt doch mal die geschmolzene Butterlache!“ (Förderung der Beschreibung). Beim Backen kann man darauf hinweisen, dass Lebkuchen längere Kühlzeit brauchen – so lernen alle, geduldig zu sein.
Praxisbeispiele: Ein Vorschlag: Jeder Teilnehmer backt seinen eigenen Lebkuchen-Ausstecher. Nach dem Backen wird gemeinsam mit Zuckerguss und bunter Streudeko verziert – eine Aktivität mit Erfolgserlebnis. Bei diesem Rezept kann ein Memory-Spiel eingebaut werden: Man deckt einige Zahlenausstecher mit Tüchern zu und lässt die Teilnehmenden an ihrem Standort die Zahl merken, um sie später zu nennen (Gedächtnistraining).
Spekulatius-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer, Gewürzmühle (wenn die Gewürze frisch gemahlen werden).
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 200 g Zucker, 2 Eier, 3 TL Spekulatiusgewürz (Zimt, Nelken, Ingwer, Kardamom, Piment), 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz. Optional: gehackte Mandeln oder Mandelsplitter zum Dekorieren.
Zubereitung: Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver und Spekulatiusgewürz vermischen, dann zu den feuchten Zutaten geben und alles rasch zu einem Teig kneten. (Der Teig ist etwas klebrig; ggf. kurz kühlen.) Ausrollen, Ausstechen. Die Plätzchen bei 175 °C etwa 10 Minuten backen. Nach dem Backen können auf einige Kekse Mandelsplitter gedrückt werden.
Umsetzung: Spekulatiusgewürz vermittelt den typischen Weihnachtsgeschmack. Gemeinsam die Gewürze riechen (Zimt, Kardamom) schafft ein Quiz („Wer erkennt den Gewürzname?“). Die Zubereitung fördert sprachliche Beschreibung („weicher Teig“). Beim Ausstechen kann auf die Formen der Spekulatius-Reliefformen hingewiesen werden („Frage: In welche Form ist die Nummer 3 eingefasst?“). Außerdem kann man das regelmäßige Muster der Gewürzmischung zählen oder in Beziehung setzen („3 Löffel Zimt, 3 Löffel Nelken“), um das Zählen zu üben.
Praxisbeispiele: Ein Beispiel: Die Gruppe wird in Kleinstteams aufgeteilt – ein Team kümmert sich um das Abwiegen der Gewürze, ein anderes knetet den Teig. Danach wechselt man. So helfen alle überall ein bisschen mit. Später wird gezählt: „Wir haben 10 Zahlen-Ausstecher – lasst uns der Reihe nach die 1 bis 9 besprechen!“ Um die Aufmerksamkeit hochzuhalten, singt man vielleicht zwischendurch ein Weihnachtslied, während die Kekse backen.
Zimtsterne-Ausstechplätzchen (Zimtsterne-Teig)
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g gemahlene Mandeln, 100 g Puderzucker (gegebenenfalls mehr zum Bestäuben), 2 Eiweiß (L), 1 TL Zimt, ½ TL Zimt (für extra Zimtaroma), 1 Prise Salz. Für den Guss: 1 Eiweiß, 150 g Puderzucker.
Zubereitung: Eiweiß mit Salz steif schlagen, dann Puderzucker nach und nach einrieseln lassen – es entsteht ein recht fester Baiserguss. Etwa ein Drittel dieses Gussmasse beiseite stellen. Mandeln mit Zimt mischen und unter den restlichen Eischnee heben, sodass ein klebriger Mandelteig entsteht. Den Teig leicht andrücken (Eischnee außen drinnen, der Puderzucker bindet) und 20–30 Min. kalt stellen. Dann auf wenig Puderzucker ausrollen und Sterne oder Zahlen ausstechen. Die Oberseite mit dem zurückbehaltenen Eischnee bepinseln. Bei 150 °C Umluft etwa 10–12 Min. backen – sie dürfen innen noch weich bleiben. Nach dem Auskühlen sind die Plätzchen außen trocken und weiß-glänzend.
Umsetzung: Zimtsterne sind eine besondere Tradition: Während der Ruhezeit kann über ihre Herkunft gesprochen werden (z. B. die Schweiz). Das Bestreichen mit Eischnee erfordert Feingefühl und Geduld – ideal für Teilnehmende, die gepflegt arbeiten können. Beim Ausstechen wird erklärt, dass die Kekse „Sterne“ genannt werden und thematisch gut in den Advent passen. Alternativ kann man kleine Zahlensticker (essbar) aufkleben, um das Zahlenthema zu fördern.
Praxisbeispiele: Während der Wartezeit lässt man alle einmal an den Zimtsternen riechen und die Note beschreiben („Kannst du den Zucker riechen? Und den Zimt?“). Nach dem Backen können die Kekse in die bereitgestellten Dosen gelegt werden. Eine Gedächtnisübung: Man zeigt den Teilnehmenden kurz verschiedene Formen, nimmt sie wieder weg und fragt nach Erinnerungen („War da ein Stern?“). Dadurch werden visuelles Gedächtnis und Sprachvermögen trainiert.
Safran-Ausstechplätzchen
Material: Mörser oder kleine Schale, Schüssel, Mixer.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Prise gemahlener Safran (alternativ 0,1 g Safranfäden vorher in etwas warmem Wasser lösen), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Safran in einem Mörser fein reiben (oder Fäden in Wasser auflösen). Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker, Salz und den Safran (bzw. Safranwasser) zur Schüssel geben. Gut verkneten – der Teig bekommt eine gelbe Färbung. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Im Ofen bei 175 °C 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Safranplätzchen duften leicht würzig und exotisch. Man kann erklären, dass Safran (teuerstes Gewürz) früher oft für besondere Anlässe genutzt wurde. Beim Kneten spricht man über die Farbe („Schaut mal, der Teig leuchtet gelb!“) und wie man aus einer kleinen Menge Pulver so viel Farbe bekommt. Die aufgehenden Kekse beim Backen können als „Sonnenkeks“ bezeichnet werden, was kindliche Bilder anspricht. Die Zahlenausstecher werden so ausgesucht, dass z. B. die 1 wie die aufgehende Sonne aussieht usw.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen kann ein Safran-Tee angeboten werden, um den Geschmack des Gewürzes weiterzugeben. Die Gruppe kann beim Verkosten schätzen, welches Gewürz im Keks war – so wird wieder Geruchs- und Geschmacksnerven aktiviert. Schließlich kann man ein Quiz machen: „Wer kann sich merken, welche Zahl als letztes ausgestochen wurde?“ und so das Erinnerungsvermögen trainieren.
Matcha-Ausstechplätzchen (Grüntee-Butterplätzchen)
Material: Schüssel, Mixer, Messlöffel.
Zutaten: 480 g Mehl, 20 g Grünteepulver (Matcha), 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 1 Prise Salz, ½ TL Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker.
Zubereitung: Mehl mit Matchapulver und Backpulver mischen (Matcha gibt einen leicht bitter-grünen Farbton). Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker und Salz in die Schüssel geben. Alles gut zu Teig kneten. Kühlen. Ausrollen und Ausstechen. Die Kekse bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Matcha ist ein ungewöhnlicher Geschmack für Weihnachten, was Neugierde weckt. Vor dem Backen kann die Farbe des Matchapulvers (grüner Tee) allen gezeigt werden, vielleicht als kleiner Exkurs „Tee in Japan“. Die Zubereitung fordert Sorgfalt (Matcha verklumpt leicht, daher abwiegen und sieben). Die entstandenen grünen Kekse (mit weißem Zuckerguss als Kontrast) fördern die visuelle Unterscheidung. Beim Ausstechen kann eine Person die Ziffer sagen und die andere ausstechen – ein kleines Spiel zur Förderung der Zusammenarbeit.
Praxisbeispiele: Die Plätzchen könnten mit grünem Zuckerguss (evtl. mit Matcha eingefärbt) verziert werden. Als Gedächtnistraining: nach dem Backen zeigen Sie 5 verschiedene Plätzchen kurz her und fragen, welche Farbe oder Form sie hatten. Oder man lässt alle Zahlenkekse verdeckt aufeinandertürmen und fordert, die Zahl zu benennen, die man herauszieht.
Kardamom-Nelken-Ausstechplätzchen (Chai-Butterplätzchen)
Material: Gewürzmühle, Schüssel.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 TL gemahlener Kardamom, 1 TL gemahlene Nelken, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl und Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker und Salz zugeben. Kardamom und Nelken untermischen. Zu einem aromatischen hellbraunen Teig verkneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Diese Teigvariante hat einen leicht exotischen Geschmack (ähnlich Chai-Tee). Vor dem Rühren können die Gewürze gerochen werden („riecht wie in einem Weihnachtsmarktzelt“). Beim Kneten ist zu spüren, dass Gewürze dem Teig minimal mehr „Temperament“ geben (leicht klebrig). Die Teilnehmer können die Namen der Gewürze aufschreiben, die im Keks sind, oder Mal ein kleines Gedicht zum Thema „Weihnachtsduft“ erfinden.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen kann eine Verkostungsschnupperrunde gemacht werden: Ein Kurzfragebogen („Wer mag Kardamom?“) schult Abfragen. Danach werden Zahlenkekse in die Dose gelegt – jeder legt der Reihe nach seinen Ausstecher in die Dose, nennt dabei die Zahl laut.
Marzipan-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, ggf. feiner Zerkleinerer.
Zutaten: 450 g Mehl, 150 g Marzipanrohmasse (zerkrümelt), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Marzipan roh in feine Stückchen schneiden (evtl. durch eine Knoblauchpresse drücken). Mehl, Backpulver und eine Prise Salz in die Schüssel geben. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker zugeben. Zum Schluss das Marzipan einkneten. Den Teig gut kneten (die Stückchen sollten gleichmäßig verteilt sein). Kühlen. Ausrollen, Ausstechen, Backen bei 175 °C ca. 10–12 Min.
Umsetzung: Marzipan gibt eine süße Mandelnote. Den Teilnehmenden kann gezeigt werden, wie sich aus ganzen Mandeln Marzipan macht. Beim Einarbeiten des Marzipans kann man darauf hinweisen, dass sich der Teig klebriger anfühlt. Beim Ausstechen kann man überlegen, welche Zahlen im Advent traditionell „süß“ besetzt sind (z.B. der 6. Dezember als Nikolaus).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen kann man ein kleines „Marzipanfakten-Quiz“ einbauen: Ein paar Teilnehmende bekommen Marzipan zum Schmecken und müssen raten („Mandeln? Zucker?“). Dann alle zusammen die Kekse verteilen, wobei jede Zahl vorgelesen wird („Nummer 12 steht für den 4. Advent“, usw.).
Schoko-Nuss-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 50 g Kakaopulver, 100 g gehackte Nüsse (z. B. Mandeln oder Haselnüsse), 250 g Butter, 200 g Zucker, 2 Eier, 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Kakao, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz zugeben. Kneten. Die gehackten Nüsse unterkneten. Den dunklen Teig kühlen. Ausrollen und Zahlen ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 10–12 Min.
Umsetzung: Diese Mischung knackt beim Zerkauen (Nüsse). Teilnehmende können erzählen, welche Nusssorten sie kennen. Die dunkle Farbe der Plätzchen lädt ein, die Muster der Zuckerglasur in Hell-Dunkel-Kontrast aufzumalen (Zahl weiß, Rest schwarz). Das Zählen kann z. B. mittels Zählbackformen geschehen („Drei Nüsse sind in jeder Keksausstechform versteckt“ – symbolisch).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Kekse können mit dunkler und weißer Schokolade bestrichen werden (zweifarbig, „Swirl“). Dabei stellen kleine Gruppen selbst Schokolade her (kleine Stücke schmelzen) und bestreichen. Danach sortieren Teilnehmende die Plätzchen nach Ziffer (erst alle 1, dann 2 …).
Bunte Streusel-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer, Teller/Schälchen für Streusel.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz, verschiedene bunte Zuckerstreusel (ca. 100–150 g).
Zubereitung: Mehl mit Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanillezucker und Salz zufügen. Kneten zu einem Teig. Den Teig zu Kugeln formen, flachdrücken und kurz im Kühlschrank kalt stellen. Dann jede Kugel in Zuckerstreuseln wälzen, leicht andrücken. Die Streusel sollen außen am Teig haften. Danach ausrollen (zwischen Frischhaltefolie) – so verteilt sich das Streusel-Muster schön. Mit den Ausstechern Plätzchen formen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen (Streusel können leicht bräunen).
Umsetzung: Das Wälzen in Streuseln ist für alle ein haptisches Erlebnis: Die Hände färben sich, das Kribbeln der Streusel regt zum Ertasten an. Man kann darüber sprechen, warum Menschen Kekse verzieren (Ästhetik, Kinder). Beim Zählen kann man die Farben der Streusel nutzen („Nimm den Keks mit roten Streuseln – das ist die Zahl 3“). Das bunte Muster verbindet Zahlenlernen mit visueller Wahrnehmung.
Praxisbeispiele: Ein pädagogisches Spiel: Man verteilt Zahlenkärtchen auf dem Tisch, die Teilnehmenden suchen den Plätzchen mit der gleichen Zahl (selbst aufgemalt). Auch kann eine kleine Verkostung stattfinden: „Wer mag bunte Kekse?“ – Das Teilen schult soziales Miteinander (jeder gibt einem Nachbarn einen Keks). Danach schreiben einige das Lieblingsplätzchen auf und verstecken sie (kleine Erinnerungshürde).
Hafer-Ausstechplätzchen (mit Haferflocken)
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g zarte Haferflocken (fein gewalzt), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, ½ TL Zimt (passt gut zu Hafer), 1 TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Haferflocken, Backpulver und Zimt in die Schüssel geben. Butter, Zucker, Eier und eine Prise Salz hinzufügen. Kneten. Der Teig ist leicht körnig durch die Haferflocken. Kühlen. Ausrollen (ggf. etwas öfter nachkneten, falls bröselig) und Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 12–14 Min. – die Kekse bleiben im Inneren etwas weich.
Umsetzung: Das Mahlen der Haferflocken erklärt, warum Haferkekse oft gesund wirken („bekommt man mehr Kraft?“). Die Teilnehmenden können Haferflocken vorher in der Hand zerkleinern, um den Unterschied zum glatten Mehl zu fühlen. Beim Abzählen kann man statt Zahlen einfache Rechenaufgaben lösen: Jeder legt z. B. so viele Plätzchen heraus, wie ihm eine Aufgabe vorgibt (2+3 = 5 Kekse ablegen).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen runden Haferplätzchen perfekt den Nachmittagstee ab. Man könnte ein kleines Säckchen Haferflocken befüllen lassen (Bruchstück-Übung: „Nimm 10 Gramm“). Anschließend werden die Zahlenkekse gesammelt: Jeder darf ein Plätzchen zur Zahl sagen, auf der er liegt, wodurch alle reihum Zahlen sprechen.
Kokos-Schokolade-Ausstechplätzchen
Material: Mixer, Schüssel.
Zutaten: 400 g Mehl, 50 g Kakao, 50 g Kokosraspeln, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 TL Vanille, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Kakao, Kokosraspeln, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz hinzufügen. Kneten. Der Teig duftet schokoladig und ist etwas stückig. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 10–12 Min.
Umsetzung: Das Zusammentreffen von Schoko und Kokos kann als „Schokokuss“-Variante vermarktet werden. Beim Riechen kann man die Kombination beschreiben. Die Zahlenkekse werden nach dem Backen mit einer halbseitigen Schokoglasur verziert (z.B. eine Hälfte des ausgestochenen Sterns ist dunkel, die andere weiß, um Schoko-Kokos darzustellen) – dabei geben sich die Teilnehmenden abwechselnd Mühe, gerade Linien zu ziehen.
Praxisbeispiele: Eine Aktivität: Ein Teil der Gruppe überzieht Kekse mit Schokolade, der andere Teil bestreut Kokos darüber („Innen Party“ genannt, halb rein halb raus). Dann wird geraten: „Wo ist mehr Kokos?“. Anschließend können wir zählen: jeder zählt, wie viele mit Kokos- und wie viele ohne Kokos sind (Adduktion).
Mohn-Zitronen-Ausstechplätzchen
Material: Reibe, Schüssel.
Zutaten: 450 g Mehl, 50 g gemahlener Mohn, 50 g gemahlener Leinsamen (für Konsistenz, optional), 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 2 TL Zitronenschale, 1 TL Zitronensaft, 1 TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Mohn, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz, Zitronensaft und -schale hinzufügen. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 10–12 Min. Die Zitronenzugabe hält die Plätzchen frisch.
Umsetzung: Intensiver Zitronengeschmack und Mohnknacken werden gemeinsam besprochen. Beim Reiben der Schale riecht die ganze Gruppe gemeinsam an der Zitrone – „Frischekleben“. Während der Teig ruht, kann man Mathematik üben: Die Zitronenfüllung (Saft) könnte als Bruchübung dienen („2 EL von 8 EL = 1/4 der Saftmenge“).
Praxisbeispiele: Aktivität: Nach dem Backen kann man kleine „Plätzchen-Duos“ erstellen – je zwei Kekse zusammenlegen und schnippeln. Die Teilnehmenden zählen dann die Schnitte zusammen. Auch symbolisch: Jede Zahl wird zwei Mal ausgeschnitten und „verheiratet“ (Kette bilden). So festigen sie das Zählen bis 30.
Pfefferminz-Ausstechplätzchen
Material: Mörser (für Pfefferminz), Schüssel.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 200 g Zucker, 2 Eier, 2 TL gemahlene Pfefferminze (aus Pfefferminzblättern oder ätherisches Pfefferminzöl, 5-6 Tropfen), ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Pfefferminzblätter fein mörsern oder Öl einrühren. Mehl und Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz und Pfefferminz zugeben. Kneten. Kühlen. Ausrollen und Ausstechen. Bei 175 °C 10–12 Min. backen. (Die Plätzchen sind hellgrünlich und sehr frisch im Geschmack.)
Umsetzung: Der Minzduft weckt Erinnerungen an Bonbons oder Zahnpasta! Nach dem Kneten kann man gemeinsam feststellen, wie stark der Keks riecht. Beim Ausstechen kann man mit bunten Streifen (Zuckerschrift) die Plätzchen nummerieren, indem man zum Beispiel jedes „gerade“ Plätzchen blau verziert, jedes „ungerade“ rot – Zahlen bleiben so länger im Gedächtnis.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Die Gebäckstücke werden mit einer dünnen Schicht weißem Zuckerguss bestrichen und ggf. mit zerstoßenen Pfefferminzbällchen bestreut. Die Gruppe kann beim Bestreuen mitsummen („Summ summ Pfefferminz“). Anschließend lernen alle die Reihenfolge: Jeder Teilnehmer sagt eine Zahl und die nächste Person wiederholt alle vorherigen Zahlen, um Gedächtnis und Aufmerksamkeit zu trainieren.
Pistazien-Ausstechplätzchen
Material: Mixer (zum Mahlen), Schüssel.
Zutaten: 450 g Mehl, 50 g gemahlene Pistazien, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 TL Vanilleextrakt, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Pistazien im Mixer fein mahlen. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille zugeben. Den hellgrünen Teig kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10 Min. backen (leicht goldene Ränder).
Umsetzung: Der dezente Pistaziengeschmack kann mit einem Augenzwinkern als „grün, gesund und energiegeladen“ beworben werden. Teilnehmer können abwechselnd am Teig riechen und die Farbe (creme-grün) beschreiben. Die Zahlen-Plätzchen können nach dem Backen z. B. mit pistaziengrünem Zuckerguss verziert werden, der gemeinsam angerührt wird (Mischen kleiner Mengen).
Praxisbeispiele: Eine Idee: Die Gruppe zählt mit Nadelstichen (Korken) die Anzahl der Pistazien in einer Schale ab, das schult Zählen und Feinmotorik. Danach werden die Zahlenkekse geordnet: „Legt bitte alle Plätzchen mit einer geraden Zahl in die rechte Hälfte der Platte“ (Gruppenkoordination).
Erdbeer-Ausstechplätzchen (mit Erdbeerpulver)
Material: Mixer, Schüssel.
Zutaten: 500 g Mehl, 200 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 3–4 EL getrocknetes Erdbeerpulver (im Mixer fein pulverisieren), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Erdbeer-Pulver aus getrockneten Erdbeeren herstellen (oder fertiges Pulver). Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Erdbeerpulver, Salz zugeben. Alles zu einem rosafarbenen Teig kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Das fruchtige Aroma regt an zu Gesprächen über Sommer und Erdbeerbowle. Die knallige Farbe (zartrot) motiviert zum Zählen per Farbkategorisierung: Man könnte z. B. Plätzchen mit rotem und weißem Zuckerguss im Wechsel auskleben (Rot=ungerade, Weiß=gerade).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen kann ein kleines Spiel stattfinden: Die Teilnehmenden schließen die Augen, riechen an einem Plätzchen und erraten den Geschmack („Erdbeere!“). Wer richtig rät, darf als Nächster würfeln, um zu bestimmen, welches Zahlenplätzchen aus dem Teig geschnitten wird.
Buttermilch-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 450 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 100 g Buttermilch (oder saure Sahne), 1 TL Vanilleessenz, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Buttermilch, Vanille, Salz dazugeben. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C etwa 10–12 Min. backen (buttrige, saftige Textur).
Umsetzung: Die Buttermilch macht den Teig besonders weich. Dies kann genutzt werden, um über Milchprodukte zu sprechen (Frische, Käseherstellung). Teilnehmer wiegen abwechselnd die Buttermilch oder rühren sie ein – Förderung von Kreiskoordination. Die entstandenen Kekse haben eine leicht gelbliche Farbe, die man mit gelber Glasur hervorheben kann.
Praxisbeispiele: Eine Aktivität: Beim Teigmischen könnten einige die genaue Menge Buttermilch einschätzen (Schätzen und messen). Nach dem Backen kann jeder Teilnehmer beschreiben, wie sich Buttermilch im Geschmack bemerkbar macht. Beim Aufteilen der Kekse zählt jeder, wie viele er bekommt – kleine Einmaleins-Aufgabe (30 Kekse, 5 Personen → 6 Kekse).
Erdnuss-Ausstechplätzchen
Material: Mixer, Schüssel.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g fein gemahlene Erdnüsse (ungesalzen), 250 g Butter, 200 g Zucker, 2 Eier, 1 TL Vanille, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Erdnüsse zerkleinern (Mixer). Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz zugeben und kneten. Erdnussmehl unterarbeiten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 12 Min. bis leicht bräunlich.
Umsetzung: Erdnussgeschmack erinnert an Erdnussbutter. Die Gruppe kann diskutieren, welches Lieblingsaufstrich sie kennen. Das Zerkleinern der Erdnüsse (unter Aufsicht) fördert die Feinmotorik. Die Zahlenkekse können nach dem Backen mit Zuckerguss und gehackten Erdnüssen garniert werden.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Ein Wettbewerb kann folgen, wer am schnellsten kleine Erdnüsse auf Plätzchen drückt (Geschicklichkeit). Zusätzlich kann man zählen: Jeder zählt laut, wie viele Erdnüsse er auf seinem Plätzchen verteilt hat (Arithmetik).
Mandel-Cranberry-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 450 g Mehl, 100 g gemahlene Mandeln, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 50 g getrocknete Cranberrys (fein gehackt), ½ TL Backpulver, 1 Prise Salz.
Zubereitung: Mehl, Mandeln, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz zugeben, mixen. Cranberrys unterheben. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen. (Cranberry-Plätzchen sind rosa-weiß gesprenkelt.)
Umsetzung: Das Einarbeiten der Cranberrys (säuerlich-süß) weckt Erinnerungen an Weihnachten im Ausland. Bei der Umrührung kann gezählt werden, wie viele Cranberrys in den Teig kommen. Nach dem Backen: Die Gruppe ordnet die Plätzchen der Größe nach („Wer hat das größte Keksstück?“), lernt Vergleich und Größenschätzung.
Praxisbeispiele: Das gemeinsame Probieren der ersten Cranberry-Plätzchen führt zu einer Wortfindungsübung: Wer kann am meisten Adjektive für den Geschmack finden? (sauer, fruchtig, süß, fest usw.)
Apfel-Zimt-Ausstechplätzchen
Material: Reibe, Schüssel.
Zutaten: 450 g Mehl, 100 g feine Haferflocken, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 großer Apfel (gerieben, gut ausgedrückt), 2 TL Zimt, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Haferflocken, Backpulver und Zimt mischen. Butter, Zucker, Eier zugeben. Den geriebenen Apfel (ganz ausdrücken, damit der Teig nicht zu feucht wird) unterkneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 12–14 Min.
Umsetzung: Frischer Apfel macht den Teig saftig. Die Teilnehmenden können die Äpfel gemeinsam reiben und diskutieren, welche Sorten es gibt. Der Streifentest (Teigfeuchte) wird besprochen. Beim Ausstechen kann man auf die Stücke achten, die sich durch den Apfel kaum gewellt haben – so lernt man über Elastizität.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Anregung zum Sortieren nach Textur: Wer knusprigere, wer weiche Kekse mag? Und warum? Dann zählen alle gemeinsam, wie viele Äpfel (oder Hälften) insgesamt reingerieben wurden, als Schätz- und Rechenübung.
Kaffee-Schoko-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g Kakaopulver, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 EL lösliches Kaffee-Pulver, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Kakao, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz zugeben. Kaffee-Pulver einrühren. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 10–12 Min.
Umsetzung: Hier trifft Schokolade auf Kaffee – der potentielle Lieblingskeks von vielen. Vor dem Backen kann erklärt werden, dass die beiden zusammen helfen können, schnell Energie zu bekommen. Die Teilnehmenden riechen am Teig und vergleichen mit normalem Schokoladenteig. Bei der Zubereitung teilt sich jeder beim Löffelschwingen ab – kleine Pause für Armübungen.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Die Kekse können mit halbseitiger Kaffeeglasur überzogen werden (Wischtechnik). Während des Schmierens wird gezählt („Wie viele Kekse hat jeder nun glasiert?“). Anschließend kann man im Kreis erklären, welche Ziffer am häufigsten ausgestochen wurde (Text und Zahlenwiederholung).
Nougat-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 200 g Nugatmasse (Haselnuss-Nougat), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Nugat bei Zimmertemperatur weich (nicht flüssig) schneiden. Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz hinzufügen. Das Nugat in Stücken einkneten (er wird grisselig, dann klebt es zusammen). Den Teig ggf. kurz kühlen, da er weich wird. Dann ausrollen (zwischen Backpapier, da klebrig) und Ausstecher drücken. Bei 170 °C ca. 10 Min. backen (vorsichtig, da Zuckeranteil hoch).
Umsetzung: Der süß-nussige Nougatgeschmack ist beliebt. Teilnehmende können darüber sprechen, woher Nougat kommt (Haselnüsse, Schokolade). Das Formen ist klebrig – man kann Handschuhe anziehen, um das zu zeigen. Beim Ausstechen kann angemerkt werden, dass die Nussverteilung im Keks unterschiedlich ist, also jede Figur ein Unikat ist. Dies nutzt man: Jeder bekommt einen eigenen Keks zum Dekorieren und erklärt die Nummer, die er sieht.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Einfache Glasur (oder Schokoladensirup) kann getupft werden. Dann spielen wir ein Zahlen-Doppel-Würfelspiel: Zwei Würfel werden geworfen; die Summe bestimmt, welche Zahl ausgestochen werden soll (z.B. Würfel 3+4=7, also die 7 werden ausgestochen und gegessen).
Eierlikör-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 450 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 100 ml Eierlikör (alkoholfrei oder traditionell), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Mehl und Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz und den Eierlikör hinzufügen. Kneten (Eierlikör macht den Teig saftig und gelb). Kühlen. Ausrollen und Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen (Eierlikör verleiht leicht goldene Farbe).
Umsetzung: Eierlikör bringt sofort Kindheitserinnerungen (selbstgemacht, zum Backen). Erwähnt werden kann auch, dass der Alkohol verkocht – daher sind die Kekse für alle sicher genießbar. Das Abmessen des Likörs schult Flüssigkeitsverständnis (ml). Beim Teigkneten spürt man, dass er sehr elastisch bleibt. Die Zahlenplätzchen eigenen sich gut als Festtags-Snack.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen können Teile verkostet werden: Eine Person beschreibt einem anderen den Geschmack („Vanille wie im Eierlikör“). Dann kann man gemeinsam zählen, wie oft der Eierlikör umrühren musste – einfache Rückwärtszähllisten. Die Ziffern lassen sich dabei auf der Teigschnecke „maltreten“ (Reim).
Pistazien-Schoko-Ausstechplätzchen
Material: Mixer, Schüssel.
Zutaten: 400 g Mehl, 50 g Kakaopulver, 50 g gehackte Pistazien (leicht grün, ungesalzen), 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 TL Vanille, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Kakao, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz in die Schüssel. Kneten. Pistazien unterkneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Diese Mischung verbindet Schoko und Nuss: Die zerstoßenen Pistazien sind bei genauem Hinsehen an den Plätzchen gut sichtbar. Teilnehmer können anmandeln, wie krümelig die Pistazien sind. Die Zählaufgabe: Jeder stellt aus drei Plätzchen einen Turm („Dreiergruppe“) und sagt dazu eine Rechenaufgabe (z.B. 1+2).
Praxisbeispiele: Ein Satz Plätzchen wird mit 1–10 nummeriert. Die Gruppe bildet Paare – ein Partner verdeckt eine Ziffer und der andere muss sie sagen (Spiel „Welche Zahl fehlt?“). Dadurch wird Zahlenreihenfolge gelernt.
Vollkorn-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 300 g Vollkornweizenmehl, 200 g Weizenmehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Beide Mehlsorten mit Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz zugeben und kneten. Kühlen. Ausrollen (etwas länger, da Vollkorn eher bröseliger ist), Ausstechen. Bei 175 °C 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Der dunklere Teig macht die Kekse „gesünder“. Man kann erklären, was Vollkorn bedeutet (Ballaststoffe, Energie). Die Teilnehmenden helfen abwechselnd dabei, den Teig durchzukneten und merken, wie anders er sich anfühlt. Beim Ausstechen schaut man, ob alle gleich viele Kekse aus ihrem Teig bekommen, so rechnet man subtrahierend („3 Kekse weg – wie viele bleiben?“).
Praxisbeispiele: Während die Kekse backen, kann man ein kleines Memory spielen: Nummerierte Plätzchen werden verteilt, die Plätze eingemerkt, dann genannt. Auch kann man die Kekse probieren lassen und gemeinsam überlegen, wie ein „guter Plätzchen“ schmeckt (Tee statt Spracharbeit).
Buchweizen-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Buchweizenmehl, 100 g Weizenmehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Buchweizen- und Weizenmehl mischen (Backpulver zugeben). Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz einrühren. Kneten. Kühlen (Buchweizenteig kann etwas krümeln). Ausrollen und Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen (leicht dunkle Färbung).
Umsetzung: Buchweizen gibt einen nussigen Eigengeschmack. Man kann ansprechen, dass Buchweizen eigentlich kein Getreide ist. Das Riechen und Kauen des Teigs bietet sensorische Infos. Beim Ausstechen zählen wir bis 30 mit: Jeder Teilnehmer spricht eine Zahl, dann muss ein anderes Gruppenmitglied sie wiederholen und ausstechen.
Praxisbeispiele: Ein Spiel: Jeder Teilnehmer beschreibt seine Plätzchen (Zahl und Aussehen), die anderen müssen die Beschreibung der Zahl zuordnen (z. B. „Der mit drei roten Streuseln“ – Zahl dreifach genannt).
Karamell-Ausstechplätzchen (Toffee)
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 450 g Mehl, 250 g Butter, 200 g brauner Zucker, 100 g zerbröselte Toffee-Bonbons, 2 Eier, ½ TL Backpulver, Prise Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver mischen. Butter, brauner Zucker, Eier, Salz einrühren. Die zerkleinerten Toffees einarbeiten (sie schmelzen leicht in der Hand). Kühlen (Toffee kann sehr weich machen). Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C 10–12 Min. backen – die Toffee-Stücke im Keks werden weich-karamellig.
Umsetzung: Karamell ist süß und erinnert an Bonbons. Die Teilnehmenden können den Bonbon wählen und knabbern (sicher, es sind Bonbons). Beim Teig sehen sie kleine Toffee-Krümel. Zahlenkekse könnten halb karamellfarben gefärbt werden.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Ganzseitig mit Schokoladenglasur bestreichen und Karamellstückchen draufstreuen – eine gute Fingerfertigkeitsaufgabe. Anschließend werden Zahlenkarten gelegt: Jeder Teilnehmer zieht eine Karte (Zahl) und nennt sie, dann sucht er das passende Keksausstecherstück.
Haferflocken-Ausstechplätzchen (Große Flocken)
Material: Mixer (optional), Schüssel.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g grobe Haferflocken, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 TL Zimt, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver, Zimt mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz einrühren. Grobe Haferflocken dazugeben (sie machen den Teig rustikaler). Kühlen. Ausrollen (gegebenenfalls leicht zwischen Folie drücken). Ausstechen. Bei 175 °C ca. 12–14 Min. backen.
Umsetzung: Grobe Haferflocken knirschen mehr als gemahlene. Man kann ein paar Haferflocken zeigen und zählen („Jeder Teelöffel enthält etwa 5 Flocken – wie viele insgesamt?“). Die Plätzchen sind stabil; die gezählten Flockenreste auf der Arbeitsfläche können als Abzählhilfe dienen.
Praxisbeispiele: Idee: Die Plätzchen werden nach dem Backen mit einem Zählsystem markiert (z. B. jeder Teilnehmer bekommt eine „Nummer“ und legt seinen Keks dorthin). Danach können sie die Zahlen in aufsteigender Reihenfolge sammeln, um ihnen Flucht vor dem „Zahlenkeks-Monster“ beizubringen.
Kürbis-Ausstechplätzchen (Kürbisgewürz)
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 EL Kürbispüree (z. B. eingefrorenes), 2 TL Kürbiskuchengewürz (Zimt, Muskat, Ingwer, Nelken), ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Kürbispüree unter die Butter-Zucker-Eier-Mischung rühren. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen. Alles zu einem orangefarbenen Teig verarbeiten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C etwa 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Kürbispulver fördert den Herbstcharme. Man kann erzählen, was man sonst mit Kürbis kocht. Die gebackenen Kekse haben eine leicht orange Färbung (numerische Reihenfolge z.B. nach Farbverlauf ordnen). Vielleicht macht man ein kleines Erntedank-Spiel („Nenne 5 Dinge, die wir aus Kürbis machen können“).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Aus Kürbisrest kann ein kleines Motiv ausgestochen werden (z.B. eine Zahl). Dann zählt man gemeinsam, wer wie viele Kürbisstückchen (Essensreste) gegessen hat – sozial verantwortlicher Umgang mit Nahrungsmitteln.
Chia-Samen-Ausstechplätzchen (Powerkekse)
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 3 EL Chiasamen, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz verarbeiten. Chiasamen unterkneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C ca. 10 Min. (Chiasamen werden leicht aufquellen und knusprig).
Umsetzung: Chiasamen sind sehr gesund – dies kann ein kleines Gesundheitsgespräch eröffnen (Omega-3-Fettsäuren). Die Samen im Teig erzeugen ein Prickeln, das spürbar ist. Die Zahlenplätzchen kann man mit Essstäbchen als Zählhilfe sortieren (jede Zahl kommt x-mal vor).
Praxisbeispiele: Ein Spiel: Jeder Teilnehmer wirft ein paar Chiasamen („Weizenpärchen“) und zählt sie. Dann addiert man die Samenfarben (schwarz vs. weiß falls gemischt). Dabei lernt man Zählen und Farben. Anschließend backen die Kekse.
Protein-Ausstechplätzchen (mit Nussmus)
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 300 g Mehl, 200 g Mandelmehl (oder Erdnussmehl), 2 EL Nussmus (z.B. Mandel- oder Erdnussbutter), 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Mandelmehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz, Nussmus untermengen. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Das Nussmus macht den Teig proteinreicher. Diskussion darüber, was in Nussmus alles drin ist (Nüsse und Salz). Da der Teig fester ist, müssen alle kräftig kneten (Bewegen). Danach zählt man gemeinsam, wer wie viele Kekse ausgestochen hat – Koordination und Zählen.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Kekse mit Puderzucker bestreuen. Anschließend legt jeder seine Zahl in eine Reihenfolge (aufsteigen) und überprüft, ob alle Plätzchen da sind.
Mandarine-Ausstechplätzchen
Material: Reibe, Schüssel.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 2 TL abgeriebene Mandarinen- oder Orangen-Schale, 2 EL frisch gepresster Mandarinensaft, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Mandarinenabtrieb, Saft, Salz einarbeiten. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C etwa 10–12 Min. backen. (Die Kekse erhalten eine helle, leicht orangefarbenen Tönung.)
Umsetzung: Säuerlich-süßer Mandarinen-Duft. Die Schalenreiben-Übung kann sportlich werden („Wer reibt die meisten Gramm Schale in einer Minute?“). Die Zahlenkekse kann man nach dem Backen mit passender „Mandarinenglasur“ verziert (mit oranger Farbe). Man lässt jeweils jemanden einen Buchstaben des Alphabets (z. B. A, B, C) zu einer Kekszahl sagen, um Buchstabenerinnerung zu fördern.
Praxisbeispiele: Nachdem alle Kekse gebacken sind, wird ein Mandarinen-Rate-Spiel gemacht: Jeder riecht an einem Plätzchen und sagt, welche Zutat er schmeckt. Danach gibt es als Beschäftigung eine kleine Bastelaufgabe: Jeder Teilnehmer erhält ein gezeichnetes Schalenmuster (Mandarine) und muss die Zahlen einkreisen, die beim Backen herausgekommen sind, um sie zu verbinden (in Reihenfolge).
Whisky-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 3 EL Whisky (alkoholisch), 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz, Whisky unterrühren. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10 Min. backen (alkohol verfliegt, Geschmack bleibt).
Umsetzung: Dieser Keksgeschmack ist stark und erwachsen. Man kann es verwenden, um über Verantwortung zu sprechen (Alkohol verkocht, nur Aroma übrig). Das Abmessen des Whiskys trainiert die Feinmotorik. Zahlen-Keks-Spiel: „Wer merkt, welche Zahl auf dem Whisky-Plätzchen steht?“, Zur Motivierung ggf. Geschichten über Schottland erzählen.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Partnerarbeit: Ein Teilnehmer beschreibt sein Plätzchen („Es duftet nach Weihnachten und etwas Starkem“), der andere muss die Zahl sagen. Dann wechseln.
Rum-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 150 g Zucker, 2 Eier, 3 EL Rum (alkoholisch), 1 TL Orangenabrieb (Rum und Orange passen), ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Orangenabrieb, Salz, Rum unterrühren. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10 Min. backen.
Umsetzung: Rum-Aroma ruft Assoziationen an Kokosnüsse oder Karibik hervor. Man spricht über alte Weihnachtsbräuche (Rum als Gewürz). Zahlen üben: Jeder sagt beim Ausstechen eine Zahl in der richtigen Reihenfolge auf, um die Reihenfolge zu festigen.
Praxisbeispiele: Plätzchen werden in Kokosraspeln gewälzt (Rum+Kokos = tropisch). Dann bildet man Zweiergruppen: Ein Teilnehmer bläst sanft an das Keks und der Partner sagt die Zahl.
Doppel-Schoko-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g Backkakao, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 50 g gehackte Zartbitterschokolade, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Kakao, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Vanille, Salz hinzufügen. Rühren. Die gehackte Schokolade unterkneten. Kühlen. Ausrollen (ggf. Schokoladenstücke sind drückend). Ausstechen. Bei 175 °C 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Für echte Schokoladenfans. Beim Einrühren der Schokostückchen kann man zählen, wie viele man hinzugeben möchte. Nach dem Backen wird auf jeden Keks passend eine kleine Deko-Schokolade (z. B. Schokoperlen) gesetzt – haptische Aufgabe.
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Jeder verkostet ein Stück und beschreibt Konsistenz (knackig oder weich). Danach könnte eine Zählfrage gestellt werden: „Wie viele Schokostücke siehst du?“, um die Augen zu schärfen.
Mandarine-Ingwer-Ausstechplätzchen
Material: Reibe, Schüssel.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 TL Ingwerpulver (gemahlen), 2 TL abgeriebene Mandarinenschale, 2 EL Mandarinen-Aroma (oder Saft), ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver und Ingwer mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz, Mandarinenschale, Aroma einrühren. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10 Min. backen.
Umsetzung: Scharf-würziger Keksgeschmack. Teilnehmer riechen an frisch geriebenem Ingwer (vorsichtig mit Schutzhandschuhen) und beschreiben es. Dann auf mögliche Paarungen spekulieren (Mandarine als süße Komponente). Die Zahlen kann man farblich nach intensiver Schärfe „einfärben“ (z. B. je nach Schärfegrad).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: „Wärme-Test“ – Jeder fühlt kurz, wie warm ihm nach dem Keksessen wird und ordnet die Temperatur auf einer Skala ein (Eins = kalt bis Zehn = sehr warm). Dann legt man die Kekse in numerischer Reihenfolge ab – logisches Denken.
Karamell-Pekan-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer.
Zutaten: 400 g Mehl, 100 g feine Haferflocken, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 EL karamellisierte Pekannussstücke (gehackt, vorgebacken), ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Pekannüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, abkühlen lassen und hacken. Mehl, Hafer, Backpulver mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz verrühren. Die Pekanstücke untermischen. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 12–14 Min. backen (Pekannüsse werden ganz).
Umsetzung: Karamellige Nussstruktur. Eine Anregung: Die Teilnehmenden probieren rohe Pekannüsse (wenn erlaubt) und versuchen zu erraten, worin der Unterschied steckt. Bei der Herstellung zählt man gemeinsam, wie viele (Mess-)Löffel Haferflocken reinfallen (1 Löffel = 15 Flocken etc).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Ein kleiner Wettbewerb: Wer kann die meisten Krümel unter dem Teller auf einmal zählen? Anschließend: jeder nennt eine Zahl und stellt sich entsprechend viele Plätzchen für den Schluss als Belohnung hin.
Ingwer-Limetten-Ausstechplätzchen
Material: Reibe, Schüssel.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 2 TL Ingwer, 2 TL Limettenabrieb, 2 EL Limettensaft, ½ TL Backpulver, Salz.
Zubereitung: Mehl, Backpulver, Ingwer mischen. Butter, Zucker, Eier, Limettensaft, Salz unterrühren. Limettenabrieb einarbeiten. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Bei 175 °C ca. 10–12 Min. backen.
Umsetzung: Frisch-würziger Keks mit Scharfnote. Die Kombination regt an, eine Limetten zu schälen und gemeinsam das Aroma zu beschreiben. Dabei wird gezählt, wie viele Milliliter Saft in den Teig kommen. Beim Ausstechen kann man lautes Aussprechen üben („Ingwer-Zimt klingt wie 1-2-3!“).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Jeder legt eine Zahl in die Plätzchenreihenfolge und sagt eine Rechenaufgabe (z. B. 5+4=9, wer findet die 9?). So werden Grundrechenarten eingebaut.
Kakaoglasiertes Zimt-Ausstechplätzchen
Material: Schüssel, Mixer, Schüssel für Glasur.
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 180 g Zucker, 2 Eier, 3 TL Zimt, ½ TL Backpulver, Salz. Zum Verzieren: 100 g Puderzucker, 2 EL heißer Kakao (pulverisiert).
Zubereitung: Mehl, Backpulver, Zimt mischen. Butter, Zucker, Eier, Salz einarbeiten. Kneten. Kühlen. Ausrollen, Ausstechen. Backen bei 175 °C 10–12 Min. Für den Guss: Puderzucker mit heißem Kakao zu einer dickflüssigen Glasur verrühren. Die erkalteten Kekse mit diesem Glasur bestreichen.
Umsetzung: Traditioneller Zimtgeschmack, diesmal mit Schokoüberzug. Die Glasur lässt sich gut von den Beteiligten gemeinsam auftragen (Feinmotorik). Bei der Glasur-Herstellung wird abgewogen und gerührt (Verhältnis Zucker/Kakao). Die Zahlen werden festgelegt, indem man Plätzchen nach dem Guss sortiert (z.B. nach Anzahl der Kakopunkte).
Praxisbeispiele: Nach dem Backen: Eine einfache kreative Aktivität – jeder darf seine Plätzchen nach persönlichem Geschmack verzieren (Zuckerguss verteilen). Anschließend wird im Chor bis 10 gezählt, während die Kekse in die Dose wandern. Wer etwas falsch legt, verbessert mit Hilfe eines Anderen (soziales Miteinander und Korrekturfähigkeit).