
Bis jetzt gibt es nur einen meiner 11 Thriller als Hörbuch: Fluchtpunkt-Karatschi (Opens in a new window).
Der Grund: Es ist teuer, ein Hörbuch zu produzieren, wenn man einen Sprecher oder eine Sprecherin bezahlen muss.
Man kann den Sprecher auch dadurch “bezahlen”, dass man sich die Einnahmen mit ihm teilt, was für den Betreffenden jedoch einen großen Aufwand bedeutet, ohne dass garantiert ist, dass das Hörbuch genug einbringt.
So haben wir es bei dem Audiobook von “Fluchtpunkt Karatschi” gemacht. Das sich leider nicht besonders gut verkauft hat. Was daran liegen mag, dass es Teil einer Reihe ist, Band 2 und 3 aber nicht im Audio-Format erhältlich sind. Wodurch es für potenzielle Käufer wahrscheinlich wenig attraktiv ist.
Andererseits weiß ich, dass heutzutage viele Menschen Hörbuch-Versionen bevorzugen. Was tun?
Könnte Künstliche Intelligenz (KI) die Lösung sein?
Mit Interesse habe ich vor einiger Zeit von der Firma ElevenLabs (Opens in a new window) gehört, die es einem ermöglicht, Hörbücher mittels KI relativ günstig zu produzieren.
Ja, ich weiß. Ich bin bei KI gewöhnlich auch erst mal skeptisch.
Zwei Dinge fand ich in diesem Fall positiv:
Erstens: Die Stimmen, die diese KI verwendet, werden von Sprecherinnen und Sprechern zur Verfügung gestellt. Sie stammen also von echten Menschen, die außerdem ein Honorar (Opens in a new window) erhalten, wenn ihre Stimme bei der Produktion eines Audiobooks eingesetzt wurde.
Zweitens: Bei ElevenLabs hat man die Möglichkeit, die Audioaufnahme intensiv nachzubearbeiten. Und genau das habe ich vor. Das Endprodukt wird zwar nicht dieselbe Qualität haben wie ein von einer Sprecherin vertontes. Es wird aber auch keine hingeschluderte KI-Version sein.
Ich schreibe Specherin, weil ich als Erstes den ersten Band meiner Lita-Vargas-Reihe (Opens in a new window) vertonen möchte. Dessen Hauptfigur weiblich ist.
Ein Cover habe ich schon:

Ich habe bereits ein wenig mit der Audio-Version eines kürzeren Texts herumgespielt und bin von den Ergebnissen ganz angetan. Zum Beispiel habe ich verschiedene Stimmen getestet. Dazu mehr im nächsten Post.
Und wenn das Hörbuch fertig ist? Vielleicht biete ich es zuerst mit Hilfe einer Kickstarter-Aktion an. Auch dazu später mehr.
Unabhängig davon, wo das Hörbuch wie erscheint: Natürlich werde ich in der Beschreibung erklären, dass es digital vertont wurde. Und vermutlich auch einen Hinweis auf dem Cover anbringen. Noch überlege ich, welche Formulierung gleichzeitig und kurz und klar ist.
Kurz: Ich hoffe, dass dies eine Möglichkeit ist, für kleines Geld ein Hörbuch zu produzieren, sodass es mir einerseits überhaupt möglich ist, eine Audioversion anzubieten, und ich das Hörbuch gleichzeitig für einen erschwinglichen Preis abgeben kann. Und sodass andererseits eine Sprecherin, also ein echter Mensch, ebenfalls etwas dabei verdient.
Hörst du selbst Audiobooks? Wärest du bereit, mit einer so erstellten, günstigen Version einen Versuch zu wagen?
Ich werde jedenfalls weiter über mein Experiment berichten.
PS: Ach ja, dieser Newsletter bei Steady ist ein weiteres Experiment, das ich in diesem Zusammenhang gestartet habe.