War ein super Tag. Auch wenn unsere Autorin ganz andere Pläne hatte.

Samstagabend, 21:23 Uhr. Eigentlich würde ich jetzt im Sambo sitzen. An einem der kleinen Tischchen direkt an der Hauswand, vor mir ein Camparisoda, ein paar Chips, Oliven und Nüsschen. Ich würde dem Signore zulächeln, der gegenüber wohnt und wie jeden Abend auf dem wackeligen Stuhl vor seiner Tür hocken und sich vermutlich fragen würde, wer eigentlich diese Wahnsinnige in dem monströsen Poncho ist, die da so hysterisch winkt. Wann immer ich an Forte dei Marmi denke, will ich sofort losfahren. Diesmal war ich zügellos gewesen, hatte nicht auf Weihnachten, nächsten Sommer oder Irgendwann gehofft, sondern einfach diesen Kurztripp gebucht, Forte dei Marmi im Herbst, natürlich nicht, ohne mir für einen Augenblick die Rübe zu pürieren, ob das richtig, wirklich sein muss oder in Wahrheit nur total verrückt ist. Aber es gibt Durchgeknallteres, als mal flugs für drei Tage im Oktober an die Versilia zu reisen. Es war ja nicht der Nordpol.
Bin aber nicht in Forte dei Marmi, sondern liege in meinem Bett zu Hause in Starnberg, durchs Fenster zieht kalte Herbstluft. Keine Ahnung, warum ich als erstes die Wetter-App checkte, als ich heute Morgen die Augen aufklappte. Auch keine Ahnung, warum mich die Aussicht auf Dauerregen in Forte