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Der Krieg endet nicht an der Front

Nicht nur die Lebenden werden in Kriegen getötet (Isaac Asimov)

🎨 Das Jahr 2026 hat gerade erst begonnen und wie jedes Jahr ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, was wir in unserem Leben ändern wollen, um in irgendeiner Hinsicht ein bisschen besser zu werden.

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Liebe Kunstfreundin, lieber Kunstfreund,

entschuldige bitte, dass ich das neue Jahr so beginne, aber die Kriege von 2025 gehen nicht nur weiter, sondern drohen auch, uns zu erreichen. Das erscheint uns unglaublich, weil wir denken, dass uns das nicht passieren wird, weil wir in einem privilegierten Land leben.

Trotzdem schauen wir zu, wie Putin von Hunderten Menschen bejubelt wird, während er über einen roten Teppich läuft. Oder wir sehen wie in einem Film die schrecklichen Taten und Beleidigungen von Trump, dem mächtigsten narzisstischen Politiker der Welt.

Die extreme Rechte macht in allen Ländern Fortschritte und hat in zu vielen Ländern bereits die Macht übernommen. Währenddessen unterhalten sich die meisten Leute mit TikTok oder Instagram und vergessen zu denken.

Im Jahr 2026 gibt es noch viel zu tun: die Gleichberechtigung von Männern und Frauen erreichen, geschlechtsspezifische Gewalt beenden, Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen und Rechtsextremismus stoppen.

Lasst uns also dieses Jahr mit Enthusiasmus und klaren Zielen beginnen, um gemeinsam eine bessere, lebenswertere und humanere Welt zu schaffen! Nur wenn wir diese Probleme lösen, wird dies möglich sein.

Wir leben in einer gewalttätigen Welt und laufen Gefahr, sie als normal anzusehen. Die Kunst bietet einen Raum als historisches Dokument und kann uns die Veränderung der Gewalt erklären. Schauen wir uns drei Beispiele an.

Der Krieg im privaten Raum

Elisabeth Jerichau-Baumann. Ein verwundeter dänischer Soldat, 1865, 107 x 142,5 cm. Nationalmuseum für Kunst, Kopenhagen.

Im Zweiten Schleswigschen Krieg wurde Dänemark 1864 von Preußen und Österreich besiegt und verlor einen Großteil seines Territoriums. Dies war ein nationales Trauma. Elisabeth Jerichau-Baumann (1819–1881) schuf mit diesem Werk ein Denkmal für die menschlichen Folgen des Krieges.

Darin erholt sich ein Soldat im Bett und wird wegen seines patriotischen Leidens mitfühlend umsorgt. Die Malerin wählt einen verwundeten Soldaten als Symbol, zeigt uns aber nicht den Helden in Aktion. Der Krieg hat den privaten Raum erobert; Schlachtfelder und Feinde sind nicht zu sehen.

Auch die Frau ist keine Heldin, aber sie steht im Mittelpunkt der Folgen der Gewalt. Als nationales Symbol muss sie ihr Leben weiterleben, still für andere sorgen und die Moral aufrechterhalten. Das ist der Preis des Krieges.

Jerichau-Baumann war sich der internationalen politischen Debatte bewusst und schuf ein zutiefst menschliches Bild, um den Zustand ihres Adoptivlandes nach dem Krieg zu symbolisieren: eine Nation, die Pflege brauchte – keine Pamphlete oder Triumphalismus.

Topic Ideen zur Kunst

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