Liebe Kulturschaffende,
Seit über einem Jahr gibt es nun meinen Kulturnewsletter – ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Auch wenn ich ihn derzeit aus privaten Gründen nicht so ausführlich gestalten kann, möchte ich heute einfach mal Danke sagen. Passend dazu geht der Blick in dieser Ausgabe auf ein weiteres Jubiläum: 40 Jahre Kunstsammlung Limburg, die noch bis Mitte November in einer besonderen Ausstellung zu sehen ist.
Vor gut einem Jahr habe ich mit diesem Newsletter begonnen. Ich habe den Wunsch, Kultur in unserer Region sichtbarer zu machen, Geschichten zu erzählen und kleine Einblicke in das zu geben, was uns bereichert und verbindet. Seitdem durfte ich spannende Orte besuchen, inspirierende Menschen treffen und meine Eindrücke teilen.
Gerade erlebe ich privat herausfordernde Zeiten, und so fällt es mir schwer, den Newsletter so umfangreich zu gestalten, wie ich es mir wünschen würde. Doch ich möchte das einjährige Bestehen zum Anlass nehmen, einfach einmal Danke zu sagen: fürs Mitlesen, für die Rückmeldungen, fürs Weitererzählen. Ohne Euer Interesse gäbe es diesen Newsletter nicht.
Und weil Kultur immer auch von Kontinuität lebt, passt es gut, den Blick auf ein besonderes Jubiläum zu richten. Seit 40 Jahren besteht die Kunstsammlung in Limburg. Noch bis Mitte November können Besucherinnen und Besucher die aktuelle Ausstellung erleben. Ein schöner Anlass, nicht nur zurückzuschauen, sondern auch neu zu entdecken.
40 Jahre Kunstsammlung Limburg
Am 20. September 1985 wurde am Fischmarkt 21/22 das Haus der Städtischen Kunstsammlungen eröffnet. Dieses 40-jährige Jubiläum wird mit einer Sonderausstellung noch bis Mitte November gefeiert. Schon das Gebäude selbst ist einen Besuch wert. Leider ist der Zugang nicht barrierefrei, dies muss ich mit dazu sagen. Das Haus stammt aus dem Jahr 1350. Es besitzt eine beeindruckende fünf Meter hohe Halle, eine schöne hölzerne Wendeltreppe sowie eine Empore. Bekannt ist das Gebäude auch als historisches Rathaus. Von 1956 bis 1976 befand sich in dem Haus die Gastwirtschaft „Stadtschenke“.
Limburg hat schon immer Kunst gesammelt und vor über 40 Jahren entstand der Wunsch, die gesammelten Kunstwerke auch sichtbar zu machen. Die erste Ausstellung wurde Ernst Moritz Engert gewidmet. Einige Werke von Engert (1892 – 1986), anerkannter Meister der Scherenschnittkunst des 20. Jahrhunderts, sind bis heute im zweiten Obergeschoss präsent.
Wechselnde Ausstellungen locken übers Jahr verteilt immer wieder in die Räumlichkeiten. Zum 30-jährigen Jubiläum erschien ein Bildband “Schauplatz Limburg”. Im Vorwort schrieb der damalige Bürgermeister Martin Richard, dass durch die ideelle und finanzielle Unterstützung von Privatpersonen, Wurtschaftsunternehmen und des Förderkreises Bildende Kunst e.V. gemeinsam gelungen sei, den Kunstbesitz der Stadt Limburg aufzubauen und stetig zu erweitern. Dies sei ein Engagement für das kulturelle Leben in Limburg. Zahlreiche Kunstwerke laden dazu ein, ein Limburg der Vergangenheit nochmal zu entdecken und mit dem heutigen Limburg zu vergleichen. Fotografien, Zeichnungen und Aquarelle werfen einen faszinierenden Blick zurück. Wer Lust auf eine kleine Reise hat, kann sich die Exponate noch bis zum 16. November bei freien Eintritt ansehen.

“Street Literature”
Seit Jahren bin ich fasziniert von der Jugendarbeit der Kulturenwerkstatt in Limburg. In diesem Sommer haben sie sich mit dem Projekt „Street Literature“ in Kooperation mit der Adolf-Reichwein-Schule Limburg und der Kunsthalle Altes Kalkwerk beschäftigt. Das Projekt wird getragen vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V.. In der ersten Woche der hessischen Sommerferien haben rund 50 Jugendliche zwischen 9 und 23 Jahren im Alten Kalkwerk Stoffbanner mit Zitaten, Gedichten und kurzen Texten zu Themen wie Zugehörigkeit, Verantwortung und demokratisches Miteinander gestaltet. Das Ganze entstand in einem partizipativen, ressourcenorientierten Prozess mit Stationen wie Nähen, Druck, Design und Audioproduktion.
Die Aufhängung und Präsentation der Banner ist für Ende Oktober an ausgewählten Orten in Limburg vorgesehen. Schaut gerne auf dem Instagram-Kanal der Kulturenwerkstatt (Opens in a new window) vorbei und bekommt einen Eindruck.
Vorschau
Die ARD/ZDF-Studie ist wieder erschienen und ich arbeite sie für Euch auf. Ich finde die Ergebnisse immer wieder interessant für die eigene Kommunikation. Mehr dazu gibt es im nächsten Newsletter.
Ihr möchtet keinen Newsletter mehr verpassen? Dann meldet Euch gerne für ihn an.
Die Frankfurter Buchmesse steht wieder vor der Tür. Was lest ihr derzeit? Was war euer bisheriges Lieblingsbuch in diesem Jahr? Schreibt mir gerne! Ich freue mich die Tage auf das Interview mit einer lokalen Autorin und werde dies dann auch in einem der nächsten Kulturnewsletter veröffentlichen.
Die neue Spielsaison der Kulturvereinigung Limburg hat begonnen. Informiert Euch gerne über das vielfältige Angebot auf deren Homepage (Opens in a new window).
Zum Schluss
Dies ist der 32. Kulturnewsletter und ich freue mich sehr, dass ich euch regelmäßig kulturelle Themen aufzeigen kann. Unser Landkreis hält noch viel mehr bereit als was ich bisher gezeigt habe. Aber ich möchte auch die nächsten Jahre diesen Newsletter weiterschreiben. Wenn ihr Wünsche oder Anregungen habt, mir gerne eure kulturellen Projekte vorstellen möchtet, dann meldet Euch gerne und ich komme mit euch ins Gespräch.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Heike
Über mich:
Ich bin jahrelang als freie Journalistin im Landkreis Limburg-Weilburg unterwegs gewesen und habe ein besonderes Interesse am Ehrenamt und der Kultur. In Teilzeit bin ich beim DRK-Kreisverband Limburg für die Öffentlichkeitsarbeit angestellt. Neben dem Kulturnewsletter schreibe ich noch einen touristischen Blog zu den Sehenswürdigkeiten im Landkreis (Opens in a new window).
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