Herzlich willkommen bei “Lernen mit Uwe”.
Die Grammatik ist das Gerüst einer Sprache. Darum wollen wir gemeinsam die ersten Bausteine der deutschen Grammatik lernen.
In diesen Posts findet ihr Links zu den Videos auf meinem YouTube-Kanal und das Material zu den Videos. Druckt euch das Material am besten aus und bearbeitet es, während ihr das Video nach und nach anschaut. Wenn ihr etwas nicht verstanden habt, könnt ihr euch das Video einfach noch einmal anschauen.
Das Video zu diesem Thema findest du hier:
Grammatik für die Grundstufe 036a – Alles Wichtige zu den vier Fällen im Deutschen
Verwendung
Die vier Fälle in der deutschen Sprache
Zunächst einmal wollen uns ansehen, was das genau bedeutet. Wie heißen die Fälle? Und welche Aufgaben haben sie?
Die vier Fälle, auch Kasus genannt, heißen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Ihre Aufgabe ist, Beziehungen in einem Satz klar zu machen. Hierfür müssen wir die Endungen der Nomen, Artikel und Pronomen für den jeweiligen Fall verändern. Diese Veränderung nennt man Deklination. Die n-Deklination haben wir in der letzten Folge ja schon kennengelernt.
Aber warum müssen wir die Nomen deklinieren? Schauen wir uns ein Beispiel an:
Ohne Deklination – Der Mann schreiben die Mutter seine Frau ein Brief.
Bei diesem Satz ist überhaupt nicht klar, wer was macht.
Mit Deklination – Der Mann schreibt der Mutter seiner Frau einen Brief.
Bei diesem Satz ist nun plötzlich klar, wer was macht. Darum ist eine korrekte Deklination so wichtig.
Der erste Fall – der Nominativ
Der erste Fall in der deutschen Sprache ist der Nominativ. Er ist sehr wichtig, denn das Subjekt in einem Satz ist immer im Nominativ. Den Satzbau in der deutschen Sprache lernen wir inshaa Allah noch. Aber wir können uns merken, dass das Subjekt der Chef im Satz ist. Es macht etwas und es bestimmt auch, welche Form das Verb hat.
Wenn wir wissen wollen, welches Nomen oder Pronomen[1] (Opens in a new window) das Subjekt im Nominativ ist, fragen wir einfach „Wer oder was macht etwas?“.
Beispiel: Peter schläft. Wer schläft? – Peter.
Klaus räumt das Zimmer auf. Wer räumt das Zimmer auf? – Klaus.
[1] (Opens in a new window) Ein Pronomen ist z.B. du, er, sie. Was das genau ist, lernen wir inshaa Allah noch.







Formen
Wenn wir also ein Nomen in den verschiedenen Fällen (Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv) benutzen wollen, müssen wir es verändern (deklinieren). Es gibt dann je nach Fall eine andere Form des Nomens und einen anderen Begleiter (Artikel). An dem letzten Buchstaben des Artikels erkennt man den Kasus am besten. Darum heißt er auch Kasus-Signal.
Hier gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, wie wir die Nomen deklinieren: die starke, die schwache und die gemischte Deklination. Schauen wir uns an, was das heißt.
Die schwache Deklination
Die schwache oder auch n-Deklination haben wir in der letzten Folge kennenglernt. Sie gilt vor allem für maskuline Nomen und bei ihr wird fast immer ein -n oder -en ergänzt.
Die starke Deklination
Sie gilt vor allem für Nomen, die den Plural mit einem Umlaut (ä, ö, ü) bilden. Hier wird der Genitiv Singular bei den maskulinen und neutralen Nomen immer mit einem -s oder einem -es ergänzt. Bei femininen Nomen gibt es im Singular keine extra Endung.



Das war es bis jetzt von mir. Ich hoffe, dass ich euch hiermit helfen konnte, euer Deutsch zu verbessern und die deutsche Grammatik besser zu verstehen.
Euer Uwe
Hat dir der Post gefallen? Dann werde Mitglied bei “Lernen mit Uwe” und unterstütze meine Arbeit hier: