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14 | Anker setzen

Kapitel 9: Lösungstrance

Willkommen an Bord unserer kleinen Nussschale mitten auf dem Ozean der wilden Wirklichkeit! Heute werfen wir gemeinsam einen Anker – und nein, nicht den, den man in den Nachrichten sieht, wenn wieder ein Kreuzfahrtschiff festsitzt. Unser Anker ist kleiner, persönlicher, und man kann ihn sogar in der Hosentasche tragen.

Helge und Ann Kristin segeln also los (20 Min. eins auf die Ohren oder weiterlesen oder beides?):

Ankern wo es hilft…

Das Meer ist mal sonnig-glatt, mal stürmisch wie der Wochenmarkt kurz vor Ladenschluss. Damit wir dabei nicht abtreiben, hilft ein Anker – in der hypnosystemischen Seelsorge heißt das: ein Geruch, ein Bild, ein Lied, eine Berührung, die uns in Millisekunden zurück in die eigene Kraft katapultieren. Zimtduft statt Ammoniakampulle, Erdbeeren statt Gummiband – klingt doch gleich viel einladender.

Anker können sehr praktisch sein: ein 3D-gedruckter Mini-Tresor, ein Amulett, eine Kalenderweisheit („Heute nichts erlebt – auch schön“) oder auch das Paar quietschgelber Socken, das nur zu deiner besten Laune passt. Die Idee ist simpel: Sobald du das Ding siehst, hörst oder berührst, knipst du dein Gehirn auf „Lösungsmodus“ um.

Die hypnosystemischen Tricks und Tipps

Natürlich geht’s auch größer: ein Lieblingssessel mit Kerze, eine kuschelige Ecke für Hochsensible, ein Ritual beim Heimkommen (Arbeitsklamotten runter, Wohlfühlklamotten hoch, Handcreme drauf – Hände durchkneten wie Hefeteig). Helge schwört auf farbige Kleidung, die Stimmung macht oder kontert. Ann Kristin outet sich als bekennende Grauträgerin, die vom „bunten Pastor“ regelmäßig modisch ermahnt wird.

Papierübung oder lieber doch nicht?

Und dann kam die Diskussion ums „Blatt Papier als Ruheort“. Ann Kristin bekam beim Gedanken daran sofort Gänsehaut – und zwar die unruhige Sorte: „Knisterndes Papier unter den Füßen? Nein, gib mir Samt oder wenigstens eine Teppichfliese mit der Aufschrift ‘Ort der Ruhe’.“ Helge nickt weise. Schließlich soll der Anker ja nicht schon beim Betreten nerven.

Noch kreativer: Statt Tresor einfach einen Korb nehmen und in einer inneren Reise alles Schwere irgendwo ablegen, wo’s hingehört – und zurückkommen mit einem Arm voller imaginärer Blumen.

Zum Finale gibt’s die Kraftanker-Übung:

  1. Einen Moment finden, in dem du dich stark und selbstbewusst gefühlt hast.

  2. Spüren, wo das Gefühl im Körper sitzt (Herz? Bauch?).

  3. Einen Anker wählen (Geste, Wort oder Gegenstand – vielleicht der Hut, den du damals getragen hast).

  4. Beides verknüpfen und so oft wiederholen, bis der Effekt wie auf Knopfdruck kommt.

Als Bonus erzählt Ann Kristin von einer Beratung, in der sie diesen Moment auf einer „inneren Kinoleinwand“ in Zeitlupe nochmal erlebt hat – inklusive Pausenknopf, um jede Nuance zu genießen. Kino für die Seele, Popcorn optional.

So endet Kapitel 9 mit einer Einladung: Überleg dir deinen eigenen Anker. Und wenn du magst, schick ihn uns. Wir sammeln keine rostigen Schiffsteile, sondern lauter kleine Rettungsbojen fürs Leben.

Topic Erdbeerfeld

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