
Heute schreiben dir: Sara Schurmann, Veronika Rivera und Leoni Bender

Liebes Netzwerk,
als wir begonnen haben, uns im Kernteam regelmĂ€Ăig zu treffen und ĂŒber die Klimakrise und die Berichterstattung dazu auszutauschen, haben wir schnell gemerkt, wie gut das tut: innehalten, teilen, was gerade ansteht, und merken, dass andere mit Ă€hnlichen Fragen, Zweifeln oder auch ganz praktischen Problemen im Redaktionsalltag zu tun haben. Dieses gute GefĂŒhl â nicht allein zu sein â war auch eine der frĂŒhen RĂŒckmeldungen von euch, als wir das Netzwerk 2021 gestartet haben. Genau daran möchten wir anknĂŒpfen und einen neuen Raum fĂŒr Austausch öffnen.
Deshalb laden wir euch ab sofort zu unseren Kollegialen Check-Ins ein: einem offenen, kollegialen Austauschformat fĂŒr Journalist*innen und Medienschaffende. Hier ist Platz fĂŒr das, was euch aktuell bewegt â von Recherche- und Arbeitsfragen ĂŒber ethische AbwĂ€gungen und Karrierefragen bis hin zu dem Druck, den viele von uns in der Klimaberichterstattung erleben. Ihr könnt mit einem konkreten Anliegen kommen, euch einbringen, zuhören oder einfach erst einmal reinschnuppern.
Unsere Angebote sind aus euren RĂŒckmeldungen entstanden. In zwei Umfragen im Herbst wollten wir von euch wissen, wie stark euch KlimagefĂŒhle aktuell belasten und welche Art von UnterstĂŒtzung fĂŒr euch hilfreich wĂ€re. Die Antworten fielen â verstĂ€ndlicherweise â so unterschiedlich aus, wie die BedĂŒrfnisse vielfĂ€ltig sind.

Daran orientieren sich die Formate, die wir nun anbieten:
Die Kollegialen Check-Ins finden kĂŒnftig vierteljĂ€hrlich als offene Runden statt. Wer mag, kann dort auch andere finden, um sich anschlieĂend in kleiner Runde selbstorganisiert und nach Bedarf weiter auszutauschen. DafĂŒr haben wir LeitfĂ€den vorbereitet, die beim Moderieren und Gestalten solcher Treffen helfen.
AuĂerdem findet ihr auf unserer Website ab sofort eine Ăbersicht mit Angeboten (Opens in a new window) rund um (Klima-)Journalismus und (Klima-)Emotionen: von LeitfĂ€den zur SelbsteinschĂ€tzung ĂŒber Studien bis hin zu Kontakten fĂŒr akute UnterstĂŒtzung. Leite diese Einladung gern auch an Kolleg*innen im deutschsprachigen Raum weiter, fĂŒr die das interessant sein könnte.
Erster Termin â bitte vormerken:
Donnerstag, 19. Februar, 18.00â19.30 Uhr, via Zoom (Opens in a new window)
Meeting-ID: 647 1405 9666
Kenncode: 395114
Wir hoffen, dass diese Formate dich dort unterstĂŒtzen, wo du sie gerade brauchst und freuen uns, wenn du vorbeikommst.
đ„ Netzwerk News
Die neue Staffel 5vor12 startet đą
Am 24. Februar starten wieder wöchentlich unsere 5vor12 Klima-Briefings. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch und unseren Speaker*innen wĂ€hrend der Mittagspause! Wie immer dĂŒrft ihr gerne Fragen mitbringen und fĂŒr eure Recherchen aus den Briefings zitieren. Die 5vor12 Klima-Briefings (Opens in a new window)fĂŒr Journalist*innen sind ein kostenloses Angebot von uns und unserem Partner-Netzwerk in Ăsterreich.

Und hier (Opens in a new window) kannst du mit einem Klick alle Dienstags-Termine in den Kalender eintragen. Wir freuen uns auf dich!
đĄ Klimajournalismus: Unsere aktuellen Empfehlungen
In unserem Netzwerk-Slack sammeln wir aktuelle Recherchen und Empfehlungen aller Mitglieder. Einmal im Monat stellen wir hier im Newsletter eine Auswahl gemeinsam mit persönlichen FundstĂŒcken vor.
Wintersport-Podcast der Sportschau: WeiĂe Weste? Nachhaltigkeit im Wintersport â mit Arnd Peiffer
Ab Freitag werden die Olympischen Winterspiele in Mailand wieder Fans von Curling, Eiskunstlauf und Ski Alpin vor die Bildschirme holen. Passend dazu wirft der Wintersport-Podcast der Sportschau in seiner Folge âWeiĂe Weste? Nachhaltigkeit im Wintersportâ (Opens in a new window) einen Blick auf die Nachhaltigkeit von Disziplinen wie Biathlon und Skispringen. Dort spricht Biathlon-Olympiasieger und ARD-Experte Arnd Peiffer ĂŒber Schneemangel und Kunstschnee und warum ihn das Thema Klimaschutz umtreibt. Zu Wort kommt auch Yasin Hinz von Fridays for Future. Unterhaltsam und informativ!
âRepublikâ: Nach der Rebellion kommt die Revolution
Roger Hallam, MitgrĂŒnder von Extinction Rebellion und Just Stop Oil, bekam fĂŒr seinen Protest eine der lĂ€ngsten Haftstrafen, die in Europa gegen einen Klimaaktivisten verhĂ€ngt wurde. Dennoch arbeitet er schon wieder an der nĂ€chsten Massenbewegung. Unsere Schweizer Kollegin Sabrina Weiss hat ihn in London getroffen und portrĂ€tiert. In ihrem sehr lesenswerten StĂŒck fĂŒr âRepublikâ(âŹ) (Opens in a new window) geht sie der Frage nach, was Hallam antreibt, wie radikal er nach seiner vorzeitigen Entlassung auf BewĂ€hrung noch ist und warum er sich jetzt fĂŒr Obdachlose einsetzt. Ein Text voller feiner Beobachtungen und mit groĂartigen Fotos von Claudia Gschwend.
Buch: âDie Wildnis in unsâ von Thorsten SchĂ€ferÂ
Unser Netzwerk-Kollege Torsten SchĂ€fer (Opens in a new window) hat im Rahmen eines ethnografischen Forschungsprojekts das Buch âDie Wildnis in unsâ geschrieben. Darin begibt er sich auf die Reise durch die Natur Skandinaviens. Seine Beschreibungen der Begegnungen mit Tieren und Landschaften sollen den Blick dafĂŒr öffnen, wie wir Menschen in die Natur eingebunden sind. Es geht um FlĂŒsse, die Rechte der Natur und auch ums Klima. Das Buch erscheint am 25. Februar im Oekom-Verlag und kann hier (Opens in a new window) vorbestellt werden.
Buch: âKindheit am Kipppunktâ von Veronika Rivera
Ein zweites Buch aus unseren Reihen stammt von Veronika Rivera (Opens in a new window). In ihrem Sachbuch âKindheit am Kipppunktâ richtet sie sich an Eltern und Bezugspersonen, die in Zeiten der Klimakrise nach Orientierung, Verbindung und innerer StabilitĂ€t suchen. Veronika schreibt ĂŒber haltgebende Routinen, elterliche PrĂ€senz, Klimaresilienz und darĂŒber, wie ein liebevoller Alltag trotz allem Weltschmerz gelingen kann. Das Buch erscheint Mitte Februar im edition claus Verlag und kann hier (Opens in a new window) vorbestellt werden.
đïž Wichtige Termine im Januar
Was passiert im Februar rund um Klima, Umwelt und Energie? Wir empfehlen spannende Termine fĂŒr die Berichterstattung. Ihr habt Tipps? Schreibt uns unter netzwerk@klimajournalismus.de (Opens in a new window).
5. und 6. Februar: Treffen der EU-Umweltminister in Zypern (Opens in a new window)
Im Mittelpunkt der Beratungen des informellen Treffens stehen Europas Wasser- und Klimaresilienz vor dem Hintergrund zunehmender Wasserknappheit und sich verschÀrfender Klimafolgen.
10. bis 12. Februar: E-world energy & water 2026 (Opens in a new window)
Die Eâworld energy & water in Essen ist ein wichtiger Treffpunkt der europĂ€ischen Energiewirtschaft. Nationale und internationale Aussteller prĂ€sentieren Technologien, Dienstleistungen und Lösungen zur Erreichung der Klimaziele.
10. Februar: Panel-Talk der KlimaUnion Hamburg (Opens in a new window)
Die Veranstaltung, gemeinsam mit den Energieunternehmen 1KOMMA5° und Lichtblick, steht unter der Ăberschrift âSchnell. GĂŒnstig. Sicher â Wie skaliert Deutschland die Energiewendeâ. Auf dem Podium sitzt unter anderem Prof. Claudia Kemfert (Leiterin Energie am DIW). Eine Teilnahme ist auch online möglich.
25. Februar: EU-Kommission legt Industrial Decarbonisation Acceleration Act (IDAA) vor (Opens in a new window)
Der IDAA soll laut EU-Kommission darauf abzielen, die energieintensive Industrie dabei zu unterstĂŒtzen, ihre Dekarbonisierung fortzusetzen und gleichzeitig ihre internationale WettbewerbsfĂ€higkeit zu erhalten.Â
26. Februar: Nationale Konferenz des Klima-BĂŒndnis (Opens in a new window)
Mit der Konferenz will das Klima-BĂŒndnis, ein Netzwerk zahlreicher europĂ€ischer StĂ€dte, Gemeinden und Regionen, den Dialog zwischen Kommunen und EntscheidungstrĂ€ger*innen auf Bundes- und EU-Ebene stĂ€rken und Lösungen erarbeiten. Die Veranstaltung findet im EuropĂ€ischen Haus in Berlin statt.
Save the date 12. MĂ€rz, 19 Uhr: Verleihung des Ellsberg Whistleblower Award fĂŒr EnthĂŒllungen ĂŒber Umweltverbrechen (Opens in a new window)
DiesjĂ€hriger PreistrĂ€ger ist AndrĂ©s Olarte Peña, der massive UmweltverstöĂe des mehrheitlich staatlichen kolumbianischen Ălkonzerns Ecopetrol enthĂŒllte. Die Veranstaltung findet in der taz Kantine Berlin und via Livestream statt.
đą Jobs, Stipendien und Ressourcen
Journalist*innen weltweit können sich fĂŒr die kostenlose Covering Climate Now Academy bewerben. Das Online-Trainingsprogramm (Opens in a new window) lĂ€uft von 4. MĂ€rz bis 17. Juni 2026 und umfasst 12 interaktive Sessions zu Klimaberichterstattung ĂŒber verschiedene Ressorts hinweg. Bewerbungsschluss ist der 16. Februar.
Covering Climate Now lĂ€dt auĂerdem am 19. Februar zu einem kostenlosen Online-Training ein (Opens in a new window). In der Session âCovering Climate Across Beatsâ lernen Journalist*innen aller Ressorts, KlimabezĂŒge in ihrer tĂ€glichen Berichterstattung zu erkennen und einzuordnen.
Bis zum 15. Februar können sich Journalist*innen, die zwischen dem 01. Januar und dem 31. Dezember 2025 zum Thema (nachhaltige) ErnĂ€hrung gearbeitet haben, fĂŒr den Preis der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (Opens in a new window) bewerben. Der Preis ist mit 2.500 Euro pro Kategorie dotiert.Â
Bis zum 4. MĂ€rz lĂ€uft auĂerdem die Bewerbungsphase (Opens in a new window) fĂŒr den Otto-Brenner-Preis fĂŒr kritischen Journalismus, der dieses Jahr in Hamburg bei der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche verliehen wird. Neben Preisen werden auĂerdem vier Recherchestipendien in Höhe von 5.000 bis 9.000 Euro vergeben.
Praxisorientierter Workshop vom Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum zur Frage âWie wird der Gegenwind in der Nachhaltigkeitskommunikation zum Aufwind?â. U.a. mit Carel Mohn von Klimafakten. Ziel ist es, LösungsansĂ€tze fĂŒr gelingende Nachhaltigkeitsdiskurse in einem zunehmend schwierigen Umfeld zu entwickeln. 5. MĂ€rz 2026, 14:00â18:00 Uhr, im Publix - Haus fĂŒr Journalismus und Ăffentlichkeit in Berlin Neukölln. Anmeldung (Opens in a new window) erforderlich.
Das Transatlantic Media Fellowship (Opens in a new window) der Heinrich-Böll-Stiftung ist offen fĂŒr Bewerbungen, auch gezielt zu Themen rund um Klima- und Umwelt-Policy. Recherchen werden mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Bewerbungsschluss ist am 13. MĂ€rz.Â
Bis zum 23. MĂ€rz können sich MedienhĂ€user in Kooperation mit Wissenschafts- oder Forschungseinrichtungen (Opens in a new window) fĂŒr die Journalism Science Alliance 2026 bewerben. Investigative Recherchen zu Themen von öffentlichem Interesse werden mit 10.000 bis 50.000 Euro pro Projekt gefördert.
Journalist*innen können sich bis 31. MĂ€rz auch wieder fĂŒr die Recherche-Stipendien von Netzwerk Recherche bewerben. Gefördert werden investigative Projekte zu Umwelt, Klima oder allgemeinen Themen in Deutschland (Opens in a new window). Die Stipendien betragen bis zu 5.000 Euro und werden von Mentor*innen begleitet.
Das Centre for Investigative Journalism hat am 29. Januar eine 90-minĂŒtige Online-Session zum Thema âFrom Skills to Shifts: How Climate Investigations Get Resultsâ veranstaltet â die man sich auch nachtrĂ€glich hier (Opens in a new window) noch anschauen kann.
Laufend: Das Recherche-Collectiv Bellingcat fördert investigative Recherchen im Bereich Wildtiere und Umwelt (Opens in a new window), die Open-Source Methoden beinhalten. Â
Laufend: Mit dem Ocean and Fisheries Reporting Grant unterstĂŒtzt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung ĂŒber die Ozeane und Fischerei in folgenden SchlĂŒsselregionen: Globaler SĂŒden, Australien, Neuseeland, Pazifik, Ost-, SĂŒd- und Nordafrika, Naher Osten und dem Nahen Osten. Hier gehtâs zur Bewerbung (Opens in a new window).
Laufend: Mit dem Work/Environment Reporting Grant unterstĂŒtzt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung ĂŒber die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bereich Arbeit und die Arbeitenden selbst. Besonderer Fokus liegt auf folgenden SchlĂŒsselregionen: SĂŒdostasien, Europa, Afrika und SĂŒdamerika. Hier gehtâs zur Bewerbung (Opens in a new window). Â
Jana, Josephine, Linda, Leoni, Sara & Vero
P.S.: Kennst du die Arbeit unserer Kolleg*innen in Ăsterreich? Gemeinsam mit ihnen organisieren wir die 5vor12 Klima-Briefings, aber auch der Newsletter des Netzwerk Klimajournalismus (Opens in a new window) Ăsterreich ist lesenswert â er informiert jeden Monat ĂŒber Termine, Stipendien, Ressourcen und Klimajournalismus, der aufgefallen ist.Â
P.P.S.: Zum Abschied gibt es fĂŒr euch noch das Klimajourno-Meme fĂŒr Februar âïž. Sie sind teurer und ineffizienter als E-Autos. Aber hey, immerhin riechen E-Fuels gut âŠ

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