Flyer, die verschwinden, Profis, die meine Thesen bestätigen, und ein Schritt, der mich Überwindung gekostet hat.

Vor ziemlich genau einem Monat, am 15. Juni, habe ich den Online-Kurs „Own the Court“ rausgebracht. Es geht darin um die Fähigkeit, in stressigen Wettkampfsituationen das Selbstvertrauen zu behalten und stabil zu bleiben. In unterschiedlichen Modulen arbeiten wir an Themen wie Selbstwert, Selbstbewusstsein und auch an der Kommunikation untereinander. Ich freue mich total, dass der Kurs Anklang findet und finde es spannend, mich selbst dabei zu beobachten, wie ich mit der Preisgestaltung umgehe, mit Marketingideen und Rückmeldungen.
Flyer, Formate und die richtige Ansprechperson
Zum Beispiel habe ich laminierte Flyer gestaltet und auf der Beachanlage Beachmitte gefragt, ob ich sie dort auslegen darf. Der Geschäftsführer hat sofort gesagt: Klar, bring sie vorbei und jetzt hängt da mein Flyer. Allerdings ist mir jetzt aufgefallen, dass deren Flächen A4 groß sind, mein Flyer ist A5 groß, das werde ich nochmal anpassen. Auf Beach61 am Gleisdreieckpark war ich auch vor Ort, da kenne ich die Leute aber nicht. Habe zwei Flyer dagelassen, die sind aber nicht mehr da und hängen auch nirgends. Merke: Erstmal die richtige Ansprechperson finden, hihi. Und: Es ist immer leichter, wenn man Leute kennt.
Das Thema Reviews ist auch interessant. Will man das, dass Leute mit Sternen den Kurs bewerten können, habe ich mich gefragt? Mir ist das 2021 damals mit meinem Podcast passiert, dass ich relativ am Anfang so eine Drei-Sterne-Bewertung bekommen habe, und dann bekommst du den Schnitt nicht mehr gut hoch. Sterne sind schnell angeklickt und wer nicht selbst solchen Bewertungen unterliegt, hat gar keine Vorstellung davon, was das mit Leuten und Businesses machen kann. Der Comedian Till Reiners hat neulich in seinem Podcast gesagt: „Wir freuen uns, wenn ihr uns bewertet, das hilft enorm. Aber bitte nur, wenn ihr fünf Sterne geben würdet. Ansonsten lasst es bitte einfach.“ Haha. Es ist in Deutschland tatsächlich verboten, zu positiven Bewertungen aufzurufen, wenn man etwas verkauft. Allerdings habe ich seinen Punkt voll verstanden.
Sterne, die schmerzen und Sterne, die stärken
Eine negative Bewertung von einer Person, die vielleicht an dem Tag einfach nur schlechte Laune hatte, kann einen viele Kund:innen kosten und viel Vertrauen zerstören. Deshalb freue ich mich umso mehr über die ersten zwei Reviews, die ich für den Online-Kurs durchlesen durfte, die so schön persönlich sind. Und ich weiß, dass sie von zwei Ladies kamen, die auch hier im Abo von ninjaswelt sind. Daher nochmal ganz besonderen Dank für euren Support. Das bedeutet mir echt viel.

Ich bin jetzt super gespannt, wie es weitergeht, denn ich habe den Kurs jetzt auf seinen „normalen“ Preis hochgesetzt. Zwar meinten ja einige, ich müsste eigentlich noch viel mehr Geld dafür nehmen, aber es war schon schwierig genug für mich, von 30,00 Euro auf 79,00 Euro hochzugehen. Also eigentlich auf 66,39 Euro. Die 79,00 Euro sind der Brutto-Preis inkl. Mehrwertsteuer, davon gehen 19 Prozent ans Finanzamt und nochmal ein paar Prozent an den jeweiligen Zahlungsanbieter (PayPal oder Stripe) sowie an die Plattform Payhip, auf der ich den Kurs hoste. Mal schauen, wer die erste Person ist, die den neuen Preis zahlt und ob es überhaupt jemand macht.
Ich freue mich jetzt erstmal mit den Menschen, die schon drin sind, am 21. Juli einen Connection-Call zu machen und uns auszutauschen zu den Themen, die bislang so aufgekommen sind.
Wenn Profis meine Kurs-Sprache sprechen
Ansonsten streamen mir bei Instagram dauernd coole Beispiele rein, die zum Kurs-Inhalt passen. Olympiazweite Melissa Humana Paredes sagte, das Wichtigste an einem guten Teammate sei, dass die Person ihre Bedürfnisse kenne und kommunizieren könne. Genau darum geht es im ersten Modul. Der deutsche Nationalspieler Lukas Pfretzschner sagte am Wochenende auf der German Beach Tour: „Ich komme gar nicht auf mein Leben klar. Ich brauche irgendwas, an dem ich mich festhalten kann.“ Danach spielte er wieder besser und sagte im Sieger-Interview, es sei wichtig für ihn gewesen, das einfach mal auszusprechen. Danach fühlte es sich besser an. Genau darum geht es in dem Modul „Die Kraft der Partnerschaft“. Es ist wichtig, die Dinge nicht ungesagt mit sich herumzutragen und zu versuchen, sich nicht so zu fühlen, wie man sich fühlt. Das kostet nur mehr Kraft. Ich finds richtig klasse, genau diese Dinge bei den Profis zu sehen. Man sieht sie genauso im Breitensport, nur läuft da eben selten eine Kamera mit.
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