Hallo und willkommen zur vierten Ausgabe unseres Newsletters Österreich für dich!
Schön, dass du wieder dabei bist und dich über die wichtigsten Nachrichten informieren möchtest.
In den letzten Tagen ist in Österreich einiges passiert. Darum berichten wir heute über fünf Themen. Wir hoffen, dass auch für dich ein paar spannende Informationen dabei sind.
Doch eines ist uns wie immer besonders wichtig: Wir schreiben die Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.
Und das sind heute die Themen:
👉 Die Auto-Industrie steckt in der Krise: Welche Folgen das für Österreich hat.
👉 Was sich 2026 bei der Sommerschule ändern wird.
👉 Neue Umfrage: Was den Österreicher:innen wichtig ist.
👉 Friedenstruppe in der Ukraine: Sollen auch österreichische Soldaten dabei sein?
👉 Wo sich Song-Contest-Fans jetzt schon ein Hotelzimmer sichern sollten.
Immer mehr Kündigungen in der Auto-Industrie
Nach der Sommerpause warten auf die Politiker:innen einige schwierige Themen. Eines davon ist die Krise am Arbeitsmarkt. Dort gibt es derzeit viele Probleme. Besonders die Auto-Industrie steckt in einer tiefen Krise. Immer öfter müssen in diesem Bereich Arbeitsplätze gestrichen werden.
Weniger Aufträge und höhere Zölle
Die Gründe dafür: Viele Firmen bekommen seit einigen Monaten weniger Bestellungen. Die Preise für Stahl und Aluminium sind stark gestiegen. Dazu verlangen die USA jetzt 15 Prozent mehr Zoll auf Autos und Autoteile aus Europa. Damit werden diese Produkte in den USA teurer und sind damit auch schwerer zu verkaufen.
China fördert die eigenen Firmen
Auch die Situation in China wirkt sich auf Europa aus. Dort unterstützt die Regierung vor allem chinesische Firmen stark beim Bau von Elektroautos. Dadurch können E-Autos aus China billiger angeboten werden. Europäische Autofirmen können da schwer mithalten.
Arbeitsplätze werden gestrichen
Diese Veränderungen spürt auch Österreich. Vor allem in der Steiermark und in Oberösterreich, wo viele Firmen Teile für Autos herstellen, verlieren immer mehr Menschen ihre Arbeit. Laut AMS ist die Zahl der Arbeitslosen im Auto-Bereich im ersten Halbjahr 2025 fast um die Hälfte gestiegen.
Anfang der Woche hat auch die Firma AVL List in Graz angekündigt, dass sie rund 350 Arbeitsplätze streichen muss. Das Unternehmen gibt es seit 1948, also seit 77 Jahren. Heute arbeiten dort weltweit mehr als 12.000 Menschen. AVL entwickelt und testet Technik für Fahrzeuge. Dazu gehören Motoren, Batterien und Computerprogramme, die Autos sparsamer und umweltfreundlicher machen sollen.
Mehr Arbeitslose als im Vorjahr
Aber auch andere Firmen haben ähnliche Probleme. Auch bei Magna in Graz wurde Personal abgebaut. AMS-Chef Johannes Kopf sagt: „Wir müssen alles tun, um weitere Arbeitsplatzverluste zu vermeiden.“
Ende Juli 2025 waren in Österreich rund 290.000 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind gut 15.000 mehr als im Vorjahr. Damit liegt die Rate der Arbeitslosen derzeit bei 5,8 Prozent. Damit liegt Österreich im EU-Durchschnitt, wie diese Grafik zeigt.

Was sich ab 2026 in der Sommerschule ändert
Etwas mehr als eine Woche können die Schüler:innen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland noch ihre Ferien genießen. Mit 1. September beginnt in diesen Bundesländern dann das neue Schuljahr.
Doch viele Kinder sitzen schon seit Montag in der Schule. Und das freiwillig, um sich in der Sommerschule auf das neue Schuljahr vorzubereiten. Geübt wird in diesen zwei Wochen vor allem Deutsch, Mathematik und Englisch. In den Volksschulen kommt auch Sachunterricht dazu.
Neuer Rekord
Die Sommerschule gibt es seit 2020. Sie wurde nach der Corona-Zeit eingeführt, damit Kinder vor dem neuen Schuljahr noch einmal Stoff wiederholen können. Im ersten Jahr haben 22.500 Schüler:innen das Angebot genutzt. Heuer besuchen mehr als 39.500 Kinder und Jugendliche in ganz Österreich die Sommerschule. Das ist ein neuer Rekord.

Verpflichtend ab 2026
In den letzten fünf Jahren konnten die Schüler:innen selbst entscheiden, ob sie die Sommerschule besuchen wollen oder nicht. Ab 2026 soll sich das ändern. Dann soll nämlich für alle Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, die Sommerschule verpflichtend sein. Das hat die Regierung bereits beschlossen.
Bis zu 70.000 Schüler:innen erwartet
Das wird vor allem Schüler:innen betreffen, die erst seit Kurzem in Österreich sind oder noch nicht gut genug Deutsch sprechen, um am normalen Unterricht teilzunehmen. Man rechnet damit, dass 2026 mehr als 70.000 Schüler:innen die Sommerschule besuchen werden.
Neuer Plan wird ausgearbeitet
Bis dahin muss jedoch noch einiges geklärt werden. Für das neue Modell braucht es vor allem genug Lehrer:innen. Sollten sich nicht genug Lehrkräfte freiwillig melden, kann sich Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) auch vorstellen, Lehrer:innen dazu zu verpflichten. „Kinder haben ein Recht darauf, im Sommer gefördert zu werden“, sagte der Minister in einem Interview am Donnerstag. Die Regierung will noch im Herbst die Pläne für die neue Sommerschule vorstellen.
Ärger bei der Gewerkschaft
Die Gewerkschaft der Lehrer:innen ist über die neuen Pläne der Regierung verärgert. Wenn Lehrer:innen tatsächlich dazu verpflichtet würden, in der Sommerschule zu unterrichten, wäre das nicht gut für das Lernklima, sagt Paul Kimberger, der Chef der Lehrergewerkschaft.
Umfrage zeigt, was Österreicher:innen wichtig ist
Wie wichtig ist den Menschen in Österreich die Familie? Welche Rolle spielen Traditionen? Was denken sie über Zuwander:innen? Und wem vertrauen die Leute in diesem Land am meisten?
Um das herauszufinden, hat die Regierung eine Umfrage in Auftrag gegeben. Dafür wurden 1.006 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund befragt. Das sind die Ergebnisse:

Diese Umfrage zeigt jedoch auch, dass den Menschen in Österreich Traditionen besonders wichtig sind. Viele legen zudem Wert auf Höflichkeit, das Grüßen und Respekt. Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass der öffentliche Raum sauber gehalten werden sollte.
Die Rolle der Frauen
Wenn es um gleiche Bezahlung von Frauen und Männern für gleiche Arbeit geht, sind sich fast alle einig: Frauen sollten für die gleiche Arbeit auch gleich viel verdienen wie Männer. Bei der Kinderbetreuung gibt es hingegen unterschiedliche Ansichten. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass Mütter in den ersten Jahren zu Hause bleiben sollten. Knapp die Hälfte der Befragten sieht das anders.
Erwartungen an Zuwander:innen
Beim Thema Integration sind die Antworten eindeutig: 95 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschen, die kein Deutsch lernen oder sich nicht an die Regeln halten, besser woanders leben sollten. Außerdem sind 83 Prozent dagegen, dass Kinder aus religiösen Gründen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen sollten.
Religion und Vertrauen
Auch die Religion spielt eine Rolle. 79 Prozent möchten, dass christliche Feste wie Ostern oder Nikolaus in Schulen gefeiert werden. 69 Prozent wollen auch Kreuze in Klassenzimmern.
Das größte Vertrauen haben die Menschen in diesem Land in die Polizei. Am wenigsten vertrauen sie politischen Parteien.
Veränderungen sind weniger wichtig
Und was ist den Österreicher:innen nicht so wichtig? Weniger wichtig sind den Befragten neue Ideen oder Veränderungen. Auch das Ansprechen von Fremden oder etwas Neues auszuprobieren spielt für die meisten keine große Rolle.
Sollen unsere Soldaten Frieden in der Ukraine sichern?
Noch ist kein Frieden in der Ukraine in Sicht. Aber in Deutschland wird darüber schon geredet, wie eine Friedensmission aussehen könnte. Kanzler Friedrich Merz (CDU) will auch deutsche Soldat:innen einsetzen.
Wie sehen die Menschen in Österreich das? 53 Prozent finden eine europäische Friedensmission gut. Wenn auch österreichische Soldat:innen dabei wären, würden weniger Menschen dieser Mission zustimmen. Nur 42 Prozent sind dafür, 44 Prozent dagegen. Im Mai waren es noch weniger. Die Zustimmung steigt also leicht.
Vor allem die unter 30-Jährigen sind dafür: 55 Prozent sind für einen Einsatz des österreichischen Bundesheeres in einer Friedenstruppe. Auch viele Anhänger von Grünen (63 %) und NEOS (55 %) sind dafür. Ganz anders sehen das die Wähler der FPÖ: Zwei Drittel von ihnen sind gegen einen Einsatz österreichischer Soldat:innen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) sagt, es ist noch zu früh, über eine Beteiligung des Bundesheeres an einer Friedensmission zu sprechen. Es gibt derzeit keinen Auftrag, sich auf einen solchen Einsatz vorzubereiten.
Wien holt sich den Song Contest 2026
Song-Contest-Fans sollten sich am besten jetzt schon um ein Hotelzimmer in Wien umsehen. Diese Woche ist die Entscheidung gefallen: Der Eurovision Song Contest 2026 wird in der Wiener Stadthalle stattfinden. Damit hat sich Wien gegen Innsbruck (Tirol) durchgesetzt, das sich ebenfalls beworben hatte.
Es ist das dritte Mal, dass Österreich Gastgeber ist. Zum ersten Mal war es 1967 in Wien, zum zweiten Mal 2015.

Die Termine stehen bereits fest: Die beiden Halbfinale gehen am 12. und 14. Mai 2026 über die Bühne. Das große Finale folgt am 16. Mai.
Der Song Contest zählt zu den größten Live-Musikevents der Welt. Im Vorjahr verfolgten rund 160 Millionen Menschen die Shows.
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Unser nächster Newsletter erscheint am 28. August. Bis dahin wünschen wir dir noch schöne Sommertage.
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“