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„Österreich für dich“– die wichtigsten Nachrichten der Woche

Hallo und herzlich willkommen zur neuen Ausgabe von Österreich für dich!

In den letzten Tagen ist der Alltag endgültig wieder zurückgekehrt. Ab Montag sitzen dann auch wirklich alle Kinder in Österreich wieder in den Klassenzimmern. Auch die Politiker:innen arbeiten längst daran, die Probleme im Land zu lösen.

Und Probleme gibt es in Österreich gerade einige: Zu viele Menschen haben derzeit keine Arbeit, Lebensmittel kosten noch immer viel zu viel und auch die Wirtschaft kämpft mit Schwierigkeiten.

Es gibt also einiges zu berichten. Damit du gut informiert bleibst, fassen wir hier die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Tage für dich zusammen.

Und: Wir schreiben unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.

Das sind heute die Themen:

👉 Eine Milliarde Euro: So will die Regierung das Land aus der Krise führen
👉 Hausarrest: Ab jetzt dürfen mehr Häftlinge die Fußfessel tragen
👉 Neue EU-Mitgliedsländer: Was die Österreicher:innen darüber denken
👉 Neues Gesetz: Ämter müssen Bürger:innen ab jetzt mehr informieren
👉 Emilia und Elias: Das sind die beliebtesten Babynamen 2024


Was die Regierung gegen die Krise tut

Viel Arbeit wartet auf die Regierung nach der Sommerpause. Denn in vielen Bereichen läuft es gerade nicht gut.

Die Arbeitslosigkeit ist im August deutlich gestiegen. Derzeit sind mehr als 367.000 Menschen beim AMS (Arbeitsmarktservice) gemeldet.

Auch die steigenden Preise bleiben ein großes Problem. Lebensmittel kosten deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Damit wird das Leben für die Menschen immer teurer.

Gleichzeitig geht es der Wirtschaft nicht gut. Viele Firmen kaufen weniger neue Maschinen und stellen weniger Waren her. Dadurch gibt es auch weniger Arbeitsplätze.

Auf dem Bild sieht man Bundeskanzler Christian Stocker (Mitte), Vizekanzler Andreas Babler (links) und Bundesministerin Beate Meinl-Reisinger (rechts) bei einer Pressekonferenz.
Bundeskanzler Christian Stocker (Mitte), Vizekanzler Andreas Babler (links) und Ministerin Beate Meinl-Reisinger (rechts) stellten am Mittwoch ihre Pläne vor, wie sie die Probleme im Land lösen wollen. Foto: Bundeskanzleramt/Paul Gruber

Zwei Tage lang hat die Regierung beraten, wie sie die Lage im Land verbessern kann. Das wurde beschlossen:

  • Vorteile für Firmen. Unternehmen sollen in Zukunft weniger Steuern zahlen, wenn sie neue Maschinen kaufen, Gebäude bauen oder zusätzliche Mitarbeiter:innen einstellen. Ab 1. November dürfen sie dafür mehr von der Steuer abziehen. Bisher waren es 10 Prozent, künftig sind es 20 Prozent. Wenn das Geld in den Schutz der Umwelt fließt, sind es sogar 22 Prozent.

  • Gegen teure Lebensmittel. Die Regierung will stärker mit der EU zusammenarbeiten. Denn in Österreich sind Lebensmittel oft teurer als in größeren Ländern. Das will die Regierung mit Hilfe der EU verbieten lassen.
    Ab 2026 soll außerdem eine Datenbank eingeführt werden. In dieser Datenbank werden die Preise der Lebensmittel gesammelt. So kann man dann schnell erkennen, wenn Produkte plötzlich ohne Grund teurer werden.

  • Neue Regeln für den Arbeitsmarkt. Wer in seiner Pension weiterarbeitet, soll ab 2026 weniger Steuern und Abgaben zahlen. Wer einen kleinen Nebenjob hat, darf seit 2025 im Monat höchstens 551,50 Euro dazuverdienen. Diese Grenze bleibt bis 2027 gleich. Für diesen Betrag müssen keine Steuern oder Abgaben gezahlt werden.

Sparen bei Pensionen und Löhnen. All diese Maßnahmen kosten den Staat eine Milliarde Euro. Um das alles bezahlen zu können, soll in bestimmten Bereichen gespart werden. So sollen zum Beispiel Pensionen und Löhne heuer weniger stark steigen. Doch das wird noch verhandelt.

Was aber schon klar ist: „Die Zeiten werden in den kommenden Jahren schwierig bleiben“, sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).

Mehr Häftlinge können früher aus dem Gefängnis

Derzeit sitzen in Österreich 10.013 Menschen im Gefängnis. Doch einige von ihnen könnten den Rest ihrer Strafe zu Hause absitzen. Denn seit 1. September gibt es neue Regeln für die elektronische Fußfessel.

Bis jetzt konnten nur Häftlinge eine Fußfessel beantragen, wenn sie höchstens noch zwölf Monate Strafe zu verbüßen hatten. Ab jetzt gilt: Auch Gefangene, die noch bis zu 24 Monate Strafe haben, dürfen die Fußfessel beantragen. Im Moment tragen 368 Häftlinge eine elektronische Fußfessel. Fachleute rechnen damit, dass durch die neuen Regeln jedes Jahr rund 150 weitere Personen dazukommen.

Die Fußfessel gilt nicht für alle. Wer ein schweres Verbrechen begangen hat, darf sie nicht bekommen. Dazu gehören zum Beispiel Mord, Vergewaltigung oder Raub mit Gewalt.

Um eine Fußfessel zu bekommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die Häftlinge brauchen eine geeignete Wohnung in Österreich, sie müssen einen Arbeitsplatz haben und genug Geld verdienen. Außerdem müssen alle Personen, die mit ihnen im selben Haushalt leben, zustimmen.

Die Fußfessel kostet Geld. Häftlinge müssen bis zu 22 Euro pro Tag zahlen. Wer also zwei Jahre seiner Strafe zu Hause absitzt, zahlt dafür mehr als 16.000 Euro.

Auch im Hausarrest gelten strenge Regeln. Häftlinge dürfen die Wohnung nur dann verlassen, wenn es das Gericht erlaubt. Erlaubt sind zum Beispiel Wege zur Arbeit, zur Universität oder zum Arzt. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss zurück ins Gefängnis.

Mit der Fußfessel spart auch der Staat Geld. Für jede Person im Gefängnis muss täglich Unterkunft, Verpflegung und Sicherheit bezahlt werden. Mit der Fußfessel fallen diese Kosten großteils weg. Die Regierung rechnet damit, dass sie mit der neuen Regel pro Jahr rund 20 bis 25 Millionen Euro weniger ausgeben muss.

Was die Österreicher:innen über die EU denken

Eine neue EU-Umfrage zeigt: Die meisten Menschen in Österreich wollen keine neuen Länder in der Europäischen Union (EU). Nur 45 Prozent sind für eine Erweiterung, 55 Prozent sind dagegen.

In der gesamten EU sieht es anders aus. Dort sind 56 Prozent dafür, dass neue Länder aufgenommen werden. Besonders positiv sehen das die Menschen in Schweden, Dänemark, Litauen und Finnland.

Hohe Kosten. Viele verbinden mit einer Erweiterung vor allem Probleme. Manche haben Angst, dass dadurch mehr Menschen ohne Kontrolle in die EU einwandern. Andere fürchten mehr Betrug, Kriminalität und Terrorismus. Viele glauben außerdem, dass eine Erweiterung für alle in Europa teurer wird, weil die EU-Länder dann für die neuen mitzahlen müssen.

Und wie stehen die Österreicher:innen zu den einzelnen EU-Kandidaten? Auch das zeigt die Umfrage:

Das Bild zeigt ein Balkendiagramm mit dem Titel „Welche Länder sollen Mitglied der EU werden?“. Gezeigt wird die Zustimmung in Österreich zu möglichen neuen EU-Mitgliedern. Auf Platz eins liegen Ukraine, Montenegro und Bosnien-Herzegowina mit je 40 Prozent, gefolgt von Serbien mit 39 Prozent und Nordmazedonien mit 34 Prozent. Dahinter Moldawien mit 33 Prozent, Albanien mit 30 Prozent, Georgien mit 29 Prozent, Kosovo mit 28 Prozent und die Türkei mit 19 Prozent.

Europa-Ministerin Claudia Plakolm (ÖVP) ist von diesem Ergebnis nicht überrascht. Sie sagt: Über die Beitritte wird schon seit mehr als 20 Jahren verhandelt, doch es ist kaum etwas passiert. Viele Menschen haben deshalb das Vertrauen verloren.

Was wünschen sich die Menschen von der EU?
90 Prozent in der EU wünschen sich, dass die Union stärker zusammenhält. In Österreich sind es 83 Prozent. Viele finden auch, dass die EU mehr Geld braucht, um Krisen besser zu lösen. EU-weit sagen das 77 Prozent der Befragten, in Österreich 65 Prozent.

Mehr Recht auf Information

100 Jahre lang galt in Österreich das sogenannte Amtsgeheimnis. Bisher war es so: Behörden mussten fast alles geheim halten. Seit Montag ist das anders. Es gilt ein neues Gesetz, das den Menschen mehr Recht auf Information gibt.

Behörden müssen wichtige Unterlagen von selbst veröffentlichen, zum Beispiel Verträge über viel Geld oder Berichte über ihre Arbeit. Außerdem können Bürger:innen kostenlos nachfragen, wenn sie etwas wissen wollen. Die Behörde muss dann innerhalb von vier Wochen antworten.

Natürlich bleibt manches geheim. Zum Beispiel private Daten oder Staatsgeheimnisse. Wenn etwas nicht veröffentlicht wird, muss die Behörde aber genau erklären, warum.

Für die Menschen bedeutet das: Sie können leichter erfahren, wie der Staat arbeitet und wofür er Geld ausgibt. Auch Journalist:innen haben Vorteile. Sie kommen schneller an wichtige Informationen und können so besser berichten, was im Land passiert.

Das sind die beliebtesten Babynamen 2024

Jedes Jahr wird erhoben, welche Namen Eltern in Österreich ihren Babys am häufigsten geben. 2024 sind das die Sieger:

Das Bild zeigt die beliebtesten Babynamen 2024 in Österreich. Links die Mädchennamen: Emilia auf Platz 1, Emma auf Platz 2, Marie auf Platz 3, Anna auf Platz 4 und Sophie auf Platz 5. Rechts die Bubennamen: Elias auf Platz 1, Paul auf Platz 2, Noah auf Platz 3, David auf Platz 4 und Leon auf Platz 5.

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas dabei war, das dich interessiert.

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Danke, dass du dabei bist!

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, 11. September 2025.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“